{"id":67537,"date":"2017-03-31T00:00:00","date_gmt":"2017-03-31T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=67537"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MARY-ROOS-Die-CD-Ab-jetzt-nur-n-67536","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MARY-ROOS-Die-CD-Ab-jetzt-nur-n-67536\/","title":{"rendered":"MARY ROOS <br \/>Die CD &quot;Ab jetzt nur noch Zugaben !&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Eine der ganz gro\u00dfen K\u00f6nnerinnen legt ein neuerliches Meisterwerk vor &#8230;:<br \/>\n\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vollbluts&auml;ngerin <strong>MARY ROOS<\/strong> gilt als eine der langlebigsten, kontinuierlichsten und zugleich musikalisch vielseitigsten Showstars der deutschen Schlager- und Popszenerie. Seit 1958 wirbelt die geb&uuml;rtige Rheinland-Pf&auml;lzerin, die seit vielen Jahren mal in Hamburg, mal im hessischen Braunfels lebt, das einheimische Musikbusiness durcheinander. Im Sommer 1965 feierte die Schwester ihrer Schlagerkollegin Tina York ihren ersten Top-40-Hit, der da hie&szlig; &bdquo;Geh &lsquo;nicht den Weg&ldquo;. Es folgten so wundervolle, wie unvergessliche Evergreens der Sorte &bdquo;Arizona Man&ldquo; (1970), &bdquo;Hamburg im Regen&ldquo; (1974), &bdquo;Ich bin Mary und nicht Jane&ldquo; (1977), &bdquo;Wenn ich Dich nicht halten kann&ldquo; (1980), &bdquo;Ich warte&ldquo; (1981) bis hin zu &bdquo;Ich bin stark &ndash; Nur mit Dir&ldquo; (1985), &bdquo;Keine Tr&auml;ne tut mir leid&ldquo; (dto.) oder &bdquo;Bleib, wie Du bist&ldquo; (1986), wobei letztere, strikt tanzbare Ohrw&uuml;rmer von niemand geringerem, als von &sbquo;Pop-Titan&lsquo; Dieter Bohlen geschrieben worden waren und es sich bei denselben durchwegs um sog. &bdquo;Deutsche Originalaufnahmen&ldquo; englischsprachiger Bohlen-Komposition f&uuml;r z.B. &bdquo;Modern Talking&ldquo; oder &bdquo;C.C. Catch&ldquo; handelte.<\/p>\n<p>Seit 1992 steht Mary bei der Diepholzer Plattenfirma DA Music unter Vertrag und nahm dort bis dato elf pfundige, schnittige und vielf&auml;ltige Alben auf, denen seitens der Kritiker und der Fans unisono stets immens unterst&uuml;tzend und anerkennend gehuldigt wurde.<\/p>\n<p>Dies liegt vor allem daran, dass Mary nicht nur eine starke, unter Tausenden anderen deutlich hervorstechende, feste und pr&auml;gnante Stimme besitzt und eine liebenswerte, powervolle Ausstrahlung ihr Eigen nennt, sondern zudem daran, dass sie in nahezu allen musikalischen Stilistiken der sog. Leichten Muse zu Hause zu sein scheint. Ob Schlager, Pop, S&uuml;damerikanisches, Chanson, Ballade, Disco-taugliches &ndash; all dies und noch viel mehr beherrscht die mittelblonde Sch&ouml;nheit wie aus dem sprichw&ouml;rtlichen FF. F&uuml;r eine reine Jazz-trifft-Chanson-Produktion namens &bdquo;Denk, was Du willst&ldquo; wurde Mary 2013 sogar von ihrer Stamm-Company DA an Boutique, ein Unterlabel von UNIVERSAL, sozusagen &sbquo;ausgeliehen&lsquo;.<\/p>\n<p>Hinsichtlich Marys bester Titel, die &uuml;ber DA ver&ouml;ffentlicht wurden, verweise ich auf meine Rezension der Ausgabe <em>&bdquo;MY STAR &ndash; MARY ROOS&ldquo;<\/em>, im Rahmen derer 20 Top-Lieder aus ihrer (weiterhin andauernder) Diepholzer &Auml;ra f&uuml;r eine fulminante <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/73800\/\/\">Best Of-Kompilation<\/a><\/strong> zusammengestellt wurden.<\/p>\n<p>Nun erscheint zum 31. M&auml;rz d.J. das aktuelle Opus der sympathischen Schlagerchansonette via DA Music. <strong>&bdquo;AB JETZT NUR NOCH ZUGABEN !&ldquo; <\/strong>beinhaltet elf brandneue t&ouml;nende Meisterwerke von Mary Roos, sowie eine akustische, sp&uuml;rbar entschlackte &bdquo;Version 2017&ldquo; des so hochmelodischen, wie tiefsinnigen 1995er-Edelchansons &bdquo;Zu sch&ouml;n, um wahr zu sein&ldquo;.<\/p>\n<p>Erneut balanciert Mary im Zuge ihres neuen Oeuvres zwischen unz&auml;hligen klanglichen Stilrichtungen. &Uuml;berwiegend geschrieben von dem Hamburger Komponisten\/Produzenten\/Vocal Coach Sven B&uuml;nger, der sein ganzes K&ouml;nnen in die Waagschale warf; ein Beitrag entstammt dar&uuml;ber hinaus der Feder des M&uuml;nsteraner Singer\/Songwriters Johannes Oerding, f&uuml;r einen weiteren zeichnet die Heidelberger Kabarettistin und Liedermacherin PE Werner verantwortlich. Bei der klingenden Umsetzung der neuen Albumlieder halfen Koryph&auml;en, wie Uwe Haselsteiner oder Michael Zai im Chor bzw. Ulrich Rode und Anne de Wolf (&bdquo;BAP&ldquo;) im Studio intensiv und beherzt mit.<\/p>\n<p>Die erste &sbquo;Zugabe&lsquo;, vulgo der Albumer&ouml;ffner <strong>&bdquo;Passt nicht&ldquo;<\/strong>, ist ein sommerlich-frisch vor sich hin swingender Popsong auf bestem Niveau, der lyrisch eine Frau &uuml;ber ihren Verehrer sinnieren l&auml;sst. Diese legt dann spitzz&uuml;ngig dar, was alles <em>nicht passt<\/em> zwischen den beiden, um eine l&auml;ngerfristige Beziehung einzugehen &ndash; doch sie l&auml;sst sich zum Schluss des aufmunternden, jazzigen Liedes ein Hintert&uuml;rchen offen&hellip; <em>&bdquo;Das passt nicht&hellip; zumindest fast nicht&ldquo;<\/em> (Textzitat). In der <strong>&bdquo;Discozeitmaschine&ldquo; <\/strong>geht&rsquo;s in entsprechendem Soundbild augenzwinkernd zur&uuml;ck in die glitzernden Seventies zwischen &bdquo;Dancing Queen&ldquo; und &bdquo;Yes Sir, I can Boogie&ldquo; &ndash; im Arrangement meint man, Phrasierungen aus &bdquo;Stayin&lsquo; alive&ldquo; der &bdquo;Bee Gees&ldquo; heraush&ouml;ren zu k&ouml;nnen. Diese famose Reise in andere (m.E. bessere) Zeiten dient &uuml;brigens gleicherma&szlig;en als erste Promo-Single aus &bdquo;Ab jetzt nur noch Zugaben!&ldquo;, womit die Verantwortlichen tats&auml;chlich den ungew&ouml;hnlichsten, signifikantesten Titel f&uuml;r die Rundfunk-Promotion-Single ausgew&auml;hlt haben, der sicherlich f&uuml;r einige Furore sorgen d&uuml;rfte.<\/p>\n<p>Als prickelnder, bl&auml;serbetonter Blues-Jazz-Verschnitt im urbanen, wiegenden Klanggewand, pr&auml;sentiert sich der gem&uuml;tliche vor sich hin flie&szlig;ende Hymnus auf Ruhe und Stressvermeidung, <strong>&bdquo;Ich hab&lsquo; Zeit&ldquo;<\/strong>, w&auml;hrend der sanfte, fragile Pianoschleicher <strong>&bdquo;Stein auf Stein&ldquo;<\/strong> eine mitf&uuml;hlende, herzliche Reminiszenz an die oft vergessene Generation der &sbquo;Tr&uuml;mmerfrauen&lsquo; darstellt. <strong>&bdquo;C&rsquo;est la Vie&ldquo;<\/strong> ist ein behagliches, angenehmes Gitarrenchanson, mit latenten Walzer-Elementen und zickigen Streichern vermengt; als fetzige, rasante, treibende Pop-Rock-Melange auf deftiger E-Gitarrenbasis zeigt sich die philosophische Lebensbetrachtung <strong>&bdquo;Deine Welt ist keine Insel&ldquo;<\/strong>. Die knallige, rasende Up-Tempo-Nummer <strong>&bdquo;Nicht n&ouml;tig&ldquo;<\/strong> lehnt sich an die munteren, britischen 80er-Soul-Pop-Klangfarben a la &bdquo;Walking on Sunshine&ldquo; (&bdquo;Katrina &amp; the Waves&ldquo;) oder &bdquo;You can&rsquo;t hurry love&ldquo; (in der 1982er-Phil-Collins-Version) an.<\/p>\n<p>Wiederum ernsthafter und nachdenklicher wird&rsquo;s im frankophilen, mit Akkordeon verfeinerten Pianochanson <strong>&bdquo;Sie kann es tragen&ldquo;<\/strong>, welches sich um das &Auml;lterwerden und die Aufrechterhaltung der eigenen Pers&ouml;nlichkeit, des Selbststolzes, dreht. Feinster Gitarrenpop mit perlendem Pianos, mal wieder britischer Machart, bedeutet das &sbquo;gesungene Lebenselixier&lsquo; <strong>&bdquo;Keine Abschiedstour&ldquo;<\/strong>, woraufhin auf dem witzig-ironisch-surreal ausformulierten <strong>&bdquo;Parkplatz&ldquo;<\/strong> (Liedtitel) abermals locker und leger geswingt wird. Mit dem d&uuml;ster-bluesig-n&auml;chtlichen Slow Song <strong>&bdquo;Der letzte Song&ldquo;<\/strong> endet der offizielle Teil eines wahrhaftig gro&szlig;artigen Werks einer unverkennbar grandiosen K&uuml;nstlerin, die offenkundig niemals altert. (Zum Bonustitel <strong>&bdquo;Zu sch&ouml;n um wahr zu sein&ldquo;<\/strong> in der &bdquo;Version 2017&ldquo; habe ich mich bereits &auml;u&szlig;ert).<\/p>\n<p>Von Disco &uuml;ber Jazz, Chanson und Pop-Rock, ist bei Mary Roos a.D. 2017 alles mit von der Partie, womit die gehobene Unterhaltungsmusik aufzuwarten in der Lage ist. Mir haben bislang alle DA-Alben der ph&auml;nomenalen Pop-Diva sehr gefallen, viele derer habe ich im Laufe der Jahre f&uuml;r SMAGO! &ndash; regelm&auml;&szlig;ig positiv &#8211; rezensiert. <strong>&bdquo;AB JETZT NUR NOCH ZUGABEN !&ldquo;<\/strong> stellt selbst so tolle, hochqualitative Scheiben, wie &bdquo;Hautnah&ldquo; (2007), &bdquo;Bis hierhin&hellip;und weiter&ldquo; (2011) oder &bdquo;Bilder meines Lebens&ldquo; (2015), noch in den Schatten. <strong>&bdquo;AB JETZT NUR NOCH ZUGABEN !&ldquo; <\/strong>von <strong>MARY ROOS<\/strong> muss bereits jetzt als einer <em>der<\/em> deutschsprachigen Pop-H&ouml;hepunkte des ja noch recht jungen Jahres 2017 apostrophiert werden!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 18. M\u00e4rz 2017<br \/>http:\/\/www.da-music.de<br \/>http:\/\/www.mary-roos.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der ganz gro\u00dfen K\u00f6nnerinnen legt ein neuerliches Meisterwerk vor &#8230;: \u00a0 Die Vollbluts&auml;ngerin MARY ROOS gilt als eine der<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":67538,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67537"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67537"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67537\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}