{"id":78967,"date":"2016-04-01T00:00:00","date_gmt":"2016-04-01T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=78967"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"SPIDER-MURPHY-GANG-Die-Geschich-78966","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/SPIDER-MURPHY-GANG-Die-Geschich-78966\/","title":{"rendered":"SPIDER MURPHY GANG <br \/>Die Geschichte der Spider Murphy Gang!"},"content":{"rendered":"<p>Am 28.10.2017 (!) steigt in der Olympiyhalle M\u00fcnchen das gro\u00dfe Jubil\u00e4umskonzert &#8222;40 Jahre Spider Murphy Gang und G\u00e4ste&#8220;!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">August 1977 stirbt der King of Rock&acute;n&acute;Roll in einer kleinen Klinik nicht weit von seinem Ghetto Graceland. Millionen trauern um Elvis, auch in Deutschland, wo Eingeweihte von seinen heimlichen Auftritten als GI erz&auml;hlen. Seltene, vergilbte Fotos zeigen ihn als Oldie-S&auml;nger in Uniform an verstimmten Boogie-Pianos in &uuml;berf&uuml;llten Clubs am ostbayerischen Truppen&uuml;bungsplatz Grafenw&ouml;hr. Eigene Hits singt Elvis dort allerdings nie &#8211; der wohl ber&uuml;hmteste Rekrut aller Zeiten h&auml;lt sich an seine Absprache mit der US Army&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf Elvis Spuren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nIn diesen &quot;Ami-Schuppen&quot;, in denen oft die Schlagst&ouml;cke der Military Police den Takt angeben, spielt im selben Jahr eine junge &quot;Music-Box-Band&quot; die internationalen &quot;Top 40&quot; rauf und runter. Doch eigentlich zieht es G&uuml;nther Sigl, Barny Murphy und Franz Trojan auf die M&uuml;nchner B&uuml;hnen. &quot;Wir wollten echten Rock&acute;n&acute;Roll machen &#8211; so wie Elvis und Chuck Berry.&quot; Mit Keyboarder Michael Busse, der an der Isar studieren will, verschwinden sie im &Uuml;bungskeller. Heraus kommt die Spider Murphy Gang &#8211; getauft nach einer Zeile aus Presleys Klassiker Jailhouse Rock. &quot;Ich hab&#39; damals beim &Uuml;ben die Plattenspieler-Nadel immer wieder zur&uuml;ck gesetzt&quot;, beichtet Barny Murphy, der als gelernter Fernmeldetechniker seinen Meister doch lieber an der &quot;Stromgitarre&quot; macht.<\/p>\n<p>Doch die Schwabinger Szene bleibt erst mal ein Sperrbezirk f&uuml;r die hungrige Gang. Bassist und S&auml;nger G&uuml;nther Sigl, der 1971 seinen todsicher-todlangweiligen Bank-Job an den Nagel geh&auml;ngt hat und in &quot;Rock&acute;n&acute;Roll-Schuah&quot; jeder Mark nachlaufen muss, schl&auml;gt sich notgedrungen als &quot;Jeans-Tr&auml;ger&quot; im M&uuml;nchner Levis-Depot durch. &quot;In den bekannten Clubs spielten damals die meisten Bands gem&uuml;tlichen Dixieland &#8211; mit Ausnahme von Fats Hagens Rock&acute;n&acute;Roll Show. Wir hatten ein h&auml;rteres Programm&quot;, erz&auml;hlt er. Und Barny, der chronisch &quot;zwoa Zigaretten&quot; gleichzeitig im Mundwinkel und am Gitarrenhals glimmen hat, erg&auml;nzt trocken: &quot;Doch unsere Demo-B&auml;nder wurden leider immer abgelehnt.&quot;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>Erst mal Peanuts<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nBis dann in der Siegesstra&szlig;e der Siegeszug beginnt: &quot;Memoland&quot;-Manager Memo Rhein ist im Fasching `78 eine Band ausgefallen. &Uuml;ber Nacht heuert er f&uuml;r drei Gigs &#8211; und 800 Mark Gage &#8211; die weder aus der Presse noch aus Funk oder Fernsehen bekannte Gruppe f&uuml;r seinen Musikladen an. &quot;Rocking Peanuts mit der Spider Murphy Gang&quot; versprechen hastig gedruckte Plakate, und im Club sch&uuml;ttet der Impresario gro&szlig;z&uuml;gig drei Zentner Erdn&uuml;sse unters Volk. Von derlei Peanuts muss die SMG `ne Weile leben. &quot;Doch es gab viel Laufpublikum in Schwabing und so sprach sich herum, dass wir Rock&acute;n&acute;Roll spielten. Bald standen wir jeden Sonntag auf dem Programm&quot;, erz&auml;hlt G&uuml;nther, &quot;und unsere Gigs waren pl&ouml;tzlich ausverkauft.&quot;<\/p>\n<p>Irgendwann verschl&auml;gt es im &quot;Millionendorf&quot; auch den Moderator Georg Kostya, der zu dieser Zeit regelm&auml;&szlig;ig beim Bayerischen Rundfunk in seiner &quot;Rocktasche&quot; kramt, in die Musikkneipe. Angelockt hat ihn die erste inoffizielle LP der Band &#8211; auf eigene Kosten in einer Auflage von 3.000 St&uuml;ck &quot;handgepresst&quot;. &quot;Kost ja nix&quot;, witzelt Kostya, als er die Newcomer f&uuml;r seine Sendungen anheuert. G&uuml;nther: &quot;Er wollte mit Live-Bands arbeiten. Doch das Rockhouse war dummerweise eine urbayerische Rundfunk-Kiste und ich sollte auf die Schnelle einen Titelsong im Dialekt schreiben: Mei, hob i mi do plogt&#8230;!&quot;<\/p>\n<p>Im &quot;Rockhouse&quot; &#8211; jeden ersten Sonntag im Monat &quot;on the air&quot; &#8211; geben sich bekannte Kollegen die Klinke in die Hand: Willy Michl (&quot;Telefon Blues&quot;), Konstantin Wecker (&quot;Genug ist nie genug&quot;), Gitarrero Sigi Schwab, die rotzfreche &quot;Bierm&ouml;sl Blosn&quot; mit einem polternden Herrn namens Polt, Ex-&quot;Frumpy&quot; Inga Rumpf, deren rauchzarte Stimme so sexgeladen ist wie die Reeperbahn, Luther Allison (im August 1997 gestorben), die &quot;Bluesband&quot; oder &quot;Matchbox&quot;. Anfangs geht&#39;s im BR-Studio 3 rund, dann vor jeweils 1.000 Leuten im &quot;Schwabinger Br&auml;u&quot; und bei &quot;Rockhouse&quot;-Festivals. &quot;Wir haben popul&auml;re Musiker begleitet und mit Kostya unheimlich viel gemacht: Er wollte jeden Monat einen neuen Song. Und Konkurrenz gab&#39;s kaum, nur Liedermacher wie Michl oder Ambros, aber keine bayerischen Rock&acute;n&acute;Roller.&quot;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>Alle lieben Uschi<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n1979 hat die Gang endlich ihren ersten Plattenvertrag in der Tasche. Produzent Harald Steinhauer, der im &quot;Memoland&quot; hellh&ouml;rig wird, f&auml;delt die Aufnahmen bei einer Major Company ein. Kurioserweise schn&uuml;rt die &quot;Hausband&quot; der M&uuml;nchner Szene ihre &quot;Rock&acute;n&acute;Roll-Schuah&quot; ausgerechnet bei der K&ouml;lner EMI. &quot;Die LP entstand in zwei Wochen &#8211; samt Mix&quot;, erinnert sich Barny an diese &Auml;ra ohne Tricks und digitale Technologien.<\/p>\n<p>&quot;Sie hod an Stereo-Plattnspiela o und as Wohnzimmer-Liacht ausgmacht und de oide Rock&acute;n&acute;Roll-Scheibn is glaffa &#8211; de ganze Nacht&#8230;&quot;, besingt G&uuml;nther 1980 ein munteres M&uuml;nchner Madl namens Uschi. Und schon das erste &quot;Rock&acute;n&acute;Roll-Rendezvous&quot;- die ausgekoppelte Single &#8211; hat Folgen. Uschi knipst unerm&uuml;dlich das Licht aus und verf&uuml;hrt rund 50.000 K&auml;ufer dazu, die schwarze Scheibe auf den Dual-Dreher zu legen. &quot;Damals haben wir uns immer gesagt: Wenn wir das mal schaffen, dann sind wir wirklich gut.&quot;<\/p>\n<p>Bald versteht man &uuml;berall den Slang der Gang, die 1980 erstmals auf eine &quot;richtige&quot; Tour geht: Ob in angesagten Treffs wie der &quot;Alten Burg&quot; oder der &quot;Drehleier&quot; in M&uuml;nchen oder in der Regensburger Uni-Mensa, wo das Publikum Tische und St&uuml;hle zu Kleinholz tanzt. &quot;Alle hatten Blut geleckt &#8211; nur wir nicht&quot;, umschreibt Barny die gespannte Atmosph&auml;re bei den Sessions zur zweiten LP im &quot;Rainbow&quot;-Studio. Dort erweitert Produzent Harald Steinhauer mit Gesp&uuml;r das Spektrum der Band, w&auml;hrend Armand Volker an den Reglern dreht und Manager J&uuml;rgen Th&uuml;rnau seine Kontakte spielen l&auml;sst. Die EMI trommelt und die Spiders machen Schlagzeilen auf dem Titel der skandalfreudigen &quot;Abendzeitung&quot;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>Die Nummer ist tabu<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nTrotzdem macht der &quot;Skandal um Rosi&quot; nicht sofort die Runde. Mundart-Rocker wie Wolfgang Niedeckens BAP oder Zeltinger werden zwar bundesweit popul&auml;r, doch die Spiders-Crew misstraut schnellen Trends. Weil auch Nordlichter den Text verstehen sollen, wird &quot;Skandal im Sperrbezirk&quot; als Trailer der LP &quot;Dolce Vita&quot; (1981) ausgekoppelt. &quot;Pech war nur, dass die Single nirgends lief&quot;, sagt G&uuml;nther. Beim Bayerischen Rundfunk ist die hei&szlig;e Nummer sogar total tabu. Denn da geht&#39;s &#8211; unerh&ouml;rt &#8211; um &quot;Nutten&quot;, die sich vor den Toren der Weltstadt mit Herz frustriert die F&uuml;&szlig;e platt treten, w&auml;hrend ihre beliebte Kollegin Rosi (Tel.: 32 16 8) ungeniert im von der &quot;Sitte&quot; &uuml;berwachten &quot;Sperrbezirk&quot; Konjunktur hat.<\/p>\n<p>Also wird als zweite Single &quot;Schickeria&quot; nachgeschoben. Und diese Abrechnung mit der hochn&auml;sigen bayerischen &quot;Bussi-Gesellschaft&quot;, die den Schnee so liebt und &ouml;fter mal im vergitterten &quot;Hotel Stadelheim&quot; residiert, l&ouml;st prompt eine Lawine aus: P&uuml;nktlich zu Weihnachten holt schlie&szlig;lich der &quot;Skandal&quot; die &quot;Schickeria&quot; wieder ein und der EMI-Betreuer jodelt im sch&ouml;nsten Rheinl&auml;ndisch am Telefon: &quot;Dat Ding zieht ab!!!&quot;<\/p>\n<p>Und wie: &quot;Dolce Vita&quot; schie&szlig;t auf Platz 1 der LP-Charts, in denen zus&auml;tzlich das Deb&uuml;t-Album auftaucht. 1982 startet dann die dritte LP &quot;Tutti Frutti&quot;- pr&auml;sentiert bei einer bundesweiten Tour &#8211; in die Hitlisten durch. 96 Wochen lang knackt die Gang die Charts und sackt Gold und Platin ein. &quot;Dolce Vita&quot; geht rund eine Million Mal &uuml;ber die Ladentische und die Skandal-Single 750.000 mal. Von &quot;Tutti Frutti&quot; werden 500.000 Kopien gepresst und selbst die &quot;R&amp;R-Schuah&quot; sind locker f&uuml;r die Marke von 300.000 gut.<\/p>\n<p>&quot;Wo bist Du?&quot;, &quot;Ich schau Dich an &#8211; Peep, Peep&#8230;&quot; Die ehemalige &quot;Top-40&quot;-Band liefert Hit um Hit. Die SMG gibt es in einer Japan-Ausgabe, der &quot;Skandal&quot; macht in einer spanischen Cover-Version die Runde und &quot;Peep, Peep&quot; dreht sich am brasilianischen Zuckerhut auf einem Sampler 400.000 mal. Zwischen ausverkauften Konzerten in der Westfalen- oder der Olympiahalle werden die Rocker der bayerischen Band f&uuml;r den Verhoeven-Film &quot;Die Spider Murphy Gang&quot; und das 83er Live-Album mitgeschnitten und 150.000 mal in Vinyl verewigt. Und noch bevor &bdquo;Panik-Udo&ldquo; sein Ticket f&uuml;r den &quot;Sonderzug nach Pankow&quot; l&ouml;st, geht f&uuml;r die SMG der Eiserne Vorhang auf. Die Tournee durch &bdquo;Honnies&ldquo; real frustrierende DDR wird zum Medienspektakel und Drummer Trojan &#8211; nur hinter seiner &quot;Schie&szlig;bude&quot; ein Tier &#8211; singt einen Song f&uuml;r die &quot;M&auml;dchen dr&uuml;ben&quot;. 1984 ist die Erfolgsband mit ihrem n&auml;chsten Longplayer &quot;Scharf wia Peperoni&quot; dann wieder im Westen auf Achse. Ohne &quot;Betreuer&quot; von der Stasi&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>Tanz auf dem Vulkan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nSelbst Millionen-Auflagen und das &quot;Dolce Vita&quot; unterwegs verf&uuml;hren die Spiders nie dazu, die Bodenhaftung zu verlieren. Sie touren ohne Ende in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz. Sind die Hallen zu klein, so geht die Gang mehrfach auf die Bretter. Und ganz nebenbei gelingt ihr ein Tanz auf dem Vulkan. Denn in den fr&uuml;hen 80er Jahren surft die SMG neben &quot;Ideal&quot;, &quot;Trio&quot;, Nena, &quot;Geier Sturzflug&quot;, Nina Hagen oder &quot;Spliff&quot; mit auf der Neuen Deutschen Welle, obwohl sie alles andere als eine g&auml;ngige NDW-Combo ist. &quot;Das Interesse an deutschsprachiger Musik war pl&ouml;tzlich gro&szlig; und Songs wie &quot;Skandal&quot; oder &quot;Wo bist Du?&quot; h&auml;tten wir sonst sicher nie gemacht&quot;, erkl&auml;rt G&uuml;nther dieses Ph&auml;nomen.<\/p>\n<p>Die Neue Deutsche Welle ebbt allm&auml;hlich wieder ab, doch die Spiders mit ihrem hart erarbeiteten Sonder-Status im Music-Bizz entziehen sich diesem Sog. Ihre n&auml;chste Tour wird erneut ein Triumphzug, auch wenn die LP &quot;Wahre Liebe&quot; (1985) und die sp&ouml;ttische Single &uuml;ber den schneewei&szlig;en &quot;Cadillac&quot;, der auf Pump &uuml;ber die Leopoldstra&szlig;e s&auml;uselt, die Charts nicht mehr bis ganz oben aufrollen. 1986 pausiert dann die Band, bevor sie zum zehnj&auml;hrigen Bestehen das Album &quot;&Uuml;berdosis Rock&acute;n&acute;Roll&quot; abmischt.<\/p>\n<p>Nach turbulenten Tourneen verl&auml;sst schlie&szlig;lich Keyboarder Michael Busse die Gang, um endlich sein lange aufgeschobenes Philosophie-Studium nachzuholen. Ohne ihn laufen 1988\/89 im M&uuml;nchner Pilot-Studio die Aufnahmen f&uuml;r die CD &quot;In Flagranti&quot; an. Schlagzeuger Franz Trojan und der Niederl&auml;nder Johan Daansen riskieren komplexere Arrangements, ungewohnte Sounds und technische Finessen. Mit Titeln von &quot;In Flagranti&quot; und dem 1990 pr&auml;sentierten Album &quot;Hokuspokus&quot; startet die Spider Murphy Gang ins n&auml;chste Jahrzehnt. Zum festen Line up geh&ouml;ren nun Keyboarder Ludwig Seu&szlig; aus M&uuml;nchens erster Garde und als zweiter Gitarrist Willie Duncan, ein waschechter Schotte mit Wahlheimat Regensburg, der trotz verd&auml;chtiger Gene nie mit Power-Riffs geizt.<\/p>\n<p>1991 stehen die Spiders rund 50 mal auf gro&szlig;en B&uuml;hnen und untermauern ihre &quot;zweite&quot;, ebenso erstaunliche Karriere: Der Hitparaden- wird zum Hallen-Seller. Allein bei der &quot;Marquee&quot;-Tour 1992 r&auml;umt die Gang vor mehr als 100.000 Konzertbesuchern ab. Zum letzten Mal l&auml;sst dabei Franz Trojan seine Snare knallen. F&uuml;r ihn steigt Paul Dax ein, der sich zuvor bei anderen Rock&acute;n&acute;Roll-Bands in M&uuml;nchen gr&uuml;ndlich &quot;warm gespielt&quot; hat.<\/p>\n<p>Ein Jahr danach dokumentiert die EMI die Achterbahn-Karriere mit der &quot;Single Hit Collection&quot; und die SMG best&auml;tigt ihren Ruf als einer der besten Live-Bands. Bei mehr als 100 Gigs pro Jahr r&auml;umt die Gang Mitte der 90er ab. Mit im Rampenlicht steht ab 1995 Otto Staniloi aus M&uuml;nchen, der als Nachfolger von Willy Ray Ingram an Saxophon, Bariton und Klarinette Farbe ins Spiel bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Willkommen im Club<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oft kommen alle 100 Kilometer Tausende zum R&amp;R-Rendezvous. L&auml;ngst hat die Gang mehr als 1000 Mal eingez&auml;hlt und Millionen in Hallen, riesigen Zelten oder Open-air-Arenen erreicht. Im Bewusstsein einen neuen, jungen Fan-Generation sind heute auch Titel von &quot;In Flagranti&quot; und &quot;Hokuspokus&quot; zeitlose Hits: &quot;FFB&quot;, &quot;Radio&quot;, &quot;Was ist passiert?&quot;&#8230; Ob 16 oder 66 &#8211; die &Uuml;berdosis Rock&acute;n&acute;Roll geht sofort ins Blut.<\/p>\n<p>&quot;Willkommen im Club der einsamen Herzen, hallo, willkommen in unserer Kartei, herzlich willkommen zum Tanz ins Gl&uuml;ck, bei Nichtgefallen garantiert Gef&uuml;hle zur&uuml;ck&#8230;&quot; &Uuml;ber manche z&uuml;ndende Idee ist Songwriter G&uuml;nther Sigl buchst&auml;blich bei der Zeitungslekt&uuml;re gestolpert. Seine Sprachbilder zeichnet er jedoch nie in Schwarz-Wei&szlig; und den erhobenen Zeigefinger sieht man nur, wenn Barny aus der Reihe gr&auml;tscht und ein Solo &uuml;berzieht. Der SMG-Chef nimmt die &quot;kleinen Leute&quot; ernst, denen er &quot;auf&#39; s Maul schaut&quot;. So sind ihm, manchmal in Minuten, viel sagende Zeilen gelungen, die sich in Abertausenden von Hinterk&ouml;pfen festgefressen haben.<\/p>\n<p>Den &quot;Skandal&quot; k&ouml;nnen wohl (nicht nur) mehr Bayern auswendig mitsingen als ihre stolze Nationalhymne: &quot;In M&uuml;nchen steht ein Hofbr&auml;uhaus, doch Freudenh&auml;user m&uuml;ssen raus&#8230;&quot;<\/p>\n<p>Party-Power pur &#8211; das ist es, was die Fans wieder und wieder wollen. Drei, vier Nummern und die Post geht ab. Eigentlich k&ouml;nnte die Gang ihr Set instrumental abspulen, denn das riesige Stammpublikum kennt jede Melodie, jeden Refrain, jede Geste. Und irgendwie, irgendwo, irgendwann sind diese Rock&acute;n&acute;Roll-Rituale zum Kult geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>Wie aus der Music Box<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDa stehen keine kalten Techno-Maschinisten auf der B&uuml;hne, sondern perfekt aufeinander eingespielte Profis, die den Groove im Blut und mit Heiner Schupp &amp; Co. eine Top-Crew backstage haben. Es ist (fast) so, als w&uuml;rde &#8211; wie anfangs in den Army-Clubs &#8211; eine bestens best&uuml;ckte Music Box laufen: Ob Klassiker wie &quot;Rock&acute;n&acute;Roll-Schuah&quot;, &quot;Wer wird denn woana&quot;, &quot;Sommer in der Stadt&quot;, &quot;So a scheena Dog&quot;, oder &quot;Liebe machen&quot; vom 97er Jubil&auml;umsalbum&#8230; Die Fans haben &quot;Keine Lust auf schlechte Zeiten&quot;.<\/p>\n<p>&quot;Happy Birthday, Spider Murphy&#8230;&quot;, singen Tausende im Herbst `97 bei den legend&auml;ren Jubilee-Konzerten im &quot;Circus Krone&quot;. Mit &quot;Gro&szlig;stadt-Indianer&quot; Willy Michl, Alpen-Rocker Wolfgang Ambros (&quot;Zwickt&acute; s mi&quot;) und J&uuml;rgen Buchner aus &quot;Haindling&quot;, die wie die SMG m&uuml;helos alle Musik-Moden &uuml;berleben, brennt die Gang zum 20j&auml;hrigen ein Feuerwerk ab. Das Bayerische Fernsehen und private TV-Sender &uuml;bertragen ihre Good-Time-Music rund um die Uhr, der BR-Shop dokumentiert das Ereignis mit einem Video und die Band kr&ouml;nt ihre Karriere mit einer prallen Best-of-CD, limitierten Live-Takes sowie der Studio CD &bdquo;Keine Lust auf schlechte Zeiten&ldquo;. &quot;So kann&acute; s noch 20 Jahre weitergehen&quot;, verabschieden sich G&uuml;nther, Barny &amp; Co. beim furiosen Finale aus der Manege.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>Im Slang der Gang<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nL&auml;ngst haben sie dieses Versprechen wahr gemacht: Mit der BMG-CD &quot;Radio Hitz&quot;, einer weiteren Serie von &bdquo;Krone&ldquo;-Shows 2002 mit prominenten G&auml;sten, der n&auml;chsten TV-Rocknacht rund um die unendliche Geschichte der Gang, Unplugged- sowie DVD-Mitschnitten und nicht zuletzt bei unz&auml;hligen Tour-Terminen dreht die SMG wieder m&auml;chtig auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Chuck Berry l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/strong><\/p>\n<p>\nIm Jahr 2007 wird wieder heftig und ausgiebig gefeiert! Die Band l&auml;sst f&uuml;r ihr 30-j&auml;hriges Jubil&auml;um in M&uuml;nchen im Circus Krone ein gro&szlig;e Party steigen. Als G&auml;ste mit dabei sind Willy Astor, Werner Schmidbauer\/Martin K&auml;lberer, Georg Ringsgwandl\/ Nick Woodland, Viva Voce und Klaus Eberhartinger von der EAV. Das Bayrische Fernsehen zeichnet die umjubelte Show auf, die dann als&nbsp; DVD bei SPV &quot;30 Jahre Rock &#39;n&lsquo; Roll &#8211; Alle Singles&ldquo; mit dem Konzert, einem Backstage Film der M&uuml;nchen Tour und einem Film von Albert Krogmann aus dem Jahr 1982 ver&ouml;ffentlich wird.<\/p>\n<p>Im November des Jahres kommt die Gang dann noch zu einer ganz besonderen Ehre! Die Spider Murphy Gang wird erstmals neben anderen gro&szlig;en bekannten Namen wie den Beatles oder den Rolling Stones auf der Webseite von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chuck_Berry\" title=\"Chuck Berry\">Chuck Berry<\/a>&nbsp;offiziell als &bdquo;Covered Berry&ldquo; benannt und als Vertreter von Chuck Berrys Art des Rock &rsquo;n&rsquo; Roll gew&uuml;rdigt. Neben den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scorpions\" title=\"Scorpions\">Scorpions<\/a>&nbsp;sind die Spider Murphys damit die einzigen dort gelisteten deutschen Interpreten. Und weil das noch nicht genug der Ehre ist, wird seit dem Beginn der Bundesliga-Saison 2010\/2011 das Lied&nbsp;&bdquo;<em>S Leben is wia Traum<\/em>&ldquo; (1984) beim FC Bayern M&uuml;nchen auch noch als Torhymne verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>M&uuml;nchen leuchtet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDas gro&szlig;e Konzert zu 35 Jahre SMG findet im Rahmen der Veranstaltung &bdquo;Sommernachtstraum&ldquo; im Juli 2012 als riesen Party im M&uuml;nchener Olympiastadion vor 38.000 Fans statt. Vor dem Konzert bekommt die Band die Medaille &bdquo;M&uuml;nchen leuchtet&ldquo; in Gold von B&uuml;rgermeister Christian Ude &uuml;berreicht. <em>&bdquo;Es war sehr feierlich&ldquo;<\/em>, erinnert sich G&uuml;nther. <em>&bdquo;Und wir waren schon ein bisschen ger&uuml;hrt.&ldquo;<\/em> Das Konzert wurde trotz wechselhaftem Wetters zur Mordsgaudi und fast jedes Lied wurde von der Spider Crowd angemessen mitgesungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Zukunftsflimmern<\/strong><\/p>\n<p>Im kommenden Jahr 2017 feiern die Spiders tats&auml;chlich ihr unfassbares 40-j&auml;hriges Bandjubil&auml;um. Und noch immer tourt die Band mit Leidenschaft und Energie durch die Lande. Ja, 1977 war es soweit und die Musikwelt war damals noch sehr stark vom origin&auml;ren Rock &#39;n&lsquo; Roll &nbsp;infiziert. Der echte Spider Murphy war ja bekanntlich der Saxofonist in Elvis Presleys ber&uuml;hmter &quot;Jailhouse Rock&quot;-Band und so wird auch klar, woher die musikalischen Einfl&uuml;sse kamen. Bairisch wurde am Start noch nicht gesungen. Die Idee dazu hatte 1977 der ber&uuml;hmte Rolling Schorsch aka Georg Kostya, der Rock &#39;n&#39; Roll-verr&uuml;ckte Plattenaufleger des Bayerischen&nbsp;Rundfunks. Der sagte zu G&uuml;nther Sigl: <em>&quot;Singts<\/em> <em>doch auf Bairisch.&quot;<\/em> Gesagt, gesungen. Die Spiders zogen die &quot;Rock &#39;n&#39; Roll Schua&quot; an und besangen den Sperrbezirk mit seiner&nbsp;Rosi.<\/p>\n<p>Die Rock &#39;n&lsquo; Roll Schua werden nun auch 2017 wieder zur gro&szlig;en Feier &bdquo;40 Jahre Spider Murphy Gang und G&auml;ste&ldquo; fest geschn&uuml;rt. Die gro&szlig;e Party findet am 28. Oktober 2017 in der M&uuml;nchener Olympiahalle statt. Vor diesem M&uuml;nchener Mega-Event wird es auch noch ein neues Album geben, das neben taufrischen Songs auch alle gro&szlig;en Hits der Band in neuen Versionen enth&auml;lt. 2017 steht also ganz im Zeichen der Spiders. Da wird dann wieder gefeiert, was gefeiert geh&ouml;rt! Und nebenbei soll man ja eh die Feste feiern, wie sie Fallen! Denn merke: <em>Der Rock &#39;n&lsquo; Roll macht keine Gefangenen!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/G%C3%BCnther%20%20Barney%20im%20Rockhouse.jpg\" style=\"width: 512px; height: 368px;\" \/><\/em><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kah\u00e9 PR &#038; Dialog, Stefan Kah\u00e9 (Textvorlage)<\/p>\n<p>http:\/\/www.spider-murphy-gang.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 28.10.2017 (!) steigt in der Olympiyhalle M\u00fcnchen das gro\u00dfe Jubil\u00e4umskonzert &#8222;40 Jahre Spider Murphy Gang und G\u00e4ste&#8220;!\u00a0 August 1977<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78968,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78967"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78967\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}