{"id":77731,"date":"2016-05-06T00:00:00","date_gmt":"2016-05-06T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=77731"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"NIEDECKENS-BAP-Die-3-CD-Box-Die-77730","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/NIEDECKENS-BAP-Die-3-CD-Box-Die-77730\/","title":{"rendered":"NIEDECKEN&#39;S BAP <br \/>Die 3-CD-Box &quot;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte in diesem Fall auch von einem &#8222;CD-Epos&#8220; sprechen &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">40 Jahre <strong>&bdquo;BAP&ldquo;<\/strong> &ndash; heute, wie zu Anfangstagen von neuem <strong>&bdquo;Niedecken&lsquo;s BAP&ldquo;<\/strong> genannt, ohne festes Bandgef&uuml;ge &ndash; dies ist eine gemeinhin keineswegs allt&auml;gliche, stattliche Periode im schnelllebigen Musikgesch&auml;ft, so dass die 1976 ins Leben gerufene Rockinstitution uss K&ouml;lle am Rhing ihren Stolz &uuml;ber das Erreichen dieser magischen Zahl in Sachen Bestand in keiner Weise verbergen muss, trotz nicht seltener Personalwechsel, manch Streitigkeit &uuml;ber Stil und Ausrichtung des gesamten Bandprojekts, einiger faszinierender Solo-Exkursionen von Frontmann Wolfgang Niedecken, und auch und gerade in Anbetracht von dessen schwerer Erkrankung im November 2011 in Form eines Schlaganfalls, bis heute durchgehend zu den ganz, ganz gro&szlig;en Rockheroen der BR Deutschland z&auml;hlen zu d&uuml;rfen. Und dies sogar trotz &ndash; vielleicht aber obendrein wegen der Tatsache &ndash;, dass die heute siebenk&ouml;pfige Band von jeher im nicht immer auf Anhieb f&uuml;r jedermann verst&auml;ndlichen Dialekt der K&ouml;lner S&uuml;dstadt musiziert. Deshalb bedarf es f&uuml;r den aufgeschlossenen Fan jenseits von Rhein und Ruhr einiges an positiver Anstrengung, sich in die Welten der fast ausschlie&szlig;lich von Wolfgang N. selbst erdachten, sehr bilderreichen, stets perfekt, f&uuml;r jeden (der dem K&ouml;lschen Verz&auml;ll m&auml;chtig ist), trotz vieler Anspielungen auf Historisches, Philosophisches, Theologisches, verst&auml;ndlichen, dennoch oft in der Tat sehr pers&ouml;nlich und intim formulierten &bdquo;BAP&ldquo;-Texte zu begeben, in diese gedanklich eintauchen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>40 Jahre &bdquo;BAP&ldquo; &ndash; 33 derer hat der Rezensent letztlich &sbquo;live&lsquo; und hautnah miterlebt. Nur ganz wenige Musiker aus dem expliziten Deutschrock-Spektrum &ndash; hier seinen als weitere, derart einflussreiche musikalische &sbquo;Lebensbegleiter&lsquo; meiner Person per se nur Heinz Rudolf Kunze und Udo Lindenberg zu nennen &ndash; haben mich derart ber&uuml;hrt, inspiriert, pers&ouml;nliche Erlebnisse so eng und origin&auml;r untermalt, wie Wolfgang Niedecken und die Seinen.<\/p>\n<p>Zu diesem bedeutsamen Jubil&auml;um erscheint nun, nachdem &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo; im Januar diesen Jahres die bis dato aktuelle Studioscheibe &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; ver&ouml;ffentlicht hatten &ndash; siehe <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/73932\/\">HIER &#8230;:<\/a><\/strong> &#8211; am 06. Mai 2016 bei Vertigo\/UNIVERSAL eine so &uuml;ppig best&uuml;ckte, wie prachtvoll dekorierte Drei-CD-Box namens <strong>&bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo;<\/strong>. Diese ist gleichfalls als jeweils zwei Doppel-LPs, in Form der &sbquo;normalen&lsquo; Edition mit nur zwei CDs, sowie als auf nur 3.000 Exemplare streng limitierte Fan-Box erh&auml;ltlich. Letzterer wurden, zus&auml;tzlich zu den drei CDs, Aufkleber, Postkarten, Poster, gar Schnapsgl&auml;ser und als spektakul&auml;rste Mobilisierung zum Erwerb, eine im Originalcover gehaltene, seit 1983 erstmals auf Vinyl neu aufgelegte, kleine Schwarze beigef&uuml;gt, mit dem nach wie vor grandiosen Kultrocker &bdquo;Wahnsinn&ldquo; und dem so herrlich sarkastischen &bdquo;Chauvi Rock&ldquo;, einem erstklassigen Talking Blues mit elf Strophen im knackigen, gitarrendominierten Boogie-Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Gewand.<\/p>\n<p>In chronologischer Reihenfolge hat Wolfgang Niedecken ad Personam f&uuml;r die Dreier-CD auf der ersten Scheibe die bekanntesten und erfolgreichsten &bdquo;BAP&ldquo;-Titel der Jahre 1976 bis 1998 ausgew&auml;hlt. Dies war diejenige &Auml;ra, als die jungen Wilden aus der Domstadt, zumeist musikalisch geleitet und bestimmt von Gitarrist Klaus &bdquo;Major&ldquo; Heuser, der sich jedoch Ende 1998 wegen un&uuml;berbr&uuml;ckbarer k&uuml;nstlerischer Differenzen von &bdquo;BAP&ldquo; trennte und seit einiger Zeit mit nicht unerquicklichen Blues-Projekten durch die Lande tourt, den Zeitgeist nicht nur oft harsch und heftig, aber niemals populistisch, belehrend, zeigefingerschwenkend, kritisierten und karikierten, sondern denselben durch ihr Tun fraglos in einem Atemzug mit ausformten, pr&auml;gten und somit an seiner Entwicklung erheblich teilhatten.<\/p>\n<p>Auf CD-02 sind die beliebtesten Lieder der Jahre 1999 bis 2016 versammelt. Diese sind jenseits von &bdquo;Major&ldquo; Heuser entstanden, wurden von verschiedenen Musikern komponiert und mit diversen Gitarristen eingespielt. Sie fuhren &uuml;berdies in stetem Turnus ansehnliche Erfolge ein, aber die Popjugend, die in den letzten 20 Jahren musikalisch sozialisiert wurde, fand im Grunde genommen kaum noch n&auml;heren Zugang zum unaufh&ouml;rlich h&ouml;chst kreativen Schaffen von &bdquo;BAP&ldquo;.<\/p>\n<p>Das Songprogramm der dritten CD besteht alleinig aus Rarit&auml;ten, Liveaufnahmen von Coverversionen und Duetten mit anderen K&uuml;nstlern, teilweise unver&ouml;ffentlicht, zumindest aber lange nicht mehr im Handel verf&uuml;gbar, die allesamt zwischen 1991 und 2014 im Studio geboren bzw. bei Konzerten &sbquo;live&lsquo; konserviert wurden.<\/p>\n<p>Das dr&ouml;hnende, aufbrausende &bdquo;Wild Thing&ldquo;-Cover <strong>&bdquo;Wahnsinn&ldquo;<\/strong> (im Original 1966 ein Welthit f&uuml;r die britische Beatband &bdquo;The Troggs&ldquo;) l&auml;utet CD-01 vorliegender Box ein: Der augenzwinkernde Bericht &uuml;ber die Er&ouml;ffnung einer neuen S&uuml;dstadtkneipe wurde 1980 als erste &bdquo;BAP&ldquo;-Single &uuml;berhaupt, auf der B-Seite des erw&auml;hnten &bdquo;Chauvi Rock&ldquo;, pr&auml;sentiert. Denn, so Wolfgang N., habe die Einstands-LP der damaligen Formation zwar &bdquo;BAP rockt <em><u>andere <\/u><\/em>K&ouml;lsche Leeder&ldquo; gehei&szlig;en, aber so richtig gerockt habe darauf gar nichts. So hatte die Band, nachdem &bdquo;Rolling Stones&ldquo;- und Springsteen-Verehrer &bdquo;Major&ldquo; Heuser zu &bdquo;BAP&ldquo; gesto&szlig;en war, als allerersten echten Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Titel den legendenbehafteten &bdquo;Chauvi Rock&ldquo; aufgenommen und f&uuml;r die B-Seite den einzigen, einigerma&szlig;en lautstark krachenden Beitrag aus dem LP-Deb&uuml;t, &bdquo;Wahnsinn&ldquo;, hinzugekoppelt. Nun aber geriet nicht der, insbesondere von angeblich so &bdquo;aufgekl&auml;rten&ldquo;, linksliberalen Kreisen h&auml;ufig vielmehr als ernstgemeinte Geschichte eines Frauenfeindes missverstandene, denn als reine Parodie auf ein ebensolches, m&auml;nnliches Verhalten in Form eines zuspitzenden Rollenliedes aufgefasste &bdquo;Chauvi Rock&ldquo; in K&ouml;ln und Umgebung zum veritablen Hit, sondern eben der pure &bdquo;Wahnsinn&ldquo;, der somit v&ouml;llig zurecht Part-01 von &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-1979&ldquo; er&ouml;ffnet (und parallel dazu den einzigen Beitrag aus dem LP-Erstling auf vorliegender Kollektion darstellt).<\/p>\n<p>Es folgt die noch heute bei Konzertreisen von den Fans st&auml;ndig eingeforderte, latent bluesige Ballade <strong>&bdquo;Helfe kann Dir keiner&ldquo;<\/strong>, die als allererster &bdquo;BAP&ldquo;-Song &uuml;berhaupt bezeichnet werden kann. Der damals 25j&auml;hrige Kunststudent <strong>Wolfgang Niedecken<\/strong> hatte das sanfte, liebenswert selbstmitleidig-wehm&uuml;tige Lied anno 1976 am K&uuml;chentisch seiner Bude in der Teutoburger Stra&szlig;e 5, gelegen zwischen dem K&ouml;lner R&ouml;merpark und der verkehrs&uuml;berlasteten Bonner Stra&szlig;e, mitten in der sagenumwobenen S&uuml;dstadt vun K&ouml;lle am Rhing, geschrieben, und diese aus einer melancholischen Situation heraus geborene Nummer bald darauf einem Freund namens Hans Heres vorgesungen, woraufhin dieser dem Sinne nach meinte: Davon musst Du mehr schreiben, mehr auf K&ouml;lsch, das ist ehrlicher, direkter, pointierter, als Hochdeutsch und als Englisch sowieso &ndash; was dann, wie wir erfreut feststellen k&ouml;nnen, in den folgenden vier Dekaden noch, sehr, sehr h&auml;ufig geschehen sollte!<\/p>\n<p>Auf der 1980 ver&ouml;ffentlichten, zweiten BAP-LP &bdquo;Affjetaut&ldquo; kam dieser Titel erstmals zum Einsatz im Schallplattenformat. &bdquo;Helfe kann Dir keiner&ldquo;, sowie der deutlich anpolitisierte, ironisch gemeinte, betr&auml;chtlich vor hin rockende, &sbquo;sch&ouml;ne Gru&szlig;&lsquo;, an all diejenigen &sbquo;Bessermenschen&lsquo;, die sich von vornherein f&uuml;r unfehlbar halten, damit prahlen, aber es nie und nimmer sind, <strong>&bdquo;Ne sch&ouml;ne Jroo&szlig;&ldquo;<\/strong> &ndash; ebenfalls bis heute auf unz&auml;hligen &bdquo;BAP&ldquo;-Tourneen gewohnterma&szlig;en &sbquo;live&lsquo; wiederbelebt &ndash; fanden den band- und zeitgeschichtlich allemal angemessenen Weg aus der 1980er-LP auf &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo;.<\/p>\n<p>Mit Entstehen und Aufstieg der Neuen Deutschen Welle 1981\/82 &ndash; mit der &bdquo;BAP&ldquo; als genuine Rockband, die ihre stilistischen Vorbilder in angloamerikanischen Bands und Musikern, wie den &bdquo;Rolling Stones&ldquo;, den &bdquo;Kinks&ldquo;, Bob Dylan, Bruce Springsteen oder Leonard Cohen sah, per definitionem keinerlei Gemeinsamkeiten aufwiesen &ndash; wurde allerdings beim einheimischen Publikum schnell ein enormes Interesse an deutschgesungener Rockmusik entflammt und erweckt. Entsprechend fanden in diesem Zusammenhange gleichsam viele Musiker, von den niederbayrischen &bdquo;Haindling&ldquo; oder der M&uuml;nchener &bdquo;Spider Murphy Gang&ldquo;, &uuml;ber Austropopper a la Wolfgang Ambros, Peter Cornelius, Rainhard Fendrich etc., bis hin zu hessischen Combos, wie &bdquo;Flatsch&ldquo; oder den &bdquo;Rodgau Monotones&ldquo;, die mit Songs in ihrer ureigenen Sprachf&auml;rbung immense Erfolge im gesamten deutschsprachigen Raum feiern konnten, einen ertragreichen Weg in die breitere &Ouml;ffentlichkeit. So erhielten &bdquo;BAP&ldquo;, verursacht durch diese Ph&auml;nomene, bald einen bundesweiten Popularit&auml;tsschub, der mit Aufwartungen in der ZDF-Musiknacht &bdquo;Rock-Pop in Concert&ldquo; am 29. Mai 1982, bei der gro&szlig;en Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten am 10. Juni jenen Jahres, bei mehreren Auftritten als Anheizer f&uuml;r die &bdquo;Rolling Stones&ldquo; und vor allem mit dem in ganz Europa ausgestrahlten &bdquo;Rockpalast&ldquo;-Gastspiel an der Loreley am 28. August 1982, erste, fr&uuml;he Glanzpunkt erreichte.<\/p>\n<p>In diesem Zeitabschnitt erschienen beim Musikant-Label der damals in K&ouml;ln ans&auml;ssigen EMI die beiden bahnbrechenden Scheiben &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo; (1981) und &bdquo;Vun drinne noh drusse&ldquo; (1982), zweifellos Meilensteine des Deutsch- bzw. in diesem Falle K&ouml;lschrock. Das absolut singleuntypische, knapp sechsmin&uuml;tige, sympathisch pers&ouml;nliche und vertrauliche, gesungene Gespr&auml;ch Wolfgang Niedeckens mit seinem im Herbst 1980 verstorbenen Vater, <strong>&bdquo;Verdamp lang her&ldquo;<\/strong>, avancierte im Sp&auml;tsommer 1982 vollkommen unerwartet zu einem ultimativen ersten Hit in den deutschen Top 75-Singlecharts der &bdquo;Media Control&ldquo;, wo als beste Notierung Rang 13 zu verzeichnen war. Diese Reflexion des ambivalenten Verh&auml;ltnisses Wolfgang Niedeckens zu seinem Vater, an dessen Weltsicht er von jeher verzweifelte und sich ihm trotzdem bis heute immer wieder extrem nahe f&uuml;hlt, gilt als unschlagbarer Standard, der seit 1981 bei keinem &bdquo;BAP&ldquo;-Konzert mehr ausgelassen wurde. Denn der Erschaffer selbst gibt ein ums andere Mal zu Protokoll, auf das konzert&auml;re Ausleben dieses musikalisch verarbeiteten Vater-Sohn-Konfliktes niemals mehr verzichten zu wollen &ndash; so dass &bdquo;Verdamp lang her&ldquo; nat&uuml;rlich ein Ehrenplatz auf &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-1982&ldquo; einger&auml;umt wurde.<\/p>\n<p>&bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo;, obwohl schon im Herbst 1982 erstver&ouml;ffentlicht, verblieb im Windschatten des Durchbruchs von &bdquo;Verdamp lang her&ldquo; vom 27. August 1982 bis zum 02. September 1982 auf dem ersten Rang der deutschen Albumcharts, bevor die richtungsweisende 10-Song-LP von deren t&ouml;nendem Nachfolger &bdquo;Vun drinne noh drusse&ldquo;, geradeso von vorn bis hinten ein absoluter H&ouml;rgenuss, der am 24. August 1982 auf den Markt kam, beinahe nahtlos bzw., nach einem nur kurzen, einw&ouml;chigen Intermezzo der &bdquo;Steve Miller Band&ldquo; mitsamt ihrer (bestenfalls) gediegen-harmlosen LP &bdquo;Abracabarba&ldquo;, von Rang Eins verdr&auml;ngt wurde. Aus dieser LP, die von nun an insgesamt neun Wochen den Spitzenplatz der &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen belegen sollte, wurden das d&uuml;ster-bedrohliche Rockdrama <strong>&bdquo;Kristallnaach&ldquo;<\/strong>, das sich inhaltlich mit zunehmender Ausl&auml;nderfeindlichkeit besch&auml;ftigt, und das so traumhaft-verspielte, wie romantisch-vertr&auml;umte Liebeslied <strong>&bdquo;Do kanns zaubere&ldquo;<\/strong> f&uuml;r hier analysierte Best-of-Koppelung entnommen.<\/p>\n<p>So wie letztlich weitere unabdingbare &bdquo;BAP&ldquo;-Klassiker aus der gefeierten 1982er-LP, z.B. &bdquo;Zehnter Juni&ldquo;, &bdquo;BAP&rsquo;s&ldquo; Stellungnahme zu erw&auml;hnter Bonner Gro&szlig;demo gegen den NATO-Doppelbeschluss an eben jenem Tag, oder der nicht unbedingt direkt kirchenkritische, aber manch katholische Glaubensdogmen zweifelnd hinterfragende Hardrocker &bdquo;Wenn et Bedde sich lohne d&auml;&auml;t&ldquo;, keine Erw&auml;hnung auf &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-1982&ldquo; finden, wird auch die &ndash; abermals sehr reputierliche &#8211; Live-Doppel-LP &bdquo;Bess Demn&auml;xh&ldquo;, vorgelegt am 27. Juli 1983, einen Monat sp&auml;ter f&uuml;r eine Woche Hitparaden-Spitzenreiter, a.D. 2016 bei der Songauswahl seltsamer Weise v&ouml;llig ignoriert. Dies ist insofern sehr verwunderlich, als dass sich die einst daraus ausgekoppelte 45er, &bdquo;Nemm mich mit&ldquo;, seit damals als eine Art unumg&auml;ngliche Erkennungsmelodie f&uuml;r k&uuml;nftige &bdquo;BAP&ldquo;-Konzerte herauskristallisiert hatte, die nun bei den &bdquo;beliebtesten Liedern&ldquo; aber offenbar g&auml;nzlich vergessen wurde.<\/p>\n<p>&bdquo;Bess demn&auml;xh!&ldquo; &ndash; die Betitelung ist l&auml;ngst als &sbquo;gefl&uuml;geltes Wort&lsquo; in meinem eigenen Wortschatz gespeichert &ndash; legte im Sp&auml;tsommer 1983 den Grundstein f&uuml;r meine bis heute andauernde Verbundenheit mit &bdquo;BAP&ldquo;. Unsere damalige Nachbarin, Gitta W., die Schwester von Udo Lindenbergs 1986 verstorbener &bdquo;Panik-Sekret&auml;rin&ldquo; Gaby Blitz (Gaby Aukam), die bei uns im Haus in Hamburg-Lokstedt wohnte, beim Konzertveranstalter Karsten Jahnke t&auml;tig war, und mich damals, mit elf, 12, 13 Jahren, immer wieder mal mit Promo-LPs und\/oder Freikarten von Jahnke-Events ausstattete, lieh mir seinerzeit eben jenes Doppelalbum aus, das mir vom Fleck weg sehr zusagte. So legte ich mir daraufhin bald die weiteren, bis dahin erschienenen, ersten vier &bdquo;BAP&ldquo;-LPs zu und freute mich wie sonst was, auf die 1984er-Scheibe &bdquo;Zwesche Salzjeb&auml;ck un Bier&ldquo; im Mai und die dazugeh&ouml;rigen Hamburger Open-Air-Konzerte im September des &bdquo;Orwell-Jahres&ldquo;.<\/p>\n<p>Am Freitag, dem 25. Mai 1984, war es soweit und ich konnte mir nach der Schule, beim allw&ouml;chentlichen Innenstadtbummel mit meiner Mutter, bei &bdquo;Membran&ldquo; am Speersort in der Hamburger City diese langersehnte LP k&auml;uflich erwerben, in deren einzelne Liedkapitel ich mich unmittelbar nach dem ersten Anh&ouml;ren regelrecht verliebte. Den vermutlich f&uuml;rwahr besten, atmosph&auml;rischsten, langlebigsten Titel aus &bdquo;Salzjeb&auml;ck&ldquo; bekommen Dabeigewesene, wie Nachgeborene, auf &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo; zu h&ouml;ren. Hierbei handelt es sich um das knapp sechsmin&uuml;tige Epos <strong>&bdquo;Alexandra &ndash; Nit nur Do&ldquo;<\/strong>, bis heute einer der ganz speziellen &sbquo;Hits meines Lebens&lsquo;, der mich seit damals, also seit ca. 32 Jahren, nie mehr verlassen hat.<\/p>\n<p>Wolfgang B. war soeben Vater geworden, er schob seinen kleinen Sohn Severin an einem noch etwas matschigen Februarnachmittag im Kinderwagen durch den K&ouml;lner R&ouml;merpark. Dort setzte er sich auf eine Bank und sinnierte &uuml;ber sein Leben als Familienoberhaupt und die sich abzeichnenden Streitigkeiten mit seiner ersten Frau Carmen. Pl&ouml;tzlich f&uuml;r ein junges M&auml;dchen mehrfach auf einem Fahrrad an ihm vorbei und rief lauthals, offenbar nach ihrer Freundin: &bdquo;Alexandra, wo bist Du?&ldquo;. Der &bdquo;BAP&ldquo;-Chef ging, als die Dunkelheit hereinbrach, wieder nach Hause in seine Wohnung am Ubierring, in der N&auml;he des Chlodwigplatzes, verfrachtete den kleinen Severin ins Bett, &ouml;ffnete die erste Flasche Rotwein des Abends (die nicht die letzte bleiben sollte) und brachte seine Gedanken nach und nach zu Papier. Daraus entstand &ndash; Wolfgang weist darauf hin, an dem alkoholseligen Text nach Fertigstellung nichts mehr ge&auml;ndert zu haben &ndash; dieses wundervoll schwebend-flie&szlig;ende, urw&uuml;chsige Lehrst&uuml;ck in Sachen romantischer Rockmusik. &bdquo;Major&ldquo; Heuser komponierte dazu eine f&uuml;r ihn typische, ausufernde Melodie, trug ein wahrlich einmaliges Gitarrensolo dazu bei (das bei genauem Hinsehen eigentlich nur in jener Bandphase funktionierte, als der Urgitarrist selbst in Live-Auff&uuml;hrungen oft &uuml;ber zehn Minuten lang, mitsamt seines Instruments, in weiteste Klangsph&auml;ren entschwob) &ndash; fertig war ein inhaltlich zwischen Traum und Wirklichkeit angesiedelter Song f&uuml;r die Ewigkeit, in dessen Refrain das Lied-Ich sich direkt an jene omin&ouml;se &bdquo;Alexandra&ldquo; wendet: &bdquo;Alexandra, jevv et zo: Mancheiner f&ouml;hlt sich he em Stech jeloo&szlig;e, Alexandra, nit nur Do!&ldquo;. Obwohl gerade dieses Lied genre&uuml;bergreifend als &bdquo;BAP&ldquo;-Klassiker per Excellance gilt, der jahrelang aus dem Live-Set der Truppe nicht wegzudenken war (auch mit anderen Gitarristen) und somit v&ouml;llig zu Recht f&uuml;r &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo; aus dem Archiv geholt wurde, hat Wolfgang mir einmal erz&auml;hlt, dass sich weder das zum Zeitpunkt der Genese des Titels etwa zehn Jahre alte M&auml;dchen auf dem Fahrrad, noch die ausgerufene &bdquo;Alexandra&ldquo;, jemals bei ihm gemeldet hat (vermutlich werden die beiden sp&auml;ter im Teenageralter f&uuml;r Rick Astley oder David Hasseldoof geschw&auml;rmt und &bdquo;BAP&ldquo; die Abk&uuml;rzung der &sbquo;Bundesautobahn&lsquo; o.&auml;. gehalten haben \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Ende Januar zwei Jahre darauf, kam die LP &bdquo;Ahl M&auml;nner, aalglatt&ldquo; auf den Markt, bez&uuml;glich derer Wolfgang mir einmal niederschmetternd ehrlich best&auml;tigte, dies sei &bdquo;das schlechteste Album&ldquo; von &bdquo;BAP&ldquo; &uuml;berhaupt gewesen. Tats&auml;chlich wirkte die Produktion teilweise sehr &uuml;berfrachtet, barg (ggf. zu) viele Experimente in Richtung des angesagten Synthipop in sich und erwies sich, ob der so poppigen, wie &uuml;berdies komplexen Arrangements, als auf der B&uuml;hne ohne Gastmusiker kaum umsetzbar. Obgleich manch Lied daraus, z.B. die erste Single &bdquo;Bunte Tr&uuml;mmer&ldquo;, die im November 1985 vorab ausgekoppelt worden war, oder die so grazile, wie vor Wut nur so platzende Protestballade &bdquo;Lisa&ldquo;, freilich Wertvolles in sich trug, bleib letzten Endes nur der Heinrich B&ouml;ll gewidmete Titelsong <strong>&bdquo;Ahl M&auml;nner, aalglatt&ldquo;<\/strong> &ndash; inspiriert vom leutseligen H&auml;ndedruck des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl mit dem franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten Francois Mitterand am 22. September 1984 auf dem Soldatenfriedhof in Verdun, der just an dem Tag vonstattenging, als &bdquo;BAP&ldquo; bei uns in Hamburg im Stadtpark gastierten und ich meine neue Lieblingsband erstmals &sbquo;live&lsquo; erleben konnte &ndash; im Ged&auml;chtnis der Fans h&auml;ngen. Daher ist dieser d&uuml;ster-treibende Mid-Tempo-Rocker als einziges Beispiel f&uuml;r die &bdquo;BAP&ldquo;-K&uuml;nste des Jahres 1986, die kommerziell zwar wiederum wochenlang die besten R&auml;nge der LP-Charts beherrschten, k&uuml;nstlerisch aber h&auml;ufig nun mal nicht auf gewohntem kreativen H&ouml;chstniveau einzuordnen waren, auf &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo; anzutreffen.<\/p>\n<p>Aufgrund unterschiedlicher Ansichten &uuml;ber die weitere musikalische Vorgehensweise der &sbquo;Familie&lsquo; &bdquo;BAP&ldquo;, beschloss die&nbsp; Combo im Anschluss an die mal wieder ellenlange &bdquo;Ahl M&auml;nner, aalglatt&ldquo;-Tour, auf unbestimmte Zeit getrennter Wege zu gehen. Diesen Zeitraum nutzte Wolfgang Niedecken f&uuml;r sein erstes Soloalbum &bdquo;Schlagzeiten&ldquo;, mehrere Festivalauftritte mit den zu diesem Zweck zusammengestellten, &bdquo;BAP&ldquo;-fernen &bdquo;Complizen&ldquo;, bis die Musiker in G&auml;nze 1988 gut erholt, entkrampft und vor neuen Ideen nur so &uuml;bersprudelnd, ins Studio gingen und das n&auml;chste Nummer-Eins-Album fabrizierten: &bdquo;Da Capo&ldquo; rockte mehrheitlich wie zu besten Anfangstagen, bot kraftstrotzende, gitarrenlastige Soundbilder, wie immer verbunden mit genialen k&ouml;lschen Texten aus der Feder von Wolfgang &ndash; hier seien etwa &bdquo;Stadt em Niemandsland&ldquo; oder &bdquo;R&auml;&auml;ts un links vum Bahndamm&ldquo; zu nennen. Auf dem Markt jedoch als am verkaufstr&auml;chtigsten, zeigte sich das &uuml;berm&auml;&szlig;ig synthesizerbetonte, nur hintergr&uuml;ndig rockende Klagelied &uuml;ber die Perspektivlosigkeit arbeitsloser Jugendlicher, <strong>&bdquo;Fortsetzung folgt&ldquo;<\/strong>, zu dem ich selbst zwar nie so Recht eine Verbindung aufzubauen vermochte, welches aber dem zu Trotz mit einem fulminanten Rang 10 in den &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen die bis heute kommerziell reputierlichste Single der gesamten &bdquo;BAP&ldquo;-Historie darstellt.<\/p>\n<p>Desgleichen eine Mischung aus ruppigeren, rockigeren Kl&auml;ngen und eher radiotauglich inszenierten Popballaden gab es im Oktober 1990 auf der LP &bdquo;X f&uuml;r e U&ldquo; zu h&ouml;ren. Die g&auml;nsehauterzeugende, abgekl&auml;rte, in gleicher Weise vers&ouml;hnliche, emotionsbezogene Bestandsaufnahme <strong>&bdquo;Alles em Lot&ldquo;<\/strong>, dito im Herbst 1990 erschienen und bis auf Rang 36 &bdquo;Media Control&ldquo;-Charts gestiegen, bedeutete f&uuml;r &bdquo;BAP&ldquo; einen achtbaren Sprung von den 80ern in die Folgedekade auch, wenn viele Altfans gerade diesen sehr keyboardlastigen Halbschlager als zu sanft, zu abgeschliffen, zu seicht, einstuften und die klassischen Rocksongs der LP, wie &bdquo;Vis a Vis&ldquo;, &bdquo;Denn mer sinn widder wer&ldquo; oder &bdquo;Wat usser Rock&rsquo;n&lsquo;Roll&ldquo;, oftmals der wiegend-einschmeichelnden Hitsingle vorzogen.<\/p>\n<p>Knapp drei Jahre darauf &ndash; die Live-Doppel-CD &bdquo;Affrocke&ldquo; sei vorerst hintangestellt &ndash;&nbsp; legten &bdquo;BAP&ldquo; die sehr vielseitige Produktion &bdquo;Pik Sibbe&ldquo; vor, die vom ersten bis zum letzten Ton einwandfrei belegte, dass &bdquo;BAP&ldquo; &nbsp;konstruktiv, farbenfroh, frisch, kunstfertig und experimentierfreudig in den uncoolen 90er Jahren angekommen waren. Der dampfende Bluesrocker a la Gary Moore, <strong>&bdquo;Widderlich&ldquo;<\/strong>, der &uuml;ber Wolfgangs wutentbrannte Gef&uuml;hle im Hinblick auf die ausufernden Gewaltausbr&uuml;che gegen Asylbewerberheime 1991\/92 handelt, und die exquisit stille, Clapton&rsquo;esque Folk\/Blues\/Country-Melange <strong>&bdquo;Paar Daach fr&ouml;&ouml;her&ldquo;<\/strong> finden sich hieraus auf hier vorgestellter Drei-CD-Box.<\/p>\n<p>1995 pausierten &bdquo;BAP&ldquo; als Band neuerlich. Wolfgang Niedecken konzipierte, gemeinsam mit der auf Einmaligkeit und &sbquo;Just For Fun&lsquo; ausgerichteten &bdquo;Leopardefellband&ldquo;, das genialische Dylan-Tribute-Opus &bdquo;Leopardefell&ldquo; und begab sich mit diesem auf Clubtournee, w&auml;hrend von seiner Stammkapelle lediglich zum Weihnachtsgesch&auml;ft genannten Jahres die Best-of-Koppelung &bdquo;Wahnsinn &ndash; Die Hits von 79-95&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde. Im Sp&auml;tsommer des darauffolgenden Jahres erschien das lyrisch h&auml;ufig Wolfgangs Erlebnisse in seiner eigenen Kindheit und Jugend im Nachkriegsdeutschland der 50er und 60er verarbeitende, dar&uuml;ber hinaus strikt energiegeladene Rock-Album &bdquo;Amerika&ldquo;, das ungewohnt mannigfaltige Blues-Einfl&uuml;sse aufwies und zugleich als letztes wirklich gelungenes &bdquo;BAP&ldquo;-Werk bezeichnet werden muss, welches mit dem sich mental und stilistisch peu a peu von der Kernmannschaft der Truppe distanzierenden Klaus &bdquo;Major&ldquo; Heuser zustande kam. Hieraus fanden die flotte, eing&auml;ngige Single <strong>&bdquo;Nix wie bessher&ldquo;<\/strong> und der episch anschwellende, fast achtmin&uuml;tige, so d&uuml;stere, wie hoffnungsvolle Titelsong <strong>&bdquo;Amerika&ldquo;<\/strong> auf der aktuellen Best-of-Zusammenstellung Verwendung. Letzterer besticht v.a. durch einen sehr einf&uuml;hlsamen Text,&nbsp; der aus der Sicht eines Mannes im zerbombten Deutschland 1945 dessen Empfindungen auf &auml;u&szlig;erst eindrucks- und verst&auml;ndnisvolle Weise darlegt, als dieser erstmals in seinem Leben mit Menschen aus &Uuml;bersee konfrontiert wurde &ndash; diese kamen als soldatische Sieger, er war Teil eines moralisch zerst&ouml;rten und materiell besiegten Landes.<\/p>\n<p>&bdquo;Comics &amp; Pin-Ups&ldquo; nannte sich im Januar 1999 dann die allerletzte &bdquo;BAP&ldquo;-Scheibe, an der der langj&auml;hrige Gitarrist und musikalische &bdquo;Mastermind&ldquo; &bdquo;Major&ldquo; Heuser mitwirkte. F&uuml;r mich pers&ouml;nlich war dies ein k&uuml;hles, emotionsloses, ausgelaugtes Album, das weder Fisch, noch Fleisch darstellte, und bei dessen Anh&ouml;ren man f&ouml;rmlich sp&uuml;ren konnte, dass es einen radikalen Einschnitt bei den so erfolgsverw&ouml;hnten K&ouml;lschrockern geben muss, um das liebgewonnene Projekt runderneuert, kraftvoll und zukunftstr&auml;chtig ins neue Jahrtausend &uuml;berf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Obschon die CD seinerzeit tats&auml;chlich eine Woche lang mal wieder den Spitzenrang der deutschen Albumhitparaden besetzt halten konnte, ist und bleibt das lustlos, nicht selten depressiv und z&auml;h anmutende Werk f&uuml;r mich zumindest eine der schw&auml;chsten und inspirationslostesten Arbeiten einer sich verzettelnden Band, seitens derer ich schlechthin den &uuml;berwiegenden Part ihres bisherigen Lebenswerks ja tief in meinem Herz geschlossen habe. Die zweite Singleauskoppelung aus &bdquo;Comics &amp; Pin-Ups&ldquo;, <strong>&bdquo;Ahnunf&uuml;rsich&ldquo;<\/strong>, eine matte Pop-Reggae-Nummer ohne jeglichen Esprit und mit nur vereinzelt hervorscheinendem Tiefgang, schlie&szlig;t CD-01 von &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo; pl&auml;tschernd ab.<\/p>\n<p>Wie erw&auml;hnt, finden sich auf CD-02 die wichtigsten Liedbeitr&auml;ge der Post-&bdquo;Major&ldquo;-Ara, die nun schon 17 Jahre lang andauert. Als klingender Befreiungsschlag kam im September 1999 das Album &bdquo;Tonfilm&ldquo; daher, eine hochspannende Mixtur aus eher gem&auml;chlichen, bed&auml;chtigen Kl&auml;ngen auf Folk-, Blues-, Swing-, Jazz-, Chanson-, und nur ganz, ganz selten aufscheinendem hartrockigen Fundament. Die Tournee zu dieser immens wohltuenden und belebenden Scheibe fand im Herbst 1999 statt und w&auml;hrte bis ins Fr&uuml;hjahr 2000 hinein. Inzwischen waren Helmut Krumminga (git) und Michael Nass (key) zur &bdquo;BAP&ldquo;-Familie hinzugesto&szlig;en. Bespielt wurden nur kleinere Hallen, stets bestuhlt; d.h. real &bdquo;affjerockt&ldquo; wurde weit weniger als zuvor, das Auditorium &ndash; so auch der Verfasser dieser Zeilen am 07.04.2000 im M&uuml;nchener &bdquo;Circus Krone Bau&ldquo; &ndash; musste drei Stunden lang im Sitzen verharren, um das meist nunmehr exorbitant textintensive, beinahe kammermusikalische &bdquo;Tonfilm&ldquo;-Liveprogramm besonders plausibel und greifbar goutieren zu k&ouml;nnen. &bdquo;Tonfilm&ldquo; bestand haupts&auml;chlich aus dezent, oft semiakustisch ausgestalteten Neuversionen fr&uuml;herer &bdquo;BAP&ldquo;-Titel, mal Evergreens, mal Geheimtipps, garniert mit einigen properen Neukompostionen, weshalb gleich f&uuml;nf Titel aus dem Umfeld dieser &bdquo;BAP&ldquo;-geschichtlichen Z&auml;sur f&uuml;r die aktuelle Dreier-CD ausgesucht wurden. So eine 2014 aufgezeichnete Livefassung des urspr&uuml;nglich aus &bdquo;Affjetaut&ldquo; (1980) stammenden, 19 Jahre danach f&uuml;r &bdquo;Tonfilm&ldquo; konsequent entschlackten, von jeher bei&szlig;end-satirisch dargebotenen, diesmal &uuml;ber siebenmin&uuml;tigen Couplets <strong>&bdquo;Ruut, wie&szlig;, blau, querjesrtiefte Frau&ldquo;<\/strong> im witzigen Swing\/Ragtime\/Bar-Piano-Kontext, die cool-&bdquo;sophisticated&ldquo;, von einem schw&uuml;l-schw&uuml;lstigen Saxophon kutschierte Edel-Swing-&bdquo;Schrank-Version&ldquo; der ironischen Analyse des unverbesserlichen &Ouml;ko-Freaks <strong>&bdquo;M&uuml;sli M&auml;n&ldquo;<\/strong>, ein 2008er-Livemitschnitt des erneuten Hymnus gegen Ausl&auml;nderfeindlichkeit und Rassismus, <strong>&bdquo;Arsch huh &ndash; Z&auml;ng ussenander&ldquo;<\/strong>, der am 09. November 1992 als Erkennungsmusik einer gro&szlig;en K&ouml;lner Demonstration diente, f&uuml;r die sich ca. 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz versammelten, um ihren ausgepr&auml;gten Unmut &uuml;ber die (schon) damals grassierenden, gewaltt&auml;tigen Krawalle gegen Asylunterk&uuml;nfte u.a. in Rostock-Lichtenhagen kundzutun, und eine unverkennbar in Richtung von Niedecken-Idol Bob Dylan blickende, hierbei folkig-introvertierte &bdquo;Unplugged&ldquo;-Sichtweise der 1999er-Hommage an de K&ouml;lsche Verz&auml;ll, <strong>&bdquo;F&uuml;r &acute;ne Moment&ldquo;<\/strong>. Das bis heute in steter Regelm&auml;&szlig;igkeit &sbquo;live&lsquo; aufgef&uuml;hrte, so schwelgende, wie s&uuml;ffige, folkrockige Liebeslied <strong>&bdquo;Rita, mer zwei&ldquo;<\/strong>, das, alleine aufgrund seiner Dichte, Intensit&auml;t, Authentizit&auml;t und Liebensw&uuml;rdigkeit, als erster realer &bdquo;BAP&ldquo;-Dauerbrenner des neuen Jahrtausends einzustufen ist, fand ebenso den wohlverdienten Weg auf &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Sommer 2000 begaben sich &bdquo;BAP&ldquo; auf die wieder ausnahmslos rocklastige &bdquo;Partytour&ldquo;, bezeugten auf vielen Open-Air- und Festivalb&uuml;hnen in der gesamten BR Deutschland, dass sie trotz &bdquo;Major&ldquo;-Ausstiegs und eher revue&auml;hnlich ausgearbeiteter &bdquo;Tonfilm&ldquo;-Konzertreise durch vornehmere S&auml;le, keineswegs verlernt hatten, massenweise Rockfans mittels der h&auml;rteren Spielarten ihrer Musik zum abfeiern und &sbquo;affrocke&lsquo; zu verleiten. Im Juni des Folgejahres stand ein erneutes Nummer-Eins-Album in den Plattenl&auml;den dieser Republik, voller gr&ouml;&szlig;tenteils grazi&ouml;s rockiger Songs, aus welchem der pr&auml;gnante Titelsong, das sommerlich-muntere &sbquo;K&ouml;lsche Mantra&lsquo; <strong>&bdquo;Aff un zo&ldquo;<\/strong>, im lockeren Reggae-Sound gehalten, im&nbsp; Mai 2001 vorab ausgekoppelt worden war, das nun auf &bdquo;Die beliebtesten Lieder von 1976-2016&ldquo; fr&ouml;hlich, beschwingt und gut gelaunt nachzuempfinden ist.<\/p>\n<p>&bdquo;Sonx&ldquo;, ver&ouml;ffentlicht im Februar 2004, trug, alleine schon wegen der ungewohnt gem&auml;stet ausgefallenen Materialf&uuml;lle von 16 neuen Liedern auf einmal, nicht wenige sehr gute, aber leider auch eine Vielzahl unn&ouml;tiger, gezwungen wirkender und immer wieder mal &auml;u&szlig;erst unkreativer Beitr&auml;ge in sich. Aus diesem Grunde vermochte ich in einer zeitnahen Rezension, die CD &ndash; f&uuml;r einen ausgewiesenen &bdquo;BAP-Fan&ldquo; war dies durchaus schmerzhaft &#8211; nur als &sbquo;durchwachsen&lsquo; und orientierungslos zu klassifizieren, weil die schlechten &bdquo;Sonx&ldquo; den hohen Wert der guten solchen zwar nicht schm&auml;lerten, den Gesamteindruck der Platte allerdings ma&szlig;geblich ins Negative mit Ruch des Beliebigkeit und Mittelm&auml;&szlig;igkeit verschoben. Einer der &uuml;berzeugendsten &bdquo;Sonx&ldquo; aus ebenjenem Album, der rasende, laute Gitarrenrocker <strong>&bdquo;Unger Krahneb&auml;ume&ldquo;<\/strong>, der &uuml;ber den gleichnamigen Bildband des K&ouml;lner Photok&uuml;nstlers Carl-Heinz Hargesheimer (Pseudonym: Chargesheimer), den dieser kurz vor seinem Tod 1971 vorlegte, handelt, repr&auml;sentiert das 2004er-Opus von &bdquo;BAP&ldquo; auf der aktuellen Best-of-Koppelung.<\/p>\n<p>F&uuml;r ihr 30j&auml;hriges B&uuml;hnenjubil&auml;um im Jahr 2006 unter dem Motto &bdquo;Dreimal zehn Jahre&ldquo;, f&uuml;r eine gleichnamige Doppel-CD, hatten &bdquo;BAP&ldquo; ein Jahr zuvor in der neuen, &bdquo;Major&ldquo;-freien Zusammensetzung &uuml;ber 30 Bandklassiker &ndash; mal mehr, mal weniger ansprechend &#8211; reanimiert. <strong>&bdquo;Freu, ich freu mich&ldquo; <\/strong>war 1981 auf &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo; ein voranstrebender, fetzend-hetzender Stadionrocker im Sinne Bruce Springsteens, der m.E. aber in der Neuauslegung von vor einer Dekade ausladend und aberwitzig saft- und kraftlos erklang. Die im Original so authentisch vernehmbare Vorfreude auf das hei&szlig;ersehnte Wiedertreffen der Liebsten nach einer langen Autofahrt war pl&ouml;tzlich einer merkw&uuml;rdig erschlafften, zur Routine gewordenen &bdquo;Die Alte schl&auml;ft sicher schon, wenn ich nachher irgendwann mal zu Hause bin&ldquo;-Abgekl&auml;rtheit gewichen. Trotzdem steht der einstige Liverei&szlig;er nun in der als andere als zum Positiven gewandelten 2006er-Einspielung auf der Liste.<\/p>\n<p>Zum wohl imposantesten und vielgestaltigsten Werk von &bdquo;BAP&ldquo; nach dem Millennium kann mit einiger Sicherheit die Doppel-CD\/Dreifach-LP &bdquo;Radio Pandora&ldquo; aus dem Jahr 2008 &ndash; &uuml;brigens die erste &bdquo;BAP&ldquo;-Produktion seit &bdquo;Pik Sibbe&ldquo;, die wieder im guten, alten Vinyl-Format erh&auml;ltlich war! &ndash; proklamiert werden. Aus dieser, teils elektronisch verst&auml;rkt, teils im akustischen Klangbild angebotenen, wahrhaftig phantastischen Songkollektion, die sich in puncto Texte das Thema &bdquo;Reisen&ldquo; in allen Facetten zum grundlegenden Aspekt gesetzt hatte, bestechen auf der aktuellen Drei-CD-Box die gro&szlig;spurige, mal wieder sehr &sbquo;Dylan-influenced&ldquo; austarierte Rockballade <strong>&bdquo;Songs sinn Dr&auml;ume&ldquo;<\/strong> und der ausschweifende, erst staubtrockene, dann hochexplosive Bluesrock\/Swamp Rock-Verschnitt <strong>&bdquo;Diego Paz w&ouml;hr N&uuml;ngzehn&ldquo;<\/strong>, der eindringlich &uuml;ber das Schicksal zweier junger Soldaten, einem argentinischen und einem britischen, erz&auml;hlt, die beide im Falkland-Krieg im Fr&uuml;hjahr 1982 sinnlos sterben sollten.<\/p>\n<p>Daran anschlie&szlig;end dringen der aufsch&auml;umend rockige Titelsong des 2011er-Albums <strong>&bdquo;Halv su wild&ldquo;<\/strong>, die gleichsam daraus entnommene, &uuml;bers &Auml;lterwerden und die damit verbundene Lebenserfahrung res&uuml;mierende, prunkvolle, fast majest&auml;tische Mid-Tempo-Ballade <strong>&bdquo;Noh all d&auml;nne Johre&ldquo;<\/strong>, das bislang nur auf Maxi-CD erh&auml;ltliche, Hochdeutsch\/K&ouml;lsche Duett mit dem Erfurter Rapper &bdquo;Clueso&ldquo;, &bdquo;<strong>All die Augenblicke<\/strong>\/<strong>All de Aureblecke<\/strong>&ldquo; (2012 &#8211; im &sbquo;vollk&ouml;lschen&lsquo; Original ebenso auf &bdquo;Halv su wild&ldquo; zu finden), und die im August 2014 auf der hoch gelobten Live-Doppel-CD &bdquo;Das M&auml;rchen vom gezogenen Stecker&ldquo; &sbquo;unplugged&lsquo; offerierte Folkballade <strong>&bdquo;Zosamme alt&ldquo;<\/strong>, der nachdenkliche Titelgeber von Wolfgangs ein Jahr zuvor dargelegtem, vierten Solowerk, aus den Boxen. Den Abschluss von CD-02 von &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo; bildet der lyrisch r&uuml;ckblickende, klanglich leger-abgekl&auml;rte, dabei sehr optimistisch und vers&ouml;hnlich arrangierte und mittels freundlicher Folk- und Country-Einsprengseln zus&auml;tzlich verfeinerte Er&ouml;ffner von eingangs erw&auml;hnter, im Januar diesen Jahres erschienener &bdquo;Niedeckens BAP&ldquo;-CD &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;, der da hei&szlig;t <strong>&bdquo;Alles ist relativ&ldquo;<\/strong> und &uuml;ber vieles von dem lakonisch, wie intensiv, berichtet, was im bisherigen, doch so ereignisreichen Leben des Wolfgang Niedecken so alles passierte!<\/p>\n<p>F&uuml;r den beinharten &bdquo;BAP&ldquo;-Anh&auml;nger, der bereits alles N&ouml;tige seiner Helden in seinem Archiv beisammen hat, d&uuml;rfte CD Numero 3 von vorliegender CD-Box am spannendsten und aufregendsten sein. Hierauf befinden sich ohne Ausnahme Coverversionen von Liedern anderer Bands und K&uuml;nstler, teils eingek&ouml;lscht, teils im Original belassen, oft in Form von Live-Mitschnitten und\/oder mit einem Duettpartner exklusiv eingesungen. Manche derer sind l&auml;ngst vergriffen, andere bislang nur als B-Titel auf Maxi-CDs, oder aber als Beitr&auml;ge zu Tribute-Alben und themenbezogenen Kompilationen erh&auml;ltlich gewesen.<\/p>\n<p>So h&ouml;ren wir nun eine folkrockige, etwas schleppende Livefassung von Bruce Springsteens Mitsing-Rocker <strong>&bdquo;Hungry Heart&ldquo;<\/strong>, 2011 &sbquo;live&lsquo; aufgenommen beim Soundcheck vor einem &nbsp;Gig am Schloss Merode nahe Eschweiler, mit mutmachender, aufmunternder k&ouml;lsch\/englischer Betextung; in das Liveprogramm der &bdquo;X f&uuml;r e U&ldquo;-Tour 1991 hatten &bdquo;BAP&ldquo; eine ebenfalls &bdquo;zweisprachige&ldquo; Bearbeitung von David Bowies Generationshymnus <strong>&bdquo;Heroes&ldquo;<\/strong>\/<strong>&ldquo;Helden&ldquo; <\/strong>integriert, bei dem sich Wolfgang op K&ouml;lsch mit dem damaligen &sbquo;Special Guest&lsquo;, dem Londoner Singer\/Songwriter Julian Dawson, der den englischen Urtext sang, vokalistisch abwechselte.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem Osnabr&uuml;cker Reggae-Musiker &bdquo;Gentleman&ldquo;, nahm sich Wolfgang N. in einem sanft-wiegenden Klangmodus des 1980er-Bob-Marley-Klassikers <strong>&bdquo;Redemption Song&ldquo;<\/strong> an, gleichsam in einem lockeren Reggae-Arrangement erklingt, im Zwiegesang mit &bdquo;Kinks&ldquo;-Begr&uuml;nder Ray Davies jr., <strong>&bdquo;Hollywood Boulevard&ldquo;<\/strong>, eine k&ouml;lsch\/englische Version des 1972er-Welthits &bdquo;Celluloid Heroes&ldquo;, eben von Ray und seinen &bdquo;Kinks&ldquo;.<\/p>\n<p>Erstmals auf &bdquo;Tonfilm&ldquo; zu h&ouml;ren gab&rsquo;s die K&ouml;lsche Sichtweise von <strong>&bdquo;Rock&rsquo;n&rsquo;Roll Star&ldquo;<\/strong> (vulgo: &bdquo;So you want to be a Rock&rsquo;n&rsquo;Roll Star&ldquo;) der US-Folkrockband &bdquo;The Byrds&ldquo;; Rory Gallaghers Fernwehblues &bdquo;A Million Miles away&ldquo;&nbsp; wurde 2008 auf der &bdquo;Radio Pandora&ldquo;-Tour als <strong>&bdquo;Millione Meilen&ldquo;<\/strong> zur Auff&uuml;hrung und kurz darauf auf der famosen Drei-CD-Livekollektion &bdquo;Live und in Farbe&ldquo; f&uuml;r die Nachwelt festgehalten. &nbsp;Aus Leonard Cohens aussichtlos-depressivem Folk-Blues &bdquo;Famous Blue Raincoat&ldquo; wood op K&ouml;lsch zo <strong>&bdquo;Wat schriev mer en su `enem Fall&ldquo;<\/strong>, die trist-sehns&uuml;chtige Hommage der kanadischen Songwriter-Legende an das Ney Yorker <strong>&bdquo;Chelsea Hotel&ldquo;<\/strong> kommt ebenfalls mit einem sehr einf&uuml;hlsamen, k&ouml;lschen Text daher.<\/p>\n<p>Seinem wohl gr&ouml;&szlig;ten Idol und Einfluss Bob Dylan huldigt der &bdquo;BAP&ldquo;-Frontmann mit seinen einzigartigen Deutungen von &bdquo;My Back Pages&ldquo; (hier: <strong>&bdquo;Vill passiert sickher&ldquo;<\/strong>, &sbquo;live&lsquo; 2001, inkl. einer wundersch&ouml;nen Souleinlage der viel zu fr&uuml;h verstorbenen S&auml;ngerin und Perkussionistin Sheryl Hackett, die 1999 bis zu ihrem Tod 2003 zum festen &sbquo;Line-Up&lsquo; von &bdquo;BAP&ldquo; geh&ouml;rte und geb&uuml;rtig aus Barbados stammte), &bdquo;Forever Young&ldquo; (hier: <strong>&bdquo;F&uuml;r immer jung&ldquo;<\/strong>, 2008, aus &bdquo;Radio Pandora&ldquo;), &bdquo;Every Grain of Sand&ldquo; (hier: <strong>&bdquo;Jed K&ouml;rnche Sand&ldquo;<\/strong>, 2008, dto.), <strong>&bdquo;Se&ntilde;or&ldquo;<\/strong> (dto.) und &bdquo;Leopard Skin Pillbox Hat&ldquo; (hier: <strong>&bdquo;Leopardefellhoot&ldquo;<\/strong>, Live 2011).<\/p>\n<p>Aus &bdquo;Ideals&ldquo; krassem NDW-Hammer &bdquo;Berlin&ldquo; wurde 2002, zum zehnj&auml;hrigen Jubil&auml;um von &bdquo;Arsch huh, Z&auml;ng ussenander&ldquo;, auf Deutsch\/K&ouml;lsch\/T&uuml;rkisch(!) <strong>&bdquo;Mer stonn op Berlin&ldquo;<\/strong>, begleitet von Ex-&bdquo;Ideal&ldquo;-Gitarrero Effjott Kr&uuml;ger; als schrill-schr&auml;ges Duett mit Punkikone Nina Hagen fand sich das widerborstige Folkchanson <strong>&bdquo;Weihnachtsnaach&ldquo;<\/strong>, geschrieben zur Musik von &bdquo;Fairytale of New York&ldquo; der irischen &bdquo;Pogues&ldquo; feat. Kirsty MacColl, anfangs als Bonustrack auf dem 1996er-Album &bdquo;Amerika&ldquo;. Schlussendlich ersannen &bdquo;BAP&ldquo; f&uuml;r die jeweiligen Tribute f&uuml;r Reinhard Mey (2002) bzw. Udo Lindenberg Mundart-Interpretationen von <strong>&bdquo;Kaspar&ldquo;<\/strong> (Reinhard) bzw. <strong>&bdquo;Cello&ldquo;<\/strong> (Udo), die die durchgehend sehr am&uuml;sante und extrem vielseitige, dritte Scheibe von &bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo; in sich gekehrt und geruhsam abschlie&szlig;en.<\/p>\n<p>Zum Fazit &ndash; nach einw&ouml;chigem Intensivstudium der neuen Dreifach-CD <strong>&bdquo;Die beliebtesten Lieder von 1976-2016&ldquo;<\/strong> von<strong> &bdquo;BAP&ldquo;<\/strong> &ndash; sei zun&auml;chst in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass es sich bei nahezu <strong><em>allen <\/em><\/strong>Beitr&auml;gen darauf um ein ums andere Mal Klasse wohlmundende, k&ouml;lsche Rockmusik in Bestform handelt, mit Anspruch, Aussage, mal durchzogen von Spa&szlig;, mal von Nachdenklichkeit, sich auf allen emotionalen Ebenen den menschlichen Daseins abspielend, oft mit dauerhafter Brisanz und &Uuml;berzeugungskraft ausgestattet. Doch bei der Auslese der einzelnen Songs auf CD-01 und CD-02 ist Wolfgang Niedecken &uuml;bertrieben &#8211; und f&uuml;r den realen &bdquo;BAP&ldquo;-Anh&auml;nger nicht selten unverst&auml;ndlich &ndash; auf Nummer Sicher gegangen. Sicher hei&szlig;t die Produktion mit vollster Absicht &bdquo;Die <em>BELIEBTESTEN<\/em>&hellip;&ldquo; und nicht &bdquo;Die <em>BESTEN<\/em>&hellip;&ldquo; Lieder der letzten vierzig Joohr. Aber&hellip; w&auml;re nicht ein pikant gemischter Liederstrau&szlig; aus den &bdquo;Beliebtesten&ldquo; <strong><em>und<\/em><\/strong> den &bdquo;Besten&ldquo; Liedern die gro&szlig;artigste und sachdienlichste Option zur Feier des 40. B&uuml;hnenjubil&auml;ums von &bdquo;BAP&ldquo; gewesen?? &#8211; wobei viele der &bdquo;Besten&ldquo; klarerweise und bedenkenlos zugleich zu den &bdquo;Beliebtesten&ldquo; gerechnet werden k&ouml;nnen (&bdquo;Alexandra&hellip;&ldquo;, &bdquo;Rita&hellip;&ldquo;, &bdquo;Do kanns zaubre&ldquo; etc. u.v.a.). Nichtsdestotrotz fehlen mir unter den hier zusammengestellten &bdquo;Beliebtesten&ldquo; viele, viele der &bdquo;Besten&ldquo; &ndash; die ich teilweise ja auch im laufenden Text erw&auml;hnt habe, von &bdquo;Zehnter Juni&ldquo; &uuml;ber &bdquo;R&auml;&auml;ts un links vum Bahndamm&ldquo; bess &bdquo;Vis-a-Vis&ldquo; oder &bdquo;Met Wolke schwaade&ldquo;. Wie geschildert, wurden &bdquo;Bess Demn&auml;xh&ldquo;, die erste Livescheibe aus 1983, und der daraus entnommene Ewigkeits-Konzertfavorit &bdquo;Nemm mich met&ldquo;, bei der Listung in G&auml;nze ausgespart.<\/p>\n<p>So betrachte ich vorliegendes Drei-CD-Set rein subjektiv mit gemischten Gef&uuml;hlen. Der unverbesserliche &bdquo;BAP&ldquo;-Fan, der, wie ich, mit der Band aufgewachsen ist, d&uuml;rfte mehrheitlich das meiste Material seit langem zu Hause haben. Es wurden ja auch kaum rare Maxi- bzw. Liveversionen, Demos oder Alternative Mixe mancher Lieder hervorgekramt, sondern zumeist nur die schon zigmal verkoppelten Singleabmischungen genutzt. Diese m&uuml;ssen &bdquo;Noh all d&auml;nne Johre&ldquo; ohnehin zum Allgemeingut deutscher Rock- und Popkultur gerechnet werden und sollten demzufolge in jeder gutsortierten Musiksammlung von uns Kindern der 80er (und 90er) Jahre vorhanden sein. Als Kaufanreiz spielt m.E. vermutlich in erster Linie die dritte CD der &bdquo;Limited De Luxe&ldquo;-Edition die gr&ouml;&szlig;te Rolle, denn all die hierf&uuml;r auserkorenen Coverversionen und\/oder Duette gab es in dieser geballten Ladung noch nie vereint auf einer CD. Diese wird wohl daf&uuml;r Rechnung tragen, dass auch <strong>&bdquo;Die beliebtesten Lieder 1976-2016&ldquo;<\/strong> in B&auml;lde in der Rubrik der beliebtesten Longplayer von <strong>&bdquo;BAP&ldquo;<\/strong> anzutreffen sein wird!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 16. bis 22. April 2016<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/polydorisland<br \/>http:\/\/www.bap.de\/start\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte in diesem Fall auch von einem &#8222;CD-Epos&#8220; sprechen &#8230;:\u00a0 40 Jahre &bdquo;BAP&ldquo; &ndash; heute, wie zu Anfangstagen von<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77732,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77731"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77731"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77731\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77731"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77731"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}