{"id":72751,"date":"2016-10-16T00:00:00","date_gmt":"2016-10-16T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=72751"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"TIM-BENDZKO-Am-21102016-erschei-72750","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/TIM-BENDZKO-Am-21102016-erschei-72750\/","title":{"rendered":"TIM BENDZKO <br \/>Am 21.10.2016 erscheint seine 3. CD &quot;Immer noch Mensch&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Es wird spannend, wenn ein K\u00fcnstler zum neuen Album ank\u00fcndigt, dass er diesmal noch mehr &#8222;selber gemacht&#8220; hat &#8230;!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;F&uuml;r das erste Album hat man sein ganzes Leben, f&uuml;r das Zweite nur ein paar Monate&ldquo;, so lautet eine Binsenweisheit in der Musikbranche. F&uuml;r das dritte Album eines K&uuml;nstlers gibt es solch einen Spruch interessanterweise nicht. Es wird allerdings spannend, wenn ein K&uuml;nstler zum neuen Album ank&uuml;ndigt, dass er diesmal noch mehr &bdquo;selber gemacht&ldquo; hat.<\/p>\n<p>TIM BENDZKOs drittes Album hei&szlig;t &bdquo;Immer noch Mensch&ldquo;, und er hat es selber gemacht. In der Rolle des Songschreibers, des Produzenten, des Fotografen &ndash; und mit erfrischender, selbstbestimmter Unbefangenheit: <em>&bdquo;Ich habe mich immer wieder gefragt: wie w&uuml;rde ich das machen, wenn ich keine Ahnung davon h&auml;tte, wie man das &uuml;blicherweise tun w&uuml;rde?&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;Mehr&ldquo; gemacht hat Tim Bendzko auf diesem Album auch dadurch, dass er bewusst und gezielt den Weg des &bdquo;Weglassens&ldquo; gew&auml;hlt hat: <em>&bdquo;Viele K&uuml;nstler sprechen davon, sich selbst zu suchen und immer wieder &bdquo;neu&ldquo; zu erfinden. Das f&uuml;hlt sich f&uuml;r mich irgendwie komisch an&#8230; hat es nicht mehr Sinn, das, was schon da ist, klarer zu sehen? F&uuml;r mich geht es viel mehr um das immer feinere Herausarbeiten des eigenen Kerns. Wenn ich Musik mache, m&ouml;chte ich jedes Mal ein St&uuml;ck n&auml;her an diesen musikalischen Kern herankommen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong><em>&quot;Komm, wir machen reinen Tisch!&quot;<\/em><br \/>\n&bull; Warum ich Lieder singe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nMusikalisch bedeutet das eine bewusste Reduktion. Jeder Ton auf &bdquo;Immer noch Mensch&ldquo; ist handgemacht. Die programmierten Beats weichen auf diesem Album dem eingespielten Schlagzeug, Keyboards weichen dem Klavier. Die Soundwelt entsteht nicht durch viele Schichten von elektronischen Klangteppichen, sondern durch das direkte Zusammenspiel von echten Instrumenten. Per Hand eingespielt, intimer, pers&ouml;nlicher und dadurch viel unmittelbarer. Selbst das Meeresrauschen auf &bdquo;Hinter dem Meer&ldquo; ist eigens f&uuml;r den Song aufgenommen.<\/p>\n<p>Auch textlich gibt es eine h&ouml;r- und sp&uuml;rbare Essenzierung: Tim Bendzko spricht klare Worte, anders kann man es nicht sagen. Auch auf dieser Ebene wird &bdquo;Immer noch Mensch&ldquo; zum greifbarsten und ber&uuml;hrbarsten Album seiner Kariere.<\/p>\n<p>F&uuml;r einen kurzen Moment ein paar Schritte zur&uuml;ck: es ist 2013, nach dem gro&szlig;en Erfolg seines Debutalbums &bdquo;Wenn Worte meine Sprache w&auml;ren&ldquo; (&uuml;ber 600.000 Einheiten) erscheint mit &bdquo;Am seidenen Faden&ldquo; sein zweites Werk, welches sich 400.000 Mal verkauft. Tim Bendzko geht auf gro&szlig;e Tour durch noch gr&ouml;&szlig;ere Hallen, als Auftakt verkauft er zum ersten Mal die Berliner Waldb&uuml;hne aus. Er ist Coach in der ersten Staffel von &bdquo;The Voice Kids&ldquo;, schreibt und co-produziert ein Album f&uuml;r die S&auml;ngerin Cassandra Steen, und erweitert gerade mal sechs Monate nach Erstver&ouml;ffentlichung sein Album um 12 weitere Songs &ndash; die &quot;Am seidenen Faden-Unter die Haut&quot; Re-Edition. Tim Bendzko scheint omnipr&auml;sent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<em><strong>&quot;Ich will mein Leben selbst gestalten, muss es wenigstens probieren.<br \/>\nIch brauche die Kontrolle zur&uuml;ck, kann nicht mehr nur funktionieren.<br \/>\nIch bin doch keine Maschine!&quot;<\/strong><\/em><br \/>\n<strong>&bull; Keine Maschine<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 2014 vollzieht Tim Bendzko eine Besinnung auf den eigenen Kern: er spielt die &bdquo;Mein Wohnzimmer ist Dein Wohnzimmer&ldquo; Konzerte, eine Reihe von Shows in ausgew&auml;hlten, stimmungsvollen Konzerts&auml;len, mit auf das Wesentliche reduzierter Band. Ohne Samples und Synthesizer, ohne effekthaschende Produktion, stattdessen im direkten Kontakt zum Publikum. Die Lieder- Stimmung, die Arrangements, der Sound der Lieder &ndash; alles ein St&uuml;ck n&auml;her an der Welt, in der sie eigentlich entstanden sind: im Kleinen, im Nahbaren, mit Gitarre, Klavier, Stimme und Rhythmus. Nach knapp zwei Jahren auf Tour, nach Abschluss der &bdquo;Wohnzimmer- Konzerte&ldquo;, mit ihrem Nachklang noch im Ohr, geht Tim Bendzko zur&uuml;ck an einen Ort, an dem er lange nicht mehr wirklich war: nach Hause.<\/p>\n<p>&bdquo;Zuhause&ldquo; ist f&uuml;r den geb&uuml;rtigen Berliner ein echter, physischer Ort. Ein Haus im Gr&uuml;nen, mit Blick in den Wald. Mit Platz f&uuml;r die Gedanken, Platz f&uuml;r Spazierg&auml;nge mit dem Hund, und mit Platz im Keller f&uuml;r Instrumente, ein bisschen Equipment und jede Menge Inspiration. Tim Bendzko schafft sich diesen Raum, um wieder ein St&uuml;ck n&auml;her an das wesentliche, an den eigenen Kern zu kommen. Es ist ein Ort, der &bdquo;zuhause&ldquo; ist f&uuml;r ihn als Mensch sowie f&uuml;r ihn als Musiker, ein Platz an dem die Dinge organisch entstehen und wachsen k&ouml;nnen In diesem Zuhause hat er alle Lieder f&uuml;r &bdquo;Immer noch Mensch&ldquo; komponiert, arrangiert, und eingespielt. Und diese N&auml;he, dieses auf die Essenz reduzierte und Bodenst&auml;ndige, h&ouml;rt man in jedem Song von &bdquo;Immer noch Mensch&ldquo;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong><em>&quot;Alle Theorien verbrannt.&quot;<\/em><br \/>\n&bull; Immer noch Mensch<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Statt den &uuml;blichen Weg zu gehen, und die Songs gemeinsam mit einem Produzenten im bis zu den Z&auml;hnen aufger&uuml;steten Studio fertigzustellen, entscheidet er sich auch hier f&uuml;r die Besinnung auf den Kern und die Eigenregie. Er probiert zuerst den klassischen Weg &ndash; doch merkt schnell, dass der Vision und der Ber&uuml;hrbarkeit der Songs eine intimere, pers&ouml;nlichere Herangehensweise um L&auml;ngen besser steht. Tim Bendzko verb&uuml;ndet sich mit dem Toningenieur Nico Berthold f&uuml;r technische Unterst&uuml;tzung, gemeinsam statten sie den Keller im Berliner Zuhause mit Aufnahmem&ouml;glichkeiten aus, probieren, feilen am passenden Klang. So entsteht der Sound des Albums organisch und mit viel Liebe zum Detail, eingespielt durch Mitglieder von Tim Bendzko&rsquo;s Band und befreundeten, hochkar&auml;tigen Musikern. Dabei steht das Musikmachen an sich im Vordergrund: &bdquo;Ich wollte nicht, dass die Leute, mit denen ich arbeite, dies prim&auml;r als &bdquo;Job&ldquo; sehen &ndash; f&uuml;r diese Musik, f&uuml;r dieses Album passt das nicht&ldquo;, sagt Tim Bendzko. Das pers&ouml;nliche Umfeld, das Zuhause, der &bdquo;Bock auf&rsquo;s einfach machen&ldquo; und die Entscheidung f&uuml;r das, was sich &bdquo;richtig&ldquo; anf&uuml;hlt &#8211; daf&uuml;r darf, und muss vielleicht, auch alles etwas anders sein als &bdquo;normal&ldquo;.<\/p>\n<p>\n<em><strong>&quot;Ich kann keine Regeln mehr sehen.<br \/>\nIch muss st&auml;ndig mit dem Kopf durch die Wand.&quot;<\/strong><\/em><br \/>\n<strong>&bull; Hinter dem Meer<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuhause sind auch alle Texte auf &bdquo;Immer noch Mensch&ldquo; entstanden. Auf der Couch, in der K&uuml;che, im selbst ausgebauten Studio. Es geht zur Sache und wird sehr konkret. So entsteht zum Beispiel &bdquo;Winter&ldquo;, ein kunstvolles Zwischenst&uuml;ck, zuerst als Skizze am alten Klavier in seiner K&uuml;che. Fast m&ouml;chte Tim Bendzko den Song nach einigem Herumprobieren verwerfen, doch er findet Inspiration als er absichtlich Schal und Handschuhe liegen l&auml;sst und sich im gefrorenen Berlin der K&auml;lte aussetzt. Das St&uuml;ck beschreibt bildhaft den inneren Winter, inspirationslos, klamm und in-sich-gefallen. Es ist ein sofort sp&uuml;rbares Gef&uuml;hl des abgestumpften, beinah an der Grenze zur Resignation. Denn auch das ist menschlich. Tim Bendzko hat kein Interesse daran, sich hinter der einer perfekt polierten &bdquo;Popstar&ldquo; Fassade zu verschanzen. Doch das ist &bdquo;Nicht das Ende&ldquo;. &bdquo;Immer noch Mensch&ldquo; vers&ouml;hnt sich wieder und wieder aufs Neue mit menschlichen Fehlern, Unzul&auml;nglichkeiten und Zweifeln. Die Offenheit dar&uuml;ber kehrt sie zur St&auml;rke.<\/p>\n<p>&bdquo;Keine Maschine&ldquo;, die erste Single des Albums spricht genau dies an: wir alle tun unser Bestes um in dieser Welt des st&auml;ndigen Wandels und der stets wachsenden Anforderungen zu man&ouml;vrieren. Unser pers&ouml;nlicher Lebenstraum ger&auml;t dabei viel zu oft aus dem Blickfeld &ndash; wir reagieren, statt zu gestalten. In &bdquo;Keine Maschine&ldquo; geht es um den klaren Beschluss, seine Tr&auml;ume nicht weiter hintenanzustellen, sondern sie in Angriff zu nehmen &ndash; erneut, beherzt, jetzt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong><em>&quot;Brauchst nur ein bisschen Leichtsinn (&hellip;)&quot;<\/em><br \/>\n&bull; Leichtsinn<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, nimmt Tim Bendzko die Dinge leicht. Er ist ein sympathischer, angenehmer Gespr&auml;chspartner, der gern von Ideen und lustigen Situationen erz&auml;hlt. Kein Gef&uuml;hl der Fassade oder Verschlossenheit &ndash; und wenn manchmal ein kurzes Z&ouml;gern in seinem Gesichtsausdruck erscheint, dann ist es ein Moment, in dem er mit Bedacht einer Sache auf den Grund gehen m&ouml;chte. Oder mit Humor. Meist allerdings mit beidem zusammen.<\/p>\n<p>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>&quot;Auch wenn niemand uns versteht: sich zu verstellen hat keinen Sinn (&#8230;)<br \/>\nWeil Sich-von-allem-unterscheiden unm&ouml;glich ist, kannst Du Dein wahres Ich ruhig zeigen&quot;<\/em><br \/>\n&bull; Wie wir sind<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Immer noch Mensch&ldquo;, der Titel verr&auml;t es, ist ein sehr direktes, sehr klares Album geworden. Man m&ouml;chte sagen: ehrlich. Ungeschminkt. Ohne die Absicht etwas zu verbergen. Gleichzeitig voller sch&ouml;ner Melodien, sofort eing&auml;ngigen Refrains, lebhaften Bildern und pers&ouml;nlichen Notizen. Eine klare, gro&szlig;e, mutige Herausarbeitung des eigenen Kerns. Das ist im Pop wirklich nicht selbstverst&auml;ndlich.<\/p>\n<p>Columbia (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.columbia.de\/<br \/>http:\/\/timbendzko.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird spannend, wenn ein K\u00fcnstler zum neuen Album ank\u00fcndigt, dass er diesmal noch mehr &#8222;selber gemacht&#8220; hat &#8230;!\u00a0 &bdquo;F&uuml;r<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":72752,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72751"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72751"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72751\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/72752"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}