{"id":74587,"date":"2016-08-19T00:00:00","date_gmt":"2016-08-19T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=74587"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"FEUERSCHWANZ-Was-Feuerschwanz-m-74586","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/FEUERSCHWANZ-Was-Feuerschwanz-m-74586\/","title":{"rendered":"FEUERSCHWANZ <br \/>Was &quot;Feuerschwanz&quot; mit &quot;D\u2019Artagan&quot; zu tun hat &#8230;!"},"content":{"rendered":"<p>Stephan Imming hat sich mit dem &#8222;Farbtupfer der Mittelalterszene&#8220; besch\u00e4ftigt!<br \/>\n\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Songs mit mittelalterlichen Elementen haben seit einiger Zeit Hochkonjunktur, man denke an Subway To Sally, In Extremo, Schandmaul, Faun und viele andere. Diesem Genre in gewisse Weise zugeh&ouml;rig ist auch die Gruppe &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; aus dem Raum Erlangen, die aber eine kom&ouml;diantische augenzwinkernde Note in ihre Musik und ihre Shows mit einflie&szlig;en hat lassen &ndash; oder um es mit Violinistin &bdquo;Johanna von der V&ouml;gelweide&ldquo; zu sagen: &bdquo;Farbtupfer in der doch eher ernsten Mittelalterszene&ldquo;. Bereits am 15. Mai 2004 gab die Band im Erlanger &bdquo;Omega&ldquo; ihr Debut. Zehn Jahre sp&auml;ter, am 25. April 2014, wurde das 10-j&auml;hrige Jubil&auml;um gefeiert, das f&uuml;r die Ewigkeit auf DVD verf&uuml;gbar gemacht wurde (&bdquo;Feuerschwanz &ndash; 10 Jahre live&ldquo;).<\/p>\n<p>Schon allein die Namen der Bandmitglieder erinnern an die legend&auml;ren Orthop&auml;dischen Str&uuml;mpfe des &bdquo;Meisters&ldquo; Guildo Horn (Hoppla B. Benito, der westf&auml;lische Saftschinken etc.) &ndash; hier die aktuelle Besetzung der Band:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Hauptmann Feuerschwanz (b&uuml;rgerlich Peter Henrici) (Gesang und Gitarre)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Johanna von der V&ouml;gelweide (b&uuml;rgerlich Stephanie Pracht) (Geige, Drehleier)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Sir Lanzeflott (Schlagzeug)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Felix Taugenix (b&uuml;rgerlich Felix Fischer) (Bass)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Prinz R. Hodenherz III (b&uuml;rgerlich Ben Metzner) (Fl&ouml;ten, Rauschpfeife, Dudelsack)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Hans der Aufrechte (E-Gitarre)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit ihrer aktuellen Produktion &bdquo;Sex is muss&ldquo; will die Band vordergr&uuml;ndig den allgegenw&auml;rtigen &bdquo;ismen&ldquo; dieser Welt (Extrem-ismus etc.) Paroli bieten. Wenn man sich etwas mit der Bandgeschichte besch&auml;ftigt, kann man aber einen ganz anderen Hintergrund vermuten. Die Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck hat n&auml;mlich die Gruppe vom letztj&auml;hrigen Festival &bdquo;Fairytale&ldquo; wieder ausgeladen. Begr&uuml;ndung &ndash; Achtung! -: &bdquo;Sex is muss&ldquo; &ndash; &auml;&auml;&auml;h, Sexismus. Die Texte seien frauenfeindlich. Wie man darauf kommt, ist angesichts von Texten wie &bdquo;Latte&ldquo;, &bdquo;Wunsch ist Wunsch&ldquo; und &bdquo;Der Hengst&ldquo; absolut nicht nachvollziehbar. Ob angesichts dessen &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; eine Chance auf einen TV-Auftritt bei Carmen Nebel hat, bleibt abzuwarten, wobei die Gruppe den Vorteil hat, quasi das eigene &bdquo;Fernseh-Ballett&ldquo; mitzubringen &ndash; ein Markenzeichen der Band sind n&auml;mlich &bdquo;Miezen&ldquo;. Dabei handelt es sich um als &bdquo;katzenartige Wesen geschminkte und verkleidete Frauen, die als T&auml;nzerinnen und Animateure&ldquo; dienen. Was daran &bdquo;frauenfeindlich&ldquo; sein soll, verstehe, wer will&hellip;&hellip;..<\/p>\n<p>Das ist ja alles gut und sch&ouml;n &ndash; aber zur&uuml;ck zur Konzertabsage. Da haben Vertreter der Osnabr&uuml;cker Universit&auml;t den Song &bdquo;Wunsch ist Wunsch&ldquo; als gewaltverherrlichend kritisiert. In der NOZ war seinerzeit zum Hintergrund zu lesen: <em>Die von autonomen Referaten des Osnabr&uuml;cker Uni-Asta als besonders frauenfeindlich beanstandete Feuerschwanz-Single &bdquo;Wunsch ist Wunsch&ldquo; (2011) handelt von der Begegnung eines Mannes mit einer Fee, in dessen Verlauf dem weiblichen Fabelwesen Geschlechtsverkehr abverlangt wird. Dabei greift der Mann auf das m&auml;rchentypische Angebot der Fee zur&uuml;ck, ihm drei W&uuml;nsche zu erf&uuml;llen. Dabei entspinnt sich unter anderem folgender Dialog: Sie: &bdquo;Nichts anderes f&auml;llt dir ein \/ Ist das denn dein ernst mein Freund \/ Ein L&uuml;stling willst du sein&ldquo; &ndash; Er: &bdquo;Mein voller ernst du sch&ouml;ne Fee \/ Dir wird es sehr gefallen \/ Ich bring dir irdisch L&uuml;ste bei \/ Deine Freude wird nie mehr verhallen&ldquo;. Im Refrain hei&szlig;t es dann: &bdquo;B&uuml;ck dich Fee, denn Wunsch ist Wunsch&ldquo;. Die Kritiker in Reihen des Asta sehen darin eine Form von &bdquo;nicht-konsensuellem Geschlechtsverkehr&ldquo;, im Klartext: eine Vergewaltigung. Die Band Feuerschwanz selbst weist das zur&uuml;ck. Sie bezeichnet ihre Kunst als Satire.<\/em><\/p>\n<p>Sp&auml;testens beim Vorwurf des &bdquo;nicht-konsensuellem Geschlechsverkehrs&ldquo; musste ich mich erst mal sammeln, nachdem ich schallend gelacht habe. (Okay, das Thema ist nat&uuml;rlich sp&auml;testens seit der K&ouml;lner Silvesternacht mehr als ernst &ndash; aber in DIESEM Zusammenhang meines Erachtens einfach l&auml;cherlich). &#8211; Danach habe ich &uuml;berlegt, ob G. G. Anderson dieser Vorwurf angesichts seines Songs &bdquo;Nein hei&szlig;t ja&ldquo; auch schon mal gemacht wurde. &ndash; Aber weiter im Text. Die Band hat zu Recht wie folgt reagiert: &bdquo;<em>Es ist eine Sache, wenn man uns albern, pubert&auml;r oder zotig findet. Man darf uns sogar schei&szlig;e finden, das ist absolut ok, die Geschm&auml;cker sind verschieden, und was die eine lustig findet, findet der andere nur d&auml;mlich. Aber zu behaupten, wir w&uuml;rden Vergewaltigungen besingen und dadurch implizit gut hei&szlig;en ist eine unglaubliche Unterstellung, verleumderische Diffamierung und grenzt an &uuml;ble Nachrede. Als Beispiel wird &#39;Wunsch ist Wunsch&#39; genannt &ndash; &uuml;brigens auch auf unserer als FSK 0(!) eingestuften Live-DVD enthalten, auf der man u.a. sehen kann, dass unsere Fee immer m&auml;nnlich ist. Die angewandten Methoden, die eigene Meinung auf Kosten vieler Unbeteiligter durchzusetzen, eine k&uuml;nstlerische Darbietung zu verhindern und damit die Freiheit der Kunst einzuschr&auml;nken, kennt man eigentlich eher aus anderen Ecken des gesellschaftlichen Spektrums. Wie man hier sieht gleichen sich die Methoden immer mehr, je extremer die Meinungen werden &ndash; egal ob extrem links, rechts oder religi&ouml;s motiviert.&ldquo; <\/em>&ndash; Da kann man nur sagen: 1:0 f&uuml;r Feuerschwanz &ndash; top reagiert.<\/p>\n<p>Dennoch hat der Vorwurf wom&ouml;glich Spuren hinterlassen. Teile der Band haben die Kritik wohl angenommen und eine (politisch korrekte) &bdquo;Unterband&ldquo; gegr&uuml;ndet. Und die war so konservativ, dass sie es glatt in Florian Silbereisens Show geschafft hat. Ben Metzner und Felix Fischer haben sich mit einem Kollegen namens Tim zur Band &bdquo;d&rsquo;Atargan&ldquo; zusammengetan und damit gro&szlig;e Erfolge feiern k&ouml;nnen (Album &bdquo;Seit an Seit&ldquo;).<\/p>\n<p>Entgegen der Bef&uuml;rchtung einiger Fans hat dieses &bdquo;Nebenprojekt&ldquo; aber nicht zu einem K&uuml;rzertreten von Feuerschwanz gef&uuml;hrt &ndash; im Gegenteil &ndash; mit &bdquo;Sex is muss&ldquo; gibt die Band richtig Gas und (zumindest nach meiner Empfindung) die richtige Antwort auf M&ouml;chtegern-Zensoren. Ohne die Songs zu kennen, sind Liedtitel wie &bdquo;Moralisch (h&ouml;chst verwerflich)&ldquo;, &bdquo;Hexenjagd&ldquo; und &bdquo;Ein Schelm, wer B&ouml;ses dabei denkt&ldquo; neben dem Titellied &bdquo;Sex is muss&ldquo; sehr viel versprechend.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 18.08.2016<br \/>http:\/\/new.fame-recordings.de\/<br \/>http:\/\/feuerschwanz.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephan Imming hat sich mit dem &#8222;Farbtupfer der Mittelalterszene&#8220; besch\u00e4ftigt! \u00a0 Songs mit mittelalterlichen Elementen haben seit einiger Zeit Hochkonjunktur,<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74588,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74587"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74587"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74587\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74588"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}