{"id":67414,"date":"2017-04-03T00:00:00","date_gmt":"2017-04-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=67414"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MARY-ROOS-Ein-Album-der-Extrakl-67413","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MARY-ROOS-Ein-Album-der-Extrakl-67413\/","title":{"rendered":"MARY ROOS <br \/>&quot;Ein Album der Extraklasse&quot;: Stephan Imming ist begeistert von Mary&#39;s neuem Album &quot;Ab jetzt nur noch Zugaben !&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER seine ausf\u00fchrliche CD-Kritik &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorab muss ich mich entschuldigen, dass die Unart, den Namen &bdquo;Udo J&uuml;rgens&ldquo; ins Spiel zu bringen, in diesem Artikel gleich mehrfach vorkommen wird. Das hat einen Grund: Es gibt wohl nur wenige Interpreten, bei denen es &ndash; wie fr&uuml;her bei Udo &ndash; so ist, dass auf einem Album keine &bdquo;F&uuml;llst&uuml;cke&ldquo; enthalten sind, sondern wirklich jeder Titel mit Inhalt gef&uuml;llt ist. Auch die Professionalit&auml;t und die Kunst, sehr gute Textdichter um sich zu versammeln, sind Gemeinsamkeiten von Mary und Udo &ndash; deshalb ist der Vergleich hier und da angebracht.<\/p>\n<p>Sowohl in Interviews als auch in ihren Texten bekundet Mary, dass sie nun das Alter hat, einfach ihre Meinung sagen zu k&ouml;nnen &ndash; und nicht immer aus &bdquo;political correctness&ldquo; den Mund halten zu m&uuml;ssen, ein Lied handelt sogar genau von diesem Thema. So gesehen ist ihr Album &bdquo;Ab jetzt nur noch Zugaben!&ldquo; nur logisch &ndash; man hat wirklich den Eindruck, dass ihr die Lieder selber Spa&szlig; machen.<\/p>\n<p>Gleich der Opener ihres Albums zeigt, wohin die Reise geht. Mit &bdquo;<strong>Passt nicht<\/strong>&ldquo; zeigt Mary, was alles vermeintlich zusammen passt, dann aber wohl doch nicht (meine Lieblingszeile: &bdquo;<em>Du magst Tiere und Fische &ndash; ich mag Fische und Tiere &ndash; aber nur, wenn ich sie vorher frittiere<\/em>&ldquo;). Ich finde, zu ihrer Einstellung zu Tieren muss Mary dringend mal mit Herrn Trepper reden&hellip; Jedenfalls h&auml;lt Mary letztlich offen, ob das &bdquo;Passt nicht&ldquo; ihrem Gegen&uuml;ber wirklich endg&uuml;ltig ist. Den Song schrieb &uuml;brigens Stephan Piez, der unter dem Namen &bdquo;der Polar&ldquo; selbst auftritt und unter diesem Namen auf Marys letztem Album den Titel &bdquo;Du&ldquo; beisteuerte. &bdquo;Passt doch!&ldquo; ist man geneigt zu sagen, Piez hat den Song n&auml;mlich nicht nur geschrieben, sondern ist auch als Hintergrunds&auml;nger im St&uuml;ck zu h&ouml;ren.<\/p>\n<p>Als erste Single aus &bdquo;Frau Ross&rsquo;&ldquo; Album wurde der im Retro-Stil produzierte Song &bdquo;<strong>Discozeitmaschine<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt. Die f&uuml;r die 1970er Jahre typischen Disco-Streicher erinnern an Michael Kunzes legend&auml;ren &bdquo;Munich Sound&ldquo;, und f&uuml;r den Hintergrundchor wurde laut Marys Aussage sogar ein Bee Gees-Cover-Chor engagiert. Wenn man sich die S&auml;nger ansieht, staunt man nicht schlecht: Michael Zai, Franco Leon und Uwe Haselsteiner &ndash; das sind Namen, die man nicht sofort mit den Bee Gees in Verbindung bringt, doch weit gefehlt &ndash; wem die Background-Vocals in Marys &bdquo;Discozeitmaschine&ldquo; gefallen, der sollte mal diesen Link anklicken: <a href=\"http:\/\/www.beegees-show.de\/info-night-fever-bee-gees-tribute-cover-band.php\">http:\/\/www.beegees-show.de\/info-night-fever-bee-gees-tribute-cover-band.php<\/a> . Neben dem Produzenten des Albums, Sven B&uuml;nger, wurde der Titel von Jovanka von Wilsdorf geschrieben &ndash; auch sie ist keine Unbekannte in Marys Umfeld, schrieb sie doch 2013 den mehr als bemerkenswerten Mary-Song &bdquo;Lass mich Dich auch mal vermissen&ldquo;. Bei so einem Team ist es nicht weiter verwunderlich, wenn dabei ein sch&ouml;ner Radiohit herauskommt.<\/p>\n<p>Ein weiteres absolutes Highlight der CD ist der von Frank Ramond getextete Titel &bdquo;<strong>Ich hab Zeit<\/strong>&ldquo;, in dem sich Mary f&uuml;r Gelassenheit ausspricht. Das Ganze herrlich musikalisch umgesetzt &ndash; es passt einfach. Die n&ouml;tige W&uuml;rze geben dem Song die Posaunen- und Cello-Einw&uuml;rfe (bzw. das herrlich l&auml;ssige Posaunensolo) &ndash; beide Instrumente eingespielt von Anne de Wolff, die sich u. a. auch als Violinistin und Produzentin von Wolfgang Niedecken einen Namen gemacht hat.<\/p>\n<p>Hohes Ansehen genie&szlig;en die so genannten &bdquo;Tr&uuml;mmerfrauen&ldquo;, die nach Kriegsende in den Jahren 1945 und 1946 ma&szlig;geblichen Anteil am Wiederaufbau des buchst&auml;blich zertr&uuml;mmerten Deutschlands hatten. Pe Werner schrieb Mary Roos zu diesem Thema, das Mary offensichtlich sehr am Herzen liegt, ein Lied auf den Leib &#8211; auch wenn (oder gerade weil) inzwischen &uuml;ber 70 Jahre vergangen sind. Das Lied ist mehr als eine Hommage an die &bdquo;Tr&uuml;mmerfrauen&ldquo;, sondern ist auch ein Pl&auml;doyer, in guten wie in schlechten Zeiten den Optimismus nicht zu verlieren und auch immer unbeirrt &bdquo;<strong>Stein auf Stein<\/strong>&ldquo; zu setzen.<\/p>\n<p>Unter den erfolgreichen Songautoren ist Tobias R&ouml;ger sp&auml;testens angekommen, seit er f&uuml;r Christina St&uuml;rmer &bdquo;Millionen Lichter&ldquo; geschrieben hat. Auch er hat auf Marys aktuellem Album einen Titel beigesteuert. Das Thema &bdquo;<strong>C&rsquo;est la vie<\/strong>&ldquo;, also die Probleme die sich ergeben, wenn z. B. der Zug vor der Nase wegf&auml;hrt, wurde schon oft im Schlager thematisiert &ndash; man denke beispielsweise an &bdquo;Na und!?&ldquo; von Udo J&uuml;rgens. Mary geht das Thema im Walzer-Rhythmus an &ndash; countryangehaucht, erneut spielt Anne de Wolff dezent im Hintergrund Streicher &ndash; schon wieder ein toller optimistischer Titel.<\/p>\n<p>Wer in einem Schlager W&ouml;rter wie &bdquo;antiseptisch&ldquo; unterbringt, muss schon der ersten Liga angeh&ouml;ren &ndash; und siehe da: &bdquo;<strong>Deine Welt ist keine Insel<\/strong>&ldquo; wurde in der Tat von Deutschlands aktuell wohl erfolgreichstem Textdichter, Tobias Reitz, getextet. Musikalisch startet der Song &auml;hnlich wie der WM-Hit &bdquo;Auf uns&ldquo; von Andreas Bourani. &#8211; Den Eigenbr&ouml;dlern dieser Welt r&auml;t Mary: &bdquo;Entspann Dich!&ldquo; &ndash; Mary empfiehlt, nicht die &bdquo;<em>Klappen dicht zu machen<\/em>&ldquo;. Wen mag sie da nur meinen? In der Schlagerszene sind doch alle sehr kritikf&auml;hig, selbstkritisch und vor allem selbstironisch. (Kleiner Hinweis an Giovanni di Lorenzo und Konsorten &ndash; der letzte Satz war ein Scherz). &Uuml;brigens &ndash; bereits 2015 brachte Mary einen Song namens &bdquo;Entspann Dich&ldquo; heraus &ndash; das Thema scheint ihr am Herzen zu liegen&hellip;<\/p>\n<p>Im sch&ouml;nsten Phil-Collins-Shuffle (&bdquo;Two Hearts&ldquo;, &bdquo;You Can&rsquo;t Hurry Love&ldquo;) startet der fr&ouml;hliche Song &bdquo;<strong>Nicht n&ouml;tig<\/strong>&ldquo;. Dass es Verehrer von Mary Roos bisweilen nicht leicht haben, wird in dem Titel klar, denn: &bdquo;<em>Das Gegenteil von &sbquo;gut&rsquo; ist &sbquo;gut gemeint&rsquo;<\/em>&ldquo;. Allen k&uuml;nftigen Liebhabern von Mary sei also geraten, nicht &bdquo;st&uuml;ndlich SMS&ldquo; zu schreiben. Offensichtlich hat sie&rsquo;s nicht so mit Draufg&auml;ngern.<\/p>\n<p>Udo J&uuml;rgens sagte einst: &bdquo;<em>Die gro&szlig;e Chance des &Auml;lterwerdens ist die, dass es einem wurscht sein kann, was die Leute sagen<\/em>&ldquo;. Der sehr erfolgreiche Textdichter Frank Ramond, der ja sogar selbst noch f&uuml;r Udo t&auml;tig war, hat sich zu diesem Thema einen tollen Text einfallen lassen, der genau in diese Kerbe schl&auml;gt: &bdquo;<strong>Sie kann es tragen<\/strong>&ldquo;: &bdquo;<em>Ich wird diesen Mund nicht mehr halten &ndash; die Wahrheit bleibt ungeschminkt<\/em>&ldquo; &ndash; klasse&nbsp; vor allem, wenn man Marys Lebenswandel und ihre Karriere kennt. Sie lebt das ja auch &ndash; man denke alleine an ihre wunderbare &bdquo;Nutten, Koks und frische Erdbeeren&ldquo;-Tour. &bdquo;<em>Ich schau nicht mehr hin, ob Du klatscht oder buhst&hellip;. kenn keinen Namen und keine Scham<\/em>&ldquo; &ndash; dem ist nichts hinzuzuf&uuml;gen! Neben den Streichern spielt Anne de Wolff diesmal auch Akkordeon, was dem Titel einen Chanson-Charakter gibt.<\/p>\n<p>Nachdenklich gibt sich Mary textlich mit ihrem Titel &bdquo;<strong>Keine Abschiedstour<\/strong>&ldquo;. Auch da gibt es Parallelen zu Udo &ndash; sie macht &bdquo;ihr Ding&ldquo; halt weiter, ohne gro&szlig;spurige Tourneen anzuk&uuml;ndigen. Mary meint, dass &bdquo;<em>nach dem Ende noch lange nicht Schluss<\/em>&ldquo; ist. Den zutreffenden Text schrieb Hendrik Heuermann &ndash; auch er ist seit einigen Jahren f&uuml;r Mary als Textdichter aktiv.<\/p>\n<p>In die imposante Liste der sehr popul&auml;ren und begabten Textdichter von Marys Album reiht sich auch Johannes Oerding ein. &bdquo;<em>Und sie rei&szlig;en ein Haus ab, in dem ich wohn&rsquo;, denn da wird ein Parkplatz gebaut<\/em>&ldquo; &ndash; sang Udo J&uuml;rgens einst. Dieser Gedanke wird im Song &bdquo;<strong>Parkplatz<\/strong>&ldquo; aufgegriffen. Augenzwinkernd &uuml;berlegt Mary, lieber einen Parkplatz zu bauen als weiter hinzunehmen, dass Bem&uuml;hungen wie Liebesritzereien in B&auml;umen und Teichanlagen nicht wirklich funktioniert haben &ndash; sie kommt zum Schluss: &bdquo;<em>Wir machen einen Parkplatz draus<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Der letzte neue Song des Albums hat mich zun&auml;chst dazu eingeladen, einzustimmen: &bdquo;Oh Mammy &ndash; oh Mammy Blue&ldquo;. Aber um den Titel noch zu kennen, muss man schon ein biblisches Alter haben&hellip; &#8211; Den Text des Liedes &bdquo;<strong>Der letzte Song<\/strong>&ldquo; schrieb Katrin Schr&ouml;der &ndash; auch sie ist kein unbeschriebenes Blatt, hat sie doch f&uuml;r Roger Cicero, Howard Carpendale und Peter Maffay gute Texte verfasst. Wer beim Liedtitel meint, es gehe um Marys letzten Song, wird zum Gl&uuml;ck eines besseren belehrt &ndash; vielmehr ist es ein Liebeslied, in dem es darum geht, dass der letzte Song einer bestimmten Person gewidmet ist. Ob diese Person Wolfgang Trepper ist, das bleibt allerdings ein Geheimnis.<\/p>\n<p>Lied Nummer 12 ist ein Bonustrack. Ganz ohne den genialen Michael Reinecke, der diesen Song geschrieben hat, geht es eben nicht &ndash; das ist f&uuml;rwahr &bdquo;<strong>Zu sch&ouml;n, um wahr zu sein<\/strong>&ldquo;. Auf ihrem Album &bdquo;Leben&ldquo; ver&ouml;ffentlichte Mary diesen Titel 2005 erstmals, der Titel wurde auch als Vorab-Single ausgekoppelt und nun, zw&ouml;lf Jahre sp&auml;ter, in einer sch&ouml;nen &bdquo;Version 2017&ldquo; neu arrangiert.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;Ab jetzt nur noch Zugaben&ldquo; legt Mary Roos ein Schlageralbum der Extraklasse vor &ndash; Alben dieser durchgehenden Qualit&auml;t findet man nicht alle Tage. Sie verbindet ihre gesangliche Klasse und die Tradition des Schlagers mit modernen Kl&auml;ngen der Jetztzeit. Das Programm &bdquo;Nutten, Koks und frische Erdbeeren&ldquo; l&auml;uft und l&auml;uft und l&auml;uft&hellip; und dann ist sie auch noch mit lieben Kolleginnen und Kollegen auf &bdquo;Schlagerlegenden&ldquo;-Tour. Ganz offensichtlich hat sie an all ihren Aktivit&auml;ten Spa&szlig;, das &uuml;bertr&auml;gt sich auf&rsquo;s Publikum. Es bleibt zu w&uuml;nschen, dass Mary noch viele, viele Zugaben f&uuml;r uns auf Lager hat!<\/p>\n<p>Stephan Imming, 02.04.2017<br \/>http:\/\/www.da-music.de<br \/>http:\/\/www.mary-roos.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER seine ausf\u00fchrliche CD-Kritik &#8230;:\u00a0 Vorab muss ich mich entschuldigen, dass die Unart, den Namen &bdquo;Udo J&uuml;rgens&ldquo; ins<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":67415,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67414"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67414\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}