{"id":76975,"date":"2016-05-29T00:00:00","date_gmt":"2016-05-29T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=76975"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"GRAHAM-BONNEY-Konzert-Bericht-G-76974","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/GRAHAM-BONNEY-Konzert-Bericht-G-76974\/","title":{"rendered":"GRAHAM BONNEY <br \/>Konzert-Bericht: Graham Bonney  &#8211; &quot;Yesterdance&quot; (Vorprogramm: &quot;Take Off\u201c und &quot;Yesterdance&quot;) &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; 25. Mai 2016, Gelsenkirchen-Rotthausen, &#8222;Volkshaus Rotthausen&#8220;, 20:00 Uhr!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als vor knapp zwei Jahren, im Herbst 2014, der Startschuss fiel f&uuml;r das von Peter Sebastian herausgegebene Benefizb&uuml;chlein &bdquo;Weihnachts-Leben &ndash; Prominente und ihre Weihnachtsgeschichten&ldquo; und ich in diesem Zusammenhange dankenswerter Weise von meinem v&auml;terlichen Freund und Mentor Peter mit der journalistischen und redaktionellen Bearbeitung und Betreuung desselben beauftragt wurde, erhielten wir von &uuml;ber 30 bekannten Mitmenschen aus den Bereichen Musik, Show, Kultur, Wirtschaft und Politik jeweils eine sch&ouml;ne, von diesen pers&ouml;nlich entworfene Weihnachtsgeschichte. All diese fanden dann in diesem, zum Weihnachtsgesch&auml;ft 2015 ver&ouml;ffentlichten, 156seitigen Buch zugunsten des &bdquo;F&ouml;rderkreises Unfallgesch&auml;digter Kinder e.V.&ldquo; (von dem es &uuml;brigens im Herbst diesen Jahres eine Zweitauflage geben wird!) einen w&uuml;rdigen Platz.<\/p>\n<p>Eine enorm lustige, mit typisch britischem Humor ausgestattete Geschichte lieferte uns unter dem Titel &bdquo;Wenn Santa Claus in Deutschland links f&auml;hrt&ldquo; ein nun schon seit 50 Jahren &auml;u&szlig;erst angesehener und erfolgreicher S&auml;nger und Entertainer ab, der 1943 in London geboren wurde und kaum 20 jahre sp&auml;ter &ndash; damals noch in seiner Muttersprache singend &ndash; hierzulande u.a. im legend&auml;ren &bdquo;Star Club&ldquo; in der Hamburger &bdquo;Gro&szlig;en Freiheit&ldquo; auf St. Pauli auftrat. Bei diesem &uuml;beraus sympathischen Vollblutmusiker handelt es sich um niemand geringeren, als um <strong>GRAHAM BONNEY<\/strong>.<\/p>\n<p>Viele seiner l&auml;ngst Kultstatus genie&szlig;enden Lieder, die er nach 1966 auch und gerade auf Deutsch, von Deutschland aus, in die Hitparaden entsandte, fallen &ndash;<em> smago!<\/em> Leserinnen und Leser d&uuml;rften es vielleicht erahnen &#8211; in die Kategorie derjenigen unschlagbaren Songfavoriten, die mir mein 1984 verstorbener Herr Papa zu Kindergarten- und Grundschulzeiten, von alten, nicht selten arg kratzigen Vinyl-Schallplatten vorgespielt hatte. Ebenso, wie ich &ndash; wie immer wieder mal beschrieben &ndash; mit vier, f&uuml;nf, sechs Jahren die guten, alten Schmankerl von Freddy Quinn oder Peter Alexander, Bill Ramsey oder Vico Torriani Dank meines Vaters zu h&ouml;ren bekam, so lernten meine kindlichen Ohren in jenen Tagen gleicherma&szlig;en traumhafte Beat-Schlager der Sorte &bdquo;Supergirl&ldquo; (1966), &bdquo;Siebenmeilenstiefel&ldquo; (1967) oder &bdquo;W&auml;hle 3-3-3&ldquo; (1969) kennen und lieben.<\/p>\n<p>Ich wusste in jener &Auml;ra zwar kaum, was ein &bdquo;Supergirl&ldquo; sein k&ouml;nnte (ggf. Ines Grannemann aus unserer Kindergartengruppe, ich wei&szlig; es nicht ;-), geschweige denn, wie man sich in &bdquo;Siebenmeilenstiefeln&ldquo; so fortbewegen k&ouml;nne &ndash; aber die entsprechend betitelten Lieder von Graham Bonney kannte ich schon als Kind in- und auswendig.<\/p>\n<p>Verdamp lang her ess dat alles, aber am 25. Mai 2016 sollte es mir endlich m&ouml;glich sein, diesem, einem der wichtigsten S&auml;nger meiner fr&uuml;hen Kindheit, gegen&uuml;berzustehen bzw. zu sitzen und zuvor einen &uuml;ber einst&uuml;ndigen Live-Auftritt von diesem mitzuerleben.<\/p>\n<p>Der Veranstalter &bdquo;JB Events&ldquo; hatte sich alle erdenkliche M&uuml;he gegeben, die konzert&auml;re Aufwartung von <strong>GRAHAM BONNEY<\/strong> zu einem Gelsenkirchener Gro&szlig;ereignis werden zu lassen. &Uuml;berall in der ganzen Stadt hingen seit Wochen Plakate, lagen Flugbl&auml;tter bzw. Werbekarten aus. Durch letztere war auch ich vor ca. zwei Monaten auf diese Veranstaltung aufmerksam geworden, woraufhin ich sogleich Peter Sebastian ersuchte, mir doch Kontakt zu diesem liebenswerten &ndash; ja, man muss es so sagen &ndash; Weltstar herzustellen.<\/p>\n<p>So war am vergangenen Mittwoch, dem 25. Mai 2016, abends, im &bdquo;Volkshaus&ldquo; zu Rotthausen &ndash; einem s&uuml;dlich gelegenen Stadtteil an der Grenze zu Essen, in dem ich in meinem nun rund einen Jahr Ruhrpott noch nicht gewesen bin &ndash;, eine gro&szlig;e Sause angek&uuml;ndigt, mit zwei Sets der &ouml;rtlichen Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Cover-Combo Nummer Eins, <strong>&bdquo;Take Off&ldquo;<\/strong>, und als H&ouml;hepunkt einem Auftritt der seit &uuml;ber 30 Jahren in der rheinl&auml;ndischen Kolpingstadt Kerpen lebenden Beat-Legende Graham Bonney.<\/p>\n<p>&bdquo;Take off&ldquo; bestehen aus f&uuml;nf Musikern rund um den Bandleader, Hauptvokalisten und B&uuml;hnenberserker Dieter Wartmann und treten fast monatlich unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Yesterdance&ldquo; in Gelsenkirchen und Umgebung mit einem fein abgestimmten Repertoire aus Oldies der 60er und 70er Jahre, deutschen Schlagern jener Periode, sowie Rock&rsquo;n&rsquo;Roll- und Beat-Klassikern auf.<\/p>\n<p>Das Quintett betrat um Punkt 20.00 Uhr die B&uuml;hne des mit ca. 300 Zuschauern gut besetzen, aber keinesfalls ausverkauften &bdquo;Volkshauses Rotthausen&ldquo; und &uuml;bernahm die vielleicht an diesem speziellen Abend als etwas undankbar aufscheinende Aufgabe, im Sinne einer Vorgruppe das &uuml;berwiegend betagtere Publikum auf den fulminanten Einmarsch von Graham Bonney musikalisch einzustimmen. Trotz durchaus konstruktiver und gewitzter Interpretationen unwiderruflicher Evergreens der Sorte <strong>&bdquo;Cottonfields&ldquo;<\/strong> (Johnny Cash, 1962), <strong>&bdquo;The Letter&ldquo;<\/strong> (&bdquo;Box Tops&ldquo;, 1967), <strong>&bdquo;I saw her standing there&ldquo; <\/strong>(&bdquo;The Beatles&ldquo;, 1963), <strong>&bdquo;Lay down Sally&ldquo;<\/strong> (Eric Clapton, 1977) oder <strong>&bdquo;Sweet little Sixteen&ldquo;<\/strong> (Chuck Berry, 1958), wollte der Funke zwar durchaus &uuml;berspringen, aber es gelang dem Funken, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, leider nun mal nicht, sich seinen doch so hei&szlig;ersehnten Wunsch zu erf&uuml;llen. Man sp&uuml;rte hingegen vielmehr f&ouml;rmlich, dass &bdquo;Take off&ldquo; an diesem Abend k&uuml;nstlerisch alles andere, als gut drauf waren, wobei man wom&ouml;glich den Eindruck gewinnen konnte, die Truppe wollte vielleicht mit einiger Absicht gar nicht gut drauf sein, um so die Veranstaltung als solche von vornherein nicht gut werden zu lassen. Alleine manche Ansagen, insbesondere bez&uuml;glich des Stargastes und seiner Musik, st&auml;ndige kindisch-pubert&auml;re Anmerkungen bei den Moderationen, ein deutlich vernehmbares Schlechtreden des Deutschen Schlagers an sich, legten eine gewisse Art und Weise von Eifersucht an den Tag und konnten somit nur als absolut unprofessionell bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Die Anwesenden blieben zudem &uuml;berwiegend stocksteif an ihren Tischen sitzen, da half es auch nichts, dass &bdquo;Take off&ldquo;-Frontmann Dieter Wartmann die G&auml;ste ein ums andere Mal zum Mitmachen, Mitsingen, Mitgr&ouml;len aufforderte, was normalerwiese bei dementsprechender Partymucke a la <strong>&bdquo;Sweet Home Alabama&ldquo;<\/strong> (&bdquo;Lynyrd Skynyrd&ldquo;, 1974) oder <strong>&bdquo;Na, Na, Hey, Hey, Kiss him goodbye&ldquo;<\/strong> (&bdquo;Steam&ldquo; 1969) eigentlich immer gelingt. Bei Westernhagens 1989er-Radiohit <strong>&bdquo;Weil ich Dich liebe&ldquo;<\/strong> turnte Dieter sogar durch die B&auml;nke und &uuml;ber die Tische im Zuschauerraum, <strong>&bdquo;Oh, Pretty Woman&ldquo;<\/strong> (Roy Orbison, 1964) und <strong>&bdquo;The Wanderer&ldquo;<\/strong> (Dion DiMucci, 1961) konnten, trotz fraglos zumeist gelungener, erfrischender Reanimation durch &bdquo;Take off&ldquo;, keinerlei Explosion im Saal hervorzaubern.<\/p>\n<p>Um 21.00 Uhr beendeten <strong>&bdquo;Take Off&ldquo;<\/strong> ihren ersten Part an jenem denkw&uuml;rdigen 25. Mai, es folgte eine kurze Umbaupause &ndash; und um 21.15 Uhr stand ER auf der B&uuml;hne: Der gro&szlig;e, unangreifbare und immer junge <strong>Graham Bonney<\/strong> ad Personam.<\/p>\n<p>Endlich kam nun Stimmung in die Bude. Zum eingespielten Halb-Playback, pr&auml;sentierte Graham als Er&ouml;ffnungstitel den un&uuml;bertrefflichen Fr&uuml;h-70er-Klassiker <strong>&bdquo;(Is this the Way to) Amarillo&ldquo;<\/strong> des gesch&auml;tzten Kollegen und Gentleman-Crooners Tony Christie, um gleich danach seinen eigenen 1972er-Top-40-Hit <strong>&bdquo;Du bist viel zu sch&ouml;n, um alleine nach Hause zu geh&rsquo;n&ldquo;<\/strong> (am 28. Oktober 1972 Nummer 3 in Dieter Thomas Hecks &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo;, einen Monat sp&auml;ter, Numero 4) kraftvoll und ohne jegliche Abnutzungserscheinungen zu intonieren. Im August 1968 hatte der fesche, zu 99.9 Prozent (plus 0.1 %) sogleich in die Geh&ouml;rg&auml;nge eindringende Beat-Stomper <strong>&bdquo;99.9 Prozent&ldquo;<\/strong> den 27. Platz der einheimischen Singlehitlisten erst&uuml;rmen k&ouml;nnen, weshalb Graham diese flotte Christian Bruhn\/G&uuml;nter Loose-Komposition nat&uuml;rlich auch im &bdquo;Volkshaus&ldquo; zu Gelsenkirchen-Rotthausen frisch und ansprechend mit im Programm hatte.<\/p>\n<p>Der Verfasser dieser Zeilen erfuhr an jenem Abend, dass auch Graham Bonney &ndash; wie er selber &ndash; ein &uuml;berzeugter Fan des US-amerikanischen Singer\/Songwriters Neil Diamond ist. Die so romantische, wie leidenschaftliche Mid-Tempo-Ballade <strong>&bdquo;Song Sung Blue&ldquo;<\/strong> bedeutete 1972 einen realen Welthit f&uuml;r den grandiosen New Yorker Entertainer. Graham Bonney grub diesen unverbr&uuml;chlichen Radikalohrwurm in Gelsenkirchen fr&ouml;hlich und stimmstark aus, bevor er, nun mit E-Gitarre behangen, einen gewagten, aber &auml;u&szlig;erst spannenden Abstecher in gef&auml;llige Country- und Western-Gefilde unternahm.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Some broken Hearts never mend&ldquo;<\/strong>, hierzulande am ehesten bekannt geworden Ende 1980 durch US-Schauspieler und &bdquo;Kojak&ldquo;-Darsteller Telly Savalas, geleitete &uuml;ber zu dem selbstverfassten, rasanten Country-Blues <strong>&bdquo;Drinking Whisky<\/strong>&ldquo;, der 2008 &nbsp;erstmals auf den Markt gekommen war, und dem locker-flockigen 1980er-Hit <strong>&bdquo;On the Road again&ldquo;<\/strong> von Country-Urgestein Willie Nelson.<\/p>\n<p>Daran anschlie&szlig;end begab sich Graham Bonney, solo und nur mit Gitarre begleitet, auf eine spritzige Tour de Force durch eine gr&ouml;&szlig;ten Hits, also durch diejenigen Titel, die mein Herr Vater 1974\/75\/76 bei unseren sonntagnachmitt&auml;glichen Platten-H&ouml;r-Stunden ein ums andere Mal auf seinem alten DUAL-Ger&auml;t f&uuml;r seinen Sohn auflegte. Wir h&ouml;rten nun stets ein paar Takte lang <strong>&bdquo;Hallo Taxi&ldquo;<\/strong> (1971), <strong>&bdquo;Traumgirl&ldquo; <\/strong>(1968), <strong>&bdquo;Hey, little Lady&ldquo;<\/strong> (1969), <strong>&bdquo;Rosemary und Companie<\/strong>&ldquo; (1973) und &ndash; wie kann es anders sein? &ndash; das legend&auml;re <strong>&bdquo;Supergirl&ldquo;<\/strong>, das nun schon ganze 50 Jahre auf dem Buckel hat, in den Tagen der Hochzeit meiner Eltern in unseren Breitengraden auf Rang 8 der Hitlisten verweilte, zugleich in den legend&auml;ren &bdquo;BRAVO Chart&ldquo; die &bdquo;Beatles&ldquo; und ihr &bdquo;Yellow Submarine&ldquo; vom ersten Rang verdr&auml;ngte, sechs Wochen lang fest auf der Spitzenposition und ganze neun Monate unter den Top 10 zu finden war, und, wie ich nach dem Konzert seitens Graham und seiner Gattin erfreut vernahm, in wenigen Wochen in einer 50th Anniversary-Neuaufnahme die Runde machen wird.<\/p>\n<p>Die 1967 bis auf Rang 6 der &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen marschierten <strong>&bdquo;Siebenmeilenstiefel&ldquo;<\/strong> boten den Auftakt f&uuml;r ein schier geniales Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Medley, f&uuml;r das Graham zum Halbplayback die E-Gitarre drosch und &ndash; zur Freude der viel zu wenigen vor der B&uuml;hne zum Tanz aufgelaufenen G&auml;ste &ndash; zun&auml;chst die unvergessliche <strong>&bdquo;3-3-3-3&ldquo;<\/strong> auf dem Telephon w&auml;hlte &ndash; immerhin war er mit diesem Dauerbrenner sogleich h&ouml;chst erfolgreicher Teilnehmer der allerersten &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; &uuml;berhaupt, am 18. Januar 1969 &ndash; um dann, mittels Chuck-Berry-gem&auml;&szlig;em Duck-Walk, schwei&szlig;treibend und aufw&uuml;hlend in den &bdquo;Status Quo&ldquo;\/John Fogerty-Mitsinghymnus <strong>&bdquo;Rockin&lsquo; all over the World&ldquo;<\/strong> einzusteigen.<\/p>\n<p>Um 21.55 Uhr sollte der offizielle Teil von Graham Bonneys diesj&auml;hrigem Auftritt in Gelsenkirchen zu Ende sein, aber&hellip; ohne Zugaben wollten die zwischenzeitlich so nach und nach aus ihrer mutma&szlig;lichen Fronleichnams-Lethargie erwachenden Fans den Star des Abend nun doch nicht von der B&uuml;hne ziehen lassen. Graham erz&auml;hlte nun von seinen Tagen in Hamburg, im &bdquo;Star Club&ldquo;, auf der Reeperbahn, wie er damals kaum 20 Jahre alt, mit den fr&uuml;hen &bdquo;Beatles&ldquo; und Tony Sheridan zusammen aufgetreten war, und lie&szlig; seine kleine Geschichtsstunde &uuml;ber die wilden 60er Jahre in meiner alten Heimatstadt mit fetzigen Livedarbietungen des traditionellen schottischen Folksongs <strong>&bdquo;My Bonnie&ldquo;<\/strong>, 1961 der allererste Top-5-Hit der &bdquo;Beatles&ldquo;, die einstmals noch &bdquo;The Beat Brothers&ldquo; hie&szlig;en und eben erw&auml;hntem Tony Sheridan als Begleitband dienten, sowie der allerersten echten &bdquo;Beatles&ldquo;-Single, <strong>&bdquo;Love me do&ldquo;<\/strong>, rockig ausklingen. Als zweite Zugabe fungierte der 1995 erstver&ouml;ffentlichte, ehrliche und liebevolle Schunkelschlager <strong>&bdquo;Gute Freunde&ldquo;<\/strong>, den Graham damals bei Dieter Thomas Hecks gro&szlig;em ZDF-Wunschkonzert &bdquo;Musik liegt in der Luft&ldquo; vorstellte, woraufhin das Gelsenkirchener Gastspiel der lebenden Legende aus London um zehn nach zehn endg&uuml;ltig vor&uuml;ber war.<\/p>\n<p>Kurz darauf enterten wiederum <strong>&bdquo;TAKE OFF&ldquo;<\/strong> die B&uuml;hne des &bdquo;Volkshauses Rotthausen&ldquo; und versuchten, die anwesenden Fans mit Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Standards und Oldies a la <strong>&bdquo;Baby Come Back&ldquo;<\/strong> (&bdquo;The Equals&ldquo;, 1967), <strong>&bdquo;Summertime Blues&ldquo;<\/strong> (Eddie Cochran, 1958), <strong>&bdquo;I&rsquo;m a Believer&ldquo;<\/strong> (&bdquo;The Monkees&ldquo;, 1966) oder <strong>&bdquo;Surfin&lsquo; U.S.A.&ldquo;<\/strong> (&bdquo;The Beach Boys&ldquo;, 1963) zum Mitmachen und Abfeiern zu bewegen. W&auml;hrend dessen schrieb Graham Bonney im hinteren Teil der Halle emsig Autogramme. Obwohl die auf der B&uuml;hne musizierenden Mitglieder von &bdquo;Take Off&ldquo; seitens des Veranstalters inst&auml;ndig gebeten worden waren, einen entsprechenden Hinweis darauf zu geben, haben sie dies zuerst gar nicht getan und sp&auml;ter wiederum in einer eher b&ouml;sartigen Tonlage abgehandelt. Dieses Verhalten einer lokalen Cover-Band gegen&uuml;ber einem seit 50 Jahren aktiven, auf der ganzen Welt aufgetretenen S&auml;nger und Entertainer, der sowohl im Hamburger &bdquo;Star Club&ldquo;, als auch sp&auml;ter als eigentlicher Urvater der K&ouml;lschen &bdquo;Bl&auml;ck F&ouml;&ouml;&szlig;&ldquo;, Musikgeschichte geschrieben hat, ist schlicht unw&uuml;rdig.<\/p>\n<p>Wir sa&szlig;en sp&auml;ter noch mit Graham und seiner Gattin Iris im Backstage-Bereich und analysierten Ablauf und Konzeption der Veranstaltung. Diese hatte sich letztlich als zweischneidiges Schwert erwiesen. Der Star des Abends lieferte fraglos eine Top-Show voller Emotionen, Stimmst&auml;rke und mitrei&szlig;ender Melodien aus Schlager, Pop, Country und Rock&rsquo;n&rsquo;Roll. Doch die Regie schien einfach nicht funktioniert zu haben; man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, manche Anwesende h&auml;tten gar nicht genau gewusst, wen sie vor sich hatten, wer f&uuml;r sie aus Kerpen angereist war, um sie auf eine famose Zeitreise in die Swingen Sixties und Golden Seventies mitzunehmen.<\/p>\n<p>F&uuml;r mich pers&ouml;nlich jedenfalls war es eine au&szlig;erordentliche gro&szlig;e Freude und Ehre, einem Lieblingss&auml;nger aus ganz fr&uuml;hen Kindertagen livehaftig zu begegnen, seine Klasse Darbietungen zu genie&szlig;en und mich daran anschlie&szlig;end sogar noch &auml;u&szlig;erst nett und anregend mit ihm und seiner Gattin auszutauschen. Bald darauf hie&szlig; es f&uuml;r mich allerdings &ndash; um mit Grahams so benanntem 1971er-Superschlager zu reden &ndash; <em>&bdquo;Hallo Taxi&ldquo;<\/em> und ich fuhr, mit sch&ouml;nen, klingenden Erinnerungen aus meiner Kinderzeit auf den Lippen nach Hause, von Rotthausen in die Altstadt, und setzte mich dort umgehend an diesen Konzertbericht!<\/p>\n<p>Freuen wir uns nun also auf die bald zun&auml;chst im Download-Format erscheinende, neue Zwei-Track-CD mit <strong>&bdquo;SUPERGIRL 1966-2016&ldquo;<\/strong> und einem neuen Schlagerpop-Titel namens <strong>&quot;PARTY FOR TWO&quot;<\/strong>, der von Christian Bruhn komponiert und von Michael Holm betextet wurde, zum 50j&auml;hrigen Jubil&auml;um des dauerhaft stilbildenden und regelm&auml;&szlig;ig radikal aufmunternden Ohrwurms <strong>&bdquo;Supergirl&ldquo;<\/strong>, auf viele weitere Konzerte und Auftritte von <strong>Graham Bonney<\/strong> hier und anderswo, und w&uuml;nschen wir uns, dass er immer wieder einen ihm auch w&uuml;rdigen Rahmen finden m&ouml;ge, wo er uns mit seinen tollen Lieder, seiner ehrlichem, urw&uuml;chsigen und g&auml;nzlich bodenst&auml;ndigen Art, seinem klassisch britischen Humor begeistern kann!<\/p>\n<p>Auf der weiterhin aktuellen Longplay-CD <strong>&quot;HAPPY IN GERMANY &#8211; DANKE DEUTSCHLAND&quot;<\/strong> befinden sich 23 Titel, Oldies, Newies und Songs aus dem derzeitigen B&uuml;hnenprogramm. Sie erschien beim hauseigenen Label DOLLYWOLF und ist unter <strong><a href=\"http:\/\/www.grahambonney.de\">www.grahambonney.de<\/a><\/strong> bestellbar!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 25. bis 27. Mai 2016<\/p>\n<p>http:\/\/www.grahambonney.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; 25. 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