{"id":77359,"date":"2016-05-18T00:00:00","date_gmt":"2016-05-18T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=77359"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"VICO-TORRIANI-Die-Doppel-CD-Bon-77358","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/VICO-TORRIANI-Die-Doppel-CD-Bon-77358\/","title":{"rendered":"VICO TORRIANI <br \/>Die Doppel-CD &quot;Bon soir, Herr Kommissar \u2013 50 gro\u00dfe Erfolge&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Ein Nostalgie-Trip par excellence &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn das im oberbayerischen Murnau ans&auml;ssige Label MUSIC TALES ein ums andere Mal mit tats&auml;chlich glanzvollen CD-Koppelungen voller Lieder der 20er bis 60er Jahre aufwartet, verwandelt sich die intensive Besch&auml;ftigung mit diesen (zumeist) Doppel-CDs nicht selten in eine exzellente, oft sentimentale, wie unisono erf&uuml;llende, gen&uuml;ssliche und hochspannende Zeitreise in die Jahre meiner fr&uuml;hen Kindheit. Denn viele dieser Schlageroldies, die Thomas Hauptmann und die Seinen bei MUSIC TALES, ausnahmslos in bester Klangqualit&auml;t, f&uuml;r die Nachwelt wiederaufbereiten, hatte mir mein 1984 verstorbener Vater in den 70er Jahren Wochenende f&uuml;r Wochenende stundenlang vorgespielt. So gab es Lieder aus der Jugend meiner Eltern, die mir vermutlich schon im Kinderwagen, damals noch von gem&uuml;tlich vor sich hin knacksender Vinyl-LP, immer wieder zugef&uuml;hrt wurden. Flink fing ich daraufhin an, diese lautstark mitzutr&auml;llern, bis ich sie irgendwann mal ganz tief und fest in mein Herz geschlossen hatte. Letztlich hat meine Mutter Recht, wenn sie noch heute die These aufstellt, mein Vater sei einzig und alleine &sbquo;schuld&lsquo; an meinem Musikgeschmack. Dieser hat sich nat&uuml;rlich im Laufe meines Lebens ausgeweitet, verbreitert und sich manch anderen, interessanten Stilrichtungen ge&ouml;ffnet &ndash; ist aber letztlich von jeher im Grundsatz gleich geblieben. Wie die Leserinnen und Leser meiner Texte wissen, sind mir z.B. bumsende Dancefloor-Sachen, krachender, schiacher Grunge und Alternative Rock oder schlicht ohrenzerst&ouml;render, v&ouml;llig disharmonischer Hip Hop allenthalben ein Graus &ndash; dies liegt sicherlich ohne jegliche Zweifel an geschilderter &bdquo;musikalischer Fr&uuml;herziehung&ldquo; seitens meines Herrn Papa.<\/p>\n<p>In den letzten Monaten hatte ich MUSIC TALES-Zusammenstellungen von BILL RAMSEY oder PETER ALEXANDER mit viel Vergn&uuml;gen rezensiert, immer verbunden mit vertr&auml;umten Gedanken an die Kinderzeit, Nun erschien dieser Tage eine &ndash; alleine ohnedies ob der Tracklist &ndash; vorab nur als brillant einzustufende Kompilation mit 50 Hits und Rarit&auml;ten des Schweizer Entertainers <strong>VICO TORRIANI<\/strong>.<\/p>\n<p>Der gelernte Koch, Konditor und Kellner aus Genf f&uuml;hrte nicht nur Zeit seines Lebens selbst mehrere Gasth&auml;user, Lokale und Hotels, moderierte er verschiedene Showklassiker des deutschen Nachkriegs-Fernsehens, von &bdquo;Hotel Victoria&ldquo; bis zu &bdquo;Der Goldene Schuss&ldquo; (hier als Nachfolger von &bdquo;Mr. Wunnebar&ldquo; Lou van Burg), sondern feierte er hierzulande zwischen 1951 und 1963 diverse Hits, darunter zwei Nummer-Eins-Erfolge, von denen nicht wenige l&auml;ngst zum Allgemeingut des Deutschen Schlagers gerechnet werden m&uuml;ssen und bis heute h&auml;ufig von nachgewachsenen Schlagers&auml;ngern und Pop-Interpreten klanglich aufgefrischt wurden.<\/p>\n<p>Ganze 50 dieser Gassenhauer, die seinerzeit bei Telefunken\/Decca (sp&auml;ter TelDec, dann EastWest, heute WARNER) erstver&ouml;ffentlicht wurden, haben die wie immer sehr penibel, detailgetreu und mit viel Liebe und Empathie arbeitenden Kollegen bei MUSIC TALES f&uuml;r die prallgef&uuml;llte Doppel-CD <strong>&bdquo;BOIN SOIR, HERR KOMMISSAR &ndash; 50 groSSe Erfolge&ldquo;<\/strong> zusammengetragen &ndash; eine wahrliche H&ouml;chstleistung und zu einem Preis von um die 12, 13 Euro zudem au&szlig;erordentlich erschwinglich.<\/p>\n<p>Meine Eltern besa&szlig;en eine LP des hier vorgestellten K&uuml;nstlers namens &bdquo;Die gro&szlig;en Erfolge&ldquo;, die Mitte der 60er Jahre bei TelDec als Teil der hei&szlig;begehrten, weil kosteng&uuml;nstigen Schlager-Koppelungs-Serie &bdquo;Musik f&uuml;r alle&ldquo; zum Einsatz kam. Auf dieser Scheibe befanden sich 16 Hits aus Vico Torrianis &Auml;ra bei dieser ehedem in Hamburg-Eimsb&uuml;ttel, im legend&auml;ren Heu&szlig;weg 25, residierenden Firma. Die meisten derer gingen mir schon mit vier, f&uuml;nf Jahren direkt in Herz und Blut &uuml;ber; die LP hatte ich mir als Kind derart oft aufgelegt (und war mein Vater mit seiner durchaus stattlichen Schallplattensammlung hinzukommend nicht sehr pfleglich umgegangen), dass wir sie ob der vielen Kratzer nach dem Tod meines Vaters als unspielbar entsorgen mussten (bzw. wegwerfen, denn &bdquo;&ouml;kologisch korrekte Sprache&ldquo; gab&rsquo;s 1984 noch nicht!). Zum Gl&uuml;ck fand ich die LP 1995 auf einer M&uuml;nchener Schallplattenb&ouml;rse &ndash; sage und schreibe 20 D-Mark musste ich daf&uuml;r hinbl&auml;ttern &ndash; aber, naja, eine 50 Jahre alte Schallplatte weist auch nach sachgerechter Behandlung durch den Vorbesitzer und mich langsam Abnutzungserscheinungen auf.<\/p>\n<p>So freute ich mich enorm, dass MUSIC TALES nun f&uuml;r <strong>&bdquo;BON SOIR, HERR KOMMISSAR&ldquo;<\/strong> zumindest die H&auml;lfte der Titelliste dieses LP-Favoriten meiner Kindergarten- und Grundschulzeit ber&uuml;cksichtigt hat. Allgemein sollte man wiederum das Ansinnen der MUSIC TALES-Mitarbeiter anerkennend hervorheben, wie bei fr&uuml;heren Kompilationen, auf eine gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Vollst&auml;ndigkeit, auch und gerade in musikgeschichtlicher Hinsicht zu achten. So sammeln sich hier 22 derjenigen 26 Lieder, die sich zwischen 1951 und 1963 in den deutschen Hitparaden einzufinden vermochten, dazu gibt es 33 Titel zu h&ouml;ren, die Vico in jener Phase f&uuml;r Langspielplatten, Singles und EP&rsquo;s, zun&auml;chst als Ten-Inch, sp&auml;ter im dann etablierten Twelve-Inch-Format, einsang.<\/p>\n<p>Zu allererst m&ouml;chte ich nun diejenigen Titel kurz beschreiben, mit denen sich Vico Torriani nach 1953 in den jeweiligen deutschen Singlehitparaden durchsetzen konnte. <strong>&bdquo;Bon Soir, Bon Soir&ldquo;<\/strong> (nicht identisch mit dem Titelsong &bdquo;Bon Soir, Herr Kommissar&ldquo;), ein piekfeines, leicht angejazztes Chanson, komponiert von dem Berliner Schlagerschreiber Heino Gaze und als Single ver&ouml;ffentlicht 1954, ist bei Wikipedia.de als dritter Vico-Torriani-Beitrag gelistet, der in einer deutschen Hitparade notiert wurde; die ersten beiden, noch bei dem eidgen&ouml;ssischen Label &bdquo;Elite Special&ldquo; dargereichten solchen, finden sich nicht auf hier analysierter Doppel-CD.<\/p>\n<p>Der Neuk&ouml;llner Unterhaltungsmusiker Gerhard Winkler zeichnete verantwortlich f&uuml;r den kessen, volkst&uuml;mlichen Schlager <strong>&bdquo;Zwei Spuren im Schnee&ldquo;<\/strong>, 1955 in unseren Breitengraden Rang 4; elf Jahre sp&auml;ter &uuml;brigens seitens des &ouml;sterreichischen Skirennfahrers und Schauspielers Toni Sailer neuerlich aufgenommen und zum Hit gemacht. Als Er&ouml;ffner von vorliegender Doppel-CD wurde der temporeiche Foxtrott <strong>&bdquo;In der Schweiz&ldquo;<\/strong> auserkoren, eine zweite, 1955 vorgelegte Single, &uuml;ber deren genaue Hitparadenplatzierung aber nichts bekannt zu sein scheint. Munter und keck geswingt, wird im frechen Jazzschlager <strong>&bdquo;Gr&uuml;&szlig; mir die Damen aus der Bar&ldquo;<\/strong>, der dito von Heino Gaze stammt und dem im M&auml;rz 1956 ein ehrenvoller Rang 2 verg&ouml;nnt war. Ein Jahr darauf, schw&auml;rmte Schweren&ouml;ter Vico, auf der Basis sacht s&uuml;damerikanischer Rhythmik, hei&szlig;verliebt vom <strong>&bdquo;Mannequin aus Paris&ldquo;<\/strong> und begl&uuml;ckte die imagin&auml;re, sch&ouml;ne Franz&ouml;sin mit einem elften Platz in den teutonischen Singlehitlisten. Einen Monat sp&auml;ter, im M&auml;rz 1957, fand die gro&szlig;e Liebe diesmal in der portugiesischen Hauptstadt statt, als Vico, abermals im Samba\/Rumba-Gewand arrangiert, seine Geschlechtsgenossen tunlichst aufforderte: <strong>&bdquo;Verlieb Dich in Lissabon&ldquo;<\/strong> (Rang 13). Erste Elemente des aus den USA nun auch aufs europ&auml;ische Festland und sogar in die betuliche Adenauer-Republik her&uuml;berschwappenden Rock&rsquo;n&rsquo;Roll vernehmen wir in Vico Torrianis erstem Nummer-Eins-Hit &uuml;berhaupt, dem rasanten, aufgeweckten Fetzer <strong>&bdquo;Sieben mal in der Woche&ldquo;,<\/strong> der im September 1957 die deutschen Singlecharts anf&uuml;hrte. Mit lateinamerikanischen Klangbildern spielt mal wieder die feurige Ode auf die offenbar in Venezuela besonders wohlschmeckende <strong>&bdquo;Ananas aus Caracas&ldquo;<\/strong> (Nov 1957, Rang 3). Der n&auml;chste Hitparadenst&uuml;rmer des Schweizer Showstars nannte sich <strong>&bdquo;Sch&ouml;n und Kaffeebraun&ldquo;<\/strong>, war ein im mittleren Tempo gehaltener Lobgesang auf &bdquo;alle Frauen in Kingston Town&ldquo;, und erzielte Rang 3 im Herbst 1958. Nur f&uuml;r Platz 49 reichte es indes im November 1959 f&uuml;r das schwelgerische, aber eher im konventionellen Rahmen verbleibende Chanson <strong>&bdquo;Piano&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>G&auml;nzlich auf Kastilisch dargeboten, ert&ouml;nte die stille Schmachtballade <strong>&bdquo;Ave Maria no morro&ldquo;<\/strong>, ein Nachzieher des gleichnamigen Welthits des spanischen Folkloreterzetts &bdquo;Trio San Jose&ldquo;; im Februar 1960 Rang 21. Im Anschluss an diesen melancholischen Ausflug auf die iberische Halbinsel, begab sich Vico Torriani im Mai 1960 auf die <strong>&bdquo;Stra&szlig;e meiner Lieder&ldquo;<\/strong> in Richtung des Ranges 35 der deutschen Singlehitlisten, wobei es sich hier um die von Kurt Feltz betextete, deutsche Deutung des Italo-Schlagers &bdquo;Quando Viene La Sera&ldquo; handelte, im Original gesungen vom 2007 verstorbenen Chansonbarden Joe Sentieri aus Genua. Eine Woche darauf, wurde die A-Seite dieser Kleinen Schwarzen, <strong>&bdquo;Romantica (Du bist Romantica)&ldquo;<\/strong>, die eingedeutschte Fassung des 1960er-Siegertitels &bdquo;Romantica&ldquo; beim &bdquo;San Remo Festival&ldquo;, aus dem Fundus des Turiner S&auml;ngers Renato Rascel, in der BR Deutschland auf Rang 34 gesichtet.<\/p>\n<p>Im Juli 1960, gebar Vico Torriani den vielleicht langlebigsten und nachhaltigsten Klassiker seiner gesamten Karriere. Der &sbquo;gesungene Geographieunterricht&lsquo; <strong>&bdquo;Kalkutta liegt am Ganges&ldquo;<\/strong> hie&szlig; anfangs &bdquo;Tivoli-Melodie&ldquo;, war von erw&auml;hntem Heino Gaze als Instrumentalst&uuml;ck erdacht worden und gelangte in dieser Form mittels einer Adaption durch die Big Band des US-Orchesterchefs Lawrence Welk in dessen Heimat bis auf Rang Eins. Nun bereimte der Berliner Textdichter Hans Bradkte die adrette, eing&auml;ngige Melodie mit deutschen Worte &ndash; fertig war einer <em>DER<\/em> spezifischen musikkulturellen H&ouml;hepunkte der beginnenden 60er Jahre, zugleich <em>DER <\/em>Sommerschlager des Jahres 1960. Jener Monumentalohrwurm, den ich sicher schon mit vier oder f&uuml;nf Jahren durch die elterliche Wohnung kr&auml;hte, wurde sp&auml;ter von z.B. Petula Clarke auf Franz&ouml;sisch, von Wencke Myhre auf Deutsch und 1983 im NDW-Kontext von einem Projekt namens &bdquo;Wilczek&ldquo;, hinter dem sich der heutige Studio- und Sessionmusiker Peter Wilcek aus Minden verbarg, neu aufgenommen; das Original von Vico findet sich auf nahezu jedem besseren Oldie-Sampler, wenn es darum geht, die sch&ouml;nsten deutschen Schlager der Wirtschaftswunderjahre zusammenzuf&uuml;gen.<\/p>\n<p>Ein real existierender &bdquo;Moritaten-Walzer&ldquo; &ndash; stimmungsbezogen und vom Aufbau her an den Vorjahres-Superschlager &bdquo;Kriminal-Tango&ldquo; des &bdquo;Hazy Osterwald Sextetts&ldquo; angelehnt, mit ein paar klanglichen Gimmicks im Sinne der von Peter Thomas geschaffenen Filmmusiken zu den damals sehr gefragten Edgar-Wallace-Krimis angereichert &ndash; fand Dank Vico Torriani im Herbst 1960 seinen Weg auf Rang 23 der hiesigen Singlehitparaden. Geschrieben vom Regensburger Komponisten, Arrangeur und Orchesterchef Werner Scharfenberger, vermittelte <strong>&bdquo;Sie war nicht &auml;lter, als 18 Jahr&ldquo;<\/strong> wohlig-schauriges Mitternachtsflair in einer dunklen Kaschemme inmitten der gro&szlig;st&auml;dtischen Halbwelt.<\/p>\n<p>Der witzige Jux-Schlager <strong>&bdquo;Caf&eacute;&lsquo; Oriental&ldquo;<\/strong>, im Original ein explizit im frankophilen Raum unter dem Titel &bdquo;C&rsquo;est &eacute;crit dans le ciel&ldquo; sehr angesehener Tanzsaal-Renner des &auml;gyptisch-libanesischen S&auml;ngers und Orchesterleiters Bob Azzam, avancierte im Januar 1961 zu einem Nummer-8-Erfolg f&uuml;r Vico Torriani; als beinahe ebenso beliebt, erwies sich die in etwa zeitgleich vorgelegte Aufnahme dieser ironischen Beschreibung skurriler Erlebnisse in einer morgenl&auml;ndischen Nachtbar durch Schlager-Jazzer Bill Ramsey, die aber nur als B-Seite von dessen 1961er-Spitzenreiter &bdquo;Pigalle&ldquo; diente, weshalb Bills Schweizer Kollegen die weitaus gr&ouml;&szlig;ere Reputation mit dessen eigener Version zuteilwurde.<\/p>\n<p>Den Titelgeber f&uuml;r die aktuelle MUSIC TALES-Zusammenmischung von Vico Torriani, <strong>&bdquo;Bon Soir, Herr Kommissar&ldquo;<\/strong>, betrachtete ich nicht nur in Kindertagen als un&uuml;bertrefflichen Favoriten innerhalb der Plattensammlung meines Vaters, sondern erwuchs diese zackige Parodie auf Jacques Offenbachs Komische Oper &bdquo;Orpheus in der Unterwelt&ldquo; im Mai 1961 davon g&auml;nzlich abgesehen zu einem veritablen Top 40-Hit mit Ewigkeitsgarantie. Der von Fritz Schulz-Reichel (alias &bdquo;Der Schr&auml;ge Otto&ldquo;) musikalisch bearbeitete &sbquo;Unterwelt-Tango&lsquo; z&auml;hlt alleine schon deshalb zu den herausgehobenen 60er-Jahre Schlagern, weil er nicht nur, wie sehr viele zeitgen&ouml;ssische Expertisen der Unterhaltungsmusik jener Tage, Emotionen, Gef&uuml;hle, W&uuml;nsche etc. in gew&auml;hlten Worten ausdr&uuml;ckte, sondern er in nur 2.43 Minuten mittels dreier, von Hans Bradkte in vorz&uuml;glicher Manier gereimter Strophen zusammengefasst, nahezu zusammengepresst, eine vollst&auml;ndige, sich inhaltlich &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeitspanne dahinstreckende Story, hier die L&ouml;sung eines vertrackten Kriminalfalls, kurz, aber jederzeit nachvollziehbar, erz&auml;hlt. So k&ouml;nnte man durchaus geneigt sein, in Anbetracht dessen gewagt zu formulieren, hierbei k&ouml;nne es sich um eine Art deutsche Fr&uuml;hform des US-amerikanischen &bdquo;Talking Blues&ldquo; handeln, der seinerzeit &ndash; 1961 &ndash; allerdings selbst in seinem Herkunftsland USA zuvorderst, von studentischen Folk-Fanschichten ausgehend, seine Urst&auml;nde im popul&auml;rmusikalischen Bereich feierte.<\/p>\n<p>Als dritte 1961er-Single fungierte der Rumba <strong>&bdquo;Juanita (Es kommt ein Dampfer mit Bananen)&ldquo;<\/strong>, komponiert von dem italienischen Akkordeonisten Edoardo Lucchina, mit deutschen Versen ausstaffiert erneut von Hans Bradkte, der in den 50er und 60er Jahren den keinesfalls zu verachtenden Ruf als einer der ertragreichsten und flei&szlig;igsten einheimischen Schlagertexter genoss. Es folgte die im September genannten Jahres ver&ouml;ffentlichte, sehr sentimentale, gar bedr&uuml;ckte und entsprechend zur&uuml;ckhaltend inszenierte Abschiedsballade <strong>&bdquo;Lebe wohl, kleine Frau&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Fr&ouml;hlicher, ja draufg&auml;ngerischer und optimistischer, wurde es zu Jahresbeginn 1962 im grellen, rasenden Hymnus auf den frauenverschlingenden <strong>&bdquo;Hafen-Casanova&ldquo;<\/strong>, einer vom wilden Oldtime Jazz der 20er Jahre beeinflussten Auslegung eines traditionellen spanischen Marsches, mit der Vico Torriani im Februar 1962 den Rang 24 der deutschen Singlehitliste erreichte. <strong>&bdquo;Ching &ndash; Ching &ndash; Ching&ldquo;<\/strong>, im Juni 1962 Rang 26, war eine &bdquo;Deutsche Originalaufnahme&ldquo; des fetzigen Welterfolges &bdquo;Happy Jose&ldquo; von US-Trompeter Jack Ross, der hierzulande im Februar 1962 &uuml;berdies Rang 7 f&uuml;r sich klargemacht hatte. Bald darauf sch&auml;tzte sich die h&uuml;bsche Italienerin <strong>&bdquo;Renata&ldquo;<\/strong> frohgemut, freudestrahlend und s&uuml;damerikanisch-hei&szlig;bl&uuml;tig &auml;u&szlig;erst gl&uuml;cklich dar&uuml;ber, dass ein ihr gewidmeter und nach ihrem Vornamen benannter Tanzschlager im November 1962 bis auf Rang 21 stieg, und nun, inkl. der einstigen Single-B-Seite <strong>&bdquo;Chi-Chica-Chi&ldquo;<\/strong> &ndash; deutsche Version von &bdquo;Chi-Chico-Teek&ldquo; des neuseel&auml;ndischen Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Pioniers Johnny Devlin&ldquo; -, auf &bdquo;Bon Soir, Herr Kommissar&ldquo; in wohlt&ouml;nendem &bdquo;digital remastered&ldquo; Sound zu genie&szlig;en ist. Die beiden letzten Hitparaden-Erfolge von Vico Torriani, &bdquo;Peppino, freche, kleine Maus&ldquo; und &bdquo;Lass uns mal ein T&auml;nzchen wagen&ldquo;, beide 1963 bei DECCA erschienen, fanden jedoch keinen Platz auf dieser dar&uuml;ber hinaus schier famosen Songansammlung auf zwei CDs!<\/p>\n<p>Zus&auml;tzlich zu all diesen, soeben skizzierten Hitparadenrei&szlig;ern, haben die Mitarbeiter von MUSIC TALES einige sehr rare Fr&uuml;hwerke von Vico Torriani ausgew&auml;hlt, die &ndash; wiederholt zun&auml;chst nur auf Schellack erh&auml;ltlich &#8211; erste Aufmerksamkeit der deutschen Schlagerfreunde auf den damals kaum 35j&auml;hrigen singenden Koch lenkten und eine &uuml;beraus ordentliche Ausgangsposition f&uuml;r die erw&auml;hnten Dauerbrenner der Jahre 1955ff. schufen.<\/p>\n<p>Hier seien z.B. der lieblich beschwingte <strong>&bdquo;Tango der Nacht&ldquo; <\/strong>(1953), die romantische Willi-Meisel-Komposition <strong>&bdquo;Tausend rote Rosen bl&uuml;h&rsquo;n&ldquo;<\/strong> (1954), der unbeschwerte &sbquo;Jodel-Swing&lsquo; <strong>&bdquo;Das Jodel-Echo&ldquo; <\/strong>(1952), den der Interpret, gemeinsam Conny-Vater Gerhard Froboess und Lyriker Hans Bradkte, selbst verfasste, das erstmalig 1932 von der ungarischen S&auml;ngerin und T&auml;nzerin Gitta Alpar f&uuml;r den Kinofilm &bdquo;Gitta entdeckt die Liebe&ldquo; eingesungene Chanson <strong>&bdquo;Was kann so sch&ouml;n sein, wie Deine Liebe?&ldquo;<\/strong> oder der forsche Willy-Berking-Tango <strong>&bdquo;Ein Abend am Lido&ldquo;<\/strong> (1951) zu nennen. Der inbr&uuml;nstige Fernwehschlager <strong>&bdquo;Bella, Bella Donna&ldquo;<\/strong> erschien 1953 in Erstauflage auf Schellack, das leidenschaftliche Flamenco-Melodram <strong>&bdquo;Granada&ldquo;<\/strong>, vom mexikanischen Komponisten Augustin Lara f&uuml;r dessen Liederzyklus &uuml;ber spanische St&auml;dte geschrieben und vonseiten Ralph Maria Siegels eingedeutscht, verbreitete gleichsam 1953 schw&uuml;les, andalusisches Kolorit; das anmutige Liebesgest&auml;ndnis <strong>&bdquo;Heut&lsquo; Nacht hab&lsquo; ich getr&auml;umt von Dir&ldquo;<\/strong> (1954) wurde von Emerich Kalman f&uuml;r die Operette &bdquo;Das Veilchen vom Montmartre&ldquo; ersonnen und fand sich zuvorderst im Repertoire des Berliner Vokalensembles &bdquo;Comedian Harmonists&ldquo;, bevor sich Vico Torriani dieses lieblichen Liedes annahm. Im selben Jahr empfand der Schweizer Gentleman-Entertainer die kurz nach Entstehung 1936 von Tenor Rudi Schuricke vorgelegte Eric Plessow\/Bruno Balz-Kooperation <strong>&bdquo;Frauen sind so sch&ouml;n, wenn sie lieben&ldquo;<\/strong> nach. Die salbungsvoll gesangsfreudigen <strong>&bdquo;Sizilianischen Fischer&ldquo;<\/strong> hingegen, komponiert von Vicos Landsmann Artur Beul, fischten bereits 1951 mit akkordeondurchtr&auml;nkter Tango-Attit&uuml;de in tr&uuml;ben Schweizer Gew&auml;ssern.<\/p>\n<p>Bei der Fabrikation des opulenten Tango-Chansons <strong>&bdquo;Tausend Mandolinen&ldquo;<\/strong> (1954) wurde das Begleitorchester vom sagenumwobenen, italienischen Dirigenten Mantovani geleitet; das lateinamerikanisch umgesetzte Klangdrama <strong>&bdquo;Malanguena&ldquo;<\/strong> entstammt der &bdquo;Suite Andalucia&ldquo; des kubanischen Komponisten Ernesto Lecuona &ndash; ja, und den ber&uuml;hmten <strong>&bdquo;Schwarzen Zigeuner&ldquo;<\/strong> (politisch korrekt: &bdquo;Sinti und Roma mit CDU-Parteibuch&ldquo;) kennen wir 80er-Jahre-Kinder in erster Linie durch &sbquo;Mr. Gute Laune&lsquo; Peter Sebastian, der diesen liebenswerten, geigenverzierten Feudalschlager 1989 auffrischte und denselben durch dieses Tun auch in seiner Interpretation zu einem bis heute immer wieder gern geh&ouml;rten Romantikschlager-Standard ausgestaltete.<\/p>\n<p>Aus den einst bei DECCA erschienenen LPs und EPs stammen z.B. der wiegende &sbquo;K&ouml;nigswalzer&lsquo; <strong>&bdquo;Wie ein Wunder kam die Liebe&ldquo;<\/strong> (1960), aus der Feder des rheinl&auml;ndischen Kapellmeisters Franz Doelle, 1935 erstmals aufgenommen von dem &ouml;sterreichischen Chansoncharmeur Willi Forst, <strong>&bdquo;Waikiki&ldquo;<\/strong> (1957), eine &bdquo;Deutsche Originalaufnahme&ldquo; des 1957er-Pophits &bdquo;Lips of Wine&ldquo; von US-Crooner Andy Williams, der flotte, volkst&uuml;mliche Schlager <strong>&bdquo;In der Wiege hab&lsquo; ich schon gejodelt&ldquo;<\/strong> (1958), mitsamt der dazugeh&ouml;rigen, nochmals sehr jodelseligen A-Seite <strong>&bdquo;Im Dorfkrug spielt der Franz zum Tanz&ldquo;<\/strong>, oder die gesungene Begeisterung f&uuml;r den Stierkampf bzw. deren umschw&auml;rmte (menschliche) Protagonisten, <strong>&bdquo;Torero (Sch&ouml;n muss es sein, ein Torero zu sein)&ldquo;<\/strong> (1957).<\/p>\n<p>Das schw&uuml;lstig-flehende Liebeslied <strong>&bdquo;Domani&ldquo;<\/strong> ist eine von Hans Bradkte muttersprachlich betextete, deutsche Sichtweise des gleichnamigen 1955er-Hits des italienischen Komponisten Ulpio Minucci, der Mambo-Calpyso <strong>&bdquo;Loana-Oh&ldquo;<\/strong> geh&ouml;rte zum Soundtrack des 1957er-Kinostreifens &bdquo;Tr&auml;ume von der S&uuml;dsee&ldquo;, unter der Regie von Willy Zeyn jr., die lebendige, lebenslustige Samba <strong>&bdquo;Muchaha&ldquo;<\/strong> (1957) ist stilistisch in s&uuml;damerikanischen Gefilden beheimatet.<\/p>\n<p>Bereits 1925 hatte die unvergessliche Musical-Melodie <strong>&bdquo;Tea for Two&ldquo;<\/strong> das Licht der Musikwelt erblickt, die sich nach und nach als dauerhafter Jazz-Standard herauskristallisierte, weshalb auch Vico Torriani im Jahr 1961 eine von Hans Bradkte sprachlich bearbeitete, n&auml;chtlich-urban swingende Lesart dieses jazzig-schleichenden Edelohrwurms pr&auml;sentierte. Gleichfalls 1961 ver&ouml;ffentlichte Vico Torriani den gem&auml;chlichen Countryschlager <strong>&bdquo;&Uuml;ber die Pr&auml;rie&ldquo;<\/strong>, deutsche Fassung von &bdquo;Indian Love Call&ldquo;, einer Musicalkomposition aus dem Jahr 1924, die, so sagen es Ger&uuml;chte, seinerzeit das Lieblingslied des 34. Pr&auml;sidenten der Vereinigen Staaten, Dwight D. Eisenhower, war.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Bel Ami&ldquo;<\/strong> (vulgo: &bdquo;Du hast Gl&uuml;ck bei den Frau&rsquo;n, Bel Ami&ldquo;) ist ein unverbr&uuml;chlicher Jahrhundertschlager aus dem Fundus von Theo Mackeben, der urspr&uuml;nglich als von Lizzi Waldm&uuml;ller intoniertes Titellied gleichnamigen 1939er-Kinostreifens mit Willi Forst bekannt geworden war und 1961 von Vico Torriani f&uuml;r dessen LP &bdquo;Liebe, Tanz und tausend Tr&auml;ume&ldquo; ungeniert swingend reanimiert wurde. Derselben vielgesuchten Schallplatte wurde obendrein der ebenfalls leicht Jazz-\/Swinglastige Sehnsuchtsschlager <strong>&bdquo;Abends in der Taverne&ldquo;<\/strong> entnommen.<\/p>\n<p>Im Laufe des Jahres 1956 war die spritzige Neuaufnahme des 1929er-Filmschlagers <strong>&bdquo;In einer kleinen Konditorei&ldquo;<\/strong> von Fred Raymond entstanden, sowie das r&uuml;ckblickende Schmankerl <strong>&bdquo;Das alte Spinnrad&ldquo;<\/strong>, welches Vico Torriani zur sanft-wehenden, fast kinderliedartigen Melodie von &bdquo;The Old Spinning Wheel&ldquo; sang, einer Komposition des Western-Musikers, Violinisten und Pianisten Billy Hill aus der N&auml;he der US-Metropole Boston.<\/p>\n<p><strong>Vico Torriani<\/strong> war &ndash; neben Peter Alexander, Freddy Quinn, Bill Ramsey oder Peter Kraus &ndash; einer der aktivsten, attraktivsten, vielseitigsten und talentiertesten musikalischen Wegbegleiter der Wirtschaftswunder-&Auml;ra. In seinen durchwegs ansprechenden, herzlichen, gewinnenden, daher von vorne bis hinten immens erinnerungsw&uuml;rdigen Schlagern bereiste er wahrhaftig die ganze Welt. Ob China oder S&uuml;damerika, Mexico, Venezuela, unz&auml;hlige S&uuml;dseeinseln, Paris, Kalkutta oder die rustikalen Schweizer Berge &ndash; kein Land dieser Erde, kein Landstrich, keine Gegend, war davor gefeit, in einem seiner zig Lieder sympathieerregend und sympathisch gleicherma&szlig;en beackert zu werden. Selbstverst&auml;ndlich werden immer wieder mal die landestypischen Klischees reizvoll, aber niemals gemein, &uuml;berzeichnet, hochgenommen und karikiert. Da es in den 50er, 60er Jahren zum Gl&uuml;ck (!!!) noch keine &bdquo;Politische Korrektheit&ldquo; gab, wurden all diese gepflegten und gutherzigen Parodien auf Sitten und Gebr&auml;uche in fernen L&auml;ndern einfach nur als spa&szlig;ig, unterhaltsam und angenehm empfunden. Viele der Liedbeitr&auml;ge von <strong>&bdquo;BON SOIR, HERR KOMMISSAR &ndash; 50 GROSSE EROLGE&ldquo;<\/strong> verleiten umgehend zum lautstarken Mitsingen, der Rezensent wei&szlig; davon &ndash; nun wirklich im wahrsten Sinne des Wortes &ndash; seit Kindertagen (sic) ein Lied zu singen.<\/p>\n<p>Thomas Hauptmann und sein r&uuml;hriges Label MUSIC TALES haben also mal wieder ihr Bestes gegeben. <strong>&bdquo;BON SOIR, HERR KOMMISSAR &ndash; 50 GROSSE ERFOLGE&ldquo;<\/strong> von <strong>VICO TORRANI<\/strong> bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als einen bunten, facettenreichen und niemals langweilenden Melodienstrau&szlig;. Dieser ist f&uuml;r Schlagerfreunde aller Generationen, die sich einfach nur sch&ouml;nen, wohltuenden, erlabenden Kl&auml;ngen aus vergangenen Zeiten hingeben wollen, ebenso perfekt geeignet, wie f&uuml;r den eifrigen Sammler, Zeit- und Musikgeschichtler. In Sachen wissenschaftlicher Ma&szlig;arbeit in Bezug auf den Schlager der 20er bis 60er Jahre kann in diesem unserem Lande niemand der Firma MUSIC TALES ein X f&uuml;r ein U vormachen bzw. schlicht und einfach das Wasser reichen. Dar&uuml;ber legt dieses erneute Glanzst&uuml;ck Made in Murnau hinsichtlich <strong>VICO TORRANI<\/strong> ohne Zweifel bestes Zeugnis ab!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 02. bis 05. Mai 2016<br \/>http:\/\/www.spectre-media.com\/<br \/>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vico_Torriani<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Nostalgie-Trip par excellence &#8230;:\u00a0 Wenn das im oberbayerischen Murnau ans&auml;ssige Label MUSIC TALES ein ums andere Mal mit tats&auml;chlich<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77360,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[24],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77359"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77359"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77359\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77359"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77359"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77359"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}