{"id":71992,"date":"2016-11-10T00:00:00","date_gmt":"2016-11-10T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=71992"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"HAUDEGEN-Haudegen-passen-in-kei-71991","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/HAUDEGEN-Haudegen-passen-in-kei-71991\/","title":{"rendered":"HAUDEGEN <br \/>Haudegen passen in keine Schublade!"},"content":{"rendered":"<p>Major-Label war gestern! Haudegen sind weit davon entfernt zu sagen, dass sie Teil der Musikindustrie sind &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hagen Stoll und Sven Gillert sind zusammen HAUDEGEN. Mit ihren ehrlichen Texten von Freundschaft, Liebe und Loyalit&auml;t ber&uuml;hren sie Millionen von Herzen in Deutschland. Mit ihrem Independent-Label &bdquo;Blut Schwei&szlig; &amp; Tr&auml;nen&ldquo; schlagen Haudegen nun ein neues Kapitel in ihrer Karriere auf. Major-Label war gestern&hellip;<\/p>\n<p>Mittwochabend, zwanzig vor sechs, Berlin-Friedrichshain. Hagen ist schon da. Er sitzt vor einem Caf&eacute;, Ecke Revaler Stra&szlig;e. Seine Harley am Stra&szlig;enrand hat er immer im Blick. Er tr&auml;gt ein schwarz-rot kariertes Flanellhemd, eine Latzhose und eine Lederweste mit der Aufschrift &bdquo;Haudegen&ldquo;. Er bestellt einen Latte Macchiato. Sven f&auml;hrt in einem Mietwagen um die Ecke und gesellt sich wenig sp&auml;ter dazu, auch er tr&auml;gt eine Haudegen-Weste, kombiniert mit schwarzer Jogginghose und T-Shirt. &nbsp;<\/p>\n<p>Die zwei sind von oben bis unten t&auml;towiert und muskelbepackt, tragen Vollbart. Auf den ersten Blick sind sie etwas furchteinfl&ouml;&szlig;end. Aber einen Handschlag und ein L&auml;cheln sp&auml;ter wei&szlig; man: Diese beiden Typen sind liebenswert und herzensgut bis zum geht nicht mehr, richtige Kumpeltypen. Zusammen sind sie Haudegen. Seit sechs Jahren machen sie gemeinsam Musik. &nbsp;<\/p>\n<p>Ein Haudegen. Was ist das eigentlich? &bdquo;Ein aufrechter Mann, der auf den Tisch haut, mit dem du Spa&szlig; haben kannst. Einer, der auch in schwierigen Zeiten zu dir steht&ldquo;, sagen Hagen Stoll und Sven Gillert &ndash; und die zwei m&uuml;ssen es wissen: &bdquo;Haudegen ist die beste Definition einer Freundschaft. Au&szlig;erdem ist Haudegen eine Philosophie, eine Lebenseinstellung, eine Bewegung. Es geht um Loyalit&auml;t und alte Tugenden, die unsere Gro&szlig;v&auml;ter uns vermittelt haben. Unsere Musik, die wir selber als &sbquo;Gossenpoesie&lsquo; bezeichnen, ist der Soundtrack dazu.&ldquo; &nbsp;<\/p>\n<p>Und nun schreiben Hagen und Sven alias Haudegen ein neues Kapitel: &bdquo;Das, was wir da machen, k&ouml;nnen wir am besten alleine. Wir wollen echt sein und echt bleiben&ldquo;. Haudegen haben sich vom Major-Label befreit und ziehen seit kurzem ihr eigenes Ding durch: mit ihrem Independent-Label &bdquo;Blut Schwei&szlig; &amp; Tr&auml;nen&ldquo;. Unterst&uuml;tzung erhalten sie dabei von den traditionsreichen Berliner Meisel Musikverlagen, die Haudegen auf allen kreativen und administrativen Ebenen unterst&uuml;tzen. Mit den legend&auml;ren Hansa Studios garantieren die Meisel Verlage Haudegen neue Produktionen auf renommiertem Boden.<\/p>\n<p>Major-Label war gestern. &bdquo;Wir haben in den vergangenen Jahren nie an irgendeine Strategie gedacht, nur daran, Spa&szlig; zu haben und Musik zu machen&ldquo;. Haudegen sind weit davon entfernt zu sagen, dass sie Teil der Musikindustrie sind.&nbsp;<\/p>\n<p>&bdquo;In der Zeit von Marketingstrategien, Plattenbossgelaber und Werbefirmen, die sich den Kopf zermartern, wie sie ein Produkt platzieren, kommen zwei Klatschbacken wie wir um die Ecke und sagen: Wir sind wie wir sind&ldquo;. Damit haben sie Erfolg. Haudegen passen in keine Schublade. Und Hagen und Sven haben eh viel zu breite Schultern, um in irgendeine Schublade hineinzupassen, die m&uuml;sste erst noch gebaut werden. &bdquo;Du kannst es ja versuchen, uns in irgendeine Richtung zu schieben. Funktioniert schon deshalb nicht, weil wir zusammen ein paar Zentner auf die Waage bringen &ldquo;, sagen Hagen und Sven, sie lachen. &nbsp;<\/p>\n<p>Die beiden kennen sich seit &uuml;ber drei&szlig;ig Jahren, das merkt man. Aufgewachsen sind die Sandkastenbuddys zu DDR- und Wendezeiten in Ostberlin. Hagen kommt aus Marzahn, Sven aus Hellersdorf. &bdquo;Wir haben uns 1983 auf dem damals gr&ouml;&szlig;ten Abenteuerspielplatz der Welt kennengelernt&ldquo;, sagt Hagen und meint die Baustellen der Hochhaussiedlungen, die am Anfang der Achtziger in Marzahn-Hellersdorf entstanden. &nbsp;<\/p>\n<p>Hagen Stoll und Sven Gillert sind zwei aufrichtige Typen, die mit ihrer Musik etwas Gro&szlig;artiges auf die Beine gestellt haben. Sie sind stolz auf ihren Erfolg, wissen aber auch, dass der nicht von irgendwo kommt: &bdquo;Unser gr&ouml;&szlig;ter Vorteil gegen&uuml;ber allen anderen ist, dass wir Freunde sind und das schon immer waren. Da ist nichts inszeniert, nichts gesch&ouml;nt. Wir waren auch beste Freunde, bevor wir angefangen haben, gemeinsam Musik zu machen.&ldquo; &nbsp;<\/p>\n<p>Die Haudegen-Fans sp&uuml;ren das bei jedem Auftritt. Hagen und Sven nennen sie die Haudegen-Familie: &bdquo;Et jibt die Haudegen, die Haudeginnen &ndash; dit sind die Frauen &ndash; und die Kleenen, dit sind die Haudiggis, wee&szlig;te?&ldquo;, erkl&auml;rt Hagen in feinstem Ostberliner Slang. &bdquo;Die Leute da drau&szlig;en verstehen unsere Musik einfach genau so, wie sie gemeint ist. Wir packen in die Lieder alles, was wir in unserer freundschaftlichen Beziehung jahrelang gelebt haben&ldquo;, betont Sven, f&uuml;r den Hagen der Bruder ist, den er nie hatte. Ihre gemeinsame Vergangenheit ist die Inspirationsquelle ihrer Musik. Sie singen von Herz und Schmerz, von Leid und Freude. &nbsp;<\/p>\n<p>Hagen und Sven, zwei Ex-T&uuml;rsteher aus Marzahn, kurzhaarig, muskelbepackt und t&auml;towiert, machen deutsche Gitarrenmusik. Schon oft hat man versucht, sie in die rechte Ecke zu stellen, das Klischee und die Schablone haben geschrien: &bdquo;Nazis!&ldquo; Doch das ist zu einfach. Die Wahrheit sieht so aus: Haudegen spielten bereits auf Anti-Pegida-Konzerten, beim &bdquo;Festival f&uuml;r Demokratie und Toleranz&ldquo; in Jamel, besangen ihre ausl&auml;ndischen Freunde &bdquo;Igor &amp; Nassim&ldquo; und nahmen mit Reinhard Mey das Lied &bdquo;Tintenfass und Feder&ldquo; auf. &nbsp;<\/p>\n<p>Mit Reinhard Mey einen Song aufzunehmen, das war so etwas wie der Ritterschlag f&uuml;r Haudegen. Denn sie bezeichnen sich selbst als Liedermacher. Sie setzen sich hin, kratzen sich am Kopf und schreiben Songs: &bdquo;Das ist die Kunst des Autors. Copy Paste kann jeder. Wir fragen uns: Wo ist der Reinhard Mey von heute? Als ehrlicher Musikliebhaber kommt man an den Punkt, wo alle K&uuml;nstler nur noch marketingtechnisch perfekt sind, sch&ouml;ne Menschen, Interpreten. Wenn es nur noch das gibt, dann wollen wir der Reinhard Mey von heute sein&ldquo;, sagt Sven und Hagen stimmt ein: &bdquo;Wir tun das aber nicht, um allen zu zeigen, wie cool wir sind, sondern weil wir fucking unsterblich sein wollen&ldquo;. Haudegen wollen nicht einfach nur Musik machen. Sie wollen ein Erbe hinterlassen. Musikalisch und menschlich.&nbsp;<\/p>\n<p>Blut Schwei\u00df &#038; Tr\u00e4nen (Textvorlage)<\/p>\n<p>http:\/\/www.haudegen.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Major-Label war gestern! 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