{"id":75724,"date":"2016-07-12T00:00:00","date_gmt":"2016-07-12T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=75724"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"JUERGEN-DREWS-smago-Serie-Schla-75723","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/JUERGEN-DREWS-smago-Serie-Schla-75723\/","title":{"rendered":"J\u00dcRGEN DREWS <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;Vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming &#8211; Teil 61: &quot;Ein Bett im Kornfeld&quot; (1\/2)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 07.06.1976!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wussten Sie, dass&hellip;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&hellip; J&uuml;rgen einst in der ZDF-Hitparade mit Per&uuml;cke auftrat?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&hellip; J&uuml;rgen Ramona quasi seinem Kollegen Tommy Steiner &bdquo;ausgespannt&ldquo; hat?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, am 2. April 1945, wurde J&uuml;rgen Ludwig Drews als Sohn des Wehrmachtsarztes <em>Dr. Werner Drews<\/em> und dessen Frau <em>Liselotte<\/em> in Nauen (Brandenburg) geboren. Er wuchs in Schleswig auf, wo er die altsprachliche Domschule besuchte. (Seine Plattenfirma hatte &uuml;brigens &uuml;ber viele Jahre hinweg behauptet, Drews sei 1948 in Berlin geboren, diese Daten sind daher noch in einigen Unterlagen so zu finden).<\/p>\n<p>Seine erste Gitarre bekam J&uuml;rgen von seinen Eltern mit 13 Jahren geschenkt, kurz darauf spielte er in Gruppen wie der Jazz-Band &bdquo;<em>Snirples<\/em>&ldquo; und sp&auml;ter der Beat-Combo &bdquo;<em>Monkeys<\/em>&ldquo; mit. Er begeisterte sich insbesondere f&uuml;r das Banjo und wurde mit 15 Jahren als bester&nbsp; Banjospieler Schleswig-Holsteins ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Sein Abitur machte Drews 1967 &ndash; recht sp&auml;t, aber im zweiten Anlauf hatte Direktor <em>Martens <\/em>ihm sein Zeugnis ausgeh&auml;ndigt. (Im ersten Anlauf hat er bei der Aufgabenstellung, <em>Thomas Mann<\/em> mit Trivialliteratur zu vergleichen, versagt, weil er die Texte falsch zuordnete&hellip;). Nach dem Abitur begann er, zun&auml;chst in Kiel Medizin zu studieren, um so in die Fu&szlig;stapfen seines Vaters zu treten &ndash; das Vorhaben gab er aber bereits nach vier Semestern auf, weil er in jener Zeit bereits anfing, professionell Musik zu machen. Er wurde ein Mitglied der von <em>Giorgio Moroder<\/em> produzierten Kieler Band &bdquo;<em>Die Anderen<\/em>&ldquo;. Die musikalischen Gene hat J&uuml;rgen &uuml;brigens u. a. von seinem Gro&szlig;vater geerbt, der als Operns&auml;nger Karriere gemacht hatte.<\/p>\n<p>Zu dieser Formation gelangte er, weil er 1966 in der Kieler Ostseehalle am &bdquo;Beat-Band-Ball&ldquo; teilnahm. Solos&auml;nger J&uuml;rgen lernte dort die siegreiche Band <em>Chimes Of Freedom<\/em> kennen und schloss sich der Gruppe als Sologitarrist und S&auml;nger an (weitere Mitglieder waren <em>Gerd M&uuml;ller-Schwanke, Enrico Lombardi und Bernd Scheffler)<\/em>. Die Band hatte beim &bdquo;Beat-Band-Ball&ldquo; zwar einen Plattenvertrag gewonnen, musste aber die Auflage erf&uuml;llen, sich vom eigentlichen Folk-Stil zu verabschieden. Guter Rat war teuer &ndash; und den brachte damals der Manager der Lords, <em>Sigi Lang<\/em>, indem er den Rat aussprach, einen deutschen Bandnamen zu w&auml;hlen und deutsche Songs zu interpretieren &ndash; quasi als Kontrast zur Beatwelle.<\/p>\n<p>Zun&auml;chst schien der Rat angenommen zu werden, die Gruppe benannte sich um in &bdquo;<em>Die Anderen<\/em>&ldquo;, und im Berliner Club &bdquo;Playboy Eden&ldquo; lernte man <em>Drafi Deutscher<\/em> kennen, der sich als Produzent der Gruppe anbot. Dagegen sperrte sich aber Bandkollege <em>Bernd<\/em> <em>Scheffler<\/em>, so dass daraus nichts wurde. Der vermeintliche Durchbruch der Gruppe kam dennoch &ndash; sie durften in der ZDF-Sendung &bdquo;Show Chance &lsquo;67&ldquo; auftreten und erhielten ein Engagement bei der Plattenfirma Ariola. F&uuml;r Aufsehen sorgte die Gruppe auch mit einem Auftritt in der am 28. Juli 1967 ausgestrahlten ZDF-Sendung &bdquo;Zwischen Beat und Bach&ldquo;, in der sie &ndash; begleitet von einem gro&szlig;en Orchester &ndash; &bdquo;Wacht auf!&ldquo; aus den &bdquo;Meisters&auml;ngern von N&uuml;rnberg&ldquo; von <em>Richard Wagner<\/em> vortrugen.<\/p>\n<p>Im Juli 1968 wurden vier Singles im Londoner Pye-Studio (mit 30 Musikern unter der Regie von <em>Nick Welsh<\/em>) produziert; neben <em>Giorgio Moroder<\/em> war der junge <em>Ralph Siegel<\/em> Produzent. Die erste Single erschien bei Polydor: &bdquo;Forever And A Day&ldquo;. 1969 wurden bei Ariola zwei weitere Titel ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;Somebody Loves You&ldquo; und &bdquo;Little, Little Love&ldquo;. Eine vierte produzierte Single, &bdquo;Sally Goes Around the Moon&ldquo;, wurde in Deutschland nicht ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Das Quartett nahm noch 1968 eine LP auf namens &bdquo;Kanibal Komix&ldquo;, die gleichzeitig als Soundtrack zum Film &bdquo;Die Frau in wei&szlig;&ldquo; diente, wobei es sich um einen in M&uuml;nchen gedrehten Gespensterfilm handelte im Stile des Beatles-Films &bdquo;Magical Mystery Tour&ldquo;.<\/p>\n<p>1969, im Rahmen von Plattenaufnahmen f&uuml;r eine in den USA produzierte LP mit den &bdquo;Anderen&ldquo; (&bdquo;Apocalypse&ldquo;) lernte J&uuml;rgen den britischen Musiker <em>Les Humphries<\/em> (schrieb sich damals noch <em>Les Humphreys<\/em>) kennen, der damals Organist der Band &bdquo;<em>Wonderwall<\/em>&ldquo; war, und wurde 1971 Mitglied von dessen sp&auml;ter &uuml;beraus popul&auml;ren und erfolgreichen &bdquo;<em>Les Humphries Singers<\/em>&ldquo;, einer Gesangsgruppe mit S&auml;ngerinnen und S&auml;ngern unterschiedlichster ethnischer Herkunft. &nbsp;Les war damals Produzent von Billig-Langspielplatten, die in Kaufh&auml;usern als Sonderangebote verkauft wurden. Darauf sangen unbekannte Interpreten die gro&szlig;en Schlagererfolge nach. F&uuml;r solche Aufnahmen suchte Humphries Nachwuchstalente und wurde auf J&uuml;rgen Drews aufmerksam &ndash; allerdings als Mitglied seines Chors.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr, 1969, l&ouml;sten die &bdquo;<em>Anderen<\/em>&ldquo; sich auf, und J&uuml;rgen ging zun&auml;chst nach Rom, um auch im Filmgesch&auml;ft Fu&szlig; zu fassen (u. a. spielte er im Kassenschlager &bdquo;Zur H&ouml;lle mit den Paukern&ldquo; mit). Was J&uuml;rgen in Rom so tat, ist auf der Cover-R&uuml;ckseite seiner zweiten Single nachzulesen: &bdquo;<em>J&uuml;rgen Drews zog es in den S&uuml;den. Mit seiner Gitarre blieb er in Rom h&auml;ngen, &sbquo;ohne festen Wohnsitz&lsquo;, wie er sagt. Er spielte Folklore und eigene Kompositionen in r&ouml;mischen Restaurants, und er spielte sich langsam aber sicher in bessere Clubs hoch&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Eine &bdquo;pikante&ldquo; Nebenrolle spielte seinerzeit J&uuml;rgen im Sexfilm &bdquo;Wunderland der Liebe &#8211; der gro&szlig;e deutsche Sexreport&ldquo;, wobei er sp&auml;ter beteuerte: &bdquo;<em>Ich sa&szlig; komplett angezogen neben einem M&auml;dchen, spielte Gitarre und sang Lieder gegen die verwerfliche Industrie, die Kondome herstellt.<\/em>&ldquo; Den von <em>Giorgio Moroder<\/em> produzierten Soundtrack lieferten die &bdquo;Anderen&ldquo; (vor ihrer Aufl&ouml;sung) ab. Auch im italienischen Film &bdquo;Malastrana&ldquo; hatte J&uuml;rgen einen Zwei-Minuten-Auftritt als Folks&auml;nger.<\/p>\n<p>Unter Schlagerkennern wurde J&uuml;rgens Filmschaffen eher kritisch gesehen. So schrieb <em>Harry Thomas<\/em> in seinem Buch &bdquo;Schlagerfestival&ldquo;: &bdquo;<em>Ohne jegliche Filmerfahrung wurde er vor die Kamera gestellt, und seine wichtigste Aufgabe bestand im Anfang darin, seine Hose auszuziehen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Bereits 1970 wandelte J&uuml;rgen erstmals auf Solopfaden. Mit dem deutschsprachigen, von Giorgio Moroder produzierten St&uuml;ck &bdquo;<strong>Osaka<\/strong>&ldquo; wurde die erste Solo-Single J&uuml;rgens bei Ariola ver&ouml;ffentlicht. Interessant: <em>Michael Holm<\/em> war Textdichter der allerersten J&uuml;rgen-Drews-Single, die parallel auch in englischer und franz&ouml;sischer Sprache auf den Markt kam.<\/p>\n<p>Die zweite bei Ariola erschienene Single war die deutsche Version des Hits &bdquo;Send Me No More Letters&ldquo; der britischen Band <em>&bdquo;Trapeze<\/em>&ldquo;. Das &bdquo;Gesicht &lsquo;71&ldquo; (so die Titulierung auf dem Singlecover) J&uuml;rgen Drews schrieb den deutschen Text &bdquo;<strong>Schreib mir keine Briefe<\/strong>&ldquo; h&ouml;chstselbst, das Arrangement lieferte <em>Les Humphries<\/em>. Als Produzent fungierte <em>Dieter Geissler<\/em>, der ein Jahr sp&auml;ter auch als Coproduzent des Films &bdquo;Das Syndikat&ldquo;, in dem J&uuml;rgen eine Hauptrolle als Killer spielte und dabei von der Presse sehr gelobt wurde &ndash; es sollte sein einziger bemerkenswerter Einsatz als &bdquo;seri&ouml;ser&ldquo; Schauspieler sein. Der Film wurde 2011 als DVD herausgegeben, enthalten ist darauf ein Interview mit J&uuml;rgen Drews, der kundtut, es zu bedauern, angesichts von Tourneeverpflichtungen mit den Les Humphries Singers auf weitere Filmangebote nicht eingegangen zu sein.<\/p>\n<p>Da sich zun&auml;chst mit den Solotiteln kein Erfolg einschleichen wollte, konzentrierte sich J&uuml;rgen auf seine T&auml;tigkeit bei den <em>Les Humphries&nbsp; Singers<\/em>. Mit dieser multikulturellen Gesangsgruppe ergab sich ein &uuml;berragender Erfolg. Zwischen 1971 und 1974 konnte man allein in Deutschland sechs Top-10-Hits verzeichnen, davon schafften es f&uuml;nf unter die ersten drei. &bdquo;Mama Loo&ldquo; war gar ein Nummer-Eins-Hit. Die Gruppe trat sehr oft im Fernsehen auf und ging sehr erfolgreich regelm&auml;&szlig;ig auf Tournee. Der Erfolg ebbte erst 1976 ab, als die Gruppe sehr schlecht f&uuml;r Deutschland beim Grand Prix Eurovision mit &bdquo;Sing Sang Song&ldquo; abschnitt.<\/p>\n<p>Parallel zur Karriere als Mitglied der <em>Les Humphries Singers<\/em> arbeitete J&uuml;rgen konsequent an einer Solokarriere weiter. <em>Joachim Heider<\/em> produzierte und komponierte ihm das Lied &bdquo;<strong>Dieser Tag hat so vieles ver&auml;ndert<\/strong>&ldquo;. Die von <em>Joachim Relin<\/em> getextete Nummer war die erste Ver&ouml;ffentlichung bei J&uuml;rgens neuer Plattenfirma Warner &ndash; es wurde ein Achtungserfolg, die Single kam in die Top-40 der Verkaufshitparade. Der Schlager wurde am 28. April 1972 ver&ouml;ffentlicht, und am 10. Juni 1972 feierte Drews mit dem Titel auch seine Premiere in der ZDF-Hitparade.<\/p>\n<p>Auch die Folge-Single wurde von <em>Joachim Heider<\/em> produziert &ndash; das Lied &bdquo;<strong>Du bringst die Liebe in mein Leben<\/strong>&ldquo; war 1972 zwar nicht sonderlich erfolgreich, dennoch nahm er es 1999 noch mal auf f&uuml;r das Album &bdquo;Wieder alles im Griff&ldquo;.<\/p>\n<p>1973 erschien der Song &bdquo;<strong>Zeit ist eine lange Stra&szlig;e<\/strong>&ldquo;, getextet vom damals umtriebigen Textdichter <em>Ulli Weigel<\/em>, komponiert und produziert erneut vom Berliner Erfolgsproduzenten <em>Joachim Heider<\/em>. Auch dieser Schlager war ein respektabler Erfolg, J&uuml;rgen hielt sich damit vier Wochen in der deutschen Single-Verkaufshitparade (beste Position: Platz 32) und stellte den Titel am 25. August 1973 in Ilja Richters ZDF-Show &bdquo;Disco&ldquo; vor. Kurz darauf erschien J&uuml;rgens erste LP &bdquo;Zeit f&uuml;r meine Songs&ldquo;, auf der er neben eigenen Titeln auch Coverversionen von Hits wie &bdquo;Goodbye My Love Goodbye&ldquo;, &bdquo;I Shall Sing&ldquo; und &bdquo;The End&ldquo; (&bdquo;Jeder Traum hat ein Ende&ldquo;) pr&auml;sentierte.<\/p>\n<p>1973 traten die <em>Les Humphries Singers<\/em> im Klamauk-Film &bdquo;Es knallt und die Engel singen&ldquo; als Chicago-Gangster auf. Der in Barcelona gedrehte Film persifliert das Genre des Mafiafilms. Eine Mafiabande in Amerika wechselt &ndash; nach Misserfolgen in der kriminellen Laufbahn &ndash; ins Showgesch&auml;ft &uuml;ber. W&auml;hrend der Soundtrack aus Hits der Les Humphries Singers besteht, ist auch der Song &bdquo;<strong>You Get Help From No One<\/strong>&ldquo; von J&uuml;rgen Drews Bestandteil des Films und wurde als Single ver&ouml;ffentlicht, die deutsche Version &bdquo;Du bist ein Niemand&ldquo; wurde 1978 &bdquo;versp&auml;tet&ldquo; auf LP herausgebracht. Auch sonst waren die <em>Les Humphries Singers<\/em> damals sehr aktiv, so war J&uuml;rgen mit der Combo Anfang 1974 vier Monate lang auf ausgedehnter Tournee.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single, &bdquo;<strong>Geh&lsquo; nach Haus<\/strong>&ldquo;, schrieb J&uuml;rgen Drews mit seinem Ex-Kollegen der &bdquo;<em>Anderen<\/em>&ldquo;, <em>Gerd M&uuml;ller-Schwanke<\/em>, der damals auch selber als S&auml;nger unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Mon Thys<\/em>&ldquo; in Erscheinung trat. Kurioserweise (wie damals &ouml;fter &uuml;blich) wurde in der wichtigen ZDF-Hitparade aber nicht die A-Seite, sondern die B-Seite vorgestellt &ndash; am 17. November 1973 pr&auml;sentierte J&uuml;rgen in Berlin den Titel &bdquo;Eine Reise ins Nirwana&ldquo;. Anl&auml;sslich seines 70. Geburtstags erz&auml;hlte der S&auml;nger der Bild-Zeitung, dass er zu diesem Lied einen &bdquo;Horrortrip auf Hasch&ldquo; gehabt habe und seitdem keine Drogen mehr nehme. Zu diesem Auftritt bei Dieter Thomas Heck gibt es eine lustige Geschichte: Um im gerade beschriebenen Les-Humphries-Film f&uuml;r die Rolle des glatzk&ouml;pfigen Gangsters der Mafiabande geeignet zu sein, hat sich J&uuml;rgen Drews f&uuml;r die Rolle die Haare abschneiden lassen &ndash; seinen Auftritt in der Hitparade absolviert er daher mit Per&uuml;cke, weil er das Image des langhaarigen Sch&ouml;nlings nicht abstreifen wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><iframe loading=\"lazy\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/3ZqTD6UdsWQ\" width=\"420\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen kleinen Top-50-Erfolg hatte J&uuml;rgen mit seiner 1974 ver&ouml;ffentlichten Single &bdquo;<strong>Weil ich Dich liebe<\/strong>&ldquo;. Die <em>Joachim-Heider<\/em>-Produktion schaffte es erneut in die Top-50 der Single-Charts, den Text steuerte wieder <em>Hans-Ulrich Weigel<\/em> bei. So gab Drews damals zu Protokoll: &bdquo;<em>Ich glaube, mit meinen Liedern auf dem richtigen Weg zu sein, zu beweisen, dass deutsche Schlager nicht s&uuml;&szlig;lich, unecht und kitschig klingen m&uuml;ssen. &ndash; Mir fliegt nichts zu. Was ich schaffen will, muss ich hart erarbeiten.<\/em>&ldquo;<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single, &bdquo;<strong>Addio Goodbye<\/strong>&ldquo;, wurde von <em>Michael Holm<\/em> und <em>Rainer Pietsch<\/em> produziert. Neben <em>Michael Holm<\/em> wurden <em>Bernd Dietrich<\/em> und <em>Ekki Stein<\/em> als Songautoren engagiert. Ein Erfolg wollte sich nicht einschleichen. &bdquo;Addio Goodbye&ldquo; sagte Drews im Sommer 1975 auch zu den Les Humphries Singers, um im Januar 1976 dort vor&uuml;bergehend doch wieder einzuspringen.<\/p>\n<p>Nach einem Jahr &bdquo;kreativer Pause&ldquo;, in der er sich zu Hause im Keller ein Tonstudio einrichtete, &nbsp;war J&uuml;rgen 1976 wieder am Start mit neuem Produzenten. Die Plattenfirma begr&uuml;ndete seinen R&uuml;ckzug wie folgt: &bdquo;<em>Nach vielen Jahren der Hektik hat sich J&uuml;rgen Drews ein wenig aus der &Ouml;ffentlichkeit zur&uuml;ckgezogen. Es war eine sch&ouml;pferische Pause. J&uuml;rgen Drews arbeitete an seiner neuen LP, die im Februar erscheinen wird.<\/em>&quot; <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em> produzierte die deutsche Version des Songs &bdquo;Do What You Wanna Do&ldquo; der <em>Hush Brothers<\/em>. <em>Sch&uuml;ler <\/em>schrieb dazu den Text: &bdquo;<strong>Tu, was Du willst<\/strong> (doch tu&rsquo;s mit mir)&ldquo;. Damit wollte sich noch kein Erfolg einschleichen.<\/p>\n<p>Ganz anders verhielt es sich mit der n&auml;chsten von <em>Sch&uuml;ler<\/em> produzierten Nummer. J&uuml;rgen Drews wurde angeboten, die deutsche Version des Countryhits &bdquo;Let Your Love Flow&ldquo; von den <em>Bellamy Brothers<\/em> zu singen (, wobei auch die erfolgreiche <em>Bellamy-Brothers<\/em>-Version schon ein Cover von <em>Gene Cotton<\/em> war). Komponist <em>Larry E. Williams<\/em> hat den Song zun&auml;chst <em>Neil Diamond<\/em> angeboten, der hatte aber abgelehnt. Auch f&uuml;r die deutsche Version war zun&auml;chst ein anderer S&auml;nger vorgesehen, n&auml;mlich <em>Jochen Br&uuml;ckner.<\/em> Die Plattenfirma Warner entschied sich letztlich aber f&uuml;r J&uuml;rgen Drews, weil der einen bekannteren Namen hatte. Den deutschen Text schrieb <em>Dr. Michael Kunze<\/em> und landete einen absoluten Volltreffer: &bdquo;<strong>Ein Bett im Kornfeld<\/strong>&ldquo; wurde DER J&uuml;rgen Drews-Hit. Der Titel eroberte die Spitzenreiter-Position der deutschen Verkaufshitparade. Auch in der ZDF-Hitparade war der Erfolg messbar &ndash; den Schlager stellte J&uuml;rgen am 5. Juni 1976 bei Dieter Thomas Heck vor, am 3. Juli platzierte sich das Lied und am 31. Juli war er auch in Berlin die Nummer 1 &ndash; ein echter typischer Sommerhit. Parallel erschien eine neue LP mit dem passenden Titel &bdquo;Ein neuer Anfang&ldquo;. Entertainmentqualit&auml;ten bewies J&uuml;rgen bei einem bemerkenswerten Auftritt in <em>Rudi Carrells<\/em> Show &bdquo;Am laufenden Band&ldquo; vom 28. August 1976, bei dem er nicht nur musikalisch in Erscheinung trat, sondern auch als Mitspieler f&uuml;r die Kandidaten der Show.<\/p>\n<p>Der Superhit brachte auch einige Auszeichnungen mit sich, beispielsweise wurde Drews als zweitbeliebtester S&auml;nger der Leser der Jugendzeitschrift Bravo gew&auml;hlt, und von der Zeitschrift &bdquo;Pop&quot; erhielt er den &bdquo;Goldenen Hammer&quot;. Am 5. M&auml;rz 1977 wurde ihm in der Dortmunder Westfalenhalle der Silberne L&ouml;we von RTL &uuml;berreicht.<\/p>\n<p>Die Nachfolgenummer des gro&szlig;en Hits komponierte <em>Ralph Siegel<\/em>, der Text stammte erneut von <em>Dr. Michael Kunze<\/em>. &bdquo;<strong>Es ist kalt in meinem Zimmer<\/strong>&ldquo; war zwar immerhin ein Top-40-Hit und wurde am 18. Dezember 1976 auch in der ZDF-Hitparade vorgestellt, konnte aber nicht wirklich an den Erfolg der Vorg&auml;nger-Single ankn&uuml;pfen. Alles andere als kalt, sondern eher hei&szlig; d&uuml;rfte der Frauenwelt geworden sein, als der Bravo-Starschnitt von J&uuml;rgen Drews ab Ausgabe 50\/1976 auf den Markt war. J&uuml;rgen war bei den Jugendlichen damals so popul&auml;r, dass er zwischen 1976 und 1978 drei mal hintereinander zum zweitbeliebtesten S&auml;nger des Jahres gew&auml;hlt wurde uns somit drei mal den &bdquo;Silbernen Otto&ldquo; erhielt &ndash; zwei mal war <em>Shaun Cassidy<\/em> ihm vor der Nase, 1978 schnappte ihm <em>Leif Garrett<\/em> den &bdquo;Goldenen Otto&ldquo; weg.<\/p>\n<p>Mit einer Coverversion ging es dann wieder &uuml;beraus erfolgreich weiter. <em>Hans Ulrich Weigel<\/em> schrieb einen deutschen Text zu <em>Eddie Rabbitts<\/em> Hit &bdquo;Rocky Mountain Music&ldquo;. &bdquo;<strong>Barfu&szlig; durch den Sommer<\/strong>&ldquo;, erneut von <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em> produziert, wurde wieder ein echter Sommerhit und erreichte die Top-10 der deutschen Verkaufscharts. Erneut war Drews im Sommer 1977 Stammgast in der ZDF-Hitparade, wo er seinen Schlager am 11. Juni, 9. Juli und am 6. August zu Geh&ouml;r brachte, am 25. Juni pr&auml;sentierte er den Titel in <em>Ilja Richters<\/em> Disco. Parallel wurde am 15. April 1977 eine gleichnamige LP ver&ouml;ffentlicht, auf der u. a. die deutsche Version des Welthits &bdquo;Hotel California&ldquo; enthalten ist.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single schaffte es nicht in die ZDF-Hitparade, daf&uuml;r aber wieder in die &bdquo;Disco&ldquo; von <em>Ilja Richter<\/em>. Dort stellte er am 20. Februar 1978 seinen neuen Titel &bdquo;<strong>Unnahbarer Engel<\/strong>&ldquo; vor, die deutsche Version von <em>Alan O&rsquo;Days<\/em> &bdquo;Undercover Angel&ldquo;. Den deutschen Text schrieben Dr. <em>Bernd Meinunger<\/em> und <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em>. Bereits am 6. Dezember 1977 sang J&uuml;rgen den Titel in einer Sendung der Klamaukshow &bdquo;Plattenk&uuml;che&ldquo;, wo er miterleben musste, dass Bauarbeiter die gesamte Deko w&auml;hrend seines Vortrags beiseite schafften. Genutzt hat es nicht, der Song kam (&uuml;berraschenderweise) nicht in die Verkaufshitparaden. Der Titel war Bestandteil einer imposanten &bdquo;Best Of&ldquo;-LP namens &bdquo;Mein musikalischer Lebenslauf&ldquo;. Darauf enthalten waren nicht nur die Solo-Hits von J&uuml;rgen, sondern auch Lieder, die er mit den <em>&bdquo;Anderen<\/em>&ldquo; (&bdquo;Somebody Loves You&ldquo; und &bdquo;Let It Die&ldquo;) gesungen hat sowie Titel, bei denen er als Solist der <em>Les Humphries Singers<\/em> in Erscheinung trat (&bdquo;Silvia&rsquo;s Mother&ldquo; und &bdquo;Pasadena Town&ldquo;). Abgerundet wurde die LP mit Liedern aus dem Musical &bdquo;Tell&ldquo;, das vom Schweizer Journalisten <em>Beat Hirt<\/em> konzipiert wurde. Auf dem Soundtrack zu diesem Musical sang J&uuml;rgen an der Seite von Stars wie <em>Udo Lindenberg<\/em> einige Titel wie &bdquo;Hallo Uri Uno&ldquo; ein. In jener Zeit, am 10. Mai 1978, wurde J&uuml;rgen wie schon erw&auml;hnt der Silberne Otto als zweitbeliebtester S&auml;nger des Jahres 1977 &uuml;berreicht.<\/p>\n<p>Drews war damals sehr aktiv, so komponierte er zu einem deutsch-italienischen Film (&bdquo;Spielen wir Liebe&ldquo;) den Soundtrack. Der Film war sehr umstritten und landete immer wieder auf dem Index, es stand sogar der Vorwurf der Kinderpornografie bei dem Film im Raum, wobei klar gesagt werden muss, dass J&uuml;rgens Mitwirkung an dem Film rein musikalischer Art war.<\/p>\n<p>Den dritten Sommerhit in Folge landete J&uuml;rgen 1978 mit &bdquo;<strong>Wir ziehen heut Abend auf&rsquo;s Dach<\/strong>&ldquo;, der deutschen Version des Sunrise-Hits &bdquo;Call On Me&ldquo;. Den Text schrieb der S&auml;nger <em>Adrian Wolf<\/em>, der 1972 mit einem <em>Ralph-Siegel<\/em>-Song an der Vorentscheidung zum Grand Prix teilnahm, unter seinem Pseudonym <em>Thore Holgerson.<\/em> Im Sommer 1978 war Drews damit mehrfach in der ZDF-Hitparade zu Gast und stellte seinen Schlager auch in der &bdquo;Disco&ldquo; am 4. September 1978 vor. Parallel erschien eine weitere von <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em> produzierte LP namens &bdquo;Heute&ldquo;. Der Song war so erfolgreich, dass J&uuml;rgen daf&uuml;r die &bdquo;Goldene Europa&ldquo; der Europawelle Saar verliehen wurde. Ebenfalls wurde J&uuml;rgen der Deutsche Schallplattenpreis verliehen.<\/p>\n<p>W&auml;hrend der &bdquo;Dach&ldquo;-Song nur knapp an den Top-20 der deutschen Single-Charts vorbeischrammte, gelang der Sprung in diese Eliteklasse mit der Single &bdquo;<strong>Du schaffst mich<\/strong>&ldquo;, der von <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em> getexteten deutschen Version des <em>Exile-<\/em>Hits &bdquo;You Thrill Me&ldquo;. Im ersten Quartal des Jahres 1979 trat J&uuml;rgen mit diesem Song gleich 4 mal in der ZDF-Hitparade auf (teilweise begleitete er sich dabei sogar live auf der Gitarre) und war am 13. M&auml;rz 1979 auch erneut in der &bdquo;Plattenk&uuml;che&ldquo; zu Gast. Abermals gab es f&uuml;r den Song eine &bdquo;Goldene Europa&ldquo;.<\/p>\n<p>Danach wurde es &bdquo;Rockig&ldquo; &ndash; so hie&szlig; auch die neue LP von J&uuml;rgen, aus der zun&auml;chst die Single &bdquo;<strong>Schulschluss<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt wurde. Nach l&auml;ngerer Zeit wurde f&uuml;r eine Single keine Coverversion ausgew&auml;hlt, sondern ein Originaltitel &ndash; Text und Musik stammen von <em>Gunther Gabriel<\/em>. Die Verkaufshitparade wurde mit dem Song knapp verfehlt, obwohl J&uuml;rgen das Lied am 6. August, am 10. September und am 8. Oktober 1979 in der ZDF-Hitparade vortrug und bei <em>Dieter Thomas Heck<\/em> &uuml;berdies bereits am 1. Juni des Jahres in dessen &bdquo;Pyramide&ldquo; zu Gast war.<\/p>\n<p>Die letzte Ver&ouml;ffentlichung der 1970er Jahre war wieder die Eindeutschung eines <em>Eddie-Rabbit<\/em>-Hits. Auf &bdquo;Every Which Way But Loose&ldquo; texteten Produzent <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em> und <em>Dr. Bernd Meinunger<\/em> &bdquo;<strong>Du wirst auch ohne mich leben<\/strong>&ldquo;, ohne damit Erfolg zu haben, obwohl der Song am 5. November 1979 in der &bdquo;Disco&ldquo; vorgestellt wurde. Auch dieser Titel war Bestandteil der LP &bdquo;Rockig&ldquo;, deren Name Programm war. Immerhin reichte es f&uuml;r einen Platz in den Top 75 der Charts.<\/p>\n<p>Die n&auml;chsten Songs, der <em>Ralph-Siegel<\/em>-Song &bdquo;<strong>Dein Gesicht<\/strong>&ldquo; (stellte er u. a. am 7. Juni 1980 im ARD-Musikladen vor) und &bdquo;<strong>Ich hab&lsquo; die Schuhe verbrannt<\/strong>&ldquo;, eine Drews-Eigenkomposition, die er in der letzten WDR-&bdquo;Plattenk&uuml;che&ldquo; am 5. August 1980 pr&auml;sentierte, wurden keine gro&szlig;en Erfolge. Parallel versuchte J&uuml;rgen in den USA unter dem Pseudonym &bdquo;J. D. Drews&ldquo; Fu&szlig; zu fassen. Die dort ver&ouml;ffentlichte Single &bdquo;<strong>Don&rsquo;t Want Nobody<\/strong>&ldquo; erzielte aber nicht den erw&uuml;nschten Erfolg (zwar immerhin Platz 79 der US-Billboard-Charts, aber das war wohl zu wenig), so dass weitere US-Aktivit&auml;ten vorerst eingestampft wurden &ndash; lediglich der Song &bdquo;<strong>Miss You<\/strong>&ldquo; wurde noch als Promo-Single herausgebracht. Immerhin bezeichnete das renommierte Billboard-Magazin J&uuml;rgen damals als &bdquo;<em>German progressive rock singer<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Mai 1980 erschien die LP &bdquo;Blo&szlig; nichts vers&auml;umen!&ldquo;, auf der J&uuml;rgen sich (nach seinem vorherigen Ausflug in Rock-Gefilde) als Songschreiber pr&auml;sentierte (neun der zehn Titel auf dem Album waren Eigenkompositionen). Neben seinen Plattenver&ouml;ffentlichungen machte J&uuml;rgen verst&auml;rkt Konzertauftritte und ging in den Jahren 1980 und 1981 auf ausgedehnte DDR-Tournee, bei der bisweilen Stasi-Mitarbeiter versuchten, Einfluss auf seine B&uuml;hnenansagen zu nehmen. Vielleicht meinte <em>Udo Lindenberg<\/em> ja sogar &bdquo;Onkel J&uuml;rgen&ldquo; mit seiner sp&auml;teren Textzeile &bdquo;All die ganzen Schlageraffen d&uuml;rfen da singen&hellip;&ldquo;? &ndash; Der Vorwurf muss J&uuml;rgen nicht treffen, immerhin scharte er Musiker der renommierten <em>Hanno-Bruhn<\/em>-Gang um sich &ndash; <em>Bruhn <\/em>wurde sp&auml;ter als Schlagerautor sehr erfolgreich (&bdquo;Hier kommt Kurt&ldquo;, &bdquo;Ich bin der Martin ne?&ldquo; etc.).<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1981 besann sich J&uuml;rgen wieder auf seine deutschen Lieder und ver&ouml;ffentlichte den von <em>Norbert Daum, Werner Sch&uuml;ler<\/em> und <em>Dr. Bernd Meinunger<\/em> geschriebenen Rock-Schlager &bdquo;<strong>Wir werden uns wiedersehen<\/strong>&ldquo; aus der LP &bdquo;Morgens auf dem Weg nach Hause&ldquo;, auf dem J&uuml;rgen sogar eine Coverversion des <em>Degenhardt<\/em>-Klassikers &bdquo;Spiel nicht mit den Schmuddelkindern&ldquo; ver&ouml;ffentlicht hat. Mit der LP gab man sich gro&szlig;e M&uuml;he: Die Playbacks wurden in Los Angeles aufgenommen und in M&uuml;nchen unter der Leitung von <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em> synchronisiert und gemischt, die Texte stammten von K&ouml;nnern wie <em>Dr. Michael Kunze<\/em> und <em>Dr. Bernd Meinunger.<\/em> Die Single spielte J&uuml;rgen &uuml;brigens auch im Film &bdquo;Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon&ldquo;, in dem er und seine sp&auml;tere Frau <em>Corinna Gilwald<\/em> mitspielten &ndash; <em>Corinna <\/em>gab &uuml;brigens ein Schulm&auml;dchen. Der Sexklamauk-Film wurde von der Kritik zerrissen, was angesichts des Alternativtitels des Films (&bdquo;Als die Tiroler noch Schw&auml;nze hatten&ldquo;) wenig verwunderlich ist.<\/p>\n<p>Deutlich seri&ouml;ser war da die Veranstaltung, der J&uuml;rgen am 30. April 1981 beiwohnte &ndash; <em>Dieter Thomas Heck<\/em> rief an diesem Tag in der Saarlandhalle Saarbr&uuml;cken den &bdquo;Tag des deutschen Schlagers&ldquo; ins Leben &ndash; noch ohne TV-&Uuml;bertragung, dennoch inszeniert von <em>Pit Weyrich<\/em>. J&uuml;rgen Drews war einer der ersten Preistr&auml;ger der &bdquo;Goldenen Stimmgabel&ldquo; f&uuml;r seine Verdienste f&uuml;r den deutschen Schlager. Damals wurde noch komplett live gesungen &ndash; die Preistr&auml;ger wurden von den Orchestern <em>Freddy Brock<\/em> und der <em>Atlantis Show Band <\/em>begleitet &ndash; ohne Netz und doppelten Boden.<\/p>\n<p>Da der Erfolg deutlich nachgelassen hatte, wurde das Vertragsverh&auml;ltnis zu Warner 1981 mit der letzten Single &bdquo;<strong>Rock &amp; Roller<\/strong>&ldquo;, einer Drews-Eigenkomposition, beendet. Danach zog er sich etwas ins Privatleben zur&uuml;ck und heiratete 1981 das Fotomodell <em>Corinna Gilwald<\/em>, mit der er im gleichen Jahr zusammen noch Familienzuwachs in Form eines Sohnes (<em>Fabian<\/em>) bekam. Zuvor war Drews &uuml;brigens auch mit einem Fotomodell liiert &ndash; die Beziehung mit <em>Dagmar H&auml;drich<\/em> ging allerdings nach neun Jahren auseinander.<\/p>\n<p>Nach einem Jahr Pause startete J&uuml;rgen 1983 mit neuer Plattenfirma (Global) und neuem Produzenten (<em>Peter Kirsten<\/em>) durch und bem&uuml;hte sich (erfolglos), sich an die damals popul&auml;re Neue deutsche Welle heranzuh&auml;ngen, indem er eine deutsche Version des <em>Rough-Trade<\/em>-Songs &bdquo;All Touch&ldquo; aufnahm. &bdquo;<strong>Liebe im All<\/strong>&ldquo;, getextet von <em>Dr. Michael Kunze<\/em>, wurde aber leider kein Hit-Erfolg f&uuml;r J&uuml;rgen Drews, obwohl eine 5-Minuten-Sonderauflage als Maxisingle f&uuml;r speziell f&uuml;r die Discotheken produziert wurde. Spannend: Auf der R&uuml;ckseite des Singlecovers wird auf eine &bdquo;in K&uuml;rze erh&auml;ltliche neue LP&ldquo; namens &bdquo;Liebe im All &ndash; Total&ldquo; hingewiesen. Diese LP ist aber offensichtlich niemals erschienen. Ob da wohl noch irgendwo etwas im &bdquo;Giftschrank&ldquo; schlummert &ndash; oder ist die LP gar erschienen? Weder im Internet noch in Fachzeitschriften lassen sich dazu Hinweise finden.<\/p>\n<p>Im Herbst des Jahres 1983 erschien erstmals bei Global der Song &bdquo;<strong>Die bengalische Nacht<\/strong>&ldquo;, produziert von J&uuml;rgen mit <em>Peter Kirsten<\/em> in den M&uuml;nchner Arco-Studios. Zum kleinen Erfolg wurde das Lied erst einige Jahre sp&auml;ter, als J&uuml;rgen ihn u. a. in <em>Rudi Carrells<\/em> Show &bdquo;Die Verflixte 7&ldquo; sang, die Single wurde daraufhin unter anderem Label wiederver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste Nummer, die deutsche Version des <em>Chris-Rea<\/em>-Hits &bdquo;I Can Hear Your Heartbeat&ldquo;, wurde in einer exklusiven, 6:40 Minuten langen Maxiversion in Sonderauflage herausgebracht. Den deutschen Text &bdquo;<strong>Ich sp&uuml;r&lsquo; Deinen Herzschlag<\/strong>&ldquo; schrieb J&uuml;rgens alter Kumpel <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em>, die Produktion &uuml;bernahm <em>Peter Kirsten<\/em>. Am 26. Mai 1984 war J&uuml;rgen damit in der &bdquo;Aktuellen Schaubude&ldquo; zu Gast. F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter nahm Drews den Titel noch mal f&uuml;r sein Comebackalbum &bdquo;Irgendwann&hellip; mit Dir sofort&ldquo; in neuer Version auf.<\/p>\n<p>Die vierte und letzte bei Global Records ver&ouml;ffentlichte Single war &bdquo;<strong>Und bei Nacht steh&rsquo;n wir in Flammen (acht Stunden unter Strom)<\/strong>&ldquo;, die deutsche Version des <em>Adventures<\/em>-Hits&nbsp; &bdquo;Send My Heart&ldquo;, getextet von <em>Dr. Michael Kunze<\/em>.<\/p>\n<p>F&uuml;r eine Produktion wechselte J&uuml;rgen Drews 1985 zu <em>Ralph Siegels<\/em> Plattenfirma Jupiter Records, um auf dem Label die deutsche Version des Nummer-1-Hits &bdquo;One Night In Bangkok&ldquo; aus dem von den <em>ABBA-<\/em>Herren <em>Bj&ouml;rn Ulveaus<\/em> und <em>Benny Andersson<\/em> geschriebenen Musical &bdquo;Chess&ldquo; zu ver&ouml;ffentlichen. Die von <em>Dr. Michael Kunze<\/em> getextete deutsche Version &bdquo;<strong>Bei Nacht in Bangkok<\/strong>&ldquo; (produziert in den M&uuml;nchner Olympia-Studios von <em>Werner Sch&uuml;ler<\/em> und <em>Rainer Pietsch<\/em>) konnte leider nicht mit dem Erfolg des internationalen Hits mithalten, obwohl J&uuml;rgen schon damals so etwas wie einen Rapper gab, wie er es Jahre sp&auml;ter ja bei der Neuaufnahme von &bdquo;Ein Bett im Kornfeld&ldquo; mit Stefan Raab tat. Der Text k&ouml;nnte autobiografische Z&uuml;ge haben: &bdquo;<em>Bei Nacht in Bangkok wird ein Christ zum Heiden &ndash; und jeder Vorsatz bleibt nur Theorie&ldquo;<\/em>&hellip;<\/p>\n<p>Auf dem kleinen Label Hitchip brachte J&uuml;rgen Drews 1987 die deutsche Version eines Songs von <em>Dieter Bohlen<\/em> heraus, dessen Original <em>Chris Norman<\/em> sang. Aus &bdquo;No Arms Can Ever Hold You&ldquo; wurde &bdquo;<strong>Ti Amo (f&uuml;r unsere Liebe&hellip;)<\/strong>&rdquo;. Den deutschen Text schrieb J&uuml;rgen h&ouml;chstselbst, produziert wurde die Nummer von &bdquo;<em>D-1<\/em>&rdquo; &ndash; wer dahintersteckte, da kann man trefflich spekulieren, Co-Produzent war jedenfalls <em>Andreas Hofner<\/em>. Auch der Song wurde auf der 1989er CD &bdquo;Irgendwann &hellip; mit Dir sofort&ldquo; verkoppelt. Bei der gleichen Plattenfirma sang J&uuml;rgen das &bdquo;<strong>Sommer-Medley &#39;87<\/strong>&ldquo;seiner Hits in Neuaufnahmen ein (&bdquo;Ein Bett im Kornfeld &#8211; Wir zieh&#39;n heut Abend auf&#39;s Dach &#8211; Barfu&szlig; durch den Sommer &#8211; Die bengalische Nacht&ldquo;). Das Medley stellte er am 18. Juni 1987 in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> Show &quot;Ihr Einsatz bitte&quot; vor<\/p>\n<p>1988 ging J&uuml;rgen Drews unter die Moderatoren &#8211; Premiere der von ihm moderierten neuen &bdquo;Deutschen Schlagerparade&ldquo; der Dritten Programme war am 31. Januar 1988. Der Legende nach soll Produzent <em>Dieter Thomas Heck<\/em> Drews mit folgenden Worten &uuml;berredet haben: &bdquo;<em>Kerlchen, komm nach Baden-Baden, kannst ein bisschen rumlabern, kriegst 1.500 Mark<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Auch als Schlagers&auml;nger war er weiter aktiv, so sang er bei der Plattenfirma Titan die deutsche Version des internationalen Top-Hits der <em>Gypsy Kings<\/em>, &bdquo;Bamboleo&ldquo; ein &#8211; Motto: &bdquo;<strong>Ich will&#39;s jetzt wissen, ich muss Dich k&uuml;ssen&ldquo;<\/strong>. Damit war noch kein Blumentopf zu gewinnen. In jener Zeit war J&uuml;rgen bereits seit drei Jahren mit dem attraktiven Schweizer Fotomodell <em>Micheline Greub<\/em> liiert, die er bei einer Modenschau kennenlernte. Das gemeinsame Hobby war Astrologie. Folglich ging J&uuml;rgen im Fr&uuml;hjahr 1988 zur Astrologin <em>Karin Krug<\/em>, die ihm ein Comeback prophezeite. Offensichtlich konnte bzw. wollte J&uuml;rgen nicht mit einer sehr kurzfristigen Umsetzung des Vorhabens rechnen, jedenfalls wurde er bereits in Ausgabe 25\/88 der Zeitschrift &bdquo;Die 2&ldquo; gemeinsam mit <em>Wind<\/em>-S&auml;nger <em>Rainer Hoeglmaier<\/em> mit einem gewissen Lied namens &bdquo;Verdammt noch mal &ndash; ich liebe Dich&ldquo; in Verbindung gebracht &ndash; der Song wurde aber knapp zwei Jahre sp&auml;ter von einem anderen Interpreten zu seinem Superhit gemacht. Ein sch&ouml;ner Erfolg des Jahres 1988 war aber das &bdquo;Goldene Mikrophon&ldquo;, das ihm vom Berufsverband Discjockey verliehen wurde.<\/p>\n<p>In jener Zeit bekam J&uuml;rgen in einem Hennefer Tonstudio den Text eines bis dato eher unbekannten Textdichters namens <em>J&uuml;rgen D&ouml;nges<\/em> vorgelegt, der ihm gefiel. Es gab einen neuen Vertrag mit der Plattenfirma Polydor, und die von <em>Helmut R&uuml;ssmann<\/em> produzierte Single &bdquo;<strong>Irgendwann, irgendwo, irgendwie (seh&rsquo;n wir uns wieder)<\/strong>&ldquo; wurde auf den Markt gebracht. Komponist des Liedes ist &bdquo;<em>Jean-Claude Biraud<\/em>&ldquo;, der b&uuml;rgerlich <em>Wolfgang Dettmann<\/em> hei&szlig;t und besser als <em>Candy de Rouge<\/em> bekannt ist. &#8211; Mit dem Titel hatte J&uuml;rgen nicht nur nach langer Zeit wieder einen Hit (Top 40; der Song war 24 Wochen in den Charts und damit genau so lange wie &bdquo;Ein Bett im Kornfeld&ldquo;), sondern damit hat er einen echten Trend gesetzt &ndash; hin zum Discofox-Schlager. &bdquo;Geburtshelfer&ldquo; war wohl wieder mal <em>Dieter Thomas Heck<\/em>, in dessen ZDF-Show &bdquo;Ihr Einsatz bitte&hellip;&ldquo; J&uuml;rgen den Schlager am 6. April 1989 erstmals pr&auml;sentierte. <em>J&uuml;rgen D&ouml;nges<\/em> nannte sich <em>Jean Pierre Valance<\/em> (aus Verehrung f&uuml;r den Elektronikmusiker <em>Jean Michel Jarre<\/em>), und unter diesem K&uuml;nstlernamen schrieb er auch einen Song namens &bdquo;Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen&ldquo;, mit dem <em>Wolfgang Petry<\/em> ein sensationelles Comeback gelang &ndash; die Zeit war demnach absolut reif f&uuml;r diese Art des Disco-Schlagers. Von &bdquo;Irgendwann, irgendwo, irgendwie&ldquo; wurde auch eine in Fankreisen sehr beliebte Maxi-Version produziert. Das Erfolgsrezept war recht einfach &ndash; zum typischen Schlagersound mischten sich E-Gitarren und ein belebender Beat.<\/p>\n<p>\n(&#8230;)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stephan Imming, 05.07.2016<br \/>http:\/\/www.rhingtoen.de\/start\/index.html<br \/>http:\/\/www.juergen-drews.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 07.06.1976!\u00a0 Wussten Sie, dass&hellip; &nbsp; &hellip; J&uuml;rgen einst in der ZDF-Hitparade mit Per&uuml;cke auftrat? &hellip; J&uuml;rgen Ramona quasi seinem<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":75725,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75724"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=75724"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75724\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/75725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=75724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=75724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=75724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}