{"id":77989,"date":"2016-04-28T05:02:00","date_gmt":"2016-04-28T05:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=77989"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"HANNAH-Die-CD-Aufstieg-im-Test-77988","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/alpen-rock\/HANNAH-Die-CD-Aufstieg-im-Test-77988\/","title":{"rendered":"HANNAH <br \/>Die CD &quot;Aufstieg&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Der namhate Musikjournalist hat sich intensiv mit Leben und Werk der &#8222;Alpenpunk&#8220; S\u00e4ngerin besch\u00e4ftigt &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wahrlich geschichtstr&auml;chtiges Wochenende f&uuml;r unsere Freunde in &Ouml;sterreich liegt hinter uns. Am Sonntag w&auml;hlte die Alpenrepublik diejenigen zwei Bundespr&auml;sidentschaftskandidaten, die in sich in vier Wochen in einer Stichwahl um das h&ouml;chste Amt im Staate bewerben &ndash; und am Freitag zuvor ver&ouml;ffentlichte die aus dem Bezirk Innsbruck in Tirol stammende S&auml;ngerin <strong>HANNAH<\/strong> ihre dritte CD <strong>&bdquo;AUFSTIEG&ldquo;<\/strong> bei Ariola\/SONY.<\/p>\n<p>Als &bdquo;Alpenpunk&ldquo;, so vermeldet das wilde, bunthaarige M&auml;del aus der 4500-Einwohner-Gemeinde Mils bei Hall, m&ouml;ge man ihre Musik auffassen &ndash; bei diesem Begriff denkt der alteingesessene &bdquo;Hobby-&Ouml;sterreicher&ldquo; Holger S. nat&uuml;rlich zuvorderst an die grobschl&auml;chtige Anarcho-Rock-Legende &bdquo;Drahdiwaberl&ldquo;, die fr&uuml;he &bdquo;Erste Allgemeine Verunsicherung&ldquo; hinsichtlich ihrer ersten zwei, drei Alben, den &bdquo;Highdelbeern&ldquo;-fanatischen Rock-Grantler Wilfried Scheutz der beginnenden 80er oder an den sp&auml;teren Kunst- und Kulturstaatssekret&auml;r der blau\/schwarzen, sp&auml;ter schwarz\/orange\/blauen Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Sch&uuml;ssel zwischen 2000 und 2005, den kongenialen Ex-&bdquo;Burg&ldquo; &#8211; Schauspieler und Edelpunk Franz Morak &ndash; also an eine illustre Runde aus so eigenwilligen, wie einzigartigen Musikern, deren wilde, kreative Gebaren wohl wahrhaftig nur in unserem s&uuml;dlichen Nachbarland mit seinem speziellen Humor und Wortwitz m&ouml;glich scheinen.<\/p>\n<p>Als ich also k&uuml;rzlich davon erfuhr, <strong>Hannah<\/strong> wolle nun mit ihrer soeben fertiggestellten Produktion <strong>&bdquo;Aufstieg&ldquo;<\/strong> auch in Bundesdeutschland durchstarten, hie&szlig; es f&uuml;r mich erst einmal, eben im speziellen als selbsternannter und gelebter &bdquo;Hobby-&Ouml;sterreicher&ldquo;, mich mit dem bisherigen musikalischen Schaffen der heute knapp 36j&auml;hrigen Lady aus Tirol zu besch&auml;ftigen.<\/p>\n<p>Hannah absolvierte nach ihrer Matura eine professionelle Gesangsausbildung im Fache &bdquo;Rock\/Pop Musik&ldquo; an der &bdquo;Powervoice Akademie&ldquo; zu Hannover, arbeitete als &bdquo;Vocal Coach&ldquo; (vulgo: Gesangslehrerin) und legte 2008 den Grundstein f&uuml;r ihre Karriere, man h&ouml;re und staune, zun&auml;chst im Bereich der Volkst&uuml;mlichen Musik. Dies jedoch schien sich als nicht allzu erquicklich zu erweisen, weshalb sie 2011 bei Ariola\/SONY auf ihrem CD-Deb&uuml;t &bdquo;Es muss au&szlig;a&ldquo; langsam, aber sicher, Kurs auf kraftvollere Kl&auml;nge nahm, durchaus &ndash; wenn wir ihren ber&uuml;hmten Steirer Kollegen Andreas G. an dieser Stelle zum Vergleich heranziehen m&ouml;gen &ndash; eine gewisse Spielart eines femininen &bdquo;VolksRock&rsquo;n&rsquo;Roll&ldquo; anzustreben schien. D.h. sie setzte auf massive, gitarrenlastige Rockmusik, verbunden mit intelligenten, nachdenklichen Texten im Tiroler Dialekt, bei deren Umsetzung ebenso das eine oder andere Volkst&uuml;mliche Instrument a la Akkordeon oder Steirischer eine treffliche Einsatzm&ouml;glichkeit zugestanden bekam.<\/p>\n<p>&bdquo;Es muss Au&szlig;a&ldquo; war in Hannahs Heimat, Dank des Erreichens des Rang 29 als Bestnotierung in den &ouml;sterreichischen Albumcharts, ein ordentlicher Achtungserfolg gelungen, der zwei Jahre darauf, mittels der noch einmal um ein gutes St&uuml;ck rockiger ausgefallenen Nachfolgescheibe &bdquo;Weiber, es isch Zeit&ldquo;, noch einmal merklich &uuml;bertroffen wurde. Die &uuml;beraus angenehme und kurzweilige Austrorock-CD stieg im Herbst 2013 in der Alpenrepublik bis auf Rang 3, verblieb mehr als ein Jahr lang in den Top-40-Charts, wurde mit Platin ausgezeichnet, und erregte in einem Atemzug bei aufgeschlossenen Freunden des etwas schr&auml;geren Mundart-Pop mit Reibungsfl&auml;che in der BR Deutschland erstes Interesse an der stimmstarken, wie kess, sexy und geradeheraus auftretenden S&auml;ngerin aus Tirol. Den drei Auskoppelungen &bdquo;Zoag&lsquo;s mir&ldquo;, einer locker-atmosph&auml;rischen Alpenpopschlager-Melange, dem d&uuml;steren, sehr amerikanisch-gro&szlig;st&auml;dtisch inszenierten Rockhammer &bdquo;I halts nit aus&ldquo;, bzw. der perlenden, dabei bodenst&auml;ndig-rustikalen Feudalpop-Ballade &bdquo;Sch&ouml;n, dass es Dich gibt&ldquo; waren in Radio und TV ebenfalls gute Resultate verg&ouml;nnt.<\/p>\n<p>Nun hat sich Hannah die Haare pink gestr&auml;hnt, vermengt bez&uuml;glich ihres Kleidungstils traditionelles Dirndl und z&uuml;nftige Tracht mit grellen Waver-Klamotten, anr&uuml;chiger Strapse und engem Leder &#8211;&nbsp; und pr&auml;sentiert sich dar&uuml;ber hinaus in musikalischer Betrachtungsweise als aufstrebende Sch&ouml;pferin einer Art &sbquo;VolksPop&rsquo;n&rsquo;Punk&lsquo;, der auf den ersten Blick ein bet&ouml;rend extravagantes Klangbild an den Tag, als paarte man die gro&szlig;en Hits des erw&auml;hnten Kollegen Gabalier mit den rohen, rotzigen Sounds der &bdquo;Clash&ldquo; oder der Ramones&ldquo;. Allenthalben im Weihnachtsgesch&auml;ft 2015 k&uuml;ndigte die Vorabauskopplung <strong>&bdquo;Wei&szlig;t Du, wie viel Sternlein stehen&ldquo;<\/strong>, die nichts mit dem gleichnamigen Abend- und Wiegenlied aus dem Jahr 1837 gemein hat, sondern viel mehr ein bedrohlich-apokalyptisches Szenario beschreibt, welches eintr&auml;te, falls die Menschheit nicht sofort global gegen Gewalt, Hass und Krieg aufst&uuml;nde, an, dass Hannah offenbar nun endlich in demjenigen kreativen Fluidum angekommen ist, in dem sie k&uuml;nstlerisch schon immer landen wollte, betreffs dessen sie selbst betont, dies sei zu &bdquo;120 Prozent sie&ldquo; (Zitat). Diese bedeutet im Klartext: Bei offensiv-offenherzigem Neo-Punk\/Rock\/Pop mit handfesten, oft drastischen, unverschn&ouml;rkelten Texten, die die Interpretin &uuml;brigens s&auml;mtlich selbstverfasst, die verschiedenartigste Gef&uuml;hle verbreiten, skizzieren, aufspie&szlig;en, aber zugleich ein ums andere Mal eine Botschaft, eine tiefergehendere Aussage, in sich tragen und nach &bdquo;au&szlig;a&ldquo; vermitteln.<\/p>\n<p>Im M&auml;rz 2016 folgte Single Numero Zwei: <strong>&bdquo;Schei&szlig;egal&ldquo;<\/strong> (nicht identisch mit gleichnamigem 1995er-Hit von &bdquo;Wolle&ldquo; P.) ist ein rasanter, draufg&auml;ngerischer, berstend-aufm&uuml;pfiger Punk&rsquo;n&rsquo;Roll-Hymnus, begleitet von feschen Akkordeons im Hintergrund, gesungen aus der Sicht einer Frau, die von ihrem Ex-Freund betrogen und belogen wurde, denselben umgehend und resolut vor die T&uuml;r setzte, und nun erst einmal ihre Freiheit in jeglicher F&auml;rbung genie&szlig;en mag. Im Refrain spielt Hannah unverkennbar auf einen alten, allseits bekannten Gassenhauer der &bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo; an, den sie dialektisch konterkariert und lustvoll ins Gegenteil verkehrt: &bdquo;Ohne Dich schlaf ich heut&lsquo; Nacht <em>schon<\/em> ein \/ Ich geh&lsquo; sicher <em>nicht<\/em> alleine heim&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Dazu gibt&rsquo;s einen gewagten Promo-Clip zu sehen, in dessen Verlauf der Betrachter halbnackte, muskelbepackte Beauty Boys ebenso zu Gesicht bekommt, wie die h&uuml;bsche S&auml;ngerin pers&ouml;nlich in (nicht nur) sachte angedeutetem Lack-und-Leder-Kolorit&hellip; diese Mixtur aus genialischem, eing&auml;ngigem Song und provokantem Video d&uuml;rfte mit einiger Sicherheit die Veranlassung daf&uuml;r &uuml;bernehmen, dass &bdquo;Schei&szlig;egal&ldquo; in &Ouml;sterreich, wie in Bundesdeutschland, im Sinne der sprichw&ouml;rtlichen Bombe einschlagen und die attraktive Mitdrei&szlig;igerin auch und insbesondere hierzulande immer mehr Fans f&uuml;r sich gewinnen wird, seien es tolerante Schlagerfreunde mit Hang zum Au&szlig;ergew&ouml;hnlichen oder bekennende Anh&auml;nger gekonnt aufbereiteter, schrillerer Kl&auml;nge, weit jenseits des Mainstreams. Diese beiden, eben n&auml;her vorgestellten Vorab-Singles fungierten als Appetitanreger f&uuml;r <strong>&bdquo;Aufstieg&ldquo;<\/strong>, den dritten Longplayer der &bdquo;Mother of Alpenpunk&ldquo;, der bei Ariola\/SONY erschien und nun im folgenden ausgiebig analysiert werden soll!<\/p>\n<p>Hannahs t&ouml;nender Gipfelsturm startet mit einem teils gejodelten, zeitgem&auml;&szlig;, volumin&ouml;s und brausend arrangierten Boogie-Rock\/Symphonic-Hardrock-Intro, welches da (sic) hei&szlig;t <strong>&bdquo;Aufstieg&ldquo;<\/strong>, und sogleich in die aktuelle Single <strong>&bdquo;Schei&szlig;egal&ldquo;<\/strong> m&uuml;ndet, bevor die charmante Alpenpunk-Proklamatorin ihren ureigenen, modern und liberal ge&auml;u&szlig;erten Lokalpatriotismus in der intensiven, zickig-zackigen Powerballade <strong>&bdquo;Hoamat&ldquo;<\/strong> pflegt, sich darin allerdings explizit zu der ab dem 01. Januar 2012 geltenden Neufassung der &ouml;sterreichischen Bundeshymne bekennt, in der es, bis heute immer wieder harsch diskutiert (auch und gerade durch den Kollegen Gabalier, der die urspr&uuml;ngliche Textversion aus dem Jahr 1947 bevorzugt), abge&auml;ndert hei&szlig;t: &bdquo;Heimat gro&szlig;er T&ouml;chter und S&ouml;hne&ldquo; (wobei Hannahs lyrische Aussage in diesem per se sehr gelungenen und sympathischen &bdquo;Hoamat&ldquo;-Lied ihre Verbundenheit zu &Ouml;sterreich u.a. damit begr&uuml;ndet, dass in ihrem Land &bdquo;gro&szlig;e T&ouml;chter und a S&ouml;hne regieren&ldquo; (Textzitat). Dies scheinen viele &Ouml;sterreicherinnen und &Ouml;sterreicher dem zum Trotz vollkommen anders zu sehen, denn die derzeit regierenden &bdquo;T&ouml;chter &amp; S&ouml;hne&ldquo;, resp. deren Parteien, haben bei der Bundespr&auml;sidentschaftswahl, nur wenige Tage nach der &sbquo;Weggelobung&lsquo; von Tochter Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (&Ouml;VP), ganz sch&ouml;n etwas vor den Latz bekommen!)<\/p>\n<p>Daraufhin folgen <strong>&bdquo;Nackte Liebe&ldquo;<\/strong>, ein in mittlerer Geschwindigkeit angelegter, hintergr&uuml;ndig brodelnder Rock\/Pop-Verschnitt auf Gitarrenbasis, voller knisternder Erotik und doppeldeutiger Wortspielereien, und der reale, knackig-tanzbare Alpenpunk-Pop <strong>&bdquo;Horizont&ldquo;<\/strong>, den klassische Schlageranh&auml;nger, wie unverbesserliche Austropop-Fetischisten gleicherma&szlig;en liebhaben k&ouml;nnen, da der fr&ouml;hliche Pop-Appeal das rabiate Punk-Feeling deutlich &uuml;bersteigt. Ein leises Piano f&uuml;hrt daran anschlie&szlig;end durch die mit energiegeladener Stimme vorgetragene, sp&auml;ter streicher-verst&auml;rkte Edelballade <strong>&bdquo;Stille N&auml;chte&ldquo;<\/strong> &uuml;ber eine Liebe, die vom ersten Schulausflug an bis in die Jetztzeit &uuml;berdauert hat und nun vom Lied-Ich grazil und sehr mitf&uuml;hlend nachgezeichnet wird.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Himmelw&auml;rts&ldquo; <\/strong>verbleibt dagegen in einem eher konventionellen Pop\/Rock-Kontext zeitnahen Zuschnitts, der untermalt wird von ein paar milden Reggae-Rhythmen und sich sp&auml;ter zum rauschenden Beinahe-Gospel ausw&auml;chst, w&auml;hrend die kokette, wom&ouml;glich ein bisschen zu sehr auf jugendlich-jungm&auml;dchenhaft getrimmte (dabei aber durchwegs liebenswerte) Anmache <strong>&bdquo;Hey, Alter&ldquo;<\/strong> aktuelle R&rsquo;n&rsquo;B-Elemente mit angesagtem Chartspop verschmilzt, wobei regelm&auml;&szlig;ig das Akkordeon daf&uuml;r Sorge tr&auml;gt, dass das spezifische Alpenpunk-Flair allemal sp&uuml;rbar bleibt.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;W&ouml;lfe&ldquo;<\/strong> ist ein properer, rigoros geradeaus driftender Popschlager mit Widerhaken, <strong>&bdquo;Aber Du liebst mich&ldquo;<\/strong> spielt wiederum mit sonnigem Reggae-Ambiente, beinhaltet ein hei&szlig;es Gitarrensolo, abermals liebliche Akkordeon-Passagen und basiert auf einem herrlich vor sich hin treibenden Groove. Regelrechten Alpenpunk ohne Abstriche, furios gitarrenbetont und lautstark ausgelebt, gibt&rsquo;s im brachialen Heavy-D&uuml;sterrocker <strong>&bdquo;Steig&ldquo;<\/strong> zu h&ouml;ren, <strong>&bdquo;Wenn der Himmel weint&ldquo;<\/strong> zeigt sich als ungest&uuml;me, hymnische Mehr-Rock-als-Pop-Poprock-Mischung, im Klangbild des Heute und Hier; in diesem musikalischen Milieu treibt sich, wenn auch hier sanfter und im mittleren Tempo arrangiert, gleichsam <strong>&bdquo;Das allersch&ouml;nste Lied&ldquo;<\/strong> (Liedtitel) herum. Im Anschluss an die oben beschriebene, erste Single <strong>&bdquo;Wei&szlig;t Du, wie viel Sternlein stehen?&ldquo;<\/strong>, beendet das so gro&szlig;orchestrale, wie hoch dramatische Outro <strong>&bdquo;In den Bergen wird es still&ldquo; <\/strong>Hannahs weiteren, diesmal schon einwandfrei fundamentalen, wie fundierten Schritt, weg vom Volkst&uuml;mlichen Schlager, hin zu der von ihr kreierten bzw. &ndash; siehe Einleitung &ndash; phasenhaft tats&auml;chlich auch konstruktiv und gewitzt reanimierten Stilistik des Alpenpunk.<\/p>\n<p>Der in Gesang gegossene <strong>&bdquo;AUFSTIEG&ldquo;<\/strong> von <strong>HannaH <\/strong>ist noch kein allm&auml;chtiges Meisterwerk, aber das mehrheitlich sehr ansprechende Liedprogramm weist klanglich, textlich &ndash; stimmlich agiert die Lady eh perfekt &ndash; den fachgem&auml;&szlig;en, strikt und ohne Scheuklappen beschrittenen Weg in die richtige Richtung. W&auml;hrend ihre Landsm&auml;nnin\/Landsschwester Christina St&uuml;rmer in erster Linie den Radiomainstream ohne allzu tiefgehende Substanz bedient und derzeit eigentlich ausschlie&szlig;lich die h&uuml;bsche Wienerin &bdquo;HerzDame&ldquo; gleichsam tolle, exzentrische und experimentierfreudige Austropop-Versuche startet (ihr Deb&uuml;talbum aber noch nicht vorliegt, so dass dazu noch nichts Grundlegenderes zu sagen ist), k&ouml;nnte es <strong>Hannah<\/strong> (auf einer Augenh&ouml;he mit &bdquo;HerzDame&ldquo;) ohne Frage gelingen, in Sachen Reputation, kommerziell, wie qualitativ, neuartigen weiblichen Popambitionen Made in Austria einen gewaltigen Schub zu verleihen. Wom&ouml;glich sollte die farbenfrohe Alpenpunkerin die Nutzung der ungeh&ouml;rigen Umschreibung f&uuml;r den &bdquo;Gro&szlig;en Stuhlgang&ldquo; in allen Variationen im Rahmen ihrer ansonsten so frechen, wie verf&uuml;hrerischen Texte nicht in &bdquo;Kommissar-Schimanski&ldquo;-gem&auml;&szlig;e H&ouml;hen treiben und sich &ndash; selbst wenn sie ohne jede Frage zehn Jahre j&uuml;nger aussieht, als in ihrem Personalausweis notiert &ndash; teilweise erwachsener, weniger Backfisch-haft in ihrer Lyrik ausdr&uuml;cken und verk&ouml;rpern.<\/p>\n<p>Von solchen, ja auch nur subjektiv meinerseits wahrgenommenen Lappalien abgesehen jedoch, absolviert <strong>Hannah<\/strong> ihren geradlinigen, unbeirrten <strong>&bdquo;Aufstieg&ldquo;<\/strong> auf gleichnamigem Album realistisch, gen&uuml;sslich und zielstrebig. Sie packt ihre Vorhaben mit Vehemenz, ausgewiesenem stimmlichen K&ouml;nnen, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit kernig und leidenschaftlich an. Nachdem die aufstrebende K&uuml;nstlerin in ihrer &bdquo;Hoamat&ldquo; bereits, glaubt man der Biographie auf ihrer Homepage, als &bdquo;eine der meistgebuchten S&auml;ngerinnen 2015&ldquo; gilt und sogar als die &bdquo;aktuell erfolgreichste S&auml;ngerin im Lande&ldquo; deklamiert wird, d&uuml;rfte sich dieser au&szlig;erordentlich positive Ruf der jungen Dame in der Alpenrepublik in diesem Jahr noch weiter festigen und ausbauen &ndash; und ggf. gelingt ihr mit &bdquo;Aufstieg&ldquo; dito ein sehr verdienter und anstrebenswerter Einstieg in die popmusikalische Szenerie der Bundesrepublik Deutschland.<\/p>\n<p>Es bleibt zu sagen: <strong>HANNAH <\/strong>hat alle Chancen dieser Welt, dem &bdquo;Alpenpunk&ldquo; ein gro&szlig;artiges Revival bzw. eine elektrisierende Weiterentwicklung zu bescheren. Dies beweist ihr pers&ouml;nlicher <strong>&bdquo;Aufstieg&ldquo;<\/strong> im CD-Format, eine abwechslungsreiche und mannigfaltige Silberscheibe, die fraglos einen weiteren, eklatanten Schritt der nicht allt&auml;glichen, jungen S&auml;ngerin an die Spitze des gegenw&auml;rtigen Austropop darstellt, in aller Form!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 23.\/24. April 2016) \u2013 \u00fcberarbeitet: 27. April 2016<br \/>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.hannah-musik.at\/index.php?id=27<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der namhate Musikjournalist hat sich intensiv mit Leben und Werk der &#8222;Alpenpunk&#8220; S\u00e4ngerin besch\u00e4ftigt &#8230;:\u00a0 Ein wahrlich geschichtstr&auml;chtiges Wochenende f&uuml;r<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77990,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[37],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77989"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77989\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}