{"id":75028,"date":"2016-08-02T00:00:00","date_gmt":"2016-08-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=75028"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"BERND-SPIER-smago-Serie-Schlage-75027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/BERND-SPIER-smago-Serie-Schlage-75027\/","title":{"rendered":"BERND SPIER <br \/>smago! Serie Schlager-R\u00fcckblick &quot;Vor 50 Jahren&quot; von Stephan Imming &#8211; Teil 2: Bernd Spier (&quot;Der neue Tag beginnt&quot;)! Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 01.06.1966!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 6. April 1944 wurde BERND SPIER als Sohn des beim Tanzorchester des Hessischen Rundfunks (Leiter damals <em>Willy Berking<\/em>) als Konzertmeister t&auml;tigten Musikers <em>Robby Spier<\/em> in Ludwigslust (Mecklenburg) geboren. Er wuchs in Frankfurt auf, wo er zun&auml;chst auch zur Schule ging. Sp&auml;ter wechselte er zur Goetheschule in Dieburg.<\/p>\n<p>Schon Bernds Vater war nicht nur musikalisch aktiv, sondern nahm beim Label EMI Schallplatten auf (&bdquo;Zwei blaue Augen&ldquo; und als &bdquo;<em>Robby Spier Ensemble<\/em>&ldquo; das Medley &bdquo;In unserer kleinen Bar&ldquo;). <em>Robby Spier<\/em> war auch als Begleitorchester gefragt, so spielte er mit <em>Camillo Felgen <\/em>und<em> Barbara Kist<\/em> die Single &bdquo;Wenn es Nacht wird in Shanghai&ldquo; ein. &#8211; &nbsp;Bernd selber begann schon parallel zur Schule (er machte das Abitur) Musik zu machen. So spielte er in einer 1961 gegr&uuml;ndeten f&uuml;nfk&ouml;pfigen Band, mit der er im Frankfurter Raum in Tanzcaf&eacute;s und amerikanischen Klubs auftrat. Zun&auml;chst spielte er dort Schlagzeug, dann Gitarre. Aufnahmen mit dieser Band bot er Anfang der 1960er Jahre auch diversen Plattenfirmen an, die damals aber noch nicht &bdquo;anbissen&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Jahr 1963 war er als Live-Musiker bei der beliebten Hessischen Rundfunksendung &bdquo;Frankfurter Wecker&ldquo; aktiv. Dort wurde <em>Bernhard Mikulski<\/em>, der damalige Chef von der Plattenfirma CBS, auf ihn aufmerksam. Die amerikanische Plattenfirma hatte gerade eine Niederlassung in Frankfurt er&ouml;ffnet. Man bot Bernd Spier einen Plattenvertrag f&uuml;r zun&auml;chst drei Singles an. Bedingung war allerdings, dass er auf Deutsch singen m&uuml;sse, was ihm als Rock&rsquo;n&rsquo;Roller zwar nicht wirklich passte, er willigte aber dennoch ein. Die erste von &bdquo;<em>E. Schulze<\/em>&ldquo; geschriebene Single, &bdquo;<strong>Heut bei mir<\/strong>&ldquo; war ein kapitaler Flop, das Schallplattendebut ist zun&auml;chst nicht gegl&uuml;ckt.<\/p>\n<p>Gleich die zweite Single war dann aber ein absoluter Volltreffer. In England ver&ouml;ffentlichte <em>Kenny Lynch<\/em> eine Platte namens &bdquo;You Can Never Stop Me Loving You&ldquo;, die es in England in die Top-10 schaffte. Den Titel machte kurze Zeit sp&auml;ter in den USA der S&auml;nger <em>Johnny Tillotson<\/em> bekannt. &ndash; Der bekannte Schlagertextdichter <em>Hans Bradtke<\/em> schrieb darauf einen deutschen Text, der absolut einschlug: &bdquo;<strong>Das kannst Du mir nicht verbieten<\/strong>&ldquo;. Der von <em>Hans Bertram<\/em> produzierte Schlager schaffte es Anfang 1964 auf Platz 1 der deutschen Verkaufs-Hitparade. Bernd Spiers deutsche Version konnte sich damals gegen die von <em>Michael Holm <\/em>auf dem Markt durchsetzen, er nahm sogar eine italienische Fassung des Liedes auf (&bdquo;<strong>I miei baci non puoi scordare<\/strong>&ldquo;). Auch schulisch lief es rund f&uuml;r Bernd &ndash; er bestand sein Abitur.<\/p>\n<p>Die Anschluss-Single &bdquo;<strong>Sch&ouml;ne M&auml;dchen muss man lieben<\/strong>&ldquo; wurde von <em>Karl G&ouml;tz <\/em>komponiert, der z. B. auch den Erfolg &bdquo;Tanze mit mir in den Morgen&ldquo; schrieb. Den Text verfasste die beliebte Textdichterin <em>Fini Busch<\/em>. Die Single war ein Erfolg und schaffte es bis in die Top-10 der deutschen Verkaufshitparade. Begleitet wurde Spier auf der Single von Chor und Orchester <em>Gerd Schmidt<\/em>.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single wurde instrumental in den USA aufgenommen, Spier sang seinen Text in Deutschland ein &ndash; eine ungew&ouml;hnliche Vorgehensweise. Au&szlig;ergew&ouml;hnlich war die Ver&ouml;ffentlichung von &bdquo;<strong>Memphis Tennessee<\/strong>&ldquo; auch insofern, als nicht nur die A-Seite die deutsche Version eines <em>Chuck-Berry<\/em>-Hits war (im Original wurde der Song allerdings durch <em>Jim Rivers<\/em> bekannt gemacht &ndash; bei Berry war der Song B-Seite seines Titels &bdquo;Back In the USA&ldquo;), sondern auch die B-Seite (&bdquo;Ohne ein bestimmtes Ziel&ldquo;, deutsche Version von &bdquo;No Particular Way To Go&ldquo;. Der Song war &uuml;brigens Titel-Schlager einer bemerkenswerten sp&auml;teren Hit-Zusammenstellung des renommierten Labels Bear Family). Ausgesprochen ungew&ouml;hnlich: Bernd schaffte es erneut auf die Spitzenposition der deutschen Verkaufscharts. Den Text zur deutschen Version schrieb die Ehefrau des Produzenten <em>Hans Bertram<\/em>. <em>Elisabeth Bertram<\/em> machte sich sp&auml;ter mit <em>Roy-Black<\/em>-Texten einen Namen &ndash; auch &bdquo;Memphis Tennessee&ldquo; schrieb sie bereits unter ihrem Pseudonym &bdquo;<em>Lilibert<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste Produktion war wieder eine &uuml;beraus erfolgreiche Coverversion. Die <em>Dalton Brothers<\/em> (sp&auml;ter bekannt als &bdquo;<em>Walker Brothers<\/em>&ldquo;) ver&ouml;ffentlichten den Song &bdquo;I Only Came To Dance With You&ldquo; in den USA. Kurt Hertha schrieb dazu den deutschen Text &bdquo;<strong>Das war mein sch&ouml;nster Tanz<\/strong>&ldquo;. Damals war die Jugend noch brav: &bdquo;<em>Noch musst Du um zehn zu Hause sein, noch l&auml;sst Dich die Mutti nicht allein<\/em>&ldquo; &ndash; die Frage, wie alt denn die Angebetete von Bernd damals gewesen sein muss, stellte niemand &ndash; es gelang erneut ein Top-Hit (Platz 2 der deutschen Charts). Diesmal gelang auch in &Ouml;sterreich ein Erfolg mit der romantischen Single.<\/p>\n<p>Am 28. und 30. Januar 1965 wurde es international: Bernd Spier nahm am 15. &bdquo;San Remo&ldquo;-Festival teil und kam mit dem Titel &bdquo;<strong>Vieni Con Noi<\/strong>&ldquo; ins Finale (<em>Milva<\/em> sang den Originalsong, Spier durfte als &bdquo;Nicht-Italiener&ldquo; seine Version vortragen. Beim damaligen Wettbewerb sang &uuml;brigens auch ein gewisser <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> den Titel &bdquo;Abracciami Forte&ldquo;).<\/p>\n<p>Aufgrund des gro&szlig;en Erfolges Bernd Spiers wurde Ende 1964 eine LP ver&ouml;ffentlicht namens &bdquo;Danke sch&ouml;n&ldquo;, auf der die bisherigen Hits des S&auml;ngers versammelt waren. Als weitere Auskopplung erschien 1965 der Schlager &bdquo;<strong>Einmal geht der Vorhang zu<\/strong>&ldquo;, die deutsche Version des <em>Andy-Williams<\/em>-Songs &bdquo;Can&rsquo;t Get Used To Loving You&ldquo;, den Text schrieb diesmal wieder <em>Hans Bradtke<\/em>. Der Titel kam im Sommer 1965 in die Top-15 der Charts. F&uuml;r Bernd Spier hat der Titel eine besondere Bedeutung, weil <em>Andy Williams<\/em> so etwas wie ein Vorbild f&uuml;r ihn war &ndash; so gab er es seinerzeit im Schlager-Jahrbuch an.<\/p>\n<p>Als B-Seite ver&ouml;ffentlichte der S&auml;nger <em>Russ Sainty<\/em> den Song &bdquo;And Then&hellip;&ldquo;. <em>Walter Leissle<\/em>, der viele Jahre sp&auml;ter den tollen <em>Udo-J&uuml;rgens<\/em>-Song &bdquo;Noch drei Minuten&ldquo; textete, verfasste dazu die deutschen Zeilen: &bdquo;<strong>Und dann&hellip;<\/strong>&ldquo;. In dem melancholischen Lied &bdquo;beschwert&ldquo; sich Bernd Spier, nur Spielball zu sein, und das, nachdem er einen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen &bdquo;Fund&ldquo; gemacht hat &ndash; Zitat: &bdquo;<em>Und dann&hellip; fand ich die roten Lippen und k&uuml;sste Dich<\/em>&ldquo;. Erneut reichte es f&uuml;r einen Top-15-Hit.<\/p>\n<p>Mit zunehmendem Erfolg der Beat-Szene und insbesondere der Beatles hatte Bernd Spier es schwerer, sich mit seinen romantischen Liedern durchzusetzen. Sein weihnachtlich angehauchtes &bdquo;<strong>Glocken klingen leis&lsquo;, ganz leise<\/strong>&ldquo; schaffte es nicht in die Charts. Der vor 50 Jahren erschienene Folge-Schlager &bdquo;<strong>Der neue Tag beginnt<\/strong>&ldquo;, geschrieben von <em>Herbert Falk<\/em> und erneut <em>Karl G&ouml;tz,<\/em> war dann aber wieder ein ordentlicher Erfolg&nbsp; (Top-20). Vielleicht h&auml;tte man besser die B-Seite als &bdquo;A&ldquo; nehmen sollen &ndash; darauf befindet sich n&auml;mlich eine Vokal-Version von Bert Kaempferts Welthit &bdquo;Danke sch&ouml;n&ldquo;.<\/p>\n<p>Unter dem Namen &bdquo;<em>Gigi<\/em>&ldquo; nahm <em>Linda G. Thompson<\/em> (geb. <em>Uebelherr<\/em>) den Titel &bdquo;Dann ging das Telefon&ldquo; auf &ndash; Bernd Spier bet&auml;tigte sich als Produzent dieser Nummer.<\/p>\n<p>1966 gab es einen weiteren Hit f&uuml;r Bernd Spier. &bdquo;<strong>Meine Tr&auml;ume von der Liebe<\/strong>&ldquo;, komponiert von&nbsp; <em>Horst Bredow<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Dietmar Horst Kindler<\/em>) und getextet von <em>Ralf Arnie<\/em>, schaffte es&nbsp; auf Platz 33 der Charts, was f&uuml;r ca. drei Jahre der letzte Hitparaden-Aufenthalt war. Erfolgreich war auch ein vierw&ouml;chiger USA-Aufenthalt. Gemeinsam mit seinem CBS-Kollegen <em>Hans-J&uuml;rgen B&auml;umler<\/em> unterhielt er die dort lebenden deutschen Discjockeys.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Anschluss versuchte Bernd das Gl&uuml;ck mit seinem Bruder <em>Uwe<\/em>, der zuvor auch bereits (erfolglos) als S&auml;nger in Erscheinung getreten war. Weder bei der Polydor (&bdquo;Boom-Boom&ldquo;, &bdquo;Hey Drummer Boy&ldquo;, &bdquo;Adios, My Darling&ldquo;) noch bei der CBS (&bdquo;Hab doch einmal Mut!&ldquo; &ndash; den Titel textete &uuml;brigens <em>Bernd Spier<\/em> unter dem Pseudonym <em>Sven Diay<\/em> -, &bdquo;Sloop Sloop Loobey&ldquo;) noch bei der EMI (&bdquo;Sieben Girls auf einen Streich&ldquo;) reichte es zum Durchbruch. Das Bruderduett war eine Coverversion eines Country-Rock-Titels der <em>Statler Brothers<\/em>. Auf &bdquo;Flowers On the Wall&ldquo; textete <em>Kurt Hertha<\/em> &bdquo;<strong>Mir geht&rsquo;s wunderbar&ldquo;<\/strong>. Einige Jahre sp&auml;ter brachte <em>Ralph Bendix<\/em> das Lied mit neuem Text auf den Markt (&bdquo;F&uuml;r meinen Schatz gibt&rsquo;s keinen Ersatz&ldquo;).<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single wurde vom schon damals &uuml;beraus popul&auml;ren <em>Christian Bruhn<\/em> produziert und komponiert. &bdquo;<strong>Ein and&rsquo;rer Name<\/strong>&ldquo;, getextet von <em>Georg Buschor<\/em>, schaffte den Sprung in die Hitlisten nicht.<\/p>\n<p><em>Scott McKenzie<\/em> hatte 1967 einen Riesen-Hit &ndash; einen der ersten echten Sommerhits, den bis heute noch fast jeder kennt. &bdquo;San Francisco&ldquo; galt als Hymne der Hippie-Bewegung. Die englische Version wurde in Deutschland ein Nummer-1-Hit. Leider konnte Bernd Spier mit seiner deutschen Version &bdquo;<strong>Flowertime in San Francisco<\/strong>&ldquo; davon nicht profitieren. Kurz darauf versuchte er es mit &auml;hnlicher Masche in englischer Sprache, aber auch &bdquo;<strong>San Francisco &ndash; Here I Come<\/strong>&ldquo; war kein Erfolg beschieden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Cover-Song wurde 1968 produziert. Aus <em>Mickey Newburys<\/em> &bdquo;Sweet Memories&ldquo; machte Textdichter <em>Gustav Auerbach<\/em> &bdquo;<strong>Meine ganze Liebe schenk ich Dir<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Den ersten Hit nach l&auml;ngerer Zeit hatte Bernd Spier wieder anno 1969 mit seiner deutschen Version des Chris-Andrews-Hits &bdquo;<strong>Pretty Belinda<\/strong>&ldquo; (deutscher Text: <em>Ralf Dahmen<\/em>) &ndash; bis auf Platz 22 kletterte Chris mit seinem Schlager in die Hitlisten. Gleich drei mal war Spier mit diesem Song in der ZDF-Hitparade zu Gast &ndash; am 6. September 1969, am 18. Oktober 1969 und am 21. November des Jahres. In &Ouml;sterreich reichte es sogar zu einem Top-20-Erfolg, allerdings war das Original von Chris Andrews auch im deutschen Sprachraum deutlich erfolgreicher.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Happy Days in Germany<\/strong>&ldquo; schloss sich wieder eine Komposition von <em>Christian Bruhn<\/em> an &ndash; leider konnte der Schlager an den Erfolg der Vorg&auml;ngersingle nicht heranreichen. Der von <em>G&uuml;nther Loose<\/em> getextete Schlager schaffte es nicht in die Hitparaden<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Single der 1970er Jahre wurde von <em>Peter Orloff<\/em> und <em>Dr. Michael Kunze<\/em> produziert und getextet. Am 21. Februar 1970 trat Bernd mit seiner deutschen Version des <em>Archies<\/em>-Hits &bdquo;Feelin&lsquo; So Good&ldquo; in der ZDF-Hitparade auf. Der Titel &bdquo;<strong>Skoobidoo<\/strong>&ldquo; war aber nicht nur Song-Titel, sondern auch der Name einer amerikanischen TV-Serie, die aus der &bdquo;Archie Show&ldquo; hervorging. Aus dieser TV-Serie stammte auch der sp&auml;tere <em>Archies<\/em>-Hit &bdquo;Sugar Sugar&ldquo;. <em>Bernd Spier<\/em> brachte das Lied leider keinen Erfolg.<\/p>\n<p>Am 4. Juni 1970 stellte sich Bernd dem deutschen Schlagerwettbewerb 1970.&nbsp; Mit seinem von <em>Rudi Bauer<\/em> komponierten und <em>Kurt Hertha<\/em> getexteten Schlager &bdquo;<strong>Ich bin kein Rosenkavalier&ldquo;<\/strong> landete er von 12 Teilnehmern&hellip; auf Rang 12. (Hinweis: Auf der Platte standen damals keine Autorenangaben, mehrere Quellen im Internet nennen aber Rudi Bauer und Kurt Hertha als Autoren des Liedes, bei Wikipedia sind allerdings <em>Ralph Siegel<\/em> und <em>Dr. Michael Kunze<\/em> genannt &ndash; deren Namen k&ouml;nnten dort aber deshalb genannt sein, weil sie die B-Seite der Single geschrieben haben).<\/p>\n<p>Danach besann sich Bernd wieder auf Cover-Versionen. Wieder probierte er es mit einem neuen Produzenten &ndash; diesmal war <em>Michael Holm<\/em>, der ja mit seiner Version von &bdquo;Das kannst Du mir nicht verbieten&ldquo; nicht erfolgreich war, an der Reihe. Der schrieb auch gleich den deutschen Text zu <em>Christies <\/em>&bdquo;Yellow River&ldquo; und machte daraus &bdquo;<strong>Fremde Augen<\/strong>&ldquo;. Den Titel stellte Spier am 29. August 1970 in der ZDF-Hitparade vor. Damals war er auch (unter der Regie von <em>Dieter Thomas Heck<\/em>) mit S&auml;nger-Kollegen wie <em>Heino<\/em> auf Wahlkampf-Tour f&uuml;r die CDU im Rahmen der Jungw&auml;hlerkampagne &bdquo;Hallo Freunde&ldquo;.<\/p>\n<p>Ein Top-3-Hit in den USA war 1970 <em>Dawn<\/em>s &bdquo;<strong>Candida<\/strong>&ldquo;. Die deutsche von <em>G&uuml;nter Loose<\/em> getextete gleichnamige Version wurde auch ein Top-5-Hit &ndash; allerdings in der Version von <em>Bata Illic<\/em>. Bernd Spiers Version konnte sich in diesem Fall nicht durchsetzen, obwohl sogar mit seiner zweiten ver&ouml;ffentlichten LP gleichen Namens Werbung gemacht wurde.<\/p>\n<p>Der <em>Dawn<\/em>-Nachfolgehit hie&szlig; &bdquo;Knock Three Times&ldquo; und war sowohl in den USA als auch in Gro&szlig;britannien ein Nummer-1-Hit. Man wollte nichts anbrennen lassen und nahm erneut eine deutsche Version mit dem Text von <em>G&uuml;nter Loose<\/em> auf. &bdquo;<strong>Klopf 3 x<\/strong>&ldquo; wurde der letzte Hit, den Bernd Spier in die Verkaufshitparade bringen konnte. Die Plattenfirma schrieb daher zurecht: &bdquo;<em>Wer da noch still sitzen kann&nbsp; und nicht mitswingt, dem ist wohl nicht zu helfen<\/em>. In der ZDF-Hitparade kam der am 20. Februar 1971 vorgestellte Titel so gut an, dass Bernd ihn am 20. M&auml;rz als Drittplatzierter noch mal singen durfte. Das war dann sein letzter Auftritt in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> Kultshow. &ndash; Die B-Seite zur Single, &bdquo;Meine Liebe ist nur f&uuml;r Dich da&ldquo;, schrieb Bernd Spier sich &uuml;brigens selbst.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single des (O-Ton Plattenfirma) &bdquo;<em>roten Bombers aus Waldacker<\/em>&ldquo; hie&szlig; &bdquo;<strong>Lass Dein Little Girl nie weinen<\/strong>&ldquo; und war die deutsche Version des <em>Steve Alaimo<\/em>-Hits &bdquo;When My Little Girl Is Smiling&ldquo;. (Das Original wurde von den <em>Drifters <\/em>interpretiert). Den Text verfassten <em>Georg Buschor <\/em>und <em>G&uuml;nter Loose.<\/em><\/p>\n<p>Im Jahr 1972 war der S&auml;nger &bdquo;<em>Mal<\/em>&ldquo; (b&uuml;rgerlich <em>Paul Bradley Couling<\/em>) erfolgreich mit seinem Song &bdquo;<strong>Mighty Mighty Roly Poly<\/strong>&ldquo;. Wieder war es Bernd, der eine (wenig beachtete) gleichnamige deutsche Version auf den Markt brachte. In jenem Jahr machte Bernd aber auch anders auf sich aufmerksam &ndash; mit einer von Dieter Thomas Heck moderierten Wahlkampf-Tour f&uuml;r die CDU. Weitere prominente Namen der damaligen &bdquo;Wahlhelfer&ldquo; Rainer Barzels waren damals u. a. Heino<em>, Howard Carpendale, Daisy Door, Graham Bonney <\/em>und <em>Ulli Martin<\/em>.<\/p>\n<p>Die gro&szlig;e Erfolgsphase Bernd Spiers war Anfang der 1970er Jahre leider beendet. Sein Vertrag mit der CBS endete mit den Singles &bdquo;<strong>Heut scheint die Sonne<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Annabella<\/strong>&ldquo;. Den letztgenannten Titel (O-Ton der Werbung: &bdquo;Hand Clapping Music&ldquo;) produzierte und komponierte <em>Robert Puschmann<\/em>, laut Plattenfirma sang Bernd den Titel diszipliniert trotz 40 Grad Fieber ein. Im Fr&uuml;hjahr 1973 warb die CBS mit den Worten: <em>&bdquo;Bernd Spier, Etablierter mit Dauererfolg, besingt seine Anabella hier mit fr&ouml;hlicher Handclapping Music<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>1974 ver&ouml;ffentlichte Bernd Spier genau eine Single auf dem Frankfurter Label Bellaphon. Erneut entschied er sich f&uuml;r ein Cover. Aus <em>Albert Hammonds<\/em> &bdquo;Everything I Want To Do&ldquo; machte Textdichter <em>Carl J. Sch&auml;uble<\/em> &bdquo;<strong>Keine Macht auf dieser Welt<\/strong>&ldquo;. Kurz zuvor hatte Bernd sich auch als Textdichter f&uuml;r die S&auml;ngerin <em>Monika Andree<\/em> bet&auml;tigt, f&uuml;r die er &bdquo;Damit die Sonne wieder scheint&ldquo; schrieb.<\/p>\n<p>Drei Jahre sp&auml;ter, 1977, ver&ouml;ffentlichte Spier einen Song &uuml;ber Kontaktanzeigen. &bdquo;<strong>Mann, Mitte 50<\/strong>&ldquo; wurde kein Erfolg, so dass es bei dieser einen Single bei der Plattenfirma Crystal blieb.<\/p>\n<p>Im Jahr 1978 bewarb sich Bernd sogar f&uuml;r den Grand Prix Eurovision &ndash; allerdings nicht als S&auml;nger, sondern als Autor. Unter seinem Pseudonym &bdquo;<em>Sven Diay<\/em>&ldquo; textete er den vom S&auml;nger <em>Andy Norden<\/em> auch komponierten Titel &bdquo;Susann&ldquo; und landete damit auf dem 14. Platz von 15 Teilnehmern &ndash; gegen <em>Ireen Sheers<\/em> &bdquo;Feuer&ldquo; konnte er sich folglich nicht durchsetzen.<\/p>\n<p>Bei &bdquo;ZYX-Records&ldquo;, dem Label seines &bdquo;Entdeckers&ldquo; <em>Bernhard Mikulski<\/em>, ver&ouml;ffentlichte Bernd Spier seine letzte regul&auml;re Single. Den deutschen Text zu &bdquo;<strong>Maria Isabella<\/strong>&ldquo; schrieb 1979 Dr. <em>Michael Kunze<\/em>. Zehn Jahre sp&auml;ter erschien noch einmal eine Single bei ZYX mit einem &bdquo;<strong>Medley Of His Golden Hits<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Schon zu Beginn der 1970er Jahre begann Bernd Spier, sich eine b&uuml;rgerliche Karriere aufzubauen. Zun&auml;chst er&ouml;ffnete er (schon zu Karriere-Zeiten) in Frankfurt einen Waschsalon, sp&auml;ter betrieb er mit seiner Frau <em>Ruth <\/em>ein Restaurant in Michelstadt namens &bdquo;Bienentor&ldquo;. Schlie&szlig;lich stieg er auf &bdquo;Immobilienmakler&ldquo; um. Parallel absolvierte er Auftritte insbesondere bei Gala-Abenden.<\/p>\n<p>Heutzutage ist es sehr ruhig um Bernd Spier geworden. Allem Anschein nach hat er sich komplett ins Privatleben zur&uuml;ckgezogen.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 31.07.2016<\/p>\n<p>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bernd_Spier<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 01.06.1966!\u00a0 Am 6. April 1944 wurde BERND SPIER als Sohn des beim Tanzorchester des Hessischen Rundfunks (Leiter damals Willy<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":75029,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[24],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75028"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=75028"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75028\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/75029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=75028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=75028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=75028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}