{"id":79129,"date":"2016-03-29T00:00:00","date_gmt":"2016-03-29T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=79129"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"FREDDY-QUINN-smago-Serie-Schlag-79128","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/FREDDY-QUINN-smago-Serie-Schlag-79128\/","title":{"rendered":"FREDDY ((QUINN)) <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming &#8211; Teil 54: &quot;Morning Sky&quot; (4\/4)!"},"content":{"rendered":"<p>VII. Tournee- und Fernsehaktivit\u00e4ten \u2013 Country und Zirkus-Artistik + \u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>VII. Tournee- und Fernsehaktivit&auml;ten &ndash; Country und Zirkus-Artistik<\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in Sachen Fernsehen ging es wieder bergauf. Gemeinsam mit seinem alten Kollegen <em>Bert Kaempfert<\/em> zeichnete der die Show &bdquo;Freddy Quinn &ndash; ein Konzert mit dem Orchester Bert Kaempfert&ldquo; auf. Sowohl die am 1. April 1976 ausgestrahlte TV-Show als auch die zugeh&ouml;rige LP wurden zu einem gro&szlig;en Erfolg.<\/p>\n<p>Wie es dazu kam, beschrieb Freddy Quinn im Branchenblatt &bdquo;Musikmarkt&ldquo; vom 15. M&auml;rz 1976:<\/p>\n<p>\n<em>&sbquo;Diese Sendung kam aufgrund meiner Beteiligung an der Sendung &sbquo;Wir machen Musik&lsquo; &nbsp;zustande, wo ich nach der Aufzeichnung ganz spontan das Angebot von Peter Gerlach das Angebot bekam, eine eigene Fernsehshow zu machen. Ich hatte die Bitte ge&auml;u&szlig;ert, so viel Freiheit bei der Gestaltung zu haben, dass ich sie so machen konnte, wie ich mir das vorstellte. Man hat das akzeptiert, und ich habe Bert Kaempfert als Orchester bekommen. Das ist f&uuml;r Deutschland ungew&ouml;hnlich. Denn Bert Kaempfert ist, obwohl er hierzulande ein bisschen Stiefkind der Nation war, im amerikanischen und damit internationalen Music Business ein King. Erst wollte er nicht, aber ich habe ihn &uuml;berredet. Und heute ist er gl&uuml;cklich, dass er es getan hat. Denn ich habe etwas gewagt, was sonst nicht &uuml;blich ist: Ich habe neunzig Minuten live ohne Playbacks gesungen, ohne dass ein Schnitt notwendig wurde.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDie n&auml;chste Single erschien erstmals unter dem vollen Namen &bdquo;Freddy Quinn&ldquo;. Nach dem gro&szlig;en Erfolg mit einer <em>George-Baker<\/em> (b&uuml;rgerliche <em>Hans Bouwens<\/em>)-Nummer wurde ein weiterer Hit von ihm eingedeutscht. <em>Joachim&nbsp; Olden<\/em> textete auf &bdquo;As Long As the Sun Will Shine&ldquo; den Schlager &nbsp;&bdquo;<strong>Solang die Sonne scheint<\/strong>&rdquo;.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single nahm Freddy in deutscher und englischer Sprache auf &ndash; aber weder &bdquo;<strong>Marie, ich komm zu Dir<\/strong>&ldquo; noch &bdquo;Marie I&rsquo;m Coming Home&ldquo; wussten im Herbst 1976 zu &uuml;berzeugen.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit &bdquo;<em>Rolf Rosemeiers Combo<\/em>&ldquo; und den &bdquo;<em>Los Paraguayos<\/em>&ldquo; ging Freddy im Herbst 1976 auf eine 20 Konzerte umfassende Tournee, deren Bestandteil u. a. seine neue Country-LP &bdquo;It&rsquo;s Country Time&ldquo; war &ndash; Freddys Country-Block kam in der TV-Show besonders gut an. (Die Band &bdquo;<em>Truck Stop<\/em>&ldquo; war damals zu Gast in der Show mit <em>Bert Kaempfert<\/em>).<\/p>\n<p>Prominente Namen standen f&uuml;r die erste Single 1977 Pate &ndash; <em>Bert Kaempfert<\/em> schrieb gemeinsam mit <em>Victor Bach<\/em> den Schlager &bdquo;<strong>Sag mir, wo<\/strong>&ldquo;. In jenen Jahren gab es zwischen Kaempfert und Quinn wieder eine st&auml;rkere Zusammenarbeit &ndash; neben einer weiteren erfolgreichen gemeinsamen Fernsehshow, die am 7. April 1977 im ZDF ausgestrahlt wurden, gingen die beiden Vollblutmusiker auch gemeinsam auf Tournee, deren Premiere am 20. M&auml;rz des Jahres erfolgreich in der Essener Gruga-Halle stattfand.<\/p>\n<p>Im Sommer des Jahres kommt es zu einer interessanten Zusammenarbeit. Der &Ouml;sterreicher <em>Peter Greif<\/em> ist bekannt als &bdquo;<em>Johnny Hill<\/em>&ldquo;. Unter dem Namen versuchte der Erfolgsproduzent <em>Lotar Olias<\/em>, der ja sehr lange mit Freddy erfolgreich war, ihn aufzubauen als dessen Nachfolger &ndash; trotz einiger Achtungs-Erfolge gelang das aber nicht wirklich. Im Sommer 1977 schrieb &bdquo;<em>Greif&ldquo; &nbsp;<\/em>gemeinsam mit <em>Joe Kirsten<\/em> f&uuml;r Freddy den Schlager &bdquo;<strong>Im Supermarkt, gleich nebenan<\/strong>&ldquo; &ndash; leider griff das Publikum weder im Supermarkt noch im Schallplattenhandel nach der Single.<\/p>\n<p>Der letzte 1977 ver&ouml;ffentlichte Schlager Freddys war der von <em>Friedrich Dorff<\/em> und <em>Robert Puschmann <\/em>geschriebene Song &bdquo;<strong>Freunde der Nacht<\/strong>&ldquo; &ndash; vielleicht hatte Freddy da seine Tournee-Zeit im Sinn, von der er in einem Interview einst sagte, dass er nach gro&szlig;en Auftritten nicht sofort schlafen k&ouml;nne und daher noch einige Stunden nachts Auto fahre &ndash; quasi zum &bdquo;Runterkommen&ldquo;. Das Lied und die in jener Zeit erschienene LP &bdquo;Freddy singt die sch&ouml;nsten deutschen Volkslieder&ldquo; stellte der S&auml;nger am 1. Dezember 1977 in der ZDF-&bdquo;Starparade&ldquo; bei Rainer Holbe vor.<\/p>\n<p>Im April 1978 ging es wieder auf Deutschland-Tournee, die in Osnabr&uuml;ck startete und in K&ouml;ln endete.<\/p>\n<p>Im Herbst des Jahres 1978 gab es ein &uuml;berraschendes und fast &uuml;berragendes Comeback Freddys in den Hitparaden. Die Polydor brachte ein TV-beworbenes Album namens &bdquo;Nimm mich mit, Freddy&ldquo; auf den Markt, das bis in die Top 5 der LP-Charts kam. Die LP wurde damals wie folgt beworben: <em>&bdquo;Das Gef&uuml;hl von Freiheit und die Sehnsucht nach zu Haus &#8211; das spricht uns alle an! 20 Welterfolge von St. Pauli bis Brasilia, von Espana bis zur Wolga machen diese LP\/MC zu Ihrem First-Class-Umsatz-Hit!&quot;. <\/em>Die Rechnung ging auf: Daf&uuml;r gab es sp&auml;ter nach langer Zeit mal wieder eine Goldene Schallplatte. Auf der LP &nbsp;enthalten war auch die neue Single &bdquo;<strong>Komm, ich zeige Dir die Welt<\/strong>&ldquo;. Ausgekoppelt hat man auch noch die alte Aufnahme (aus dem Jahre 1967), das &bdquo;<strong>Wolgalied<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Herbst 1978 wurde noch das von <em>George Moslener<\/em> produzierte Lied &bdquo;<strong>Und dann geh&lsquo; ich allein nach Hause&ldquo;<\/strong> auf den Markt gebracht.<\/p>\n<p>Inzwischen wieder in der Erfolgsspur angekommen, lief es nun auch gut im Fernsehen &ndash; am Ostersonntag 1979 lief erstmals eine Country-Sendung im ZDF unter dem Motto &bdquo;Ich m&ouml;cht so gern Dave Duddley h&ouml;r&rsquo;n&ldquo;. Zu Gast in seiner Show ist u. a. <em>Ken Curtis<\/em>, der in der Westernserie &bdquo;Rauchende Colts&ldquo; den &bdquo;<em>Festus<\/em>&ldquo; gab. Gemeinsam mit ihm ver&ouml;ffentlichte Freddy zum Anlass der TV-Show eine Duett-Single namens &bdquo;<strong>Don&rsquo;t Fence Me In<\/strong>&ldquo;. Auch als Solointerpret lie&szlig; sich Freddy vom Country-Stil inspirieren mit seiner Single &bdquo;<strong>Loreen<\/strong>&ldquo;, die er selbst mit <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> gemeinsam schrieb.&nbsp; In den n&auml;chsten Jahren moderierte Freddy unter dem Motto &bdquo;It&rsquo;s Country Time&ldquo; regelm&auml;&szlig;ig im ZDF Country-Shows &ndash; bis Ende 1986. Danach moderierte er viele Jahre noch eine Zirkus-Sendung im ZDF (&bdquo;Meine Freunde, die Artisten&ldquo;).<\/p>\n<p>Sehr international gab sich Freddy 1979. Im Londoner Adelphi Theatre spielte er die Hauptrolle im St&uuml;ck &bdquo;Beyond the Rainbow&ldquo;. Zwei Jahre zuvor spielte er die um das Thema Z&ouml;libat sich drehende Rolle bereits in L&uuml;beck unter dem Titel &bdquo;Himmel, Arche und Zwrin&ldquo;.<\/p>\n<p>Bereits einige Schlagers&auml;nger haben sich des Themas &bdquo;Gastarbeiter&ldquo; angenommen, z. B. <em>Conny Froboess<\/em> in &bdquo;Zwei kleine Italiener&ldquo; und <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> in &bdquo;Griechischer Wein&ldquo;. Der Vater von <em>Vicky Leandros, Leo Leandros<\/em>, kam auf die Idee, auch Freddy einen solchen Schlager singen zu lassen &ndash; er komponierte und produzierte f&uuml;r Freddy &bdquo;<strong>Istanbul ist weit<\/strong>&ldquo;. Ganz in der Tradition des &bdquo;Griechischen Weins&ldquo; stehend, hei&szlig;t es im Text: &bdquo;<em>Da lud ich ihn einfach ein &ndash; komm mit zu uns auf ein Glas Wein(!) &ndash; sprich Dich aus, lass Dir helfen, wenn es geht. &ndash; Er sprach, ich danke Dir..<\/em>&ldquo; Die Rechnung ging auf &ndash; erstmals seit vier Jahren &ndash; und zum allerletzten mal &uuml;berhaupt &#8211; schaffte es eine Single von Freddy Quinn in die deutsche Verkaufshitparade &ndash; immerhin auf Platz 46. Geholfen dabei d&uuml;rfte der erneute Auftritt in <em>Rainer Holbes<\/em> &bdquo;Starparade&ldquo; am 05. Juni 1980 haben, wo er auch seine neue LP &bdquo;Du hast mein Wort&ldquo; vorgestellt hatte.<\/p>\n<p>Nachdem Freddy am 31. M&auml;rz 1979 der RTL-&bdquo;Ehrenl&ouml;we&ldquo; f&uuml;r sein bisheriges Lebenswerk verliehen wurde, gab es am 11. Oktober 1980 f&uuml;r den &bdquo;Istanbul&ldquo;-Schlager tats&auml;chlich noch mal einen L&ouml;wen in Bronze &ndash; es war Freddys 15. und letzter RTL-L&ouml;we &ndash; ein einmaliger Rekord.<\/p>\n<p>Die Nachfolgenummer &ndash; ebenfalls geschrieben und produziert von Leo Leandros &ndash; konnte nicht an den Erfolg des &bdquo;Istanbul&ldquo;-Hits ankn&uuml;pfen: &bdquo;<strong>Du hast Tr&auml;nen im Gesicht&ldquo;<\/strong> war die zweite Auskopplung aus der &bdquo;Du hast mein Wort&ldquo;-LP, die im Rahmen der &bdquo;Originale&ldquo;-Reihe der Firma Universal 2013 &uuml;brigens neu auf CD ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Am 25. Juni 1981 stellte Freddy den von den Hamburger &bdquo;<em>Leinemann<\/em>&ldquo;-Produzenten <em>Ulf Kr&uuml;ger<\/em> und <em>Django Seelenmeyer<\/em> produzierten Song &bdquo;<strong>Der Groschen f&auml;llt manchmal zu sp&auml;t<\/strong>&ldquo; vor &ndash; ein Country-angehauchter Balladen-Song.<\/p>\n<p>Im Zuge seiner Country-Aktivit&auml;ten ver&ouml;ffentlichte Freddy im Sp&auml;tsommer 1981 ein weiteres Album mit dieser Art von Musik unter dem Titel &bdquo;Country&ldquo;. Mit dem Song &bdquo;<strong>Get Me Back To Tennessee<\/strong>&ldquo; trat der S&auml;nger damals sogar am 19. November 1981 im ARD-&bdquo;Musikladen&ldquo; auf.<\/p>\n<p>Weitere Singles des Jahres 1981 waren &bdquo;<strong>Die besten Jahre Deines Lebens<\/strong>&ldquo;, eine <em>Pierre Kartner (Vader Abraham)-<\/em>Komposition und &bdquo;<strong>Wer dem Wind geh&ouml;rt<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Am 21. Oktober 1982 stellte Freddy seine neue Single &bdquo;<strong>Adios Maria<\/strong>&ldquo; in <em>Wim Thoelkes<\/em> Show &bdquo;Der gro&szlig;e Preis&ldquo; vor. Der Schlager wurde von <em>Joachim Heider<\/em> produziert und komponiert, <em>Dr. Michael Kunze<\/em> schrieb den Text zur zweiten Single, auf der Freddy eine Dame besang (nachdem es 1976 ja schon hie&szlig;: &bdquo;Marie, ich komm zu Dir&ldquo;). Die Single stammt von der von <em>Joachim Heider <\/em>produzierten LP &bdquo;Und darum bin ich heute wieder hier&ldquo;. Daraus ausgekoppelt wurde im Winter 1982 noch die Single &bdquo;<strong>Weil ich Dich wirklich liebe<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Mit recht gro&szlig;em Werbeaufwand wurde im Sommer 1983 die von <em>Joachim Heider<\/em> produzierte Single &bdquo;<strong>Die Nacht von Casablanca<\/strong>&ldquo; auf den Markt gebracht. Freddy sang das St&uuml;ck am 29. August 1983 im &bdquo;Blauen Bock&ldquo;. Kurze Zeit sp&auml;ter, am 25. September 1983, lief im ZDF das Portrait &bdquo;Freddy Quinn &ndash; das erstaunliche Leben des Jungen von St. Pauli&ldquo;. &Uuml;ber den Film lie&szlig; Freddy mitteilen: &bdquo;<em>Diesen Film w&uuml;rde ich nie wieder machen<\/em>&ldquo; &ndash; es gab in dem&nbsp; Zusammenhang diverse Streitigkeiten mit der Produktionsfirma, weil Freddy sich nicht sehr kooperativ bei den Dreharbeiten zeigte.<\/p>\n<p>1984 erhielt Freddy die Ehre, das offizielle Lied zur ARD-Fernsehlotterie zu singen. Erstaunlicherweise landete dieser Song, &bdquo;Worauf wartest Du&ldquo;, der bei der Gala der Fernsehlotterie am 14. Januar 1984 dem TV-Publikum pr&auml;sentiert wurde, nur auf der B-Seite. Als A-Seite entschied man sich f&uuml;r die <em>Joachim-Heider<\/em>-Komposition &bdquo;<strong>Manchmal bei Nacht<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Am &bdquo;Tag der Verfassung&ldquo;, dem 22.05.84, erhielt Freddy das Verdienstkreuz Erster Klasse des &bdquo;Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland&ldquo;. Die Verleihung durch Bundespr&auml;sident <em>Karl Carstens<\/em> fand in der Villa Hammerschmidt in Bonn statt. Eine weitere Ehrung war 1984 die Verleihung der &bdquo;Goldenen Ehrennadel mit Brillanten&ldquo; von der Firma Polydor, die Freddy dar&uuml;ber hinaus einen Compact Disc Player schenkte. Anlass war das 30-j&auml;hrige Vertragsjubil&auml;um mit der Plattenfirma.<\/p>\n<p>Im Herbst 1984 wurde eine LP (und erstmals parallel CD) ver&ouml;ffentlicht, auf der Freddy Melodien gro&szlig;er (klassischer) Meister sang. Das Titelst&uuml;ck, &bdquo;<strong>Blumen des Lebens<\/strong>&ldquo;, wurde als Single ver&ouml;ffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Cover des Liedes &bdquo;Le Reve&ldquo;, das bereits von <em>Bernhard Brink<\/em> (&bdquo;Liebe auf Zeit&ldquo;), <em>Mireille Mathieu<\/em> (&bdquo;Walzer der Liebe&ldquo;), <em>Bibi Johns<\/em> (&bdquo;Eine Romanze mit Dir&ldquo;), <em>Renate Kern<\/em> (&bdquo;Herbstwind&ldquo;) und <em>Francoise Hardy<\/em> (&bdquo;San Salvador&ldquo;) gecovert wurde.<\/p>\n<p>Das Ansinnen, seinem gro&szlig;en Vorbild <em>Hans Albers<\/em> nahe zu kommen, motivierte Freddy vermutlich, im Oktober 1984 das St&uuml;ck &bdquo;<strong>Gro&szlig;e Freiheit Nr. 7<\/strong>&ldquo; in Hamburg aufzuf&uuml;hren. Das Titelst&uuml;ck wurde auch als Single ver&ouml;ffentlicht. Im Gegensatz zu <em>Hans Albers<\/em>, der sich im gleichnamigen Kinofilm den Namen &bdquo;Hannes&ldquo; gab, war im Theaterst&uuml;ck die Name des Protagonisten Johnny.&nbsp; W&auml;hrend es zun&auml;chst nach einem bombastischen Erfolg aussieht, endet das Engagement im Hamburger Operettenhaus in einem finanziellen Fiasko. Offensichtlich hat man sich trotz gutem Publikumszuspruch massiv &uuml;bernommen, es wurde zu viel Personal ben&ouml;tigt. Am Ende stand der Konkurs. Der Spielbetrieb war bis zum 2. Juni 1985 geplant &ndash; am 25. M&auml;rz musste Veranstalter <em>Kurt Vibach<\/em> die Rei&szlig;leine ziehen und das endg&uuml;ltige Aus verk&uuml;nden. Damit waren auch Freundschaft und Zusammenarbeit Freddys mit <em>Kurt Vibach<\/em>, der am 10. Juni 1987 verstarb, beendet.<\/p>\n<p>Nochmal gro&szlig;er Werbeaufwand wurde f&uuml;r Freddys letzte bei Polydor erschienene Single betrieben. Mit dem von ihm selbst getexteten &bdquo;<strong>Nicht eine Stunde tut mir leid<\/strong>&ldquo; trat Freddy am 24. August 1985 im &bdquo;Blauen Bock&ldquo; auf und am 24. Oktober 1985 in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> &bdquo;Melodien f&uuml;r Millionen&ldquo;. &ndash; Es nutzte alles nichts, damit war die &uuml;ber 30-j&auml;hrige Zusammenarbeit Freddys mit der Polydor beendet. Im Buch &bdquo;Sternenhimmel&ldquo; &uuml;ber die Plattenfirma Polydor wird das Ende der Zusammenarbeit wie folgt beschrieben: &bdquo;<em>Die Zusammenarbeit zwischen Freddy Quinn und Polydor endet im Dezember 1985. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung unter Heino Wirth und dem Leiter der Inlandsabteilung, George Hildebrandt, bietet dem K&uuml;nstler einen neuen Vertrag an. Die angebotenen Konditionen sind &ndash; so Freddy Quinn &ndash; &sbquo;unannehmbar&lsquo;. Er sieht sich zum Auslaufmodell abgestempelt. Nach einem kurzen Gespr&auml;ch verl&auml;sst Quinn (begleitet von seiner Managerin Lilli Blessmann und seinem Verleger Werner Triepke) das Haus. Danach soll er nur noch wenig &sbquo;Heimweh&lsquo; nach Polydor versp&uuml;rt haben.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Der K&uuml;nstler gab aber nicht auf und produzierte in den M&uuml;nchener Union-Studios eine LP zum Theaterst&uuml;ck &bdquo;Man ist so jung wie man sich f&uuml;hlt&ldquo;. Mit diesem St&uuml;ck, in dem es &uuml;ber das &Auml;lterwerden geht, ging Freddy auch monatelang 1986 auf Tournee. Die gleichnamige LP wurde im Vertrieb der damaligen Jeton GmbH ver&ouml;ffentlicht. Als Single entschied man sich f&uuml;r &bdquo;<strong>Hamburg-City<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Nimm Dir die Zeit!<\/strong>&ldquo;. In den Medien war Freddy auch weiterhin pr&auml;sent, so wurde am 23. August 1986 &bdquo;Ein Abend mit Freddy Quinn&ldquo; im TV ausgestrahlt.<\/p>\n<p>Zum Jahresende 1989 ging Freddy bei einem TV-Privatsender unter die Moderatoren &ndash; SAT 1 strahlte damals die 4-teilige Serie &bdquo;Weihnachten in Deutschland&ldquo; aus. Im Folgejahr ging Freddy in einer Gastrolle unter die Schauspieler, indem er in der TV-Serie &bdquo;Gro&szlig;stadtrevier&ldquo; einen Wattf&uuml;hrer gab. &ndash; Als S&auml;nger nahm Quinn 1990 gemeinsam mit <em>Heidi Kabel<\/em> den Schlager &bdquo;<strong>Das gibt&rsquo;s nur auf der Reeperbahn bei Nacht<\/strong>&ldquo; neu auf.<\/p>\n<p>Nachdem Freddy 1985 nach dem Debakel um das St&uuml;ck &bdquo;Gro&szlig;e Freiheit Nr. 7&ldquo; Hamburg entt&auml;uscht den R&uuml;cken gekehrt hatte, stand er ab April 1991 wieder auf der B&uuml;hne im St. Pauli-Theater an der Reeperbahn &ndash; und zwar im Schwank &bdquo;Charlys Tante&ldquo;, womit damals der 150. Geburtstag des St. Pauli-Theaters gefeiert werden sollte. Hinter dem Theater wurde damals feierlich der &bdquo;Freddy-Quinn-Platz&ldquo; er&ouml;ffnet. Am 4. August 1993 wurde eine Aufzeichnung des Theaterst&uuml;cks im Fernsehsender SAT 1 ausgestrahlt.<\/p>\n<p>Im Zuge der damals sehr beliebten Hit-Medleys kam auch Freddys Altwerk wieder zur&uuml;ck ins Bewusstsein &ndash; in Medleyform wurden 1992 Freddy-Hits unter dem Motto &bdquo;<strong>Ready For Freddy<\/strong>&ldquo; aneinandergereiht.<\/p>\n<p>Zum 65. Geburtstag wurde im TV erneut ein &bdquo;runder&ldquo; Geburtstag von Freddy gefeiert. Motto der am 27. September 1996 von der ARD ausgestrahlten Sendung war &bdquo;Sch&ouml;n war die Zeit&ldquo;. Besonders &bdquo;sch&ouml;n war die Zeit&ldquo; sicher in der Washington Bar. 1997 traf Freddy nach fast 40 Jahren einer seiner damaligen Weggef&auml;hrten, <em>Rolf Bohnhoff<\/em>, wieder.<\/p>\n<p>Zwischen 1995 und 1997 ging Freddy mit einer &bdquo;abgespeckten&ldquo; Version des &bdquo;Gro&szlig;e Freiheit Nr. 7&ldquo;-St&uuml;cks noch einmal auf Tournee.<\/p>\n<p>Immer wieder zog es den S&auml;nger zu ernsten Schauspielrollen, immer wieder tr&auml;umte er von ernsthaften Rollen und erw&auml;hnte dabei immer wieder St&uuml;cke wie &bdquo;Endstation Sehnsucht&ldquo; oder &bdquo;Golden Boy&ldquo;. Es hat nicht sollen sein. Immerhin wurde er im neuen Jahrtausend noch im &bdquo;Gro&szlig;stadtrevier&ldquo; (2003, als Nachtw&auml;chter), &bdquo;In aller Freundschaft&ldquo; und im TV-Film &bdquo;Erbin mit Herz&ldquo; eingesetzt.<\/p>\n<p>Zum 70. Geburtstag gab es wieder eine TV-Gala &ndash; 5,6 Mio. Menschen gratulierten dem 70-j&auml;hrigen Jubilar Freddy an den Bildschirmen. Parallel erschien bei der Polydor die CD &bdquo;Lieder, die das Leben schrieb&ldquo; &ndash; damit kam Freddy sogar noch einmal f&uuml;r 2 Wochen in die Top-100 der CD-Charts. Kurz zuvor &uuml;berreichte ihm die Kultur- und Wissenschaftsministerin <em>Johanna Wanka<\/em> die &bdquo;Ehrenmedaille der Artistik in Gold&ldquo;.<\/p>\n<p>2002 ging Freddy auf gro&szlig;e Abschiedstournee. Das Wiener Konzert aus dem Jahre 2002 wurde auf DVD ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Am 21. November 2003 tat sich Freddy als Moderator hervor und moderierte f&uuml;r den Bayerischen Rundfunk die Nostalgie-Sendung &bdquo;Sch&ouml;n war die Zeit &ndash; Stars und Lieder pr&auml;sentiert von Freddy Quinn&ldquo;. &ndash; Auch musikalisch gab es ein Lebenszeichen der besonderen Art &ndash; f&uuml;r den Soundtrack des Werner-Films &bdquo;Gekotzt wird sp&auml;ter&ldquo; sang Freddy seinen Oldie (in abgewandelter Form) neu ein: &bdquo;Wir zwei Mann und kein Befehl&ldquo;. Seri&ouml;ser gab er sich als Schauspieler im Familiendrama&nbsp; &bdquo;Felice&ldquo;, wo er einen Nachtw&auml;chter spielte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>VIII. R&uuml;ckzug aus der &Ouml;ffentlichkeit<\/u><\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im M&auml;rz 2004 ging es erneut auf Abschiedstournee &ndash; diesmal unter dem TV-bew&auml;hrten Motto &bdquo;Lieder, die das Leben schrieb&ldquo;. Kurze Zeit darauf drohte Freddy Ungemach &ndash; ihm wurde nachgewiesen, Steuern hinterzogen zu haben, weil er seinen Wohnsitz in der Schweiz angab, sich aber haupts&auml;chlich in Deutschland aufgehalten habe. Freddy sah seinen Fehler ein. Wegen seiner Einsicht, der schnellen R&uuml;ckzahlung und seines fortgeschrittenen Alters kam er mit einer Bew&auml;hrungs-Haftstrafe davon. So konnte er auch 2005 erneut auf Abschieds-Tournee gehen &ndash; diesmal unter dem Motto &bdquo;Memories&ldquo;.<\/p>\n<p>Vom 5. September bis 13. Oktober 2006 fand in Wien anl&auml;sslich Freddys 75. Geburtstag eine Ausstellung statt. Das Bezirksmuseum Josefstadt stellte Originalkost&uuml;me, Plattencover und Plakate aus Freddys Karriere aus. Auch der NDR lud zu dem Anlass am 14. Oktober 2006 zum &bdquo;gro&szlig;en Freddy Quinn Abend&ldquo;.<\/p>\n<p>Kurz vor ihrem 90. Geburtstag verstarb Freddys langj&auml;hrige Managerin und &bdquo;Verlobte&ldquo; <em>Lilli Blessmann<\/em> im Januar 2008 &ndash; ein schwerer Schlag f&uuml;r den beliebten K&uuml;nstler. Kurze Zeit sp&auml;ter verk&uuml;ndete Freddy in der einschl&auml;gigen Presse, dass er sich komplett zur&uuml;ckziehen wolle und es fortan keinen &bdquo;Freddy Quinn&ldquo; mehr in der &Ouml;ffentlichkeit geben werde.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich des 80. Geburtstages von Freddy ver&ouml;ffentlichte der Journalist <em>Elmar Kraushaar<\/em> das Buch &bdquo;Freddy Quinn &ndash; ein unwahrscheinliches Leben&ldquo;. Offensichtlich angedacht war, es in Kooperation mit dem K&uuml;nstler zu tun &ndash; letztlich musste sich <em>Kraushaar <\/em>aber wohl auf Recherche-Arbeit konzentrieren, was exzellent gelungen ist. Das Buch kann man nicht nur Freddy-Freunden, sondern auch Freunden des deutschen Schlagers massiv empfehlen, weil darin auch sehr kompetent &uuml;ber zeitgeschichtliche Ph&auml;nomene des Schlagers der damaligen Zeit berichtet wird.<\/p>\n<p>Im Jahr 2014 hat die umtriebige Firma Spectre Media eine CD namens &bdquo;Junge, komm bald wieder &ndash; 50 gro&szlig;e Erfolge&ldquo; ver&ouml;ffentlicht &ndash; sehr zu empfehlen, weil darauf viele Originalaufnahmen alter Freddy-Hits zu finden sind &ndash; zu einem erschwinglichen Preis.<\/p>\n<p>Zuletzt erschien bei der Firma TELAMO unter dem Motto &bdquo;Die Gold Edition&ldquo; ein 2 CD- bzw. 3 DVD-Set, wobei insbesondere die DVD-Variante f&uuml;r viele Fans sehr interessant sein d&uuml;rfte.<\/p>\n<p>Kurz vor seinem 85. Geburtstag lebt Freddy Quinn komplett zur&uuml;ckgezogen von der &Ouml;ffentlichkeit. Offensichtlich hat er (insbesondere nach dem Tod seiner &bdquo;Managerin&ldquo;) keinen Zug mehr zur &Ouml;ffentlichkeit. Er ist eine absolute Ausnahmeerscheinung im deutschen Schlagergesch&auml;ft. Seine Rekorde sind f&uuml;r die Ewigkeit &ndash; allein 13 &bdquo;L&ouml;wen&ldquo; von Radio Luxemburg sprechen da eine sehr deutliche Sprache. &ndash; Andrerseits ist seine Lebensgeschichte (wie von <em>Elmar Kraushaar<\/em> beschrieben) sehr &bdquo;unwahrscheinlich&ldquo;. Viele seiner Lebensdaten sind zweifelhaft, nicht genau gekl&auml;rt. Aber vielleicht ist es genau das, was seinen derart langlebigen Erfolg ausmacht &ndash; ein Mysterium zu sein. M&ouml;ge er noch viele Jahre seine wieder gewonnene Freiheit genie&szlig;en.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 25.03.2016<\/p>\n<p>http:\/\/www.freddy-quinn-archiv.at\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VII. Tournee- und Fernsehaktivit\u00e4ten \u2013 Country und Zirkus-Artistik + \u00a0 VII. 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