{"id":63478,"date":"2017-08-02T00:00:00","date_gmt":"2017-08-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=63478"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"WILFRIED-Wilfried-der-Wegbereit-63477","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/alpen-rock\/WILFRIED-Wilfried-der-Wegbereit-63477\/","title":{"rendered":"WILFRIED <br \/>Wilfried, der Wegbereiter des Austropop ist tot!"},"content":{"rendered":"<p>Er starb am 16. Juli 2017 im Alter von 67 Jahren! Erst im Juni war sein neues Studio-Album &#8222;Gut Lack&#8220; ver\u00f6ffentlicht worden!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">WILFRIED, eigentlich Wilfried Scheutz (* 24. Juni 1950 in Goisern, Ober&ouml;sterreich; &dagger; 16. Juli 2017 in Lilienfeld, Nieder&ouml;sterreich, war ein &ouml;sterreichischer S&auml;nger, Songwriter und Schauspieler.<\/p>\n<p>Seine Schulzeit verbrachte er in Bad Goisern und Gmunden. Mit 19 Jahren ging er nach Graz, um zu studieren. Wenig sp&auml;ter begann seine musikalische Karriere. Als in den 60ern Rockmusik die Welt eroberte, gr&uuml;ndete er mit 14 Jahren seine erste Band, die The Provos. 1970 zog Wilfried nach Graz und startete von dort aus seine musikalische Karriere. Zuerst spielte er als Bassist bei Moses, sang er auf &quot;Sad Song\/Mexican Dessert&quot;, der letzten Single der Grazer Hardrock-Gruppe<em> Hide &amp; Seek<\/em>. Danach folgte noch ein kurzes Gastspiel bei der franz&ouml;sischen Rockgruppe <em>Escape<\/em>. 1972 qualifizierte er sich f&uuml;r die &quot;Show-Chance 1972&quot; durch die Vorentscheidung in Bruck an der Mur. Dort sang er seinen Song &quot;Come Brother&quot;, der erst 2008 auf seiner CD &quot;BuchstabenBlues&quot; ver&ouml;ffentlicht wurde. 1973 ver&ouml;ffentlichte er &quot;Ziwui Ziwui&quot;, eine rockige Neuinterpretation eines Innsbrucker Vogelf&auml;ngerliedes. Durch diesen Titel, wie auch unter anderem seine Hardrockversion des <em>Kufsteinliedes<\/em>, gilt er als fr&uuml;her Wegbereiter der Neuen Volksmusik. Sein musikalisches Schaffen umfasst allerdings auch zahlreiche andere Genres, von Blues &uuml;ber Rock bis zu eigenwilligen Popsongs wie &quot;Orange&quot; und &quot;Highdelbeeren&quot;. Seine gr&ouml;&szlig;ten Erfolge, zu denen auch &quot;Lauf Hase, lauf z&auml;hlt&quot;, feierte er in den 1970er- und 1980er-Jahren, was ihn zu einem der bekanntesten Vertreter des Austropops machte, von dem er sagte: &bdquo;Dieser Begriff ist in Wahrheit nur irgendeine Schublade. Der Unterschied zwischen mir und Ambros, zwischen Hubert und Danzer ist doch so gro&szlig; wie zwischen Lauffen und Kentucky.&ldquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1974 war er mit der Crazy Baby Band unterwegs, die sich nach seiner ersten Platte Crazy Baby benannte. W&auml;hrend dieser Tour bekam Wilfried gro&szlig;e Probleme mit seiner Stimme, die ihn einige Zeit au&szlig;er Gefecht setzten. Von 1978 bis Mitte 1979 war Wilfried S&auml;nger der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV). Er ist auf dem Deb&uuml;talbum &quot;1. Allgemeine Verunsicherung&quot; zu h&ouml;ren und war mit der Band auch auf Tour. Da die EAV seinerzeit keinen eigenen Plattenvertrag hatte, wurde das Album &uuml;ber seinen Plattenvertrag bei EMI ver&ouml;ffentlicht. Umgekehrt wurden einige seiner Lieder von Thomas Spitzer von der EAV getextet. Eine Top-Platzierung in den Hitparaden erreichte er Mitte der 1980er Jahre mit seinem Lied &quot;S&uuml;dwind&quot;. Einen seiner gr&ouml;&szlig;ten kommerziellen Erfolge feierte er 1987 mit Album und Single-Auskopplung &quot;Ikarus&quot;, das drei Monate in den &ouml;sterreichischen Charts gelistet war, mit Platz 6 als H&ouml;chstplatzierung. Wilfried hatte keinen Nummer-eins-Hit, aber zahlreiche Top-Platzierungen in den &ouml;sterreichischen Charts. Er war einer der vielseitigsten Musiker, spielend zwischen Stilen wechselnd. Gro&szlig;e Hits waren &quot;Mary, Oh Mary&quot; (1973) auf Platz 3, &quot;Ziwui, Ziwui&quot; (1974) auf Platz 6 oder &quot;Lass mi bei dir sei&quot; (1984) auf Platz 12.<\/p>\n<p>1988 vertrat er &Ouml;sterreich mit &quot;Lisa Mona Lisa&quot; beim Grand Prix d&rsquo;Eurovision de la Chanson; mit 0 Punkten belegte er den letzten Platz aller 21 Teilnehmer. Wilfried gab an, dass die politische Lage (die Waldheimaff&auml;re von 1987 war noch frisch im Ged&auml;chtnis) das Abschneiden der &ouml;sterreichischen Delegation in Dublin beeinflusst h&auml;tte (&bdquo;anspucken&ldquo; hinter der B&uuml;hne, &bdquo;ausweichen&ldquo; von anderen, wenn &bdquo;die &Ouml;sterreicher&ldquo; kamen). Der Musikakt wurde, laut Wilfrieds Einsch&auml;tzung, de facto politisch und nicht musikalisch bewertet, was nicht entschuldigend gemeint war, da er zu seiner Erfahrung stand. Nebenbei bet&auml;tigte er sich immer wieder als Schauspieler in Theater und Film. So spielte er Anfang der 1990er Jahre in der Fernsehserie &quot;Die Leute von St. Benedikt&quot; die Rolle des Walter Lehner und war Sprecher in Werbespots (z. B. 1987 &bdquo;Der Unterschied ist K&ouml;ck&ldquo;).<\/p>\n<p>1991 holte ihn Felix Dvorak zu seinen Berndorf-Festspielen, wo er, neben Hans Holt und Daniela Markus, in der Titelrolle von Moln&aacute;rs Liliom re&uuml;ssierte. Es folgten viele Auftritte als Schauspieler unter der Regie von Elfriede Ott bei den Maria Enzersdorfer Festspielen.<\/p>\n<p>1996 gr&uuml;ndete er die A-cappella-Gruppe <em>4Xang<\/em>. Im Fr&uuml;hsommer 2000 startete er gemeinsam mit 4Xang die Jubel, Trubel, Heiserkeit-Tour anl&auml;sslich seines 50. Geburtstages. Premiere war traditionellerweise im K. u. K. Hofbeisl in Bad Ischl, da er dort seine ersten musikalischen Gehversuche als K&uuml;nstler absolviert hatte. 2010, nach 14 Jahren und ca. 1.500 Auftritten im gesamten deutschsprachigen Raum, l&ouml;ste sich die Gruppe <em>4Xang<\/em> auf. Das letzte Konzert der Jubel, Trubel, Heiserkeit-Tour wurde anl&auml;sslich seines 60. Geburtstages, am 26. Juni 2010 im Pressbaumer Center gegeben.<\/p>\n<p>Wilfried nannte sich nun Wilfried Scheutz und trat als Duo wahlweise mit Orges To&ccedil;e (Gitarre) oder Heinz Jiras (Keyboard) mit den Programmen <em>WillBlues <\/em>bzw. <em>BuchstabenBlues<\/em> auf.<\/p>\n<p>2008 erschien sein erstes Buch &quot;BuchstabenBlues&quot;, in dem er Kurzgeschichten, Gedichte und Lebensweisheiten zusammenfasst, die von einer Foto-Lebensgeschichte begleitet werden.<\/p>\n<p>2009 gr&uuml;ndete er mit Hanibal Scheutz (Kontrabass), Gerd Schuller (Keyboard) und Gerald Schuller (Schlagzeug) die Jazzformation &bdquo;Fathers&rsquo;n&rsquo;Sons&ldquo; und er&ouml;ffnete mit seiner Frau die Gastst&auml;tte &bdquo;Vereinsmeierei&ldquo;.<\/p>\n<p>Anfang 2011 stellte er mit seinem Sohn Hanibal Scheutz eine neue Rockband zusammen, die &bdquo;Neue Band&ldquo;, in der auch Orges To&ccedil;e (Gitarre), Heinz Jiras (Keyboard), Carlos Barreto-Nespoli (Bass) und Christian Eberle (Schlagzeug) mitwirken. Die Band spielt Hits von Wilfried Scheutz, die von Hanibal Scheutz neu arrangiert und der Neuen Band interpretiert wurden. Der erste Auftritt fand beim Grazer Stadtfest im Juni 2011 statt.<\/p>\n<p>2011 setzte er seine Schauspielkarriere fort; in &quot;Der Watzmann ruft!&quot; &uuml;bernahm er die Ambros-Rolle des Erz&auml;hlers.<\/p>\n<p>Ende November 2012 erschien sein Comeback-Album &quot;Tralalala&quot;, das mit der Formation &bdquo;Neue Band&ldquo; aufgenommen wurde. Gleichzeitig erschien auch die Kompilation &quot;Best Of 1974&ndash;1992&quot;.<\/p>\n<p>Im August 2016 spielte er die Hauptfigur &sbquo;Chuck&lsquo; in Tankstelle der Verdammten von Georg Ringsgwandl in der Fassung von Thomas Maurer im Stadtsaal in Wien. Im Juni 2017 erschien ein neues Studio-Album mit dem Titel &quot;Gut Lack&quot;. Gleichzeitig wurde auch bekannt, dass er f&uuml;r das Musical &quot;Liebe Hoch 16&quot; die Texte geschrieben hatte.<\/p>\n<p>Am 16. Juli 2017 starb Wilfried im Alter von 67 Jahren an Krebs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p>Wikipedia.de (Textvorlage)<\/p>\n<p>http:\/\/www.wilfriedscheutz.at\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er starb am 16. Juli 2017 im Alter von 67 Jahren! 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