{"id":77485,"date":"2016-05-13T12:46:00","date_gmt":"2016-05-13T12:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=77485"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"EUROVISION-SONG-CONTEST-2016-sm-77484","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/EUROVISION-SONG-CONTEST-2016-sm-77484\/","title":{"rendered":"&quot;EUROVISION SONG CONTEST 2016&quot; <br \/>smago! Gast Kolumne von Frank Ehrlacher: &quot;2. ESC-Halbfinale&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die ganz pers\u00f6nliche Eindrucke des ultimativen Chart (Show) Experten, der diese Woche in Stockholm vor Ort ist &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da es trotz der haushohen Favoritenstellung des russischen Beitrags der EBU nicht ratsam erschien, den ESC-Sieger 2016 durch Akklamation zu ermitteln, musste am Donnerstagabend dann doch ein zweites Halbfinale her, um die noch vakanten zehn Start-Pl&auml;tze f&uuml;r das Finale am kommenden Samstag zu belegen. Allzu viel &Uuml;berraschendes zeigte sich dabei nicht, allenfalls die Erkenntnis, dass es mit dem Kuriosit&auml;tenkabinett vergangener Jahre scheinbar vorbei ist und die meisten L&auml;nder versuchen, sich m&ouml;glichst professionell Zeitgeist oder Massengeschmack anzubiedern.<\/p>\n<p>So waren dann auch die beiden Beitr&auml;ge, die in der Halle am meisten Anklang fanden und vielleicht zu Widersachern des Russen Sergey Lazarev gez&auml;hlt werden d&uuml;rften, die im Vorfeld bereits hoch gehandelten Beitr&auml;ge aus Australien und der Ukraine. Beiden ist eine gewisse Schlichtheit in der Performance gemein, die noch mehr Gewicht auf Musik und &ndash; gerade im Fall der Ukraine &ndash; Text legt.<\/p>\n<p>Australien, das im vergangenen Jahr deb&uuml;tierte, bekam zwar auch in diesem Jahr wieder zun&auml;chst noch &quot;ausnahmsweise&quot; eine Einladung zur Teilnahme, musste sich aber erstmals &uuml;ber das Halbfinale qualifizieren. Das gelang scheinbar m&uuml;helos: &quot;Sound Of Silence&quot; ist ein zeitgem&auml;&szlig;er Pop-Song, der zugegebenerma&szlig;en nicht beim ersten H&ouml;ren direkt ins Ohr geht. S&auml;ngerin Dani Im ist in ihrer Heimat nach ihrem Sieg bei &quot;The X Factor&quot; bereits ein Top Star und hat gerade vor drei Wochen ein Album mit &quot;Carpenters&quot;-Cover Versionen auf den Markt gebracht, mit dem sie aktuell tourt. Ihr ESC-Song wirkt eher n&uuml;chtern und steril und sie sitzt gef&uuml;hlt still auf einem Schrank. Trotzdem ein Wirkungstreffer.<\/p>\n<p>&Auml;hnlich das Lied der Ukraine, &quot;1944&quot;, das die S&auml;ngerin Jamala selbst geschrieben hat. Im Text geht es um die Deportation der Krim-Tataren unter Stalin &ndash; ein heikles Thema, gerade in der derzeit gespannten politischen Situation zwischen Russland und der Ukraine. Russland hat auch im Vorfeld bereits versucht, die Ukraine zu einer &Auml;nderung des Textes zu veranlassen, da das ESC-Reglement keine politischen Statements erlaubt. Die EBU sah darin aber mehr eine historische Beschreibung denn eine Wertung und lie&szlig; den Song unver&auml;ndert zu. Eine effekttechnisch unaufdringliche, daf&uuml;fr stimmlich vielleicht umso eindringlichere Performance; ein starker Song, wenn man ihn mag &ndash; mein Fall ist er nicht unbedingt.<\/p>\n<p>Auch Gute-Laune Disco mit aktuellen (Bulgarien) und Retro- (Belgien) Beats war im Angebot und marschierte durch, ebenso wie der lettische Beitrag &quot;Heartbeat&quot; unterlegt mit recht harten Elektro-Beats &ndash; auch hier wusste jemand, was er tat, die Autorin des Songs, Aminata Savadogo, belegte n&auml;mlich im Vorjahr beim ESC in Wien f&uuml;r ihr Heimatland als S&auml;ngerin und Autorin mit &quot;Love Injected&quot; Platz 6.&nbsp;<\/p>\n<p>Eher klassischen Schlager pr&auml;sentierte der Pole Michal Spzak mit &quot;Colour Of Your Life&quot; &ndash; der Texter in mir h&ouml;rt den jetzt schon in einer deutschen Version mit Christian Franke vor seinem geistigen Ohr &ndash; vielleicht kann er ja am Samstagabend noch ein paar Fans einsammeln. Fast genauso klassisch kam die Ballade &quot;Made Of Stars&quot; des Isreali Hovi Star daher, die sich auch f&uuml;r das gro&szlig;e Finale qualifizierte und der man im dortigen Pop-Umfeld nun gute Chancen auch f&uuml;r eine vordere Platzierung geben kann.<\/p>\n<p>&Uuml;berraschend hingegen f&uuml;r die meisten Beteiligten, dass sich Serbien qualifizieren konnte. Ihr &quot;Goodbye&quot; ist zwar auch ein gut gemachter Song, die Zeichen standen aber nach der wenig aufregenden Performance eher auf den titelgebenden Abschied.<\/p>\n<p>Die Rock-Fraktion bedienen dann am Samstagabend Nika Kocahrov und die Young Georgian Lolitaz, die sicherlich von einer opulenten Inszenierung profitierten. Wie es Litauens Donny Montell mit seinem unaufdringlichen &quot;I&#39;ve Been Waitung For This Night&quot; allerdings zum zweiten Mal nach 2012 (damals wurde er 14.) ins Finale geschafft hat, blieb den meisten Beobachtern in Stockholm ein R&auml;tsel und wird sich zeigen, wenn Samstagnacht alle Scoreboards gel&uuml;ftet werden.<\/p>\n<p>Damit w&auml;ren wir bei den Geschlagenen des 2. Semifinals:<\/p>\n<p>Wie schon in meiner Smago!-Kolumne am Donnerstag prophezeit, bleibt Schweden das einzige skandinavische Land im diesj&auml;hrigen Finale: Norwegen und D&auml;nemark schieden sang- und klanglos aus &ndash; die D&auml;nen dabei mit einer Nummer, die doch musikalisch sehr an Hits wie &quot;Atemlos durch die Nacht&quot; oder &quot;Dragostea din tei&quot; angelehnt war &ndash; geholfen hat dies offenbar nicht.<\/p>\n<p>Den Iren nutzte es auch nichts mit Nicki Byrne ein ehemaliges &quot;Westlife&quot;-Mitglied auf die B&uuml;hne zu holen und f&uuml;r die &quot;Fr&uuml;here jugoslawische Republik Mazedonien&quot; h&auml;tte Kaliopo ihren Final-Einzug aus 2012 gerne wiederholt &ndash; vergeblich.<\/p>\n<p>In Langweile erstarben die Schweizer, die nach Celine Dion eine weitere Franco-Kanadierin ins Rennen schickten &ndash; das Rezept ging diesmal gar nicht auf, ebenso wie das Country-Girl aus Slowenien, die Ethno-Rap-Melange aus Albanien oder Ivan aus Wei&szlig;russland, der angesichts seines Ausscheidens nun mit den W&ouml;lfen heulen darf, deren geplantem Live-Auftritt auf der B&uuml;hne im Globen die EBU einen Riegel vorschob.<\/p>\n<p>Frank Ehrlacher &#8211; top-exklusiv f\u00fcr smago!<br \/>http:\/\/www.eurovision.tv<br \/>http:\/\/www.eurovision.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die ganz pers\u00f6nliche Eindrucke des ultimativen Chart (Show) Experten, der diese Woche in Stockholm vor Ort ist<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77486,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77485"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77485\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}