{"id":68839,"date":"2017-02-23T00:00:00","date_gmt":"2017-02-23T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=68839"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MICHELLE-smago-Konzert-Bericht-68838","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MICHELLE-smago-Konzert-Bericht-68838\/","title":{"rendered":"MICHELLE <br \/>smago! Konzert-Bericht: Michelle-Konzert in Duisburg &#8211; Note 1* (= Eins mit Stern)!"},"content":{"rendered":"<p>Warum &#8222;Kindermund Wahrheit kund&#8220; tut, erl\u00e4utert der restlos begeisterte Stephan Imming &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Eigentlich&ldquo; wollte ich mir das Michelle-Konzert ja nur als Begleitperson Holger St&uuml;renburgs ansehen (an der Stelle vielen Dank, dass ich dabei sein durfte!). Das Konzert war aber so bemerkenswert, dass die Versuchung dann doch zu stark war, ein paar Zeilen (sind leider etwas mehr geworden) dazu zu schreiben, zumal nach einigen kritischen Artikeln nun auch mal gelobt werden soll &ndash; frei nach dem Motto &bdquo;Ehre, wem Ehre geb&uuml;hrt&ldquo;&hellip;:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>Vorbemerkung: Zur &bdquo;Historie&ldquo; von Michelle<\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits 1994 habe ich Michelle erstmals live gesehen &ndash; damals im Rahmen einer Schlagerveranstaltung in Witten, am Anfang ihrer Karriere &ndash; sie kam nett r&uuml;ber, ohne sonderlich gro&szlig;e k&uuml;nstlerische Ausstrahlung. Zu Beginn der 2000er Jahre hat Michelle einen gro&szlig;en Karriereschub gehabt, insbesondere auch durch ihre Teilnahme 2001 beim damaligen Grand Prix. Auf dem Gipfel des Erfolges bekam Michelle pl&ouml;tzlich Probleme, brach eine Tournee ab, er&ouml;ffnete einen Hundesalon und erkl&auml;rte ihre Sangeskarriere f&uuml;r beendet. Kaum jemand h&auml;tte erwartet, dass sich bei ihr noch einmal ein sonderlicher Erfolg einstellen w&uuml;rde. Nach ihrem Tour-Abbruch 2007 und ihrer Privatinsolvenz 2008 konnte man nicht erwarten, dass Michelle noch mal in der Schlagerszene Fu&szlig; fasst. Ich&nbsp; hatte damals den Eindruck, dass insbesondere Konzerte nicht das waren, was Michelle wirklich lag &ndash; der Funke zum Publikum wollte irgendwie nicht wirklich r&uuml;berspringen &ndash; ein Ph&auml;nomen, das man auch von anderen ansonsten eigentlich erfolgreichen S&auml;ngerinnen kennt (Beispiel Marianne Rosenberg). Michelles Comeback in den letzten Jahren hatte ich nur am Rande beobachtet &ndash; vermutend, dass sie entgegen innerer &Uuml;berzeugung mit ihren Namen noch mal &bdquo;Kasse machen&ldquo; wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>Bestandteile eines guten Konzerts<\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Wunsch, ein Michelle-Konzert zu besuchen, war daher nicht stark ausgepr&auml;gt. Zu gro&szlig; waren die Vorurteile. Ihre Auftritte bei verschiedenen Veranstaltungen wie der &bdquo;Schlager-Starparade&ldquo;, der &bdquo;Schlagernacht&ldquo; und auch bei einer &bdquo;Ol&eacute;-Party&ldquo; haben mir allerdings gut gefallen. Sp&auml;testens der Konzertbericht Andrej Kowalliks, den Sie <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/78191\/\">HIER<\/a><\/strong> nachlesen k&ouml;nnen, hat mich dann dazu gebracht, nach vielen Jahren mal wieder ein Michelle-Konzert zu besuchen, wobei noch immer die Skepsis &uuml;berwog, ob sie in der Lage ist, die Grundvoraussetzungen f&uuml;r ein gutes Konzert zu erf&uuml;llen.<\/p>\n<p>Sehr wichtig ist hier meines Erachtens <u>Authentizit&auml;t<\/u> &ndash; der K&uuml;nstler muss ehrlich und &uuml;berzeugt von seiner Sache auftreten. Hier hat Michelle massiv punkten k&ouml;nnen &ndash; entgegen ihrer fr&uuml;heren eher unsicheren Auftritte ist sie zur selbstbewussten, charakterstarken erwachsenen Frau gereift. Ihre krankheitsbedingten Durststrecken scheint sie &uuml;berwunden zu haben, wof&uuml;r man ihr ein gro&szlig;es Kompliment machen muss &ndash; das schafft wei&szlig; Gott nicht jeder..<\/p>\n<p>Was die Musik angeht, sollte man bei einem Live(!)-Konzert eine <u>Liveband<\/u> erwarten k&ouml;nnen, und zwar eine m&ouml;glichst gute. Wer am Samstag im MDR den Mitschnitt des Vanessa Mai-Konzerts gesehen hat, der wei&szlig;, wovon hier die Rede ist &ndash; zwei Alibi-Menschen auf der B&uuml;hne ersetzen nicht eine perfekte Band. Michelle hat den Gegenentwurf gefunden. Mit Christoph Papendieck hat sie nicht irgendeinen &bdquo;Musical Director&ldquo; engagiert, sondern niemand&nbsp; geringeren als denjenigen, der auch mit Helene Fischer auf Tournee geht, was man der Qualit&auml;t der&nbsp; 6-k&ouml;pfigen Band anmerkt. Neben den Standard-Instrumenten brillieren die Musiker der Band auch mit akustischen Instrumenten wie Violine (Pauline Moser) und Saxofon bzw. Querfl&ouml;te (Lothar Atwell) &ndash; klasse, das hat ganz gro&szlig;e Qualit&auml;t, zumal sich die Musiker auch als Chors&auml;nger mehrfach toll einbringen.<\/p>\n<p>Extrem wichtig ist auch die <u>Dramaturgie<\/u> des Konzerts bzw. die Auswahl des Repertoires &ndash; auch hier hat Michelle einen bemerkenswert guten Griff getan &ndash; die Songauswahl ist gleich in mehrfacher Hinsicht begeisternd. Zum einen zeugt es von gro&szlig;em Mut, nicht nur die &bdquo;alten Kamellen&ldquo; zu bringen (, wie es viele auch ihrer internationalen Kollegen tun,) sondern zu einem gro&szlig;en Anteil neue, teils b&auml;renstarke Songs. Die gro&szlig;en Hits kamen dennoch nicht zu kurz und wurden dramaturgisch perfekt eingebaut. Nachdenkliche Titel wechselten sich mit Uptempo-Nummern ab &ndash; langweilig wurde es nie &ndash; viel besser kann man es nicht machen.<\/p>\n<p>Das <u>&auml;u&szlig;ere (modische) Erscheinungsbild<\/u> steht f&uuml;r mich in der Priorit&auml;tenskala nicht weit vorne &ndash; dennoch hat Michelle auch hier alles richtig gemacht. In insgesamt vier teils atemberaubenden (aber nicht &bdquo;billigen&ldquo;) Outfits begeisterte sie ihre Fans&nbsp; &#8211; nicht ohne augenzwinkernde Einlagen, bei denen sie z. B. die m&auml;nnlichen Bandmitglieder fragte, welches Kleid sie als n&auml;chstes anziehen solle &ndash; &bdquo;gr&uuml;n oder schwarz&ldquo;? &#8211; &hellip; oder auch die Einlage mit den ausgezogenen Schuhen &#8230;<\/p>\n<p>Das Salz in der Suppe eines Konzerts ist f&uuml;r viele Konzertbesucher, wenn so etwas wie <u>Herzlichkeit und menschliche W&auml;rme<\/u> aufkommt. Sie ahnen es &ndash; auch da hat Michelle einen unglaublichen Sprung gemacht. Insbesondere ihre absolut glaubw&uuml;rdige Liebe zu Kindern, aber auch ihre menschlichen Ansagen hatten mehr Tiefgang, als zumindest ich es von ihr erwartet hatte. Dass sie mit &bdquo;Dirk&ldquo; einen &bdquo;Idioten&ldquo; (als Duettpartner) gefunden hatte &ndash; nicht ihr Verschulden &ndash; im Gegenteil, sie war nett zu ihm, auch wenn er doch arg aufdringlich wirkte &ndash; professionell war auch, dass sie ihn schon nachdr&uuml;cklich in die Schranken wies, als es doch etwas viel wurde mit der &bdquo;Begeisterung&ldquo;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong><u>Zum Programm im Einzelnen (wer sich &uuml;berraschen lassen will, sollte das &uuml;berspringen)<\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;F&uuml;r Dich mach ich den <strong>Zirkus<\/strong> auf &ndash; f&uuml;r Dich geb ich den Pausenclown&ldquo; &ndash; mit diesem Song aus ihrem aktuellen Album fand Michelle einen passenden Einstieg in ihr Konzert mit einem sch&ouml;nen Intro, das an eben diese Zirkus-Atmosph&auml;re erinnert. Es folgten zwei weitere neue Titel, n&auml;mlich die erste Single ihres Albums (&bdquo;<strong>Wir feiern das Leben<\/strong>&ldquo;) und der sch&ouml;ne Titel &bdquo;<strong>Irgendjemand<\/strong>&ldquo;. Bez&uuml;glich dieser Ballade (&bdquo;<em>F&uuml;r die Welt bist Du irgendjemand &ndash; doch f&uuml;r irgendjemand bist Du die Welt<\/em>&ldquo;). Auch wenn da eine kleine grammatikalische Unzul&auml;nglichkeit zu h&ouml;ren ist (eigentlich hei&szlig;t es &bdquo;f&uuml;r irgendjemand<strong><u>en<\/u><\/strong>&hellip;&ldquo;) sei ein kleiner Exkurs gestattet: Co-Autor des Titels ist Ali Zuckowski, der u. a. Concita Wursts Eurovisions-Siegertitel mit komponiert hat. Wer von den NDR-Verantwortlichen auf die hirnverbrannte Idee gekommen ist, zu glauben, deutsche Songautoren k&ouml;nnten keinen Eurovisions-Titel komponieren, ist mir ein R&auml;tsel. Gleich mehrere Titel Michelles haben viel viel mehr Eurovisions-Potenzial als das, was jetzt schon wieder herausgekommen ist&hellip;<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Du und die &ndash; das geht nie<\/strong>&ldquo; gab es dann den ersten Michelle-Klassiker (aus dem Jahre 1997) &ndash; das begeisterungsf&auml;hige Duisburger Publikum hielt es (wie so oft im Konzert) nicht auf den Sitzen. Mit der neuen Ballade &bdquo;<strong>Tr&auml;ume haben Fl&uuml;gel<\/strong>&ldquo; und dem ebenfalls aktuellen &bdquo;<strong>Ewig im Moment<\/strong>&ldquo; ging es weiter. Auch &bdquo;<strong>Der Deal<\/strong>&ldquo; befindet sich auf Michelles &bdquo;Ich w&uuml;rd es wieder tun&ldquo;-Album. Irgendwie merkt man sofort, dass der Song von Frank Ramond getextet wurde &ndash; der Mann hat einfach ein H&auml;ndchen f&uuml;r originelle und zeitgem&auml;&szlig;e Texte &ndash; in dem Lied wird beschrieben, dass das Ph&auml;nomen &bdquo;Freundschaft Plus&ldquo; nicht immer gut gehen muss (huch, das reimt sich ja &ndash; vielleicht kann ich das ja mal als Text anbieten&hellip;)<\/p>\n<p>Einen echten G&auml;nsehaut-Moment bekam die Show mit dem Klassiker &bdquo;<strong>Kleine Prinzessin<\/strong>&ldquo;. Man wei&szlig;, dass Michelle bei Erscheinen des Liedes (gemeinsam mit Albert Oberloher) selber eine &bdquo;kleine Prinzessin&ldquo; bekam &ndash; umso authentischer kam die Aktion r&uuml;ber, Kinder aus dem Publikum auf die B&uuml;hne zu holen und liebevoll einzubinden. Wundersch&ouml;n, fast kammermusikartig wurde der Titel von der wie mehrfach betont b&auml;renstarken Begleitband begleitet. Die Kinder wurden sehr herzlich von Michelle begr&uuml;&szlig;t &ndash; selbst, wenn sie schon 17 Jahre alt und einen Kopf gr&ouml;&szlig;er waren als Michelle &ndash; diplomatisch-charmant sagte die K&uuml;nstlerin, alles unter 18 Jahren sei okay&hellip;<\/p>\n<p>Eine kleine &Uuml;berraschung war (zumindest f&uuml;r mich), dass die attraktive S&auml;ngerin mit &bdquo;<strong>Gib nicht auf!<\/strong>&ldquo; einen Drafi-Deutscher-Klassiker ins Programm genommen hat, den der Altmeister mit Michelles Entdeckerin Kristina Bach einst im Duett sang. Auch diese Nummer passt nat&uuml;rlich besonders gut zu Michelle &ndash; genau so wie &bdquo;<strong>Dein P&uuml;ppchen tanzt nicht mehr<\/strong>&ldquo;, ein Schlager aus dem Jahre 1998, der heute fast besser zu ihr passt als fr&uuml;her. Der erste Teil des Konzerts wurde mit &bdquo;<strong>Idiot<\/strong>&ldquo; beendet &ndash; schade, leider hatte &bdquo;Dirk&ldquo; aus dem Publikum nicht wirklich den Song drauf und fiel eher durch Selbstdarstellung auf als durch Textkenntnis. Witzig war hingegen die Ansage des Songs, als Michelle ihre Band fragte, welcher Titel der Lieblingssong von Michelle sei, und der musikalische Leiter Papendieck l&auml;ssig antwortete: &bdquo;Atemlos&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Nach der Pause begab sich Saxofonist Lothar Atwell auf die B&uuml;hne, um den beliebten Scatman-Gedenksong &bdquo;<strong>So sch&ouml;n ist die Zeit<\/strong>&ldquo; einzul&auml;uten. Der &bdquo;Deephouse-Schlager&ldquo; kam nicht zuletzt auch dank der erneut fantastischen Bandleistung und dem guten Scatgesang auch live gut r&uuml;ber.<\/p>\n<p>Wie man wei&szlig;, ist Michelle ja nicht nur S&auml;ngerin, sondern auch Jurorin bei der RTL-Show &bdquo;Deutschland sucht den Superstar&ldquo;. Vielleicht hat sie deshalb eine Affinit&auml;t zur (nicht wirklich popul&auml;r gewordenen) Siegerband der RTL-II-Show &bdquo;Popstars&ldquo;, deren Sieger die Band &bdquo;Leandah&ldquo; im Jahr 2015 war, die den Titel &bdquo;<strong>Tage wie Juwelen<\/strong>&ldquo; auf den Markt brachten. Michelles Version dieses Titels konnte sich h&ouml;ren lassen. Im Anschluss gab es den Titel &bdquo;<strong>Herzstillstand<\/strong>&ldquo;, dessen Co-Autor Nino de Angelo ist, zu h&ouml;ren.<\/p>\n<p>Zweifellos der gr&ouml;&szlig;te Hit Michelles ist ihre Grand-Prix-Nummer &bdquo;<strong>Wer Liebe lebt<\/strong>&ldquo;. Leider muss ich hier erneut zum Exkurs ausholen &ndash; dieser Michelle-Klassiker hat nun schon 16 Jahre auf dem Buckel und wird immer noch &uuml;beraus gerne geh&ouml;rt &ndash; erst recht in einer tollen Version, wie Michelle sie in Duisburg vorgestellt hat. Warum um Himmels Willen sind viele &bdquo;Experten&ldquo; der Meinung, man k&ouml;nnte bei der Eurovision mit solchen starken(!!!) Schlagern nicht punkten und schickt lieber drittklassige M&ouml;chtegern-Popsongs ins Rennen? Von &bdquo;Ghost&ldquo; und &bdquo;Black Smoke&ldquo; sprechen nur noch Hardcore-Insider &ndash; &bdquo;Wer Liebe lebt&ldquo; hingegen ist vielen Fans noch immer ein Begriff. Und das Argument, dass Schlager nur national erfolgreich sind, zieht auch nicht wirklich &ndash; denn die letzten Eurovisions-Songs waren ja schon national Flops &ndash; und international erst recht. Auch der aktuelle Titel pl&auml;tschert in den Charts vor sich hin, da ist man ja schon froh, wenn es eine Woche f&uuml;r die Top-30 langt&hellip;<\/p>\n<p>Die &bdquo;Umzieh-Pause&ldquo; nutzte Michelles Band, um eine kleine Session (mit Gl&auml;sern) abzuhalten &ndash; und dann die K&uuml;nstlerin zu bitten, wieder die B&uuml;hne zu betreten: &bdquo;<em>Hallo Tanja (!!!), hey wo bleibst Du &ndash; sag wie lange brauchst Du noch? &#8211; ganz egal, was Du jetzt anziehst &ndash; ist egal, das wei&szlig;t Du doch..&ldquo;. <\/em>Im Anschluss gab es den n&auml;chsten Kracher: &bdquo;<strong>Wie Flammen im Wind<\/strong>&ldquo; pr&auml;sentierte Michelle in einem wundersch&ouml;n arrangierten Akustik-Gewand &ndash; der Siegertitel der &bdquo;deutschen Schlagerfestspiele 1997&ldquo; bekam damit einen neuen Anstrich&hellip; Ein weiterer G&auml;nsehautmoment des gelungenen Konzerts.<\/p>\n<p>Wo es gerade so sch&ouml;n gem&uuml;tlich war, erinnerte die K&uuml;nstlerin an alte&nbsp; Zeiten, als noch Feuerzeuge bei Balladen hochgehalten wurden &ndash; heute seien das ja Handys und Smartphones. Sie bat ihr Publikum, die Handytaschenlampen einzuschalten &ndash; die meisten machten brav mit. Folglich konnte der <strong>Neue Deutsche Welle-Block<\/strong> starten &ndash; logischerweise mit &bdquo;Kleine Taschenlampe brenn&ldquo;. Aber auch vor Klassikern wie &bdquo;Major Tom&ldquo;, &bdquo;Blaue Augen&ldquo;, &bdquo;Bruttosozialprodukt&ldquo; und &bdquo;K&ouml;nig von Deutschland&ldquo; machte Michelle nicht halt.<\/p>\n<p>Der Klugschei&szlig;er in mir ist geneigt, darauf hinzuweisen, dass Peter Schilling &bdquo;Die Crew hat da noch &#8211; ein paar Fragen&ldquo; singt und nicht &bdquo;die Crew hat da noch ein &#8211; paar Fragen&ldquo;. Rio Reiser betont unorthodox &bdquo;Vi<u>val<\/u>di&ldquo; auf der zweiten Silbe. Das ist aber letztlich uninteressant &ndash; wichtig war hingegen die Vorstellung der einzigartigen Band unter der Leitung Christoph Papendiecks mit den Musikern Ben Stone (Schlagzeug), Lothar Atwell (Saxofon, Querfl&ouml;te, Gesang), J&ouml;rn Heilbutt (Gitarre), Pauline Moser (Violine, Gesang) und Alex Grube (Bass, unter Vorbehalt &ndash; habe den Namen nicht genau verstanden). Richtig s&uuml;&szlig; sind auch die Dinge, die Michelle &uuml;ber ihre Musiker verriet &ndash; so erfahren wir, dass Papendieck ein sehr attraktiver Mann sei, Ben Stone kein Wort Deutsch verstehe, J&ouml;rn Heilbutt ein liebevoller Papa sei und &ndash; ganz wichtig, lieber M&auml;nner: dass die h&uuml;bsche Pauline Moser noch Single ist&hellip;<\/p>\n<p>Mit&nbsp; zwei Peter Plate Songs wurde das Konzert beendet, n&auml;mlich mit dem aktuellen Titel &bdquo;<strong>So f&uuml;hlt sich ewig<\/strong>&ldquo; und mit einem der beliebtesten Michelle-Titel &uuml;berhaupt, n&auml;mlich &bdquo;<strong>Paris<\/strong>&ldquo;. Auch auf die Gefahr hin, zu nerven &ndash; lieber NDR &ndash; h&ouml;rt Euch diese Songs an &ndash; an guten Songautoren mangelt es nun wirklich nicht in Deutschland (an Interpretinnen sowieso nicht..).<\/p>\n<p>Michelle hatte das sehr breit gef&auml;cherte Publikum (u. a. wurde auch ein Teil des Duos Fantasy gesichtet) im &bdquo;Theater am Marientor&ldquo; (&uuml;brigens ein sehr sch&ouml;ner Veranstaltungsort) im Griff &ndash; kein Wunder, dass frenetisch Zugaben gefordert wurden. Da lie&szlig; sich die K&uuml;nstlerin nicht lange bitten und verabschiedete sich mit dem Matthias Reim-Titel &bdquo;<strong>Gro&szlig;e Liebe<\/strong>&ldquo; aus 2012 und dem Tour-Motto &bdquo;<strong>Ich w&uuml;rd&lsquo; es wieder tun<\/strong>&ldquo; &ndash; nicht ohne sehr herzliche Worte an ihr Publikum zu richten, zu bedenken, dass jeder Mensch einzigartig sei und man seinen Weg gehen solle (quasi frei nach Udo Lindenberg: &bdquo;geht euren Weg &ndash; ob grade, ob schr&auml;g&ldquo;). An Bedeutung gewinnen diese Worte insbesondere angesichts Michelles Lebensgeschichte, womit wir wieder beim wichtigen Thema &bdquo;Authentizit&auml;t&ldquo; w&auml;ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong><u>Fazit<\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedem Freund des deutschen Schlagers bzw. gut gemachter deutscher Popmusik &ndash; auch wenn er nicht speziell Michelle-Fan ist &ndash; kann man nur dringend einen Besuch ihrer aktuellen Tournee empfehlen. Sie ist in der Form ihres Lebens und &uuml;berschreitet musikalische Grenzen. Am Schluss ihres Konzertes fragte sie ein Kind, das noch immer auf der B&uuml;hne war, wie es ihm gefallen habe. Aus tiefstem Herzen antwortete der Junge: &bdquo;ganz, ganz toll!&ldquo; &ndash; dem kann ich mich nur anschlie&szlig;en und sagen: &bdquo;Kindermund tut Wahrheit kund&ldquo;. &nbsp;Getreu dem Tour-Motto kann auch ich nur sagen: &bdquo;Ich w&uuml;rd&rsquo; es wieder tun&ldquo; &ndash; immerhin gibt es ja noch einige Tour-Stationen, z. B. am 8. M&auml;rz in Hagen&hellip;<\/p>\n<p>\n<em>Foto-Credit: Sandra Ludewig f&uuml;r Universal Music<\/em><\/p>\n<p>Stephan Imming, 22.02.2017<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/polydorisland<br \/>http:\/\/www.michelle-aktuell.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum &#8222;Kindermund Wahrheit kund&#8220; tut, erl\u00e4utert der restlos begeisterte Stephan Imming &#8230;:\u00a0 &bdquo;Eigentlich&ldquo; wollte ich mir das Michelle-Konzert ja nur<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":68840,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68839"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68839"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68839\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68840"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}