{"id":74626,"date":"2016-08-17T00:00:00","date_gmt":"2016-08-17T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=74626"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETULA-CLARK-Petula-Clark-legt-74625","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/PETULA-CLARK-Petula-Clark-legt-74625\/","title":{"rendered":"PETULA CLARK <br \/>Petula Clark legt, 83-j\u00e4hrig, einen neuen Titel vor: &quot;Sacrifice My Heart&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Aus dem am 16. September 2016 erscheinenden neuen Album &#8222;From Now On&#8220;! \u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">PETULA CLARKs &bdquo;Sacrifice My Heart&ldquo; ist ein elektrisch aufgeladenen Songjuwel, Clarks Stimme scheint geradezu zu schweben. Man h&ouml;rt die Freude, mit der sie ihre eigenen Backgroundstimmen singt und es genie&szlig;t, sich in ihrer eigenen Stimme zu verlieren. <em>&bdquo;Die Pers&ouml;nlichkeit der eigenen Stimme herauszuarbeiten ist wichtig, insbesondere weil ich nicht von Natur aus eine S&auml;ngerin bin wie die Piaf&ldquo;,<\/em> erkl&auml;rt sie. <em>&bdquo;Ich bin wie ich bin. Ich bin anders.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&bdquo;From Now On&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p>\nEine sonnige Stra&szlig;e irgendwo in der Stadt. Auf der R&uuml;ckseite eines Hauses mit rot gepflasterter Terrasse f&uuml;hrt ein Weg durch hoch gewachsenes Gras ins Studio von Petula Clark. In dem kleinen Raum mit den W&auml;nden aus Fensterglas sitzt die S&auml;ngerin und f&uuml;hrt seit zwei Monaten Regie. Sie beobachtet, wie die Katze durch die Blumen streunt und Amseln umherfliegen, w&auml;hrend ihre Stimme, frisch wie der Morgentau, ans Mikrophon dringt. Hier hat sie am Piano neue Melodien und Harmonien geschrieben und die Produktionen ihrer neuen Songs frisch geerdet. Funkelnde Electrokl&auml;nge, die ihren ganz eigenen Zauber verbreiten; Gesangsloops, die vermischt und verwoben werden, Gitarren, die jubilieren und sich verzehren.<\/p>\n<p>Dieses kleine, kreative Gew&auml;chshaus im Westen von London geh&ouml;rt Clarks Produzenten John Owen Williams und avancierte zu einem der Lieblingsstudios, in denen diese K&uuml;nstlerin jemals gearbeitet hat. Zuweilen f&uuml;hlte sie sich hier sogar wohler als 1970 in Memphis, wo sich die Kl&auml;nge der Bl&auml;ser galant aufschwangen, w&auml;hrend nebenan schwarze Bohnen und Schweinshaxe schmorten. Besser auch als jene riesigen R&auml;ume, in denen sie mit kompletten Orchestern aufnahm, deren gigantischer Klang so omnipr&auml;sent war.<\/p>\n<p><em>&bdquo;Dies hier ist eine ganz andere Art des Arbeitens und ich liebe sie&ldquo;,<\/em> strahlt die Musikerin, die diese M&ouml;glichkeiten, auf so angenehm neue Weise zu arbeiten, sichtlich genie&szlig;t. <em>&bdquo;Was manche Menschen verwirrt, ist, dass sie nicht so recht wissen, wer ich in Anbetracht all der unterschiedlichen Sachen, die ich gemacht habe, gewesen bin, aber sie wissen auch nicht, wer ich jetzt bin.&ldquo;<\/em> Sie l&auml;chelt.<em> &bdquo;W&uuml;rden Sie nicht sagen, dass das stimmt?&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Das ist ganz und gar Petula Clark &ndash; und sie schwelgt geradezu in ihrer mysteri&ouml;sen Unbestimmtheit. Vergessen wir das Alter: Das ist nur eine Zahl. Clark hat diesen Karriereschritt &uuml;berhaupt nicht geplant. Das ist nicht ihre Art. Ihr wohl bekanntester Karriereschub ereilte sie vor 50 Jahren eher zuf&auml;llig: Schlie&szlig;lich musste man sie seinerzeit noch &uuml;berzeugen, Songs von Tony Hatch aufzunehmen, von denen einige mehr als nur bekannt sein d&uuml;rften. Ihre erfolgreiche Karriere in Frankreich folgte einem einzigen Konzert ohne sichtliche Anstrengung. Heutzutage klingt ihre Musik ungemein zeitgem&auml;&szlig;: in manchen Momenten funkelnd elektronisch, in anderen Momenten in analoger Pracht.<\/p>\n<p>Es ist eben so: Es gibt geradlinige Pops&auml;nger und dann solche, die in ein Studio gehen, um etwas anderes auszuprobieren. <em>&bdquo;Sobald man sich sagt, ich wei&szlig; schon, wie das geht, ist es an der Zeit, etwas zu &auml;ndern und das n&auml;chste Ding auszuprobieren&ldquo;,<\/em> erkl&auml;rt die S&auml;ngerin, die mit ihren Blicken umherschweift und alles registriert. <em>&bdquo;Ich lerne st&auml;ndig und das h&ouml;rt nie auf. Und neue Songs ausprobieren ist wie Liebesaff&auml;ren zu haben. Sie geh&ouml;ren immer zu meinen Favoriten, weil sie einem dann noch ein wenig unbekannt sind. Und was die alten Sachen betrifft: Ich liebe es, alte Songs zu singen, aber ich habe sie auch hinter mich gebracht. Neuheiten sind wichtig f&uuml;r mich. Genau wie das in Bewegung Bleiben.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Genau so hat sich Petula Clark ins 21. Jahrhundert hineingearbeitet. &bdquo;From Now On&ldquo;, ein auf die Zukunft gerichteter Wurf, ist das Folgealbum zu &bdquo;Lost In You&ldquo; von 2013, das mit der an Saint Etienne erinnernden Single &bdquo;Cut Copy Me&ldquo; ein perfektes St&uuml;ck Popmelancholie enthielt. Nun schreibt sie ihre Songs Seite an Seite mit ihrem Team: John Owen Williams, der als Produzent der Peel Sessions bereits in den 1980ern die Karrieren der Housemartins und der Proclaimers f&ouml;rderte und die j&uuml;ngsten Werke von Paul Heaton und Jacqui Abbott produzierte, zudem der Toningenieur und Musiker Paul Visser, der Gitarrist Ben Walker, der Hammondspieler James Hallawell und Steve Evans als zus&auml;tzlicher Tonmischer. <em>&bdquo;Es geht gut zur Sache, aber die Aufnahmen gestalten sich sehr stressfrei&ldquo;, <\/em>merkt Clark an. &bdquo;<em>Das liegt zum Teil an den Leuten, aber auch daran, wie nat&uuml;rlich sich alles entwickelt.&ldquo;<\/em> Es hat aber auch damit zu tun, dass Clark eine kreative Hochphase hat, auch wenn sie zu bescheiden ist, dies zu sagen. Eine Autorin war sie den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihres Lebens, seit sie mit ihrer ersten Komposition &bdquo;You&rsquo;re The One&ldquo; 1965 gleich einen Hit landete. Gleichwohl war sie selten zuvor so tief in ein Projekt involviert wie jetzt.<\/p>\n<p>Ein Ansatzpunkt, der die Songs, die hier entstanden sind, erkl&auml;rt. In &bdquo;Sacrifice My Heart&ldquo; etwa, einem weiteren elektrisch aufgeladenen Songjuwel, scheint Clarks Stimme geradezu zu schweben. Man h&ouml;rt die Freude, mit der sie ihre eigenen Backgroundstimmen singt und es genie&szlig;t, sich in ihrer eigenen Stimme zu verlieren. <em>&bdquo;Die Pers&ouml;nlichkeit der eigenen Stimme herauszuarbeiten ist wichtig, insbesondere weil ich nicht von Natur aus eine S&auml;ngerin bin wie die Piaf&ldquo;, erkl&auml;rt sie. &bdquo;Ich bin wie ich bin. Ich bin anders.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Das ist sie f&uuml;rwahr: wie eine Brise, rein, locker, befreit. Man h&ouml;rt das an der Stimmung, in der Clark &bdquo;Miracle To Me&ldquo; singt, noch eine ihrer eigenen Kompositionen, die sie in den franz&ouml;sischen Bergen geschrieben hat und sp&auml;ter am Piano noch weiter ausschm&uuml;ckte. Man h&ouml;rt das bei ihrer Coverversion des Beatles-Klassikers &bdquo;Blackbird&ldquo;, der sie neue und ungew&ouml;hnliche Fl&uuml;gel verleiht. Man h&ouml;rt das sogar bei Songs, die mit anderen Genres kokettieren, wie der Country-Swing von &bdquo;Endgame&ldquo; und die unterschwelligen Dance-Motive von &bdquo;Sincerely&ldquo;.<\/p>\n<p>Bei den anderen Coverversionen des Albums zeigte sich Clark experimentierfreudig. Die S&auml;ngerin war bei dem Gedanken, Peggy Lee&#39;s &bdquo;Fever&ldquo; in Angriff zu nehmen, zun&auml;chst nerv&ouml;s geworden &ndash; vor Jahren hatten sie sich einmal getroffen und sogar zusammen gesungen. Schlie&szlig;lich geriet die interessante Neuaufnahme auf raffinierte Art sehr rockig. Steve Winwoods 1980er Hit &bdquo;While You See A Chance&ldquo; gewinnt hingegen durch einen Chor, der eher zuf&auml;llig von den im Studio arbeitenden Leuten initiiert wurde &ndash; selbst John und Paul stimmten ein. <em>&bdquo;Ich war ganz angetan, wie das passierte. Wie von selbst, ganz nat&uuml;rlich. So sollte Musik sein &ndash; von Herzen und rundheraus.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Ihre tiefen Beziehungen zur franz&ouml;sischen Kultur hat sie ebenfalls einmal mehr aufgegriffen. &bdquo;Pour Etre Aim&eacute; De Toi&ldquo; markiert eine neue Zusammenarbeit mit Charles Aznavour, der bei ihrem letzten Treffen verlangte, dass Clark seinen Text zu ihrer eigenen Musik singt.<em> &bdquo;Da stand er und sagte, dass er nie mehr singen wolle, ganz aufgeh&ouml;rt hat er jedoch nicht! Es ist ein d&uuml;sterer Song, ein Lied der Verzweiflung, gleichzeitig wundersch&ouml;n und ich kann mich darin sehr gut wiederfinden.&ldquo; <\/em>Bei &bdquo;Happiness&ldquo; sitzt Clark erneut am Piano. Ihren Songtext beschreibt sie als sehr &bdquo;depouill&eacute;&rdquo; &ndash; schlicht und entbl&ouml;&szlig;t. Das kleine franz&ouml;sische Textfragment darin stammt von Alain Boublil, der die franz&ouml;sischen Songtexte f&uuml;r &bdquo;Les Miserables&ldquo; schrieb. Clark erweist sich hier wieder einmal als weltoffen, immer auf der Suche nach Seelenverwandten, mit denen sie im Einklang neue Wege beschreiten kann.<\/p>\n<p>Clark h&auml;lt nicht viel von Nostalgie, was schon allein der Albumtitel deutlich macht. <em>&bdquo;Die Welt hat sich ver&auml;ndert und es ist nur nat&uuml;rlich, dass sich die Musik und die Art, wie sie gemacht wird, ebenfalls ver&auml;ndern muss. Wenn Leute sagen, solche Songs werden heutzutage nicht mehr geschrieben, nun ja, es ist auch vor Jahren viel Mist geschrieben worden!<\/em>&ldquo; In seinem Spirit, seiner Kraft, seinen Texten und Melodien erz&auml;hlt uns &bdquo;From Now On&ldquo;,wof&uuml;r diese K&uuml;nstlerin steht und wo sie sein m&ouml;chte. Ja, an einer sonnigen Stra&szlig;e irgendwo in der Stadt, an der R&uuml;ckseite eines Hauses mit rot gepflasterter Terrasse, die Katze beobachtend, die durch die Blumen streunt, aber auch im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart, die uns mit diesem au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Album beschenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/clark_fromnow.jpg\" style=\"width: 512px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>BMG Rights Management (Textvorlage)<br \/>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BMG_Rights_Management<br \/>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Petula_Clark<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus dem am 16. 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