{"id":76798,"date":"2016-06-03T00:00:00","date_gmt":"2016-06-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=76798"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETER-ALEXANDER-smago-Serie-Sch-76797","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/PETER-ALEXANDER-smago-Serie-Sch-76797\/","title":{"rendered":"PETER ALEXANDER <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;Vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming &#8211; Teil 60: &quot;Die kleine Kneipe&quot; (3\/9): Teil 3: &quot;Beginn der gro\u00dfen Karriere&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Bei seinem Hit &#8222;Die kleine Kneipe&#8220;, der am 3. Mai 1976 die Single-Charts enterte, sind wir indes noch lange nicht &#8230;!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alexander wechselte zum 1. Januar 1955 zur gro&szlig;en Plattenfirma Polydor (zun&auml;chst wurde ein Zwei-Jahres-Vertrag geschlossen) &ndash; und damit war sein endg&uuml;ltiger Durchbruch &bdquo;fast&ldquo; perfekt. Sein Produzent gab ihm den Rat, nicht anderen nachzueifern (Alexander trug damals u. a. gerne <em>Bully Buhlan<\/em>-Schlager vor), sondern einen eigenen Stil zu entwickeln &ndash; der hielt sich liebend gern an diesen Rat.<\/p>\n<p>Die ersten beiden Singles bei Polydor waren noch nicht so erfolgreich, wie man siech das erhofft hatte. Los ging es mit dem witzigen Foxtrott &bdquo;<strong>PI-em (Die Frau hat mich total verr&uuml;ckt gemacht)<\/strong>&ldquo;, die Coverversion des damaligen Hits &bdquo;Neurastenico&ldquo; der Gruppe &bdquo;<em>Betinho e Seu Conjunto<\/em>&ldquo;. Auch Peters Version des Evergreens &bdquo;<strong>Cara Mia<\/strong>&ldquo; wurde den Erwartungen noch nicht gerecht.<\/p>\n<p>Die dritte Polydor-Ver&ouml;ffentlichung hingegen wurde ein sensationeller Erfolg. <em>Kurt Feltz<\/em> produzierte und textete f&uuml;r seinen Sch&uuml;tzling das Lied &bdquo;<strong>Der Mond h&auml;lt seine Wacht<\/strong>&ldquo;. Offensichtlich handelt es sich bei diesem Superhit erneut um einen Coversong, so ist auf der Single vermerkt: &bdquo;<em>chilenisches Walzerlied<\/em>&ldquo;.&nbsp; In der Polydor-Chronik hingegen ist zu lesen: &bdquo;<em>Es ist die Eindeutschung einer amerikanischen Melodie, eine so genannte Coverversion<\/em>&ldquo;. Auch die B-Seite, die noch vor dem &bdquo;Mond&ldquo;-Song die Schlagerparaden st&uuml;rmte, war kein deutsches Original. Aus &bdquo;The Naughty Lady Of Shady Lane&ldquo; von den <em>Ames Brothers<\/em> machte <em>Kurt Feltz<\/em> &bdquo;<strong>Das s&uuml;&szlig;e M&auml;di<\/strong>, <em>das Fredi liebt, ist eine blonde Gefahr<\/em>&ldquo;. Witzig und typisch Alexander: Bei diesem &bdquo;s&uuml;&szlig;en M&auml;di&ldquo; handelt es sich um ein kleines Kind, wie sich im weiteren Verlauf des Liedes herausstellt. (Einen &auml;hnlichen Gag erlaubten sich ja 1976 <em>Brotherhood Of Men<\/em> beim Grand Prix im Lied &bdquo;Save Your Kisses For Me&ldquo;).<\/p>\n<p>Nicht nur auf Tontr&auml;gern war Peter Alexander erfolgreich, auch seine Filmkarriere nahm merklich Fahrt auf. Bereits 1954 spielte er erstmals die Hauptrolle in einem Kinofilm. Wieder f&uuml;hrte <em>Franz Antel<\/em> Regie im &ouml;sterreichischen Streifen &bdquo;Verliebte Leute&ldquo; (Alternativtitel in &Ouml;sterreich: &bdquo;Verliebter Sommer&ldquo;). <em>Antel<\/em> erinnerte sich an Peter Alexander und engagierte ihn, obwohl es seitens der Produktion Widerst&auml;nde gab. Eine Anekdote besagt, dass, als Alexander engagiert wurde, dieser gerade in Italien in Urlaub war und zun&auml;chst nicht auffindbar war. <em>Antel<\/em> hat ihn durch seine Kontakte zu Interpol suchen lassen &ndash; und schlie&szlig;lich gefunden, so dass Peter die Rolle antreten konnte.<\/p>\n<p>Eines der Lieder, die in dem Film zu h&ouml;ren sind, ist &bdquo;Ich sing&rsquo; heut vergn&uuml;gt vor mich hin&ldquo; &ndash; ein Duett mit eben jener <em>Hannelore Bollmann<\/em>, die kurz zuvor <em>Franz Antel<\/em> geheiratet hatte, der auch in &bdquo;Verliebte Leute&ldquo; Regie gef&uuml;hrt hatte. Der Schlager wurde als B-Seite des Liedes &bdquo;Ich finde Dich&ldquo; ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Peter Alexanders Produzent <em>Kurt Feltz<\/em> erkannte in den 1950er Jahren die Zeichen der Zeit, indem er analysierte, dass es sinnvoll ist, aus zugkr&auml;ftigen Schlagertiteln einen Film zu kreieren. &nbsp;Er erkannte M&ouml;glichkeiten der gegenseitigen Befruchtung von Kino und Schallplatte. Diese Rechnung sollte erfolgreich aufgehen.<\/p>\n<p>Seinen endg&uuml;ltigen Durchbruch im Kino schaffte Peter an der Seite von <em>Caterina Valente<\/em>, die wie Peter gerade am Anfang ihrer Karriere stand, in dem &uuml;beraus erfolgreichen Film &bdquo;Liebe, Tanz und 1.000 Schlager&ldquo;. Im Duett mit <em>Caterina<\/em> sang er in dem Streifen die Schlager &bdquo;<strong>Eventuell<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Sing Baby Sing<\/strong>&ldquo;, beides von <em>Heinz Gietz<\/em> und <em>Kurt Feltz<\/em> geschriebene sehr erfolgreiche Schlager, begleitet vom damals sehr popul&auml;ren Orchester <em>Kurt Edelhagen<\/em>.<\/p>\n<p>Da das Konzept so gut aufging, wurde schnell ein Film des neuen Traumpaares nachgeschoben &ndash; beim 1956er Film &bdquo;Bonjour Kathrin&ldquo; wirkte zus&auml;tzlich nach Valentes Bruder <em>Silvio Francesco<\/em> mit. Das Lied &bdquo;<strong>Komm ein bisschen mit nach Italien<\/strong>&ldquo; aus dem Film wurde erneut ein gro&szlig;er Erfolg. &bdquo;Schuld&ldquo; war damals wohl die Sehnsucht nach Italien &ndash; dazu noch mal der Buchautor <em>Andr&eacute; Port le Roi<\/em>: &bdquo;<em>Nach den harten Aufbaujahren der Nachkriegszeit wollten die deutschen Urlauber die &sbquo;italienische Lebensart&lsquo;, das Dolcefarniente, das s&uuml;&szlig;e Nichtstun unter s&uuml;dlicher Sonne, genie&szlig;en und in der &sbquo;Taverne&lsquo; sitzen. Dass die Kulissen von Sonnen- bzw. Mondschein, Gesang und Wein einer Simulation entsprachen und nicht der Realit&auml;t, war durchaus klar, denn &sbquo;wir tun als ob das Leben eine sch&ouml;ne Reise w&auml;r&lsquo;&ldquo;<\/em>. Auch die R&uuml;ckseite des Schlagers, die Hymne des Wirtschaftswunders &bdquo;Es geht besser besser besser&ldquo;, war ein gro&szlig;er Erfolg.<\/p>\n<p>Erstaunlich: Nach diesem Erfolgsfilm wurde nie wieder ein Film mit Peter Alexander UND <em>Caterina Valente<\/em> gedreht. Ma&szlig;geblich an dieser Entwicklung soll <em>Hilde Alexander<\/em> gewesen sein, die die Gefahr sah, dass Peter m&ouml;glicherweise nur als Duettpartner von Caterina wahrgenommen werden k&ouml;nnte und insofern sich besser erst mal als Solok&uuml;nstler durchsetzen sollte. Somit legte Hilde Alexander sp&auml;terhin auch gro&szlig;en Wert darauf, dass es in &bdquo;Alexander-Filmen&ldquo; immer nur einen gab, der singen durfte! Diese Rechnung ging &#8211; wie fast immer bei <em>Hildes <\/em>&Uuml;berlegungen &#8211; auf.&nbsp;<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem <em>K&ouml;lner Rundfunkorchester<\/em> ver&ouml;ffentlichte Alexander &bdquo;zwischen den Filmen&ldquo; den Schlager &bdquo;<strong>Die Musik kommt<\/strong>&ldquo; ( B-Seite &bdquo;Die Kirschen in Nachbars Garten&ldquo;) &ndash; offensichtlich war f&uuml;r durchschlagenden Erfolg aber die Pr&auml;senz in Kinofilmen damals recht ausschlaggebend f&uuml;r einen Hit, wobei &bdquo;Die Kirschen in Nachbars Garten&ldquo; im Sommer 1956 noch im gleichnamigen Film (Regie: <em>Erich Engels<\/em>) Geh&ouml;r fand&ndash; Alexander durfte sein Lied in dem Kinofilm vortragen. Aus &auml;hnlichen Gr&uuml;nden d&uuml;rfte sich 1956 auch der Schlager &bdquo;<strong>Gitta Gittarina Maddalen (ich wei&szlig;, wo der Wein w&auml;chst)<\/strong>&ldquo; nicht erfolgreich durchgesetzt haben.<\/p>\n<p>Beim n&auml;chsten Film, &bdquo;Musikparade&ldquo;, musste Peter 1956 wie erw&auml;hnt ohne <em>Caterina<\/em> auskommen, fand aber sehr guten &bdquo;Ersatz&ldquo; in <em>Bibi Johns.<\/em> Ein gro&szlig;er Hit aus dem Film war der von <em>Heinz Gietz, Heino Gaze<\/em> und wiederum <em>Kurt Feltz<\/em> geschriebene Schlager &bdquo;<strong>Ich wei&szlig;, was Dir fehlt<\/strong>&ldquo;. Interessant: Wie so oft in damaliger Zeit, war eigentlich &bdquo;<strong>Im Hafen unsrer Tr&auml;ume<\/strong>&ldquo; als A-Seite der Single gedacht &ndash; letztlich wurde aber &bdquo;Ich wei&szlig;, was Dir fehlt&ldquo; der vom Publikum erkorene Hit. &ndash; Die Kinobesitzer erkannten, dass da ein gro&szlig;er Schauspieler heranwuchs und k&uuml;rten Peter Alexander zum Nachwuchsschauspieler des Jahres 1957.<\/p>\n<p>Als weitere Singles aus dem Film wurden recht erfolgreich, die Titel &bdquo;<strong>Auf der Piazza von Milano<\/strong>&ldquo; (urspr&uuml;nglich Instrumental &bdquo;The Italien Theme&ldquo;), dessen B-Seite &bdquo;<strong>Mamma di Mandolin<\/strong>&ldquo;, ein Schlager im Duett mit dem damals kleinen <em>Peterli Hinnen<\/em>, der sp&auml;ter selbst erfolgreicher Schlagers&auml;nger wurde (&bdquo;Auf meiner Ranch bin ich K&ouml;nig&ldquo;) und &bdquo;<strong>Weil Du mir so sympathisch bist (in einer Mondnacht am Meer)<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt.<\/p>\n<p>Peter Alexander war damals sehr flei&szlig;ig, ein weiterer Film namens &bdquo;Ein Mann muss nicht immer sch&ouml;n sein&ldquo; kam ebenfalls in die Kinos. Aus dem Film wurde die Single &bdquo;<strong>Kleines Haus auf der Sierra Nevada (Jing-Jong-Jenny)<\/strong>&ldquo;&nbsp; ver&ouml;ffentlicht &ndash; erneut ging es damit in die Hitparaden. Auch die B-Seite der Single, &bdquo;<strong>Rocky Tocky Baby<\/strong>&ldquo; schlug ein, Begleitorchester war erneut das Orchester <em>Kurt Edelhagen<\/em>.<\/p>\n<p>Im Sommer 1957 wurde der Film &bdquo;Das haut hin!&ldquo; uraufgef&uuml;hrt &ndash; erneut ein gro&szlig;er Kassenschlager unter der Regie von <em>G&eacute;za von Cziffra<\/em>, abermals mit einigen gro&szlig;en Schlagererfolgen. Die <em>Gietz\/Feltz<\/em>-Schlager &bdquo;<strong>Ein bisschen mehr<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Das tu ich alles aus Liebe<\/strong>&ldquo; waren Top-5-Erfolge, wobei letztgenannter Titel eigentlich als B-Seite des von Tagesschau-Musik-Komponisten <em>Hans Carste<\/em> geschriebenen Schlagers &bdquo;<strong>In der Taverne von Santa Marie<\/strong>&ldquo; vorgesehen war. Nach Meinung von Buchautor <em>Andr&eacute; Port le Roi<\/em> versuchte der <em>&bdquo;auf flotter Schwiegersohn programmierte Peter Alexander erstmalig den Spagat zwischen den Generationen und sang &sbquo;Das tu ich alles aus Liebe&lsquo; zweisprachig: Das tu ich alles aus Liebe zu Dir! &ndash; Oh one and two, three, four, five and six &ndash; I do, do, do, do, do die tollsten Tricks &ndash; oh yes, oh yes, yes, yes, oh yes my baby. Ich bin ein Ritter des Gl&uuml;cks&lsquo;. &ndash; Die Schlager waren zwar rhythmisch modernisiert worden, aber die Inhalte waren gleichgeblieben.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Die B-Seite von &bdquo;Ein bisschen mehr&ldquo;, &bdquo;<strong>Ole Babutschkin<\/strong>&ldquo;, war &uuml;brigens auch ein Top-20-Erfolg &ndash; kein Wunder &ndash; auch dieser Titel wurde von den Erfolgskomponisten <em>Heinz Gietz<\/em> und <em>Kurt Feltz<\/em> geschrieben, auch dieses Lied war Bestandteil des &bdquo;Das haut hin&ldquo;-Films.<\/p>\n<p>Danach wurde es wieder Zeit f&uuml;r die Coverversion eines italienischen Hits. Spannend: Den Text zu &bdquo;<strong>Ausgerechnet heute Abend<\/strong>&ldquo; schrieb &bdquo;ausgerechnet&ldquo; <em>Ralph Maria Siegel<\/em> senior, der Vater von Alexanders sp&auml;terem Erfolgs-Produzenten <em>Ralph Siegel<\/em>. Im Gegensatz zum Filius hatte Papa <em>Siegel<\/em> mit seinem Text, den er auf das Original des <em>J&ouml;rgen-Ingmann<\/em>-Hits &bdquo;Dalla Strade Alle Stelle&ldquo; geschrieben hatte, wenig Erfolg.<\/p>\n<p>Neuer Film &ndash; neues (Schlager-)gl&uuml;ck &ndash; im Oktober 1957 kam der Film &bdquo;Liebe, Jazz und &Uuml;bermut&ldquo; in die Kinos &ndash; an der Seite von <em>Bibi Johns, Rudolf Platte<\/em> und <em>Grethe Weiser<\/em> war Peter erneut &uuml;beraus erfolgreich. Der erste Schlagerhit des Films war &bdquo;<strong>Das ist alles l&auml;ngst vorbei<\/strong>&ldquo; &ndash; <em>Heinz Gietz<\/em> und <em>Kurt Feltz<\/em> trafen damals mit ihren Schlagern voll ins Schwarze bzw. den Zeitgeist. Aus dem Film wurde auch &bdquo;<strong>Das ganze Haus ist schief<\/strong>&ldquo; als Tontr&auml;ger ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>&bdquo;<strong>Alle M&auml;dchen aus Italien lassen gr&uuml;&szlig;en<\/strong>&ldquo; schielte schon wieder in Richtung des damals beliebten Reiseziels der Deutschen. Der Schlager musste ohne Film-Werbung auskommen, folglich &ndash; so m&ouml;chte man inzwischen fast meinen &ndash; gab es erneut keine Hitparaden-Pr&auml;senz.<\/p>\n<p>Am 14. Juli 1958 hatte der Film &bdquo;M&uuml;nchhausen in Afrika&ldquo; in Essen Premiere. Die erste <em>Gietz\/Feltz-<\/em>Single aus dem Film, &bdquo;<strong>Jassa Bobo<\/strong>&ldquo;, schlug noch nicht wirklich ein. Auch &bdquo;<strong>Wenn das die anderen w&uuml;ssten (ei-jei-jei)<\/strong>&ldquo; kam nicht in die Hitparaden, daf&uuml;r aber die B-Seite dieser Single namens &bdquo;<strong>O Josefin, die Nacht in Napoli<\/strong>&ldquo;, erneut vom Erfolgsgespann <em>Gietz\/Feltz<\/em> geschrieben.<\/p>\n<p>Mit Hans Bradtke und Heino Gaze wurden nun andere Autoren rangelassen &ndash; doch das Experiment misslang. &nbsp;&bdquo;<strong>So ein Casanova<\/strong>&ldquo; kam nicht in die Hitparaden, der &bdquo;Casanova&ldquo; wurde Peter wohl nicht wirklich abgenommen.<\/p>\n<p>Vermutlich entschied man sich daher wieder f&uuml;r eine Coverversion. Aus dem <em>Perry Como<\/em>-Hit &bdquo;Catch A Falling Star&ldquo; machte <em>Kurt Feltz<\/em> &bdquo;<strong>Wunderbares M&auml;dchen<\/strong>&ldquo; ein passabler Top-15-Hit. Viel besser lief es aber mit der B-Seite. 1958 vertrat <em>Domenico Modugno<\/em> Italien beim Grand Prix Eurovision de la Chanson Italien mit dem Lied &bdquo;Nel blu di pinto di blu&ldquo; und landete damit einen Welthit (, der sogar den damals erstmals verliehenen Grammy in den USA in zwei Kategorien gewann &ndash; dort war der Titel Nummer 1), den bis heute wohl jedes Kind kennt &ndash; allerdings eher unter dem bekannteren Namen &bdquo;Volare&ldquo;. Die Anzahl der Bearbeitungen und Interpretationen dieses Liedes geht wohl in die Tausende, selbst <em>Dean Martin<\/em> hatte damit einen Hit. In Deutschland machten das Lied <em>Ralph Bendix<\/em>, <em>Leo Leandros<\/em> und eben Peter Alexander bekannt. Die deutsche Version, &bdquo;<strong>Bambina<\/strong>&ldquo;, wurde ein gro&szlig;er Hitparadenerfolg in Deutschland &ndash; im Gegensatz &uuml;brigens zur Originalversion <em>Domenico Modugnos<\/em>, was vielleicht auch dem Text von <em>Kurt Feltz<\/em> geschuldet ist. Kleine Kostprobe: &bdquo;<em>Doch ich habe so manche schon &#8211; manchmal sehr gl&uuml;cklich gemacht &#8211; und bei dir hab&#39; ich&#39;s leider&nbsp; -bis heute zu gar nichts gebracht.&ldquo;<\/em> Auch der auf der Single vermerkte holprige Untertitel ist bemerkenswert: &bdquo;<em>wie w&auml;r&rsquo;s, wie w&auml;r&rsquo;s mit uns zwei&ldquo;<\/em>&hellip; Begleitet wurde Alexander auf dieser Erfolgssingle von den &bdquo;<em>Sieben Raben<\/em>&ldquo;, die kurz zuvor mit &bdquo;Smoky&ldquo; 1956 selber einen gro&szlig;en Hit hatten.<\/p>\n<p>Im Schatten dieses Superhits geriet der im Oktober 1958 uraufgef&uuml;hrte Film &bdquo;Wehe, wenn sie losgelassen&ldquo; etwas in den Schatten. Das Lied aus dem Film sang Peter Alexander diesmal wieder im Duett mit <em>Bibi Johns<\/em> &ndash; &bdquo;<strong>Wir seh&rsquo;n uns wieder<\/strong>&ldquo; kam aber ebenso wenig in die Hitparaden wie &bdquo;<strong>Das Sch&ouml;nste auf der Welt<\/strong>&ldquo; (von Peter solo gesungen, sogar mit kleiner Jodel-Einlage).<\/p>\n<p>Ohne Film-Promotion musste der <em>Gietz\/Feltz-<\/em>Schlager &bdquo;<strong>Ich m&ouml;chte einmal wieder zu Hause sein<\/strong>&ldquo; auskommen. Noch 1958 &ndash; im Dezember &ndash; wurde ein weiterer Kinofilm uraufgef&uuml;hrt. &bdquo;So ein Million&auml;r hat&rsquo;s schwer&ldquo; vereinte die Publikumslieblinge <em>Heinz Erhardt<\/em> und <em>Peter Alexander<\/em> in einem Film &ndash; erneut f&uuml;hrte G&eacute;za von Cziffra die Regie. Zwei Schlager aus dem Film wurden auf Single ver&ouml;ffentlicht: der Walzer &bdquo;<strong>Es war ein Musikant (hallo wir leben)<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Fabelhaft<\/strong>&ldquo;. Gegen Ende der Dreharbeiten zu diesem Film erfuhr Peter &uuml;brigens, dass er Vater werden w&uuml;rde. Der letzte Drehtag war der 28. August 1958 &ndash; genau an dem Tag kam seine Tochter <em>Susi <\/em>zur Welt, Peter wurde per Telegramm informiert und war &uuml;bergl&uuml;cklich.<\/p>\n<p>&bdquo;Schlag auf Schlag&ldquo; kam ein Film nach dem anderen ins Kino &ndash; bereits Ende 1959 kam der gleichnamige Film in die Kinos, und prompt gab es auch eine passende, wie &uuml;blich von <em>Heinz Gietz<\/em> und <em>Kurt Feltz<\/em> geschriebene Single: &bdquo;<strong>Lass mich nie nie nie mehr allein<\/strong>&ldquo;. Kurios &ndash; auch in diesem Fall war es die B-Seite, die zum gro&szlig;en Hit avancierte. Wieder wurde ein <em>Perry Como<\/em>-Hit eingedeutscht, diesmal &bdquo;Mandolins In the Moonlight&ldquo;. Den deutschen Text dazu schrieb &bdquo;<em>Jonnny Bartels<\/em>&ldquo;. Jonny wer..? &ndash; Na klar &ndash; auch hinter diesem Pseudonym verbarg sich der gro&szlig;e <em>Kurt Feltz<\/em>, der den Text zu &bdquo;<strong>Mandolinen und Mondschein<\/strong>&ldquo; dichtete. Au&szlig;er Peter Alexander hatte auch <em>Willy Hagara<\/em> damit gro&szlig;en Erfolg. W&auml;hrend die A-Seite der Single ein Top-30-Hit war, landete die B-Seite unter den ersten 3 der (inoffiziellen) deutschen Hitparade.<\/p>\n<p>Im Mai 1959 kam der sehr beliebte Spielfilm &bdquo;Peter schie&szlig;t den Vogel ab&ldquo; in die Kinos. Auch diesmal blieben die Single-Ver&ouml;ffentlichungen aus dem Film nicht aus. Man entschied sich f&uuml;r &bdquo;<strong>Torero der Liebe<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Piccolo Ponny<\/strong>&ldquo; (mit Doppel-&bdquo;n&ldquo; &ndash; warum auch immer&hellip;).<\/p>\n<p>Zwischendurch wurde wieder ein beliebter Italien-Schlager eingedeutscht. Nachdem die deutsche Version von <em>Domenico Modugnos<\/em> &bdquo;Volare&ldquo; ein Riesenerfolg war, machte er sich nun an dessen &bdquo;Piove (Ciao Ciao Bambina)&ldquo;. Diesmal war es&nbsp; umgekehrt &ndash; <em>Modugno<\/em> schaffte einen Hit, Peter Alexanders deutsche Version von <em>Heinz Woezel<\/em> getextete Version &bdquo;<strong>Tschau tschau Bambina<\/strong>&ldquo; kam nicht in die Hitlisten. Erfolgreicher als Peter war <em>Caterina Valente<\/em>, die mit ihrer Version des Welthits in Deutschland einen gro&szlig;en Hit hatte.<\/p>\n<p>Der n&auml;chste Kinofilm des Jahres 1959 war &bdquo;Ich bin kein Casanova&ldquo; (Regie: <em>Geza von Cziffra<\/em>). Die Schlager des Films waren &bdquo;<strong>Valentina<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Titino Tinn<\/strong>&ldquo;, beide Lieder wie &uuml;blich vom Team <em>Gietz\/Feltz<\/em> geschrieben.<\/p>\n<p>Ende 1959 gab es dann einen weiteren Film: &bdquo;Salem Aleikum&ldquo;. Aus dem Film wurde der &bdquo;<strong>Penny Swing<\/strong>&ldquo; als Single ausgekoppelt. Sehr interessant ist auch die B-Seite der Single namens &bdquo;Ein kleines Haus am blauen See&ldquo;. Dabei handelt es sich um ein Duett Peters mit <em>Margrit Imlau<\/em>. Das ist insofern interessant, als <em>Margrit<\/em> die Tochter von <em>Herbert Imlau<\/em> ist, der seinerseits wiederum Mitglied der &bdquo;<em>Sieben Raben<\/em>&ldquo; ist. Und die wiederum begleiteten Peter ja auf der Top-Hit-Single &bdquo;Bambina&ldquo;. &ndash; Die Welt ist klein&hellip;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>VORSCHAU<\/u>: <\/strong>Teil 4 besch&auml;ftigt sich mit weiteren gro&szlig;en Hits bei der Plattenfirma Polydor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vielen Dank an den K&uuml;nstleragenten Thorsten Groneberg, der sein umfangreiches Detailwissen &uuml;ber Peter Alexander in den Artikel hat einflie&szlig;en lassen und uns ein paar Fotos aus seinem Archiv zur Verf&uuml;gung gestellt hat.<\/em><\/p>\n<p>Stephan Imming, 02.06.2016<br \/>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.peter-alexander.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei seinem Hit &#8222;Die kleine Kneipe&#8220;, der am 3. 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