{"id":66007,"date":"2017-05-10T00:00:00","date_gmt":"2017-05-10T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=66007"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ROLAND-KAISER-smago-Serie-Schla-66006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/ROLAND-KAISER-smago-Serie-Schla-66006\/","title":{"rendered":"ROLAND KAISER <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;Vor 40 Jahren&quot; &#8211; Teil 69: &quot;Verde \u2013 frei, das hei\u00dft allein&quot; &#8211; &quot;Die Anf\u00e4nge (1970-er Jahre)&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Mit diesem Beitrag von Stephan Imming gratuliert smago! dem Schlager- und Pop-Kaiser auf das Allerherzlichste zu seinem 65. Geburtstag heute (10.05.2017)!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 10. Mai 1952 wurde Ronald Keiler in Berlin geboren. Seine Mutter war ein 17-j&auml;hriges M&auml;dchen, das ihn in der Nachkriegszeit nicht gro&szlig;ziehen konnte und ihn deshalb in einem K&ouml;rbchen vor einem Kinderheim, dem Waisenhaus Paul-Gerhardt-Stift in Berlin, aussetzte. Roland wurde deshalb in die Obhut einer aus Berlin-Wedding stammenden Pflegemutter (<em>Ella Oertel<\/em>) gegeben &ndash; einer Raumpflegerin, die damals schon &uuml;ber 50 Jahre alt war und damit f&uuml;r eine Adoption zu alt. R&uuml;ckblickend charakterisierte Roland seine Pflegemutter in einem Interview mit dem Stern wie folgt: &bdquo;<em>Eine tolle Frau. Sie hat als Putzfrau gearbeitet, ihre Geradlinigkeit war gro&szlig;artig. Sie hat mir vermittelt, was wirklich wichtig ist: zu wissen was Recht, was Unrecht ist. Sie hat mich gelehrt, aufrecht zu gehen. Und nie nach unten zu treten.&ldquo; <\/em>Seine leiblichen Eltern hat er nie kennengelernt; seine leibliche Mutter verstarb, als er 15 Jahre alt war.<\/p>\n<p>Ronald machte nach Abschluss der mittleren Reife eine Lehre zum Einzelhandels- und Automobilkaufmann und arbeitete &ndash; nach einem Intermezzo als Telegrammbote bei der Berliner Post &#8211; sp&auml;ter in der Werbeabteilung eines gro&szlig;en Berliner Autohauses. Nebenberuflich war er als S&auml;nger t&auml;tig. 1974 lernte Roland beim Billardspiel <em>Gerd K&auml;mpfe<\/em> kennen, den damaligen&nbsp; Manager von <em>Bernhard Brink<\/em> und <em>Randolph Rose<\/em>. Ihm erz&auml;hlte er, dass er auch singen k&ouml;nne (er meinte, das was die Kollegen k&ouml;nnen, k&ouml;nne er auch) und fragte ihn, ob nicht ein Probesingen m&ouml;glich sei. <em>K&auml;mpfe<\/em> vermittelte den Kontakt zur Berliner Plattenfirma Hansa &ndash; und tats&auml;chlich wurde die erste Single produziert: &bdquo;<strong>Was ist wohl aus ihr geworden?&ldquo;<\/strong>, eine Art Country-Schnulze aus der Feder von <em>Heino Petrik<\/em> und <em>Fred Jay<\/em>. Immerhin 2.500 Exemplare gingen von der Debutsingle &uuml;ber die Ladentheke. Schon damals lag Roland Kaiser das erotische Thema gut. In seinem ersten ver&ouml;ffentlichten Song sinniert er dar&uuml;ber, was quasi aus einer fr&uuml;heren &bdquo;Bettbekanntschaft&ldquo; geworden ist &ndash; man muss bedenken, dass es 1975 noch kein Facebook bzw. Internet gab&hellip;<\/p>\n<p>Mit der zweiten Single probierte man sich an einem Coversong. Aus dem damaligen Hit von <em>Freddy Fender<\/em> &bdquo;Before the Next Teardrop Falls&ldquo; machte <em>Ren&eacute; Marcard<\/em>, die Frau von Kaisers damaligen Produzenten <em>Thomas Meisel<\/em> (b&uuml;rgerlich hie&szlig; sie <em>Renate Meisel<\/em>) &bdquo;<strong>Bevor die n&auml;chste Tr&auml;ne f&auml;llt<\/strong>&ldquo;. Mit diesem Schlager hatte Roland seinen ersten gro&szlig;en TV-Auftritt: Er pr&auml;sentierte den Song am 13. September 1975 in <em>Ilja Richters<\/em> ZDF-Show &bdquo;Disco&ldquo;. Die B-Seite der Single, &bdquo;Halt das Gl&uuml;ck mit beiden H&auml;nden&ldquo;, ist eine der wenigen Kaiser-Nummern, die bis heute nie auf CD erschienen sind.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste Single ist eine deutsche Adaption eines internationalen Hits. Diesmal hat man sich des Klassikers &bdquo;Amazing Grace&ldquo; bedient. Im Fr&uuml;hjahr 1976 hatte <em>Lena Valaitis<\/em> damit einen gro&szlig;en Hit mit ihrer A-Capella-Version des Liedes (&bdquo;Ein sch&ouml;ner Tag&ldquo;). Roland Kaiser hat aus dem Titel eine Midtempo-Nummer im Reggae-Rhythmus gemacht, den Text verfassten <em>Heino Petrik<\/em> und <em>Ren&eacute; Marcard<\/em>: &bdquo;<strong>Eine Nacht, die ich nie mehr vergessen kann&ldquo;<\/strong>. Am 13. M&auml;rz 1976 war dann ein historischer Moment: Roland durfte die Nummer in der ZDF-Hitparade vorstellen &ndash; im Gegensatz &uuml;brigens zu <em>Lena Valaitis<\/em>, deren &bdquo;Ein sch&ouml;ner Tag&ldquo; nie in <em>Heck<\/em>s Kultshow zu h&ouml;ren war. Es sollte nicht Rolands letztes Gastspiel in der Berliner ZDF-Sendung werden &ndash; im Laufe der Jahre stieg er zum Hitparaden-K&ouml;nig auf: Kein anderer S&auml;nger war &ouml;fter in der Show eingeladen als er.<\/p>\n<p>Der Berliner <em>Norman Ascot<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Wolfgang Pliveritz<\/em>) schrieb mit dem damals sehr popul&auml;ren Textdichter <em>Hans-Ulrich Weigel<\/em> den Schlager &bdquo;<strong>Jane, oh Jane<\/strong>&ldquo;, der allerdings noch nicht zum Durchbruch f&uuml;hrte. Im Laufe seiner Karriere brachte Roland &uuml;brigens zwei weitere Lieder &uuml;ber &bdquo;Jane&ldquo; heraus &ndash; der Name hat es ihm offensichtlich angetan (&bdquo;Jane&ldquo; (1992) aus der CD &bdquo;Verr&uuml;ckt nach Dir&ldquo;, erschien sogar als Single und&nbsp; &bdquo;Jane&ldquo; aus der CD &bdquo;Auf dem Weg zu Dir&ldquo; (1987)). Diese Namens&auml;hnlichkeit f&uuml;hrt bisweilen zur Verwirrung &ndash; die rare &bdquo;Jane, oh Jane&ldquo;-Aufnahme ist beispielsweise auf dem 2009er CD-Sampler &bdquo;Hits und Rarit&auml;ten&ldquo; (entgegen der Angabe im Booklet) nicht zu finden, sondern die 1987er &bdquo;Jane&ldquo;-Aufnahme. Da der ganz gro&szlig;e Erfolg auf sich warten lie&szlig;, gab Roland damals im Branchenblatt &bdquo;Musikmarkt&ldquo; zu Protokoll: &bdquo;<em>Ich behalte meinen Job als Werbeleiter eines Autohauses in Berlin so lange, bis ich wirklich wei&szlig;, dass die Musik mich als sch&ouml;nste Sache der Welt auch ern&auml;hren kann.<\/em>&ldquo;<\/p>\n<p>Da auch &bdquo;Jane&ldquo; Roland nicht wirklich zum endg&uuml;ltigen Durchbruch verhelfen konnte, probierte man es wieder mit einer Coverversion. Die Gebr&uuml;der <em>Guido und Maurizio de Angelis<\/em>, die sp&auml;ter unter dem Namen <em>Oliver Onions<\/em> eine gute Karriere machten, brachten 1974 unter dem Namen &bdquo;<em>M &amp; G Orchestra<\/em>&ldquo; eine Instrumental-Single namens &bdquo;Verde&ldquo; auf den Markt, die Eingangsmelodie einer italienischen TV-Dokumentation namens &bdquo;Quaranta giorni die liberta&ldquo;. Die Melodie gefiel dem Gitarrenspieler <em>Hans Lingenfelder<\/em> so gut, dass er sie unter dem Namen <em>Ricky King<\/em> 1976 neu aufnahm &ndash; heraus kam ein gro&szlig;er Hit. Der Textdichter <em>Frank Thorsten<\/em> schrieb einen deutschen Text auf die Nummer: &bdquo;<strong>Frei, das hei&szlig;t allein<\/strong>&ldquo; &ndash; damit hatte Roland Kaiser seinen Durchbruch. Die Single verkaufte sich ca. 200.000 Mal, erneut war er damit am 25. September 1976 in der ZDF-Hitparade vertreten und erreichte erstmals die Charts (Top-15). Kurz darauf wurde auch die erste gleichnamige Langspielplatte gleichen Namens ver&ouml;ffentlicht. Besonderes Schmankerl auf der Debut-LP Rolands (&bdquo;Verde &ndash; Frei, das hei&szlig;t allein&ldquo;) ist seine Version des <em>Marianne-Rosenberg<\/em>-Krachers &bdquo;Karneval&ldquo;, die in der zweiten Auflage der LP allerdings nicht mehr enthalten war &ndash; ebenfalls wurde &uuml;brigens Rolands Version des <em>Jim Reeves<\/em>-Hits &bdquo;Adios Amigo&ldquo; der zweiten Auflage geopfert.<\/p>\n<p>Stattdessen fand sich in der Neuauflage der LP die Nachfolge-Single f&uuml;r Roland, die der 1997 verstorbene Komponist <em>Uli Roever<\/em> mit dem renommierten Textdichter <em>Fred Jay<\/em> schieb: &bdquo;<strong>Zieh mit dem Wind<\/strong>&ldquo;. Trotz Auftritts am 14. Mai 1977 in der ZDF-Hitparade wurde die Ballade kein kommerzieller Erfolg.<\/p>\n<p>Mit der n&auml;chsten Single gab es bei Roland Kaiser einen kleinen Stilwechsel &ndash; die n&auml;chste Nummer sollte ein f&uuml;r die 1970er Jahre typischer Mitklatsch-Schlager werden, der f&uuml;r Roland aber eher untypisch war. Bereits im Jahr 1960 entdeckte der Jazzmusiker <em>Mr. Acker Bilk<\/em> f&uuml;r sich ein kubanisches Folklorelied namens &bdquo;Ba Moin En Ti Bu&ldquo;. Aus diesem Lied zitierte er in seinem Hit &bdquo;Fancy Pants&ldquo; (&bdquo;ausgefallene Unterhosen&ldquo;). Einige Jahre sp&auml;ter verpasste <em>Richard Anthony<\/em> der Melodie einen franz&ouml;sischen Text (&bdquo;Tibo&ldquo;) und hatte damit einen kleinen Hit. Schon damals, 1972, gab es dazu eine deutsche Version von <em>Sigi Hoppe<\/em>, n&auml;mlich &bdquo;Singe mit, hallo!&ldquo;. Vier Jahre sp&auml;ter wurde das Lied erneut auf den Markt gebracht &ndash; diesmal wieder im kubanischen Stil mit dem Originaltext von der Formation <em>La Compagnie Creole<\/em>. Auf deren Single ist zu sehen, dass man sich auf eine volkst&uuml;mliche Melodie beruft. Im Juli 1977 produzierte <em>Thomas Meisel<\/em> dann Rolands deutsche Version dieser Nummer mit dem Text seiner Frau <em>Ren&eacute; Marcard<\/em>: &bdquo;<strong>Sieben F&auml;sser Wein<\/strong>&ldquo;. Urspr&uuml;nglich war der Titel f&uuml;r <em>Rex Gildo<\/em> vorgesehen &ndash; dar hatte aber aus Image-Gr&uuml;nden(!) abgelehnt. &#8211; Kurioserweise ist <em>Norman Ascot<\/em> als Komponist des Liedes auf der Single vermerkt, obwohl es sich klar um ein Traditional handelt. Am 29. Oktober 1977 stellte Roland diesen ersten Top-10-Hit in der ZDF-Hitparade vor und war 1978 drei weitere Male zu Gast in Dieter Thomas <em>Hecks<\/em> Show mit der Nummer &ndash; zu seinem Leidwesen. Kaiser ist heute der Meinung, dass dieser Schlager nicht zu ihm bzw. seinem sonstigen Werk passe&#8230; &ndash; wer mehr zur Geschichte dieses Songs wissen m&ouml;chte, kann das <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/77968\/\">HIER<\/a><\/strong> nachlesen &#8230;<\/p>\n<p>Mit seinem zweiten Top-Hit im Gep&auml;ck erschien dann auch die zweite Langspielplatte Roland Kaisers: &bdquo;Nicht eine Stunde tut mir leid&ldquo;. Die Plattenfirma stellte damals fest: &bdquo;<em>Des Kaisers Stimme &ndash; Roland ist ungemein vielseitig. Als Autor, als S&auml;nger&hellip; h&ouml;ren Sie sein neues Album<\/em>&ldquo;. Auch f&uuml;r die Frauenwelt war etwas dabei &ndash; der LP lag ein &bdquo;Riesenposter&ldquo; bei. Spannend ist &uuml;brigens, dass der sp&auml;tere Kaiser-Co-Autor <em>Norbert Hammerschmidt<\/em> die&nbsp; Zeile f&uuml;r ein Lied verwendet hat, das er mit Freddy Quinn schrieb, der sein 1985er Album ebenfalls so nannte. &#8211; Trotz der Zugpferdnummer sind auf Rolands zweitem Album in erster Linie Balladen zu h&ouml;ren, wobei die Auswahl der Songautoren imposant ist &ndash; u. a. schrieb niemand geringerer als <em>Howard Carpendale<\/em> ihm (gemeinsam mit <em>Joachim Horn-Bernges<\/em>) den Titel &bdquo;Ich bin keine Nummer mehr&ldquo;. <em>Bernd Rusinski<\/em>, sp&auml;ter selber recht erfolgreicher Schlagers&auml;nger, war Co-Autor des Songs &bdquo;Kommt jetzt die Jahreszeit (der gro&szlig;en Einsamkeit)?&ldquo;. Mit &bdquo;Was hat er, das ich nicht hab&ldquo; und &bdquo;Ich vermisse die hungrigen Jahre&ldquo; trat Kaiser auch erstmals selber als Textdichter in Erscheinung. Interessant ist auch der Name des Tonmeisters, der auf der LP vermerkt ist: <em>Peter Wagner<\/em>, der sp&auml;ter Rolands langj&auml;hriger Produzent werden w&uuml;rde und es bis heute ist (bis zuletzt war <em>Wagner<\/em> auch <em>Udo J&uuml;rgens<\/em>&lsquo; Produzent). Im M&auml;rz 2006 wurde die LP sogar im Rahmen der Aktion &bdquo;Schlagerfr&uuml;hling&ldquo; von der Ariola als CD neu aufgelegt.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste Nummer war ungew&ouml;hnlich. 1978 wurde in der ARD eine bis heute sehr bekannte Kinderserie namens &bdquo;die Vorstadtkrokodile&ldquo; nach dem Buch von <em>Max von der Gr&uuml;n<\/em> ausgestrahlt. Titelmelodie der Serie war &bdquo;Amada mia amore mio&ldquo; von &bdquo;<em>El Pasador<\/em>&ldquo;. Der Song wurde sehr popul&auml;r, kam in Deutschland sogar in die Top-10. Textdichterin <em>Ren&eacute; Marcard<\/em> hat dazu einen Text geschrieben &ndash; und damit f&uuml;r Roland Kaiser einen Text geschrieben, wie er f&uuml;r den selbst ernannten &bdquo;Grand Signeur des deutschen Schlagers&ldquo; sp&auml;ter sehr typisch werden sollte. Frivol-erotisch ging es da zur Sache &ndash;Kaiser bat seine Angebetete zun&auml;chst dringend: &bdquo;<em>Zieh Dich nicht aus<\/em>, <strong>Amore mio<\/strong>&ldquo;, offensichtlich war ihm seine damalige Liebschaft da etwas zu exhibitionistisch: &bdquo;<em>Der Knopf bleibt zu, Amore mio &ndash; gib endlich Ruh&lsquo;, Amore mio<\/em>&ldquo;&hellip; W&auml;hrend Roland zun&auml;chst noch ganz &bdquo;ratlos&ldquo; ist, darf es zu Hause dann endlich zur Sache gehen: &bdquo;<em>Jetzt zieh Dich aus, Amore mio&hellip; das wird ein Spa&szlig;<\/em>&hellip;&ldquo; &ndash; erstaunlich, dass ein derart sexistischer Text von einer Frau stammt&hellip; &#8211; Auch in Roland Kaisers deutscher Version wurde &bdquo;Amore Mio&ldquo; ein gro&szlig;er Hit, es reichte zur Top-20. Im Fr&uuml;hsommer 1978 pr&auml;sentierte der Kaiser seinen Song gleich drei Mal in der ZDF-Hitparade. In den sp&auml;ten 1990er Jahren sorgte Kult-Schlagerstar <em>Dieter Thomas Kuhn<\/em> f&uuml;r eine Wiederbelebung des Liedes, indem er es auf seiner Tournee sang und auch auf seiner Erfolgs-CD &bdquo;Gold&ldquo; ver&ouml;ffentlichte. Das hat der dann &uuml;brigens Jahre sp&auml;ter wieder vergessen, weil er in einem Interview leugnete, je einen Song von Roland Kaiser gecovert zu haben&hellip; Das ist umso imposanter, als er 2007 auch den Song &bdquo;Manchmal m&ouml;chte ich schon mit Dir&ldquo; aufgenommen hatte&hellip;<\/p>\n<p>In dieser Zeit begann Roland Kaiser, auch f&uuml;r andere S&auml;nger Texte zu schreiben. Beispielsweise ist er Co-Texter des Erfolgshits &bdquo;Skateboard&ldquo; von <em>Benny<\/em>. Aber auch f&uuml;r <em>Mary Roos<\/em> (&bdquo;Hei&szlig; und kalt&ldquo;), &nbsp;<em>Bernhard Brink<\/em> (&bdquo;Dich vergess&rsquo; ich nie&ldquo;), <em>Tina York<\/em> (&bdquo;Ich bin da&ldquo;), <em>Daniel David<\/em> (&bdquo;Zieh Dir nicht die Jacke an!&ldquo;) <em>Dunja Rajter<\/em> (&bdquo;Wie ein Kind&ldquo;) und <em>Nana Mouskouri<\/em> (&bdquo;Schiffe, die sich nachts begegnen&ldquo;) war er als Textdichter t&auml;tig.<\/p>\n<p>Immer mehr Fans konnte Roland gewinnen &ndash; so tourte er 1978 durch 49 St&auml;dte mit der damaligen &bdquo;Hitparaden-Tournee&ldquo;. Auch seine Folge-Single &bdquo;<strong>Wer sich selbst nur liebt<\/strong>&ldquo; stellte er im Februar und M&auml;rz 1979 wieder in der Berliner Kultshow vor. <em>Frank Thorstens<\/em> Text vertonte der damals sehr angesagte <em>Joachim Heider<\/em>, der sp&auml;ter noch &ouml;fter als dessen Hitlieferant in Erscheinung trat. Gegen die Vorg&auml;ngersongs fiel die etwas schw&uuml;lstige Ballade, die sehr an den Kracher &bdquo;Tornero&ldquo; erinnert, doch etwas ab &ndash; es reichte nicht f&uuml;r die Verkaufshitparade. Trotzdem hat die Schwedin <em>Siw Inger<\/em> den Titel 1979 in ihrem Heimatland in schwedischer Sprache ver&ouml;ffentlicht (&bdquo;Den som aldrig ger&ldquo;).<\/p>\n<p>Man besann sich der &bdquo;Sieben F&auml;sser Wein&ldquo; und ver&ouml;ffentlichte zeitnah einen Song im Samba-Rhythmus &ndash; und garnierte diesen mit einem schl&uuml;pfrigen Inhalt. <em>Frank Thorsten<\/em> schrieb einen deutschen Text zum Lied des Fu&szlig;ballers <em>Marius Tresor<\/em> (&bdquo;<em>Sacre Marius<\/em>&ldquo;): &bdquo;<strong>War das eine Nacht<\/strong>&ldquo;. Am 30. April 1979 pr&auml;sentierte Kaiser sein neues Lied in <em>Ilja Richters<\/em> ZDF-&bdquo;Disco&ldquo;. Auch damit konnte er aber nicht wirklich punkten, erstmals nach langer Zeit reichte es auch nicht f&uuml;r Hecks &bdquo;Hitparade&ldquo;.<\/p>\n<p>Auf Tour ging Roland aber auch in jenem Jahr &ndash; 1979 war er im Sommer auf ausgedehnter B&auml;der-Tour. Das Branchenblatt &bdquo;MusikInformationen&ldquo; bemerkte eine steile Aufw&auml;rtskurve in Sachen Live-Auftritte bei Roland: &bdquo;<em>Auch die Nachfrage nach Roland &bdquo;Live&ldquo; stieg mit seinen Ums&auml;tzen. Waren es 1977 noch beachtliche 100 Auftritte, so stieg die Zahl der Live-Acts 1978 auf 140 und erreichte 1979 gar die Zahl 200&ldquo;<\/em>. Bei der 1979er Tour stellte er auch seinen neuesten, selbst getexteten Hit vor: &bdquo;<strong>Schach matt<\/strong>&ldquo;. Co-Autor des Liedes war Kollege <em>G. G. Anderson<\/em> unter seinem b&uuml;rgerlichen Namen <em>Gerd Grabowski<\/em>. Nicht wenige sehen diesen Titel als einen von Kaisers st&auml;rksten Liedern &uuml;berhaupt an &ndash; eine stimmige Melodie im damals popul&auml;ren Disco-Stil und ein &uuml;beraus origineller Text, bei der metaphorisch die &bdquo;Dame&ldquo; den Mann &bdquo;<strong>Schachmatt<\/strong>&ldquo; setzt &ndash; oder anders gesagt: &bdquo;<em>Die Frau bringt mich um den Verstand!<\/em>&ldquo;. &ndash; &bdquo;Des Kaisers neue Kleider&ldquo; zeigte er &uuml;brigens auch bei seinem Auftritt am 10. September 1979 in der ZDF-Hitparade. Mit seiner doch sehr engen Hose brachte er recht viele seiner insbesondere weiblichen Fans um besagten Verstand, zumal sein Hemd bis zur Bewusstlosigkeit aufgekn&ouml;pft war. &#8211;&nbsp; Es reichte f&uuml;r einen Top-40-Hit.<\/p>\n<p>\n(&#8230;)<\/p>\n<p>Stephan Imming, 09.05.2017<br \/>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.roland-kaiser.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit diesem Beitrag von Stephan Imming gratuliert smago! dem Schlager- und Pop-Kaiser auf das Allerherzlichste zu seinem 65. 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