{"id":63631,"date":"2017-07-28T00:00:00","date_gmt":"2017-07-28T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=63631"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"NOCKALM-QUINTETT-smago-CD-Kriti-63630","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/NOCKALM-QUINTETT-smago-CD-Kriti-63630\/","title":{"rendered":"NOCKALM QUINTETT <br \/>smago! CD-Kritik: Mit ihrer neuen CD &quot;In der Nacht&quot; haben sie sich weiter modernisiert!"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6sterreichs beliebteste Schlagerband greift mit \u00fcberwiegend n\u00e4chtlichen Themen nach dem Chart-Thron!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits 1982 gr&uuml;ndete Gottfried W&uuml;rcher mit Freunden eine volkst&uuml;mliche Gruppe und nannte sie NOCKALM QUINTETT. Besondere Bekanntheit erlangte die Band 1991 mit dem Titel &bdquo;Schuld sind Deine himmelblauen Augen&ldquo;, mit dem man f&uuml;r Deutschland Platz 4 beim Grand Prix der Volksmusik holte. Nach einigen weiteren Anl&auml;ufen holte das Nockalm Quintett im Jahr 2002 (gemeinsam mit der S&auml;ngerin Stephanie) dann sogar den Sieg nach Hause &ndash; mit dem Lied &bdquo;Dort auf Wolke 7&ldquo; gewann man den Wettbewerb f&uuml;r &Ouml;sterreich.<\/p>\n<p>Aus der einst doch eher volkst&uuml;mlichen Gruppe ist inzwischen eine moderne Schlager-Kombo geworden. Fast exakt 25 Jahre nach &bdquo;Und <strong><u>in der Nacht<\/u><\/strong>, da brauch ich Dich zum Tr&auml;umen&ldquo;, einem weiteren Grand Prix der Volksmusik-Titel aus der Feder von Jean Frankfurter und Irma Holder, hat man das n&auml;chtliche Thema erneut aufgegriffen.<\/p>\n<p>Ungew&ouml;hnliche Texte und ungew&ouml;hnliche Themen sind nichts Neues bei den Nockis. Und so ist auch der Einstieg in das neue Album ungew&ouml;hnliche Schlagerkost &ndash; bei &bdquo;<strong>In der Nacht<\/strong>&ldquo; r&auml;t Gottfried W&uuml;rcher seinem Gespr&auml;chspartner: &bdquo;Tr&auml;um sch&ouml;n weiter&ldquo;. Ganz offensichtlich ist es etwas wie &bdquo;Besitzerstolz&ldquo;, wenn er sagt: &bdquo;Du wirst nie ihr Lover sein&ldquo;, weil eins klar ist: &bdquo;In der Nacht geh&ouml;rt sie mir&ldquo;. Da kann der Widersacher sich noch so anstrengen und tr&auml;umen, die hei&szlig; begehrte fiktive Dame geh&ouml;rt &ndash; zumindest &bdquo;in der Nacht&ldquo; dem S&auml;nger des Nockalm-Quintetts. Der Mid tempo-Song wurde von Peter Fiedler geschrieben.<\/p>\n<p>Auch &bdquo;<strong>Komm erst, wenn Du bleibst<\/strong>&ldquo; ist ein Schlager mit klar erotischem Inhalt. Im besten &bdquo;Verdammt, ich lieb Dich&ldquo;-Stil f&auml;ngt der Song romantisch-gem&auml;chlich ein und rockt im Refrain richtig los. &bdquo;Immer, wenn grad alles brennt, kommt dieses &sbquo;ich geh&rsquo;&ldquo;, wird da eine Frau angeklagt &ndash; das ist aber aus m&auml;nnlicher Sicht auch gemein. Ganz offensichtlich ist diesmal der Frust gro&szlig;, wenn etwas Begonnenes nicht vollendet wird, um es mal verklausuliert darzustellen (Wolfgang Trepper w&uuml;rde es vermutlich etwas anders formulieren). Peter Fiedler und Christian Zierhofer haben den Titel geschrieben.<\/p>\n<p>Nur &bdquo;Ein Spiel mit den Augen&ldquo; darf es werden &ndash; das Spiel mit dem Feuer ist offensichtlich verboten &ndash; ein klassisches Thema f&uuml;r den Roland-Kaiser-Textdichter Norbert Hammerschmidt. Sehns&uuml;chtig hei&szlig;t es &uuml;ber verbotene Tr&auml;ume von einer unerreichbaren Frau, die aber nicht wahr werden: &bdquo;<strong>Will ich zu viel, wenn ich Dich will?<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Vor rund 40 Jahren hie&szlig; es bei Johanna von Koczian: &bdquo;Das bisschen Haushalt&hellip;&ldquo;. Eine &auml;hnliche Thematik behandelt das Textdichterehepaar Peter und Gaby Wessely: &bdquo;<strong>Die wahre Nummer 1<\/strong> sind sowieso die Frauen&ldquo; &ndash; auch bezogen auf die Hausarbeit. Ein Titel im tanzbaren Discofox-Stil, was auch f&uuml;r den n&auml;chsten Song des Albums gilt. Diesmal f&auml;hrt ein P&auml;rchen ins Kino. Aber mit fortlaufender Zeit hat der Mann beim Anblick der Angebeteten &bdquo;in diesem Kleid&ldquo; auf ganz andere Gedanken. Welche das sind? Zitieren wir die Nockis: &bdquo;<strong>Drei mal darfst Du raten&ldquo;<\/strong>. Aber keine Angst &ndash; der Text ist halbwegs jugendfrei. Es hei&szlig;t nicht &bdquo;Drei mal darfst Du raten, WOMIT ich gerade denke&ldquo;, sondern &bdquo;,&hellip;WORAN ich gerade denke&ldquo; &ndash; auch wenn das wohl auf&rsquo;s gleiche rauskommt. Vermutlich w&uuml;rde S&auml;nger Gottfried W&uuml;rcher genau das mit seiner Angebeteten tun, was Heino in der vierten H&uuml;tte getrieben hat&#8230; &ndash; so oder so ist auch der Titel ein gef&auml;lliger, tanzbarer Song mit Single-Auskopplungsqualit&auml;t.<\/p>\n<p>Romantisch wird es im dritten Titel des Trios W&uuml;rcher und Eheleute Wessely. Sehr sch&ouml;n mehrstimmig gesungen &ndash; melancholisch und leicht Country-angehaucht blickt S&auml;nger Gottfried auf eine vergangene Beziehung zur&uuml;ck &ndash; &bdquo;<strong>Wie ein Blatt im Wind<\/strong>&ldquo; erinnert an sch&ouml;ne Schlagerperlen der 70er und 80er Jahre von Bernd Cl&uuml;ver und Andreas Martin.<\/p>\n<p>Peter Fiedler, der schon beim Hit &bdquo;Wonach sieht&rsquo;s denn aus?&ldquo; mitgewerkelt hat, thematisiert erneut den &bdquo;Reiz des Verbotenen&ldquo;: Die &bdquo;Eine Stunde Ewigkeit&ldquo; soll genossen werden und nicht gest&ouml;rt werden &ndash; deshalb ist die Bitte &bdquo;<strong>Erz&auml;hl mir nicht von ihm!<\/strong>&ldquo; (&bdquo;Mach sch&ouml;n die Augen zu!&ldquo;) nur zu verst&auml;ndlich, denn: &bdquo;Die Sehnsucht kennt kein Tabu&ldquo;. Bei der Komposition hat Gottfried W&uuml;rcher wohl den Bernhard Brink-Klassiker &bdquo;Ich w&auml;r so gern wie Du&ldquo; im Hinterkopf gehabt.<\/p>\n<p>Einen klaren Country-Touch hat die Nummer &bdquo;<strong>Tausche meine Freiheit<\/strong>&ldquo;. Die schmissige Nummer erz&auml;hlt die Geschichte eines Mannes, der per Zeitungsinserat einen Fehler wieder gutmachen will und Freiheit gegen Z&auml;rtlichkeit eintauschen will. Die Nummer h&auml;tte musikalisch auch Truck Stop gut gestanden &ndash; ein wirklich sch&ouml;ner Titel.<\/p>\n<p>Erneut erotisch angehaucht ist der tanzbare Titel &bdquo;<strong>Gehen wir zu mir oder zu Dir?&ldquo;,<\/strong> der jetzt nicht wirklich auf eine langfristige Beziehung angelegt ist. Textdichter &bdquo;Oliver Galle&ldquo; hat eher den &bdquo;Traum auf Zeit&ldquo; &ndash; und zwar &bdquo;ohne Ewigkeit&ldquo; im Auge. Balladesk kommt der ebenfalls von Gottfried W&uuml;rcher und Oliver Galle geschriebene Song &bdquo;<strong>Warum grad Du<\/strong>&ldquo; daher. Der Titel ist nachdenklich, weil es offensichtlich um einen Freund ging, der eine Krankheit nicht &uuml;berlebt hat: &bdquo;Ich kann die Welt nicht mehr versteh&rsquo;n, denn Du musstest gehen&ldquo;. Gerade angesichts vieler tragischer Todesf&auml;lle der vergangenen Monate der Schlagerszene werden viele Fans gerade diesen Titel gut nachempfinden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Mit Willy Kl&uuml;ter und Wolfgang Hofer haben sich zwei absolute Musikautoren-Hochkar&auml;ter zusammengetan, um den Titel &bdquo;<strong>Mein Rock&rsquo;n&rsquo;Roll f&uuml;r Dich<\/strong>&ldquo; zu verfassen. Wenngleich das alles sehr an den 1973er Hit von Kevin Johnson (&bdquo;Rock And Roll, I Gave You the Best Years Of My Life&ldquo;, auf Deutsch auch von Bernd Cl&uuml;ver (&bdquo;Oben steh&rsquo;n und singen&ldquo;) und Howard Carpendale (&bdquo;Rock&rsquo;n&rsquo;Roll und Elvis&ldquo;) bekannt) erinnert, gilt einmal mehr &ndash; besser gut nachgemacht als schlecht ganz neu erfinden. Musikalisch und inhaltlich sind zwar Parallelen erkennbar, das Thema der melancholischen Erinnerung an eine tolle Zeit ist allerdings auch unsterblich. Wirklich ein sehr sch&ouml;ner Song&hellip; Au&szlig;erdem haben sowohl der Carpendale-Textdichter (Fred Jay) als auch der Nockalm-Texter (Wolfgang Hofer) f&uuml;r Udo J&uuml;rgens gearbeitet &ndash; allein das ist Qualit&auml;tsmerkmal genug.<\/p>\n<p>Ein klassisches Schlagerthema greifen die Nockis in &bdquo;<strong>Gef&uuml;hle sterben nie<\/strong>&ldquo; auf. Rudolf Korb, der u. a. auch f&uuml;r die Kastelruther Spatzen t&auml;tig ist, textete dem Quintett mit &bdquo;<strong>Du hast ja recht<\/strong>&ldquo; einen weiteren Titel, bei dem ein anderer Mann eine Rolle spielt &ndash; diesmal ist aber nichts passiert, denn: &bdquo;Wir haben nur geredet&ldquo; &ndash; erneut gibt Gottfried W&uuml;rcher mit seinen Kumpels den &bdquo;Frauenversteher&ldquo;, der aber in diesem Fall nur als &bdquo;guter Freund&ldquo; agiert.<\/p>\n<p>Mit dem schwungvollen von Peter Fiedler geschriebenen Titel &bdquo;<strong>Gibt es Liebe nach Dir?<\/strong>&ldquo; endet das 2017er-Album des Nockalm-Quintetts.<\/p>\n<p>Als Fazit des Albums kann man ziehen, dass die Nockis, die wohl die erfolgreichste &ouml;sterreichische Schlagerband sind, sich weiter modernisiert haben. Nachdem man zwischenzeitlich als Septett aufgetreten ist, ist man seit 2016 wieder &bdquo;Back to the roots&ldquo; gegangen und tritt wieder &ndash; wie der Bandname es ja auch sagt &ndash; als Quintett auf. Meine Lieblingstitel des Albums sind &bdquo;Tausche meine Freiheit&ldquo;, &bdquo;Drei mal darfst Du raten&ldquo; und &bdquo;Mein Rock&rsquo;n&rsquo;Roll und ich&ldquo;. Es ist durchaus anzunehmen, dass die &bdquo;Nockis&ldquo; zum 3. Mal in Folge Platz 1 in &Ouml;sterreich und Top 40 (wenn nicht gar mehr!) in Deutschland erreichen d&uuml;rften. Die Daumen sind feste gedr&uuml;ckt&hellip;<\/p>\n<p>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/electrola<br \/>http:\/\/www.nockalmquintett.com\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreichs beliebteste Schlagerband greift mit \u00fcberwiegend n\u00e4chtlichen Themen nach dem Chart-Thron!\u00a0 Bereits 1982 gr&uuml;ndete Gottfried W&uuml;rcher mit Freunden eine volkst&uuml;mliche<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":63632,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63631"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63631"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63631\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63631"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63631"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63631"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}