{"id":68473,"date":"2017-03-06T00:00:00","date_gmt":"2017-03-06T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=68473"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"NINO-DE-ANGELO-Die-CD-Liebe-fue-68472","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/NINO-DE-ANGELO-Die-CD-Liebe-fue-68472\/","title":{"rendered":"NINO DE ANGELO <br \/>Die CD &quot;Liebe f\u00fcr immer&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Ein elegantes, absolut hochwertiges Album zwischen Schlager, Chanson, Rock und Pop&#8220;, urteilt der renommierte Musikkritikers &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Sp&auml;therbst 1983, demjenigen Jahr voller Kriegsangst und Furcht vor der Raketenaufstellung in Mutlangen, die nach dem Bundestagsbeschluss vom 22.11. selbigen Jahres, im Sinne des NATO-Doppelbeschlusses, seitens starker Proteste von Heinrich B&ouml;ll, &uuml;ber Petra Kelly, bis hin zu Dr. Alfred Mechtersheimer, im Dezember 1983 vonstattenging, pr&auml;sentierte ein junger, in Karlsruhe geborener Deutsch-Italiener namens <strong>NINO DE ANGELO<\/strong> den dazu punktgenau passenden &sbquo;Soundtrack&lsquo;: &bdquo;Jenseits von Eden&ldquo;, geschrieben von Drafi Deutscher (Musik) und Joachim Horn-Bernges (Text), erklang in dunkel-d&uuml;sterem, fast symphonischen Synthesizer-Sound &ndash; und brachte Nino seinen gr&ouml;&szlig;ten Hit ein, der sich &uuml;ber ganze sieben Wochen lang auf dem ersten Rang der damaligen &bdquo;Media Control&ldquo;-Charts halten konnte. Nebenbei schrieb dieses feinsinnige, zugleich hochdramatische Lied fraglos Musikgeschichte und gilt als einer der wichtigsten Schlager der 80er Jahre.<\/p>\n<p>Der Interpret dessen hat seitdem viele &ndash; private, wie kreative &ndash; H&ouml;he- und Tiefpunkte erlebt. Er trat 1989 mit der grandiosen, von Dieter Bohlen verfassten Hochglanz-Ballade &bdquo;Flieger&ldquo; beim &bdquo;Grand Prix Eurovision de la Chanson&ldquo; an (erzielte dort Rang 14), legte zwei Jahre sp&auml;ter die phantastische Rock-Scheibe &bdquo;De Angelo&ldquo; vor, inkl. so ph&auml;nomenaler Lieder, wie &bdquo;La Luna &ndash; Der Mond ist schuld&ldquo;, &bdquo;Vielleicht muss man erst durch die H&ouml;lle&ldquo; oder &bdquo;Du bist das Feuer&ldquo;. Sp&auml;ter sang er proper und musterg&uuml;ltig bekannte italienische Ohrw&uuml;rmer ein (Album &bdquo;Un Momento Italiano&ldquo;, 2004) und 2014 die &bdquo;Meisterwerke &ndash; Die Lieder meines Lebens&ldquo;, s&auml;mtlich Coverversionen seiner eigenen Lieblingstitel anderer K&uuml;nstler, von Joachim Witt bis &bdquo;Karat&ldquo;.<\/p>\n<p>Nun legt das heute 54j&auml;hrige Stehaufm&auml;nnchen des einheimischen Schlagers eine brandneue CD vor, die da betitelt wurde <strong>&bdquo;Liebe f&uuml;r immer&ldquo;<\/strong> &ndash; gr&ouml;&szlig;tenteils selbst geschrieben und &uuml;ber weite Strecken eine gnadenlose Abrechnung mit seinem eigenen Schicksal, das es nicht immer gut mit ihm gemeint hatte und hat.<\/p>\n<p>Da ich Musikkritiker bin und kein Boulevard-Journalist, werde ich mich in meiner Analyse ausschlie&szlig;lich auf den musikalischen, k&uuml;nstlerischen Aspekt von Ninos neuem Album konzentrieren, und zeitnahe &bdquo;Revolverpistolen&ldquo; aus &bdquo;BILD&ldquo;-Zeitung und Co. mir in G&auml;nze aussparen.<\/p>\n<p>14 Titel beinhaltet &bdquo;Liebe f&uuml;r immer&ldquo;, in erster Linie mehr Deutschrock\/Deutschpop, denn klassischer Schlager, vermengt mit anspruchsvollen, aussagekr&auml;ftigen, &uuml;beraus gef&uuml;hlvollen Texten, die oft sch&ouml;ne, wie nachdenkliche Geschichten erz&auml;hlen, aber zugleich nicht selten eine eindringliche Selbstreflexion des Vortragenden an den Tag legen.<\/p>\n<p>Die erste Singleauskoppelung, <strong>&bdquo;Solang mein Herz noch schl&auml;gt&ldquo;<\/strong>, ist eine reine, authentische, gesungene Autobiographie und dar&uuml;ber hinaus schlicht und einfach ein edler Pop\/Rock-Schlager in angezogenem Tempo, mit welchselbigem &bdquo;Liebe f&uuml;r immer&ldquo; in hochgradigster Manier startet.<\/p>\n<p>Es folgt die prickelnde, balladeske Liebeserkl&auml;rung an einen undefinierten, surrealen, aber offenkundig sehr hilfsbereiten, vielleicht sogar in gewisser Hinsicht m&uuml;tterlichen <strong>&bdquo;Angel&ldquo;<\/strong>, klanglich gehalten in US-amerikanischem Softpop-Kontext, garniert mit wiegenden Streichern und deutlichen Rockgitarren.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Ans Ende der Zeit&ldquo;<\/strong> ist ein eloquenter, voranstrebender Gitarrenpopper, verbunden mit latenten Fox-Elementen, <strong>&bdquo;Augenblick&ldquo;<\/strong> erweist sich als gitarrenbetonter, straighter Poprock, erneut US-amerikanischer Ausrichtung, der durch atmosph&auml;rische Textformulierungen und eine leidenschaftliche Interpretation regelrecht bet&ouml;rt.<\/p>\n<p>Eine au&szlig;erordentlich wahre These stellt Nino im phonstarken, peitschend rhythmisierten Disco-Popper <strong>&bdquo;Zur H&ouml;lle mit der Liebe&ldquo;<\/strong> (an dieser Stelle, einen &sbquo;lieben&lsquo; Gru&szlig; an Bettina&hellip;.) auf &ndash; tats&auml;chlich kann es zutreffen, dass die Liebe <em>&bdquo;am Ende wehtut&ldquo;<\/em> (Textzitat). Danach vernehmen wir den sommerlich-eleganten Popschlager <strong>&bdquo;Liebe f&uuml;r immer&ldquo;<\/strong>, den optimistischen Titelsong von Ninos neuer CD, der jedoch im Booklet als <em>&bdquo;Eine Liebe, die brennt&ldquo;<\/em> ausgewiesen wird, obwohl diese Zeile im Text &uuml;berhaupt nicht vorkommt!<\/p>\n<p>Tanzbar, urban und feudal gleicherma&szlig;en, erklingt, ausstaffiert mit fetten Rockgitarren, <strong>&bdquo;Mon Amour Cherie (Es gibt Dinge, die man nie vergisst)&ldquo;<\/strong>, dito gilt dies f&uuml;r den wehenden Powerrock <strong>&bdquo;Bis zum letzten Atemzug&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Der rasante, drall-deftige, &bdquo;geile&ldquo; Popschlager <strong>&bdquo;Immer im Grenzbereich&ldquo;<\/strong> tr&auml;gt garantiert auch eigene Erlebnisse von Nino in sich, <strong>&bdquo;Unendlich weit&ldquo;<\/strong> ert&ouml;nt in Form eines beinahe Springsteen-nahen Stadionrocks, wom&ouml;glich gar Ninos pers&ouml;nliches &bdquo;Born To Run&ldquo;, mit lyrischer Anspielung auf seinen fr&uuml;hen Hit <em>&bdquo;Ich sterbe nicht noch mal&ldquo;<\/em> (M&auml;rz 1983), wohingegen <strong>&bdquo;Mach das nochmal&ldquo;<\/strong> einen vers&ouml;hnlichen und dennoch kraftvollen, leicht &uuml;berkandidelten, dabei durchwegs exquisiten, malerisch-vertr&auml;umten Gitarrenrocker darstellt.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Tattoo&ldquo;<\/strong> und <strong>&bdquo;Du musst mich nehmen, wie ich bin&ldquo;<\/strong> sind ebenso perfekter Poprock bester Auspr&auml;gung; mit dem philosophischen, gitarrengef&uuml;hrten Rocksong <strong>&bdquo;Nicht alle Wege f&uuml;hren nach Rom&ldquo;<\/strong> endet das 14 Titel umfassende, von vorne bis hinten vollst &uuml;berzeugende und zutiefst glaubw&uuml;rdige, neue Werk des <strong>NINO DE ANGELO<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;LIEBE F&Uuml;R IMMER&ldquo;<\/strong> kann bereits jetzt, im M&auml;rz, also zu Beginn von 2017, als einer der spezifischen H&ouml;hepunkte guter, geradezu meisterhafter, teutonischer Musik diesen noch jungen Jahres, auf der Balance zwischen Schlager, Chanson Rock und Pop, intoniert mit liebenswert-br&uuml;chiger Stimme eines erfahrenen Mannes, der immer wieder Licht und Schatten ertragen musste, apostrophiert werden. Das Album ist eine elit&auml;re, sicherlich enorm pers&ouml;nliche &ndash; daher aber besonders sympathische &ndash; Abrechnung von <strong>NINO DE ANGELO<\/strong> mit sich selbst und dem von ihm erlebten, in die sich allerdings jeder geneigte H&ouml;rer umgehend hineinversetzen kann; es bietet teutonische Pophochkultur, die f&uuml;r klassische Schlagerfans genauso zu empfehlen ist, wie f&uuml;r Anh&auml;nger teutonischer Rock- und Popmusik h&auml;rterer Gangart!<\/p>\n<p>\n<em>Foto-Credit: German Popp<\/em><\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 04. M\u00e4rz 2017<br \/>http:\/\/www.telamo.de<br \/>https:\/\/www.nino-deangelo.com\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ein elegantes, absolut hochwertiges Album zwischen Schlager, Chanson, Rock und Pop&#8220;, urteilt der renommierte Musikkritikers &#8230;:\u00a0 Im Sp&auml;therbst 1983, demjenigen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":68474,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68473"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68473\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68474"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}