{"id":70000,"date":"2017-01-19T00:00:00","date_gmt":"2017-01-19T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=70000"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"EUROVISION-SONG-CONTEST-Alle-Ja-69999","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/EUROVISION-SONG-CONTEST-Alle-Ja-69999\/","title":{"rendered":"&quot;EUROVISION SONG CONTEST&quot; <br \/>Alle Jahre wieder: Riesen-Chaos um deutschen Eurovisions-Beitrag!"},"content":{"rendered":"<p>Auch in diesem Jahr stehen die Vorzeichen f\u00fcr den deutschen Teilnehmer alles andere als gut, befindet Stephan Imming &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnern Sie sich noch an die Lieder &bdquo;Dschinghis Khan&ldquo;, &bdquo;Theater&ldquo;, &bdquo;Johnny Blue&ldquo; und &bdquo;Ein bisschen Frieden&ldquo;? Das waren die (allesamt von Ralph Siegel und Dr. Bernd Meinunger geschriebenen) Eurovisions-Beitr&auml;ge Deutschlands der Jahre 1979 bis 1982. Die vier Lieder sind bis heute bekannt und auch nach weit &uuml;ber 30 Jahren immer wieder gerne geh&ouml;rt, sie platzierten sich gl&auml;nzend im internationalen Wettbewerb.<\/p>\n<p>Wird nach den Songs &bdquo;Glorious&ldquo;, &bdquo;Is It Right&ldquo;, &bdquo;Black Smoke&ldquo; und &bdquo;Ghost&ldquo; gefragt, d&uuml;rfte man schon eher ein Fragezeichen in den Augen der Befragten sehen. Das waren die vier letzten deutschen Beitr&auml;ge f&uuml;r die Eurovision. An kaum einen der Titel erinnert man sich, was nicht weiter verwundert &ndash; das Hauptproblem d&uuml;rfte gewesen sein, dass man sich nur am Rande f&uuml;r den Song interessiert hat und vielmehr f&uuml;r die Kandidatenk&uuml;r.<\/p>\n<p>Immer wieder griff man dabei auf &bdquo;gecastete&ldquo; S&auml;ngerinnen und S&auml;nger zur&uuml;ck, was in den letzten Jahren gr&uuml;ndlich schief ging. Allein in den letzten beiden Jahren endete das ja im Fiasko mit zwei verdienten letzten Pl&auml;tzen. Im vergangenen Jahr trat Jamie Lee an, die zuvor bei der RTL-Show &bdquo;The Voice Of Germany&ldquo; entdeckt wurde &ndash; Punkteausbeute: ausreichend f&uuml;r den letzten Platz. Im Jahr zuvor wurde Andreas K&uuml;mmert, ebenfalls bei &bdquo;The Voice Of Germany&ldquo; entdeckt, als Teilnehmer gew&auml;hlt. Der zog direkt die Notbremse und trat gar nicht erst an. (Auch der einige Monate sp&auml;ter nominierte Xavier Naidoo fuhr letztlich nicht zum Eurovisions-Auftritt). Die Zweitplatzierte nachtr&auml;glich zur Siegerin erkl&auml;rte Ann Sophie wurde bei einem eigenen NDR-&bdquo;Club&ldquo;-Casting entdeckt (&uuml;brigens wie die Teilnehmer des Vorjahres, Elaiza) &ndash; auch sie blamierte sich bei der Eurovision.<\/p>\n<p>Mit selbst-gecastetem Nachwuchs und Teilnehmern anderer Castingshows hat man in den letzten Jahren also schlechte Erfahrungen gemacht. &Uuml;berspitzt gesagt, zieht der f&uuml;r den NDR zust&auml;ndige Thomas Schreiber daraus die Konsequenz, eine Castingshow f&uuml;r junge Einzelk&uuml;nstler auf die Beine zu stellen unter Mitwirkung von &bdquo;Supertalent&ldquo;-Teilnehmern. Nachdem das mit Jamie-Lee und Ann Sophie ja so &bdquo;hervorragend&ldquo; geklappt hat, will man keinesfalls eine Band beim ESC antreten lassen.<\/p>\n<p>Kurz nach der erneuten Totalpleite mit Jamie Lee bekundete Schreiber, die Suche nach einem <u>Lied<\/u> st&uuml;nde im Vordergrund (&bdquo;<em>erst der Song, dann der K&uuml;nstler<\/em>&ldquo; &ndash; Quelle: DWDL.de). Im Wortlaut liest sich das wie folgt (Quelle: eurovision.de): &bdquo;<em>Wir sprechen jedenfalls mit sehr interessanten Komponisten und Produzenten aus den USA, dem United Kingdom und Deutschland. Es haben sich aber auch Kollegen aus anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern gemeldet.<\/em>&ldquo; Zu einem Casting wurden aber S&auml;nger und nicht Komponisten aufgerufen.<\/p>\n<p>Aus ca. 2.000 Bewerberinnen und Bewerbern hat man f&uuml;nf Leute gefunden. Einer davon&nbsp; hat gleich wieder die Bewerbung zur&uuml;ckgezogen, weil es da wohl vorliegende Anklagen der Staatsanwaltschaft gibt. Nachr&uuml;cker ist eine Teilnehmerin der TV-Show &bdquo;Supertalent&ldquo;. Die konnte man nat&uuml;rlich nur bei einem monatelangen Casting finden &ndash; RTL einschalten reichte wohl nicht. Auch Frau K&uuml;rbi&szlig; war nur via NDR-Casting zu finden &ndash; einfach das Format &bdquo;Rising Star&ldquo; angucken reichte wohl nicht &ndash; wobei, dessen Quoten waren ja so schlecht, dass das Format eingestellt wurde. Perfekte Voraussetzung also f&uuml;r die Teilnahme am ESC-Vorentscheid&hellip;<\/p>\n<p>Laut Information der Eurovisionsseite &bdquo;aufrechtgehn.de&ldquo; wurde an Produzenten und Komponisten des potenziellen Eurovisionssongs eine Mail folgenden Inhalts geschrieben bez&uuml;glich des Anforderungsprofils: &bdquo;<em>Organischer und authentischer Pop mit englischen Texten&ldquo; sei erw&uuml;nscht, so hei&szlig;t es in einer Mail an ausgew&auml;hlte Songschreiber und Verleger, die letzte Woche ihren Weg ins Netz fand. Auch m&ouml;glich: &bdquo;Alternative Mainstream, Singer-Songwriter-Pop oder ein zeitgem&auml;&szlig;er Dance-Pop-Track&ldquo;. Ebenso klar wei&szlig; der NDR, was er <u>nicht<\/u> haben will: &bdquo;<strong>Kein R&amp;B oder Soul<\/strong>&ldquo;! (<\/em>Quelle:<em> <a href=\"http:\/\/www.aufrechtgehn.de\/2016\/12\/der-ndr-will-keinen-soul-und-keinen-quatsch\/\">http:\/\/www.aufrechtgehn.de\/2016\/12\/der-ndr-will-keinen-soul-und-keinen-quatsch\/<\/a> ). <\/em><\/p>\n<p>\nMit folgenden Musikfarben ist angesichts der ausgew&auml;hlten Interpreten zu rechnen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Axel Maximilian Feige spielt in der Band &bdquo;Diazpora&ldquo;. Die machen Funk-Jazz, also eine Mischung aus Funk, <strong>Soul<\/strong>, Jazz und Hip-Hop (Quelle: laut.de).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Felicia Lu K&uuml;rbi&szlig;&lsquo; Musikstil ist Elektropop.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Helene Niessen hat sich der <strong>Soul-<\/strong>Musik verschrieben. &ndash; Schade eine Helene g&auml;be es, die sicher gute Chancen beim ESC h&auml;tte, sich aber mit einem derart &bdquo;professionellen&ldquo; Umfeld vermutlich nicht unbedingt umgeben m&ouml;chte&hellip;<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Levina Lueen &ndash; auch sie scheint dem <strong>Soul<\/strong> viel abgewinnen zu k&ouml;nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Yosefin Buohler &ndash; fiel bei der schwedischen Ausgabe von DSDS durch, war daf&uuml;r aber beim Supertalent erfolgreich. Viel ist &uuml;ber ihre Musikfarbe nicht herauszufinden. Der General-Anzeiger Bonn schreibt: &bdquo;Ihre Vorliebe gilt dem <strong>Soul<\/strong>&ldquo; &ndash; aaah jaa<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Vorgabe, bitte keinen Soul einzureichen, w&auml;hlt man demnach fast ausnahmslos Interpreten mit Soul-Hintergrund aus &ndash; verstehe das, wer will. Zumindest ist jetzt klar, warum Florian Silbereisen in der Jury sitzt &ndash; wenn einer sich mit englischsprachiger Soul- und Elektropop-Musik auskennt, dann ja wohl er&hellip;<\/p>\n<p>Aber mal Ironie beiseite: Nachdem man mit all diesem &ndash; sorry &ndash; Bullshit mehrfach ganz heftig auf die &ndash; nochmals sorry &ndash; Fresse gefallen ist &ndash; warum kann man nicht einen deutschsprachigen Titel, gerne auch Schlager ins Rennen schicken? Schlimmer als das, was da in den letzten Jahren abging, kann es vom Ergebnis her ja nicht mehr werden.<\/p>\n<p>Der Aufruf an die Komponisten scheint nur m&auml;&szlig;ig erfolgreich gewesen zu sein. Laut diverser Medienberichte gibt es n&auml;mlich genau <u>zwei <\/u>Lieder, die zur Debatte stehen &ndash; will sagen: Es wird eine dreist&uuml;ndige TV-Show ausgestrahlt, in der der beste Titel gefunden wird bei einer Auswahl von zwei Songs&hellip;. &#8211; Da kann man nur hoffen, dass wenigstens einer davon ein &bdquo;Kracher&ldquo; ist. Alle Interpreten werden aber nicht ihre Versionen der ausgew&auml;hlten Songs singen k&ouml;nnen, weil die erste Runde laut &bdquo;blog.prinz.de&ldquo; noch aus Cover-Interpretationen besteht (Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.prinz.de\/grand-prix\/klarstellung-vom-ndr-zwei-lieder-stehen-bei-unser-song-2017-zur-wahl\/\">http:\/\/blog.prinz.de\/grand-prix\/klarstellung-vom-ndr-zwei-lieder-stehen-bei-unser-song-2017-zur-wahl\/<\/a>). So viel zum Thema &bdquo;erst der Song, dann der K&uuml;nstler&ldquo;.<\/p>\n<p>Einziger Lichtblick unter diesen Unfassbarkeiten ist die musikalische Begleitung: Die Heavytones, also die musikalische Begleitband von Stefan Raab, dessen Produktionsfirma Raab-TV bei der Produktion der ESC-Vorauswahl beteiligt ist, werden die f&uuml;nf S&auml;ngerinnen bzw. S&auml;nger live begleiten, an der musikalischen Umsetzung ist Bandleader Wolfgang Dalheimer ma&szlig;geblich beteiligt. Da lacht zwar das Musikerherz &ndash; trotzdem fragt man sich nach der Sinnhaftigkeit angesichts dessen, dass im internationalen Wettbewerb leider das Halbplayback-Verfahren zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in diesem Jahr nach der Vorentscheidung erneut hei&szlig;en wird: &bdquo;And the winner is&hellip; Barbara Sch&ouml;neberger&ldquo;, ist leider gro&szlig;. Es bleibt zu hoffen, dass die ganz gro&szlig;e Blamage in diesem Jahr ausbleibt &ndash; eine gute Platzierung scheint mir angesichts dieser erneuten &bdquo;Merkw&uuml;rdigkeiten&ldquo;, die da schon im Vorfeld passieren, unrealistisch zu sein.<\/p>\n<p>\n<em>Foto-Credit: NDR \/ Ingo Pertramer<\/em><\/p>\n<p>Stephan Imming, 18.01.2017<br \/>http:\/\/www.eurovision.tv<br \/>http:\/\/www.eurovision.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in diesem Jahr stehen die Vorzeichen f\u00fcr den deutschen Teilnehmer alles andere als gut, befindet Stephan Imming &#8230;:\u00a0 Erinnern<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":70001,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70000"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70000"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70000\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/70001"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70000"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70000"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70000"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}