{"id":74239,"date":"2016-08-31T00:00:00","date_gmt":"2016-08-31T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=74239"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"FEUERSCHWANZ-CD-Rezension-Top-1-74238","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/FEUERSCHWANZ-CD-Rezension-Top-1-74238\/","title":{"rendered":"FEUERSCHWANZ <br \/>CD-Rezension: Top-10-Album &quot;Sex is muss&quot; von Feuerschwanz!"},"content":{"rendered":"<p>Stephan Imming ist voll des Lobes f\u00fcr die Mittelalter-Band und sieht Parallelen zu &#8230;: Roland Kaiser!<br \/>\n\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derzeit schaffen es recht oft K&uuml;nstler aus verschiedenen Bereichen der mittelalterlichen Musik, die Charts zu st&uuml;rmen. Der Ansatz ist meist ein eher ernster, mit dem Bem&uuml;hen um bestm&ouml;gliche Seriosit&auml;t. Eine Band, die ein etwas anderes Konzept &nbsp;verfolgt, hei&szlig;t FEUERSCHWANZ. F&uuml;r ihre Originalit&auml;t wurde die Gruppe aktuell mit dem 7. Platz in der von GfK Entertainmeint ermittelten offiziellen Album-Hitparade belohnt.<\/p>\n<p>Die 2004 im Erlanger Raum gegr&uuml;ndete Band spielt zwar auf vielen typischen mittelalterlich angehauchten Festivals, besticht aber durch ihre eigene humorvoll-selbstironische Art, was sich schon in den Namen der Bandmitgliedern ausdr&uuml;ckt. Dem CD-Cover des aktuellen Albums &bdquo;Sex is muss&ldquo; kann die aktuelle Besetzung der Band entnommen werden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Hauptmann Feuerschwanz <\/strong>ist zust&auml;ndig f&uuml;r Gesang, Akustikgitarre und Irish Bouzouki<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Prinz Richard &bdquo;Hodi&ldquo; Hodenherz III.<\/strong> singt ebenfalls und spielt gleich diverse Instrumente (Dudelsack, Uilleann Pipe, Schalmei, Tinwhistle, Akustikgitarre und Irish Bouzouki<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Johanna von der V&ouml;gelweide<\/strong> spielt Geige und Drehleier<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Hans der Aufrechte<\/strong> ist f&uuml;r E-Gitarre und Akustikgitarre zust&auml;ndig<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Sir Lanzeflott (&bdquo;Lanze&ldquo;) <\/strong>bedient das Schlagzeug und<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Felix Taugenix<\/strong> den Bass (warum der als Letzter genannt wird, ahnt der H&ouml;rer angesichts des ihm &bdquo;gewidmeten&ldquo; Lieds)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Moooment&ldquo; &ndash; wird der geneigte Leser nun denken. Das sind doch nur sex &ndash; &auml;&auml;&auml;h, sechs Musiker. Da fehlt doch was? Richtig gez&auml;hlt: Die zwei Damen links und rechts auf dem Cover sind (getreu dem Motto &bdquo;Sex is muss!&ldquo; &ndash; da ist man konsequent) zwei &bdquo;Miezen&ldquo;, n&auml;mlich <strong>Mieze Myu<\/strong> und &ndash; Achtung! &ndash; <strong>Mieze Musch Musch<\/strong>. Aufgaben dieser beiden &bdquo;Miezen&ldquo; ist es, in katzenartiger Verkleidung (entsprechend auch geschminkt) zu tanzen und damit das Publikum zu animieren.<\/p>\n<p>Jedes der Bandmitglieder im CD-Bookelet eigene &bdquo;Schwanzsagungen&ldquo;(!) formuliert. Spannend ist da u. a. der explizite Dank an die &bdquo;ASTA Osnabr&uuml;ck&ldquo; f&uuml;r die freundliche Titel-Anregung und nat&uuml;rlich &ndash; Zitat &ndash; an &bdquo;Quentin Herkules f&uuml;r die vielen voll geschissenen Windeln&ldquo;.<\/p>\n<p>Die aktuelle CD tr&auml;gt wie mehrfach erw&auml;hnt den Titel &bdquo;Sex is muss&ldquo;. Und freundlicherweise erkl&auml;rt uns der &bdquo;Chronist&ldquo; der Gruppe im Booklet, wie es dazu kam und distanziert sich zun&auml;chst mal von anderen &bdquo;Ismen&ldquo; dieser Welt (als Beispiel sind Extremismus, Fanatismus und &hellip;.&ldquo;Bassismus&ldquo; (da ist der Bassist schon wieder in der Schusslinie &ndash; der Arme&hellip;). &#8211; Interessanterweise wurde &bdquo;Feminismus&ldquo; bei dieser Aufz&auml;hlung ausgespart. Der &bdquo;Chronist&ldquo; der Band ist laut eigener Aussage &bdquo;verwirrt&ldquo; und sogar &bdquo;&uuml;berfordert&ldquo;, stellt sich doch die Frage, ob hier &bdquo;SATIRE&ldquo; Hintergrund sei.<\/p>\n<p>Hintergrund dieses klar ironischen Vorworts (bzw. O-Ton: &bdquo;Ein Schelm, der B&ouml;ses dabei denkt&ldquo;) sind sicher Vorkommnisse des vergangenen Jahres, als die Gruppe von politisch &uuml;berkorrekten Veranstaltern der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck (bzw. genau genommen die gerade genannte &bdquo;AStA&ldquo;) von einem Festival nach einer festen Einladung wieder ausgeladen wurden. Die Begr&uuml;ndung des Veranstalters war dem Vernehmen nach offensichtlich &bdquo;Sexismus&ldquo;. Wie so oft in vielen Bereichen der Zensur k&ouml;nnte auch hier der Schuss nach hinten losgegangen sein &ndash; offensichtlich f&uuml;hrte diese (in der Tat einfach nur l&auml;cherliche) Begr&uuml;ndung zu einer tollen Inspiration der Band, nicht nur einen Song, sondern gleich das ganze Album so zu nennen &ndash; quasi danach, wof&uuml;r man steht: &bdquo;Sex is muss&ldquo;. Neudeutsch k&ouml;nnte man vielleicht sogar von einem &bdquo;Konzeptalbum&ldquo; reden.<\/p>\n<p>Wenn man als konservativer Schlagerh&ouml;rer in die ersten Songs h&ouml;rt, ist man &uuml;berrascht &ndash; zumindest war ich das: Es erklingt f&uuml;r meine Ohren &bdquo;normale&ldquo; gitarrenlastige Rockmusik, vielfach garniert mit teils ungew&ouml;hnlichen (mittelalterlichen) Instrumenten, die aber bei den meisten Songs nicht wirklich im Vordergrund stehen. Inhaltlich lassen sich bisweilen spannende Parallelen zu Songinhalten Roland Kaisers finden&hellip;<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>Zu den Liedern im Einzelnen:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>\nPassend zum Titel der CD geht es mit &bdquo;<strong>Ketzerei&ldquo;<\/strong> gleich zur Sache. Texter &bdquo;Hodi Hodenherz&ldquo; beschreibt das triebhafte Verlangen beim Anblick eines rothaarigen M&auml;dchens &ndash; der &bdquo;gestand&rsquo;ne Christ&ldquo; sieht diese Versuchung als &bdquo;S&uuml;nde&ldquo; an und spricht von einem &bdquo;infamen Weibsst&uuml;ck&ldquo; und kommt zu der These, das alles sei &bdquo;Ketzerei&ldquo;. Roland Kaiser sprach in diesem Zusammenhang die Worte: &bdquo;Es kann der Fr&ouml;mmste nicht in Frieden leben, wenn ihm die rothaarige &ndash;&auml;&auml;&auml;h, sch&ouml;ne Nachbarin gef&auml;llt&ldquo;.<\/p>\n<p>Laut Wikipedia transportiert Feuerschwanz eine &bdquo;triviale und frivole Kernbotschaft&ldquo;. Unversch&auml;mtheit! In einem Punkt hat das Online-Lexikon aber Recht: Ein wichtiges Thema der Band ist offensichtlich der &bdquo;Met&ldquo; (f&uuml;r nicht Eingeweihte: Honigwein). Gleich der zweite Song behandelt diese &bdquo;Kernkompetenz&ldquo; der Gruppe: &bdquo;<strong>Krieger des Mets<\/strong>&ldquo;. Kongenial verkn&uuml;pft &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; eine Ode an das alkoholische Getr&auml;nk mit dem Titelthema des Albums: &bdquo;<em>Ich verzauber&lsquo; die Weiber mit wallendem Bart &ndash; mein Horn so gewaltig, mein Bizeps so hart<\/em>&ldquo;. Roland Kaiser formulierte es fr&uuml;her etwas anders mit seinen &bdquo;Sieben F&auml;ssern Met &ndash; &auml;&auml;h Wein&ldquo;.<\/p>\n<p>Getreu dem Motto, dass aller guten Dinge drei sind, hat man den Titelsong des Albums genau auf diese Position gesetzt. Mit dem Lied erf&uuml;llt man einen erzieherischen Anspruch, indem buchst&auml;blich &bdquo;blumenreich&ldquo; der Titel der CD erkl&auml;rt wird: &bdquo;<strong>Sex is muss<\/strong>&ldquo;. Explizit wird in diesem Song das beim Namen genannt, was bei Roland Kaiser auch Fakt ist, aber nicht ausgesprochen wird: &bdquo;<em>Das ist kein normales Liebeslied, sondern ein Triebeslied<\/em>&ldquo;&#8230; Die Mittelalter-Rocker &uuml;bertreiben nicht, wenn sie prophezeien: &bdquo;<em>Euer neues Lieblingslied&hellip; eine Ode an den Liebestrieb<\/em>&ldquo;. Roland Kaiser hingegen ist da bescheidener &ndash; einmal reicht ihm: &bdquo;Lieb mich ein letztes Mal&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Passenderweise folgt auf dem Fu&szlig;e der Song &bdquo;<strong>Ein Schelm, der B&ouml;ses dabei denkt<\/strong>&ldquo;, der erneut als Seitenhieb an die gerichtet ist, die vermeintlich &bdquo;harmlose&ldquo; Lieder verteufeln, weil ihre eigenen Gedanken das Lied erst zu einem &bdquo;frivolen, trivialen&ldquo; Lied machen. Schonungslos kriegt es der gemeine H&ouml;rer auf&rsquo;s Butterbrot geschmiert: &bdquo;<em>Was dieses Lied Euch sagen will: Ihr seid versaut und denkt zu viel!<\/em>&ldquo;.. &ndash; Passend dazu spielt Jenny Diehl, Gastmusikerin der Musikschule St. Wendel, im Hintergrund die sch&ouml;nste Harfenmusik seit Nicoles &bdquo;Ein bisschen Frieden. &#8211; Roland Kaiser sagt da nur: &bdquo;Die Gef&uuml;hle sind frei!&ldquo;<\/p>\n<p>Bei der Musik ist es wie beim Fu&szlig;ball &ndash; ein guter Zusammenhalt ist f&uuml;r den Erfolg von gro&szlig;er Bedeutung, der sprichw&ouml;rtliche &bdquo;Team Spirit&ldquo; entscheidet oft &uuml;ber Erfolg und Misserfolg. In dem Zusammenhang wirkt das Lied &bdquo;<strong>Taugenix<\/strong>&ldquo; sicher wie Balsam auf den Bassisten, der zuf&auml;llig auch noch genau so hei&szlig;t (&bdquo;Felix Taugenix&ldquo;). Die Grund-Charaktereigenschaften von Felix sind zwar betr&uuml;blich (&bdquo;<em>Doch er war nicht gest&ouml;rt, auch kein ADHS, er war einfach schlichtweg zu bl&ouml;d<\/em>&ldquo;), aber er hat den Sinn des Lebens gefunden: &bdquo;<em>Eine Tugend mach aus Deiner Not, junger Mann &ndash; und werde Bassist<\/em>&ldquo;. Nicht nur Bassist Felix, sondern alle Bassisten Deutschlands werden sich sicherlich &uuml;ber diese deutliche &bdquo;Wertsch&auml;tzung&ldquo; sehr freuen, auch wenn Bassisten-Vorurteile nicht wirklich originell sind. Damit der Bass nicht ganz so allein und traurig da steht, durfte Jenny Diehl erneut die Harfe erklingen lassen. Roland Kaiser w&uuml;rde sagen: &bdquo;Ich glaub, es geht schon wieder los!&ldquo;.<\/p>\n<p>Ein wenig ernsthafter geht es mit dem St&uuml;ck &bdquo;<strong>Hexenjagd<\/strong>&ldquo; zur Sache &ndash; man merkt, dass das primitiv-erotische Element verschwindet, wenn eine Frau am Text mitwirkt &ndash; Co-Texterin des Liedes ist n&auml;mlich Johanna von der V&ouml;gelweide. Gerade im Zeitalter sozialer Netzwerke, in denen es leicht zu &bdquo;Shitstorms&ldquo; kommen kann, wird die &bdquo;Hexenjagd&ldquo; recht explizit beschrieben: &bdquo;<em>Man nehme einen S&uuml;ndenbock nach Wahl &ndash; und helfe nach mit etwas Folterqual<\/em>&ldquo;. Wenn es dann doch den Falschen erwischt, ist man nat&uuml;rlich todtraurig und betet einen Rosenkranz. Roland Kaiser h&auml;tte gemahnt: &bdquo;Warum hast Du nicht nein gesagt?&ldquo;.<\/p>\n<p>Nicht ganz so philosophisch &ndash; oder vielleicht doch ein bisschen geht&rsquo;s im Lied &bdquo;<strong>Ringelpietz (mit Anfassen)<\/strong>&ldquo; zur Sache. In dem Lied geht es darum, dass es im Leben oftmals nur genau um DAS geht: &bdquo;Ringelpietz mit Anfassen&ldquo;. Als einfach gestrickter Schlagerfreund erfreut man sich sicher insbesondere an der Zeile &bdquo;<em>Die Weiber aufgetakelt wie Fregatten &ndash; die Macker wollten sie begatten&ldquo;<\/em>. Oder um es mit Roland Kaiser zu sagen: &bdquo;Schach Matt &ndash; durch die Dame im Spiel&hellip;&ldquo;<\/p>\n<p>Mit dem &bdquo;<strong>Nachtlied<\/strong>&ldquo; zeigt sich &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; von seiner romantischen Ader. In dem Lied wird unter anderem ein Drachen besungen, quasi das Symboltier der Band (genau, der Name &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; nimmt offensichtlich Bezug auf das Fabeltier &ndash; nicht etwa auf irgendetwas Primitives oder gar Erotisches!!). Romantisch erklingt noch mal Jennys Harfe. Sp&auml;testens um Mitternacht kann man von der Nacht singen &ndash; und angesichts der &bdquo;Mieze&ldquo;, die auf dem Foto unter dem Text im Booklet abgebildet ist (untr&ouml;stlicherweise wei&szlig; ich nicht, ob es Mye oder Musch-Musch ist), denkt man unweigerlich an Roland Kaisers &bdquo;Midnight Lady&ldquo;, wobei diesmal auch die &Auml;rzte mit ihrem &bdquo;Schlaflied&ldquo; gr&uuml;&szlig;en lassen&hellip;<\/p>\n<p>Eines meiner pers&ouml;nlichen Lieblingslieder auf dem Album ist &bdquo;<strong>Moralisch h&ouml;chst verwerflich<\/strong>&ldquo;. Im Text von Hodi Hodenkranz (dass der Text nur von einem Kerl stammen kann, war klar&hellip;) geht es eben um &bdquo;<em>moralisch h&ouml;chst verwerfliche Dinge<\/em>&ldquo; wie &bdquo;<em>Ich steh voll auf Cholesterin und die neue Nachbarin<\/em>&ldquo;. Das ganze garniert mit derben Seitenhieben auf &bdquo;spa&szlig;befreite&ldquo; humorlose Menschen &ndash; so muss es sein, und das d&uuml;rfte Feuerschwanz doch deutlich von ihren Mittalalter-Kollegen unterscheiden. Roland Kaiser w&uuml;rde bekennen: &bdquo;Von Liebe war bei uns nie die Rede&ldquo; &ndash; auch DAS: &bdquo;moralisch h&ouml;chst verwerflich&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Mit dem n&auml;chsten Lied wird noch mal das Eingangs-Thema aufgegriffen. Wie schwierig es ist, christlich nach Geboten zu leben, wurde ja schon im Lied &bdquo;Ketzerei&ldquo; beschrieben. Wenn aber erst mal der &bdquo;<strong>Teufel<\/strong>&ldquo; das Zepter &uuml;bernommen hat, ist dieser Vorsatz komplett &uuml;ber Bord geworfen, wie wir leben: &bdquo;<em>Ich bin heut Nacht Dein Steuermann &ndash; Dein pers&ouml;nlicher Satan.. ich bin schon zur Stelle, wenn den Anstand Du verlierst<\/em>&ldquo; &ndash; davon kann auch Roland Kaiser ein Lied singen: &bdquo;Manchmal m&ouml;chte ich schon mit Dir &ndash; diesen unerlaubten Weg zu Ende gehen&ldquo;.<\/p>\n<p>Als Mittelalter-Band f&uuml;hlt sich &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; nat&uuml;rlich der Tradition verpflichtet. Folgerichtig hat die Band auch einen traditionellen Titel mit auf&rsquo;s Album genommen, der wie die Faust auf&rsquo;s Auge passt: <strong>&bdquo;Es wollt ein Bauer fr&uuml;h aufsteh&rsquo;n<\/strong>&ldquo;. Schon &bdquo;Zupfgeigenhansel&ldquo; und andere Interpreten haben diesen Klassiker im Programm, bei dem sich unter anderem &bdquo;<em>der Pfaffe die Hose anzieht<\/em>&ldquo; &ndash; h&auml;tte er mal besser Roland Kaisers Rat beherzigt: &bdquo;Zieh Dich nicht aus, Amore Mio&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Den Abschluss des Albums bildet ein Song, den die erfolgreichen Jungs von Santiano auch nicht h&auml;tten sch&ouml;ner singen k&ouml;nnen: &bdquo;<strong>Ruderboot<\/strong>&ldquo;. Darin geht es um einen pflichtbewussten Individualisten, der sein Ruder stets korrekt &uuml;ber das &bdquo;Fl&uuml;sschen&ldquo; f&uuml;hrt. &Auml;hnlich sehnsuchtsvoll wie der Kerl, der die &bdquo;Liebe entdeckte&ldquo; und dem dann klar war: &bdquo;<em>die M&auml;delein hatten mich nie wieder zu interessier&rsquo;n<\/em>&ldquo;, sang einst Roland Kaiser von &bdquo;Santa Maria&ldquo;.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>Fazit: <\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit &bdquo;Sex is muss&ldquo; bedient die Band &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; nicht nur die zahlreichen Freunde mittelalterlich angehauchter Musik. Dank ihrer wirklich witzigen, teils ironisch-sarkastischen Texte auf der einen Seite und ihrer hart-rockigen Musik-Arrangements auf der anderen Seite d&uuml;rften sowohl Schlager- als auch Rock-Fans sich von dieser originellen Musik angesprochen f&uuml;hlen.<\/p>\n<p>Jedenfalls hat das Album zumindest mir (als Schlagerfan) Lust auf ein Konzert der Band gemacht &ndash; mal sehen, wann &bdquo;Feuerschwanz&ldquo; das n&auml;chste Mal in der N&auml;he sind &ndash; oder um es mit Reinhard Mey(!) zu sagen: &bdquo;Erbarmen! Musikanten sind in der Stadt!&ldquo;.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 30.08.2016<\/p>\n<p>http:\/\/feuerschwanz.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephan Imming ist voll des Lobes f\u00fcr die Mittelalter-Band und sieht Parallelen zu &#8230;: Roland Kaiser! \u00a0 Derzeit schaffen es<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74240,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74239"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74239"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74239\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74240"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}