{"id":76840,"date":"2016-06-02T00:00:00","date_gmt":"2016-06-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=76840"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"NIEDECKENS-BAP-Konzert-Bericht-76839","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/NIEDECKENS-BAP-Konzert-Bericht-76839\/","title":{"rendered":"NIEDECKEN&#39;S BAP <br \/>Konzert-Bericht von Holger St\u00fcrenburg: Niedecken&#39;s BAP &#8211; 31.05.2016, K\u00f6nig-Pilsener Arena Oberhausen!"},"content":{"rendered":"<p>Wer Wolfgang Niedecken und seine Mannen in diesem Jahr live erleben will, hat bis zum 19. Dezember noch reichlich Gelegenheit dazu!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Et ess verdamp lang her&hellip; mein allererstes <strong>&bdquo;BAP&ldquo;<\/strong>-Konzert. Schon im M&auml;rz 1984, als meine&nbsp; Mutter und ich in den Fr&uuml;hjahrsferien eine Woche lang in Bad Lauterberg im Harz weilten, ersp&auml;hten wir auf unseren t&auml;glichen Ausflugsfahrten durch das gem&uuml;tliche Mittelgebirge in Niedersachsen die Plakate, auf denen die kommende &bdquo;BAP&ldquo;-Tournee beworben wurde. Ein Jahr zuvor, 1983, hatte die 1976 begr&uuml;ndete K&ouml;lschrock-Combo eine kreative Schaffenspause eingelegt; nach der Mammuttournee 1982\/83, erschien im August genannten Jahres ausschlie&szlig;lich die h&ouml;chsterfolgreiche Live-Doppel-LP &bdquo;Bess demn&auml;xh&ldquo;. Zus&auml;tzlich plante man eine &bdquo;DDR&ldquo;-Tournee, die dann aber, nachdem die verkn&ouml;cherten Kulturoberen des Arbeiter- und Bauernstaates Einfluss auf das Konzertrepertoire nehmen und den zuvor unver&ouml;ffentlichten Titel &bdquo;Deshalv spill mer he&ldquo; verbieten wollten, seitens der Band wieder abgesagt wurde. So wartete ab Jahresbeginn 1984 alles gespannt auf die f&uuml;r Mai angek&uuml;ndigte, neue LP, mitsamt dazugeh&ouml;riger, erneut ausgiebiger Tour.<\/p>\n<p>Als meine Mutter und ich wieder zur&uuml;ck in Hamburg waren und mein achtes Schuljahr weiterging, prangte auf den dortigen &bdquo;BAP&ldquo;-Konzertplakaten bereits der Streifen &bdquo;ausverkauft&ldquo;. Zum Gl&uuml;ck wohnte in unserem Haus in Hamburg-Lokstedt, als direkte Nachbarin neben unserer Wohnung, eine Mitarbeiterin des Hanseatischen Konzertmoguls Karsten Jahnke, der f&uuml;r die &ouml;rtliche Durchf&uuml;hrung der beiden &bdquo;BAP&ldquo;-Open-Airs im Winterhuder Stadtpark verantwortlich zeichnete, die stattfinden sollten am 22. und 23. September 1984. So erhielt ich von dieser Nachbarin den allerersten Backstage-Pass meines Lebens, st&uuml;rzte mich Ende Mai auf die zur Tour ver&ouml;ffentlichte, neue &bdquo;BAP&ldquo;-Scheibe &bdquo;Zwesche Salzjeb&auml;ck un Bier&ldquo; und freute mich, gerade mal 13 Jahre alt, wie sonst was auf die Aufwartung meiner 1983 frisch entdeckten Rockhelden uss K&ouml;lle am Rhing zum Ausklang der Hamburger Stadtparksaison des &bdquo;Orwell-Jahres&ldquo;.<\/p>\n<p>Am Freitagabend, dem 22. September 1984, 14 Tage nach meiner vollkommen misslungenen, sogenannten &bdquo;Ersten Liebe&ldquo; (die ich seit damals in schriftlichen Ausf&uuml;hrungen stets in Axel-Springer-gem&auml;&szlig;e Anf&uuml;hrungszeichen setze, da dieses Fiasko genauso wenig &bdquo;Liebe&ldquo; war, wie die &bdquo;DDR&ldquo; &bdquo;demokratisch&ldquo;), konnte ich auf konstruktivste Weise meinen Frust dar&uuml;ber abbauen mittels drei Stunden &bdquo;BAP&ldquo; in R(h)einkultur. &bdquo;Alexandra &ndash; Nit nur Do&ldquo;, &bdquo;Diss Naach ess alles drin&ldquo;, &bdquo;Nemm mich met&ldquo;, &bdquo;Zofall un e janz klein bessje Gl&ouml;ck&ldquo; &ndash; diese und die meisten anderen, im Rahmen meines allerersten &bdquo;BAP&ldquo;-Konzerts aufgef&uuml;hrten Songs sind bei mir l&auml;ngst in Fleisch und Blut &uuml;bergegangen und haben mich seit nunmehr 33 Jahren nicht mehr verlassen.<\/p>\n<p>So hat es mich 2016, 33 Joohr donoh, wiederum zu einem &bdquo;BAP&ldquo;-Konzert hingezogen, bestimmt dem 20. seiner Art, das ich in den letzten 33 Jahren, ob in Hamburg, in M&uuml;nchen, in Paderborn, in Geesthacht, in Entenwerder oder in Ingolstadt, immer wieder erwartungsvoll besuchte und hierbei niemals entt&auml;uscht wurde.<\/p>\n<p>Unter dem Motto &bdquo;Lebensl&auml;nglich &ndash; 40 Jahre BAP&ldquo;, gastierten <strong>&bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo;<\/strong>, wie sich die runderneuerte, aktuell sechsk&ouml;pfige Formation um das einzig verbliebene Gr&uuml;ndungsmitglied, den S&auml;nger, Liedschreiber, Lieddenker, Geschichtenerz&auml;hler Wolfgang Niedecken, heutzutage nennt, im Zuge dieser Jubil&auml;umstournee am Dienstag, dem 31. Mai 2016, in der mit 4.500 G&auml;sten sehr gut gef&uuml;llten &bdquo;K&ouml;nig-Pilsener-Arena&ldquo; zu Oberhausen. Dies hatte f&uuml;r mich, als langj&auml;hrigen, treuen &bdquo;BAP&ldquo;-Begleiter, nat&uuml;rlich das sofortige Ansuchen um eine Akkreditierung f&uuml;r diese &uuml;ber dreist&uuml;ndige Zeitreise durch vier Jahrzehnte k&ouml;lschen Rock&rsquo;n&rsquo;Rolls bedeutet, der ich nun am vergangenen Dienstag, von immenser Freude beseelt und durchaus von einigen sentimentalen Empfindungen durchzogen, beiwohnen durfte.<\/p>\n<p>&Uuml;berwiegend Vertreter der Generation 40plus f&uuml;llten dichtgedr&auml;ngt die Sitzreihen in der &bdquo;K&ouml;Pi-Arena&ldquo;. Die meisten der angereisten Fans d&uuml;rften die Band &auml;hnlich lange interessiert beobachtet, vielleicht auch genauso intensiv gelebt haben, wie der Verfasser dieser Zeilen. Nachgewachsene im Alter des 31j&auml;hrigen Schlagzeugers und J&uuml;rgen-Z&ouml;ller-Nachfolgers S&ouml;nke Reich hatten sich hingegen kaum in der Oberhausener Halle eingefunden. Vor Konzertbeginn, konnte man auf der gro&szlig;en Leinwand hinter der B&uuml;hne 40 &bdquo;BAP&ldquo;-Plattencover aus ebenso vielen Jahren des Bandbestehens bewundern, LPs, CDs, Maxis, bevor um 20.05 Uhr die Lichter ausgingen und &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo; &ndash; bestehend aus Michael &bdquo;MC Wet&ldquo; Nass (key), Ulrich Rode (git), seiner charmanten Gattin Anne de Wolf, einer unnahbaren Sch&ouml;nheit, die Geige, Cello, Xylophon, Gitarre und Posaune (!) wie aus dem Ff beherrschte, Ex-&bdquo;Deserteur&ldquo; Werner Kopal am Bass, Jungspund S&ouml;nke Reich am Schlagzeug und selbstverst&auml;ndlich dem einzigen Urk&ouml;lner der aktuellen Besetzung, Gro&szlig;meister Wolfgang N. &ndash; die B&uuml;hne erklommen und sogleich mit der &bdquo;alten&ldquo;, gitarrenrockigen Version des 1981er-Kulthits <strong>&bdquo;Frau, ich freu mich&ldquo;<\/strong> (aus &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo;) kraftvoll, frisch und voranpreschend loslegten. Es folgten der unvermeidliche <strong>&bdquo;(Ne) sch&ouml;ne Jroo&szlig;&ldquo;<\/strong>, an all die, die unfehlbar sind (bzw. sich daf&uuml;r halten) &ndash; ich erspare mir aus Platzgr&uuml;nden an dieser Stelle eine Auflistung all derer, denen ich j&auml;&auml;n mol so einen bitterb&ouml;sen &bdquo;Sch&ouml;ne Jroo&szlig;&ldquo; bestelle w&ouml;&ouml;d, do jivv et su einige, wobei ich trotzdem gerade irgendwie an das Malvengew&auml;chs &bdquo;Althaea Officinalis&ldquo; denken muss&hellip; &ndash; und die Begr&uuml;&szlig;ung der sehr schnell hingerissenen und von ihren Sitzpl&auml;tzen aufgesprungenen Oberhauserinnen und Oberhauser (und aller zwecks dieser Jubil&auml;umsfeier aus dem lokalen Umfeld Zugereisten) durch Wolfgang Niedecken pers&ouml;nlich. Dieser dr&uuml;ckte seine Verbundenheit mit der &bdquo;K&ouml;Pi-Arena&ldquo; dahingehend aus, als dass er dort im Laufe der Jahre drei seiner gro&szlig;en Idole, Bob Dylan, Neil Young, Leonard Cohen, &sbquo;live&lsquo; erleben durfte und er sich schon jetzt auf den Auftritt der britischen Beatlegende &bdquo;The Who&ldquo; am 10. September 2016 in ebendieser Halle sehr freue (einer Vorfreude, der ich mich gerne anschlie&szlig;e, denn Pete Townshend und Co. werde ich mir, selbst wenn ich daf&uuml;r wom&ouml;glich Eintritt zahlen muss, ebenfalls keineswegs entgehen lassen!)<\/p>\n<p>&Uuml;ber erinnerungsw&uuml;rdige Kindheitserlebnisse des jungen Wolfgang N. im Nachkriegs-K&ouml;ln, von ersten Torerfolgen auf dem riesig anmutenden Bolzplatz um die Ecke, &uuml;ber die fr&uuml;he Konfrontation mit Elvis&lsquo; Superschnulze &bdquo;Love me Tender&ldquo;, bis hin zur unerreichbaren, spanischen Stadtteilsch&ouml;nheit &sbquo;Maria Lopez&lsquo;, berichtete nun der 1996er-Radiohit <strong>&bdquo;Nix wie bessher&ldquo;<\/strong>, bei dessen Zelebration 20 Jahre sp&auml;ter Anne de Wolf an der Violine gl&auml;nzte, bevor &bdquo;BAP&rsquo;s&ldquo; kommerziell erfolgreichste Single aller Zeiten, <strong>&bdquo;Fortsetzung folgt&ldquo;<\/strong>, im August 1988 Rang 10 der offiziellen &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen, in diejenigen, nicht unumstrittenen Tage des Bandlebens zur&uuml;ckf&uuml;hrte, in der sich das damalige kreative Gespann Wolfgang Niedecken\/Klaus &bdquo;Major&ldquo; Heuser offenkundig nicht einig dar&uuml;ber war, ob &bdquo;BAP&ldquo; in Futuro weiterhin krossen, gitarrenorientierten, bluesdurchtr&auml;nkten Rock pr&auml;sentieren wollten, oder ob sie sich nicht viel lieber rundfunktauglich-kommerziell-soften Synthipop\/Rock-Verschnitten hinzugeben ged&auml;chten.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;F&uuml;r &acute;ne Moment&ldquo;<\/strong>, Wolfgangs intime Hommage an singen ureigenen Dialekt, de K&ouml;lsche Verz&auml;ll, aus der dar&uuml;ber hinaus eher durchwachsenen 1999er-CD &bdquo;Comics &amp; Pin-Ups&ldquo;, seine &bdquo;pers&ouml;nliche Visitenkarte&ldquo;, wie er es in Oberhausen so sch&ouml;n formulierte, leitete &uuml;ber in die sehr leise Beschreibung des schwerst traumatisierten Weltkriegsveteranen <strong>&bdquo;Jupp&ldquo;<\/strong> (1981, aus &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo;), der all seine schlimmen Erlebnisse, seelischen, wie k&ouml;rperlichen Verwundungen, damit kompensierte, in dem er &uuml;berall herum erz&auml;hlte, was er alles auf der sch&ouml;nen, weiten Welt erlebt habe, obwohl er in Wirklichkeit w&auml;hrend der sinnlosen Schlacht um Stalingrad letztlich seinen Verstand verloren hatte.<\/p>\n<p>Weitaus fr&ouml;hlicher und legerer wurde es daran anschlie&szlig;end im locker-flockig-sommerlichen, so philosophischen, wie lebensbejahenden Reggae-Ohrwurm <strong>&bdquo;Aff un zo&ldquo;<\/strong> (2001); danach waren erst einmal vier &auml;u&szlig;erst spannungsgeladene Beitr&auml;ge aus &bdquo;Lebensl&auml;nglich, der im Januar d.J. erschienenen, aktuellen Studioproduktion von &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo;, an der Reihe. Dieses schlicht umwerfende, oft r&uuml;ckblickende, res&uuml;mierende, manches erkl&auml;rende Album ist musikalisch eng am Folkrock, US-amerikanischer, wie irisch-britischer Pr&auml;gung, angelehnt. Es verspr&uuml;ht Reminiszenzen an allgegenw&auml;rtige Niedecken-Vorbilder a la Dylan, Neil Young, Tom Petty oder Springsteen, erweist sich zudem als au&szlig;erordentlich textintensiv und legt einen wahrhaftigen &bdquo;Angry Old Man&ldquo; an den Tag, der zwar nicht am Weltgeschehen verzweifelt, aber immer wieder den Finger in die klaffende Wunde des heutigen Ex-und-Hopp-Zeitgeistes legt und &uuml;ber seine Eindr&uuml;cke famose, bildreiche Geschichten singt und proklamiert. In acht kurzen Strophen kam somit Wolfgangs auf &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; dargelegte Autobiographie <strong>&bdquo;Alles ist relativ&ldquo;<\/strong> zum Einsatz, wobei an dieselbe die bissig-zynische, anklagende, aber nicht verletzende, im Sinne eines Dylan&lsquo;esquen Talking Blues gehaltene <strong>&bdquo;Ballade vom Vollkasko-Desperado&ldquo;<\/strong>, anschloss. D&uuml;ster, ernst, fast apokalyptisch, und ob ihres zeitkritischen Tiefgangs weitestgehend auf Hochdeutsch (!) verfasst, begab sich Wolfgang nun auf eine zerm&uuml;rbende Reise durch das <strong>&bdquo;Absurdistan&ldquo;<\/strong> (Songtitel) des Heute und Hier, worauf eine beklemmende Geschichte von Fl&uuml;chtlingen aus Nordafrika folgte, die auf &uuml;berf&uuml;llten Booten nach Gibraltar fliehen wollen, um dort die <strong>&bdquo;Vision von Europa&ldquo;<\/strong> (Songtitel) zu erleben, aber auf dem beschwerlichen Weg dorthin elendig ums Leben kommen. Letzteres Klangdrama widmete der &bdquo;BAP&ldquo;-Frontmann in Oberhausen &uuml;brigens &bdquo;CAP Anamur&ldquo;-Menschenrechtsaktivist Rupert Neudeck, der am Morgen des 31. Mai 2016 an den Folgen einer Herzoperation verstorben war und f&uuml;r Wolfgang immer eine Art Stichwortgeber, gerade in Bezug auf seine karitativen T&auml;tigkeiten im von ihm ins Leben gerufenen &bdquo;Rebound&ldquo;-Projekt zugunsten ehemaliger Kindersoldaten im Kongo, darstellte.<\/p>\n<p>Dieser inhaltlich, wie musikalisch hochinteressante und zugleich brisante Abstecher in das &bdquo;BAP&ldquo;-Geschehen des Jahres 2016 bezeugte in bester Form, dass viele &ndash; wie gesagt, lyrisch zumeist sehr tiefgehende, nachdenkliche &ndash; Lieder von &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; erst im wilderen, mal d&uuml;steren, mal rockig-hymnischen Live-Kontext so richtig aufleben bzw. aus sich herausgehen, w&auml;hrend die Studio-Originale im Gegensatz dazu oft sehr dezent, still, vielleicht aff un zo gar ein bisschen spr&ouml;de und in sich gekehrt daherkommen.<\/p>\n<p>&sbquo;Bob Dylan meets Bo Diddley&lsquo; hie&szlig; es nun im bluesig-trockenen, abermaligen Talking Blues <strong>&bdquo;Diego-Paz wohr N&uuml;ngzehn&ldquo;<\/strong> (2008, aus &bdquo;Radio Pandora&ldquo;), der sich mit dem Schicksal zweier im Falkland-Krieg im Fr&uuml;hjahr 1982 gefallener Soldaten &ndash; einer aus Argentinien, einer aus Gro&szlig;britannien stammend &ndash; drastisch und mitf&uuml;hlend gleicherma&szlig;en auseinandersetzt. Bei der Auff&uuml;hrung dieses aufr&uuml;ttelnden, aufgeregten, geradezu nervenaufreibenden Blues-Rock-Gewitters duellierten sich Michael Nass an der Hammond-Orgel und Ulrich Rode an der Slide-Gitarre, spielten sich gegenseitig hoch, was der so aussichtslosen, wie warnenden Story &uuml;ber die beiden, nahezu gleichaltrigen, gegeneinander k&auml;mpfenden und doch so &auml;hnlich denkenden Soldaten eine ganz besondere Dramatik und Dynamik verlieh.<\/p>\n<p>Dem 1971 verstorbenen K&ouml;lner Photok&uuml;nstler Carl-Heinz Hargesheimer, genannt: Chargesheimer, widmeten &bdquo;BAP&ldquo; 2004 auf der CD &bdquo;Sonx&ldquo; die gesungene Retrospektive <strong>&bdquo;Unger Krahneb&auml;ume&ldquo;<\/strong>, die &uuml;ber eine urige K&ouml;lner Stra&szlig;e nahe der sagenumwobenen &bdquo;Nord-S&uuml;d-Fahrt&ldquo; handelt, die es als solche h&uuml;ckzoodaach joor niemieh jitt. 2016 ert&ouml;nte diese Liebeserkl&auml;rung an die 50er Jahre &bdquo;unter den Krahnenb&auml;umen&ldquo; zun&auml;chst introvertiert, zur&uuml;ckhaltend, bis dann auf einmal mittels berstender Rocksounds dieses Kapitel K&ouml;lscher Stadtjescheech kongenial, trefflich und gef&uuml;hlvoll in einem abgehandelt wurde, gefolgt vom hardrockigen &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;-Beitrag <strong>&bdquo;Dausende von Liebesleeder&ldquo;<\/strong>, in dem der einst so kritisch-distanzierte &bdquo;Rest-Katholische&ldquo; Wolfgang Niedecken seinen inneren Frieden &ndash; ob aus Altersweisheit oder aus Altersmilde, wee&szlig; he s&auml;lvs nit&nbsp; jenau &#8211; mit all den h&auml;ufig platt und allzu volkst&uuml;mlich wirkenden Sitten und Gebr&auml;uchen seiner Heimatstadt am Rhing schloss.<\/p>\n<p>Auf der Setlist stand nun der sog &bdquo;Vier-Liebeslieder-im-Sitzen&ldquo;-Block. Das bedeutete in Oberhausen: Vier knisternde, wie immer bei Wolfgang N. perfektest ausformulierte Gef&uuml;hlsaufwallungen aus 40 Joohr &bdquo;BAP&ldquo;, von den Bandmitgliedern auf Barhockern sitzend, nahezu &bdquo;unplugged&ldquo;, ohne gro&szlig;artige technische Gimmicks und Spielereien, urw&uuml;chsig, erdig und &bdquo;Jraaduss&ldquo; dargeboten. <strong>&bdquo;Jraaduss&ldquo;<\/strong> woor ooch dat &auml;tzte dieser &bdquo;vier Liebeslieder im Sitzen&ldquo;, ein aufbauendes, mutmachendes Chanson aus dem 1981er-Hitalbum &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo;, das noch heute pures G&auml;nsehautfeeling erzeugt. <strong>&bdquo;Paar Daach fr&ouml;&ouml;her&ldquo;<\/strong> stammt im Original aus der sehr vielschichtigen 1993er-CD &bdquo;Pik Sibbe&ldquo;, erwies sich neuerlich als sehr Dylan-beeinflusst und l&auml;sst einen verlassenen Mann seine letzte Beziehung Revue passieren: ER sitzt im k&uuml;hlen, sp&auml;therbstlichen K&ouml;ln, SIE ist abgehauen, vielleicht irgendwo ins sonnige Marokko. ER hat immer gewusst, dass SIE das wichtigste in seinem Leben ist, aber&hellip; dat alles h&auml;tte ihm am besten ein &bdquo;Paar Daach fr&ouml;&ouml;her&ldquo;, ergo vor der Trennung, in den Sinn kommen k&ouml;nnen&hellip;<\/p>\n<p>Daraufhin erklang <strong>&bdquo;Alles em Lot&ldquo;<\/strong> in einer wundervoll und punktgenau entschlackten, jeglicher Radio- und Chartstauglichkeit abholden, nahezu semiklassischen Umsetzung, gepr&auml;gt von sachtem Piano, dunklem Kontrabass, leiser, gef&uuml;hlvoller Akustikgitarre und Anne de Wolfs eloquent gestrichenem Cello. Domohls, 1990 auf der LP &bdquo;X f&uuml;r e U&ldquo;, galt &bdquo;Alles em Lot&ldquo;, rein lyrisch betrachtet, als ein, wenn nicht gar DAS Meisterst&uuml;ck, der gesamten Trackliste. Dennoch &ndash; ob es &bdquo;Majors&ldquo; Einfluss war oder die Plattenfirma darauf gedr&auml;ngt hatte &ndash; sickerte &bdquo;Alles em Lot&ldquo; 1990 stringent kommerzs&uuml;chtig, Synthi-verkleistert, aller Ecken und Kanten beraubt, aus den Lautsprechern der seinerzeit aufkeimenden, anonymen Elektro-Gro&szlig;m&auml;rkte, die Ende der 80er den guten, alten Schallplatten-Fachhandel mit Pers&ouml;nlicher Beratung erbarmungslos abl&ouml;sten&hellip; Im Anschluss an die Darbietung von &bdquo;Alles em Lot&ldquo; &ndash; vom nicht mehr kleinzukriegenden Oberhausener Auditorium grazi&ouml;s mitgesungen, mitgef&uuml;hlt, mitgelebt &ndash; meinte Wolfgang dem Sinne nach, er sei stolz und froh dar&uuml;ber, mit seiner derzeitigen Formation, gerade diesen Titel in ebendieser zerbrechlichen, hautnahen Ausformung erstmals genauso auff&uuml;hren zu k&ouml;nnen, wie er es sich schon immer gew&uuml;nscht hatte. Dem ist &ndash; trotz meiner Verehrung f&uuml;r Klaus &bdquo;Major&ldquo; Heuser als sp&auml;teren Blues-Gitarrero &ndash; ooch rein jarnix hennzo zof&ouml;je. Aus dem 1982er-Nummer-Eins-Opus &bdquo;Vun drinne noh drusse&ldquo;, fand schlussendlich das unschlagbare, noch heute schier bet&ouml;rende Liebesgest&auml;ndnis <strong>&bdquo;Do kanns zaubre&ldquo;<\/strong> seinen wohlverdienten Weg in den einfach nur phantastischen &bdquo;Vier-Liebeslieder-im-Sitzen&ldquo;-Block.<\/p>\n<p>Gleichsam 1981\/82 entstanden, war der bedrohliche Warnruf vor einer neuerlichen <strong>&bdquo;Kristallnaach&ldquo;<\/strong>. Dieser zeitgeschichtlich &uuml;beraus bedeutsame Titel gleichen Namens ist ohne Zweifel leider noch heute genauso aktuell, wie zu Zeiten seiner Erstver&ouml;ffentlichung auf &bdquo;Vun drinne noh drusse&ldquo;. Er m&uuml;ndete entsprechend am vergangenen Dienstagabend themengerecht in den brachialen Anti-Rassismus-Hymnus <strong>&bdquo;Arsch huh &ndash; Z&auml;ng ussenander&ldquo;<\/strong> aus dem Herbst 1992. Aber, ich m&ouml;chte ehrlich sein &ndash; und dies sehen viele Freunde und Bekannte, &uuml;brigens auch und gerade solche aus der ersten und zweiten Einwanderergeneration (und diese ganz besonders!), genauso: Sollten solche gutgemeinten Lieder im gesamtgesellschaftlichen Kontext des Jahres 2016, und insbesondere hinsichtlich all der &uuml;blen Vorkommnisse, ob zu Silvester am K&ouml;lner Domplatz oder vor wenigen Tagen beim Schlo&szlig;grabenfest in Darmstadt, trotz aller grundehrlicher und jederzeit ehrbarer inhaltlicher Substanz, nicht durchaus kritisch hinterfragt werden bzw. bestenfalls auf eine Allgemeing&uuml;ltigkeit in punkto Gewaltfreiheit, Courage und B&uuml;rgerpflicht umgem&uuml;nzt werden, um dem Gesamtkomplex, der seit knapp einem Jahr auf uns hereingebrochen ist, politisch, kulturell und (mit)menschlich gerecht zu werden? Kein Normalb&uuml;rger hat etwas gegen sympathische Fu&szlig;ball-Stars, wie Boateng oder &Ouml;zil, in seiner Nachbarschaft oder sonst wo, kein Normalb&uuml;rger m&ouml;chte, dass an Grenzen, nicht anders, wie es einst im &bdquo;DDR&ldquo;-Regime und in anderen kommunistischen Staaten der Fall war (und hier kann meine Familiengeschichte so einiges erz&auml;hlen), in menschenverachtender Manier geschossen wird &ndash; aber, kein Normalb&uuml;rger m&ouml;chte in einem Atemzug und unterschiedslos auf Feiern oder Festivals von entsprechenden T&auml;tergruppen bel&auml;stigt, bestohlen, bedr&auml;ngt, befummelt werden. Diese nicht wegzudiskutierenden Faktoren sollten auch und besonders die politisch versierten Rock- und Popmusiker in diesem, unseren Lande bei ihren wohlgemeinten und fraglos notwendigen Liedern stets bedenken, denn: Toleranz kann keine Einbahnstra&szlig;e sein!<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Verdamp lang her&ldquo;<\/strong>&hellip; Wolfgang Niedeckens so liebevolle, wie schonungslose Analyse seines ambivalenten Verh&auml;ltnisses zu seinem im Herbst 1980 verstorbenen Vater, dem Kaufmann Josef Niedecken, ist von jeher ein nicht wegzudenkendes <strong><em>MUSS <\/em><\/strong>bei allen &bdquo;BAP&ldquo;-Konzerten. Der Herr Sohnemann betonte immer wieder, mit impulsiver Vorliebe dieses Lied &ndash; das 1982 vollkommen unerwartet den Grundstein f&uuml;r den bundesweiten Durchbruch von &bdquo;BAP&ldquo;, in die h&ouml;chsten Sph&auml;ren der Hitparaden hinein, legte &ndash; bei keinem seiner Auftritte au&szlig;er Acht lassen zu wollen und somit ein ums andere Mal gern zu spielen. Herr Niedecken sen. muss ein vielleicht sehr engstirniger, konservativer, aber bestimmt sehr liebevoller Mensch gewesen sein; mein Herr Papa, 1984 verstorben, war wom&ouml;glich noch konservativer; ein klassischer &bdquo;Kalter Krieger&ldquo;, aber zugleich, wohl ob seiner ungarischen Herkunft, sehr weltoffen und international ausgerichtet, mit zig Kontakten, gerade in die arabische Welt hinein. Wolfgang, erwachsen geworden in den Irrungen und Wirrungen der 60er, v.a. 1968er Jahre, haderte mit seinem Vater. Obwohl ich von meinem Vater nicht nur meinen bis heute w&auml;hrenden Musikgeschmack erlernte und nicht wenige ethisch-moralische Grunds&auml;tze mit auf den Weg bekam, hadere auch ich bis heute sehr mit ihm. Somit wurde &bdquo;Verdamp lang her&ldquo; zugleich zu einem unverbr&uuml;chlichen, musikalischen Begleiter meines eigenen Lebens: <em>&bdquo;H&auml;ss fess jejl&auml;uv <\/em>\/<em> dat wer em Himmel op dich waat <\/em>\/<em> &quot;Ich j&ouml;nn et dir&quot;, hann ich jesaat&ldquo;<\/em>! Dem ist meinerseits nichts hinzuzuf&uuml;gen. Das Publikum sang lauthals mit&hellip; und Herr Niedecken sen. und Herr Prof. Tamas von Kreybig d&uuml;rften so erstaunt, wie begeistert, von ihrer Wolke auf das ausgelassene Spektakel, mitten in Oberhausen, heruntergeschaut haben!<\/p>\n<p>Um 22.20 Uhr verlie&szlig;en &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo; die B&uuml;hne der &bdquo;K&ouml;Pi-Arena&ldquo; zu Oberhausen zum ersten Mal an jenem Abend. Aber jeder, der in seinem Leben schon mal ein &bdquo;BAP&ldquo;-Konzert besucht hat, wei&szlig;, dass bei derartigen Veranstaltungen regelm&auml;&szlig;ig viele, viele Zugaben reine Ehrensache sind. &nbsp;So erschienen Wolfgang und die Seinen bald von neuem auf den die Welt bedeutenden Brettern und spielten den Titelsong des (rein subjektiv betrachtet, eher mauen) 2011er-Albums <strong>&bdquo;Halv su wild&ldquo;<\/strong>. Ja, und dann hie&szlig; es: Augen schlie&szlig;en &ndash; und ab in die mittleren 80er&hellip; genau gesagt, in den Februar 1984, direkt in den K&ouml;lner R&ouml;merpark&hellip; wo es &sbquo;l&auml;nger hell blieht&lsquo; und der Star des Abends, damals gerade Vater geworden, seinen kleinen Sohn Severin im Kinderwagen spazieren fuhr&hellip; Der umjubelte &bdquo;Rockschtar&ldquo; von &bdquo;BAP&ldquo; sa&szlig; unerkannt auf einer Bank, Severin im Kinderwagen. Wolfgang sinnierte so vor sich hin&hellip; und pl&ouml;tzlich fuhr dieses junge, ca. zehnj&auml;hrige M&auml;dchen mit seinem Fahrrad durch den Park und rief nach seiner Freundin: &bdquo;Alexandra! &ndash; wo bist Du?&ldquo;. Eine Runde nach der anderen, aber Alexandra war und blieb unauffindbar. Wolfgang ging bei Einbruch der Dunkelheit nach Hause, brachte den kleinen Severin zu Bett, &ouml;ffnete seinen Rotwein und brachte seine Gedanken und Gef&uuml;hle zu Papier.<\/p>\n<p>Daraus entstand der nicht zu &uuml;bertrumpfende &bdquo;BAP&ldquo;-Klassiker <strong>&bdquo;Alexandra &ndash; Nit nur Do&ldquo;<\/strong>. Ein Lied, das mich schon 1984, kurz nach Erwerb der dazugeh&ouml;rigen LP &bdquo;Zwesche Salzjeb&auml;ck un Bier&ldquo;, regelrecht in Trance versetzt hatte. Dieses t&ouml;nende Wunderwerk nun am letzten Dienstag in Oberhausen nochmals in feinster Darbietung genie&szlig;en, nachempfinden, neuerlich &bdquo;als wenn et jestern w&ouml;&ouml;r&ldquo; erleben zu d&uuml;rfen, war, ich denke, nicht nur f&uuml;r mich, sondern ebenso f&uuml;r viele anwesende Altersgenossen in der &bdquo;K&ouml;Pi-Arena&ldquo;, ein unvergleichliches Erlebnis. Statt des gewohnten, ausschweifenden Gitarrensolos, zauberte diesmal Schlagzeuger S&ouml;nke Reich eine ellenlange &bdquo;Behandlung&ldquo; seines spezifischen Instruments hervor, bis dann Gitarrist Ulrich Rode strikt und unwiderruflich hinf&uuml;hrte zu Strophe Vier dieses grandiosen &bdquo;BAP&ldquo;-Meilensteins, met &bdquo;Ding Cohen-Plaate, Jacques-Brel-Sampler un Spazierj&auml;ng em R&auml;hn&ldquo;.<\/p>\n<p>Kurz darauf, ging es gnadenlos zur&uuml;ck ins Jahr 2016 in Richtung des ob seiner Bescheidenheit so liebenswerten Rockopus <strong>&bdquo;D&auml; Herrjott meint et joot met mir&ldquo;<\/strong>. Dabei handelt es sich um einen prickelnden Roadsong aus &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;, der dar&uuml;ber Auskunft erteilt, wie sehr Wolfgang Niedecken seinem Sch&ouml;pfer, mit dem er als Ex-Klostersch&uuml;ler ebenso arge Rechnungen offen hatte, wie mit singem Herrn Bapp, explizit daf&uuml;r dankt, dass dieser ihn, trotz manch unsoliden Lebenswandels, und noch dazu im Angesicht seines im Herbst 2011 erlittenen, schweren Schlaganfalls, dennoch und trotz allem, jetzt und in Zukunft mit <em>&bdquo;&lsquo;ner Show met &lsquo;ner Band, die immer noch rockt&ldquo; <\/em>(Textzitat) durch die Lande ziehen und ihn seine Fans ein ums andere Mal begeistern l&auml;sst.<\/p>\n<p>22.43 Uhr wohr et inzwischen, als &bdquo;BAP&ldquo; zur zweiten und letzten Zugabe auf die B&uuml;hne der Oberhausener &bdquo;K&ouml;Pi-Arena&ldquo; zur&uuml;ckkehrten. Wir h&ouml;rten nun das zeitgeschichtlich relevante Klangdrama <strong>&bdquo;Amerika&ldquo;<\/strong>, das sensibel und feinsinnig &uuml;ber die widerspr&uuml;chlichen Eindr&uuml;cke erz&auml;hlt, die ein deutscher Kriegsverlierer in Anbetracht der ersten US-amerikanischen Soldaten, die dieser in seinem Leben &uuml;berhaupt real gesehen hat, bez&uuml;glich der Befreier und Besatzer wahrnimmt. Das frohsinnige Liebeslied <strong>&bdquo;Rita, mer Zwei&ldquo;<\/strong> (1999, aus &bdquo;Tonfilm&ldquo;) &ndash; mal wieder mit Anne de Wolf an der f&uuml;hrenden Violine -, der Abschlusstitel von &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;, namentlich die dunkel-philosophisch-vertrackte Klangkaskade <strong>&bdquo;Unendlichkeit&ldquo;<\/strong>, und das sprichw&ouml;rtliche <strong>&bdquo;Et letzte Leed&ldquo;<\/strong> (1983), das bislang nur auf eingangs erw&auml;hnter Live-Doppel-LP &bdquo;Bess demn&auml;xh&ldquo; zu h&ouml;ren ist, beschlossen ein musikalisch enorm hochwertiges, f&uuml;r mich pers&ouml;nlich, wie geschildert, sehr ergreifendes und ber&uuml;hrendes Konzertereignis der Extraklasse. Trotz seiner 65 Jahre, ist &bdquo;BAP&ldquo;-Frontmann Wolfgang Niedecken stimmlich weiterhin &bdquo;up to Date&ldquo;, ein charismatischer &bdquo;Storyteller&ldquo; im besten Sinne des Wortes. Die Verj&uuml;ngung der &bdquo;BAP&ldquo;-Mannschaft durch S&ouml;nke Reich und das Ehepaar Rode\/de Wolf hat bevorzugt den alteingesessenen Bandevergreens sehr, sehr gut getan. Diese erklangen in Oberhausen deutlich aufgefrischt, teils manch fr&uuml;herer &Uuml;berladung\/&Uuml;berfrachtung durch ausufernde Gitarrensoli oder &uuml;berbordende Keyboard- und Synthi-Schwaden endlich und sehr zu ihrem Vorteil entledigt.<\/p>\n<p>Dieses Jahr, so stelle ich pers&ouml;nlich fest, befinden sich viele meiner alten, &bdquo;lebensl&auml;nglichen&ldquo; Heroen auf Tour. Daueraktive, wie &ndash;attraktive K&uuml;nstler, zu deren Liedern ich selbst seitenlang Geschichten erz&auml;hlen k&ouml;nnte. Vor zehn Tagen feierte Udo Lindenberg seinen 70. Geburtstag in der Gelsenkirchener &bdquo;Veltins-Arena&ldquo; auf Schalke nach, gestern nun spielten &bdquo;BAP&ldquo; &ndash; oder heutzutage: &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo; &ndash; die beliebtesten ihrer Lieder von 1976 bis 2016; Ende August tritt Roland Kaiser, der immerhin auch schon &uuml;ber 40 Jahre hochreputierlich im Gesch&auml;ft ist, Open-Air in H&uuml;rth nahe K&ouml;ln auf. Jamie-Lee sowieso ist bereits ins Reich der Mangas entschwunden, &bdquo;Prince Damian&ldquo; und irgendwelche &bdquo;mutterfickenden&ldquo; Prekariats-Rapper d&uuml;rften in B&auml;lde dorthin folgen. Udo, Roland oder &bdquo;BAP&ldquo; hingegen machen seit vier Jahrzehnten und mehr ihr eigenes Ding, begeistern mehrere Generationen an Musikfreunden ein ums andere Mal mit grandiosen, jeweils unkopierbaren Beitr&auml;gen zur einheimischen Rock- und Popkultur.<\/p>\n<p>Dass &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo;, trotz aller Umbesetzungen, Neustarts, R&uuml;ckschl&auml;ge, immer noch zu den ganz Gro&szlig;en des bundesdeutschen Rockgeschehens z&auml;hlen, hat ihr fulminanter Auftritt am 31. Mai 2016 in der &bdquo;K&ouml;Pi-Arena&ldquo; zu Oberhausen in bester Manier und unwiderlegbar bewiesen. Udo vor zehn Tagen war bekanntlich ebenso ph&auml;nomenal, und auch Roland K. d&uuml;rfte im Sp&auml;tsommer am Otto-Maigler-See in H&uuml;rth-Gleuel eine wahre &bdquo;Kaiser-Mania&ldquo; ausl&ouml;sen, &uuml;ber die ich zum gegebenen Zeitpunkt, sollte es meine Gesundheit zulassen, liebend gerne ausf&uuml;hrlich berichte. Vielleicht, wenn mich der Hafer sticht, wie es so sch&ouml;n hei&szlig;t, werde ich am 19. Dezember 2016 &ndash; bis dahin absolvieren <strong>&bdquo;Niedecken&rsquo;s&ldquo; BAP&ldquo;<\/strong> knapp 50 konzert&auml;re Besuche in ganz Deutschland plus ein paar Shows in ausgew&auml;hlten Orten in &Ouml;sterreich und der Schweiz &ndash; das ultimative Abschlusskonzert dieser bahnbrechenden Mammut-Tournee zum 40j&auml;hrigen Jubil&auml;um der Firma &bdquo;BAP&ldquo; in der K&ouml;lner &bdquo;Lanxess&ldquo;-Arena aufsuchen und danach dar&uuml;ber schreiben. Selbst, wenn ich dann mit einiger trauriger Gewissheit auf einen Elektro-Scooter zwecks Fortbewegung angewiesen sein werde, w&auml;re es eine ganz tolle Sache &ndash; frei nach dem Motto: Besser Scooter <em>fahren<\/em>, als &bdquo;Scooter&ldquo; <em>h&ouml;ren<\/em>! &ndash; dieses hochspannende, jubil&auml;umsreiche Popjahr 2016 mit &bdquo;BAP&ldquo; bzw. <strong>&bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo;<\/strong> gemeinsam beschlie&szlig;en zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>S&auml;mtliche Tour-Termine von &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo; findet man hier: <a href=\"http:\/\/www.bap.de\/start\/aktuell\/termine\">http:\/\/www.bap.de\/start\/aktuell\/termine<\/a>!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 31. Mai 2016 bis 01. Juni 2016<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/polydorisland<br \/>http:\/\/www.bap.de\/start\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Wolfgang Niedecken und seine Mannen in diesem Jahr live erleben will, hat bis zum 19. 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