{"id":72163,"date":"2016-11-02T00:00:00","date_gmt":"2016-11-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=72163"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"HOFF-DIETER-HOFF-Wissenswertes-72162","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/HOFF-DIETER-HOFF-Wissenswertes-72162\/","title":{"rendered":"HOFF ((DIETER HOFF)) <br \/>Wissenswertes \u00fcber die CD &quot;Alien &#038; Ewiglein&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlichungstermin ist allerdings erst am 3. Februar 2017!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Herzen schlagen stolz in seiner Brust. So k&ouml;nnte man jedenfalls das k&uuml;nstlerische Sehnen von Dieter Hoff beschreiben, dessen zwei gro&szlig;en musikalischen Vorlieben Pop und Elektro sind. Diese beiden weiten Musik-Felder f&uuml;hrt er nun auf h&ouml;chst ungew&ouml;hnliche Art und Weise bei seinem Soloprojekt HOFF zusammen. &bdquo;Rosa&ldquo;, die vielleicht herausragende Nummer aus seinem neuen, f&uuml;r den 3. Februar geplanten Soloalbum &bdquo;Alien &amp; Ewiglein&ldquo;, ist eine atmosph&auml;risch dichte Hybride aus elektronischer Musik und chansonhaftem Pop. &bdquo;Rosa ist kaputtes Rot , eine Farbe aus Versehen, irgendwie halb tot.&ldquo; Mit leicht br&uuml;chiger, etwas aufgekratzter Stimme singt er diese merkw&uuml;rdigen Zeilen eines Songs, den man in den fr&uuml;hen Morgenstunden einer langen Nacht verorten kann und der so etwas wie die Moritat f&uuml;r eine gescheiterte Liebe ist, Metapher auch f&uuml;r Menschen, die sich nicht richtig f&uuml;r eine Sache bekennen und entscheiden wollen. Eine technoide Mondscheinsonate, die ihre ganz eigene Faszination hat&#8230;und die neugierig macht auf HOFF, den K&uuml;nstler und auf den Menschen hinter diesem Namen.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Wir wollen f&uuml;r ein paar Momente dieses K&uuml;nstlerleben durch die rosa Brille betrachten. Dieter Hoff, K&ouml;lner Musiker, dessen Name wom&ouml;glich bei vielen Menschen erst einmal ein Achselzucken hervorruft, sucht noch einmal seine Chance. Denn eigentlich hat Hoff schon so ziemlich alles mitgemacht, was die gro&szlig;e, weite Welt des Musikbusiness an guten und b&ouml;sen &Uuml;berraschungen aufzubieten hat. Der Schlagzeuger, der auch Songtexte schreibt und komponiert, Keyboards spielt und programmiert, hat sich sogar als Verleger und Besitzer eines Techno-Labels etabliert. Den Aufstieg in die Charts, verbunden mit Ruhm, Geld und Gold, den hat er als Schlagzeuger von Purple Schulz in den 1980ern erlebt, schrieb unter anderem die Songtexte f&uuml;r die Top-Ten-Hits &bdquo;Kleine Seen&ldquo; und &bdquo;Verliebte Jungs&ldquo;. Nach seinem Ausstieg aus der Band im Jahre 1987 folgte eine Phase der kompletten Neuorientierung. Der Musiker mit der Leidenschaft f&uuml;r Grooves ging erst einmal f&uuml;r zwei Jahre nach Afrika, reiste herum, blieb f&uuml;r l&auml;ngere Zeit in Tansania und Kenia, wo er unter anderem Gasth&ouml;rer an der Universit&auml;t von Nairobi war und mit Stra&szlig;enmusikern musizierte. &nbsp;<\/p>\n<p>Nach seiner R&uuml;ckkehr vollzog er den Br&uuml;ckenschlag von den Tribal Beats Afrikas zu den Electro-Beats der Technoszene und gr&uuml;ndete &ndash; nachdem er mit eher konventionellen Solowerken gescheitert war, sich jedoch zugleich ein lukratives Zubrot als Songschreiber f&uuml;r K&uuml;nstler wie Milva und Peter Maffay verdiente &ndash; ein eigenes kleines, auf Ambient, House und Techno spezialisiertes Electro-Label mit dem sch&ouml;nen Namen Tonsport . Hierauf ver&ouml;ffentlichte er nicht nur 12inch-Vinylmaxis von renommierten DJs wie Gabriel Ananda, sondern produzierte unter dem K&uuml;nstlernamen Freitag auch eigene Tracks. Neben den Maxis, die in kleinen &uuml;berschaubaren Auflagen international vertrieben wurden &ndash; und sich durchaus rechneten &ndash; erschienen auf Tonsport auch bis dato zwei Compilations, auf denen der Versuch, Pop und Techno zusammenzubringen, schon erste zarte Fr&uuml;chte trug. So konsequent wie jetzt unter seinem neuen K&uuml;nstlernamen HOFF hat er es jedoch noch nie umgesetzt. &nbsp;<\/p>\n<p>HOFF ist ein feiner Beobachter und hat ein sensibles Gem&uuml;t. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum seine Lieder mitunter sehr fragil und melancholisch klingen. Da ist zum Beispiel &bdquo;D&rsquo;Artagnan&ldquo;, das poetische Portr&auml;t einer Frau, die aus einer gescheiterten Ehe kommt und mit psychosomatischen Problemen in einer Psychiatrie landet. Dort tr&auml;umt sie von einem Pferd, das den Namen der Hauptfigur aus Die drei Musketiere tr&auml;gt. Kleine Fluchten und gro&szlig;e Tr&auml;ume, begleitet von flie&szlig;ender Elektronik und einer luftigen, folkloristisch anmutenden Gitarre, die entfernt an den legend&auml;ren Sigi Schwab erinnert. Wenn HOFF Songtexte schreibt, dann versucht er abgegriffene Klischees zu vermeiden, sondern sucht nach neuen Bildern und Metaphern, hat eine sehr direkte, unmittelbare Alltagspoesie entwickelt. Beste Beispiele hierf&uuml;r sind das Portr&auml;t eines alten Freundes in dem durch Kindheitserinnerungen streifenden &bdquo;Bernie&ldquo;, die bittere Geschichte eines aus unerwiderter Liebe verzweifelten Mannes, der sich mit Selbstmordgedanken tr&auml;gt (&bdquo;Mond&ldquo;) oder die pointierte Skizze jenes Nerds, der bel&auml;chelt wird und dann mit einer gro&szlig;artigen Erfindung durchstartet (&bdquo;Science Fiction&ldquo;). HOFF hat ein Herz f&uuml;r Outsider, f&uuml;r menschliche Existenzen am Rande unserer Gesellschaft &ndash; und das macht ihn nur noch menschlicher. &nbsp;<\/p>\n<p>Auf seinem Album &bdquo;Alien &amp; Ewiglein&ldquo; werden sich auch zwei wundersch&ouml;ne Coverversionen befinden. Da ist zum einen der Tom Waits-Song &bdquo;Time&ldquo;, den vor Jahren das K&ouml;lner Urgestein Gerd K&ouml;ster unter dem Titel &bdquo;Zeit&ldquo; grandios in ein deutsches Klanggedicht verwandelt hatte. Liebevoll und nahezu z&auml;rtlich interpretiert HOFF diesen Klassiker. Zum anderen &uuml;berzeugt er auch mit &bdquo;Windstill&ldquo;, einer lichten Adaption aus dem Werk der ostdeutschen Band Keimzeit. Dar&uuml;ber hinaus hat HOFF mit so atmosph&auml;rischen Balladen wie &bdquo;Weiter mit dir&ldquo; auch flauschige Lounge-Momente geschaffen, die in der deutschen Popmusik rar ges&auml;t sind. Dieses Gef&uuml;hl, dass er insbesondere mit einem Song wie &bdquo;Rosa&ldquo; etwas ganz Au&szlig;ergew&ouml;hnliches kreiert hat, hat durchaus seine Berechtigung. Das Einzige, was ihm noch fehle, sei ein humorvoller Song, so einer wie &bdquo;Der bl&ouml;de Willi&ldquo;, eine vor einigen Jahren ver&ouml;ffentlichte Single, die wider Erwarten zum Karnevalshit avancierte, obwohl sie eigentlich als Pl&auml;doyer gegen Gewalt gedacht war. Nun darf sich HOFF, dessen Toningenieur ihn als m&auml;nnliches Pendant zu Hildegard Knef bezeichnete, durchaus Hoffnung machen, dass er mit seinen elektronischen Liederet&uuml;den, die anmuten wie ein deutsches Pendant zum Nouvelle Chanson, den Nerv eines gro&szlig;en Publikums trifft. Man soll schlie&szlig;lich die HOFFnung nie aufgeben.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>\n<em>&bdquo;Meine Liebe zu dir endet erst, wenn ein blinder Maler es schafft, den Radau einer Rose zu malen.&ldquo; <\/em>(aus: &bdquo;Mond&ldquo;)<\/p>\n<p>\n<em><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/DieterHOFF1-by-TatianaBack.jpg\" style=\"width: 341px; height: 512px;\" \/><br \/>\nFoto-Credit: Tatiana Back<\/em><\/p>\n<p>Sony Music, Holger Spille (Textvorlage)<br \/>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/105music<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlichungstermin ist allerdings erst am 3. Februar 2017!\u00a0 Zwei Herzen schlagen stolz in seiner Brust. 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