{"id":78901,"date":"2016-04-29T00:00:00","date_gmt":"2016-04-29T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=78901"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"STEFAN-ZAUNER-Stefan-Zauner-ueb-78900","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/STEFAN-ZAUNER-Stefan-Zauner-ueb-78900\/","title":{"rendered":"STEFAN ZAUNER <br \/>Stefan Zauner \u00fcber Stefan Zauner &#8211; &quot;In meiner eigenen Schreibe&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wo&nbsp; soll ich anfangen? Eigentlich m&uuml;sste ich kurz ins Jahr 1967 zur&uuml;ckgehen: Der heute sehr erfolgreiche Filmmusikproduzent Harold Faltermayer suchte f&uuml;r seine Band Melodic Sound einen Bassisten. Ich hatte zwar keine Ahnung vom Bass spielen, aber mit Paul McCartney als gro&szlig;em Vorbild und dem festen Willen, es in k&uuml;rzester Zeit zu lernen, schaffte ich das. Wir spielten Twist and Shout, den letzten Walzer und alles was dazwischen lag. Udo J&uuml;rgens, der einmal zu Besuch kam, h&auml;tte mich in seine Band genommen (das sagte er zumindest) &#8211; aber mit f&uuml;nfzehn?&nbsp; In einer Sendung der Abendschau antwortete ich auf die Frage, ob ich sp&auml;ter einmal etwas mit Musik machen wollte mit einem klaren NEIN.<\/p>\n<p>Erst sehr viel sp&auml;ter und nach einem Kunststudium in der Schweiz,&nbsp; ich glaube ich war 22, lernte ich einen Tonassistenten eines M&uuml;nchener Studios kennen, mit dem ich ein paar Demos in einem richtigen Studio aufnehmen konnte. Ich habe diese anschlie&szlig;end zu einer Plattenfirma geschickt und durfte daraufhin eine eigene Platte aufnehmen. Das wurde zwar kein Erfolg &#8211; aber ein Einstieg und f&uuml;r mich eine Wahnsinnssache. Diese meine erste Platte hie&szlig; &bdquo;Narziss&ldquo; und sie anzuh&ouml;ren ist heute eine echte Mutprobe f&uuml;r mich.<\/p>\n<p>Einmal fragte mich der Produzent von AMON D&Uuml;&Uuml;L, einer Underground Band aus den Siebzigern, ob ich Orgel spielen k&ouml;nnte. Ich hatte auch davon keine Ahnung, sagte aber ein zweites Mal ja und wir trafen uns und spielten ein bisschen zusammen. Am n&auml;chsten Tag folgte ein Auftritt. Das ging schnell! Die Zeiten waren sehr chaotisch und ich lernte schnell, dass man auch im Delirium Musik machen konnte, solange sich das Publikum in demselben Zustand befand. Ich habe der Gruppe aber keinen gro&szlig;en Gefallen getan, da ich versuchte, sie meinen damaligen Idolen wie GENESIS oder YES anzugleichen. Trotzdem habe ich mit dem Gitarristen Klaus Ebert weitere Demos gemacht, die einem amerikanischen Produzenten so gut gefielen, dass er uns nach Amerika holte. Ich w&auml;re seinem Ruf vielleicht&nbsp; nicht gefolgt, h&auml;tte ich geahnt, dass ich ein Jahr lang warten musste, um dann v&ouml;llig desillusioniert wieder nach Deutschland zur&uuml;ckzukehren. Es gab n&auml;mlich &uuml;berhaupt keinen Plattendeal!<\/p>\n<p>Wieder zur&uuml;ck in der Heimat kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Da gab es pl&ouml;tzlich die &bdquo;NEUE DEUTSCHE WELLE&ldquo;. Was f&uuml;r eine Gelegenheit in einer Zeit, in der Songs wie &bdquo;Fred vom Jupiter&ldquo; Nummer eins wurden, Musik machen zu d&uuml;rfen. Ich traf Aron (Strobel) in einem kleinen Studio. Zusammen gr&uuml;ndeten wir dann eine Band und nannten sie &bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo;. Der Name war die Idee von Freddie Erdmann, der sich auch bereit erkl&auml;rte, den Bass zu &uuml;bernehmen. Er hatte zwar keine Ahnung vom Bass spielen, aber das war aus eigener Erfahrung wurscht.<\/p>\n<p>Am Schlagzeug wechselte bald Rennie Hatzke den Platz mit G&uuml;nther Stolz. Wir machten Demos &#8211; wie schon so oft davor und ein Leben lang danach &#8211; und bekamen ziemlich schnell einen Plattenvertrag. Die Firma machte uns dann aber auch klar, dass es schon besser w&auml;re eine Ahnung zu haben von dem was man tut. So kamen Micha und Alex in die Band und Freddie wurde so gut es ging abgefunden. Dann begann eine tolle Zeit.<\/p>\n<p>Wir bekamen von der Plattenfirma einen f&uuml;r heutige Verh&auml;ltnisse riesigen Vorschuss, wurden neu eingekleidet und der Produzent Armand Volker trat in unser Leben. Die Musik klang jetzt richtig professionell und es kristallisierte sich langsam ein eigener Stil heraus, in dem unser Markenzeichen, der Satzgesang, immer mehr in den Vordergrund trat.<\/p>\n<p>Wir lagen oft im englischen Garten und h&ouml;rten Musik aus den ersten freien Radiostationen. &bdquo;New Romantic&ldquo;, ein neuer Stil hielt Einzug in die Herzen der H&ouml;rer und die &bdquo;Neue deutsche Welle&ldquo; drohte zu verebben. Wir hielten uns zwar noch zwei Jahre &uuml;ber Wasser und erreichten&nbsp; mit &bdquo;Oh Baby&ldquo; Platz 25 in den Charts, machten uns aber schon Gedanken &uuml;ber ein englischsprachiges Projekt. Einen Versuch wagten wir noch: &bdquo;Ich werde mich ver&auml;ndern, um Dir zu imponieren &ndash; mit Dir den ganzen Abend Probleme diskutieren&ldquo;. So hie&szlig; es zuerst. Rennie war total gegen diese Art S&uuml;&szlig;holzraspeln,&nbsp; und ich gab ihm Recht. Gott sei Dank, denn daraus wurde dann mit dem neuen Text unser gr&ouml;&szlig;ter Erfolg: &bdquo;Ohne Dich&ldquo;.<\/p>\n<p>Wir erreichten mit &uuml;ber 650.000 verkauften Platten spielend Gold und dieser Erfolg hielt &uuml;ber viele Jahre an. Die Hallen wurden voller und gr&ouml;&szlig;er und unsere Gagen auch. Ich zog mit meiner damaligen Frau nach Ibiza und produzierte von da an im sonnigen S&uuml;den die Musik. Ich &uuml;bernahm auf Anraten meiner Kollegen selber die Rolle des Produzenten. Doch die Zeiten &auml;ndern sich. Das Radio wandte sich mehr und mehr von deutschsprachiger Musik ab und das bekamen wir durch geringere&nbsp; Verkaufszahlen nat&uuml;rlich zu sp&uuml;ren. Das hie&szlig; f&uuml;r uns immer mehr live zu spielen und bald sa&szlig; ich mehr im Flieger als ich zu Hause war. 2002 verstarb meine Frau und ich vergrub mich fast ein Jahr lang in meiner Finka auf Ibiza.<\/p>\n<p>Aber die Zeit heilt ja bekanntlich auch die gr&ouml;&szlig;ten Wunden und ich fand auch wieder die&nbsp; Lust am Leben. Diese hie&szlig; Petra mit der ich bis zum heutigen Tage zusammen bin. Sechs Jahre lang flogen wir tapfer fast w&ouml;chentlich nach Deutschland und wieder zur&uuml;ck, damit haben wir damals Air Berlin reich gemacht. Nat&uuml;rlich kamen alle gerne zum Arbeiten nach Ibiza. Au&szlig;er Aron, der hatte ja schon vor mir&nbsp; dort ein Haus gekauft. Trotzdem litt das Zusammenspiel mit den restlichen Bandmitgliedern etwas unter der gro&szlig;en Entfernung. Ich musste mehr Eigeninitiative entwickeln als mir oder meinen Kollegen lieb war.<\/p>\n<p>Auch war es nicht immer einfach, konsequent zu arbeiten, wenn man tagt&auml;glich vom Urlaub umgeben ist. Aber irgendwann werden Sonne und Meer ganz normal und pl&ouml;tzlich gewinnt ein Land wie Bayern wieder an Attraktivit&auml;t,&nbsp; so dass es, nach Aron, auch Petra und mich wieder in die Bierg&auml;rten der Heimat zur&uuml;ckzog.<\/p>\n<p>30 Jahre &bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo;, das war mein Ziel und &bdquo;Ohne Limit&ldquo; sollte unsere letzte gemeinsame CD hei&szlig;en. Die Liveauftritte hatten zwar nichts an Attraktivit&auml;t eingeb&uuml;&szlig;t, aber&nbsp; ich f&uuml;hlte mich mehr und mehr auf die Achtziger Jahre und die Hits aus dieser Zeit reduziert.&nbsp; Also ging ich das Risiko ein, nochmal ins kalte Wasser zu springen und machte meinen lange vorher angek&uuml;ndigten Entschluss wahr und stieg aus der Gruppe aus.&nbsp; Eine Abschiedstour konnte es nicht geben, weil es ja f&uuml;r die anderen kein Abschied war. Sie wollten ebenfalls den Sprung wagen und mit einem neuen S&auml;nger noch einmal durchstarten.<\/p>\n<p>Ein mutiger Entschluss auf beiden Seiten. Aber glaube ich an meine eigene &Uuml;berzeugung, dass alles, sei es positiv oder negativ und scheinbar unbedeutend, unzertrennbar wie in einem Film des Lebens zu dem f&uuml;hrt, was wir Gegenwart nennen, dann muss ich sagen: Wunderbar &ndash; es ist gut wie es war!<\/p>\n<p>Im September 2012 erschien dann im Grunde schneller als gedacht, mein erstes Solo-Album &bdquo;Zeitgef&uuml;hl&ldquo;.&nbsp; Aus einer spontanen Eingebung heraus lie&szlig; ich meine damalige Freundin und heutige Frau Petra Manuela bei dem Song &bdquo;Tick Tack&ldquo; mitsingen. Das Lied &uuml;berzeugte meine Tontr&auml;gerfirma so sehr, dass es zur ersten Single wurde. Das war f&uuml;r uns ein gro&szlig;es Gl&uuml;ck, denn so konnten wir zusammen zu Radiostationen, Presseinterviews und TV-Sendungen reisen. &bdquo;Tick Tack&ldquo; wurde ein Radio-Hit und gab mir Mut meinen Weg als Solo-K&uuml;nstler weiter zu verfolgen.<\/p>\n<p>Im M&auml;rz dieses Jahres kommt nun der Nachfolger &bdquo;FABELhaft&ldquo; auf den Markt. Ein Album, das ich mit viel Herzblut komponiert und produziert habe. F&uuml;r die erste&nbsp; Single &bdquo;Fang an&ldquo; habe ich &uuml;brigens wieder mit dem Schweizer Produzenten Armand Volker zusammengearbeitet. Armand hat&nbsp; wie schon erw&auml;hnt viele der bekanntesten M&uuml;nchener Freiheit-Hits produziert und hatte seinerzeit gro&szlig;en Anteil am Sound der Band. Er hat im Grunde die Ch&ouml;re der Freiheit miterfunden und mich ab und zu bis zu 30 Gesangsstimmen &uuml;bereinander singen lassen. So entstanden am Ende die gro&szlig;en Ch&ouml;re, die so etwas wie das Markenzeichen der M&uuml;nchener Freiheit geworden sind. Ehrlich gesagt, mache ich es heute noch genau so, wie man auch an den Aufnahmen zu &bdquo;FABELhaft&ldquo; gut h&ouml;ren kann. Wichtig an dem neuen Album ist sicher, dass Petra Manuela als neue Klangfarbe diesmal bei insgesamt f&uuml;nf Songs mitgewirkt hat. Ihre Stimme macht den Klang des Albums einfach vielseitiger.<\/p>\n<p>Zu meiner pers&ouml;nlichen Lebensgeschichte und der Bandgeschichte der M&uuml;nchener Freiheit habe ich nat&uuml;rlich viele Fakten und Details, Jahreszahlen und Chart-Platzierungen hier&nbsp; weggelassen. Erstens, weil sie schon korrekt aufgelistet in der Bio der &bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo;&nbsp; stehen und zweitens, weil ich mich beim besten Willen nicht mehr an alles erinnern kann. Es war n&auml;mlich ganz sch&ouml;n viel, doch scheinbar noch nicht genug.<\/p>\n<p>Wir hatten das Gl&uuml;ck insgesamt sechs Singles aus dem Album &bdquo;FABELhaft&ldquo; auszukoppeln, die mit gro&szlig;em Erfolg im Radio gespielt wurden. Allesamt mit Petra zusammen gesungen. Da lag es nat&uuml;rlich nahe in dieser Richtung weiter zu gehen. Und schon ist es da, das neue Album und es hei&szlig;t &bdquo;Mensch &auml;rgere Dich nicht&ldquo;. Na ja, es ist nicht einfach so gekommen. Es waren doch einige Tage n&ouml;tig, die wir anstatt am Badesee oder im Biergarten&nbsp; zu entspannen, lieber im Studio arbeiteten. Und w&auml;hrend ich hier sitze und schreibe, versuche ich auch ein bisschen in die Zukunft zu sehen.<\/p>\n<p>Hatte ich mich nicht vor meinem geistigen Auge einmal mit Strohhut vor einer Kleinen Staffelei im Garten unseres Hauses sitzen sehn und ein Bild malen, wie zu meinen Anf&auml;ngen als Kunststudent? Nun die Staffelei hab ich noch und sie wartet geduldig in einem Zimmer zusammen mit Pinseln und Farben. Na dann vielleicht nach der anstehenden Autogrammtour, den Presseterminen, den Fernsehauftritten und den Videodrehs und der n&auml;chsten CD, f&uuml;r die ich bereits ein paar Ideen im Kopf habe. Soll Petra mir dann eine Wolldecke &uuml;ber meine Beine legen und mir meinen Ingwertee an die Staffelei stellen?<\/p>\n<p>Nein, ich glaube so wird das nichts.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><em>Euer Stefan<\/em><\/p>\n<p>Kah\u00e9 PR &#038; Dialog f\u00fcr DA Music Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.da-music.de<br \/>http:\/\/stefan-zauner.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Wo&nbsp; soll ich anfangen? 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