{"id":78208,"date":"2016-04-22T00:00:00","date_gmt":"2016-04-22T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=78208"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"NOCKALM-QUINTETT-Die-CD-Wonach-78207","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/NOCKALM-QUINTETT-Die-CD-Wonach-78207\/","title":{"rendered":"NOCKALM QUINTETT <br \/>Die CD &quot;Wonach sieht&#39;s denn aus?&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER seine Quintessenz &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein aktueller Auftrag seitens der SMAGO!-Chefredaktion bedeutete f&uuml;r mich mal wieder eine Exkursion in verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iges, von mir noch nie zuvor so recht beackertes, musikalisches Neuland. Mit dem aus K&auml;rnten stammenden <strong>&bdquo;NOCKALM QUINTETT&ldquo;<\/strong>, 1982 begr&uuml;ndet und nach den dortigen Nockbergen in den Gurktaler Alpen benannt, hatte ich bislang erst einmal die Ehre gehabt, genau gesagt, am 28. Januar 1996, bei der an jenem Tag &uuml;ber die B&uuml;hne gegangenen &bdquo;Radio Arabella Schlagerparade&ldquo; in der M&uuml;nchener Olympiahalle. Dort boten die f&uuml;nf K&auml;rntner Buam ein paar ihrer gr&ouml;&szlig;ten Erfolge &sbquo;live&lsquo; dar und intonierten, gemeinsam mit ihrer Kurzzeit-Duettpartnerin Andrea J&uuml;rgens (die ebenfalls f&uuml;r diese Package-Veranstaltung gebucht worden war), den seinerzeitigen Radiohit &bdquo;Wir greifen nach den Sternen&ldquo;, erstver&ouml;ffentlicht auf Andrea&#39;s 1996er-CD &bdquo;Wenn ich gl&uuml;cklich bin&ldquo;.<\/p>\n<p>In diesem Zeitraum befand ich mich noch ganz am Anfang meiner journalistischen\/redaktionellen Ausbildung und ich ahnte noch nicht, dass ich einst einmal in dem von so vielen ertr&auml;umten und ersehnten Musik(journalistischen)-Bereich landete &ndash; und erw&auml;hnten Schlagernachmittag in M&uuml;nchen besuchte ich auch zuvorderst wegen der gleichfalls dort auftretenden, guten, alten Heroen aus meiner Jugend, Andy Borg, Andreas Martin und vor allem Roland Kaiser (der, wie ich mich entsinne, mit seiner gro&szlig;b&uuml;rgerlichen, preu&szlig;ischen Eleganz das bierselige Publikum in der bayerischen Landeshauptstadt kaum mitzurei&szlig;en vermochte, Teile dessen eher verst&ouml;rte), als nun unbedingt wegen des mir dar&uuml;ber hinaus v&ouml;llig unbekannten &bdquo;Nockalm Quintetts&ldquo;.<\/p>\n<p>Aber egal&hellip;nun hat es sich bekannterma&szlig;en ergeben, dass ich nach dem Millennium u.a. als Musikkritiker fu&szlig;gefasst habe&hellip; und unter diesem Gesichtspunkt lie&szlig; es sich nicht vermeiden, jetzt das aktuelle Album des <strong>&bdquo;NOCKALM QUINTETTS&ldquo;<\/strong> vor mir liegen zu haben, mit der Aufforderung, dieses im Folgenden akribisch zu analysieren.<\/p>\n<p>Neuland ist dies f&uuml;r mich nicht nur deshalb, weil ich mich in dieses Thema g&auml;nzlich unvorbereitet, schnellen Schrittes hineinarbeiten musste, sondern auch (und vor allem), weil ich &ndash; den Leserinnen und Lesern meiner Artikel ist dieses Faktum, wie auch meinem Freundes- und Bekanntenkreis, sehr wohl und seit langem gel&auml;ufig &ndash; dem Label &bdquo;Volkst&uuml;mliche Musik&ldquo; k&uuml;nstlerisch, wie kulturell-weltanschaulich, von jeher eher &uuml;beraus skeptisch gegen&uuml;berstehe. Doch SMAGO!-Chefredakteur Andy Tichler meinte eindringlich, das Klanggewand der aktuellen Lieder des K&auml;rnten-F&uuml;nfers um den langj&auml;hrigen Fronts&auml;nger, Gitarristen und Komponisten Gottfried W&uuml;rcher, fiele inzwischen wesentlich poppiger aus, als jemals zuvor in dessen Karriere &ndash; so dass ich mich bald darauf gerne dazu bereit erkl&auml;rte, meine diesbez&uuml;glichen &bdquo;Scheuklappen&ldquo; prophylaktisch abzulegen und mich vollkommen neutral und unvoreingenommen der brandneuen Scheibe des <strong>&bdquo;NOCKALM QUINTETTS&ldquo; <\/strong>n&auml;her zu widmen.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Wonach sieht&rsquo;s denn aus?&ldquo;<\/strong> nennt sich die kesse (noch in Norddeutschland lebend, h&auml;tte ich vermutlich formuliert: plietsche) Produktion, die dieser Tage bei Electrola\/UNIVERSAL auf den Markt kam. Auf der Standard-Ausgabe derselben finden sich 13 neue Titel von &bdquo;&Ouml;sterreichs erfolgreichster Schlagerband&ldquo; (Presseinfo); f&uuml;r die &bdquo;De Luxe Edition&ldquo; wurden zwei Bonustracks der Combo, sowie ein solistisches Schmankerl von Gottfried W&uuml;rcher dem urspr&uuml;nglichen Liedrepertoire hinzugef&uuml;gt. Zudem kann sich der interessierte Konsument des &bdquo;De Luxe&ldquo;-Formates den Musikclip zum Titellied &bdquo;Wonach sieht&rsquo;s denn aus?&ldquo;, sowie ein Interviewvideo namens &bdquo;Die Nockis &uuml;ber sich &amp; die neue CD&ldquo; gen&uuml;sslich zu Gem&uuml;te f&uuml;hren und sich sogar zus&auml;tzlich noch ein exklusives Poster des &bdquo;Nockalm Quintetts&ldquo; an die Wand nageln.<\/p>\n<p>Aktuell besteht das &bdquo;Nockalm Quintett&ldquo;, neben Bandchef Gottfried W&uuml;rcher, aus dem Gr&uuml;ndungsmitglied Wilfried Wiederschwinger (b, sax), den langj&auml;hrigen Begleitern Markus Holzer (git) und Siegfried Willmann (dr), sowie dem 2016 hinzugesto&szlig;enen Neuzugang Kurt Strohmeier an den Keyboards.<\/p>\n<p>In aller Wahrhaftigkeit sei vorab best&auml;tigt: Schon der als Er&ouml;ffner und erste Single dienende Titelsong <strong>&bdquo;Wonach sieht&rsquo;s denn aus?&ldquo;<\/strong> legt in bestm&ouml;glicher Auspr&auml;gung dar&uuml;ber Zeugnis ab, dass klassischer Schlager und Pop (und bei weiteren Liedern sogar gleichsam kerniger, robuster Rock!) ab sofort buchst&auml;blich das bestimmende Charakteristikum der f&uuml;nfk&ouml;pfigen Austro-Combo sind und entsprechend Volkst&uuml;mlich-S&uuml;&szlig;liches (und alles, was damit in einen Zusammenhang zu bringen ist) &uuml;berdeutlich in den Hintergrund getreten, man k&ouml;nnte meinen: gnadenlos verschwunden ist. Derartige Elemente sind etwa in diesem schleichenden, n&auml;chtlich-romantischen, sacht erotisch knisternden Romantikschlager gar nicht mehr vorhanden. Jener kann vielmehr als ein gehobener Popschlager klassifiziert werden, zweifelsfrei 80er-Jahre-beeinflusst, irgendwo angesiedelt nahe dem seinerzeit fr&ouml;hlich-gef&uuml;hlvollen Mundart-Pop a la &bdquo;Relax&ldquo; (&bdquo;Weil I Di mog&ldquo;, &bdquo;Du bist genau, was i w&uuml;&ldquo;, &bdquo;Heute geh&lsquo; ma ned Hoam&ldquo;).<\/p>\n<p>Im einem ebenfalls sehr reifen, feudalen Pop-Kontext, trotzdem einwenig foxiger-tanzbarer ausgestaltet, h&auml;lt sich das amour&ouml;se Liebesabenteuer am letzten Abend einer Berlin-Reise, <strong>&bdquo;Eine Stadt, Eine Nacht, Eine Liebe&ldquo;<\/strong>, auf &ndash; musikalisch, lyrisch, gesanglich nicht mehr und nicht weniger, als ein gewitzt umgesetzter, authentisch schw&auml;rmerisch-verliebt t&ouml;nender Popschlager-Klassiker in spe. Stilistisch und klanglich analog aufgebaut, zeigt sich die nicht unbedingt eine auf Ewigkeitswert angelegte Ehrlichkeit garantierende Zusage an die Liebste, in Futuro <strong>&bdquo;100.000 L&uuml;gen&ldquo;<\/strong> l&uuml;gen zu wollen. Hauptsache, das M&auml;del bliebe ihm dauerhaft und unverbr&uuml;chlich bis in alle Zukunft verbunden. Allerdings k&ouml;nnte dieses Versprechen ggf. gleicherma&szlig;en andeuten, der Protagonist wolle eines sch&ouml;nen Tages in die K&auml;rntner Landespolitik einsteigen &ndash; und f&uuml;r diesen Fall vielleicht mit einer Zusatzversion a la &bdquo;100.000 Schulden&ldquo; o.&auml;. brillieren \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Gitarrenbetont, (sic!) rockig, treibend und eing&auml;ngig, erklingt der flotte, hoffnungsvolle Beinahe-Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Ohrwurm <strong>&bdquo;8612609&ldquo;<\/strong>, die (imagin&auml;re) Telephonnummer einer Kneipenbekanntschaft des von derselben &auml;u&szlig;erst hingerissenen Protagonisten (wobei nach kurzer Recherche bei Google.de schnell festzustellen ist, dass dem &bdquo;Nockalm Quintett&ldquo; der einstige &bdquo;Spider Murphy Gang&ldquo;-Fauxpas nicht unterlaufen ist. Dieser schlug damals hohe Wellen, als die M&uuml;nchener Jungs um G&uuml;nter Sigl f&uuml;r ihren Hit &bdquo;Skandal im Sperrbezirk&ldquo; mit der Zahlenfolge &bdquo;32168&ldquo; unwissentlich tats&auml;chlich eine solche Telephonnummer genutzt hatten, die im Bundesgebiet mehrfach vergeben war. Daher gingen bei den Besitzern dieser Zahlenkombination h&auml;ufig eindeutig-zweideutige Anrufe ein, nachdem sich das &sbquo;skandaltr&auml;chtige&lsquo; Lied zur Jahreswende 1981\/82 anschickte, wochenlang die einheimischen Singlecharts f&uuml;r sich einzunehmen. Die seitens des &bdquo;Nockalm Quintetts&ldquo; genutzte Zahlenreihe &bdquo;8612609&ldquo; ist dagegen offenkundig in ganz Europa nirgendwo als Rufnummer im Einsatz!)<\/p>\n<p>Die so breitfl&auml;chige, wie hochkar&auml;tige, durchwegs liebevoll-wiegende, dabei oft aufbrausend losdonnernde Gitarrenballade <strong>&bdquo;Glaub an die Liebe&ldquo;<\/strong> tr&auml;gt peppige Folk- und Blues-Untert&ouml;ne in sich und erinnert, gerade in Puncto Phrasierung und Intonation, an gewisse herzzerrei&szlig;ende Schlagerdramen des ebenso stimmstarken N&uuml;rnberger S&auml;ngers Christian Franke, garniert mit ein bissel affektivem Ambiente von Christian Anders&lsquo; &uuml;berkandideltem 1969er-Bombastepos &bdquo;Geh nicht vorbei&ldquo;. <strong>&bdquo;Du bist mein Herzschlag&ldquo;<\/strong> arbeitet sich gleichfalls fast symphonisch, von Streichern aus dem Synthesizer gef&uuml;hrt, durch die Nacht bis in den fr&uuml;hen Morgen hinein und spr&uuml;ht nur so vor Zuneigung, Herzlichkeit und exzessiver Verliebtheit.<\/p>\n<p>Mediterran-s&uuml;dl&auml;ndisches, Flamenco-durchtr&auml;nktes Sommer-Sonnen-Flair verbreitet &ndash; zumindest musikalisch &#8211; der fragende, &uuml;berm&auml;&szlig;ig stark rhythmisierte Tanzschlager <strong>&bdquo;Hast Du oder hast Du nicht?&ldquo;<\/strong>, w&auml;hrend in dessen Reimen der eifers&uuml;chtige Mann seiner mutma&szlig;lich untreuen Freundin eine Antwort auf genau diese Frage entlocken m&ouml;chte, ob sie nun mit einem anderen Mann geflirtet und geknutscht habe &ndash; oder eben nicht. <strong>&bdquo;Du musst kein Model sein&ldquo;<\/strong> ist demgegen&uuml;ber eine im mitteleren Tempo gehaltene, sehr melodieorientierte, augenzwinkernde Zusicherung an eine Model-Casting-Show-affine Frau, der das Lied-Ich Hals &uuml;ber Kopf verknallt erl&auml;utert, dass sie als seine Angebetete keinesfalls physisch &uuml;berambitioniert sein m&uuml;sse, um von ihm in sein Herz geschlossen zu werden. In diesem klanglichen Sinne vernehmen gleichfalls den heimeligen, hintergr&uuml;ndig poprockig untermauerten Romantikschlager-Ohrwurm <strong>&bdquo;Solange Du mich liebst&ldquo;<\/strong>, der wiederum so aufscheint, als sei er irgendwann Anfang der 80er entstanden und, gerade in Bezug auf die &bdquo;ABBA&ldquo;-gem&auml;&szlig;en Chorpassagen, gleichfalls in diesem musikgeschichtlichen Kolorit arrangiert worden.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Engel f&uuml;r den Tag, Teufel f&uuml;r Nacht&ldquo;<\/strong> vermengt einmal wieder sehr Poppig-Foxiges mit diesmal f&uuml;rwahr greifbarer zum Vorschein kommenden Stilmitteln des Volkst&uuml;mlichen Schlagers. Diesen jedoch werden durch glei&szlig;ende Gitarrenriffs und einen suggestiven Rhythmus gewisse (geschmacklich fraglos sehr vorteilhafte) Grenzen gesetzt. Ganz und gar nicht in die volkst&uuml;mliche Schublade passt der daraufhin geradeaus und unverschn&ouml;rkelt vor sich hin rasende, groovend aufsch&auml;umende Popschlager <strong>&bdquo;Bis Dein Herz mich findet&ldquo;<\/strong>, dessen einschmeichelnd-edelm&auml;nnische Intonation diesmal unverkennbare &Auml;hnlichkeiten mit Gerd J&ouml;rling von &bdquo;Moonbeats, &bdquo;Tanzpalais&ldquo; bzw. &bdquo;Tommy &amp; Gerd&ldquo; an den Tag legt.<\/p>\n<p>Zum Ende des &bdquo;offiziellen&ldquo; Albums, erschallt abermals ein laut krachender, st&uuml;rmisch aufputschender, richtiggehend peitschend rhythmisierter und mit ruppigen, deftigen E-Gitarren ausgeschm&uuml;ckter Rockschlager namens <strong>&bdquo;Gef&auml;hrlich hei&szlig; &#8211; Verboten sch&ouml;n&ldquo;<\/strong>, bevor der so munter-freudvoll-launig ausgekleidete, lyrisch hingegen eher traurig-melancholische Tanzpop <strong>&bdquo;Warum nur, das frag ich Dich&ldquo; <\/strong>eine &ndash; gerade f&uuml;r den Rezensenten, der bereits in Blickn&auml;he zum Begriff &bdquo;Volkst&uuml;mlich&ldquo; normalerweise umgehend seine Nase von einigem R&uuml;mpfen durchziehen l&auml;sst &ndash; stilsichere, wohlschmeckende und herrlich mundende Schlagerkollektion ohne jeglichen, unn&ouml;tig &uuml;berzuckerten und kitschigen Tand und Zierrat zu Ende geht.<\/p>\n<p>Diese Liedsammlung &uuml;bt in erster Linie und insbesondere gerade deshalb so eine &uuml;berraschende und bemerkenswerte Faszination aus, weil sie beweist, dass das &bdquo;Nockalm Quintett&ldquo; real und wahrhaftig l&auml;ngst keine seichte, &uuml;bertrieben heimattreu-biedere Schenkelklopfer-Truppe mehr zu sein scheint, die ausnahmslos und sich st&auml;ndig wiederholend &uuml;bers Bergbacherl, das kloane Seerl, die beschauliche Alpensonne oder den s&uuml;ffigen Almdudler dudelt &#8211; sondern stattdessen nun weitaus mehr in Form einer origin&auml;ren Popschlagercombo gl&auml;nzt, die &ndash; wie wir deutlich vernehmen k&ouml;nnen &ndash; nicht einmal mehr vor h&auml;rteren, f&uuml;r ihre fr&uuml;heren klanglichen Verh&auml;ltnisse geradezu brachial-heavy anmutenden Rocksounds Halt macht und diese, nicht anders wie treffliche Fragmente aus Disco-Fox, 80er-Jahre-Klangfeeling oder Flamenco-Gitarren-Gezirpe, in ihre properen, stets kompakten und durchaus substanzhaltigen Romantikschlager-Perlen vorbildlich einbaut, integriert und im Rahmen ihrer neuen Lieder pr&auml;chtig bl&uuml;hen und gedeihen l&auml;sst.<\/p>\n<p>Als Bonustitel der &bdquo;De Luxe Edition&ldquo; fungieren der volumin&ouml;se, erneut s&uuml;dlich-sommerlich angehauchte Flamencoschlager <strong>&bdquo;Liebe kann die H&ouml;lle sein&ldquo;<\/strong>, der nochmals drall und derb voranpreschende, von kraftstrotzenden E-Gitarren nur so getriebene Poprocker <strong>&bdquo;Ich will mit Dir die Sonne aufgeh&rsquo;n seh&rsquo;n&ldquo; <\/strong>und die im selben klanglichen Umfeld, wenn auch hier zumeist Fox- und Tanz-betont, aufzufindende Up-Tempo-Hymne <strong>&bdquo;Gott vergibt die S&uuml;nden&ldquo;<\/strong>, wobei in diesem Falle &bdquo;Nockalm&ldquo;-Frontmann Gottfried W&uuml;rcher ohne Nennung seiner Band als Interpret angegeben ist.<\/p>\n<p>Eine &bdquo;Hohe Hitdichte&ldquo; gesteht das Presseinfo der Plattenfirma hier vorgestellter CD zu. Genau dies trifft den Kern der Sache. Nahezu alle Beitr&auml;ge aus <strong>&bdquo;Wonach sieht&rsquo;s denn aus?&ldquo;<\/strong> repr&auml;sentieren einwandfrei Singletauglichkeit. Kein einziger Titel f&auml;llt qualitativ gegen&uuml;ber den anderen ab, das Album ist von Anfang bis Ende in einem Durchgang sehr gut zu genie&szlig;en. Es verlockt zum L&auml;cheln, zum Mitf&uuml;hlen, Nachempfinden der gesungenen, kleinen Geschichten aus dem Leben, kann aber auch genauso gut zum untermalenden Nebenbeih&ouml;ren z.B. beim Haushalt, Kochen oder Putzen, gut sein, alleine schon deshalb, um mit seiner aufmunternden, antreibenden Ausstrahlung derartige T&auml;tigkeiten konstruktiv zu beschleunigen und zu erleichtern.<\/p>\n<p>Ich gestehe ein, damals, bei meinem ersten (und bis heute letzten) physischen Zusammentreffen mit dem <strong>&bdquo;NOCKALM QUINTETT&ldquo;<\/strong> in der M&uuml;nchener Olympiahalle vor 20 Jahren mit dem Gedanken gespielt zu haben, dessen Auftritt dort &ndash; immerhin dauerte die gesamte Show knapp zehn Stunden, die man beim besten Willen nicht durchgehend im Halleninneren verbringen konnte &ndash; mit einer kleinen Rauchpause im Foyer der gro&szlig;en Arena im Stadtteil Milbertshofen-Am Hart zu &uuml;berbr&uuml;cken. Ausschlie&szlig;lich die ank&uuml;ndigte Mitwirkung von Andrea J&uuml;rgens hielt mich damals davon ab. Heutzutage w&uuml;rde ich im Rahmen eines Schlagerfestivals nicht nur eine Aufwartung des <strong>&bdquo;NOCKALM QUINTETTS&ldquo;<\/strong> niemals zwecks Pause verlassen (a) ist Rauchen in der Halle heute eh untersagt und b) rauche auch ich selbst ja seit 2009 nicht mehr), sondern k&ouml;nnte ich sogar in Erw&auml;gung ziehen, eines Tages mal ein Einzelkonzert der K&auml;rntner Vollblutmusiker zu besuchen. Denn alle zu Beginn dieser Rezension zweifellos vorhandenen Zweifel sind entschwoben. <strong>&bdquo;Wonach sieht&rsquo;s denn aus?&ldquo;<\/strong> dokumentiert, dass auch eine viele lange Jahre lang sehr erfolgreich volkst&uuml;mlich musizierende Band in der Lage sein kann, einen klangbezogenen Neustart in Richtung anderer stilbezogener Gefilde hinzulegen. Dieses Album ist eine konsequente und unterst&uuml;tzenswerte Weiterentwicklung, welche gerne auch und gerade von denjenigen Freunden des Schlagers, die diesen entweder traditionell-pur oder eher pop- und rockverst&auml;rkt m&ouml;gen&nbsp; &#8211; dieser Fangruppe f&uuml;hle ich mich zugeh&ouml;rig &ndash; in aller Form goutiert und honoriert werden sollte.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Verfasser dieser Zeilen sieht es jedenfalls demnach so aus, als dass es nach der intensiven Besch&auml;ftigung mit <strong>&bdquo;Wonach sieht&rsquo;s denn aus?&ldquo;<\/strong> fraglos danach aussehen k&ouml;nnte, dass &ndash; sollte sich dieser musikalische Trend beim &bdquo;Nockalm Quintett&ldquo; in dieser positiven Art und Weise fortsetzen &ndash; der Rezensent ad Personam ganz bald zu einem kleinen Fan des F&uuml;nfers aus dem s&uuml;dlichsten Bundesland &Ouml;sterreichs zu erwachsen vermag.<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 20.\/21.April 2016<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/electrola<br \/>http:\/\/www.nockalmquintett.com\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER seine Quintessenz &#8230;:\u00a0 Mein aktueller Auftrag seitens der SMAGO!-Chefredaktion bedeutete f&uuml;r mich mal wieder eine Exkursion in<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78209,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78208"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}