{"id":78439,"date":"2016-04-15T00:00:00","date_gmt":"2016-04-15T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=78439"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MICHELLE-Ihr-neues-Album-Ich-wu-78438","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MICHELLE-Ihr-neues-Album-Ich-wu-78438\/","title":{"rendered":"MICHELLE <br \/>Ihr neues Album &quot;Ich w\u00fcrd&#39; es wieder tun&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Diese CD-Kolumne ist ein einziger Ritterschlag f\u00fcr Michelle! Herzlichen Gl\u00fcckwunsch, Michelle !!!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vier lange Jahre sind vergangen, seit ihrem letzten Studioalbum &bdquo;L&rsquo;Amour&ldquo;, zwei weitere zogen seit ihrer (wie der Name schon sagt) ultimativen Hitsammlung &bdquo;Die ultimative Best of&ldquo; ins Land, welcher der knackige, ewigkeitstaugliche Disco-Fetzer &bdquo;Paris&ldquo; als &ndash; h&ouml;chst erfolgreiche &ndash; Single entnommen worden war.<\/p>\n<p>Die aus dem baden-w&uuml;rttembergischen Villingen-Schwenningen stammende Schlagerchanteuse <strong>MICHELLE<\/strong>, seit 1992 im einheimischen Popschlager-Business aktiv, von vielen Skandalen und Skand&auml;lchen gepr&auml;gt und gejagt, immer wieder mit zig menschlichen Problemen &uuml;berh&auml;uft, schafft es, allen Unkenrufen zum Trotz, anno 2016 eine unzweifelhafte musikalische Bestleistung aufzubieten. Von diesem Faktum konnten sich die Fans der momentan (mal wieder) erblondeten 44j&auml;hrigen freilich in den letzten Wochen pers&ouml;nlich ein Bild machen, als die endlich erwachsen und &#8211; sicherlich durch die unz&auml;hligen Aufs und Abs in ihrem Leben geformt &#8211; ernsthafter, wohl gleichsam bodenst&auml;ndiger gewordene S&auml;ngerin im Rahmen der laufenden &bdquo;Das Beste der Feste&ldquo;-Tour mit Florian Silbereisen unbestreitbar zauberhafte Auftritte hinlegte &ndash; kess, sexy, stimmstark und keinesfalls mehr zuckrig-s&uuml;&szlig;lich, wie es in den ersten Jahren ihrer Karriere leider nicht selten der Fall war, z&auml;hlten sie und ihre gesungenen Darreichungen zu den spezifischen H&ouml;hepunkten der knapp dreist&uuml;ndigen Silbereisen-Show.<\/p>\n<p>Neben ihren erfolgreichsten Hits, wie &bdquo;Herzstillstand&ldquo;, &bdquo;Wer Liebe lebt&ldquo; oder oben genanntem Hymnus auf die franz&ouml;sische Landeshauptstadt, hat Michelle bei dieser Konzertreihe &ndash; ich selbst war ja, wie <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/74791\/\/\">HIER<\/a><\/strong> zu lesen ist, am 03.04.2016 in Oberhausen mit dabei &ndash; gleich zwei brandneue Beitr&auml;ge in ihrem Repertoire, die erst jetzt, zum 15.04.2016, erstmals im CD-Format erh&auml;ltlich sind.<\/p>\n<p>Hierbei handelt es sich um die nahezu symphonische Powerpop-Chansonballade <strong>&bdquo;Ich w&uuml;rd&lsquo; es wieder tun&ldquo;<\/strong> und den betont lebensfrohen, zukunftsorientierten und rigoros hoffnungsvollen Sommerhit in spe. <strong>&bdquo;Wir feiern das Leben&ldquo;<\/strong>, einen tanzbaren, aufstrebenden Popschlager auf der Basis einer eing&auml;ngigen, rasanten Melodie, die mit edlem, foxigen Dance-Beat unterlegt wurde und umgehend von den Geh&ouml;rg&auml;ngen des jeweiligen Rezipienten Besitz zu ergreifen droht.<\/p>\n<p>Nach ersterem Titel benannte <strong>MICHELLE<\/strong> nun auch ihr jetzt vorliegendes, 13. Studiowerk. Letztgenanntes Lied bietet hingegen den fulminanten, t&ouml;nenden Einstieg in ihre wahrhaftig phantastische neue Songkollektion, die aus 15 Liedern besteht, eben <strong>&bdquo;Ich w&uuml;rd&lsquo; es wieder tun&ldquo;<\/strong> benamt wurde &nbsp;&#8211; und ohne Frage die beste Michelle seit vielen Jahren an den Tag legt.<\/p>\n<p>In eine &auml;hnliche musikalische Kerbe, wie der Er&ouml;ffner <strong>&bdquo;Wir feiern das Leben&ldquo;<\/strong>, schlagen das durch und durch internationales Gro&szlig;stadtflair verspr&uuml;hende, schonungslos clubtaugliche, glei&szlig;end-glitzernde, generell etwas hedonistisch-lustvoll ausgestaltete Hochglanz-Epos <strong>&bdquo;So sch&ouml;n ist die Welt&ldquo;<\/strong>, welches die funkigen, &uuml;ppigen Phillysound-Klangbilder der mittleren 70er mit h&auml;mmerndem House-Piano der sp&auml;ten 80er und gesanglichen Effekten und soundtechnischen Spielereien des Dancepop a la &bdquo;Scatman John&ldquo; im Sinne der zweiten H&auml;lfte der 90er Jahre trefflich miteinander kombiniert, das draufg&auml;ngerisch-hei&szlig;verliebte, musikalisch strikt treibende Angebot, dem Liebsten zu Liebe einen <strong>&bdquo;Zirkus (F&uuml;r Dich)&ldquo;<\/strong> (Liedtitel) zu er&ouml;ffnen und <strong>&bdquo;Steh dazu&ldquo;<\/strong>, eine freundschaftliche, mutmachende Aufforderung an einen schwulen Bekannten, sich doch endlich offen zu seinen Gef&uuml;hlen und Neigungen zu bekennen.<\/p>\n<p>Im streicherverzierten, flott vor sich hin gleitenden, inhaltlich sehr sehnsuchtsvollen Electro-Pop-Schlager <strong>&bdquo;Der Deal&ldquo;<\/strong> dreht es sich um die Abmachung zweier Menschen, sich ausschlie&szlig;lich auf eine erotische Freundschaft einzulassen, mitnichten jedoch dar&uuml;berhinausgehende Gef&uuml;hle f&uuml;reinander entwickeln zu wollen. Pl&ouml;tzlich aber stellt die Frau fest, dass sie, jenseits allen sexuellen Verlangens, doch weitaus mehr f&uuml;r ihren Liebhaber empfindet, als in diesem &bdquo;Deal&ldquo; zuvor vereinbart.<\/p>\n<p>Geradezu grandios, tiefgehend, ergreifend und ehrlich, in musikalischer Hinsicht bombastisch, vollmundig und opulent im besten Sinne des Wortes inszeniert, erfreuen wir uns an dem hochfeudalen Popmelodram <strong>&bdquo;Ich w&uuml;rd&lsquo; es wieder tun&ldquo;<\/strong>, welches mich schon vor 14 Tagen bei &bdquo;Das Beste der Feste&ldquo; radikal vom Hocker gehauen hatte und in der Studiofassung, in Form einer Art &bdquo;My Way&ldquo; von Michelle, ebenso hemmungslos &uuml;berzeugt!<\/p>\n<p>Auf der Balance zwischen angesagtem Electro-Pop, knalliger Dancefloor-Kompetenz und schillernd-funkelndem Popschlager der feinsten Machart, halten sich z.B. der explizit aufgekratzt, lebensfroh und heiter hervorgebrachte Wunsch (zu) <strong>&bdquo;Leben bis es weh tut&ldquo;<\/strong> (Liedtitel), das lasziv-sinnliche Eingest&auml;ndnis <strong>&bdquo;Du machst mich s&uuml;chtig&ldquo;<\/strong>, der ebenso drastisch amour&ouml;se Gef&uuml;hls&uuml;berschwang <strong>&bdquo;Ewig im Moment&ldquo;<\/strong> und das aufm&uuml;pfige, leicht nerv&ouml;se Disco-Lamento <strong>&bdquo;Tiefer&ldquo;<\/strong> auf. <strong>&bdquo;Tage wie Juwelen&ldquo;<\/strong> und <strong>&bdquo;H&ouml;r nie auf zu lieben&ldquo;<\/strong> sind dagegen eher im mittleren Tempo gehaltene, wahrlich hochwertige &ndash; hintergr&uuml;ndig teils gar ein wenig rockende &#8211; Popkleinode voller W&uuml;rze, W&uuml;rde und Eleganz.<\/p>\n<p>Aus sanften, perlenden Piano-Akkorden, die im weiteren Verlauf mit zur&uuml;ckhaltend eingesetztem Schlagzeug sukzessive angereichert werden, baut sich, <strong>&bdquo;So f&uuml;hlt sich ewig&ldquo;<\/strong>, &uuml;brigens verfasst von den Ex-&bdquo;Rosenstolz&ldquo;-Akteuren Peter Plate und Ulf Leo Sommer, zu einer wohlig schleppenden, dabei &auml;u&szlig;erst effizienten und einfallsreichen Mid-Tempo-Ballade mit Widerhaken auf; als so schwebender, wie nachdenklicher, versteckt folk-angehauchter Popschleicher mit Tiefgang zeigt sich das liebevoll unterst&uuml;tzende Freundschaftsbekenntnis <strong>&bdquo;Irgendjemand&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Die obligatorische, herzzerrei&szlig;ende Feuerzeugballade <strong>&bdquo;Tr&auml;ume haben Fl&uuml;gel&ldquo;<\/strong>, erneut luxuri&ouml;s, mit viel Pathos, gro&szlig;orchestral, beinahe klassisch umgesetzt, beendet ein wohl&uuml;berlegtes, durchdachtes, kraftstrotzendes musikalisches Resultat einer weiterhin sehr attraktiven, charmanten, aber eben best&auml;ndiger, realistischer, ganz gewiss nicht mehr affektierten, zickigen oder wom&ouml;glich gar Unzuverl&auml;ssigkeit und Flatterhaftigkeit verstrahlenden K&uuml;nstlerin, deren Ausdrucksst&auml;rke in Stimme und Darbietung ebenfalls einen Riesensprung nach vorne gemacht hat.<\/p>\n<p>Ich gestehe ein, dass ich insbesondere mit den fr&uuml;hen Schmonzetten von Michelle aus den 90er Jahren niemals allzu viel anzufangen vermochte. Das einstige Teddyb&auml;r-gem&auml;&szlig;e, &uuml;bertrieben lolitahafte P&uuml;ppchen-Image der S&auml;ngerin ging mir seinerzeit enorm gegen den Strich, manche N&uuml;mmerchen jener Periode boten f&uuml;r mich nur mehr einen guten Anlass f&uuml;r deftigste Parodien derselben.<\/p>\n<p>Aber schon Dank &bdquo;Paris&ldquo;, m.E. einem DER deutschsprachigen Sommerhits des Jahres 2014, wurde ich neugierig auf die weitere k&uuml;nstlerische Entwicklung von Michelle &ndash; und, wie erw&auml;hnt, versetzte mich bereits ihr Live-Auftritt vor 14 Tagen in Oberhausen in hellste Begeisterung. Diese findet nun &ndash; zumindest bei mir, und sicherlich auch bei vielen anderen Freunden erhabener, wohlklingender deutscher Popmusik mit internationalem Anspruch, mal mehr Schlager, mal mehr Disco, mal mehr Pop, dann wiederum eher Ballade oder Chanson &ndash; ihre v&ouml;llig verdiente Fortsetzung. Denn <strong>&bdquo;Ich w&uuml;rd&lsquo; es wieder tun&ldquo;<\/strong> ist eine tats&auml;chlich au&szlig;erordentlich abwechslungsreiche, sympathieerregende, rundum gelungene Scheibe geworden, wobei <strong>Michelle<\/strong> im clubtauglichen Dancefloor-Ambiente sich langsam anschickt, eine deutsche Kylie Minogue zu werden, w&auml;hrend manche Ballade auf vorliegender CD vermuten lassen k&ouml;nnte, es erw&uuml;chse eine Barbra Streisand teutonischen Zuschnitts heran.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Ich w&uuml;rd&lsquo; es wieder tun&ldquo;<\/strong> ist schlicht ein tolles, in sich geschlossenes Album ohne Durchh&auml;nger, ausnahmslos kosmopolitisch, gro&szlig;st&auml;dtisch, hitzig und feurig dargeboten und dementsprechend t&ouml;nend ausgekleidet. Es repr&auml;sentiert letztlich die beste Michelle, die es je gab!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 13.\/14. April 2016<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/polydorisland<br \/>http:\/\/www.michelle-aktuell.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese CD-Kolumne ist ein einziger Ritterschlag f\u00fcr Michelle! 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