{"id":54912,"date":"2018-08-19T15:23:29","date_gmt":"2018-08-19T13:23:29","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/?p=54912"},"modified":"2018-08-19T17:45:41","modified_gmt":"2018-08-19T15:45:41","slug":"thomas-woitkewitschich-hab-ein-zaertlichich-hab-ein-zaertliches-gefuehl-thomas-woitkewitsch-wird-75-es-gefuehl-thomas-woitkewitsch-wird-75","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/thomas-woitkewitschich-hab-ein-zaertlichich-hab-ein-zaertliches-gefuehl-thomas-woitkewitsch-wird-75-es-gefuehl-thomas-woitkewitsch-wird-75\/","title":{"rendered":"THOMAS WOITKEWITSCH<br>&#8222;Ich hab ein z\u00e4rtliches Gef\u00fchl&#8220; &#8211; Thomas Woitkewitsch wird 75!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Deutsche Textdichter Verband und EDITH JESKE gratulieren &#8230;:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-more-><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<ul class=\"newsListDiv\">\n<li class=\"newsListItem\">\n<p class=\"ellipsis\" style=\"text-align: justify;\">Wie gratuliert man einem, der mit seinen Zeilen die Menschen so sehr\u00a0ber\u00fchrt hat?<\/p>\n<p>Was hei\u00dft &#8222;hat&#8220; &#8211; er tut es immer noch! Zwar schreibt er weniger als fr\u00fcher, aber K\u00fcnstler und Fans sind ihm treu. Unter den K\u00fcnstlern ist der eindeutig treueste:\u00a0<strong>Herman van Veen<\/strong>. Mit ihm und dem Lied &#8222;Ich hab ein z\u00e4rtliches Gef\u00fchl&#8220; begann die Textdichter-Karriere von\u00a0<strong>Thomas Woitkewitsch<\/strong>. Es folgten K\u00fcnstler wie\u00a0<strong>Milva, Rudi Carrell,\u00a0<\/strong><strong>Caterina Valente,\u00a0<\/strong><strong>Mary &amp; Gordy,\u00a0<\/strong><strong>Tim Fischer, Harald Juhnke, Florian Silbereisen,\u00a0Katja Ebstein, H\u00f6hner,\u00a0<\/strong><strong>Margot Werner, Veronika Fischer, Kalle Pohl, Maria Levin, Bianca, Carolin Fortenbacher<\/strong>\u00a0und viele, viele mehr. Dazu noch seine Arbeit f\u00fcrs Fernsehen: F\u00fcr\u00a0<strong>Alfred Biolek<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Rudi Carrell<\/strong>\u00a0war er die loyale Gr\u00f6\u00dfe hinter den Kulissen. Eine Konstante, sprachverliebt und immer auf der Suche nach dem Besten. Aber nicht nur Sendungen wie &#8222;Am laufenden Band&#8220;, &#8222;Bios Bahnhof&#8220;, &#8222;Die verflixte 7&#8220;, &#8222;Die Rudi-Carrell-Show&#8220; und &#8222;Plattenk\u00fcche&#8220; mit der unvergessenen Helga Feddersen und Frank Zander hat er gepr\u00e4gt: Auch\u00a0&#8222;Wetten, dass..?&#8220;, &#8222;Sieben Tage, sieben K\u00f6pfe&#8220;,\u00a0das &#8222;Festival der Sieger&#8220;, &#8222;Die Goldene Stimmgabel&#8220; und die &#8222;Feste der Volksmusik&#8220; trugen ein ums andere Mal seine Handschrift.<\/p>\n<p>Seit 2003 k\u00fcmmert\u00a0sich Thomas Woitkewitsch au\u00dferdem\u00a0als Gastdozent in der Celler Schule auch um den Nachwuchs. Von dort fand er auch den Weg in die Mitgliederarbeit der\u00a0GEMA, wo seit einigen Jahren u.a. den Wertungsausschuss bereichert. Au\u00dferdem ist er bereits in zweiter Amtszeit Vorstandsmitglied des Deutschen Textdichter-Verbands.<\/p>\n<p>Und jetzt steht er endlich mal im Licht, dieser bescheidene, \u00fcberaus ruhig wirkende Mensch, der &#8211; das kann man ohne Zweifel sagen &#8211; die Menschen liebt! Und vielen Menschen mit seiner Musik sehr, sehr viel gegeben hat. F\u00fcr viele Kollegen (junge wie \u00e4ltere) ist er ein Vorbild, und das genre\u00fcbergreifend. Wir sind froh und\u00a0stolz ihn in unserer Mitte zu haben.<\/p>\n<p><strong>Im Namen des gesamten DTV:<\/strong><\/p>\n<p>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch, lieber Thomas Woitkewitsch, zum 75. Geburtstag!<\/p>\n<p>Bleib uns bitte gesund und mach noch lange so weiter!<\/p>\n<p>Dein DTV-Vorstand<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Unser DTV-Mitglied Edith Jeske, die seit Jahren eng mit Thomas Woitkewitsch befreundet ist,\u00a0gratuliert ihm hier mit den folgenden Zeilen, f\u00fcr die wir ihr ganz, ganz herzlich danken und denen wir uns anschlie\u00dfen m\u00f6chten:<\/u><\/p>\n<p><em>Wann wird\u2019s mal wieder richtig Sommer? Keine Frage in einem Jahr wie diesem. Aber ein Lied, das nicht nur die\u00a0\u00e4ltere Generation\u00a0auswendig drauf hat, sondern\u00a0erstaunlich viele junge Leute auch.\u00a0So viele kennen so vieles von dem, was Thomas Woitkewitsch getextet hat: Denken wir nur an Herman van Veen mit den Liedern, von denen wir fast nicht glauben m\u00f6gen, dass ein anderer Mensch hinter seinen Texten steht. Nicht nur wir haben diese Lieder geliebt, als wir jung waren. Wir haben auch unsere Kinder damit gro\u00dfgezogen, mit dem z\u00e4rtlichen Gef\u00fchl, dem kleinen Fratz auf dem Kinderrad mit dem Radweg, der schwarz gl\u00e4nzt wie Lakritz. Flitz\u2026!<\/em><\/p>\n<p>Thomas Woitkewitsch hat Musikgeschichte geschrieben. Und nicht nur Musikgeschichte. Fernsehgeschichte auch. Rudi Carrells laufendes Band hat er mit angeworfen, gestaltet und bis zur letzten Sendung mit Songs begleitet. Auch &#8222;Wetten, dass&#8230;?&#8220; war eines seiner Kinder \u2013 wenngleich er nicht der einzige Vater war.<\/p>\n<p><em>Und noch eines verdanken wir ihm: die gro\u00dfe Liebe zwischen dem deutschen Publikum und einer gewissen britischen Komikertruppe namens Monty Python. Thomas war derjenige, der diese aberwitzigen Helden zu uns holte \u2013 gegen manche Vorbehalte und die Skepsis zust\u00e4ndiger Redakteure: Monty Python&#8217;s Flying Circus. \u00dcberdrehter britischer Humor, der Deutschland erobert hat. Auch dank Thomas.<br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>Der berufliche Thomas Woitkewitsch war immer zugleich ein bisschen der private, der menschliche und der menschenliebende. Mitten in einer l\u00e4rmenden Welt ein leiser Melancholiker, dessen Lieder oft einen Hauch Wehmut in sich tragen. Oder eine feine Weisheit, der man sich kaum entziehen kann. Dem S\u00e4nger Kalle Pohl auf den Leib schrieb er:<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Mein kleiner Mann, musst nicht traurig sein.<br \/>\nKommst nicht \u00fcberall ran, aber \u00fcberall rein.<br \/>\nMein kleiner Mann, denk bei Spott und Hohn:<br \/>\nDich macht keiner klein, denn du bists ja schon.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Die ganz kleine Geste beherrscht Thomas Woitkewitsch ebenso wie die ganz gro\u00dfe. &#8222;Ich hab keine Angst&#8220; sang Milva stimmgewaltig zu den monumentalen Kl\u00e4ngen von Vangelis. &#8222;Hurra, wir leben noch&#8220; blieb als Titelmelodie des gleichnamigen Films viel l\u00e4nger im Ohr als der Film auf der Leinwand.<br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>Thomas Woitkewitsch legte sich selten mit anderen an, aber die sich zuweilen mit ihm. Als Milva mit &#8222;Zusammenleben&#8220; in der Bundesrepublik aus allen Radioger\u00e4ten klang, wurde Thomas in der Zeitschrift EMMA als &#8222;Pascha des Monats&#8220; abgewatscht. Wieso das? Es hie\u00df im Lied: &#8222;Ich mag dich, weil du klug und z\u00e4rtlich bist, und doch \u2013 das ist es nicht allein. Du zeigst mir immer, dass es m\u00f6glich ist, ganz Frau und trotzdem frei zu sein&#8220;. Alice Schwarzer sch\u00e4umte. Listig verwies Woitkewitsch auf eine andere Zeile im selben Lied: &#8222;Wer wird als Frau denn schon geboren \u2013 man wird zur Frau doch erst\u00a0\u00a0gemacht.&#8220; Ein Zitat von Simone de Beauvoir, womit er die streitbare Feministin dann wieder einfing.<\/em><br \/>\n<em>Lieber Thomas,<\/em><\/p>\n<p>auch ich als Frau habe mich damals \u00fcber dieses Lied emp\u00f6rt. Da war mir auch Simone de Beauvoir egal. Und das Lied ist eines meiner Feindbilder bis heute. Aber du kannst gemeinsam mit mir dr\u00fcber lachen. Denn eines wei\u00dft du: Du bist einer dieser Handvoll Menschen, die mir in meinem Leben am meisten bedeuten. Es gab dich darin schon lange, bevor ich wusste, wie du aussiehst. Da war nur dieser Name, der fast immer dann auftauchte, wenn Texte mich besonders anr\u00fchrten (ich habe schon immer die klein gedruckten Autorennamen auf den Plattencovern gelesen). Und als ich dann selber zu schreiben begann, wurden diese Texte von diesem unbekannten Mann mir einer meiner\u00a0Ma\u00dfst\u00e4be. Ich wollte es auf meine eigene Art tun, aber ich wollte Gef\u00fchle mit einer solchen Selbstverst\u00e4ndlichkeit r\u00fcberbringen, wie du es kannst.<\/p>\n<p>Und noch was (du wei\u00dft es, aber es kann nicht oft genug gesagt werden): Die Celler Schule und du. Den Namen verdankt sie dir. Und das herzw\u00e4rmende Wort &#8222;Nestwerk&#8220; f\u00fcr uns alle \u2013 nach 23 Jahren, von denen du uns schon 17 begleitest.<\/p>\n<p>Und jedes Jahr wieder vergoldest du unseren vorletzten Seminartag, indem du uns mitnimmst auf eine Reise durch dein Leben und uns mit wonnevoll feuchten Augen in ein Gef\u00fchl eintauchen l\u00e4sst, wie es uns nicht besser beschreiben k\u00f6nnte:<\/p>\n<p><strong><em>Vergiss nicht die Freunde!<br \/>\nVieles, was nicht geht, das geht dann doch ganz glatt,<br \/>\nwenn man Freude hat.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Du hast sie in uns. Und bist uns ein Freund. Danke daf\u00fcr. Danke, lieber Thomas und alles Gute &#8211; und m\u00f6gest du noch viele Jahre an unserer Seite bleiben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Deine Edith<\/strong><br \/>\nzusammen mit Tobi, Julia, Rainer und der Celler Schule<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Das zu dieser News geh\u00f6rende Bild zeigt Thomas Woitkewitsch zusammen mit Edith Jeskes Mutter Veronika (+ 2013).<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche Textdichter Verband und EDITH JESKE gratulieren &#8230;: &nbsp; &nbsp; Wie gratuliert man einem, der mit seinen Zeilen die<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":54913,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54912"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54912"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54912\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54918,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54912\/revisions\/54918"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54912"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54912"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}