{"id":31005,"date":"2015-05-15T00:00:00","date_gmt":"2015-05-15T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=31005"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"Fetenhits-Neue-Deutsche-Welle-Best-o-31004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/musik\/Fetenhits-Neue-Deutsche-Welle-Best-o-31004\/","title":{"rendered":"&#8222;Fetenhits &#8211; Neue Deutsche Welle &#8211; Best of (3-CD Box-Set)&#8220; von Diverse"},"content":{"rendered":"<p>V\u00f6:17.04.2015<!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeitgleich mit der von mir <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/70425\/\">HIER<\/a><\/strong> bereits vorgestellten <strong>&bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Schlager&ldquo;<\/strong>-Kollektion und einer haupts&auml;chlich auf deutschsprachige Rockmusik der letzten 30 Jahre ausgerichteten Kompilation namens <strong>&bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Deutsch<\/strong>&ldquo;, ist dieser Tage zus&auml;tzlich die fett gem&auml;stete, mit insgesamt 60 (!) Titeln best&uuml;ckte Drei-CD-Box <strong>&bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Neue Deutsche Welle&ldquo; <\/strong>bei Polystar\/UNIVERSAL erschienen. Auf diesen drei Silberscheiben kommt wahrhaft alles das zur ausgiebigen Geltung, was zu Beginn der 80er Jahre das einheimische Popleben geh&ouml;rig durcheinanderbrachte, grundlegend erneuerte, modernisierte, erst so recht zukunftstauglich gestaltete.<\/p>\n<p>Nachdem in der zweiten H&auml;lfte der 70er Jahre gitarrenlastiger Punk und &uuml;berwiegend vom Synthesizer gepr&auml;gte New Wave-Sounds, nach 1980 bald zu New Romantic weiterentwickelt, das angloamerikanische Popgeschehen beherrschten und damit einen t&ouml;nenden Protest gegen &uuml;berkommenen Bombastrock a la &bdquo;Pink Floyd&ldquo;, &bdquo;Genesis&ldquo; oder &bdquo;Queen&ldquo; ebenso bedeuteten, wie gleichsam ein aufm&uuml;pfiges Ad-Absurdum-F&uuml;hren der hedonistischen Discoglitzerwelten, tat sich nun auch in unseren Breitengraden so einiges im bis dato eher beh&auml;bigen popkulturellen Dasein. Junge, kreative Bundesb&uuml;rger um die 20 nutzten Vorbilder aus der internationalen Punk- und Waveszene f&uuml;r Eigenes, daran Angelehntes. Sie verfassten mal kritische, mal dadaistisch-spielerische oder einfach nur spa&szlig;ige, offensive, meist unverbl&uuml;mte Texte in unserer Muttersprache &ndash; manche K&uuml;nstler dieser neuen Stilistik griffen sogar auf den gl&uuml;ckstrunkenen Nachkriegsschlager der Wirtschaftswunderzeit zur&uuml;ck, parodierten diesen augenzwinkernd und motzten ihn entsprechend auf &ndash; und kreierten auf diese Weise den Begriff &bdquo;Neue Deutsche Welle&ldquo; (NDW): Von Mitte 1981 bis Ende 1983 ging ohne die NDW in diesem unserem Lande gar nichts. Schrille, grelle, provokative Typinnen und Typen sandten fast t&auml;glich neuartige, deutschgesungene Schmankerln im schrillen Wave-, Pop-, manchmal auch Punk- und Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Gewand an die &Ouml;ffentlichkeit &ndash; und die erwartungsvollen Pop-Kids jener Tage griffen begeistert bis &uuml;berw&auml;ltigt zu.<\/p>\n<p>Die wichtigsten, pr&auml;gnantesten und zugleich kommerziell erfolgreichsten und eintr&auml;glichsten musikalischen Untermalungen und Begleiterscheinungen, jener Phase des neuen deutschen Aufbruchs, jener Tage von NATO-Doppelbeschluss, Friedensbewegung, &bdquo;Geistig-moralischer Wende&ldquo; und wirtschaftlichem Aufschwung, haben die Verantwortlichen der Katalogabteilung von UNIVERSAL nun penibel und gewitzt, durchwegs an Vielfalt, Sorgfalt und bestm&ouml;glicher Vollst&auml;ndigkeit orientiert, f&uuml;r die wahrlich sehr faszinierende und klangvolle Dreier-CD <strong>&bdquo;Best of FETENHITS &ndash; NEUE DEUTSCHE WELLE&ldquo;<\/strong> zusammengetragen.<\/p>\n<p>Aus der Gr&uuml;nderphase der NDW, die 1979\/80 &uuml;berwiegend in Gro&szlig;st&auml;dten wie Berlin, Hamburg, K&ouml;ln, und ganz besonders im legendenumwobenen Waveschuppen &bdquo;Ratinger Hof&ldquo; zu D&uuml;sseldorf ihre Urst&auml;nde feierte, bekamen z.B. <strong>&bdquo;Ideal&ldquo;<\/strong> mit ihren zackigen Wave-Gossenhauern <strong>&bdquo;Blaue Augen&ldquo;<\/strong> (1982) und <strong>&bdquo;Ich steh&lsquo; auf Berlin&ldquo;<\/strong> (1980) oder die genialischen D&uuml;sseldorfer Punk-Qu&auml;lgeister <strong>&bdquo;Fehlfarben&ldquo;<\/strong> absolut berechtigten Platz auf vorliegender Hit-Zusammenstellung zugewiesen. Gerade letztere pflegten einen provokant anarchischen Konservatismus und machten mit dem &bdquo;Talking Heads&ldquo;-&auml;hnlichen Funkrocker <strong>&bdquo;Die wilde Dreizehn&ldquo;<\/strong> (Herbst 1981) und besonders dem (von der Band bzw. ihrem Frontmann Peter Hein eigentlich verabscheuten), von Linken als gesungene Hausbesetzerparole missdeuteten Antihymnus <strong>&bdquo;Ein Jahr (Es geht voran)<\/strong>&ldquo; (1980 bzw. 1982 als Single) im wahrsten Sinne des Wortes ohne Atempause (Musik-)Geschichte. Das Frankfurter Synthipop-Terzett <strong>&bdquo;Rheingold&ldquo;<\/strong> um den charismatischen Frontmann Bodo Staiger, war seinerzeit die erste Band, die eindeutig ins Spektrum NDW geh&ouml;rte und sich mit dieser klanglichen Spielart in den offiziellen deutschen &bdquo;Media Control&ldquo;-Singlehitparaden plazieren konnte. &bdquo;Rheingolds&ldquo; distanziert-romantische zweite Single <strong>&bdquo;Dreiklangsdimensionen&ldquo;<\/strong>, die Ende August 1981 den Einbruch der Neuen Deutschen Stilrichtung in die Verkaufscharts einl&auml;utete, findet sich ebenso auf &bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Neue Deutsche Welle&ldquo; wieder, wie deren zickig-gehetzter Nachfolger <strong>&bdquo;FanFanFanatisch&ldquo;<\/strong>, der im Januar 1982 als Titelsong des umstrittenen Kinofilms &bdquo;Der Fan&ldquo; mit Teeniesch&ouml;nheit Desiree Nosbusch diente.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich d&uuml;rfen auf hier vorgesellter Kompilation auch und gerade die kommerziellen &Uuml;berflieger des Genres keinesfalls fehlen: Unser aller <strong>Nena<\/strong>, die heutzutage eigentlich nur noch nervt, wartet mit ihren geschichtstr&auml;chtigen Dauerbrennern <strong>&bdquo;Nur getr&auml;umt&ldquo;<\/strong> (September 1982) und <strong>&bdquo;99 Luftballons&ldquo;<\/strong> (Januar 1983) auf, der liebeswerte Reutlinger Popchaot <strong>Hubert &bdquo;Hubsi&ldquo; Kah<\/strong> sandte die so gefeierten, wie genial-banalen Neonlicht-Schlager <strong>&bdquo;Rosemarie&ldquo;<\/strong> (April 1982), <strong>&bdquo;Sternenhimmel&ldquo;<\/strong> (September 1982) und <strong>&bdquo;Einmal nur mit Erika (dieser Welt entflieh &lsquo;n)&ldquo;<\/strong> &nbsp;(M&auml;rz 1983) ins Rennen. Peter Schillings stilbildende Synthipop-Dramen <strong>&bdquo;Major Tom (V&ouml;llig losgel&ouml;st)&ldquo;<\/strong> (Januar 1983), <strong>&bdquo;Die W&uuml;ste lebt&ldquo;<\/strong> (Mai 1983) und <strong>&bdquo;Terra Titanic&ldquo; <\/strong>(Mai 1984) sind ebenso mit von der Partie, wie <strong>Markus<\/strong>&lsquo; eher schlichte Fun-Schlagerchen <strong>&bdquo;Ich will Spa&szlig;&ldquo;<\/strong> (Juni 1982) und <strong>&bdquo;Kleine Taschenlampe brenn&lsquo;&ldquo; <\/strong>(Mai 1983). <strong>Frl. Menkes<\/strong> niedlich-naive 50er-Jahre-Analogien <strong>&bdquo;Hohe Berge&ldquo;<\/strong> (Mai 1982), <strong>&bdquo;Traumboy&ldquo;<\/strong> (September 1982), <strong>&bdquo;Tretboot in Seenot&ldquo;<\/strong> (M&auml;rz 1983) und <strong>&bdquo;UKW&rsquo;s&ldquo;<\/strong> straighter Teenie-Pop der Sorte <strong>&bdquo;Sommersprossen&ldquo;<\/strong> (April 1982) bzw. <strong>&bdquo;Ich will&ldquo;<\/strong> (September 1982) kommen selbstverst&auml;ndlich gleicherma&szlig;en zum Zuge.<\/p>\n<p>Zu der brillantesten Erscheinungen des bunten NDW-Spektakels z&auml;hlten zweifelsohne der Hamburger <strong>Joachim Witt<\/strong> mit seinem d&uuml;steren Gitarrenrocker <strong>&bdquo;Goldener Reiter&ldquo; <\/strong>(Dezember 1981), die experimentellen D&uuml;sseldorfer Elektro-Popper <strong>&bdquo;Der Plan&ldquo;<\/strong>, die Anfang 1984 die pfundige Homecomputer-Persiflage &bdquo;Gummitwist&ldquo; im Gep&auml;ck hatten, und &ndash; wie kann es anders sein? &ndash; das legendenbehaftete Gro&szlig;enknetener <strong>&bdquo;Trio&ldquo;<\/strong>, welches aufs n&ouml;tigste reduzierte Minimal-Popkleinode a la <strong>&bdquo;Da Da Da, ich lieb Dich nicht, Du liebst mich nicht, aha aha aha&ldquo;<\/strong> (April 1982), <strong>&bdquo;Anna &ndash; Lassmichreinlassmichraus&ldquo;<\/strong> (Oktober 1982) oder <strong>&bdquo;Turaluraluralu &ndash; Ich mach Bubu, was machst Du?&ldquo;<\/strong> (Dezember 1983) &auml;u&szlig;erst rentabel pr&auml;sentierte. Knapp ein Jahr nach dessen Trennung, ver&ouml;ffentlichte Ex-&bdquo;Trio&ldquo;-Proklamator <strong>Stephan Remmler<\/strong> seine eher schlagerhafte erste Solosingle <strong>&bdquo;Keine Sterne in Athen&ldquo;<\/strong>, die ebenfalls auf &bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Neue Deutsche Welle&ldquo; zu h&ouml;ren ist. In die gerade im seinerzeitigen schnelllebigen NDW-Bereich immer wieder gut gef&uuml;llte Schublade &bdquo;Kuriosit&auml;ten&ldquo; f&auml;llt die gesungene bzw. gesprochene &bdquo;Antwort&ldquo; auf den 1982er-&bdquo;Trio&ldquo;-Geheimtipp &bdquo;Sabine, Sabine, Sabine&ldquo; des dar&uuml;ber hinaus kaum mehr bekannt gewordenen, mutma&szlig;lich reinen Studioprojekts <strong>&bdquo;Dombrowski&ldquo;<\/strong>, die da hie&szlig; <strong>&bdquo;H&ouml;r mal (Sabine, Sabine, Sabine)&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Obwohl die M&uuml;nchener <strong>&bdquo;Spider Murphy Gang&ldquo;<\/strong> vielmehr dem boarischen Mundart-Rock&rsquo;n&lsquo;Roll verpflichtet war, denn irgendwelchen zeitnahen Wave-Spielereien, wurden ihre Fr&uuml;h-80er-Hits <strong>&bdquo;Skandal im Sperrbezirk&ldquo;<\/strong> (Dezember 1981), <strong>&bdquo;Schickeria&ldquo;<\/strong> (M&auml;rz 1982) oder <strong>&bdquo;Wo bist Du&ldquo;<\/strong> (Juli 1982) ebenso zur NDW gerechnet, wie die Hagener Edelzyniker <strong>&bdquo;Extrabreit&ldquo;<\/strong>, die knalligen, schnellen, harten Punkrock mit bei&szlig;end ironischen Texten zu Zeit und Geist kongenial verbanden (Hier vertreten mit <strong>&bdquo;Hart wie Marmelade&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Hurra, Hurra, die Schule brennt&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Flieger, gr&uuml;&szlig; mir die Sonne<\/strong>&ldquo;, alle 1980, und <strong>&bdquo;Polizisten&ldquo;<\/strong>, 1981). Auch die hochtalentierte Ruhrpott-Combo <strong>&bdquo;Geier Sturzflug&ldquo;<\/strong> f&uuml;hlte sich musikalisch eher einer spritzigen Mixtur aus Ska-Kl&auml;ngen und britischer Popmelancholie a la &bdquo;Kinks&ldquo; nahe, denn neu-welligen Synthi-Sperenzchen; trotzdem wurden ihre bissigen Zeitgeist-Verhohnepiepelungen <strong>&bdquo;Bruttosozialprodukt&ldquo;<\/strong> (M&auml;rz 1983) oder <strong>&bdquo;Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)&ldquo;<\/strong> (Juli 1983) mit dem Aufdruck &bdquo;NDW&ldquo; versehen. Die Berliner Avantgardisten von <strong>&bdquo;Spliff&ldquo;<\/strong> sahen sich eher als gehobene Deutschrocker mit Anspruch, dennoch schrieben ihre hoch qualitativen Liedbeitr&auml;ge <strong>&bdquo;Carbonara&ldquo;<\/strong> (Mai 1982) und <strong>&bdquo;Das Blech&ldquo;<\/strong> (November 1982) unzweifelhaft NDW-Geschichte.<\/p>\n<p>Als Ein-Hit-Wunder der NDW gingen z.B. das Reutlinger Kurzzeit-Projekt <strong>&bdquo;KIZ&ldquo;<\/strong> (<strong>&bdquo;Die Sennerin vom K&ouml;nigsee&ldquo;<\/strong>, Januar 1983), das Elmshorner Popm&auml;uschen Gaby Tiedemann alias <strong>&bdquo;IXI&ldquo;<\/strong> (<strong>&bdquo;Der Knutschfleck&ldquo;<\/strong>, April 1983), die skurrile Weltraum-Saga <strong>&bdquo;CODO&hellip; d&uuml;se im Sauseschritt&ldquo;<\/strong> (Juli 1983) des aus den Wiener Kabarettisten Joesi Prokopetz, Manfred Tauchen und den Humpe-Sisters Inga und Anete zusammengesetzten &bdquo;Deutsch-&Ouml;sterreichischen Feingef&uuml;hls&ldquo;, kurz <strong>&bdquo;D.&Ouml;.F.&ldquo;<\/strong>, oder die Rottweiler K&uuml;nstlerfamilie <strong>&bdquo;Steinwolke&ldquo;<\/strong> mit ihrem eing&auml;ngigen NDW-Nachz&uuml;gler <strong>&bdquo;Katharine, Katharine&ldquo;<\/strong> (Oktober 1983) in die Annalen des deutschen Pop ein. Auch der M&uuml;nchener Peter Le Bonte alias <strong>&bdquo;ZaZa&ldquo;<\/strong> konnte seinen Erstlingserfolg <strong>&bdquo;Zauberstab&ldquo;<\/strong> (Juli 1982) mit weiteren Singles ebenso wenig wiederholen, wie es der aus dem Umfeld des Hubert-Kah-Produzenten Claus Zundel stammenden Truppe <strong>&bdquo;Sn&auml;p&ldquo;<\/strong> nicht m&ouml;glich war, ihrem luftigen Pop\/Reggae-Verschnitt <strong>&bdquo;Elisabeth&ldquo; <\/strong>(Herbst 1982) einen w&uuml;rdigen Nachfolger hinterher zu senden.<\/p>\n<p>Zwar haben Paniker <strong>Udo Lindenberg<\/strong> (<strong>&bdquo;Sonderzug nach Pankow&ldquo;<\/strong>, Februar 1983) oder Anarchopoet <strong>Rio Reiser <\/strong>(<strong>&bdquo;K&ouml;nig von Deutschland&ldquo;<\/strong>, Juni 1986) in der coolen Dekade wahrhaftig einige ph&auml;nomenale, deutschgesungene Pop\/Rock-Stellungnahmen abgeben, mit der &bdquo;NDW&ldquo; als solches hatten beide unschlagbaren Politrocker allerdings genauso wenig zu tun, wie das etwa Hamburger Quintett <strong>&bdquo;Felix de Luxe&ldquo;<\/strong>, um den noch heute &uuml;beraus aktiven Popcharmeur Michy Reincke, das 1985 (als die NDW musikgeschichtlich l&auml;ngst versiegt war) mit lieblich-funkelndem Feudalpop a la <strong>&bdquo;Taxi nach Paris&ldquo;<\/strong> gl&auml;nzte oder die Hessischen Lokalpatrioten <strong>&bdquo;Rodgau Monotones&ldquo;<\/strong>, die ihrerseits mit dampfendem Boogie-Rock im gebabbelten Frankfurter Sprachkolorit s&uuml;ffigen, hintersinnigen Frohsinn verbreiteten (<strong>&bdquo;Erbarmen &ndash; Die Hesse komme!&ldquo;<\/strong>, Juli 1984). Die K&ouml;lner Formation <strong>&bdquo;Neue Heimat&ldquo;<\/strong>, die im Juni 1982 einen Einstiegshit mit dem von Wolf Maahn gesungenen, verrockten Heintje-Cover <strong>&bdquo;Ich bau Dir ein Schloss&ldquo; <\/strong>feierte, wurde erst Ende 1984, dann unter dem Namen ihres Gr&uuml;ndervaters <strong>Purple Schulz<\/strong>, Dank der dunkel-n&auml;chtlichen &Uuml;berballade <strong>&bdquo;Sehnsucht (Ich will raus)&ldquo;<\/strong> bundesweit erst so richtig bekannt, die mehr New Romantic auf Deutsch darstellte, als dralle NDW-Keckheit. Beide teutonischen Popklassiker h&ouml;ren wir auf <strong>&bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Neue Deutsche Welle&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Mit ebenjener Dreifach-CD <strong>&bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Neue Deutsche Welle&ldquo;<\/strong> ist es den aktiven Machern von Polystar\/UNIVERSAL in bester Pracht gelungen, einen grandiosen, gut ausget&uuml;ftelten und durch und durch ausgewogenen &Uuml;berblick &uuml;ber das wilde, poppige Treiben in der ersten H&auml;lfte der 80er Jahre zwischen Flensburg und Garmisch zu kreieren. Man muss lange nachdenken, bis einem ein Titel einf&auml;llt, der wom&ouml;glich ebenfalls h&auml;tte auf dieser famosen Dreier-CD ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen, aber, warum auch immer, fehlt. Die Neue Deutsche Welle in all ihren Auspr&auml;gungen, mit all ihren Irrungen und Wirrungen, hatte sich nur zwei Sommer lang im einheimischen Popbusiness festsetzen k&ouml;nnen. Denn leider hatten die Plattenfirmen flink die Mengen an D-Mark gerochen, die mit diesem hochspannenden, neuen Stil offenkundig zu verdienen waren. So wurde ab ca. Ende 1982 jede noch so mittelm&auml;&szlig;ige Garagenband unter Vertrag genommen, wenn sie denn nur einwenig deutsch und wellig t&ouml;nte. Da der Konsument aufgrund der Masse an unter dem Label &bdquo;NDW&ldquo; beworbenen Produkten kaum noch in der Lage war, Spreu vom Weizen zu trennen, verschwanden sp&auml;testens im Oktober 1983 moderne, deutsche Popsongs vorerst g&auml;nzlich aus den hiesigen Hitparaden. Trotz mancher Mankos, gerade in den letzten Monaten ihres Bestehens, als fast t&auml;glich unbrauchbare, gezwungen auf neu-wellig getrimmte Singles und LPs den Markt &uuml;berschwemmten, war die NDW musikkulturell nicht nur &uuml;beraus notwendig, um die nationalen Popgefilde zu entschlacken und aufzuh&uuml;bschen. Sie &ouml;ffnete dar&uuml;ber hinaus T&uuml;r und Tor f&uuml;r den dann musikalisch eher am angloamerikanischen AOR-, Blues- und Classic Rock orientierten, aber eben trefflich muttersprachlich betexteten Deutschrock a la Gr&ouml;nemeyer, Kunze, &bdquo;BAP&ldquo;, Wolf Maahn, Klaus Lage und Co.,&nbsp; der nach 1984 viele Jahre lang f&uuml;r gute, handgemachte deutsche Pop- und Rockmusik sorgen sollte. Schlussendlich brachte sie eben tats&auml;chlich und unwiderruflich ein paar wundervolle, zeitlos klingende Zeitgeistzeugnisse hervor. Die meisten derer k&ouml;nnen all die Beobachter, die heute Mitte 40 und somit &sbquo;live&lsquo; dabei gewesen sind, wie Nachgeborene, die bislang vielleicht annahmen, deutsche Popmusik h&auml;tte erst mit &bdquo;Revolverheld&ldquo; oder &bdquo;Deichkind&ldquo; begonnen, auf <strong>&bdquo;Best of FETENHITS &ndash; NEUE DEUTSCHE WELLE&ldquo;<\/strong> geballt, konzentriert und voller Power genie&szlig;en!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/musik\/compilationsfetenhits<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/fetenhits\/home<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/fetenhits\/home<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>V\u00f6:17.04.2015 Zeitgleich mit der von mir HIER bereits vorgestellten &bdquo;Best of FETENHITS &ndash; Schlager&ldquo;-Kollektion und einer haupts&auml;chlich auf deutschsprachige Rockmusik<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31006,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[35],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31005"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31005\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}