{"id":77446,"date":"2016-05-14T12:26:00","date_gmt":"2016-05-14T12:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=77446"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"EUROVISION-SONG-CONTEST-2016-sm-77445","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/EUROVISION-SONG-CONTEST-2016-sm-77445\/","title":{"rendered":"&quot;EUROVISION SONG CONTEST 2016&quot; <br \/>smago! Gast Kolumne von Frank Ehrlacher: Vorschau auf heute Abend (14.05.2016)!"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die pers\u00f6nlichen Einsch\u00e4tzungen des ultimativen Chart- und Musikexperten!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit ich vor einer Woche hier in Stockholm angekommen bin, teilen sich sowohl Fans als auch Pressekollegen in zwei Lager: Die, die mich &uuml;berzeugen wollen, dass es dieses Jahr gar keinen anderen Sieger als Russland geben kann &ndash; und die, die mir erkl&auml;ren, warum gerade Russland nicht und auf keinen Fall siegen wird. Fakt ist, dass Sergey Lazarev mit &quot;You&#39;re The Only One&quot;, seit Wochen haushoher Favorit bei allen Buchmachern, in der Probewoche hier in Stockholm die meisten Beobachter &uuml;berzeugt hat. Das ist nicht nur das Lied an sich, das vielleicht sogar am wenigsten, ein zeitgem&auml;&szlig;er Pop-Song mit nicht allzu hohem Wiedererkennungswert &ndash; es ist vor allem das Auftreten, die visuellen Effekte, kurzum, die &quot;Show&quot;.<\/p>\n<p>Besch&auml;ftigen wir uns also mit der Frage: Wenn nicht Russland, wer dann?<\/p>\n<p>Da sind vier Beitr&auml;ge im Feld, die in punkto Show eher der Gegenentwurf des russischen Beitrags sind und stattdessen mit einer schlichten, aber starken Performance &uuml;berzeugen wollen.<\/p>\n<p>Allen voran Dani Im aus Australien mit einem modernen Pop-Song, ausdrucksstark und mit sicherer Stimme vorgetragen, ohne gro&szlig;en Schnick-Schnack drumherum. Die Halle hat sie im ersten Semifinale geliebt und die Jurys zumindest soweit, dass es f&uuml;r die Final-Qualifikation reichte.&nbsp; F&uuml;r Ralph Siegel, den Gro&szlig;meister des ESC, der hier vor Ort ist, obwohl er zum ersten Mal seit f&uuml;nf Jahren keinen eigenen Beitrag am Start hat, ist sie DER Favorit &ndash; und der Mann kennt sich nach &uuml;ber 40 Jahren im ESC-Gesch&auml;ft aus wie kaum ein zweiter.<\/p>\n<p>Ebenfalls &uuml;berzeugend ist die Performance von Jamala aus der Ukraine. Sie besingt in &quot;1944&quot; das Schicksal ihres Volkes, vielleicht sogar ihrer Familie und das merkt man ihrer Stimme an, obwohl man vielleicht nicht jedes Wort versteht. Bewegt und bewegend steht sie doch fest wie ein Baum &ndash; um das Set Design kurz mit einzubeziehen &ndash; auf der B&uuml;hne. Zu Gute kommt ihr sicher auch der recht sp&auml;te Start-Platz als 21. von 26. Viele schauen nach wie vor nicht den gesamten Song Contest, sondern schalten irgendwann ein und bilden sich dann ihr &quot;Abstimm-Urteil&quot; anhand derjenigen wenigen Songs, die sie dann gesehen haben.<\/p>\n<p>Genau das k&ouml;nnte den Niederlanden zum Nachteil werden, deren Douwe Bob mit einer Charme- Offensive und leichtem Country-Pop das Publikum im 1. Semi-Finale f&uuml;r sich einnahm. Er muss heute Abend als 3. raus &ndash; da ist die wohltuende zehn-sek&uuml;ndige Pause mitten im Song fast verschenkt &ndash; es gibt noch nichts, wovon man sich erholen muss, der Abend, der fast vier Stunden lang werden wird, hat gerade erst angefangen.<\/p>\n<p>Nicht unerw&auml;hnt lassen m&ouml;chte ich zwei weitere Songs:<\/p>\n<p>Den absoluten Fan-Favoriten vor Ort, die 19-j&auml;hrige Zoe aus &Ouml;sterreich, die ein simples, aber stimmiges Pop-Chanson namens &quot;Loin d&#39;ici&quot; singt und damit genauso wie der &quot;eigentliche&quot; Franzose Amir mit &quot;J&#39;ai cherch&eacute;&quot; im vorderen Feld landen sollte, sowie die in Hamburg aufgewachsene Iveta Mukuchyan, die f&uuml;r Armenien antritt und als letzte ins Rennen gehen darf. Ihr Song &quot;LoveWave&quot; ist vielen etwas zu gewagt und avantgardistisch, d&uuml;rfte aber sein eigenes, nicht zu untersch&auml;tzendes Publikum finden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Damit kommen wir zum mutma&szlig;lich hinteren Teil des Feldes und der Frage, wie der deutsche Beitrag &quot;Ghost&quot; von Jamie-Lee (wie sie sich in der Tradition von Ann Sophie jetzt offiziell nur noch nennt) wahrscheinlich abschneiden wird &ndash; beides k&ouml;nnte eng miteinander verkn&uuml;pft sein. Es ist einfacher, den Erstplatzierten vorherzusagen als den Letzten &ndash; beim Ersten sammeln sich viele Stimmen und Stimmungen aus vielen europ&auml;ischen L&auml;nder &ndash; letzter wird nicht zwingend des Schw&auml;chste, sondern der, der am wenigsten auff&auml;llt, um in vielen L&auml;ndern unter die ersten Zehn (denn nur die erhalten 12, 10, 8&#8230; Punkte) zu kommen.<\/p>\n<p>Genau das ist beim deutschen Beitrag zu bef&uuml;rchten. Ein handwerklich gut gemachter Pop-Song, der allerdings keinen hohen Wiedererkennungswert mit sich bringt, sondern eher 3 Minuten lang dahin pl&auml;tschert. Dazu bestand nach der Vorentscheidung Einigkeit dar&uuml;ber, dass an der Performance gearbeitet werden muss &ndash; ge&auml;ndert hat man schlichtweg: Nichts! Rotk&auml;ppchen kommt &ndash; nach internem Ablauf des Schwedischen Fernsehens heute Abend genau um 21:47 Uhr &#8211; aus seinem M&auml;rchenwald, bewegt sich wie der Springer beim Schach zwei Schritte nach vorne und einen zur Seite, gegen Schluss nimmt sie einmal die Gangway &quot;durch&quot; das Publikum, klatscht unsicher und einstudiert H&auml;nde ab &ndash; und verschwindet zumindest akustisch wieder in ihrem Zauberwald. Sie macht es nicht schlecht &ndash; aber genau das, ist bei einem ESC halt bei weitem nicht gut genug.<\/p>\n<p>Immerhin k&ouml;nnten &quot;wir Deutschen&quot; dort in bester Gesellschaft sein, denn das &quot;Mutterland des Pops&quot;, Gro&szlig;britannien &ndash; wie Deutschland als eins der &quot;Big Five&quot;-L&auml;nder automatisch f&uuml;rs Finale qualifiziert &ndash; bietet eine &auml;hnlich schwache Performance, so dass ich auch diesen Beitrag eher weit im hinteren Felde sehe.<\/p>\n<p>Europe, start voting now &ndash; und: Germany, start waking up now. &nbsp;<\/p>\n<p>Frank Ehrlacher &#8211; top-exklusiv f\u00fcr smago!<br \/>http:\/\/www.eurovision.tv<br \/>http:\/\/www.eurovision.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die pers\u00f6nlichen Einsch\u00e4tzungen des ultimativen Chart- und Musikexperten!\u00a0 Seit ich vor einer Woche hier in Stockholm angekommen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77447,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77446"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77446"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77446\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}