{"id":74989,"date":"2016-08-03T00:00:00","date_gmt":"2016-08-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=74989"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"UNDINE-LUX-Ihre-CD-Pink-im-Test-74988","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/UNDINE-LUX-Ihre-CD-Pink-im-Test-74988\/","title":{"rendered":"UNDINE LUX <br \/>Ihre CD &quot;Pink&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Am kommenden Sonntag (07.08.2016) ist Undine Lux &#8211; neben Top-Stars wie DJ \u00d6tzi &#8211; in der Sendung &#8222;ZDF-Fernsehgarten&#8220; zu Gast!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann hatte es <strong>UNDINE LUX<\/strong>, eine junge, sympathische S&auml;ngerin aus dem brandenburgischen F&uuml;rstenwalde einfach satt, stets auf ihre Rolle als &ndash; wenn auch herausragendes &ndash; &bdquo;Helene-Fischer-Double&ldquo; reduziert zu werden. Nat&uuml;rlich brachte es der gelernten Erzieherin gro&szlig;e Freude, immer wieder mit Liedern der Schlagerk&ouml;nigin aus Krasnojarsk\/Sibirien ebenso auftreten, wie mit Covertiteln von &bdquo;ABBA&ldquo;, Jennifer Lopez oder ihrem eigenen, gro&szlig;en Idol, US-Pops&auml;ngerin Christina Aguilera.<\/p>\n<p>Doch bereits 2014 plante die damals noch hellblonde Undine einen radikalen Kurswechsel. Nicht nur &auml;nderte sie ihre Haarpracht per F&auml;rbung von Helene-Blond in &bdquo;Pretty in Pink&ldquo;, sondern tat sie sich zugleich mit dem bekannten Liederschreiber und Produzenten Andre&lsquo; Stade zusammen. Dieser hatte selbst mit &bdquo;Jeanny, wach&lsquo; auf&ldquo; (1996), &bdquo;Baby Blue&ldquo; (2000), &bdquo;Lena&ldquo; (2002) oder &bdquo;Schenk Deinen Tr&auml;umen wieder Fl&uuml;gel&ldquo; (2008) einige rentable Rundfunkhits landen k&ouml;nnen und trat nun als (&uuml;berwiegender) Komponist und Co-Texter f&uuml;r Undines erstes Album hervor, welches da den Titel tr&auml;gt <strong>&bdquo;Pink&ldquo;<\/strong>, und k&uuml;rzlich bei dem Label ihres Managers und Mentors Mario Geyermann, &bdquo;Pink Pearl Music&ldquo; (Vertrieb: NOVA), erschienen ist.<\/p>\n<p>Der baumlange, 45j&auml;hrige Dresdner und die zarte 28j&auml;hrige F&uuml;rstenwalderin schienen l&uuml;ckenlos gut miteinander harmoniert zu haben, denn bei dieser kreativen Kooperation, zu der sich beizeiten auch das derzeit vielgefragte Nachwuchstalent Franziska Wiese (deren aktuelles Opus &bdquo;Sinfonie der Tr&auml;ume&ldquo; ich dieser Tage an dieser Stelle ebenso vorstelle) hinzugesellte, kam tats&auml;chlich ein musikalischer Leckerbissen sondergleichen heraus, angesiedelt im Spannungsfeld zwischen modernerem Schlager, klassischem Deutschpop und gehoben-intellektueller Chanson-Attit&uuml;de.<\/p>\n<p>Die erste Singleauskoppelung aus &bdquo;Pink&ldquo; nannte sich <strong>&bdquo;November in Paris&ldquo;<\/strong> und erschien, wie der Titel schon sagt, im vorletzten Monat des Jahres 2015. Es handelt sich dabei um ein eindringliches, intensives, walzer&auml;hnliches, mit melancholisch in die Ferne schweifendem Akkordeon verfeinertes Chanson, monumental und erhaben arrangiert, in sachtestem Tempo gehalten. Es erz&auml;hlt von einer reiferen Frau, die sich offenbar von ihrem Mann getrennt hat, nun schon l&auml;nger alleine lebt und sich, gerade im betulichen Herbst, ein ums andere Jahr mit Wonne und Sehnsucht an eine heimliche Liebesaff&auml;re erinnert, die sie einstmals in eben einem &bdquo;November in Paris&ldquo; hatte erf&uuml;hlen d&uuml;rfen.<\/p>\n<p>Single Numero Zwo wurde nahezu zeitgleich mit dem Album &bdquo;Pink&ldquo; ver&ouml;ffentlicht: <strong>&bdquo;Zeig wie Du tanzt&ldquo;<\/strong> ist eine hitzig-verst&auml;ndnisvolle, gro&szlig;st&auml;dtisch-hei&szlig;bl&uuml;tige Nachtleben-Skizze, vorz&uuml;glich aufputschend und antreibend rhythmisiert, mit einem knisternd-erotischen, s&uuml;ffig-s&uuml;ffisanten Saxophon angereichert. Inhaltlich stellt dieser umgehend in Beine, Bauch und Kopf gehende Popohrwurm eine Aufforderung an eine einsame Frau dar, sich, egal, was sie zuvor wom&ouml;glich Negatives im Alltag erlebt hatte, einfach nur frei und ungezwungen durch eine endlos scheinende Nacht durchzutanzen und hierbei ihre ureigene, ganz pers&ouml;nliche Magie auszustrahlen und zu entfalten.<\/p>\n<p>Mit dem optimistischen, luftig-schwelgerisch umgesetzten Mid-Tempo-Schlagerchanson <strong>&bdquo;Tr&auml;ume werden wahr&ldquo;<\/strong> startet, im Anschluss an ein rund eineinhalbmin&uuml;tiges, synthesizergepr&auml;gtes <strong>&bdquo;Intro&ldquo;<\/strong>, diese &uuml;beraus gelungene Pop\/Schlager\/Chanson-Mixtur voller W&uuml;rde, Vehemenz und Leuchtkraft. Gleichsam verhei&szlig;ungsvoll, &uuml;bergl&uuml;cklich und Hals &uuml;ber Kopf verliebt, erklingt daraufhin der fraglos rockige-kraftvoll ausgestaltete Popschlager <strong>&bdquo;Du bist meine Fantasie&ldquo;<\/strong>, der ebenfalls &ndash; wie eigentlich geradezu alle Beitr&auml;ge von &bdquo;Pink&ldquo; &#8211; eine immense Singletauglichkeit in sich tr&auml;gt.<\/p>\n<p>Im konsequent zum Tanzen anregenden Pop-Schlager-Kontext halten sich gleicherma&szlig;en propere, kompakte Schmankerl der Sorte <strong>&bdquo;Wie Piraten stark&ldquo;<\/strong> oder &ndash; wenn auch etwas gem&auml;chlicher &#8211; <strong>&bdquo;Schneewei&szlig;chen und Rosenrot&ldquo;<\/strong> auf, Undines liebevoll vertr&auml;umte, r&uuml;ckblickende Hommage an ihre Kindheit in den 90er Jahren, als sie viel mit ihrer Schwester unterwegs war und so einiges Freudiges erlebte.<\/p>\n<p>Erneut extrem tanzbar, poppig-modisch inszeniert, aber inhaltlich eher trotzig und dennoch nach vorne schauend formuliert, vernehmen wir <strong>&bdquo;Herz aus Eis&ldquo;<\/strong>. Darin beweist das Lied-Ich seinem ehemaligen Freund, von dem es wohl stark entt&auml;uscht wurde, dass dieser f&uuml;r die Protagonistin regelrecht <em>erfroren<\/em> ist und sie ihm gegen&uuml;ber eigentlich nur noch &uuml;ber ein solches &bdquo;Herz aus Eis&ldquo; verf&uuml;ge.<\/p>\n<p>In jenen Tagen, als die K&uuml;nstlerin so sechs, sieben Jahre alt war, also im Sommer 1994, drang, oft beinahe st&uuml;ndlich, der seinerzeitige Dauerohrwurm <strong>&bdquo;M&auml;dchen&ldquo;<\/strong> des Berliner Popduos &bdquo;Lucilectric&ldquo; um die heutige Schauspielerin und Autorin Luci van Org aus den Radios diesen, unseren Landes &ndash; kein Wunder, dass sich Klein-Undine damals, wie offenkundig die meisten ihrer Altersgenossinnen, in jenes so leicht-sprudelndes, wie kokett-freches &sbquo;Ein-Hit-Wunder&lsquo; schier verliebte, so dass die nun erwachsene S&auml;ngerin, gemeinsam mit einem 18k&ouml;pfigen &bdquo;M&auml;dchen-Fanchor&ldquo;, eine aufgepeppte, aber nicht unn&ouml;tig modernisierte Neuaufnahme dieses realen Klassikers des (ansonsten ja meist extrem faden) Deutschpop der 90er Jahre f&uuml;r ihren CD-Erstling eingesungen hat.<\/p>\n<p>Einen g&auml;nzlich anderen klanglichen Charakter weist das feudale, sehr amerikanisch produzierte, lyrisch &auml;u&szlig;erst feinsinnige (im &Uuml;brigen von Jens Radolff und Andreas B&auml;rtels komponierte und von Mark Bender betextete) Edelchanson <strong>&bdquo;Ein Mensch will ich sein&ldquo;<\/strong> auf &ndash; eine grazi&ouml;se Mischung aus US-Softrock der ausgehenden 70er Jahre und feinstem, streicherverzierten Hochglanz-Schlager, die eine ganz andere Undine Lux an den Tag legt und somit unerbittlich dokumentiert, dass die junge Dame nicht nur im Popschlager-Umfeld stimmlich perfekt zu Hause ist, sondern sich dar&uuml;ber hinaus jederzeit in der Lage sieht, vornehmste, weitschweifende Balladen mit internationalem Anspruch phantastisch und geschmeidig zu intonieren.<\/p>\n<p>Mit einem zerbrechlichen, sehr filigran ausgefallenen Abschiedsgru&szlig; an eine sich im Endstadium befindliche, nicht mehr zu errettende, gro&szlig;e Liebe, der sich da nennt <strong>&bdquo;Lass das Licht aus&ldquo;<\/strong> und von der Interpretin selbst, gemeinsam mit Franziska Wiese und &sbquo;Mastermind&lsquo; Andre&lsquo; Stade, mit einem schier ph&auml;nomenalen, so offenen, wie ehrlichen, unter die Haut gehenden Text versehen wurde, endet der &sbquo;offizielle&lsquo; Teil von &bdquo;Pink&ldquo;, bevor ein im Tempo angezogener, davon abgesehen aber nicht allzu rhythmisch-zeitgeistig &sbquo;aufgemotzter&lsquo; <strong>&bdquo;PINK Deep House Mix&ldquo;<\/strong> von <strong>&bdquo;November in Paris&ldquo;<\/strong> als Bonus-Titel zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;PINK&ldquo;<\/strong> ist tats&auml;chlich ein enorm &uuml;berzeugendes und nachhaltiges Deb&uuml;t geworden, eine von vorn bis hinten authentische und hochqualitative Produktion, zu denen alle Beteiligten wahrlich ihr Bestes beitrugen. Andre&lsquo; Stade beweist sich einmal wieder als grandioser Produzent und Songschreiber, Franziska Wiese macht als glanzvolle Lyrikerin von sich reden und selbstverst&auml;ndlich <strong>UNDINE LUX<\/strong> selbst pr&auml;sentiert sich jederzeit als stimmstarke Chanteuse anspruchsvoller, deutscher Popkompositionen, die zwar durchaus zeitgem&auml;&szlig; und aktuell ert&ouml;nen, aber unisono die Freunde eher traditionellen Schlagers und Pops zu keinem Zeitpunkt vor den Kopf sto&szlig;en. Ein uneingeschr&auml;nkt interessantes und vielseitiges Deb&uuml;t, ohne jeglichen Durchh&auml;nger, dargereicht von einer jungen S&auml;ngerin, die weit, weit mehr drauf hat, als immer nur Lieder anderer Kollegen nachzusingen, weshalb wir von ihr auch in Futuro garantiert noch eine ganze Menge h&ouml;ren d&uuml;rften!<\/p>\n<p>Ein dickes Minus gibt es allerdings f&uuml;r die Gestaltung des CD-Beiheftes: Die, wie gesagt, durchwegs sehr ansprechenden und facettenreichen Texte wurden dort in einer derartigen Miniaturschrift &ndash; teilweise sogar matt Wei&szlig; auf sacht Pink &#8211; abgedruckt, dass ich sie nicht einmal mit Lesebrille UND 50-Euro-Lichtlupe entziffern konnte. Dies ist schade, wenn nicht gar nur als t&ouml;richt zu bezeichnen, denn die Textreime sind nicht nur gesungen h&ouml;renswert, sondern auch spannend und interesseerweckend zum Nachlesen. Ansonsten aber ist und bleibt <strong>&bdquo;PINK&ldquo;<\/strong> von <strong>UNDINE LUX<\/strong> ein absoluter und unzweifelhafter H&ouml;hepunkt des Schlagersommers 2016!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 02. August 2016<br \/>http:\/\/www.novarecords.de<br \/>http:\/\/www.undine-lux.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am kommenden Sonntag (07.08.2016) ist Undine Lux &#8211; neben Top-Stars wie DJ \u00d6tzi &#8211; in der Sendung &#8222;ZDF-Fernsehgarten&#8220; zu Gast!\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74990,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74989"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74989\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}