{"id":77188,"date":"2016-05-23T00:00:00","date_gmt":"2016-05-23T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=77188"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"UDO-LINDENBERG-Konzert-Bericht-77187","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/UDO-LINDENBERG-Konzert-Bericht-77187\/","title":{"rendered":"UDO LINDENBERG <br \/>Konzert-Bericht von Holger St\u00fcrenburg: &quot;Keine Panik! Tour 2016&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Holger St\u00fcrenburg war am Freitag (22.05.2016) beim gro\u00dfen Stadionkonzert in  Gelsenkirchen (Veltins-Arena auf Schalke) vor Ort &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Wenn man dieser Tage landauf, landab die popkulturellen Feuilletons und Magazinbeitr&auml;ge so betrachtet und analysiert, ist das hervorstechende musikalische Topthema derzeit bestimmt NICHT das erwartungsgem&auml;&szlig; gescheiterte &bdquo;ESC&ldquo;-Tr&auml;llerchen Jamie Lee, mitsamt ihres &bdquo;<\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">G<\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">host&ldquo;-losen Liedchens &bdquo;Ghost&ldquo;. Auch inhaltlich und sprachlich mehr als nur fragw&uuml;rdiger Vulg&auml;r-Rap a la &bdquo;Mutterficker&ldquo; eines halbseidenen Herrn namens &bdquo;Frauenarzt&ldquo;, oder &bdquo;Turbo&ldquo;, die gerappte Verbal-Diarrh&ouml;e eines kaum mehr viertelseidenen Prolo-Hip-Hoppers, der da sich da nennt &bdquo;Karate-Andi&ldquo;, laufen momentan im einheimischen Popgeschehen (zum Gl&uuml;ck!) zumeist nur unter &bdquo;ferner liefen&ldquo; ab. Exponierter Oberabr&auml;umer des deutschen Rockfr&uuml;hlings anno 2016 ist vielmehr und zweifelsohne &ndash; und entsprechend &uuml;ber jeden Zweifel erhaben &ndash; niemand geringeres, als <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>UDO LINDENBERG<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> ab Personam.<\/font><\/font><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 9pt; font-family: \u00b4Lucida Sans Unicode\u00b4, serif; line-height: 100%;\">Der am 17. Mai 1946 im M&uuml;nsterland geborene (vulgo: &bdquo;auf ein Doppelkornfeld&ldquo; gefallene), sich immer wieder neu erfindende Vollblut-Musiker hat seine weniger attraktiven Phasen als Vollrausch-Musikus l&auml;ngst hinter sich gelassen. Seit seinem so &uuml;berraschenden, wie unbeschreiblich aufw&uuml;hlenden Comeback 2008, z&auml;hlt er wiederum zu den ganz Gro&szlig;en des teutonischen Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Lebens. Ein Faktum, das sicherlich gleichsam auf das Konto vieler junger Musen und jugendlicher Nachwuchsmusiker geht, die den eigentlichen Gr&uuml;ndervater, Sch&ouml;pfer, Kreator und &bdquo;Exzessor&ldquo; kraftvoller, muttersprachlicher Rockmusik, nach einigen mauen Jahren, abermals zu einem bedeutungsvollen &sbquo;In-Thema&lsquo; gemacht haben. Und zwar, sowohl f&uuml;r uns unersch&uuml;tterliche Alt-Fans, als auch &ndash; und hier liegt das besondere Geheimnis des kreativen Schaffens Udo Lindenbergs &ndash; f&uuml;r diejenige Fraktion innerhalb der nachgewachsenen Generation, die sich nie und nimmer von schrillen Medien-Hypes und schnellverg&auml;nglichem Wegwerf-Pop ins Bockshorn jagen lassen m&ouml;chte.<\/span><\/p>\n<p><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>UDO LINDENBERG<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> wurde also 70 Jahre alt &ndash; kaum eine Zeitung, eine Zeitschrift, ein Medium, welches sich nicht dieses alleine schon historisch und kulturgeschichtlich &uuml;beraus faszinierenden Kunstschaffenden angenommen hat. Die Jubil&auml;umsausgabe der Tageszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo;, die wie Lindenberg vor genau 70 Jahren auf dieselbe gekommen war, hatte zum 02. April 2016 der Jubilar sogar eigenh&auml;ndig mit seinen &bdquo;Lik&ouml;rellen&ldquo;, also von Udo pers&ouml;nlich gezeichneten Bildern, honorig und humorvoll in einem illustriert.<\/font><\/font><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Ich habe in den letzten zwei Jahrzehnten bestimmt schon Hunderte von Seiten &uuml;ber Udo, mein Verh&auml;ltnis zu dessen Musik, dessen Wortwitz, dessen politischem Treiben verfasst, Geschichten erz&auml;hlt &uuml;ber manch skurrile Kindheits- und Jugenderlebnisse mit Udo und seinen damaligen Panik-Mitstreitern, &uuml;ber Streitigkeiten in meiner Familie hinsichtlich des einen oder anderen zu gewagten Textes meines gro&szlig;en panischen Idols etc. u.v.a. Udo Lindenberg ist im Deutschrock-Spektrum, neben &bdquo;BAP&ldquo; und Heinz Rudolf Kunze, ohne Frage von jeher ein ganz wichtiger, best&auml;ndiger und nachhaltiger Bestandteil meines Lebens. Zuerst pr&auml;gte er mich, als &bdquo;Nur&ldquo;-Musik-Fan, dem zuf&auml;llig das Gl&uuml;ck zuteilgeworden war, fr&uuml;hkindlich ein paar Mitarbeiter des Panikrockers privat kennengelernt zu haben, wie gleichfalls heutzutage in meiner Funktion, als musikjournalistisch T&auml;tiger. Viele von Udos genialischen Wortspielen und Formulierungen, von &bdquo;Wenn das Lenin w&uuml;sste&ldquo; (aus &bdquo;Moskau&ldquo;, 1985), bis &bdquo;Ich leg mich lieber wieder hin \/ weil ich zum Aufsteh&rsquo;n jetzt zu traurig bin&ldquo; (&bdquo;Helmut Owiewohl&ldquo;, dto.), z&auml;hlen seit 30 Jahren und mehr zu &bdquo;gefl&uuml;gelten Worten&ldquo; in meinem Familien- und Freundeskreis. Entsprechend bot es f&uuml;r mich ein ausgesprochenes Vergn&uuml;gen, am vergangenen Freitag, dem 20. Mai 2016, dem ultimativen Startschuss zu Udos diesj&auml;hriger, umfangreicher Stadiontournee, in der &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; auf Schalke in Gelsenkirchen, wo ich ja (was die meisten inzwischen mitbekommen haben) seit &uuml;ber einem Jahr durchaus mit gro&szlig;em Wohlgefallen lebe, beiwohnen zu k&ouml;nnen.<\/font><\/font><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 9pt; font-family: \u00b4Lucida Sans Unicode\u00b4, serif; line-height: 100%;\">Lindenberg-Konzerte sind f&uuml;r mich seit 1985 (&bdquo;S&uuml;ndenknall&ldquo;-Tour) letztlich Pflicht. F&uuml;r das M&uuml;nchener Konzert der &bdquo;Exzessor&ldquo;-Tour im Mai 2000 habe ich zu einem Zeitpunkt, als Udo (insbesondere in der Bayerischen Landeshauptstadt) v&ouml;llig abgesagt war, ad Personam, unter nicht einfachen Umst&auml;nden und Voraussetzungen, die Webetrommel ger&uuml;hrt. Nach 2004 habe ich in meinen zweiten Hamburger Tagen keinen Auftritt von ihm in meiner damaligen Heimatstadt vers&auml;umt; zuletzt waren wir daher am 12. M&auml;rz 2012 in der &bdquo;Color Line Arena&ldquo; (heute: &bdquo;Barcleycard Arena&ldquo;) zu Hamburg-Stellingen gewesen. Und dieses Jahr, 2016, ging es also unverz&uuml;glich und ohne Umwege &bdquo;auf Schalke&ldquo;. Ca. 38.000 Udo-Freunde aus jeder Altersstufe, von vier bis 80 und &auml;lter, hatten sich in der volumin&ouml;sen &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; (ich muss eingestehen, einen derart riesigen und daher verschachtelten Prachtbau noch nie zuvor betreten zu haben!) versammelt, um mit Udo Lindenberg seinen 70. Geburtstag geh&ouml;rig und exzessiv nachzufeiern.<\/span><\/p>\n<p><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">Zum Zweck des &bdquo;Wachk&uuml;ssens&ldquo;, hatte Udo exklusiv den aus Heinsberg bei K&ouml;ln stammenden Alternative-Rocker <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>DANIEL WIRTZ<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> als Er&ouml;ffnungs&uuml;berraschung eingeladen. Der vollb&auml;rtige, 40j&auml;hrige S&auml;nger, Liedschreiber und Gitarrist, den die meisten aus der zweiten Staffel der &bdquo;VOX&ldquo;-Musiksendereihe &bdquo;Sing meinen Song &ndash; Das Tauschkonzert&ldquo; kennen, gab mit seiner vierk&ouml;pfigen Band sieben klingende Expertisen aus seinen ersten drei Solo-Alben zum Besten. Diese waren zwar allesamt sehr modern und &bdquo;heutig&ldquo; arrangiert, riefen aber selbst beim &bdquo;kulturpessimistischen&ldquo; Verfasser dieser Zeilen sogleich &uuml;berwiegend kaum vorhersehbar gewesene Sympathien hervor. <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Auf die Pl&auml;tze, fertig, los&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">, treibender Titelgeber der gleichnamigen &bdquo;Wirtz&ldquo;-CD aus dem Jahr 2015, drang aufm&uuml;pfig, ungest&uuml;m, frech und roh aus den Boxen und erinnerte unverkennbar an fr&uuml;he Aufnahmen von &bdquo;U2&ldquo;, a la &bdquo;I will follow&ldquo; oder &bdquo;Gloria&ldquo; (beide 1981). <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Regentropfen&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">, ebenfalls aus 2015, kam als punkiges, dralles Gitarreninferno daher, w&auml;hrend <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Du f&auml;hrst im Dunkeln&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (dto.) in einem eher spr&ouml;den, absichtlich schleppend gehaltenen Mid-Tempo-Kontext verlieb, und die abgekl&auml;rt-intime Ballade <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Ne Weile her&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (2008), eines der ersten solistischen Lieder von Daniel Wirtz &uuml;berhaupt, deftige Textworte mit zwar meist akustischen, aber trotzdem durchwegs feisten Gitarrenw&auml;llen verquickte. <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Meinen Namen&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (2009) gerierte sich als schr&auml;ges, lautes Punk-Bluesrock-Konglomerat, an den der dunkle Slow Song <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Frei&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (dto.) und, als H&ouml;he- und Schlusspunkt des 30min&uuml;tiges Kurzauftritts von Daniel Wirtz und seiner Band &bdquo;Wirtz&ldquo;, das von Akustik-Gitarren eingeleitete, bald uneinholbar rennende, pralle, berstende Klangdrama <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Mon Amour&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> anschlossen. Daniel Wirtz&lsquo; Musikverst&auml;ndnis ist sicherlich fest im Heute und Hier verwurzelt und verankert, erwies sich aber als extrem energetisch, tiefgehend, atmosph&auml;risch und eindringlich. Was mich betrifft, so hat dieses knappe Gastspiel des begabten, vielleicht einwenig zu ernst und zu schwarzseherisch auftretenden Singer\/Songwriters aus dem K&ouml;lner Raum jedenfalls einwandfrei dazu gef&uuml;hrt, mir diesen Namen k&uuml;nftig zu merken und mich, wenn es sich schickt, in B&auml;lde ausf&uuml;hrlicher mit demselben zu besch&auml;ftigen.<\/font><\/font><\/p>\n<p><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">Da auf den Stra&szlig;en in Richtung der &bdquo;Veltins-Arena&ldquo;, ob der vielen herbeistr&ouml;menden, erwartungsvollen &bdquo;Lindianer&ldquo;, dichtes Verkehrstreiben herrschte, bat eine Stimme aus dem Hintergrund die G&auml;ste in der Halle, sich bis Viertel nach Acht zu gedulden, damit alle Udo-Fans, auch und gerade diejenigen, die gegen 20 Uhr noch in ihren Autos festsa&szlig;en, unterschiedslos den Beginn der knapp dreist&uuml;ndigen 2016er-Rockrevue des Geburtstagskindes miterleben k&ouml;nnten. 15 Minuten sp&auml;ter begann diese dann flink mit einem wahrlichen Donnerschlag: Die riesenhafte B&uuml;hne, laut einiger Presseberichte sei diese gar gr&ouml;&szlig;er und wuchtiger, als diejenige von &bdquo;Rolling Stones&ldquo; oder &bdquo;AC\/DC&ldquo;, f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse jedenfalls un&uuml;bersehbar monumental und bombastisch ausstaffiert, erstrahlte in rotem Licht, welches sich von Rosa, &uuml;ber Pink, ins Meeresblaue wandelte. Filmsequenzen zeigten eine schaurig-sch&ouml;ne Seefahrt vom alten Griechenland in ein futuristisches Metropolis, es brausten die St&uuml;rme und die Wellen schlugen hoch &ndash; als urpl&ouml;tzlich der Star des Abends in einem kleinen &bdquo;K&auml;fig&ldquo; &uuml;ber die K&ouml;pfe der zigtausenden, jubelnden Zuschauer hinweg in die &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; hineinschwebte &ndash; zu den aussichtlos-bedrohlichen Klangkaskaden von <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Odyssee&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">, dem krachend rockigen Titellied von Udos legend&auml;rer, inhaltlich stark friedensbewegter 1983er-LP, die damals gleichzeitig, nach zehn Jahren bei TelDec, seinen gefeierten Einstand bei Polydor bedeutete und durch ihre unverbr&uuml;chliche Stilvielfalt &ndash; von hei&szlig;em Big Band Jazz, &uuml;ber k&uuml;hlen Synthipop, bis hin zu basslastigem Funk-Rock, war alles darauf zu vernehmen, was die Popmusik in jener &Auml;ra so hergab &ndash; ein neues Kapitel im musikalischen Schaffen des Udo Lindenberg aufschlug.<\/font><\/font><\/p>\n<p><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">Ohne Pause setzte sich die &bdquo;Odyssee&ldquo; durch 70 Jahre Udo Lindenberg fort, mit dem sehr &bdquo;Stones&ldquo;-m&auml;&szlig;ig arrangierten Riff-Rocker <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Einer muss den Job ja machen&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">, aus der aktuellen Nummer-Eins-CD &bdquo;St&auml;rker als die Zeit&ldquo;, die bereits 100 Stunden nach ihrem Einstieg in die offiziellen deutschen Albumcharts f&uuml;r &uuml;ber 200.000 verkaufte Einheiten mit Platin ausgezeichnet worden war. Allein dieser fetzige, gitarrenlastige (Solo: J&ouml;rg Sander) Powerrocker legte perfekt Zeugnis dar&uuml;ber ab, dass sich Udo auch mit 70 Jahren in Sachen typischen Lindischen (Nicht-)Gesangs, wahnwitziger B&uuml;hnenperformance und knallig-schwei&szlig;treibenden Entertainments keinesfalls vor sp&auml;tgeborenen JungspundInnen verstecken muss. Der optimistische, locker-legere Comeback-Hit <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Mein Ding&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> folgte prompt. Mittels dieses Ohrwurms, hatte 2008 die unerwartete, alles in den Schatten stellende R&uuml;ckkehr des unvergleichlichen Deutschrock-Helden in die h&ouml;chsten Sph&auml;ren der Hitlisten, in ausverkaufte Hallen und Open-Air-Arenen, ihren Anfang genommen. Dieses phantastische Lehrst&uuml;ck in puncto deutscher Rockmusik trug zudem daf&uuml;r die Verantwortung &ndash; und dies ist vielleicht das allerwichtigste &ndash;, dass Udo ringsum lange vermisste, beste Anerkennung von Rockfans aller Altersstufen zuteilwurde, und sich nicht wenige Kulturjournalisten und Medienvertreter, die die sagenumwobene &bdquo;Nachtigall von Billerbeck&ldquo; seit langem abgeschrieben hatten, von heute auf morgen selbst korrigieren mussten, sich, ob der Frische, Jugendlichkeit, Trotzigkeit und Rotzigkeit dieses und anderer Titel der fulminanten 2008er-Scheibe &bdquo;Stark wie zwei&ldquo;, gen&ouml;tigt sahen, den einige J&auml;hrchen so immens Geschm&auml;hten, als ob nichts gewesen w&auml;re, erneut in h&ouml;chsten T&ouml;nen zu loben.<\/font><\/font><\/p>\n<p><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\">Zusammen mit dem D&uuml;sseldorfer Kinderchor &bdquo;Kids on Stage&ldquo;, laut Udo &bdquo;der beste Kinder- und Jugendlichenchor der Welt&ldquo; (rp-online.de), trug Udo den ebenfalls &auml;u&szlig;erst hittr&auml;chtigen, hochmelodi&ouml;sen Gitarrenrocker <\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Coole Socke&ldquo;<\/b><\/font><\/font><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\" style=\"line-height: 100%;\"><font style=\"font-size: 9pt\"> vor, gleicherma&szlig;en der aktuellen Hitproduktion &bdquo;St&auml;rker als die Zeit&ldquo; entnommen, bevor die nahezu 40.000 in der &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; versammelten Udo-Freunde ihrem Idol aus vollen Kehlen ein &uuml;berw&auml;ltigendes Geburtstagsst&auml;ndchen darbrachten. Der immerjunge Paniker gab sich tats&auml;chlich sehr ger&uuml;hrt und erz&auml;hlte ein paar Schmankerl aus seiner Kindheit und Jugend im in den 50ern doch so grauen, heutzutage viel farbenfroheren, westf&auml;lischen Gronau (begr&uuml;&szlig;te herzallerliebst die angereisten &bdquo;Gronauten&ldquo;, mitsamt der heutigen B&uuml;rgermeisterin Sonja J&uuml;rgens), berichtete von seiner Lehrlingszeit im 1912 er&ouml;ffneten D&uuml;sseldorfer Luxushotel &bdquo;Breitenbacher Hof&ldquo;, wie er dort als Page Koffer schleppen oder den Fahrstuhl bedienen musste, bis er sich eines Tages in eine &sbquo;Tochter aus gutem Hause&lsquo; (Zitat) verliebte, die sich eines <\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">urspr&uuml;nglich aus Italien stammenden, aus verschiedenen Holzarten gefertigten Streichinstruments aus der&nbsp;<\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Viola-da-braccio<\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">-Familie k&uuml;nstlerisch angenommen hatte und offenkundig <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Cello&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> spielte&hellip; &bdquo;in jedem Saal in unserer Gegend&ldquo; (Textzitat). Zur Zelebration der 1973 unter dem schlichten Titel &bdquo;Cello&ldquo; erschienenen Ode auf dieses mannslange Chordophon, erklomm Daniel Wirtz nochmals die gigantische B&uuml;hne und fungierte nun als Duettpartner seines Vorbildes und F&ouml;rderers Udo Lindenberg, w&auml;hrend unter der Hallendecke leichtbekleidete Damen das &bdquo;Cello&ldquo; lasziv strichen und der Meister selbst mit einem gro&szlig;formatigen Exemplar eines solchen Instruments durch die Gegend wieselte. &bdquo;Cello&ldquo; hatte nun einen kleinen Balladen-Part er&ouml;ffnet, im Rahmen dessen Udos 1988er-Tr&auml;nendr&uuml;sendr&uuml;cker <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Ich lieb&lsquo; Dich &uuml;berhaupt nicht mehr&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (aus der 1987er-LP &bdquo;Feuerland&ldquo;), mit dem Publikum als vielstimmiger Chorbegleitung und einem G&auml;nsehaut erzeugenden E-Gitarren-Solo von Panik-Stammgitarerro Hannes &bdquo;Feuer&ldquo; Bauer, die aufbauende, freundschaftliche-liebevolle, erste Auskoppelung aus &bdquo;St&auml;rker als die Zeit&ldquo;, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Durch die schweren Zeiten&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, und die aktuelle Single daraus, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Plan B&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, zum umjubelten Einsatz kamen.<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Danach ging&lsquo;s schnurstracks in Richtung peitschenden Paniksounds: Es ert&ouml;nte der gnadenlos rasante <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Rock&rsquo;n&rsquo;Roller&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (aus der 1976er-LP &bdquo;Gene Galaxo &ndash; Das sind die Herrn vom anderen Stern&ldquo;), welcher in das 1981, zusammen mit Udos heutigem Teilzeit-Keyboarder Pascal Kravetz, damals gerade mal zehn Jahre alt, aufgenommene, kindliche Friedenslied <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Wozu sind Kriege da?&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> m&uuml;ndete, bei dessen Auff&uuml;hrung aufs Neue die D&uuml;sseldorfer &bdquo;Kids on Stage&ldquo; mit von der Partie waren. Diese historische Single, &uuml;brigens die erste 45er &uuml;berhaupt, die Udo Lindenberg, von jeher stets eher LP-K&uuml;nstler, denn Single-Spezialist, im Mai 1981 in den deutschen &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen unterzubringen vermochte, geleitete &uuml;ber in die Abteilung &bdquo;Politrock&ldquo;. F&uuml;r diese steuerte Udo sein ureigenes &bdquo;Street Fighting Man&ldquo;, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Stra&szlig;en-Fieber&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1981, aus der LP &bdquo;Udopia&ldquo;), und seine drastische Warnung vor Neonazismus und Intoleranz, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Sie brauchen keinen F&uuml;hrer&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (aus der schier g&ouml;ttlichen 1984er-LP &bdquo;G&ouml;tterh&auml;mmerung&ldquo;) bei, wobei bei letzterem Titel der ehemalige &bdquo;Ich &amp; Ich&ldquo;-S&auml;nger <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>Adel Tawil<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> die zweite Stimme &uuml;bernahm.<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Direkt aus dem Musical &bdquo;Hinterm Horizont&ldquo; kommend, welches seit seiner Urauff&uuml;hrung am 13. Januar 2011 enorm erfolgreich im Berliner &bdquo;Theater am Potsdamer Platz&ldquo; abertausende Udo-Freunde verz&uuml;ckt hatte und ab November 2016 in der langj&auml;hrigen Wahlheimat des Panikexperten, in der Freien und Hansestadt Hamburg, im &bdquo;Operettenhaus&ldquo;, mitten auf der Reeperbahn, gastieren wird, enterte nun Josephin Busch, die weibliche Hauptdarstellerin dieser geschichtstr&auml;chtigen, musikalischen Zeitreise in die &Auml;ra des &bdquo;Kalten Krieges&ldquo;, die Gelsenkirchener Arenab&uuml;hne und sang, gemeinsam mit ihrem Entdecker und Ziehvater, dessen 1981er-&bdquo;Udopia&ldquo;-Beitrag <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Gegen die Str&ouml;mung&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> in Form eines letztlich hocherotischen Duetts. Dieser elektrisierende Zweigesang offenbarte in aller Deutlichkeit, dass sich 30jahrige Josephin und 70j&auml;hriger Udo bez&uuml;glich Kraft, Dynamik, Schwung und Temperament aber auch in rein gar nichts unterscheiden. Die beiden Protagonisten sangen sich eher gegenseitig wild, wobei auch der Song per se, der immerhin bereits im Herbst vor 35 Jahren erstmals ver&ouml;ffentlicht wurde, nichts von seiner &uuml;berbordenden Intensit&auml;t und seinem aufstrebenden, positiven Anarchismus und der kreativen Auslegung derer im Liedformat eingeb&uuml;&szlig;t hat.<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Daran anschlie&szlig;end wurde es sogar noch hei&szlig;er und lichterloher: Der wiegende, dampfende Boogie-Bluesrocker <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Das kann man doch auch mal so seh&rsquo;n&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (aus der 1975er-LP &bdquo;Votan Wahnwitz&ldquo;) pr&auml;sentierte sich in einem ausufernden, regelrecht fetten Big-Band-Gewand; die f&uuml;nfk&ouml;pfige, aktuelle &bdquo;Pustefix-Bl&auml;ser&ldquo;-Sektion unterst&uuml;tzte fortan das &bdquo;Panikorchester&ldquo;, hinzu trat das Vokalensemble &bdquo;Panic Vocals&ldquo;, um den Reinfelder S&auml;nger Ole &bdquo;Soul&ldquo; Feddersen, die langj&auml;hrige Udo-Chanteuse Nathalie Dorra, Gitarristin und S&auml;ngerin BooBoo und Rockshouterin Stephanie Crutchfield, das herrliche Gitarrensolo zauberte der friesische Gitarren-Heroe Carl Carlton, der in den letzten Jahrzehnten immer wieder mal f&uuml;r Udo in die Seiten griff, aus dem Hut &ndash; und dann sahen und h&ouml;rten wir hingerissen und voller Begeisterung Udos musikalischen Lehrmeister <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>Klaus Doldinger<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> pers&ouml;nlich zum Saxophon greifen und zu genanntem 1975er-Bluesfeuerwerk ein ausgiebiges, ergreifendes, einfach nur faszinierendes Solo auf seinem Lieblingsinstrument beisteuern.<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Nun begr&uuml;&szlig;ten sich der 70j&auml;hrige Lindenberg und der 80j&auml;hrige Doldinger offiziell, beiden sah und h&ouml;rte man ihr Lebensalter zu keinem Zeitpunkt an. Der in der N&auml;he von M&uuml;nchen residierende, erhabene, elit&auml;re Superjazzer spielte kurz die von ihm komponierte &bdquo;Tatort&ldquo;-Titelmelodie auf dem Saxophon an, bei deren Urversion aus dem Jahr 1970 niemand geringeres, als Udo in aller Pracht und Herrlichkeit, das Schlagzeug bedient hatte. Rockig und Rollig ging es weiter mit der im dr&ouml;hnend-bluesrockigen Soundbild von Udos 1985er-Deutung gehaltenen Interpretation des 30er-Jahre-Filmschlagers <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Ich brech&lsquo; die Herzen der stolzesten Frau&rsquo;n&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">. Zu dieser spritzigen Darbietung, vermochte es der gl&uuml;ckliche Jubilar, seinen einstigen WG-Kumpel <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>Marius M&uuml;ller-Westernhagen<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> auf die B&uuml;hne zu locken, der seiner gesanglichen Mitwirkung bei diesem, mit einem Gitarrensolo von J&ouml;rg Sander vers&uuml;&szlig;ten Standardwerk aus der Fr&uuml;hzeit deutschen popul&auml;rmusikalischen Liedguts, seinen eigenen Stadionrockhymnus <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Sexy&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1989) folgen lie&szlig;, wobei ihn wom&ouml;glich alle l&auml;ngst aus dem H&auml;uschen geratenen Besucher der &bdquo;Veltins Arena&ldquo; auf Schalke stimmstark unterst&uuml;tzten.<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Der garantiert gut gemeinte, aber bei genauerem Hinsehen (gerade in Anbetracht der augenblicklichen chaotischen, politischen Situation) wom&ouml;glich etwas naive Lobgesang auf die <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Bunte Republik Deutschland&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1989), verband zackige Ethno-Spielereien mit einem plietschen Rap (!) des ansonsten eher Hip-Hop-fernen Daniel Wirtz, zudem mit zus&auml;tzlichen Rap-Passagen von Adel Tawil, einem grandiosen Gitarrensolo von Chorlady BooBoo und einer gewitzten &bdquo;Rock me Amadeus&ldquo;-Parodie, vorgef&uuml;hrt von Daniel f&uuml;r Udo. Daraufhin standen erneut ein paar feine Balladen, nachdenklich-philosophische, stille Lieder auf dem Programm: So genossen wir den 2003 auf dem bei Altfans nicht unumstrittenen Revival-Album &bdquo;Der Panikpr&auml;sident&ldquo; erstmals vorgestellten und 2016 f&uuml;r &bdquo;St&auml;rker als die Zeit&ldquo; reanimierten, ironisch selbstreflexiven Schleicher <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Mein Body und ich&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, die absolut liebenswerte Empfehlung, sein Leben eigenst&auml;ndig zu gestalten, zu sich selbst zu stehen und niemals zu verzweifeln, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Nimm Dir das Leben und lass es nie mehr los&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, grazi&ouml;s garniert mit einer explosiven Souleinlage von Nathalie Dorra und einem energiegeladenen Gitarrensolo von Carola Kretschmer, der &bdquo;Tigerin von Eschnapur&ldquo;, und die sensible 1986er-<\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Sternenreise&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (aus der LP &bdquo;Ph&ouml;nix&ldquo;).<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Kurz darauf kam Udo-Kunstfigur <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Gerhard G&ouml;sebrecht&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> von seiner eigenen &bdquo;Sternenreise&ldquo; ohne Umschweife &bdquo;aus dem dreizehnten Sonnensystem&ldquo; (Text) zur&uuml;ck auf die Erde (vulgo: in die &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; zu Gelsenkirchen) und forderte, wie schon 1973, sehr zurecht: &bdquo;Wir haben die Nase vom Kosmos Rock voll \/ wir wollen jetzt den irdischen Rock&rsquo;n&rsquo;Roll&ldquo; (Textzitat) &ndash; und dieser legte sogleich los mit der schwei&szlig;treibenden <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Honky Tonky Show&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1974, aus &bdquo;Ball Pomp&ouml;s&ldquo;), inkl. &bdquo;Pustefix-Bl&auml;ser&ldquo; und &bdquo;Kids on Stage&ldquo;, gefolgt vom imagin&auml;ren, erst Fu&szlig;ball-, dann Frauenhelden <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Bodo Ballermann&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1976) &ndash; diesmal im urigen Boogierock-Gewand, weniger in Tango-Gefilden, wie zu Ursprungszeiten -, und dem spa&szlig;igen Auftritt von Udos weiterem WG-Kumpanen aus so seligen, wie alkohol-seligen Hamburg-Winterhuder &bdquo;Villa Kunterbunt&ldquo;-Tagen, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>Otto Waalkes<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">. Die beiden immerjungen Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Senioren fetzten los mit der Hommage an wilde, alte M&auml;nner, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Der Greis ist hei&szlig;&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (2008), woraufhin der ostfriesische Bl&ouml;del-K&ouml;nig seine deutsche Auslegung von &bdquo;AC\/DC&rsquo;s&ldquo; Ewigkeits-Rockrei&szlig;er &bdquo;Highway to Hell&ldquo;, nun als <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Erst auf dem Heimweg wird&lsquo;s Hell&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, &uuml;berzeichnet kreischend abfeierte &ndash; wobei sich, eingedenk Ottos &uuml;berdrehten Heavy-Organs, manch anwesender Altrocker im Publikum vielleicht gefragt haben mag, ob es nicht weitaus effektiver und schlauer gewesen w&auml;re, die australischen Hochspannungs-Rocker h&auml;tten unser aller Otto, anstelle von Axel Rose, als stimmstarken Brian-Johnson-Ersatz f&uuml;r die laufende &bdquo;Rock or Bust&ldquo;-Tour auserkoren \ud83d\ude09<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Zum Abschluss des offizi&ouml;sen Abschnitts seiner Gelsenkirchener Aufwartung, intonierte Udo herzzerrei&szlig;end, ehrlich und aufrichtig, in gesanglicher Kooperation mit Nathalie Dorra und Josephin Busch, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Horizont&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, die innige Liebeserkl&auml;rung an seine vor genau 30 Jahren verstorbene &bdquo;Panik-Sekret&auml;rin&ldquo; Gaby Blitz. Dieser intensive Beweis jeglicher Zuneigung bedeutete wahrhaftig ein famoses, treffliches und au&szlig;erordentlich emotionales Show-Finale (selbst, wenn ich beim Genuss dieses traumhaften Gef&uuml;hlsausbruchs mir immer wieder in meinen nicht vorhandenen Bart murmelte&hellip; Das ist, trotz aller vokalistischer Hochleistung beider Damen, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><i>nicht <\/i><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Nathalies Lied, <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><i>nicht<\/i><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> das von Josephin (die war zum Zeitpunkt des &sbquo;Tathergangs&lsquo;, den wir damals im Henning-Wulf-Weg 12 in Hamburg-Lokstedt hautnah miterlebten, noch gar nicht geboren!), das ist einzig und alleine Gabys Lied &ndash; fertig!)<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 9pt; font-family: \u00b4Lucida Sans Unicode\u00b4, serif; color: rgb(37, 37, 37); line-height: 100%;\">Wie dem auch sei, nach der obligatorischen Bandvorstellung &#8211; obwohl dem Beinhart-Fan die guten, alten Koryph&auml;en des &bdquo;Panikorchesters&ldquo; eigentlich gar nicht mehr einzeln benannt werden m&uuml;ssten; ob Gitarrist Hannes &bdquo;Feuer&ldquo; Bauer, Schlagzeuger Bertram Engel, Pianist Jean-Jacques Kravetz, Tastenakrobat Hendrik Schaper, Bassist Steffi Stephan oder die erst in den letzten Jahren hinzugesto&szlig;enen Gitarristen J&ouml;rg Sander und Zoran Grujowski&hellip; der &bdquo;Panikfamilie&ldquo;, wie Udo seine Anh&auml;nger gerne nennt, sind diese Namen bereits seit Jahrzehnten ein Begriff &ndash; gab&rsquo;s noch ein professionelles B&uuml;hnenphoto. Und dann hie&szlig; es f&uuml;rs erste: &bdquo;Auf Wiedersehen&ldquo;!<\/span><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Die &bdquo;Panikfamilien&ldquo;-Mitglieder auf Schalke gaben nach diesem schnellen, unverhofften Abgang nat&uuml;rlich keine Ruhe &ndash; so dass sich Udo zur fast sakralen Darreichung der sensiblen 1979er-Ballade <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Bis ans Ende der Welt&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (aus der LP &bdquo;Dr&ouml;hnland Symphonie&ldquo;) neuerlich ins B&uuml;hnengeschehen begab, gefolgt vom gesamten &bdquo;Panikorchester&ldquo;, zwecks radikalen Abfeierns der ganz gro&szlig;en Dauerbrenner und Gassenhauer aus seiner &uuml;ber 45j&auml;hrigen Karriere als ruheloser Panik-Rebell vom Dienst: <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Johnny Controletti&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1974, aus &bdquo;Ball Pomp&ouml;s&ldquo;), selbstverst&auml;ndlich der Mauern durchbrechende <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Sonderzug nach Pankow&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1983), die gute, alte <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Andrea Doria&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, auf der ohnehin seit 1973 stets &bdquo;alles klar&ldquo; ist, bis hin zum &bdquo;Grande Finale&ldquo;, als welches allerdings nicht gleichnamiger LP-Abschluss des 1981er-Meisterwerks &bdquo;Udopia&ldquo; diente, sondern die imagin&auml;re, (nicht nur deshalb) unerreichbare Hollywood-Sch&ouml;nheit <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Candy Jane&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, der nun rund 20 Minuten lang kr&auml;ftig rockend und rollend gehuldigt wurde.<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Und hierf&uuml;r kehrten sie nun alle auf die B&uuml;hne zur&uuml;ck: Otto Waalkes sprang hinters Schlagzeug, Alt-Paniker Nippy Noya pr&uuml;gelte erstmals seit Jahren wieder die Bongos und Percussions, der bluesbegeisterte Saxophonist Ken Taylor blies beh&auml;nde in sein Horn, Carl Carlton und Carola Kretschmer duellierten sich an der Stromgitarre, Bertram Engel f&uuml;gte ein knallendes Drum-Solo ein, Chors&auml;nger Ole Feddersen verlieh dem hocheruptiven Boogie-Rock-Blues-Gebr&auml;u eine ordentliche Portion Soul &ndash; und der Star des Abend gleitete w&auml;hrenddessen in seiner &bdquo;Raumkapsel&ldquo; an der Hallendecke entlang von der einen Seite der &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; auf die andere und wieder zur&uuml;ck &ndash; mindestens 50 Personen muszierten, tanzten, sangen auf der B&uuml;hne, bevor zum endg&uuml;ltigen Ausklang des diesj&auml;hrigen Arenakonzertes von Udo Lindenberg in Gelsenkirchen seine funkig-flockige Hymne auf die &sbquo;geile Meile&lsquo;, die Hamburger <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Reeperbahn&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, und die gem&auml;chlichen, geradezu festlichen Schleicher <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Eldorado&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (2016), <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Ich schw&ouml;re&ldquo;<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"> (1996) und <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>&bdquo;Woody Wodka&ldquo; <\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">(2008)<\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b> <\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">wohltuend ert&ouml;nten!<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 9pt; font-family: \u00b4Lucida Sans Unicode\u00b4, serif; color: rgb(37, 37, 37); line-height: 100%;\">Kurz zuvor, die &bdquo;Reeperbahn&ldquo; noch im R&uuml;cken bzw. in den Ohren, hatte ich die &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; bereits verlassen. Da ich diese &uuml;berdimensionale Halle bislang noch nie besucht hatte und entsprechend von Sorgen geplagt war, wom&ouml;glich bis auf Weiteres kein Taxi nach Hause zu bekommen (bzw. &uuml;berhaupt erst den Taxistand zu finden!), schenkte ich mir die letzten drei Titel des Konzertrepertoires, fuhr aber &ndash; wie ein paar Minuten sp&auml;ter auch die anderen, knapp 40.000 anwesenden &bdquo;Lindianer&ldquo; &#8211; sehr angetan, fr&ouml;hlich gestimmt und unzweifelhaft zufrieden zur&uuml;ck in die Altstadt.<\/span><\/p>\n<p><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>Udo Lindenberg<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, immerhin seit ca. 35 Jahren ein enger musikalischer Wegbegleiter meiner und meiner Familie, ist 70 Jahre alt geworden. Eine Tatsache, die man den gesamten Freitagabend lang auf Schalke niemals auch nur in Nuancen sp&uuml;rte. Der Panikrocker mit kulturellem und gesellschaftspolitischem Anspruch klang nicht weniger jung, frisch und glei&szlig;end provokativ, als zu jenen Zeiten, in denen ich mittels damaliger Deutschrock-Meilensteine der Sorte &bdquo;Udopia&ldquo; (1981), &bdquo;Odyssee&ldquo; (1983) oder ganz besonders &bdquo;G&ouml;tterh&auml;mmerung&ldquo; (1984) zu einem Riesenfan dieses konstruktiv polarisierenden Rock-Urgeisteins avancierte. Neben der wirklich vortrefflichen, aktuellen CD &bdquo;St&auml;rker als die Zeit&ldquo;, d&uuml;rfte die nun anstehende Stadion-Tournee von Udo Lindenberg zu den nicht so leicht zu &uuml;berfl&uuml;gelnden H&ouml;hepunkten des nun so positiv un offensiv angebrochenen Deutschrock-Fr&uuml;hlings, und letzteres allgemein zu den Gro&szlig;ereignissen der kommenden Open-Air- und Festival-Saison 2016, erwachsen. 13 Termine, von M&uuml;nchen im S&uuml;den bis Hamburg im Norden, stehen bis zum 26. Juni d.J. auf der Liste. <\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\"><b>Udo Lindenberg<\/b><\/font><\/font><\/font><font color=\"#252525\" style=\"line-height: 100%;\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">, inkl. &bdquo;Panikorchester&ldquo;, T&auml;nzer, S&auml;nger und Artisten, d&uuml;rfte in allen St&auml;dten, die der &bdquo;Keine Panik Tour&ldquo;-Tross in diesen Wochen ansteuert, ein ums andere Mal auf ein begeistertes Auditorium treffen, zumal sich seine k&uuml;nstlerischen und musikalischen Meriten und Verdienste gerade in den vergangenen acht Jahren nach &bdquo;Stark wie zwei&ldquo; unaufh&ouml;rlich und unverr&uuml;ckbar von H&ouml;hepunkt zu H&ouml;hepunkt gesteigert haben.<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 9pt; font-family: \u00b4Lucida Sans Unicode\u00b4, serif; color: rgb(37, 37, 37); line-height: 100%;\">Es war fraglos ein toller, inspirierender und erhellender Abend in Gelsenkirchen auf Schalke; ein ganz besonderer Dank gilt dem Behindertenservice des Hallenpersonals der &bdquo;Veltins-Arena&ldquo;, der mich unb&uuml;rokratisch und in aller Schnelle bei der Findung einer f&uuml;r mich gerechten Sitz-\/Stehplatz-Mixtur behilflich war, und nat&uuml;rlich dem &ouml;rtlichen Veranstalter &bdquo;Dirk Becker Entertainment&ldquo;, der mich ebenso problemlos f&uuml;r das wundervolle Udo-Konzert akkreditiert hat!<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%\"><font color=\"#252525\"><font face=\"Lucida Sans Unicode, serif\"><font style=\"font-size: 9pt\">Die kommenden Konzerttermine sind <strong><a href=\"http:\/\/www.udo-lindenberg.de\/termine.53058.htm\">HIER<\/a><\/strong> nachzulesen!<\/font><\/font><\/font><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 13px;\">&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 13px;\">&nbsp;<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 20. bis 22. Mai 2016<br \/>http:\/\/www.warner.de<br \/>http:\/\/www.udo-lindenberg.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Holger St\u00fcrenburg war am Freitag (22.05.2016) beim gro\u00dfen Stadionkonzert in Gelsenkirchen (Veltins-Arena auf Schalke) vor Ort &#8230;:\u00a0 Wenn man dieser<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77189,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77188"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77188"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77188\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77189"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}