{"id":76096,"date":"2016-06-30T00:00:00","date_gmt":"2016-06-30T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=76096"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETER-ALEXANDER-smago-Serie-Sch-76095","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/PETER-ALEXANDER-smago-Serie-Sch-76095\/","title":{"rendered":"PETER ALEXANDER <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;Vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming &#8211; Teil 60: &quot;Die kleine Kneipe&quot; (9\/9): &quot;Letzte Produktionen und R\u00fcckzug ins Privatleben&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Mit diesem Kapitel endet der l\u00e4ngste smago! Artikel aller Zeiten &#8230;!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht gab das den Ausschlag, nach vielen Jahren ein neues Produzententeam zu bem&uuml;hen. Anl&auml;sslich seines 60. Geburtstages brachte Alexander eine LP namens &bdquo;Lebenslieder&ldquo; heraus mit seinen pers&ouml;nlichen internationalen Lieblingshits, denen <em>Dr. Michael Kunze<\/em> einen deutschen Text &bdquo;verpasst&ldquo; hat. Produziert wurde die LP von <em>Roland Heck<\/em> und <em>Gerd K&ouml;the<\/em>, die zum Geburtstag auch ein von <em>Dr. Michael<\/em> <em>Kunze<\/em> getextetes Lied komponierten: &bdquo;Was sind schon sechzig Jahre?&ldquo;. Das war die B-Seite der Single aus dem Album. Als A-Seite entschied man sich f&uuml;r die deutsche Version des von <em>Telly Savallas<\/em> bekannt gemachten &bdquo;Some Broken Hearts Never Mind&ldquo;. <em>Dr. Michael Kunze<\/em> textete darauf &bdquo;<strong>Wenn auch die Jahre vergeh&rsquo;n<\/strong>&ldquo;. &Auml;hnlich wie Jahre zuvor <em>Phil Nash<\/em> und <em>Bernd Cl&uuml;ver<\/em> gelang auch Peter mit seiner deutschen Version kein Treffer.<\/p>\n<p>Zu seinem 60. Geburtstag strahlte das ZDF eine 2-teilige Show &bdquo;Wir gratulieren&ldquo; aus. Dabei sprach Peter (tricktechnisch) mit seinem &bdquo;zweiten Ich&ldquo;. Gezeigt wurden H&ouml;hepunkte aus fr&uuml;heren Jahren.<\/p>\n<p>&bdquo;Au&szlig;er der Reihe&ldquo; gab es am 17. Mai 1987 eine Alexander-Show: Das Wiener Austria-Center wurde er&ouml;ffnet. Zu diesem Anlass pr&auml;sentierte Peter im Rahmen der Gala &bdquo;Soiree in Wien&ldquo; eine Gala mit Stars aus sechs Nationen. Unter anderem waren <em>Jerry Lewis, Placido Domingo, Jose Carreras, Gilbert B&eacute;caud <\/em>und<em> Udo J&uuml;rgens<\/em> zu Gast. Der Presse war zu entnehmen, dass es mit 14 Millionen Schilling &nbsp;(2,4 Millionen DM) die teuerste Show war, die je in Wien produziert wurde. Eurovision und Intervision waren zugeschaltet, ebenso zw&ouml;lf s&uuml;damerikanische L&auml;nder.<\/p>\n<p><em>Bernd Dietrich<\/em> und <em>Engelbert Simons<\/em>, die sonst eher mit <em>G.G. Anderson<\/em> zusammenarbeiteten, komponierten den n&auml;chsten von <em>Dr. Bernd Meinunger<\/em> getexteten Alexander-Titel. &bdquo;<strong>Die Zeit der Rosen<\/strong>&ldquo; war vom Produzententeam <em>Heck\/K&ouml;the<\/em> vielleicht etwas zu volkst&uuml;mlich gehalten. Bei seiner gro&szlig;en Show stellte Alexander den Song am 19.11.1987 im ZDF vor (Motto diesmal: &bdquo;Freizeitvergn&uuml;gen&ldquo;) und pr&auml;sentierte das Lied auch am 4. Februar 1988 im Gro&szlig;en Preis&ldquo; des ZDF. Mit gleichem Team entstand im Fr&uuml;hjahr 1988 die Single &bdquo;<strong>Von Mensch zu Mensch<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p><em>Hans Hubberten<\/em>, Lebensgef&auml;hrte von <em>Gisela Schl&uuml;ter<\/em>, schrieb seit vielen Jahren die B&uuml;cher zu den Alexander-Shows. Seine Ideen und Texte waren ma&szlig;geblich f&uuml;r den Erfolg der Sendungen. Am 11. Juni 1988 verstarb er an den Folgen eines Herzinfarkts &ndash; ein schwerer Schlag f&uuml;r Peter Alexander, der dazu f&uuml;hrte, dass er f&uuml;r l&auml;ngere Zeit keine Show mehr produzieren wollte.<\/p>\n<p>Im Herbst 1988 wurde es wieder b&ouml;hmisch &ndash; die TV-beworbene LP &bdquo;Aber b&ouml;hmisch muss es sein&ldquo; kam auf den Markt, als Promo-Single entschied man sich f&uuml;r die &bdquo;<strong>Prager Polka<\/strong>&ldquo; &ndash; beide Tontr&auml;ger schafften es jedoch nicht in die Hitparaden. Etwas besser lief es mit der kurz zuvor ver&ouml;ffentlichten sommerlichen LP &bdquo;Mit Peter Alexander der Sonne entgegen&ldquo;. Rund drei&szlig;ig Jahre, nachdem er mit &bdquo;Tschau tschau Bambina&ldquo; erfolgreich war, versuchte er es noch mal mit internationalen Schreibweise und koppelte &bdquo;<strong>Ciao Ciao Bambina<\/strong>&ldquo; aus.<\/p>\n<p>Nachdem die CD sich immer mehr durchsetzte, entschied man sich, ein neues &bdquo;Best Of&ldquo; Album von Peter auf den Markt zu bringen &bdquo;Das Peter-Alexander-Festival&ldquo; &ndash; auf 2 CDs waren viele seiner gro&szlig;en Erfolge versammelt einschlie&szlig;lich des neuen r&uuml;ckblickenden Liedes &bdquo;<strong>Gestern jung &ndash; morgen alt<\/strong>&ldquo;, das nach vielen Jahren wieder <em>Pierre Kartner<\/em> f&uuml;r ihn komponierte.<\/p>\n<p>Nach dem Fall der Mauer war es Peter Alexander offensichtlich wichtig, noch mal auf gro&szlig;e (sechste) Tournee zu gehen. Erneut von <em>Paul Kuhn<\/em> und seinem Orchester sowie den <em>Ute-Mann<\/em>-Singers begleitet, zeigte er noch mal das ganze Spektrum seines K&ouml;nnens. Der erste Teil der Tour fand vom 6. M&auml;rz bis 7. April 1990 statt, eine Wiederholungstour wurde vom 8. April 1991 bis zum 5. Mai 1991 durchgef&uuml;hrt. Sein letztes Live-Konzert gab Alexander in der Wiener Stadthalle.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich der deutschen Einheit wurde f&uuml;r das ZDF am 4. und 5. September 1990 die gro&szlig;e TV &bdquo;Ein Herz f&uuml;r Berlin&ldquo; im Ostberliner Friedrichstadtpalast produziert, Drehbuchautor war diesmal <em>Curth Flatow<\/em>. Das ZDF zeichnete mit Peter Alexander als Gastgeber die Show auf, nachdem zuvor spekuliert wurde, der Entertainer h&auml;tte sich einen neuen TV-Vertragspartner gesucht &ndash; offensichtlich gab es insbesondere wegen der Vorlage schwacher Drehb&uuml;cher wohl zwischenzeitlich auch Differenzen. Pr&auml;sentiert wurde ein Streifzug durch die Geschichte Berlins. Die am 24.11.1990 ausgestrahlte Sendung sorgte f&uuml;r viel Aufmerksamkeit &ndash; insbesondere der Auftritt des 88-j&auml;hrigen <em>Heinz R&uuml;hmann<\/em> r&uuml;hrte viele zu Tr&auml;nen. Ungew&ouml;hnlich: Es wurde aus der Show nichts herausgeschnitten, statt der urspr&uuml;nglich geplanten 90 Minuten hatte diese Show eine L&auml;nge von 115 Minuten.<\/p>\n<p>Zu einer recht ungew&ouml;hnlichen Zusammenarbeit kam es 1991. <em>Dieter Bohlen <\/em>produzierte mit Peter Alexander das im November des Jahres ver&ouml;ffentlichte Album &bdquo;Verliebte Jahre&ldquo; und schaffte es sogar, ihm seine <em>Blue-System<\/em>-Nummer &bdquo;Sorry Little Sarah&ldquo; anzudrehen (&bdquo;Hommage an Zarah&ldquo;), in der es um die gro&szlig;e Schauspielerin <em>Zarah Leander<\/em> geht. Kurz nach Alexanders Tod wurde dieses letzte regul&auml;re Studioalbum wiederver&ouml;ffentlicht, fand aber in der breiten &Ouml;ffentlichkeit keine nennenswerte Zustimmung.<\/p>\n<p>Als erste Single aus dem Album wurde &bdquo;<strong>Der Tag der kleinen Helden<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt, welche Alexander zweimal im Fernsehen pr&auml;sentierte. Die von <em>Dieter Bohlen<\/em> komponierte und produzierte Nummer wurde von <em>Joachim-Horn Bernges<\/em> getextet.<\/p>\n<p>Mit gleichem Team wurde auch die zweite Single produziert, &bdquo;<strong>Auf die Liebe kommt es an<\/strong>&ldquo;. Letztmals schaffte es Peter Alexander 1992, in die Single-Charts zu kommen, erreichte jedoch&nbsp; nur Platz 57. Wenn man bedenkt, wie einf&auml;ltig Dieter Bohlen sich ansonsten &auml;u&szlig;ert, ist seine in seinem Buch &bdquo;Nichts als die Wahrheit&ldquo; niedergeschriebene Meinung zu Peter Alexander schon bemerkenswert: &bdquo;<em>1991 hatte ich die Ehre, mit Peter Alexander zusammenarbeiten zu d&uuml;rfen. Auch wenn ich tief in meinen Erinnerungen krame: Ich kenne keinen, der je so top vorbereitet zu mir ins Studio gekommen ist wie er. Dabei war er schon 65. Jede Nummer kannte er auswendig, hatte die Texte und Melodien 1A drauf. Ich bin &uuml;berzeugt, er h&auml;tte die St&uuml;cke auch r&uuml;ckw&auml;rts und im Schlaf singen k&ouml;nnen. Ein Akrobat, ein Profi, ein K&ouml;nner, eine Pr&auml;zisionsmaschine, der auf die Erfahrung von 120 Langspielplatten zur&uuml;ckblicken konnte.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Nachdem zum 65. Geburtstag eine eher lieblose Hommage an Peter Alexander ausgestrahlt wurde (&bdquo;Das tu ich alles nur aus Liebe&ldquo;), gab es am 21. Dezember 1991 wieder die &bdquo;Peter- Alexander-Show 1991, ausschlaggebender Produzent war diesmal der ORF in Wien unter der pers&ouml;nlichen Leitung des Unterhaltungschefs Dieter B&ouml;ttger, der Alexander nach Jahren der Abstinenz wieder zur&uuml;ck auf die Showb&uuml;hne holte. Stets auf der H&ouml;he der Zeit, parodierte Peter Alexander die damalige (von ihm sehr kritisch gesehene) Fernsehlandschaft und machte selbst vor der TV-Show &bdquo;Tutti Frutti&ldquo; (RTL) nicht Halt. Kein Wunder, dass &bdquo;J. R. Ewing&ldquo; (<em>Larry Hagman<\/em>) aus DALLAS sich die Ehre gab. Auch vor <em>Karl Dall<\/em> und <em>Karl Moik<\/em> machte er in seiner Show keinen Halt. Insgesamt schl&uuml;pfte der Star-Entertainer in 25 Rollen.<\/p>\n<p>&bdquo;Mit 66 Jahren, da f&auml;ngt das Leben an&ldquo; &ndash; Peter Alexander ist das beste Beispiel. Auch in seiner am 13. Dezember 1992 ausgestrahlten &bdquo;Peter-Alexander-Show &rsquo;92&ldquo;war er voll auf der H&ouml;he der Zeit und parodierte <em>Rudi Carrell<\/em> (&bdquo;Herzblatt&ldquo;) und <em>Eduard Zimmermann<\/em> (&bdquo;Aktenzeichen XY&ldquo;). Zu Gast war der junge, noch relativ unbekannte <em>Hape Kerkeling<\/em>.<\/p>\n<p>Auch 1993 gab es imposante Ehrungen f&uuml;r Peter Alexander &ndash; von der H&ouml;rzu erhielt er aus den H&auml;nden von <em>Linda de Mo<\/em>l erneut die &bdquo;Goldene Kamera&ldquo; und aus &Ouml;sterreich gab es die &bdquo;Goldene Romy&ldquo; als beliebtester Showmaster und zugleich die &bdquo;Platin-Romy&ldquo; f&uuml;r das Lebenswerk.<\/p>\n<p>Auch am 25. Dezember 1993 (das Datum &bdquo;Erster Weihnachtstag&ldquo; etablierte sich im ZDF f&uuml;r Show-Events, <em>Helene Fischer<\/em> f&uuml;hrt diese Tradition inzwischen ja fort) wurde &bdquo;Die Peter Alexander Show 1993&ldquo; ausgestrahlt. Ein Highlight war ein Duett mit <em>Gunther Philipp<\/em>, bei dem nach Jahrzehnten an die ber&uuml;hmten Graf-Bobby-Filme erinnerte wurde. Auch der &bdquo;alte Spezi&ldquo; <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> war zu Gast in der damaligen Sendung.<\/p>\n<p>Das Highlight der &bdquo;Peter-Alexander-Show 1994&ldquo; war zweifelsohne seine Parodie der englischen K&ouml;nigsfamilie &ndash; egal, ob Prinzessin <em>Diana,<\/em> die <em>Queen<\/em> oder <em>Queen Mum<\/em> &ndash; Peter parodierte sie alle perfekt und gekonnt. R&uuml;hrend war auch sein Duett mit dem damals 91-j&auml;hrigen <em>Johannes Heesters<\/em>.<\/p>\n<p>Seine letzte gro&szlig;e TV-Show pr&auml;sentierte Peter Alexander im ZDF am 25. Dezember 1995. Erneut zeigte er sein Parodie-Talent, diesmal war <em>Boris Becker<\/em> und dessen Umfeld dran. Auch gro&szlig;e Stars wie <em>Liza Minelli<\/em> und <em>Montserrat Caball&eacute;<\/em> waren zu Gast. Dass es Alexanders letzte Show f&uuml;r immer war, konnte damals niemand ahnen. Im Sommer 1996 gab es ein Special im ORF anl&auml;sslich des 70. Geburtstags (&bdquo;Was sind schon 70 Jahre&ldquo;). Im Rahmen der Show wurde sein letztes Lied, &bdquo;Was w&auml;r&rsquo; ich ohne Euch?&ldquo; produziert, das sowohl seiner Familie als auch seinem Publikum galt. (Es handelt sich um die deutsche Version des Welthits &bdquo;Just the Way You Look Tonight&ldquo;, typisch: Peters letzte Aufnahme war ein Song, der im Original von <em>Frank Sinatra<\/em> interpretiert wurde). Peter Alexander nannte das als Grund, 1996 keine Show machen zu wollen, weil er dem Credo &bdquo;eine Show pro Jahr&ldquo; treu bleiben wolle &ndash; in den folgenden Jahren gab es aber keine Sendung mehr. Dennoch gab es 1996 noch mal einen Bambi f&uuml;r Peter Alexander, seinen zehnten &ndash; diesmal f&uuml;r sein Lebenswerk, ausgeh&auml;ndigt vom Kollegen <em>Rudi Carrell<\/em>.<\/p>\n<p>Hintergrund d&uuml;rfte sein, dass <em>Hilde Alexander<\/em> 1997 eine H&uuml;ftoperation hatte und damit gesundheitliche Probleme bekam. Letztlich war immer sie der Motor f&uuml;r Peters berufliche Aktivit&auml;ten. Nach einem Oberschenkelhalsbruch wurde sie 2001 bettl&auml;gerig und verstarb am 29. M&auml;rz 2003 &ndash; damit war endg&uuml;ltig klar, dass Peter die gro&szlig;e B&uuml;hne nicht mehr betreten wollte.<\/p>\n<p>Zum 75. Geburtstag im Jahr 2001 brachte die Ariola ein Album namens &bdquo;Das gro&szlig;e Jubil&auml;umsalbum&ldquo; heraus, das in Deutschland eine Woche in den Charts war (erstmals seit &uuml;ber 10 Jahren, allerdings nur auf Platz 99) und in &Ouml;sterreich sogar die Top 10 erreichte. Das Fernsehen hingegen hat Peter Alexander zu der Zeit offensichtlich bereits vergessen &ndash; es gab keine TV-Show zum &bdquo;runden Geburtstag&ldquo; des Entertainers, der aber auch selber nicht w&uuml;nschte, medial omnipr&auml;sent zu sein in dieser Zeit. Seinen runden Geburtstag beging er im engsten Familienkreis, als einziger Freund war <em>Wolfgang Rademann<\/em> eingeladen.<\/p>\n<p>In einem Interview zum runden Geburtstag sprach P. A. bemerkenswert aktuelle Worte: <em>&bdquo;Es ist nicht mehr lustig, was passiert. Es fallen jede Woche neue Tabus. Das Fernsehen wird immer ordin&auml;rer, bl&ouml;der und auch fader. Und diese Quotengeilheit ist einfach schrecklich, weil so kann keine Qualit&auml;t<\/em><em> entstehen.&ldquo; <\/em>Ein deutliches Statement eines gro&szlig;en Unterhaltungsprofis, was leider bis zum heutigen Tage seine G&uuml;ltigkeit ohne absehbares Ende besitzt.<\/p>\n<p>Bemerkenswert war 2002 eine von Ariola ver&ouml;ffentlichte CD namens &bdquo;Liebestr&auml;ume&ldquo;, auf der seltene Liebeslieder von Peter zu h&ouml;ren waren. Anlass war die Goldene Hochzeit mit <em>Hilde <\/em>&ndash; Peter war am 22. September 2002 f&uuml;nfzig Jahre mit seiner Hilde verheiratet. Dazu passend erschien der Titel &bdquo;Ich bin verliebt in die eigene Frau&ldquo; erstmals auf CD.<\/p>\n<p>Auch &uuml;ber die im Sommer 2002 erschienene CD &bdquo;Die sch&ouml;nsten Duette&ldquo; haben sich viele Fans gefreut. Der Reigen der Duettpartner geht von <em>Caterina Valente<\/em> &uuml;ber <em>Wencke Myhre<\/em> bis hin zur geliebten Tochter <em>Susi.<\/em> 2003 wurde dann die Rarit&auml;ten-Kollektion mit Teil 3 weiter vervollst&auml;ndigt, wobei diesmal Live-Rarit&auml;ten aus den Jahren 1971, 1976 und 1984 f&uuml;r die Ewigkeit festgehalten wurden.<\/p>\n<p>Historisch ist das Datum 16. Januar 2005. An dem Tag wurde im Fernsehen der 70. Geburtstag <em>Wolfgang Rademanns<\/em> gefeiert, und Peter Alexander zeigte sich nach langer Zeit wieder im Fernsehen, um seinem Freund per Video-Botschaft zu gratulieren, jedoch in privatem Umfeld per Video-Botschaft.<\/p>\n<p>In jenem Jahr 2005, stellte Entertainer und S&auml;nger <em>Andy Borg<\/em> eine CD mit seinen Coverversionen des Weltklasse-Entertainers Alexander vor. Aber auch der Meister selbst wurde zu seinem 79. Geburtstag geehrt &ndash; eine 4. CD mit Rarit&auml;ten wurde ver&ouml;ffentlicht, diesmal unter dem Motto &bdquo;Von B&ouml;hmen bis nach Wien&ldquo;.<\/p>\n<p>Zum 80. Geburtstag Peter Alexanders erschien eine bebilderte Biografie des Journalisten &nbsp;<em>Michael Wenk<\/em> unter der Mitarbeit von Fanclubleiterin <em>Barbara L&ouml;hr<\/em>: &bdquo;Das tat ich alles aus Liebe&ldquo;. Peter Alexander verfasste ein letztes Mal auf Bitten und Dr&auml;ngen der Autoren handschriftlich ein Vorwort zu diesem Werk, obwohl ihm jegliche Huldigungen in der &Ouml;ffentlichkeit pers&ouml;nlich nicht mehr recht waren. Die Filmemacherin <em>Birgit Kienzle<\/em> erstellte einen bemerkenswerten und selbstkritischen TV-Dokumentarfilm &bdquo;Der Mann, der Peter Alexander war&ldquo;. Den Meister selbst bekam sie nicht vor die Kamera, weil dieser laut Aussage seiner Tochter in Ruhe altern wollte und nicht mehr f&uuml;r Interviews zur Verf&uuml;gung stand.<\/p>\n<p>Aber auch seine Plattenfirma Ariola war umtriebig und ver&ouml;ffentlichte eine CD und DVD-Kollektion unter dem Motto &bdquo;Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch!&ldquo;. Vier bis dato unver&ouml;ffentlichte Titel lie&szlig;en damals die Fan-Herzen h&ouml;her schlagen. Zum Dank gab es einen sensationellen zweiten Platz in den &ouml;sterreichischen CD-Charts, in Deutschland reichte es zu einem respektablen 40. Rang.<\/p>\n<p>Etwas versp&auml;tet hat auch das Fernsehen Peter Alexander gehuldigt- im Rahmen der &bdquo;Traumschiff-Gala&ldquo; wurde ihm zum 80. Geburtstag am 16. Juli 2006 gratuliert &ndash; eine sehr gute Einschaltquote von 7,37 Mio. Zuschauern bewies, wie popul&auml;r der Entertainer auch im hohen Alter noch war. Im Rahmen dieser Gala wandte sich Alexander letztmals in einem Video an seine Fans und spielte u. a. an einem Piano seinen Hit &bdquo;Dankesch&ouml;n&ldquo;. Auf seinen Wunsch hin wurde an jenem Abend auch nochmal seine Show &bdquo;Treffpunkt Herz&ldquo; als Wiederholung ausgestrahlt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2007 wurde Peter Alexander eine besondere Ehre zuteil &ndash; im Rahmen der Serie &bdquo;Legenden&ldquo; wurde er noch zu Lebzeiten portraitiert. Zur Freude vieler Fans wurden nach und nach seine ersten WDR-TV-Shows (angefangen mit &bdquo;Peter Alexander in Wien&ldquo;) auf DVD ver&ouml;ffentlicht. Passend dazu ver&ouml;ffentlichte die Ariola die CD &bdquo;Verliebt in Wien &ndash; die sch&ouml;nsten Wiener- und Heurigen-Lieder.<\/p>\n<p>Auch 2008 gab es (damals zum 50-j&auml;hrigen Jubil&auml;um der Plattenfirma Ariola) eine bemerkenswerte Wiederver&ouml;ffentlichung &ndash; mit Bonustracks versehen, wurde die CD &bdquo;Show&ldquo; aus dem Jahr 1969 auf den Markt gebracht.<\/p>\n<p>Nach dem Verlust seiner geliebten Frau musste Peter im Jahr 2009 einen weiteren schweren Schicksalsschlag erleiden. Seine geliebte Tochter, die Malerin <em>Susi Neumayer-Heidinger<\/em>, kam bei einem Verkehrsunfall in Thailand ums Leben. Ein einfaches Schicksal hatte Susi nicht &ndash; sie kam wohl nicht gut damit klar, &bdquo;Tochter von Peter Alexander&ldquo; zu sein, so machte sie 1986 mit einer Kokain-Aff&auml;re von sich reden und war schon mit ca. 30 Jahren geschieden. Dennoch war der Verlust seiner Tochter f&uuml;r den Entertainer ein sehr schlimmer Schicksalsschlag, von dem er sich wohl nicht mehr erholt hatte.<\/p>\n<p>Der gro&szlig;e Peter Alexander verstarb am 12. Februar 2011. Viele Freunde, Fans, Weggef&auml;hrten und Kollegen trauerten um ihn, der ORF hat sein Programm umgestellt und u. a. das Portrait zum 70. Geburtstag ausgestrahlt (&bdquo;Sag zum Abschied leise Servus &ndash; Lebenserinnerungen von Peter Alexander&ldquo;) und damit noch einmal eine hohe Einschaltquote mit Alexanders Namen erreicht (mehr als 1,2 Mio. Menschen). Das ZDF fand bedauerlicherweise nur geringe 10 Minuten Zeit, seinen erfolgreichsten Showmaster &uuml;berhaupt zu ehren, was leider den Qualit&auml;tsstandard heutiger Unterhaltungschefs und Redakteure widerspiegelt&hellip;<\/p>\n<p>Peter Alexander ist einer der erfolgreichsten Chart-St&uuml;rmer aller Zeiten &ndash; je nach Z&auml;hlweise (die Einbeziehung der Automaten-Hitparade ist strittig, im Standardwerk &bdquo;Hit Bilanz&ldquo; finden sich mehrfach Fehler zur Z&auml;hlung seiner Nummer-1-Hits) hatte er mehrere Nummer-1 und vor allem sehr viele Top-10-Hits. Insbesondere auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit d&uuml;rfte eine Karriere wie die seine &ndash; auch bez&uuml;glich des konsequenten Abtretens auf dem H&ouml;hepunkt seines Schaffens &ndash; einzigartig bleiben. In neuer Auflage der 2006 erschienenen &bdquo;Best Of&ldquo;-CD &bdquo;Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch!&ldquo; erschien die CD 2011 unter dem Titel &bdquo;Seine gr&ouml;&szlig;ten Erfolge und mehr&ldquo;. Diesmal gab es einen 1. Platz in den &ouml;sterreichischen Charts, in Deutschland reichte es immerhin f&uuml;r einen 34. Rang.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Vergabe des Echos 2011 wurde Peter Alexander als zweiter Interpret &uuml;berhaupt (nach <em>Michael Jackson<\/em>) posthum in die &bdquo;Echo Hall of Fame&ldquo; aufgenommen. 2012 wurde in Wien-D&ouml;bling nach ihm der &bdquo;Peter-Alexander-Platz&ldquo; benannt.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich des 90. Geburtstags wurde 2016 eine weitere &bdquo;Die neue Best Of&ldquo; ver&ouml;ffentlicht &ndash; diesmal mit Interpretationen von Alexander-Songs von anderen Interpreten. Was vielen Fans dabei missfiel, war u. a. die Auswahl der &bdquo;K&uuml;nstler&ldquo;, die sich des Werks von Peter angenommen haben sowie die Tatsache, dass dabei haupts&auml;chlich &auml;ltere Aufnahmen verkoppelt wurden. Zu diesem Anlass wurde dann auch (leider sehr stiefm&uuml;tterlich und teils fehlerhaft) seine Homepage &bdquo;peteralexander.de&ldquo; neu gestaltet.<\/p>\n<p>In ihrem Buch &bdquo;Die deutschen Fernsehstars &ndash; Show- und Gesangsstars&ldquo; bringen die Autoren <em>Ricarda Strobel<\/em> und <em>Werner Faulstich<\/em> auf den Punkt, was den unfassbaren Erfolg des gro&szlig;en Peter Alexander ausgemacht hat: &bdquo;<em>Peter Alexander war programmatisch von Anfang an bereichs&uuml;bergreifend produktiv: medien&uuml;bergreifend (Kinofilm, Schallplatte, Fernsehen), stil&uuml;bergreifend (Schlager, Operette, Musical, Volkslied), stimmungs&uuml;bergreifend (z&auml;rtlich-sentimental, komisch-witzig, charmant-unterhaltend, seri&ouml;s-k&uuml;nstlerisch). Damit ist es ihm gelungen, unterschiedliche Gruppen der bundesrepublikanischen Bev&ouml;lkerung zu einer ungew&ouml;hnlich gro&szlig;en Fan-Gemeinde zu vereinen<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Ganz sicher war aber auch seine einzigartige Authentizit&auml;t, seine Aufrichtigkeit, sein Flei&szlig;, seine Treue und sein k&uuml;nstlerisches Talent ausschlaggebend daf&uuml;r, dass PETER ALEXANDER einer der allergr&ouml;&szlig;ten deutschsprachigen S&auml;nger und Entertainer aller Zeiten geworden ist und bis heute k&uuml;nstlerisch unerreicht und unvergessen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vielen Dank an den K&uuml;nstleragenten Thorsten Groneberg, der sein umfangreiches Detailwissen &uuml;ber Peter Alexander in den Artikel hat einflie&szlig;en lassen und uns ein paar Fotos aus seinem Archiv zur Verf&uuml;gung gestellt hat.<\/em><\/p>\n<p>Stephan Imming, 02.06.2016<br \/>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.peter-alexander.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit diesem Kapitel endet der l\u00e4ngste smago! 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