{"id":73270,"date":"2016-09-30T13:20:00","date_gmt":"2016-09-30T13:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=73270"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"smago-INFORMIERT-NDR-zum-Urteil-73269","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/smago-informiert\/smago-INFORMIERT-NDR-zum-Urteil-73269\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br \/>NDR zum Urteil des OLG K\u00f6ln zur Tagesschau-App!"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Oberlandesgericht K&ouml;ln hat in seinem heute verk&uuml;ndeten Urteil entschieden, dass das Angebot der Tagesschau-App vom 15. Juni 2011, so wie es die Kl&auml;gerinnen in einem Textausdruck vorgelegt hatten, unzul&auml;ssig war. Das Angebot sei presse&auml;hnlich gewesen.<\/p>\n<p>Dazu Dr. Michael K&uuml;hn, Justitiar des Norddeutschen Rundfunks: &quot;Die Entscheidung des OLG K&ouml;ln hat auf tagesschau.de und die darauf basierende Tagesschau-App in der aktuellen Version keinen unmittelbaren Einfluss. Streitgegenst&auml;ndlich war allein der 15. Juni 2011. Seitdem hat sich das Erscheinungsbild von tagesschau.de erheblich ge&auml;ndert, so wurde etwa das Video- und Audio-Angebot deutlich verst&auml;rkt.&quot;<\/p>\n<p>Auch wenn das Urteil eine Entscheidung f&uuml;r die Vergangenheit trifft, werde der NDR gemeinsam mit der ARD die Urteilsgr&uuml;nde und die Aussch&ouml;pfung der zur Verf&uuml;gung stehenden Rechtsmittel sorgf&auml;ltig pr&uuml;fen, um m&ouml;gliche Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die Online-Angebote zu vermeiden.<\/p>\n<p>Zugleich bekr&auml;ftigte K&uuml;hn die Bereitschaft der ARD, mit den Verlagen Kooperationen einzugehen. So sei die unentgeltliche Nutzung der &quot;Tagesschau in 100 Sekunden&quot; f&uuml;r digitale Angebote der Verlage ebenso m&ouml;glich wie die Bereitstellung einzelner Videos f&uuml;r deren Internet-Seiten. K&uuml;hn: &quot;Die Nachrichtenangebote der Verlage und der ARD haben eins gemeinsam: Hohe journalistische Qualit&auml;t. Daher sind wir nach wie vor gespr&auml;chsbereit.&quot;<\/p>\n<p>Dass das Gericht die Frage, ob Teile der Tagesschau-App vom 15. Juni 2011 presse&auml;hnlich oder internetspezifisch gestaltet waren, anhand eines von den Kl&auml;gern vorgelegten Textausdrucks entschieden habe, sieht K&uuml;hn kritisch: &quot;Dieser Textausdruck war in weiten Teilen auch noch unvollst&auml;ndig. Der Eindruck, die Tagesschau-App sei gestalterisch mit Zeitungen und Zeitschriften vergleichbar, mag durch diese Papierausdrucke entstanden sein. Aufgrund der Verkn&uuml;pfung von Videos, Audios, multimedialen Elementen und Texten handelt es sich jedoch um ein sehr beliebtes und zeitgem&auml;&szlig;es Informationsangebot. Es ist den Nutzern doch nicht zu vermitteln, dass ein Angebot wie tagesschau.de, das seit &uuml;ber 20 Jahren Tag f&uuml;r Tag die Menschen zuverl&auml;ssig mit unabh&auml;ngigen Nachrichten informiert, rechtswidrig sein soll.&quot;<\/p>\n<p>Die Kl&auml;gerinnen mehrerer Zeitungsverlage, hatten am 26. November 2011 Klage beim Landgericht K&ouml;ln erhoben, da sie die Tagesschau-App f&uuml;r presse&auml;hnlich und damit rechtswidrig erachteten. Das LG K&ouml;ln war der Auffassung der Zeitungsverlage gefolgt. Das OLG K&ouml;ln hob das Urteil im Jahr 2013 zu Gunsten der ARD auf. Mit Urteil vom 30. April 2015 wies der Bundesgerichtshof das Verfahren an das OLG K&ouml;ln zur erneuten Pr&uuml;fung zur&uuml;ck. Der NDR hat in dem Verfahren wiederholt die Unvollst&auml;ndigkeit der von den Kl&auml;gern vorgelegten Anlage ger&uuml;gt und die Presse&auml;hnlichkeit wegen der vielf&auml;ltigen Verkn&uuml;pfung von Videos, Audios, multimedialen Elementen und Texten bestritten.<\/p>\n<p>NDR (Textvorlage)<br \/>https:\/\/www.ndr.de\/<br \/>http:\/\/www.tagesschau.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Das Oberlandesgericht K&ouml;ln hat in seinem heute verk&uuml;ndeten Urteil entschieden, dass das Angebot der Tagesschau-App vom 15. 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