{"id":61726,"date":"2017-10-01T00:00:00","date_gmt":"2017-10-01T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=61726"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ROLF-HERRICHT-Heute-01102017-MD-61725","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/ost-schlager\/ROLF-HERRICHT-Heute-01102017-MD-61725\/","title":{"rendered":"ROLF HERRICHT <br \/>Heute (01.10.2017), MDR FERNSEHEN: &quot;Legenden &#8211; Ein Abend f\u00fcr Rolf Herricht&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Zum 90. Geburtstag von Rolf Herricht \/\/ 20:15 Uhr &#8211; 21:45 Uhr!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als kongenialer Pointenmacher des Komikerduos Herricht und Preil , als sch&uuml;chterner Verkehrspolizist in dem DEFA -Film &quot;Geliebte wei&szlig;e Maus&quot; oder als verzweifelter Bauherr in der Realsatire &uuml;ber die DDR-Mangelwirtschaft &quot;Der Baul&ouml;we&quot;: Der Schauspieler ROLF HERRICHT k&auml;mpfte in seinen Rollen immer gegen die T&uuml;cke des Objekts, die der Alltag mit sich bringt. Mit gutem Willen, leider meist Chaos anrichtend. Wie er dabei seine blauen Augen rollt, sich die Haare rauft oder irritiert die Schultern zuckt: das ist einfach komisch.<\/p>\n<p>Das Lachen, das er damit allen schenkte, machte ihn in der DDR zum Star und Fernsehliebling. Der Schauspieler, der 1981 mit nur 53 Jahren auf der B&uuml;hne des Metropoltheaters am Ende der Vorstellung einem Herzinfarkt erlag, lebt bis heute in den Herzen von Millionen von Zuschauern. Sketche wie &quot;M&uuml;ckent&ouml;tulin&quot;, &quot;Tigerjagd&quot; oder &quot;Reisebekanntschaft&quot; sind Legende. Nachwachsende entdecken sie f&uuml;r eine neue Generation wieder. Der Wortwitz ist noch immer ph&auml;nomenal, die Pr&auml;zision auch.<\/p>\n<p>Rolf Herricht ist ein Ausnahmetalent, einer der seltenen gro&szlig;en Kom&ouml;dianten. Am 5. Oktober w&uuml;rde er jetzt seinen 90. Geburtstag zu feiern. Vermutlich h&auml;tte er das ohne gro&szlig;es Tam-Tam getan. Rolf Herricht hat mit dem Star-Sein extrem gehadert. Im Privatleben war er sch&uuml;chtern, zur&uuml;ckhaltend, ernst und melancholisch. Er hat sich sogar verkleidet, sich eine Bart angeklebt, berichtet seine Nichte Dagmar Herricht, um auf der Stra&szlig;e nicht erkannt zu werden. Der private Rolf hat Gedichte gelesen, nie Witze erz&auml;hlt und sich oft Sorgen um seine Existenz gemacht.<\/p>\n<p>1927 in Magdeburg geboren, erlebt Rolf Herricht als Heranwachsender die Schrecken des 2. Weltkrieges. Diese Erfahrungen pr&auml;gen ihn f&uuml;r sein Leben. Er beginnt nach 1945 am Theater Magdeburg das Schauspielhandwerk zu erlernen und verdient seine ersten Sporen an verschiedenen B&uuml;hnen in der Provinz. 1949 trifft er im Theater Bernburg auf Hans Joachim Preil, der dort Oberspielleiter ist. Eine schicksalshafte Begegnung. Nur wenige Jahre sp&auml;ter treffen sie in Magdeburg wieder aufeinander und beginnen die ersten gemeinsamen Auftritte in Kulturh&auml;usern mit den von Hans Joachim Preil geschriebenen Sketchen. Das Duo schl&auml;gt ein wie eine Bombe. Landauf, landauf, auf B&uuml;hnen und im Fernsehen sind Herricht und Preil Jahrzehnte mit insgesamt 126 Sketchen pr&auml;sent. Bis 1978. Da ist pl&ouml;tzlich Schluss.<\/p>\n<p>St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck hat sich Rolf Herricht ab Mitte der 1950er Jahre zu einem der meistbesch&auml;ftigten Schauspieler der DDR entwickelt, der in meist kom&ouml;diantischen Rollen sowohl in Operetten am Theater, bei der DEFA und im Fernsehen der DDR mit zahlreichen Lustspielen brilliert. Er hat es geschafft. Glaubt selbst jedoch nicht an seinen dauerhaften Erfolg und arbeitet ununterbrochen, obwohl er in Briefen schon ab Mitte der 60er Jahre betont, dass er eigentlich seine Ruhe haben will. Und auch Zeit f&uuml;r die Familie.<\/p>\n<p>1968 heiratet Rolf Herricht die T&auml;nzerin Christa, ein Jahr sp&auml;ter kommt Tochter Dana zur Welt. Die Familie wohnt in einer damals modernen Plattenbauwohnung in Berlin und besitzt ein kleines Seegrundst&uuml;ck in der N&auml;he von Gro&szlig; K&ouml;ris. Dieser Ort wird mehr und mehr zum einzigen R&uuml;ckzugsort f&uuml;r den scheuen Star. Ende der 1970er Jahre mehren sich Zeichen der Ersch&ouml;pfung wie M&uuml;digkeit, Schwindelanf&auml;lle bis hin zum Umfallen. Besorgte Nachfragen von Freunden und Kollegen ignoriert Rolf Herricht und arbeitet weiter wie ein Besessener ohne R&uuml;cksicht auf seine Gesundheit.<\/p>\n<p>Die Dokumentation zeigt Rolf Herricht in seinen besten Rollen. Bislang unver&ouml;ffentlichte private Briefe und Erinnerungen von Familienangeh&ouml;rigen, Kollegen und Freunden an ihre gemeinsamen Erlebnisse mit Rolf Herricht lassen aber vor allem den Mensch hinter der Rolle erkennen.<\/p>\n<p>Zu Wort kommen: die Schauspieler Herbert K&ouml;fer, Karin Schr&ouml;der, Winfried Glatzeder, Birgit Edenharter und Dorit G&auml;bler, der Entertainer Lutz Jahoda, der S&auml;nger J&uuml;rgen Walter, Hans Joachim Preils Ex-Frau Margitta L&uuml;der Preil, Gerd E. Sch&auml;fers Sohn, Frank Sch&auml;fer und Rolf Herrichts Nichte Dagmar Herricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Autorin: <\/strong>Heike Sittner<\/p>\n<p>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Foto-Credit: MDR \/ Klaus Winkler<\/em><\/p>\n<p>MDR (Textvorlage)<\/p>\n<p>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rolf_Herricht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 90. 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