{"id":71734,"date":"2016-11-18T00:00:00","date_gmt":"2016-11-18T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=71734"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"WOLFGANG-PETRY-amp-FREUNDE-Die-71733","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/WOLFGANG-PETRY-amp-FREUNDE-Die-71733\/","title":{"rendered":"WOLFGANG PETRY &#038; FREUNDE <br \/>Die (Tribute-)CD &quot;Die Jahre mit Dir&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>17 spannende, t\u00f6nende Pr\u00e4sente zu Wolles 65. Geburtstag!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 22. September 2016 feierte das unverbr&uuml;chliche Urgestein des deutschen Rockschlagers, <strong>WOLFGANG PETRY<\/strong>, seinen 65. Ehrentag. Aus diesem Anlass, fanden sich &uuml;ber zehn Kollegen, Weggef&auml;hrten und musikalische Freunde des Jubilars &ndash; aus den verschiedensten Genres einheimischer Unterhaltungskunst stammend &ndash; ein, um unserem &bdquo;Wolle&ldquo; &ndash; diesen Spitznamen wird der geb&uuml;rtige K&ouml;lner nicht mehr los &#8211; das eine oder andere St&auml;ndchen zu Geh&ouml;r zu bringen.<\/p>\n<p>So erschien k&uuml;rzlich bei Na Klar!\/SONY die allererste Tribute-CD zugunsten Wolfgang Petrys, die nicht nur die unterschiedlichsten Neuinterpretationen seiner gr&ouml;&szlig;ten Hits und speziellsten Geheimtipps durch andere Musiker beinhaltet, sondern auch gleich zwei &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes &ndash; &sbquo;brandneue&lsquo; Titel des Meisters pers&ouml;nlich.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;DIE JAHRE MIT DIR&ldquo;<\/strong> &ndash; anspielend auf den 2006er-(eigentlich)-Abschiedstitel &bdquo;Die Jahre mit Euch &#8211; nennt sich das Ganze und wartet tats&auml;chlich mit einigen, teilweise v&ouml;llig neuartigen Deutungen von Wolle-Hits und somit mit zig &Uuml;berraschungen auf &ndash; gerade und insbesondere, was die Auswahl derjenigen K&uuml;nstler betrifft, die dem Geburtstagskind vokalistisch huldigen.<\/p>\n<p>Zun&auml;chst ist allerdings der der Maestro selbst gefragt: Der laute, voranstrebende Gitarrenrocker <strong>&bdquo;Musik ist mein Leben&ldquo;<\/strong> &ndash; stilistisch irgendwo zwischen &bdquo;U2&ldquo; und Springsteen der sp&auml;teren Jahre angesiedelt &ndash; bietet das Leitbild nicht nur f&uuml;r vorliegende CD, sondern in erster Linie den urs&auml;chlichen Grundsatz f&uuml;r Wolles vierzigj&auml;hriges Dasein im Spannungsfeld zwischen deutschem Schlager, frechem Pop und kraftvollen Rockankl&auml;ngen.<\/p>\n<p>Sogleich zieht der erste Gratulant seinen Hut vor dem immerjungen 65j&auml;hrigen: Komiker und Parodist <strong><em>Otto Waalkes<\/em><\/strong> nimmt sich kongenial, ehrlich und voller Herz Wolles klanglichen &sbquo;Erkennungszeichens&lsquo; <strong>&bdquo;Wahnsinn&ldquo;<\/strong> (im Original aus 1983) an. Aus einer ganz anderen kreativen Ecke kommt Liedermacher und Chansonnier <strong><em>Reinhard Mey<\/em><\/strong>, der sich f&uuml;r &bdquo;Die Jahre mit Dir&ldquo; die eher stille 2000er-Ballade <strong>&bdquo;Nichts von alledem&ldquo;<\/strong>, geschrieben von Deutschrocker Erich Virch, aussuchte und dieselbe in zerbrechlicher, nachdenklicher und gleicherma&szlig;en schw&auml;rmerischer Manier aufgenommen hat.<\/p>\n<p>Ex-&bdquo;Trio&ldquo;-Mastermind <strong><em>Stephan Remmler<\/em><\/strong> intoniert, verhalten rockig arrangiert, gespickt mit prickelnd-bluesigen Slide-Gitarren, den abgekl&auml;rt-trotzigen 2000er-Albumbeitrag <strong>&bdquo;Ich trink weiter ohne Dich&ldquo;<\/strong> (aus der CD &bdquo;Korrekt&ldquo;); der sauerl&auml;ndische Country-Barde <strong><em>Tom Astor<\/em><\/strong> dagegen transferiert Wolles Erstlingshit <strong>&bdquo;Sommer in der Stadt&ldquo; <\/strong>stilgerecht aus seinem Entstehungsjahr 1976 direkt hinein ins Jahr 2016.<\/p>\n<p>1984 bis 1986, nach seinem Weggang vom Plattenlabel COCONUT, arbeitete Wolfgang Petry sehr intensiv &ndash; kommerziell leider, trotz hoher Qualit&auml;t, kaum erfolgreich &ndash; mit dem Friedrichshafener Singer\/Songwriter <strong><em>Stefan Waggershausen<\/em><\/strong> zusammen. Dieser schrieb und produzierte f&uuml;r ihn die beiden LPs &bdquo;Rauhe Wege&ldquo; (84) und &bdquo;Mit offenen Armen&ldquo; (86). Letzterer Scheibe entnommen wurde nun der &uuml;beraus anspruchsvolle, verschachtelte Edelschlager <strong>&bdquo;Liebe, die Du nie begreifst&ldquo;<\/strong>, den nun der Autor selbst &ndash; also Stefan W. &ndash; f&uuml;r &bdquo;Die Jahre mit Dir&ldquo; locker, leger und melancholisch in einem eingesungen hat.<\/p>\n<p>Wolfgangs 42j&auml;hriger Sohn <strong><em>Achim Petry<\/em><\/strong> versucht sich konstruktiv und &uuml;berzeugend &ndash; jedoch sehr nahe am urspr&uuml;nglichen Arrangement orientiert &#8211; an <strong>&bdquo;Du bist ein Wunder&ldquo;<\/strong>, demjenigen Evergreen, der mit dazu beitrug, dass sein Herr Vater 1992\/93 ein formidables Comeback feiern durfte; die Ostrock-Legende <strong><em>&bdquo;Karat&ldquo;<\/em><\/strong> haucht folgend, im Sinne der romantisch-n&auml;chtlichen &bdquo;EXTREME&ldquo;-Ballade &bdquo;More than Words&ldquo;, der 2000er-Nummer <strong><em>&bdquo;Das kann keine so wie Du&ldquo;<\/em><\/strong>, abermals ersonnen von Erich Virch, neues, knisterndes Leben ein.<\/p>\n<p>Komiker und Schlagerfreak <strong><em>Hape Kerkeling<\/em><\/strong> ist mit dem Poprock-Schleicher <strong><em>&bdquo;Denn eines Tags vielleicht&ldquo; <\/em><\/strong>&nbsp;(1994, im Original aus der CD &bdquo;Frei f&uuml;r Dich&ldquo;) auf &bdquo;Die Jahre mit Dir&ldquo; ernsthaft und voller Hochachtung vor Wolle vertreten, w&auml;hrend Nussecken-Heroe <strong><em>Guido Horn<\/em><\/strong>, mitsamt seiner Begleitcombo <strong><em>&bdquo;Orthop&auml;dische Str&uuml;mpfe&ldquo;<\/em><\/strong>, aus dem ewigen Dauerbrenner und Schlagerparty-Aufmischer <strong>&bdquo;Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen&ldquo;<\/strong> (1992) einen k&ouml;stlichen, bl&auml;serverst&auml;rkten, liebenswert augenzwinkernden Big Band Jazz-Verschnitt kreiert.<\/p>\n<p>Eine englische Sichtweise von <strong>&bdquo;Denn eines Tags vielleicht&ldquo;<\/strong>, ausge&uuml;bt im s&uuml;&szlig;lichen Boygroup-Sound jener Tage, hatte Achim Petrys damalige Band <strong><em>&bdquo;Trademark&ldquo;<\/em><\/strong> &nbsp;bereits 1997 auf ihrer Deb&uuml;t-CD &bdquo;Another Time, Another Place&ldquo; vorgelegt. Aufgrund des 65. Geburtstags von Achims Vater wurde diese Schwulstballade &ndash; die deutsche Version war indes um einiges eindringlicher und echter ausgefallen &ndash; dem t&ouml;nenden Pr&auml;sent &bdquo;Die Jahre mit Dir&ldquo; hinzugekoppelt. Interessanter, weil knackig und inspiriert von der 1988-Ursprungsfassung abweichend, vernehmen wir daraufhin <strong>&bdquo;Nur ein kleine St&uuml;ck Papier&ldquo;<\/strong>, jene gef&uuml;hlvolle Geschichte &uuml;ber eine unbew&auml;ltigte Urlaubsliebe, vorgetragen von der Maschener Country-Schlager-Combo <strong>&bdquo;Truck Stop&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Ein ganz aktuelles Projekt, rund um den Wolfgang-Petry-Songschreiber und &ndash;Produzenten Rene&lsquo; Lipps, nennt sich <strong><em>&bdquo;Die Aff&auml;re&ldquo;<\/em><\/strong>, stammt aus Marienheide im Oberbergischen Kreis, spielte zuvor mit dem deutsch-polnischen Pops&auml;nger Thomas Godoj, und zaubert aus <strong>&bdquo;Verlieben, Verloren, Vergessen, Verzeihen&ldquo;<\/strong> eine wundersch&ouml;n, sanft und weich vor sich hin perlende Pianoballade, bevor Wolfgang Petry ad Personam mittels der rockig-aufm&uuml;pfigen Powerballade <strong>&bdquo;65&ldquo;<\/strong> sein eigenes Empfinden zum Erreichen ebenjener Zahl an Lebensjahren zukunftsorientiert, und ohne jegliche H&auml;me oder Tr&uuml;bsal, ehrlich und innerlich aufger&auml;umt, erz&auml;hlt.<\/p>\n<p>Zwei knallige, nahezu drastische Discofox-\/Dancefloor-Remixe von <strong>&bdquo;Musik ist mein Leben&ldquo;<\/strong>, aus dem Hause von D.J. <strong><em>&bdquo;Franz Rapid&ldquo;<\/em><\/strong>, der u.a. auch f&uuml;r Ross Anthony oder Frank Neuenfels deren Lieder strikt tanzbar abmischte, und eine nur zur Konzertgitarre gesungene, lyrisch einwenig abge&auml;nderte, ironisiert-liebevoll-herzliche Deutung von <strong>&bdquo;Wahnsinn&ldquo; <\/strong>durch <strong><em>Otto Waalkes<\/em><\/strong>, beschlie&szlig;en diese hochgradig am&uuml;sante Gabe zum 65. Geburtstag von <strong>WOLFGANG PETRY<\/strong>, einem immer sympathisch, menschlich und niemals abgehoben oder wom&ouml;glich arrogant her&uuml;berkommenden Vollbluts&auml;nger, der nicht nur die Blumenkinder der 70er, uns, in den 80ern musikalisch sozialisierte 40plus-Menschen, sondern eben auch die nachgewachsenen &bdquo;Schlagermove&ldquo;-Freunde und Partyg&auml;nger der 90er und Nuller Jahre ein ums andere Mal in seinen Bann zog und zieht.<\/p>\n<p>Es sei den so verschiedenartigen K&uuml;nstlern, die wir auf hier vorgestellter CD genie&szlig;en d&uuml;rfen, zutiefst gedankt &ndash; gerade aus der Sicht der langj&auml;hrigen Fans, zu denen sich der Verfasser dieser Zeilen gerne jederzeit z&auml;hlen mag -, dass diese jeweils ihre ureigene Auslegung diverser bekannter, wie weniger gel&auml;ufiger Liedbeitr&auml;ge von <strong>WOLFGANG PETRY<\/strong> f&uuml;r <strong>&bdquo;DIE JAHRE MIT DIR&ldquo;<\/strong>, zumeist sehr angeregt, wie anregend, h&auml;ufig &uuml;beraus originell, durchwegs unisono frisch und erfrischend, arrangiert und umgesetzt haben. <strong>WOLFGANG PETRY<\/strong> hat sich, gerade nach seiner fundamentalen R&uuml;ckkehr auf die Spitzenpl&auml;tze der hiesigen Hitparaden, 1992\/93, au&szlig;erordentlich intensiv und reputierlich f&uuml;r deutschsprachige, schn&ouml;rkellose, von allen nachvollziehbare Rock-. Pop- und Schlagermusik in all ihren &nbsp;Facetten stark gemacht. Er bewies, dass mit schlager&auml;hnlichen Kl&auml;ngen die gr&ouml;&szlig;ten Hallen und Arenen der Bundesrepublik anstandslos zu f&uuml;llen sind &ndash; somit hat es sich gerade dieser S&auml;nger und Entertainer redlich verdient, dass ihm nun ein Tribute-Album gewidmet wurde. <strong>&bdquo;DIE JAHRE MIT DIR&ldquo;<\/strong> von <strong>WOLFGANG PETRY<\/strong> ist einfach nur eine reine H&ouml;rfreude mit radikaler Mitsinggarantie!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 17. November 2016<br \/>http:\/\/www.na-klar.de\/<br \/>http:\/\/www.wolfgangpetry.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17 spannende, t\u00f6nende Pr\u00e4sente zu Wolles 65. Geburtstag!\u00a0 Am 22. 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