{"id":76789,"date":"2016-06-03T00:00:00","date_gmt":"2016-06-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=76789"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"CORRY-BROKKEN-Corry-Brokken-ist-76788","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/CORRY-BROKKEN-Corry-Brokken-ist-76788\/","title":{"rendered":"CORRY BROKKEN <br \/>Corry Brokken ist tot!"},"content":{"rendered":"<p>Sie wurde 83 Jahre alt!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">CORRY BROKKEN (* 3. Dezember 1932 in Breda, Niederlande; &dagger; 2. Juni 2016 war eine niederl&auml;ndische Chanson- und Schlagers&auml;ngerin sowie Radio- und Fernsehmoderatorin. Die in den 1950er und 1960er Jahren auch in der Bundesrepublik Deutschland aktive K&uuml;nstlerin arbeitete seit den 1980er Jahren als Richterin.<\/p>\n<p>Corry Brokken wuchs im S&uuml;den der Niederlande in der Provinz Nordbrabant auf. Nach der Schule lernte sie zun&auml;chst Zahnarzthelferin, um die angestrebte Gesangsausbildung finanzieren zu k&ouml;nnen. 1952 trat sie erstmals in einer Radiosendung auf. Es folgten Engagements in Kabaretts in Eindhoven und Amsterdam. Danach tingelte sie mit dem &bdquo;John Kristel Orkest&ldquo; durch die Niederlande. 1954 erhielt sie ihren ersten Schallplattenvertrag bei der kleinen belgischen Plattenfirma <em>Ronnex Records<\/em>, wo sie bis 1957 Lieder auf Niederl&auml;ndisch, Deutsch und Englisch aufnahm. 1956 entstanden in Amsterdam Probeaufnahmen f&uuml;r das deutsche Plattenlabel <em>Polydor<\/em>, das die St&uuml;cke aus rechtlichen Gr&uuml;nden jedoch nicht ver&ouml;ffentlichte.<\/p>\n<p>Am 24. Mai 1956 trat Brokken in Lugano beim <em>Grand Prix Eurovision de la Chanson Europ&eacute;nne<\/em>, dem ersten Eurovision Song Contest, auf. Sie vertrat ihr Heimatland mit dem St&uuml;ck &quot;Voorgoed voorbij&quot; (&bdquo;F&uuml;r immer vorbei&ldquo;). Das Lied wurde zwar nicht Sieger, aber dennoch ein gro&szlig;er Erfolg, so dass sie im Folgejahr erneut zu diesem Wettbewerb, diesmal in Frankfurt am Main, geschickt wurde. Mit dem Chanson &quot;Net als toen&quot; gewann Brokken &uuml;berraschend den ersten Platz. In Hilversum wurde wenig sp&auml;ter unter dem Titel &quot;Damals war alles so sch&ouml;n&quot; (Text: Kurt Feltz) eine deutsche Version des Liedes aufgenommen, die bereits bei der gro&szlig;en Plattenfirma <em>Philips <\/em>erschien. Im selben Jahr wurden au&szlig;erdem eine deutsche und eine englische EP mit jeweils vier Aufnahmen ver&ouml;ffentlicht, darunter Kompositionen von Michael Jary.<\/p>\n<p>Die Teilnahme am <em>Eurovision Song Contest 1958 <\/em>brachte der K&uuml;nstlerin mit &quot;Heel de wereld&quot; (&bdquo;Die ganze Welt&ldquo;) nur den geteilten letzten Platz. Sie ist seitdem die einzige Interpretin, die einen ersten und einen letzten Platz beim ESC erreichte. Ihre englischsprachige Langspielplatte &quot;Corry&rsquo;s Bed-Time-Story&quot; wurde zun&auml;chst nicht ver&ouml;ffentlicht. Mit dem Chanson &quot;Les Gitans&quot;, das sie anl&auml;sslich einer Benefizveranstaltung im Fernsehen sang, eroberte sie jedoch wenig sp&auml;ter das Publikum zur&uuml;ck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1960 sang sie die niederl&auml;ndische und die deutsche Version des Nummer-eins-Hits &quot;Milord&quot; von &Eacute;dith Piaf. Mit dem doppeldeutig von Prostitution handelnden Lied <em>(&bdquo;[&hellip;] Was heute nacht geschah, ist schon so lange her [&hellip;]&ldquo;, <\/em>deutscher Text von Ernst Bader) erzielte Brokken in beiden L&auml;ndern einen gro&szlig;en Erfolg. In ihrer Heimat erhielt sie daf&uuml;r eine Goldene Schallplatte. Es folgten zahlreiche Auftritte im in- und ausl&auml;ndischen Fernsehen. In Deutschland ver&ouml;ffentlichte sie einige Singles und EPs mit Coverversionen von Chansons sowie franz&ouml;sisch klingenden Schlagern. 1962 gelang ihr in den Niederlanden mit dem Titel &quot;Mijn ideaal&quot; (&bdquo;Mein Ideal&ldquo;), der niederl&auml;ndischen Version von Charles Aznavours &quot;Tu t&rsquo;laisses aller&quot; (&bdquo;Du l&auml;sst dich gehen&ldquo;), ein weiterer Hit. Auf Deutsch wurde der Titel von Friedel Hensch, Caterina Valente (&quot;Mein Ideal&quot;) und Charles Aznavour h&ouml;chstselbst (&quot;Du l&auml;sst dich geh&rsquo;n&quot;) gesungen.<\/p>\n<p>Wiederum auf Deutsch und Niederl&auml;ndisch erschienen Corry Brokkens Versionen von Aznavours Chansons &quot;La mamma&quot;. 1964\/1965 erreichte sie damit in beiden L&auml;ndern gute Notierungen in den Hitparaden. 1965 erschien eine deutschsprachige LP mit Kompositionen von Burt Bacharach, Gilbert B&eacute;caud, Hans Blum, Guy Mardel und anderen. 1966 kam neben weiteren Singles das Album &quot;Schlager von gestern&quot; auf den Markt. Die Kompilation enthielt Aufnahmen von Heidi Br&uuml;hl, Bully Buhlan, Ren&eacute; Kollo, Maria Marky, die Rosy-Singers und Gerhard Wendland. Corry Brokken war darauf mit Liedern von Zarah Leander, Caterina Valente, Dalida und Lale Andersen vertreten. Im selben Jahr sollte sie Deutschland beim <em>Eurovision Song Contest <\/em>vertreten. Brokken lehnte es jedoch ab, f&uuml;r ihr Nachbarland am Wettbewerb teilzunehmen. 1967 wechselte sie zum deutschen Plattenlabel<em> Polydor<\/em>.<\/p>\n<p>Im selben Jahr &uuml;bernahm sie beim WDR die Moderation ihrer eigenen Samstagabendshow &quot;Variet&eacute;zauber&quot;. Bis 1970 entstanden 19 Folgen der Sendung, in der namhafte K&uuml;nstler wie Salvatore Adamo oder Hildegard Knef auftraten. 1968 erschien wiederum eine LP, die unter anderem Aufnahmen von Corry Brokken mit Wolfgang Kieling, Ingeborg Hallstein und Peter Rubin enthielt. Die Schallplatte war den Komponisten Theo Mackeben und Werner Richard Heymann gewidmet. 1969 erschien ihre letzte deutsche Single mit dem Lied &quot;Die letzten sieben Tage&quot;, dessen Text die Umweltverschmutzung anprangerte. 1969 ver&ouml;ffentlichte die niederl&auml;ndische Zeitung <em>Het Parool<\/em> ein Interview, in dem sich Brokken negativ &uuml;ber ihre Arbeit in Deutschland &auml;u&szlig;erte. Nachdem eine K&ouml;lner Boulevardzeitung dar&uuml;ber berichtet hatte, kam es zu einem Eklat. Ende 1970 wurde die letzte Ausgabe ihrer ARD-Show ausgestrahlt.<\/p>\n<p>In ihrer Heimat nahm sie noch bis 1973 Schallplatten auf und war bis Mitte der 1970er Jahre auch in Fernsehshows zu sehen. Einer ihrer vorerst letzten Fernsehauftritte war die Moderation des <em>Eurovision Song Contest 1976 <\/em>in Den Haag. Danach beendete die S&auml;ngerin ihre Showkarriere, studierte Rechtswissenschaften und schloss 1981 mit dem Examen ab. Fortan war sie erfolgreich als Juristin unter anderem in Den Bosch t&auml;tig.<\/p>\n<p>Ab Mitte der 1990er Jahre trat Corry Brokken gelegentlich wieder als S&auml;ngerin auf. Dabei trug sie bei diversen Shows und Galaveranstaltungen meist ihre alten Titel vor. 1996 erschien in ihrer Heimat das Album &quot;Nooit&quot; gedacht (&bdquo;Niemals gedacht&ldquo;) mit neuen Liedern. In Deutschland ver&ouml;ffentlichte Bear Family Records drei CDs mit einem Gro&szlig;teil ihrer deutschsprachigen Aufnahmen. Im Jahr 2000 erschienen ihre Memoiren &quot;Wat mij betreft&quot; (&bdquo;Was mich betrifft&ldquo;), die in den Niederlanden ein gro&szlig;er Erfolg waren. 2006 erschien eine DVD mit den H&ouml;hepunkten ihrer niederl&auml;ndischen Fernsehsendung &quot;Een avondje uit met Corry Brokken&quot; (&bdquo;Einen Abend aus mit Corry Brokken&ldquo;). 2009 erschien ihr zweites autobiografisches Buch unter dem Titel &quot;Toegift&quot; (&bdquo;Zugabe&ldquo;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Corry Brokken war ab 11. September 1956 kurze Zeit mit dem Schlagzeuger Cees See und von 1968 bis 1976 mit dem Theaterproduzenten Ren&eacute; Sleeswijk verheiratet. Sie hinterl&auml;sst eine Tochter.<\/p>\n<p>Wikipedia.de (Textvorlage)<\/p>\n<p>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Corry_Brokken<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie wurde 83 Jahre alt!\u00a0 CORRY BROKKEN (* 3. Dezember 1932 in Breda, Niederlande; &dagger; 2. 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