{"id":67165,"date":"2017-04-10T00:00:00","date_gmt":"2017-04-10T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=67165"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"TRUCK-STOP-Die-CD-Made-In-Germa-67164","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/country\/TRUCK-STOP-Die-CD-Made-In-Germa-67164\/","title":{"rendered":"TRUCK STOP <br \/>Die CD &quot;Made In Germany&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Neues von den &#8222;Cowboys von der Waterkant&#8220; !!!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&bdquo;Der wilde, wilde Westen<\/em> \/ <em>f&auml;ngt gleich hinter Hamburg an&ldquo;<\/em>&hellip; diese Refrainzeile des entsprechenden Countrypop-Evergreens der Hamburger Band <strong>&bdquo;TRUCK STOP&ldquo;<\/strong> ist l&auml;ngst als gefl&uuml;geltes Wort der einheimischen Schlager- und Popszene in die Annalen der Musikhistorie eingegangen. Bis auf Rang 15 schaffte es das Sextett im Fr&uuml;hsommer 1980, das sich &ndash; nach englischsprachigen Anf&auml;ngen im Dunstkreis der damaligen &bdquo;Hamburger Szene&ldquo; in der zweiten H&auml;lfte der 70er Jahre deutscher Lyrik &ouml;ffnete &#8211; in den deutschen &bdquo;Media Control-Listen&ldquo;; in Dieter Thomas Hecks &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; war am 19. Mai 1980 sogar die Spitzenposition m&ouml;glich.<\/p>\n<p>Seitdem verfiel das Schlagerpublikum in der BR Deutschland erst mal f&uuml;r einige Zeit lang in ein regelrechtes Country-Fieber. LPs und Singles von &bdquo;Truck Stop&ldquo; gingen bis in die sp&auml;ten 80er Jahre hinein, weg, wie die sprichw&ouml;rtlichen &sbquo;warmen Semmeln&lsquo;; kesse, stets country-infizierte Schlager und Popsongs der Sorte &bdquo;Old Texas Town, die Westernstadt&ldquo; (1980), &bdquo;Lass die M&auml;dels wissen&ldquo;, &bdquo;Easy Rider&ldquo; (beide 1981), &bdquo;Nein Danke, ich rauch&lsquo; nicht mehr&ldquo;, &bdquo;Das gibt&rsquo;s doch nur in Dallas&ldquo; (beide 1982), &bdquo;Hilly Billy Country-Lilly&ldquo;, &bdquo;Vater und Sohn&ldquo; (beide 1983), &bdquo;Ein Tag, wie ein Freund&ldquo; (1984), &bdquo;Louisiana Ladys&ldquo; (1986), &bdquo;Die Lady und der Tramp&ldquo; (1987) oder &bdquo;Arizona-Arizona&ldquo; (1990) waren aus keinem Rundfunkprogramm, aus keiner Musik-TV-Show jener &Auml;ra wegzudenken. 1993 schufen die sechs &sbquo;Cowboys von der Waterkant&lsquo; den Titelsong zur NDR-Kult-Krimiserie &bdquo;Gro&szlig;stadtrevier&ldquo;, bevor es in der zweiten H&auml;lfte der 90er Jahre etwas stiller um die Truppe aus der Freien und Hansestadt wurde.<\/p>\n<p>Man wechselte zun&auml;chst von Metronome\/UNIVERSAL zur M&uuml;nchener Ariola, dockte nach 1995 f&uuml;r ein paar Produktionen bei der M&uuml;nchener Ariola an, band sich 2008 bis 2014 an GLORIELLA, das seinerzeitige Label von Starproduzent Jack White, um 2015 bei der Ariola-Tochter TELAMO einen Kontrakt zu unterschreiben. Der Einstieg von &bdquo;Truck Stop&ldquo; dort erschien 2015 und nannte sich &bdquo;M&auml;nner sind so&ldquo;; nun liegt das neueste TELAMO-Opus der sechsk&ouml;pfigen Combo vor, das da hei&szlig;t <strong>&bdquo;Made in Germany&ldquo;<\/strong> und 14 brandneue Lieder zwischen Country, Pop, Blues, Folk und (nur noch wenig) Schlager beinhaltet, deren Entstehung von den Hamburger Studioassen J&ouml;rn Heilbut (u.a. &bdquo;Felix de Luxe&ldquo;, &bdquo;Jeremy Days&ldquo;) und Frank Ramond (u.a. Ina M&uuml;ller, Christina St&uuml;rmer, Udo Lindenberg, Roger Cicero) studiotechnisch bzw. textlich betreut wurde. Nach dem pl&ouml;tzlichen Tod der legend&auml;ren Ur-Mitglieder Lucius Reichling (+ 2012, voc, git, Mandoline, Geige) und Cisco Berndt (+2013, voc, git, b) ist von der Ursprungsbesetzung, die 1973 ins Leben gerufen wurde, nur noch Schlagzeuger Teddy Ibing mit dabei, die anderen f&uuml;nf Mitstreiter stie&szlig;en zwischen 1978 und 2014 zu &bdquo;Truck Stop&ldquo;.<\/p>\n<p>Der gem&uuml;tlich-relaxt vor sich hin perlende Titelsong <strong>&bdquo;Made in Germany&ldquo;<\/strong> ist eine eindringliche Hommage an das rastlose Trucker-Dasein, das eigene Vaterland und die Heimatstadt Hamburg an der Elbe, bluesig-deftig und lyrisch augenzwinkernd-satirisch wird&rsquo;s in dem so dr&ouml;gen, wie aufregenden Countryrocker <strong>&bdquo;Ich guck das Spiel, Schatz&ldquo;<\/strong>, der davon erz&auml;hlt, dass ein Mann w&auml;hrend des Betrachtens eines Fu&szlig;ballmatches mit seiner Freundin keinesfalls alles M&ouml;gliche und Unm&ouml;gliche debattieren und sogar noch viel weniger von ihr zu hei&szlig;en Aktivit&auml;ten verf&uuml;hrt werden mag.<\/p>\n<p>Liebenswerte Tr&auml;ume von Urlaubsstimmung und Ferienfreuden verbreitet &ndash; erneut gem&auml;chlich, entspannt, nonchalant umgesetzt &ndash; die reisefiebrige Halbballade <strong>&bdquo;Ein Hund ohne richtigen Namen&ldquo;<\/strong>, in der Hoffnung, am auserw&auml;hlten Ort in Ruhe und Mu&szlig;e endlich einen richtigen Namen f&uuml;r den tapsigen Familienhund zu finden. Knackigen, treibenden, geradezu rasenden Countrypop vernehmen wir im ironischen Beinahe-Talking-Blues <strong>&bdquo;Mama macht Karriere&ldquo;<\/strong>, in dem ein modernes Familienbild gezeichnet wird, im Rahmen dessen die &sbquo;Mama&lsquo; arbeiten geht und der &sbquo;Papa&lsquo; sich ausschlie&szlig;lich um den Haushalt k&uuml;mmert, w&auml;hrend &ndash; frei nach dem Motto des einstigen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbr&uuml;ck, &bdquo;H&auml;tte, H&auml;tte, Fahrradkette&ldquo; &ndash; in der eher stillen Ballade <strong>&bdquo;W&auml;re, W&uuml;rde, H&auml;tte&ldquo;<\/strong> das traurig und melancholisch gestimmte Lied-Ich dar&uuml;ber sinniert, ob dieses mit seiner Ex-Freundin denn nicht noch gl&uuml;cklich sein <em>w&uuml;rde<\/em>, <em>h&auml;tte<\/em> er sich doch zuvor mehr um sie gek&uuml;mmert, <em>w&auml;re<\/em> er einstmals h&auml;ufiger f&uuml;r sie da gewesen.<\/p>\n<p>Der nur hintergr&uuml;ndig rockende, dennoch kraftvoll gitarrenbetonte Countrypopper <strong>&bdquo;Wenn Du jemanden suchst&ldquo; <\/strong>bietet einer tollen Frau an, falls sie tats&auml;chlich einen solchen, treuen, liebevollen Freund suche, doch gerne den hei&szlig;verliebten Protagonisten als solchen zu nehmen; abermals von lauten, vorantreibenden Gitarren bestimmt und durchzogen ist der aufreibende, wiegend-z&auml;he Countryblues <strong>&bdquo;Wenn M&auml;nnerherzen brechen&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Tempobezogen flink und inhaltlich delikat &uuml;berzeichnet, geht es im fiedel-gef&uuml;hrten Countrypop <strong>&bdquo;Nachbarn&ldquo;<\/strong> um nicht ganz so freundlich gesonnene Mitbewohner in einem Mehrfamilienhaus. Als so lakonisch und abgekl&auml;rt, wie prallgef&uuml;llt mit Liebe und Zuneigung, erweist sich das herzliche, charmante, in mittlerer Geschwindigkeit gehaltene Liebesgest&auml;ndnis <strong>&bdquo;Weil Du es bist&ldquo;<\/strong>. Gleichsam als eher geruhsam, gef&uuml;hlig und zudem nachdenklich zeigt sich das folkrock-angehauchte <strong>&bdquo;Ich hab keinen Plan&ldquo;<\/strong>. <strong>&bdquo;Nicht der Typ&ldquo;<\/strong> ist ein klassischer, schneller Countrypop auf bluesig-\/rock&rsquo;n&rsquo;rolliger Basis, eine Art &bdquo;Bewerbungsschreiben&ldquo; eines hingerissenen Mannes gegen&uuml;ber dessen optionaler Traumfrau; <strong>&bdquo;Ohne Frauen wie Dich&ldquo;<\/strong> geht wiederum problemlos als herzensgute, intime und intensive, in bed&auml;chtig zur&uuml;ckhaltend inszeniertem Klangambiente verharrende Sympathiebekundung an die geliebte Partnerin durch.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Raus aus meinem Kopf&ldquo;<\/strong> &ndash; der Traum, sich seine gro&szlig;e Liebe nicht nur zu w&uuml;nschen, sondern mit dieser auch schnellstm&ouml;glich im realen Leben konfrontiert zu werden &ndash; ist ein gitarrenlastiger, hochmelodischer, gleicherma&szlig;en lockerer, gel&ouml;st-unbefangener, ebenso anschmiegsamer, sachter Countrypop; der phonstarke, drastisch-vertrackte Countryrock\/Blues-Verschnitt <strong>&bdquo;Letzter Halt&ldquo;<\/strong> setzt sich zum Schluss des aktuellen Liedreigens philosophisch und kryptisch mit der Findung der gro&szlig;en Liebe als eben letztem, m&ouml;glichst endg&uuml;ltigem Haltepunkt auf dem Wege zu sich selbst auseinander.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Truck Stop&ldquo;<\/strong>, immerhin schon seit knapp 45 Jahren im Gesch&auml;ft, haben mit <strong>&bdquo;Made in Germany&ldquo;<\/strong> ein profundes und durch und durch gef&auml;lliges, anregendes Album vorgelegt. Die Zusammenarbeit mit Frank Ramond in puncto Betextung wirkt sich auch und gerade auf die enorme Stilvielfalt der neuen Lieder au&szlig;erordentlich positiv aus. <strong>&bdquo;Truck Stop&ldquo;<\/strong> anno 2017 bedeutet folglich eher Deutschrock und Deutschpop mit flotten, trefflichen Country-Einsprengseln, jenseits von Fernfahrerseligkeit und Western-Klischees. <strong>&bdquo;Made in Germany&ldquo;<\/strong> ist eine anspruchsvolle, faszinierende Liedkollektion, die bei weltoffenen Schlagerfreunden ebenso Gefallen finden d&uuml;rfte, wie bei alteingesessenen Country-Verehrern und aufgeschlossenen Anh&auml;ngern traditioneller, deutschsprachiger Rockmusik, verfeinert mit Blues- und Folk-Elementen!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 04.\/05. April 2017<br \/>http:\/\/www.telamo.de<br \/>http:\/\/www.truck-stop.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues von den &#8222;Cowboys von der Waterkant&#8220; !!!\u00a0 &bdquo;Der wilde, wilde Westen \/ f&auml;ngt gleich hinter Hamburg an&ldquo;&hellip; diese Refrainzeile<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":67166,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[4],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67165"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67165"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67165\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}