{"id":71185,"date":"2016-12-04T00:00:00","date_gmt":"2016-12-04T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=71185"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"NIEDECKENS-BAP-Die-Veroeffentli-71184","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/NIEDECKENS-BAP-Die-Veroeffentli-71184\/","title":{"rendered":"NIEDECKEN&#39;S BAP <br \/>Die Ver\u00f6ffentlichung &quot;Lebensl\u00e4nglich im Heimathafen Neuk\u00f6lln (Limited Edition)&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Wie BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken selbst in den \u00b4Liner Notes\u00b4 schreibt: &#8222;Eine rauschende Ballnacht&#8220;!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2016 war f&uuml;r <strong>WOLFGANG NIEDECKEN<\/strong>, den Begr&uuml;nder der K&ouml;lschrock-Formation <strong>&bdquo;BAP&ldquo;<\/strong>, ein ganz besonderes Jahr. Vor ganzen 40 Jahren, 1976, sa&szlig; der damalige Kunststudent in der K&uuml;che seiner Bude und schrieb, von Liebeskummer geplagt, die Ballade &bdquo;Helfe kann Dir keiner&ldquo; &ndash; nicht auf Englisch, wie damals die meisten (auch deutschen) Rockbands sangen, nicht auf Hochdeutsch, nein, radikal im K&ouml;lschen Dialekt, op K&ouml;lsch, op eene Sprooch, die man h&uuml;ck noh h&auml;ufig in der K&ouml;lner S&uuml;dstadt h&ouml;rt.<\/p>\n<p>Sein Kumpel Hans Heres h&ouml;rte Wolfgangs recht betr&uuml;bt klingende Komposition und sagte dem Sinne nach: Davon musst Du mehr schreiben, mehr auf K&ouml;lsch, das ist ehrlicher, direkter, pointierter, als Hochdeutsch und als Englisch sowieso.<\/p>\n<p>Ja, und damit begann das kreative Dasein von &bdquo;BAP&ldquo;, h&uuml;ck, wie zu Anfangszeiten, <strong>&bdquo;NIEDECKEN&rsquo;S BAP&ldquo;<\/strong> genannt; die Geschichte einer Band, deren Mitglieder h&auml;ufig wechselten &ndash; Wolfgang ist bis heute die einzige Konstante -, die de K&ouml;lsche Verz&auml;ll bundesweit, europaweit, zudem in vielen L&auml;ndern der Welt, bekannt gemacht haben.<\/p>\n<p>1979 erschien die erste &bdquo;BAP&ldquo;-LP &bdquo;BAP rockt <u>andere<\/u> K&ouml;lsche Leeder&ldquo;, damals noch beim l&auml;ngst verblichenen, unabh&auml;ngigen Label &bdquo;Eigelstein&ldquo;, es folgte zur Hochphase der Neuen Deutschen Welle, 1982 &ndash; obwohl die Band mit diesem schrillen Treiben rein joor nix zo dunn h&auml;tt &ndash;, der gro&szlig;e Durchbruch mit dem Titel &bdquo;Verdamp lang her&ldquo; &ndash; ich gehe hierauf sp&auml;ter noch ein -; die &bdquo;Friedensbewegung&ldquo; vereinnahmte Wolfgang &amp; Co, es kam eine Nummer-Eins-LP nach der anderen auf den Markt: &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo; (1981), &bdquo;Vun drinne noh drusse&ldquo; (1982), &bdquo;Zwesche Salzjeb&auml;ck un Bier&ldquo; (1984)&hellip; allesamt ultimative Meilensteine deutscher Rockkultur, gehalten em strikten K&ouml;lsch.<\/p>\n<p>Zum 40. Bandjubil&auml;um diss Joohr woor eine Menge los: Zun&auml;chst gab es im Januar 2016 die neue Studio-CD &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;, dann ging es auf eine enorm umfangreiche Deutschlandtournee, die bis Ende Dezember andauert, es erschien kurz vor Beginn dieser eine feudale Best-of-Drei-CD-Box unter dem Titel &bdquo;Die beliebtesten Lieder von 1976 bis 2016&ldquo; (siehe <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/75195\/\">HIER &#8230;:<\/a><\/strong>) und nun liegt eine ebenso edel ausstaffierte DVD\/CD-Box vor mir, die drei CDs und eine Live-DVD beinhaltet &ndash; also f&uuml;r &bdquo;BAP&ldquo;-Fans, wie f&uuml;r &bdquo;BAP&ldquo;-Neueinsteiger, genau das richtige bedeutet, um sich die k&uuml;hlen Wintertage positiv zu vertreiben.<\/p>\n<p>Als erstes ist im Rahmen von <strong>&bdquo;NIEDECKEN&rsquo;S BAP &ndash; LEBENSL&Auml;NGLICH IM HEIMATHAFEN NEUK&Ouml;LLN&ldquo;<\/strong> (Vertigo\/UNIVRESLA) die aktuelle Studioscheibe &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; ber&uuml;cksichtigt worden, die ich am 31. Januar d.J. bereits <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/73932\/\">HIER<\/a><\/strong> f&uuml;r <em>smago!<\/em> lobend vorstellt habe. Beim wiederholten, aufmerksamen Anh&ouml;ren von &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; &ndash; einem insgesamt &auml;u&szlig;erst gelungenen, sicherlich sehr textintensiven, enorm pers&ouml;nlichen und eher nachdenklichen, klanglich ged&auml;mpften Album &#8211; kristallisierten sich &ndash; zumindest rein subjektiv bei mir &ndash; die bissige, politische Elegie <strong>&bdquo;Absurdistan&ldquo;<\/strong>, der schnelle Rock&rsquo;n&rsquo;Roller, der &uuml;ber das rastlose Tourleben der sagenhaften K&ouml;lschrocker handelt, <strong>&bdquo;D&auml; Herrjott meint et joot met mir&ldquo;<\/strong>, dat liebevolle Liebesleed ahn K&ouml;lle am Rhing, <strong>&bdquo;Dausende vun Liebesleeder&ldquo;<\/strong>, und die (immens verlangsamte) k&ouml;lsche, fast klassisch-sakral arrangierte, schleichende Version von Meister Dylans &bdquo;Simple Twist of Fate&ldquo;, <strong>&bdquo;Komisch&ldquo;<\/strong>, auf der &bdquo;Salzjeb&auml;ck&ldquo;-LP, 1984, Vorlage f&uuml;r einen speziellen &bdquo;BAP&ldquo;-Titel meines Lebens, &bdquo;Zofall un e janz klei bessje Gl&ouml;ck&ldquo;, als Favoriten aus dieser CD heraus.<\/p>\n<p>Die zweite CD des Sets wurde, zusammen mit einigen illustren G&auml;sten, am 14. Januar 2016 in Berlin-Neuk&ouml;lln zur Albumpr&auml;sentation &sbquo;live&lsquo; mitgeschnitten. Grund daf&uuml;r: In &bdquo;Alt-K&ouml;ln&ldquo; war an jenem Januarabend keine Halle, keine &Ouml;rtlichkeit mehr frei, so dass dieser &bdquo;Showcase&ldquo; (ich hasse Anglizismen!!!) im Club &bdquo;Heimathafen&ldquo; in genanntem Berliner Problemstadtteil stattfand. Auf der CD befinden sich 13 Titel, f&uuml;nf Klassiker aus vier Dekaden &bdquo;BAP&ldquo; und acht Titel aus &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;.<\/p>\n<p>Da sich auf der dazugeh&ouml;rigen DVD jedoch alle 16 Lieder befinden, die an jenem Abend zur Auff&uuml;hrung kamen &ndash; acht Klassiker und acht neue Lieder -, werde ich mich im Zuge meiner Rezension von &bdquo;Lebensl&auml;nglich im Heimathafen Neuk&ouml;lln&ldquo; in erster Linie auf ebendiese konzentrieren.<\/p>\n<p>&bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo; &ndash; derzeit bestehend aus <em>Werner Kopal<\/em> (Bass, einst bei &bdquo;Triumvirat&ldquo; und Wolf Maahns &bdquo;Deserteuren&ldquo;), &bdquo;MC Wet&ldquo; <em>Michael Nass<\/em> (key), der bildh&uuml;bschen Hamburgerin <em>Anne de Wolff<\/em> (Geige, Git, Cello etc.), ihrem Gatten <em>Ulrich Rode<\/em> an der Gitarre, <em>Rhani Krija<\/em> (perc.) und Schlagzeuger <em>S&ouml;nke Reich<\/em> &ndash; starteten ihre umjubelte Berliner Aufwartung mit <strong>&bdquo;Frau, ich freu&lsquo; mich&ldquo;<\/strong> (1981, aus &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo;, im Originalarrangement, NICHT in der lahmen &Uuml;berarbeitung von &bdquo;Dreimal zehn Jahre&ldquo;!), bevor mittels <strong>&bdquo;Alles ist relativ&ldquo;<\/strong> &ndash; einem melancholischen und trotzdem gl&uuml;cklich erscheinenden R&uuml;ckblick auf Wolfgangs Kindheit, Jugend, Erwachsenwerdung und &Auml;lterwerden -, der rockendenden Ehrerbietung an die Domstadt, <strong>&bdquo;Dausende vun Liebesleeder&ldquo;<\/strong>, und &ndash; mit Wolfgang am Banjo, &bdquo;MC Wet&ldquo; am Akkordeon, Werner Kopal am Kontrabass und Martin Wenk von der US-Indierock-Band &bdquo;Calexico&ldquo; an der Trompete &ndash; der <strong>&bdquo;Ballade vom Vollkasko-Desperado&ldquo;<\/strong> (dem &ndash; so Wolfgang &ndash; &bdquo;kleinen Bruder der &bdquo;Ruut-wie&szlig;-blau, querjestrieften Frau&ldquo;&ldquo;) der einen Tag nach diesem Berliner Auftritt vorgelegten CD &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; gehuldigt wurde.<\/p>\n<p>Weiter ging es mit <strong>&bdquo;Rita, mer Zwei&ldquo;<\/strong> (1999, aus der CD &bdquo;Tonfilm&ldquo;), einem traumhaft sch&ouml;nen, innigen Country-lastigen Ohrwurm &uuml;ber &bdquo;eine Frau mit vier Buchstaben&ldquo; (Zitat: W.N.), genau gesagt, &uuml;ber eine offenkundige &ndash; reale oder auch nur erfundene, ertr&auml;umte &ndash; Traumfrau, Jugendliebe, Inspirationsquelle namens &bdquo;Rita.&ldquo;. Zum &bdquo;restkatholischen St&uuml;ck&ldquo; (Zitat: dito) <strong>&bdquo;D&auml; Herrjott meint et joot met mir&ldquo; <\/strong>kam Ex-&bdquo;Jupiter Jones-S&auml;nger&ldquo;, sp&auml;ter f&uuml;r die M&uuml;nsteraner Indie-Band &bdquo;Von Br&uuml;cken&ldquo; t&auml;tig, Nicholas &bdquo;Nicky&ldquo; M&uuml;ller, zwecks vokalistischen Supports auf die B&uuml;hne. Seinen k&uuml;nstlerischen &bdquo;kleinen Bruder&ldquo; (Zitat), den Erfurter S&auml;nger, Liedschreiber und Rapper Clueso, begr&uuml;&szlig;te Wolfgang daran anschlie&szlig;end zur gemeinsamen, deutsch\/k&ouml;lschen Interpretation der nachdenklichen Ballade <strong>&bdquo;All die Aureblecke&ldquo;<\/strong> (aus der 2011er-CD &bdquo;Halv so wild&ldquo;).<\/p>\n<p>Der Berliner Singer\/Songwriter Max Prosa &ndash; und dazu erneut &bdquo;Calexico&ldquo;-Rocker Martin Wenk &ndash; taten nun ihr Bestes, Wolfgangs eingangs erw&auml;hnte k&ouml;lsche, ausgepr&auml;gt kammermusikalische Sichtweise von &sbquo;his Bobness&lsquo; &bdquo;A Simple Twist of Fate&ldquo;, <strong>&bdquo;Komisch&ldquo;<\/strong>, zu einem so atmosph&auml;rischen, wie energetischen Liveerlebnis explodieren zu lassen.<\/p>\n<p>Das nahezu akustisch inszenierte Drama &uuml;ber den traumatischen Weltkriegsheimkehrer <strong>&bdquo;Jupp&ldquo;<\/strong> (LP: &bdquo;F&uuml;r Usszeschnigge&ldquo;, 1981), und der ebenfalls inhaltlich sehr traurige, musikalisch kneifende, Bo-Diddley-&auml;hnliche Bluesrock &uuml;ber zwei Soldaten, die in jungen Jahren im Falkland-Krieg im Fr&uuml;hjahr 1982 fielen, <strong>&bdquo;Diego Paz wohr N&uuml;ngzehn&ldquo;<\/strong> (2008, aus &bdquo;Radio Pandora&ldquo;), leiteten, nach der Bandvorstellung, &uuml;ber zu zwei weiteren Beitr&auml;gen von &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;: Thees Uhlmann, gefeiert als S&auml;nger der Hamburger Neo-Rockband &bdquo;Tomte&ldquo;, begleitete &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo;, sichtlich schon einwenig bierselig, bei dem harschen, deutlichen Politrocker <strong>&bdquo;Absurdistan&ldquo;<\/strong>, die geb&uuml;rtige Hamburger, in Essen aufgewachsene Liedermacherlegende Stephan Stoppok trug ihren gesanglichen Teil zum bluesigen Klagelied <strong>&bdquo;Vision vun Europa&ldquo;<\/strong> bei. Es folgten die eindringliche Warnung vor Neonazismus und Intoleranz, <strong>&bdquo;Kristallnaach&ldquo;<\/strong> (1982, aus der LP &bdquo;Vun drinne noh drusse&ldquo;), und das Quasi-Titellied von &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; &ndash; der 14. und letzte Track des aktuellen Studioalbums &ndash; <strong>&bdquo;Unendlichkeit&ldquo;<\/strong>. Das einf&uuml;hlsame Liebeslied <strong>&bdquo;Do kanns zaubere&ldquo;<\/strong> (1982, aus &bdquo;Vun drinne&hellip;&ldquo;) &ndash; &uuml;berwiegend gesungen vom Auditorium im &bdquo;Heimathafen&ldquo; -, das unvermeidliche, fiktive Gespr&auml;ch zwischen Wolfgang und seinem Vater, <strong>&bdquo;Verdamp lang her&ldquo; <\/strong>(1981) &ndash; zum Schluss mit allen G&auml;sten plus Filmregisseur Wim Wenders, der 2003 den &bdquo;BAP&ldquo;-Roadmovie &bdquo;Vill passiert &ldquo; drehte -, und zudem die kurze, aber sehr innige Reminiszenz an den unvergessenen David Bowie, der nur wenige Tage vor dem Konzert im &bdquo;Heimathafen&ldquo; verstorben war, <strong>&bdquo;Helden&ldquo;<\/strong>\/<strong>&ldquo;Heroes&ldquo;<\/strong>, beendeten den 110min&uuml;tigen Auftritt von &bdquo;Niedecken&rsquo;s BAP&ldquo; in Berlin-Neuk&ouml;lln.<\/p>\n<p>Auf der Bonus-CD von &bdquo;Lebensl&auml;nglich im Heimathafen Neuk&ouml;lln&ldquo; versammeln sich diejenigen Titel, die Wolfgang Anfang diesen Jahres f&uuml;r die nicht unumstrittene TV-Show &bdquo;Sing meinen Song &ndash; Das Tauschkonzert&ldquo; eingesungen hatte. Zuerst wollte er gar nicht daran teilnehmen, wer er dies f&uuml;r eine Art &bdquo;Dschungelcamp mit Musikern&ldquo; hielt. Doch f&uuml;r die dritte Staffel, die im April und Mai 2016 &uuml;ber die B&uuml;hne ging, sagte er zu und nahm in S&uuml;dafrika (!), gemeinsam mit einer professionellen Band namens &bdquo;Grosch&rsquo;s Eleven&ldquo;, sechs Lieder anderer K&uuml;nstler aus vollkommen divergierenden Stilrichtungen auf. Dar&uuml;ber hinaus wurde <strong>&bdquo;Alles ist relativ&ldquo;<\/strong> (aus &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;) in Grootbos, 170km entfernt von Kapstadt, neu eingespielt.&nbsp;<\/p>\n<p>Da w&auml;re zun&auml;chst <strong>&bdquo;My Personal Song&ldquo;<\/strong> zu nennen, ein als d&uuml;sterer Swamp-Blues umgearbeiteter Song der Berliner Country-Rock-Band &bdquo;The BossHoss&ldquo;, in einer schw&uuml;len deutsch\/k&ouml;lschen Auslegung. Nena&rsquo;s einst balladeskes, nun riffrockiges 2005er-Schmankerl <strong>&bdquo;Liebe ist&ldquo;<\/strong> war vor zehn Jahren ein Lieblingslied von Wolfgangs T&ouml;chtern, weshalb er f&uuml;r &bdquo;Sing meinen Song&ldquo; gerne auf ebendiesen Ohrwurm &ndash; op K&ouml;lsch vorjetraache un em Tempo anjezooche &ndash; zur&uuml;ckgriff.<\/p>\n<p>Zur in Hamburg ans&auml;ssigen S&auml;ngerin, resp. &bdquo;Piepsmaus&ldquo; Annett Lousian, kann jeder stehen, wie er mag. Wolfgang N. gelang es jedenfalls mit Bravour, aus deren s&uuml;&szlig;licher 2003er-Schnulze <strong>&bdquo;Wenn man sich nicht mehr liebt&ldquo;<\/strong> einen dr&ouml;ge-abgekl&auml;rten, gleichsam kraftvollen Gitarrenrocker zu gestalten; aus dem 2009er-<em>Rap<\/em>-Reggae des afrodeutschen Hanseaten Samy DeLuxe, <strong>&bdquo;Bis die Sonne rauskommt&ldquo;<\/strong>, wurde f&uuml;r &bdquo;Sing meinen Song&ldquo;, untermalt von vielen Bl&auml;sern, ein sonnig-freudiger <em>Rock<\/em>-Reggae.<\/p>\n<p>Von &bdquo;Katzenmusikant&ldquo; Xavier Naidoo stammt im Original die hymnische Rockballade <strong>&bdquo;Wat mir allein nit schaffe&ldquo;<\/strong>; die 2009er-Single <strong>&bdquo;Lisa&ldquo;<\/strong> des Schweizerischen R&rsquo;n&rsquo;B-S&auml;ngers &bdquo;Seven&ldquo; belie&szlig; Wolfgang im englischen Urtext, setzte bei der musikalischen Umsetzung aber auf eine klassische Folkballade, bevor er, erst mal alleine zur Akustikgitarre, dann im Bandkontext, <strong>&bdquo;Alles ist relativ&ldquo;<\/strong> anstimmte.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;LEBENSL&Auml;NGLICH IM HEIMATHAFEN NEUK&Ouml;LLN&ldquo;<\/strong> ist in der 3CD-plus-1-DVD-&bdquo;Limited Edition&ldquo; eine reine Freude f&uuml;r Fans und Wegbegleiter von <strong>&bdquo;NIEDECKEN&rsquo;S BAP&ldquo;<\/strong>. Dies sind vor allem Kinder der 70er und 80er Jahre. 40 Jahre &bdquo;BAP&ldquo;&hellip; ich bin nun 45 Jahre alt und habe innerhalb dieser vier Jahrzehnte 33 Jahre lang selbst die Entwicklung von Wolfgang und den Seinen sehr mitf&uuml;hlend miterlebt, zig Konzerte gesehen, mich in nicht wenigen &bdquo;BAP&ldquo;-Liedern eins zu eins wiedergefunden.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;<\/strong> &ndash; das immer noch aktuelle Studioalbum &ndash; ist, so denke ich, eine Art Res&uuml;mee von &bdquo;BAP&ldquo;-Leiter <strong>WOLFGANG NIEDECKEN<\/strong>. In vielen der darauf vertretenen Liedern blickt er auf Vergangenes zur&uuml;ck, ist aber trotzdem immer noch der Angry Young Man&ldquo;, der sich (vgl. &bdquo;10. Juni&ldquo; 1982) von niemandem in nichts einplanen l&auml;sst. Live-CD und DVD sind schlicht musikgeschichtliche Zeitzeugen, die in jedes ordentlich geordnete Archiv in punkto deutschsprachiger Popul&auml;rmusik geh&ouml;ren. Einzig die vierte Silberscheibe, bestehend aus Wolfgangs Interpretationen aus &bdquo;Sing meinen Song&ldquo;, hinterl&auml;sst einen zweischneidigen Eindruck: Die meisten Originale dieser &bdquo;modernen&ldquo; Deutschrock-Titel d&uuml;rften in den Ohren vieler 70er- und 80er-Kinder ein lautes Sausen derselben ausl&ouml;sen. Und dem trotzdem, vermochte es <strong>WOLFGANG NIEDECKEN<\/strong> ein ums andere Mal, aus diesen teils pl&auml;tschernden, teils einfach nur uninspiriert, langweilig und hyperkommerziell wirkenden Liedern echte Rock-H&auml;mmer mit Biss zu kreieren, ohne den mehrheitlich viel j&uuml;ngeren Ursprungsinterpreten zu sehr &sbquo;auf den Schlips&lsquo; zu treten. Vielleicht ist daher CD Numero-04 tats&auml;chlich die interessante und au&szlig;ergew&ouml;hnlichste bei dieser Edition von &bdquo;<strong>LEBENSL&Auml;NGLICH IM HEIMATHAFEN NEUK&Ouml;LLN&ldquo;<\/strong>. Die alten, mit der Band aufgewachsenen Fans jedoch d&uuml;rften an den Live-Mitschnitten der CD-Pr&auml;sentation von &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; am meisten Gefallen finden, &uuml;ber die Wolfgang in den &bdquo;Liner Notes&ldquo; so treffend formuliert hat: &bdquo;Eine rauschende Ballnacht&ldquo; (Zitat).<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 30. November bis 02. Dezember 2016<\/p>\n<p>http:\/\/www.bap.de\/start\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken selbst in den \u00b4Liner Notes\u00b4 schreibt: &#8222;Eine rauschende Ballnacht&#8220;!\u00a0 2016 war f&uuml;r WOLFGANG NIEDECKEN, den Begr&uuml;nder<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":71186,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71185"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71185\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/71186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}