{"id":73180,"date":"2016-10-04T00:00:00","date_gmt":"2016-10-04T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=73180"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MONIKA-MARTIN-Die-CD-Sehnsucht-73179","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MONIKA-MARTIN-Die-CD-Sehnsucht-73179\/","title":{"rendered":"MONIKA MARTIN <br \/>Die CD &quot;Sehnsucht nach Liebe&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Sagen wir\u00b4s mal so &#8230;: Monika Martin hat jetzt einen weiteren Fan mehr!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&hellip; und mal wieder so ein Thema, welches bislang leider (!) an mir vorbeigezogen ist, auf das ich erst jetzt seitens der <em>smago! <\/em>Chefredaktion &uuml;berhaupt aufmerksam gemacht wurde &ndash; und das mir dann, nach eingehender Besch&auml;ftigung damit, tats&auml;chlich &auml;u&szlig;erst gut gefallen hat. Solche Themenkreise hatte ich immer wieder mal zu bearbeiten, und: siehe da&hellip; der zu analysierende K&uuml;nstler, die zu behandelnde K&uuml;nstlerin oder Band, von denen ich vorher noch so gut wie nichts geh&ouml;rt hatte, fanden nicht selten sogleich einen guten Platz in meinem musikalischen Herzen.<\/p>\n<p>Diesmal dreht es sich um die geb&uuml;rtig aus Graz stammende S&auml;ngerin <strong>MONIKA MARTIN<\/strong>, die &uuml;brigens an den Hochschulen ihrer Heimatstadt Kunstgeschichte, Darstellende Kunst, Volkskunde und Musik studiert und teils dar&uuml;ber promoviert hat und genau deshalb eigentlich mit Frau <em>Dr. phil.<\/em> Monika Martin angesprochen werden m&uuml;sste.<\/p>\n<p>Mitte der 90er Jahre startete die einstige, hobbym&auml;&szlig;ige Frontfrau der Tanzband &bdquo;Heart Breakers&ldquo; ihre professionelle musikalische Laufbahn im Bereich der volkst&uuml;mlichen Musik. Zu ihren gr&ouml;&szlig;ten Erfolgen in diesem stilistischen Spektrum z&auml;hlten z.B. der fernwehs&uuml;chtige Romantikschlager &bdquo;Laluna Blue&ldquo; (1996) oder das heimelige Elfi-Graf-Cover &bdquo;Mozartgasse 10&ldquo; (2008). Doch vor zwei, drei Jahren wandte sich die heute 54j&auml;hrige &Ouml;sterreicherin vom Volkst&uuml;mlichen g&auml;nzlich ab und setzte &ndash; nach Vertragsunterzeichnung bei der M&uuml;nchener Firma TELAMO &ndash; von nun an auf klassischen Schlager mit stark ausgepr&auml;gten Popeinfl&uuml;ssen. Eben bei TELAMO erschien nun vor wenigen Tagen die zweite reine Pop-CD von Frau Dr. Phil.: <strong>&bdquo;SEHNSUCHT NACH LIEBE&ldquo;<\/strong> wurde &uuml;berwiegend von der Interpretin selbst produziert, viele der darauf enthaltenen, insgesamt 14 (plus eins) Liedbeitr&auml;ge hat sie dar&uuml;ber hinaus eigenst&auml;ndig komponiert; bei der musikalischen Umsetzung standen ihr &bdquo;alte Hasen&ldquo;, wie z.B. Joachim Horn-Bernges (schrieb u.a. Songs f&uuml;r und mit Howard Carpendale oder Bernhard Brink), Ausnahmegitarrist Mats Bj&ouml;rklund (u.a. &bdquo;Boney M.&ldquo;, Roland Kaiser, Donna Summer) oder Topproduzent Gerd Jakobs (&bdquo;GEDO Music&ldquo;) zur Seite.<\/p>\n<p>Herausgekommen ist bei diesem effektiven Tun eine durchwegs anspruchsvolle Songkollektion, die sich h&auml;ufig im Synthipop-Gewand der 80er Jahre aufh&auml;lt, dabei jedoch keinesfalls angestaubt oder altmodisch ert&ouml;nt, stets &uuml;ber schier perfekt ausget&uuml;ftelte Arrangements verf&uuml;gt und nat&uuml;rlich von der Hauptakteurin Monika Martin sanft, voller Gef&uuml;hl und zugleich authentisch und bodenst&auml;ndig intoniert wird, wobei die Grazerin betont, sie habe viele der in den Texten angesprochenen Themen im Laufe der Jahre selbst erlebt und\/oder beobachtet.<\/p>\n<p>Bereits der Er&ouml;ffner und Titelsong <strong>&bdquo;Sehnsucht nach Liebe&ldquo;<\/strong> bet&ouml;rt als schwebender, atmosph&auml;rischer, tanzbarer Elektropop, gehalten im unterk&uuml;hlten Sound der &sbquo;coolen Dekade&lsquo;. Er verf&uuml;gt &uuml;ber einen wahrlich tr&auml;umerischen Groove und wurde von Monika selbstkomponiert. Es folgt auf diesen phantastischen Appetiterreger die ph&auml;nomenale Joachim-Horn-Bernges-Komposition <strong>&bdquo;Durch jeden Sturm&ldquo;<\/strong>, die im Juni diesen Jahres als Vorab-Auskoppelung aus vorliegendem Album diente. Sie wird knisternd dargeboten auf wehend-opulenter Synthibasis, ausgestattet mit n&auml;chtlich-mystischem, latent bluesigem Gro&szlig;stadtambiente, bevor ebendieser monumental-feudale Popsong aufstrebend-optimistisch, geradezu hymnisch, in ungeahnte sph&auml;rische H&ouml;hen erw&auml;chst.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Bleib&lsquo; noch wach&ldquo;<\/strong> zeigt sich als gitarrenbetonter, schleichender Pop-Ohrwurm bester Machart, der sich ebenfalls nach und nach zu einem radikal romantischen Popohrwurm im mittleren Tempo aufbaut. In einem erneut &sbquo;very Eighties&lsquo; anmutenden Synthipop-Kontext, beinahe origin&auml;r New-Wave-angehaucht, gibt sich das stakkatoartige, treibend-rhythmische, gleichsam magisch-wehende Klangdrama <strong>&bdquo;Sie&ldquo;<\/strong> die Ehre.<\/p>\n<p>Dunkel, sp&uuml;rbar Flamenco-instruiert, &uuml;ppig-prickelnd und sehns&uuml;chtig-leidenschaftlich, bekommen wir daraufhin das mehr gehauchte, als gesungene Schlagerchanson <strong>&bdquo;Komm an mein Feuer&ldquo;<\/strong> zu Geh&ouml;r, abermals verfasst von &bdquo;Knibble&ldquo; Horn-Bernges, der bei seinen ein ums andere Mal zutiefst gekonnt und kompakt ausgefallenen Klangkreationen eh schon seit 40 Jahren kaum jemals etwas falsch gemacht hat.<\/p>\n<p>Der melancholisch-schwelgende Popschlager <strong>&bdquo;Ein letzter Schmetterling&ldquo;<\/strong> klingt verdammt nach Kollegin Andrea Berg, besitzt aber &ndash; wiederum von &bdquo;Knibble&ldquo; ersonnen &ndash; vermutlich gerade deshalb einen enorm hohen Wiedererkennungswert und tr&auml;gt folglich immense Hitchancen in sich; die einerseits res&uuml;mierende, andererseits absolut lebenslustige, dann wiederum leicht resignative, dito vornehm und erhaben vorgetragene Ballade <strong>&bdquo;Jeder Tag&ldquo;<\/strong> rinnt f&ouml;rmlich, mit im Liedverlauf immer mehr hinzukommenden, donnernden Streicherw&auml;llen, wohlig und hochemotional aus den Lautsprechern.<\/p>\n<p>Um einen verbotenen Seitensprung dreht es sich inhaltlich in dem knackigen, so liebenswerten, wie poppigen und unterhaltsamen Synthischlager <strong>&bdquo;Zwei Stunden Ewigkeit&ldquo;<\/strong>, der klanglich so aufscheint, als h&auml;tte Andrea Berg ihre ersten Lieder schon zu New-Romantic-Hochzeiten 1982\/83 eingesungen &ndash; fraglos ein weiteres famoses kreatives Zusammenwirken von Frau Martin und Herrn Horn-Bernges. <strong>&bdquo;Von Leben zu Leben&ldquo;<\/strong> ist ein gehobenes, zugleich ged&auml;mpftes, zur&uuml;ckhaltendes, unber&uuml;hrbares Synthipop-Opus in langsamem, gem&auml;chlichem Tempo.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Wann kommt die Zeit&ldquo;<\/strong> k&ouml;nnte auch schon 1983\/84 entstanden sein &ndash; was ich, als &uuml;berzeugtes 80er-Jahre-Kind, im Sinne einer au&szlig;erordentlich positiven Bewertung verstanden wissen mag. Es handelt sich dabei um einen erst sacht perlenden, dann konsequent aufbl&uuml;henden Synthipop-Schlager, dargereicht in bester melodischer, hymnischer, ausufernder Qualit&auml;t. Der elegant wiegende Edelschlager <strong>&bdquo;Deine Sehnsucht&ldquo;<\/strong>, unisono eing&auml;ngig und schw&auml;rmerisch-vertr&auml;umt inszeniert, beweist einmal mehr das souver&auml;ne Niveau von Monika Martins aktueller Silberscheibe, bevor das urspr&uuml;nglich von der belgisch-kanadischen S&auml;ngerin Lara Fabian stammende, unerwartet verschn&ouml;rkelte, luxuri&ouml;se Chanson-Melodram, <strong>&bdquo;Die Antwort wei&szlig;t nur Du&ldquo;<\/strong> (im Original: &bdquo;Tu Es Mon Autre&ldquo;), letztlich ausschlie&szlig;lich aus feisten Streicherw&auml;llen und Monikas superbem Stimmorgan bestehend und traditionellen Musicalmelodien nicht un&auml;hnlich, sowie die beiden stillen, zerbrechlichen, einschmeichelnd-hintergr&uuml;ndigen Kaminfeuerballaden <strong>&bdquo;Wie dankbar ich bin&ldquo;<\/strong> und <strong>&bdquo;Sag mir alles&ldquo;<\/strong> (Original: &bdquo;Waiting&ldquo; von Roch Voisine, 1990) <strong>&bdquo;SEHNSUCHT NACH LIEBE&ldquo;<\/strong> prallgef&uuml;llt mit Liebe und Gef&uuml;hl, dabei elit&auml;r und hochwertig, zauberhaft und verzaubernd in einem, grazil und gem&uuml;tvoll ausklingen lassen. Wer diese von vorn bis hinten schl&uuml;ssige und mitrei&szlig;ende CD bei &bdquo;Shop24direct&ldquo; bestellt, kann schlussendlich als Bonus-Track eine aufgepeppte, st&auml;rker rhythmisierte Mix-Fassung von Monikas 2015er-Radiohit <strong>&bdquo;Die neue Wirklichkeit&ldquo;<\/strong> genie&szlig;en.<\/p>\n<p>Man lernt nie aus&hellip; oft war es schon der Fall, dass ich wirklich erst Dank einer Beauftragung durch SMAGO! auf K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler aufmerksam gemacht wurde, mit denen ich mich zuvor, warum auch immer, noch nie auseinandergesetzt hatte. Die Empfehlung der SMAGO!-Chefredaktion, doch bitte flink <strong>&bdquo;SEHNSUCHT NACH LIEBE&ldquo;<\/strong> von <strong>MONIKA MARTIN<\/strong> zu rezensieren und zu analysieren, war einmal wieder ein voller Treffer ins Schwarze. Das 15-Lied-Album begeistert den 80er-Jahre-Liebhaber in mir vollends, d&uuml;rfte aber ebenso alle Freunde des auserlesenen, stimmungsvollen Popschlagers &ndash; mit der Betonung auf &bdquo;Pop&ldquo;\/Deutschpop &ndash; f&uuml;r sich gewinnen k&ouml;nnen. Das Team Monika Martin\/Joachim Horn-Bernges scheint sich zu einem neuen sch&ouml;pferischen &sbquo;Traumpaar&lsquo; zu entwickeln. Dies alles ist schlagkr&auml;ftig, glaubw&uuml;rdig und geht in die punktgenau richtige Richtung. Hier&uuml;ber legt <strong>&bdquo;SEHNSUCHT NACHT LIEBE&ldquo;<\/strong>, Monikas zweites pures Popalbum, in einwandfreier Auspr&auml;gung ein grandioses Zeugnis ab!<\/p>\n<p>\n<em>Foto-Credit: TELAMO \/ Stephan Pick, K&ouml;ln<\/em><\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 30. September\/01. Oktober 2016<br \/>http:\/\/www.telamo.de<br \/>http:\/\/www.monika-martin.de\/index.php\/de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sagen wir\u00b4s mal so &#8230;: Monika Martin hat jetzt einen weiteren Fan mehr!\u00a0 &hellip; und mal wieder so ein Thema,<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":73181,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73180"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73180"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73180\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}