{"id":74743,"date":"2016-08-12T00:00:00","date_gmt":"2016-08-12T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=74743"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"LINDA-FELLER-Die-CD-Frischer-Wi-74742","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/country\/LINDA-FELLER-Die-CD-Frischer-Wi-74742\/","title":{"rendered":"LINDA FELLER <br \/>Die CD &quot;Frischer Wind&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Und siehe da: Auch in SEIN Leben hat das Album von Linda Feller \u00b4frischen Wind\u00b4 gebracht &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt, wie schon &ouml;fters geschildert, immer wieder Themen, die &ndash; trotz aller intensiver Besch&auml;ftigung mit Musik und hier insbesondere mit deutscher Pop- und Schlagermusik &ndash; bislang einfach an einem vorbeigezogen sind. Warum auch immer. Und dann bekommt man pl&ouml;tzlich seitens der SMAGO!-Chefredaktion einen Auftrag, sich dieses oder jenen, zuvor str&auml;flich missachteten Themas anzunehmen. Man h&ouml;rt eiligst per YouTube oder Amazon o.&auml;. kurz in ein paar der Titel, mit denen man sich nun auseinandersetzen soll, hinein &ndash; und siehe da, man bedauert es in vielen F&auml;llen sehr schnell, die K&uuml;nstlerin, den K&uuml;nstler, die Band, bis dato, eigentlich ja ohne irgendeinen rationalen Grund, &uuml;bersehen zu haben.<\/p>\n<p>So geschah es mir aktuell bez&uuml;glich <strong>LINDA FELLER<\/strong> und ihrer neuen CD <strong>&bdquo;FRISCHER WIND&ldquo;<\/strong>, die dieser Tage bei MANIA Music, dem Label von Produzent, Mixer und S&auml;nger Stefan P&ouml;ssnicker, erschienen ist.<\/p>\n<p>Linda Feller wurde vor einem halben Jahrhundert in der N&auml;he von Gotha\/Th&uuml;ringen geboren und macht seit &uuml;ber 30 Jahren, anfangs stark gef&ouml;rdert von Ost-Moderatorenlegende Hartmut Schulze-Gerlach, Musik. Fr&uuml;h entdeckte sie Country-Kl&auml;nge US-amerikanischer Pr&auml;gung f&uuml;r sich, sang erst bekannte Melodien dieser Stilistik auf Englisch nach, konzentrierte sich aber, nachdem sie 1988 nach einem Auftritt in der Schweiz nicht wieder in die &bdquo;DDR&ldquo; zur&uuml;ckgekehrt war, sondern sich in Mainz niederlie&szlig;, bald auf die deutsche Sprache und ver&ouml;ffentlichte 1990 ihre erste eigene LP mit schlagerhaften Country-Kl&auml;ngen.<\/p>\n<p>&Uuml;ber 35 Tontr&auml;ger sind seitdem von der Wahl-Dresdnerin auf den Markt gekommen. Auf ihrem neuen Album &bdquo;Frischer Wind&ldquo; gedachte sie nun allerdings, den zuletzt ihrerseits mehrheitlich ausgelebten, traditionellen Deutschen Schlager vorerst einwenig beiseite zu schieben und sich wiederum urw&uuml;chsigeren, echteren Country-Sounds zu widmen. Als musikalische Partner f&uuml;r diese interessante, aussichtsreiche und ohneweiters erfolgversprechende Idee, gewann sie rechtzeitig eben den bereits erw&auml;hnten Stefan P&ouml;ssnicker und den M&uuml;nchener Produzenten Armin Pertl, der in den letzten Jahren in erster Linie gemeinsam mit S&auml;ngerin Nicole deren Post-Ralph-Siegel-&Auml;ra nach 2005 h&ouml;chst reputierlich beschritt.<\/p>\n<p>Die beiden Profis schneiderten der blonden Lady elf knackige Titel auf den Leib, nur &bdquo;Was glaubst Du, wer Du wohl bist?&ldquo; stammt kompositorisch aus dem Umfeld der volkst&uuml;mlichen Truppe &bdquo;Hartmut Kroiss &amp; die Wadlbei&szlig;er&ldquo;.<\/p>\n<p>Als ich mir die ersten Takte von vorliegender CD so zu Gem&uuml;te f&uuml;hrte, war ich &ndash; obwohl ich von Linda Feller, wie beschrieben, zuvor, von einigen TV-Auftritten oder Sampler-Beitr&auml;gen abgesehen, kaum etwas geh&ouml;rt hatte &ndash; sofort enorm angetan davon. &sbquo;Dies klingt ja so, als s&auml;ngen &bdquo;Creedence Clearwater Revival&ldquo; deutschen Schlager&lsquo;, schoss es mir durch den Kopf &ndash; und ungelogen, die sachte, aber daf&uuml;r bei nicht wenigen Liedbeitr&auml;gen gewollt strikte Hinwendung &bdquo;Back to the Roots&ldquo;, zu mehr Country und daf&uuml;r weniger zu Pop und Schlager, steht &bdquo;Frischer Wind&ldquo; au&szlig;erordentlich gut zu Gesicht.&nbsp;<\/p>\n<p>Das Knattern eines Motorrades leitet den Titelsong und Albumeinstieg <strong>&bdquo;Frischer Wind&ldquo;<\/strong> ein, der gleichzeitig als erste Singleauskoppelung dient. Dabei handelt es sich um einen rasanten, ehrlichen und energetischen Countryrocker, der sogleich ins Ohr geht und den geneigten H&ouml;rer tats&auml;chlich umgehend von einer wilden Harley-Fahrt auf der sagenumwobenen Route 66 tr&auml;umen l&auml;sst. Temporeich, &uuml;ppig und mitrei&szlig;end geht&rsquo;s weiter in der Hommage auf eine typisch texanische Saloon-Kneipe namens <strong>&bdquo;Billy Bob&rsquo;s Texas&ldquo;<\/strong>, die &uuml;brigens in der ca. 50 km von der Metropole Dallas entfernt liegenden Stadt Fort Worth real existiert und in Fachkreisen als gr&ouml;&szlig;ter Honky-Tonk-Nachtclub der Welt gilt. <strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen damit aufh&ouml;r&rsquo;n&ldquo;<\/strong> ist dagegen ein vornehmer, gleicherma&szlig;en treibender, im mittleren Tempo gehaltener, &uuml;berwiegend von vertrackten E-Gitarren und wehenden Streicherw&auml;llen lebender, erneut sp&uuml;rbar amerikanisch arrangierter Softrock-Verschnitt, der jedoch stilistisch nur wenig mit Country zu tun hat. Diese Schublade bedient daraufhin nochmalig die so rasende, wie optimistische und anspornende, glanzvoll mit &bdquo;Beach-Boys&ldquo;-Ch&ouml;ren verfeinerte Country-Pop-Rock-Melange <strong>&bdquo;So schnell geht die Welt nicht unter&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Jackpot&ldquo;<\/strong> ist im gem&auml;chlich-nachdenklichen, hierbei aber entschieden geschmackvollen Balladen-Kontext einzuordnen, <strong>&bdquo;Unser Gl&uuml;ck&ldquo;<\/strong> zeigt sich abermals als edler, gitarrengef&uuml;hrter Popschlager per Excellance; in einem kessen, wenn auch zu synthetisch rhythmisierten Boogie-Popgewand umgesetzt, karikiert die hellblonde Powerfrau mittels <strong>&bdquo;Was glaubst Du, wer Du wohl bist?&ldquo;<\/strong> den personifizierten Macho, Hedonisten und Draufg&auml;nger.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Tausend bitters&uuml;&szlig;e Tr&auml;nen&ldquo;<\/strong> weint Linda in einem so benamten, eher konventionell ausgefallenen Countryschlager, der neben all den genannten, prachtvollen Country-Pop-Rock-Experimenten leider wie eilig zusammengeschustertes F&uuml;llmaterial wirkt. Ruhig, entspannt, streicherverziert und eindringlich, perlt der gef&uuml;hlvolle Fernweh-Schleicher <strong>&bdquo;&Uuml;ber uns nur der Himmel&ldquo;<\/strong> vor sich hin und verbreitet wohlige, romantische Urlaubstr&auml;ume. Die beschauliche und gedankenvolle Attit&uuml;de setzt sich fort in der weiteren &ndash; mal wieder mit sph&auml;rischen Ch&ouml;ren ausstaffierten &#8211; Feudalballade <strong>&bdquo;Morgenrot&ldquo;<\/strong>; als origin&auml;rer Country-Folk-Blues, unterst&uuml;tzt von Mundharmonika, Steel Guitar und zig Fiedeln, kommt aufmunternd, ausgelassen und partyselig <strong>&bdquo;Heute feiern wir das Leben&ldquo; <\/strong>daher. Aufm&uuml;pfig, wild, flink, keck und selbstironisch, schlie&szlig;t <strong>&bdquo;Ich bin nicht RockeFeller&ldquo;<\/strong> ein &uuml;ber weite Strecken &uuml;beraus ansprechendes, einladendes und reizvolles Album ab.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Frischer Wind&ldquo;<\/strong> von <strong>Linda Feller<\/strong> sorgt beim H&ouml;rgenuss wahrhaftig f&uuml;r einen solchen. Gerade die frech-offensiven Country-Nummern, mehr Rock, denn Schlager, machen Appetit auf mehr; Durchh&auml;nger und allzu Allt&auml;gliches bleiben im Rahmen dieser 12-Lied-Kollektion gottlob die Ausnahme. Allgemein gl&auml;nzt Linda Feller genau dann ganz besonders, wenn in musikalischer Hinsicht authentische Country-Expertisen im Vordergrund stehen, und, wie im Zuge des Songprogramms von &bdquo;Frischer Wind&ldquo; ja ein paar Mal mit voller Wucht geschehen, lyrisch der Versuch gestartet wird, uriges Country-Feeling, Highway-Romantik und Honky-Tonk-Gl&uuml;ckseligkeit wirklichkeitsnah zu vermitteln.<\/p>\n<p>Mit Stefan P&ouml;ssnicker und Armin Pertl hat Linda Feller, deren mal burschikose, mal sanfte, oft zudem fr&ouml;hlich-mitrei&szlig;ende Stimme den einzelnen Liedern ein ums andere Mal eine explizit frische, fesche, jugendliche Note verleiht, fraglos zwei musikalisch extrem versierte Top-Arbeitspartner gefunden, die ohne Zweifel Meister im Komponieren und Arrangieren sind. Wenn die Dresdner S&auml;ngerin weiterhin auf die Kooperation mit diesen beiden K&ouml;nnern setzt, d&uuml;rfte sich der &bdquo;Frische Wind&ldquo; in Zukunft zu einem dauerhaften, brausenden Sturm an sch&ouml;pferischer Kreativit&auml;t auswachsen und manifestieren. Auf jeden Fall hat es sich f&uuml;r mich pers&ouml;nlich einwandfrei gelohnt, mich erstmals in meinem Leben eingehender auf das k&uuml;nstlerische Tun von Linda Feller eingelassen zu haben. &bdquo;Frischer Wind&ldquo; wird mit einiger Sicherheit k&uuml;nftig h&auml;ufiger auch beim &bdquo;privaten Musikh&ouml;ren&ldquo;, jenseits meiner journalistischen T&auml;tigkeiten, meinen CD-Spieler bev&ouml;lkern!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 11. August 2016<br \/>http:\/\/www.maniamusic.de<br \/>http:\/\/www.lindafeller.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und siehe da: Auch in SEIN Leben hat das Album von Linda Feller \u00b4frischen Wind\u00b4 gebracht &#8230;:\u00a0 Es gibt, wie<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74744,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[4],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74743"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74743"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74743\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}