{"id":259459,"date":"2026-04-30T09:10:50","date_gmt":"2026-04-30T07:10:50","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=259459"},"modified":"2026-04-30T09:12:27","modified_gmt":"2026-04-30T07:12:27","slug":"udi-juergens-interview-mit-jenny-juergens-zur-picture-disc-merci-cherie-60","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/udi-juergens-interview-mit-jenny-juergens-zur-picture-disc-merci-cherie-60\/","title":{"rendered":"UDI J\u00dcRGENS <br>Interview mit JENNY J\u00dcRGENS zur Picture Disc &#8222;Merci Ch\u00e9rie 60&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Ver\u00f6ffentlichung erfolgt am 08.05.2026!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><\/p>\n<p>Jenny, vor 60 Jahren gewann Ihr Vater, Udo J\u00fcrgens, mit \u201eMerci Ch\u00e9rie\u201c den ESC. Welche pers\u00f6nlichen Erinnerungen verbinden Sie mit dem Lied?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war nach drei Anl\u00e4ufen sein gro\u00dfer internationaler Durchbruch. Da das Lied schon vor mir existierte, begleitet es mich eigentlich mein ganzes Leben. Doch die wahre emotionale Tiefe habe ich erst als Erwachsene begriffen. Als Kind hielt ich es f\u00fcr einen simplen Schlager und habe es einfach mit der Musik meines Vaters assoziiert. Aber wenn man \u00e4lter wird und eigene Erfahrungen sammelt, klingen Zeilen wie \u201eKein Meer ist so wild die Liebe\u201c ganz anders. Heute wei\u00df ich: Es ist eines der ganz gro\u00dfen Liebeslieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie hat Ihr Vater den ESC damals erlebt und was erz\u00e4hlte er dar\u00fcber?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicher haben wir dar\u00fcber gesprochen. Er war damals extrem nerv\u00f6s, weil er nach zwei Niederlagen eigentlich nicht noch einmal antreten wollte \u2013 das hatte seine Euphorie gebremst. Man musste ihn \u00fcberreden, doch dann hat es geklappt und er war \u00fcbergl\u00fccklich. Sp\u00e4ter wurde sein Verh\u00e4ltnis zum ESC jedoch distanzierter. Als er 1966 gewann, standen noch das Lied, die Komposition und der Gesang im Vordergrund. Udo allein am Klavier, auf dieser riesigen B\u00fchne. Heute ist durch das Internet alles schriller und \u201edr\u00fcber\u201d: Die Show muss sexy sein \u2013 mit T\u00e4nzern, spektakul\u00e4ren Kost\u00fcmen. Diese Entwicklung hat meinem Vater nicht gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was hat Sie zur Picture-Disc-Edition von \u201eMerci Ch\u00e9rie 60\u201d inspiriert?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Picture Disc soll ein Schmankerl sein, wie man in Bayern so sch\u00f6n sagt. Wir wollten den Fans zum 60. Jubil\u00e4um von \u201eMerci Ch\u00e9rie\u201c etwas Besonderes geben, wor\u00fcber sie sich freuen. Eine Art Verneigung vor dem Song. Da wir uns ja nun im 70. ESC-Jahr befinden, war das der perfekte Moment, das Lied mit den wunderbaren Fotos von Hansi Hoffmann zu verbinden. Die Kirsche auf der Sahnetorte sind bei dieser Picture Disc aber die vielen internationalen Versionen auf verschiedenen Sprachen, sogar auf japanisch. Vieles davon werden die Fans nicht kennen. Ich wusste zum Beispiel selbst bis vor Kurzem nichts von der Disco-Version \u2013 die hatte ich davor wirklich noch nie geh\u00f6rt und ich finde sie super.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sind Sie angesichts des 70. ESC-Jubil\u00e4ums in Wien in die Planungen f\u00fcr eine spezielle Hommage an Ihren Vater eingebunden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Moment ist vieles in der Schwebe. Es gibt \u00dcberlegungen f\u00fcr eine gro\u00dfe Pre-Show des NDR \u2013 live zur ESC-Geschichte, aber ob wir tats\u00e4chlich dabei sind, steht noch nicht fest. Es wird sicher etwas stattfinden, um unseren Vater zu ehren, aber die Details sind noch nicht ganz \u201esafe\u201c \u2013 es ist alles etwas kurzfristig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es gibt ein Foto von Ihnen vor einem \u201eWir sind Song Contest\u201c-Plakat. Haben Sie in der Familie fr\u00fcher die ESC-Show immer angesehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, wir haben es nicht regelm\u00e4\u00dfig gesehen \u2013 auch mein Vater nicht, was ich verstehe. Papa hatte eine konservative Seite; ihm ging es wie gesagt vor allem um die Lieder und um die Musik. Was in manchen Jahren dort zu h\u00f6ren und zu sehen war, waren zum Teil extrem schrille Auftritte. Wir waren nun aber in Wien bei der Aufzeichnung der ORF-Show \u201eWir sind Song Contest\u201c dabei, wo auch das Foto entstand. Der ORF hat zur Einstimmung auf den ESC drei Pre-Shows produziert, moderiert von Barbara Sch\u00f6neberger. Wir sind in der ersten Ausgabe mit Johnny Logan und der S\u00e4ngerin Beatrice Egli zu sehen. Die eigentliche Live-Show werde ich allerdings gem\u00fctlich von der Couch aus verfolgen, und nicht vor Ort in Wien sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welche Art von Musik h\u00f6ren Sie pers\u00f6nlich gerne?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin ein Fan von Soul-Funk, Jazz-Funk, Groove, R&#8217;n&#8217;B.\u00a0 Das kommt beim ESC eigentlich \u00fcberhaupt nicht vor. Aber eine Sache habe ich gelernt \u2013 oder ich bem\u00fche mich zumindest darum: Ich versuche, die Songs so zu h\u00f6ren, wie ein Fan es tun w\u00fcrde \u2013 auch die Lieder meines Vaters. Ich gehe also nicht immer nur nach meinem ganz pers\u00f6nlichen Musikgeschmack. Bei den ESC-Songs ist es manchmal hilfreich, einfach die Augen zuzumachen und sich wirklich nur auf das Lied zu konzentrieren. Dann \u00fcberlege ich mir: Welcher Song ist wirklich ESC-tauglich? So kann ich einen Song richtig super finden, ohne dass ich ihn mir privat zu Hause auflegen w\u00fcrde. Man muss es eben mit ESC-Ohren h\u00f6ren und nicht mit Jenny-Ohren (<em>lacht).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sie haben erz\u00e4hlt, dass Sie eine kleine Wohnung in Wien haben. Gehen Sie immer an das Grab Ihres Vaters, wenn Sie in der Stadt sind? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich gehe nicht jedes Mal zum Grab, wenn ich in Wien bin, aber einmal im Jahr zieht es mich dorthin \u2013 das muss auch gar nicht am Todestag sein. Einmal war es dort so voll, dass ich nur aus der Ferne geschaut habe. Ich muss nicht zwingend direkt davor stehen, zumal mich dort oft Leute ansprechen. Das ist zwar meistens sehr lieb gemeint, aber je nach eigener Verfassung ist mir nicht immer nach einem Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich brauche ich ohnehin kein Grab, um mich innerlich kurz mit Papa zu verbinden. Dennoch ist es mir wichtig, einmal im Jahr f\u00fcr mich allein eine Rose dort abzulegen. Daf\u00fcr w\u00e4hle ich dann meist Uhrzeiten, zu denen es ruhiger ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ihr Vater ist mit dem Song \u201eMerci Ch\u00e9rie\u201c \u00fcber Nacht zum Super-Star geworden und war danach st\u00e4ndig unterwegs. Waren Sie eher stolz, ihn im Fernsehen zu sehen \u2013 oder waren Sie traurig, weil Sie ihn vermisst haben? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir waren einfach stolz, ihn im Fernsehen zu sehen. Als Kind habe ich das \u00fcberhaupt nicht als Verlust empfunden \u2013 ich kannte es ja nicht anders und ich bin so aufgewachsen. Heute sehe ich das nat\u00fcrlich differenzierter. Ich werde im Januar 60 und blicke mit mehr Erfahrung auf unsere Familiendynamik, auf die Verluste und die emotionalen Themen bei uns zur\u00fcck. R\u00fcckblickend muss ich sagen: Nat\u00fcrlich hat diese st\u00e4ndige Abwesenheit etwas mit meinem Bruder John und mir gemacht. Das ist ja logisch. Aber wenn ich jetzt tiefer darauf eingehe, sitzen wir hier in einer Psychostunde (<em>lacht)<\/em>. Es hat uns schon gepr\u00e4gt, aber als Kind kann ich mich nicht erinnern, gejammert zu haben:\u201eMama, warum ist der Papa nicht da.\u201c Meine Mutter war ja immer f\u00fcr uns da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ihr Vater wurde \u00fcberall von Fans umringt, auch wenn Sie privat unterwegs waren. Wie war das f\u00fcr Sie als Kind, dass Sie ihn immer teilen mussten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gew\u00f6hnt habe ich mich nie daran, ich habe es eben akzeptiert. Aber ich muss sagen: Neben tollen, kultivierten und respektvollen Fans gibt es leider auch viele \u00fcbergriffige, die glauben, der K\u00fcnstler geh\u00f6re ihnen. Manchmal hatten sie durch das Hinterherreisen zu den Konzerten oft mehr von Udo als wir. Mich st\u00f6rt dieser Anspruch an uns, die Kritik: \u201eWarum macht ihr dies so, warum ist jenes so?\u201d Auf die Fanseiten im Internet darf ich gar nicht erst gehen, da kriegt man die Krise, was da zum Teil geschrieben wird. Ich halte mich davon fern, weil es mich triggert \u2013 dieser Glaube: \u201eDer Udo geh\u00f6rt uns und wir d\u00fcrfen uns erlauben, alles zu kritisieren. Da muss ich ehrlich sagen: Diese Art von Fans sind gelegentlich etwas schwierig. Demgegen\u00fcber stehen jedoch die wunderbaren Fans, f\u00fcr die wir all das gerne tun. Nat\u00fcrlich basiert Udos Erfolg zum Teil auf seinen Fans, aber eben nicht nur \u2013 im Kern stand immer seine eigene Kreativit\u00e4t und sein unerm\u00fcdliches Schaffen. Die Fans waren dabei die tragenden Pfeiler, auf denen dieses Lebenswerk ruhte. Deshalb ist uns eine posivitive Fan-Pflege auch so wichtig. Aus diesem Grund machen wir immer weiter. Mit Projekten wie der aktuellen Vinyl-Picture-Disc m\u00f6chten wir die Erinnerung an Udo lebendig halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zum 60. Jubil\u00e4um von \u201aMerci Ch\u00e9rie\u2018 hat die S\u00e4ngerin LEA eine ganz eigene, moderne Version dieses zeitlosen Klassikers aufgenommen. Wie f\u00fchlt es sich f\u00fcr Sie an zu sehen, dass die Musik Ihres Vaters auch sechs Jahrzehnte sp\u00e4ter noch junge, erfolgreiche K\u00fcnstlerinnen inspiriert, seine Lieder neu zu interpretieren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong>Udos Musik hat alle Generationen ber\u00fchrt \u00a0&#8211; das war eine seiner vielen musikalischen St\u00e4rken. Nat\u00fcrlich finde ich es wunderbar, wenn eine junge, begabte K\u00fcnstlerin dem Song eine ganz eigene Note verleiht und ihn somit jungen Menschen nahebringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>Ihr Vater war bekannt f\u00fcr seine Pr\u00e4zision und die tiefe Emotion in seinen Kompositionen. LEA hat nun ihre ganz pers\u00f6nliche Note in \u201aMerci Ch\u00e9rie\u2018 eingebracht \u2013 was h\u00e4tte Ihrem Vater an dieser modernen, weiblichen Perspektive auf seinen wohl gr\u00f6\u00dften Triumph am meisten gefallen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann nicht f\u00fcr meinen Vater sprechen &#8211; das habe ich auch nicht zu Lebzeiten getan. Deshalb nur so viel. Mein Vater h\u00e4tte es immer sch\u00f6n gefunden zu sehen, dass seine Musik weiterlebt. Und das ist auch das Bestreben der Familie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum glauben Sie, dass die Menschen auch nach 60 Jahren noch so gerne das Lied \u201eMerci Ch\u00e9rie\u201d h\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gro\u00dfe Qualit\u00e4t und Strahlkraft von Udo lag darin, dass er unglaublich zeitlose Songs geschrieben hat. Er konnte die Menschen \u00fcber alle Generationen hinweg abholen. Vom jungen bis zum alten Menschen wurden diese Textzeilen und Melodien als absolut authentisch empfunden. Deshalb glaube ich, dass sie heute noch genauso ankommen und diesen hohen Stellenwert haben. Das ist eben kein \u2018schlichter Schlager\u2019, den man irgendwann einfach abtut \u2013 obwohl manche Leute genau das nat\u00fcrlich lieben. Aber seine Texte haben eben immer den Finger direkt in ein Gef\u00fchl gelegt. Das Lied hat auch eine sch\u00f6ne Botschaft: Es geht darum, dankbar f\u00fcr die gemeinsame Zeit zu sein \u2013 selbst wenn eine Liebe zu Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stichwort Dankbarkeit: Wof\u00fcr sind Sie dankbar in Ihrem Leben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dankbarkeit ist f\u00fcr mich eine der wichtigsten Haltungen, die ich in meinem Leben pflege. Ich wei\u00df sehr genau, wo ich stehe und was mir geschenkt wurde. Aber vieles wurde mir eben auch nicht geschenkt \u2013 und das ist etwas, das viele Menschen bei mir oft \u00fcbersehen. F\u00fcr vieles musste ich wirklich k\u00e4mpfen. Ich halte mich meist zur\u00fcck, \u00fcber Schwierigkeiten zu sprechen, weil dann schnell der Vorwurf kommt: \u201eAch, Jammern auf hohem Niveau.\u201d Alles wird oft der Tatsache untergeordnet, dass ich geerbt habe. Das empfinde ich manchmal als ungerecht, denn nat\u00fcrlich gibt es auch in meinem Leben emotionale H\u00f6hen und Tiefen \u2013 v\u00f6llig unabh\u00e4ngig vom Erbe. Sonst h\u00e4tte ja kein Mensch, der im Wohlstand lebt, emotionale Sorgen \u2013 und das stimmt einfach nicht. Unterm Strich bin ich vor allem dankbar f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit, die ich jetzt mehr denn je leben darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das hei\u00dft, Sie k\u00f6nnen es sich heute erlauben, auch mal \u2018Nein\u2019 zu sagen\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6\u00dfte Freiheit ist wahrscheinlich die Freiheit, \u201aNein\u2018 sagen zu k\u00f6nnen. Jahrzehntelang habe ich \u201aJa\u2018 gesagt \u2013 auch zu Dingen oder Shows, auf die ich eigentlich keine Lust hatte. Damals musste man das fast tun, weil es noch richtige Gagen gab; in den 80ern und 90ern bekam man f\u00fcr eine Show noch ein paar Tausend Mark. Heute gibt es oft nur noch Aufwandsentsch\u00e4digungen. Bei den gro\u00dfen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern bekommt man zwar noch Gagen, aber die behalte ich nicht f\u00fcr mich: Ich spende sie an meine Initiative \u201aHerzwerk \u2013 aktiv gegen Armut im Alter\u2018. Deshalb bestehe ich auch auf einer Gage, um sie direkt weitergeben zu k\u00f6nnen. Es ist ein Privileg, heute komplett selbst entscheiden zu k\u00f6nnen, in welche Richtung jeder Tag geht: M\u00f6chte ich einen Job machen \u2013 ja oder nein? Danach handle ich. Mir ist sehr bewusst, dass viele Menschen diese Wahl nicht haben. Ich bin nicht betriebsblind; ich sehe genau, was f\u00fcr ein Kampf das Leben f\u00fcr viele ist \u2013 der Stress mit bezahlbarem Wohnraum, der Arbeit, Kinder erziehen und dem Geldverdienen. Ich wei\u00df, dass das f\u00fcr viele eine echte M\u00fchsal ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie wichtig war es Udo, dass seine Kinder den Wert des Geldes verstehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war ihm sehr wichtig, dass wir einen vern\u00fcnftigen Bezug zu Geld entwickeln. Bei Zuwendungen war er durchaus streng. Ich bin ja sehr fr\u00fch von zu Hause ausgezogen, schon mit 17, weil ich unbedingt zu meinem Bruder John nach M\u00fcnchen wollte \u2013 wir hingen extrem aneinander. Meine Eltern gaben mir damals eine Sondergenehmigung, auch wenn ich heute r\u00fcckblickend sagen muss: \u201aDu meine G\u00fcte, das war wirklich fr\u00fch!\u2018 Ich wei\u00df nicht, ob ich das meinen Kindern erlaubt h\u00e4tte, aber es ist ja gut gegangen. In M\u00fcnchen mussten John und ich uns dann extrem einschr\u00e4nken. Mein Vater bezahlte zwar die Miete, aber zum Leben hatte ich gerade einmal 300 Mark im Monat. Davon mussten wir in einer Stadt wie M\u00fcnchen klarkommen. Da haben wir uns wirklich reduziert \u2013 es gab viel Mir\u00e1coli. <em>(lacht)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie sehr hat der damalige Verzicht Ihre heutige Einstellung zu Geld?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich glaube, das war gut so, ich gehe heute noch nicht verschwenderisch mit Geld um. In M\u00fcnchen habe ich andere Kinder kennengelernt \u2013 Spr\u00f6sslinge gro\u00dfer Modeh\u00e4user, die mit 19 im Mercedes SL vorfuhren und in Discos mit Magnum Champagnerflaschen um sich warfen. Ich fragte John damals: \u201aHaben die \u00fcberhaupt noch einen Antrieb, etwas zu erreichen?\u2018 Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Kinder reicher Eltern Karriere machen, sie bekommen eben viel Vitamin B. Das hatte ich nat\u00fcrlich auch: Ohne den Namen J\u00fcrgens h\u00e4tte ich vermutlich nie meinen ersten Film gedreht. Ich war keine gro\u00dfe Schauspielerin \u2013 ich war jung, h\u00fcbsch und hatte den Namen J\u00fcrgens. Das reichte f\u00fcr Fernsehrollen. Ich verstehe jeden Schauspieler, der sich durch die Schauspielschule und Theaterabende qu\u00e4lt und sich dann denkt: \u201aNa toll, schau dir das an.\u2018<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vor kurzem haben Sie ein Kinderfoto von sich gepostet mit dem Text: \u2018Aus eigenwilligen M\u00e4dchen werden starke Frauen.\u2019 Wie eigenwillig waren Sie? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war schon ziemlich eigenwillig. Wenn meine Mutter heute davon erz\u00e4hlt, f\u00e4ngt sie meistens an zu st\u00f6hnen. Ich war zwar ein braves Kind und h\u00e4tte mir nie getraut, frech oder respektlos zu meinen Eltern zu sein, aber wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, entwickelte ich diesen Tunnelblick \u2013 manche nennen es wohl Renitenz. Das ist bis heute so geblieben. Mein Mann David ist zum Gl\u00fcck sehr geduldig, aber ich glaube, manchmal ist es anstrengend f\u00fcr ihn. Meistens bin ich sehr gl\u00fcckselig und lieb, aber ich habe eben eine dominante Seite, was sicher auch daran liegt, dass ich f\u00fcr vieles in meinem Leben selbst k\u00e4mpfen musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lag das auch daran, dass Sie fr\u00fch auf sich allein gestellt waren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, ich musste schon sehr fr\u00fch entscheiden, wie und wo ich leben will. Da meine Eltern im Ausland und stark mit sich selbst besch\u00e4ftigt waren, habe ich vieles allein gemanagt. Das hat fr\u00fch eine enorme Energie in mir freigesetzt, obwohl ich damals noch gar nicht so gefestigt war. Fr\u00fcher war es mir extrem wichtig, gemocht zu werden; ich wollte einfach gefallen. Deshalb habe ich oft \u201aJa\u2018 gesagt, obwohl ich eigentlich \u201aNein\u2018 meinte. Heute ist das anders: Der Drang, um jeden Preis gefallen zu wollen, hat stark abgenommen. Ich finde es zwar immer noch angenehm, wenn man mich mag, aber nicht mehr um den Preis meiner Selbstbestimmung. Heute traue ich mich, h\u00f6flich, aber bestimmt \u201aNein\u2018 zu sagen \u2013 auch auf die Gefahr hin, jemandem mal auf den Schlips zu treten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit Ihrer Initiative \u201eHerzwerk\u201d geben Sie \u00e4lteren Menschen eine Lobby. Warum liegt Ihnen gerade der Kampf gegen Altersarmut so am Herzen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele engagieren sich f\u00fcr Kinder oder Tiere \u2013 was gro\u00dfartig und wichtig ist. Aber f\u00fcr \u00e4ltere Menschen treten vergleichsweise wenige ein. Vielleicht finden manche das Thema nicht \u201aattraktiv\u2018 genug f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit, aber ich sehe das anders. Ich finde es sogar sehr wichtig, denn das Alter betrifft uns am Ende alle selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In s\u00fcdlichen L\u00e4ndern, wie Ihrer Wahlheimat Mallorca hat die Familie noch einen hohen Stellenwert. Wie geht man dort mit \u00e4lteren Menschen um?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der famili\u00e4re Zusammenhalt ist dort sp\u00fcrbar st\u00e4rker, aber es gibt auch einen enormen Druck, die Eltern zu Hause zu betreuen, wenn sie alt sind. Das hat nicht nur positive Seiten f\u00fcr die Familien. In Spanien fehlen schlichtweg die Kapazit\u00e4ten: In einem Ort wie S\u00f3ller gibt es meines Wissens nur ein einziges Heim. Zudem ist die station\u00e4re Pflege dort \u2013 genau wie in Deutschland \u2013 unglaublich teuer. Oft hei\u00dft es vorschnell, alte Menschen w\u00fcrden heute einfach \u201ains Heim abgeschoben\u2018. Das stimmt so nicht. Die wenigsten k\u00f6nnen sich das \u00fcberhaupt leisten, sofern kein hoher Pflegegrad vorliegt, bei dem ein Gro\u00dfteil der Kosten \u00fcbernommen wird. W\u00e4hrend in Deutschland etwa 86 Prozent der Pflegebed\u00fcrftigen zu Hause versorgt werden, sind es in Spanien sogar 95 Prozent. Nur die wenigsten leben also tats\u00e4chlich in einer \u201eResidencia.\u201c Und Angeh\u00f6rige zuhause zu pflegen ist eine riesige Herausforderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie sehr ber\u00fchren Sie die Schicksale der Menschen, die Ihnen durch \u201eHerzwerk\u201d begegnen ?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Begegnungen gehen mir sehr unter die Haut. Wenn ich sehe, in welchen Situationen manche Menschen leben, wird mir mein eigenes Gl\u00fcck umso st\u00e4rker bewusst: Dank des Erfolgs meines Vaters werde ich nie in eine solche Notlage geraten. Das l\u00f6st eine unendliche Dankbarkeit in mir aus. Ich habe die Initiative vor 16 Jahren gegr\u00fcndet und im DRK D\u00fcsseldorf einen tollen Partner gefunden. Ich engagiere mich nicht nur zeitlich, sondern unterst\u00fctze \u201aHerzwerk\u2018 auch jedes Jahr mit erheblichen privaten Mitteln. Normalerweise rede ich nicht dar\u00fcber \u2013 aber es ist mir wichtig zu betonen: Ich bin kein reines \u201aPressegesicht\u2018, das hinter den Kulissen nichts damit zu tun hat. Es ist mein Projekt und ich sehe es als meine Pflicht an, wirklich etwas zu bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sie haben als private Initiative schon viel bewegt \u2013 was muss sich Ihrer Meinung nach \u00e4ndern, damit Menschen im Alter in W\u00fcrde leben k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die perfekte L\u00f6sung habe ich auch noch nicht. Wir leben heute im Schnitt 30 Jahre l\u00e4nger als vor einem Jahrhundert. Wer mit Mitte 60 aufh\u00f6rt zu arbeiten, hat oft noch viele Jahre vor sich \u2013 das ist dank moderner Medizin und gesundem Lebensstil ein Geschenk, aber die Finanzierung ist eine riesige Herausforderung. Ich sehe den Staat hier klar in der Pflicht \u2013 insbesondere f\u00fcr Gesundheit, Bildung und Sicherheit. Andere L\u00e4nder, wie die skandinavischen oder auch Spanien mit seinem kostenlosen Gesundheitssystem f\u00fcr Residenten sind da oft besser aufgestellt. Ich bin kein Politik-Experte, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Wenn der Staat den B\u00fcrgern die H\u00e4lfte ihres Einkommens abnimmt, ist das `ein ordentliches Brett.` Da darf man sich schon fragen: Was bekommen wir daf\u00fcr zur\u00fcck? Wenn junge Eltern kaum Kitapl\u00e4tze finden und diese teuer bezahlen m\u00fcssen, bleibt am Monatsende nichts \u00fcbrig. Da fragt man sich zu Recht, wo die ganzen Steuergelder hinflie\u00dfen. Die Unzufriedenheit der Leute ist absolut verst\u00e4ndlich \u2013 da l\u00e4uft einfach etwas grundlegend falsch. Der Staat hat da eine ganz andere Verantwortung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie fand Ihr Vater Ihr Engagement f\u00fcr \u201eHerzwerk\u201d?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er fand es gro\u00dfartig und war sehr stolz darauf, dass ich mich ausgerechnet f\u00fcr \u00e4ltere Menschen einsetze. Zur Gr\u00fcndung von \u201aHerzwerk\u2018 im Oktober 2009 gab es eine Er\u00f6ffnungsgala im D\u00fcsseldorfer Lokal \u201aMonkey\u2019s\u2018. Mein Vater kam damals extra vorbei und spielte eine Stunde lang live vor nur 100 G\u00e4sten. Dieses Privatkonzert war sein Geschenk an mich und ein Moment, der mir unheimlich viel bedeutet hat.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eMerci Ch\u00e9rie\u201d feiert 60-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um, und auch bei Ihnen r\u00fcckt die 60 n\u00e4her. Wie gehen Sie mit dem \u00c4lterwerden um?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich gehe gut damit um. Es geht mir dabei weniger ums Aussehen \u2013 Ver\u00e4nderungen geh\u00f6ren nun mal dazu, und ich halte nichts davon, sich den ganzen K\u00f6rper zurecht- zuschnippeln. Was mich wirklich bewegt, ist das Thema Zeit. Meine Schw\u00e4gerin Hayah und ich sprechen oft dar\u00fcber. Neulich sagte ich zu ihr: \u201eIn zehn Jahren bin ich 70.\u201c Man fragt sich unweigerlich: Wie viele Sommer bleiben mir noch, in denen ich fit genug f\u00fcr gro\u00dfe Reisen bin? Man muss sich das immer wieder vor Augen halten, um wirklich dankbar zu sein und \u201aCarpe diem\u2018 zu leben. Ich schiebe nichts mehr auf. Wer wei\u00df schon, wie sich die Welt entwickelt oder ob uns Krisen einholen? Mein Bruder wird 63, seine Kinder gehen ihre eigenen Wege \u2013 wir sind jetzt unabh\u00e4ngig und noch jung genug, um das Leben wie eine Zitrone auszupressen (<em>lacht).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ihr Vater definierte sein Gl\u00fcck sehr stark \u00fcber den Applaus und den Erfolg. Was macht Sie gl\u00fccklich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Gl\u00fcck ziehe ich in erster Linie aus meinem Privatleben, nicht aus der Karriere. Ich liebe die Natur, das Leben mit den Tieren, unseren Eseln, H\u00fchnern und Hunden auf unserer Finca auf Mallorca \u2013 da stehe ich schon um sechs Uhr morgens im Stall. Dennoch m\u00f6chte ich nicht nur in der Abgeschiedenheit der Berge bleiben. So sehr ich die Insel auch sch\u00e4tze, so sehr brauche ich das Reisen und den Austausch mit meinen Freunden in Deutschland. Deshalb bin ich regelm\u00e4\u00dfig in der Heimat, um sie zu sehen, oder um an meinen Projekten zu arbeiten. Die Schauspielerei habe ich endg\u00fcltig hinter mir gelassen; ein Abschied, der eine enorme Befreiung war und dem ich keine Tr\u00e4ne nachweine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn ein tolles Rollen-Angebot k\u00e4me, w\u00fcrden Sie es ablehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz klar: Ich w\u00fcrde jedes Angebot ablehnen. Es kommen zwar immer wieder spannende Anfragen, aber f\u00fcr mich ist dieses Kapitel abgeschlossen. Ich m\u00f6chte mich nicht mehr von fremden Menschen beurteilen lassen oder diese zehrende Nervosit\u00e4t vor der Kamera oder auf der B\u00fchne sp\u00fcren. Das kostet mich schlichtweg zu viel Energie. Nach zehn Jahren mit Panikattacken, Therapien und Medikamenten \u2013 einer Zeit, die das absolute Grauen war \u2013 ziehe ich heute meine innere Ruhe vor. Wer das selbst erlebt hat, wei\u00df genau, wovon ich rede; f\u00fcr alle anderen ist dieser Schutzmechanismus schwer nachvollziehbar. Ich habe mich f\u00fcr die Entspannung entschieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Haben Sie die Panikattacken heute \u00fcberwunden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, die Panikattacken sind weg. Diese schwere Phase zwischen Mitte 30 und Mitte 40 endete, als ich mein Leben radikal \u00e4nderte: Ich lernte David kennen, zog nach Mallorca und baute mir dort etwas Neues auf. Seitdem wurde es Schritt f\u00fcr Schritt besser. Eine gewisse Grundnervosit\u00e4t blitzt zwar immer mal wieder auf, aber damit kann ich heute umgehen. Und nat\u00fcrlich tr\u00e4gt meine Ehe mit David ma\u00dfgeblich zu meinem heutigen Gl\u00fcck bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vor 11 Jahren haben Sie den spanischen Regisseur David Carreras Sol\u00e9 auf Mallorca geheiratet. Was macht diese gl\u00fcckliche Beziehung aus?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">David ist der erste Mensch, der mich zu einhundert Prozent so annimmt, wie ich bin. Er kritisiert mich nie \u2013 im Gegenteil: Er spiegelt mich immer positiv. Nur wenn ich ihn fast schon dazu dr\u00e4nge, mir ehrlich zu sagen, wo ich vielleicht anstrengend sein k\u00f6nnte, gibt er mir eine Antwort. Er ist nicht nur mein Mann, sondern auch mein bester Freund. Wir lachen unglaublich viel und es gibt absolut nichts, was ich nicht mit ihm teilen kann \u2013 egal wie intim das Thema ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was ist heute Ihr Rezept gegen Stress?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich laufe dem Stress einfach davon \u2013 das t\u00e4gliche Gehen mit meinen Hunden, egal ob auf Mallorca oder am D\u00fcsseldorfer Rheinufer, ist f\u00fcr mich pure Therapie. Dabei muss ich mit niemandem reden. Ich merke oft, dass ich bei zu viel Trubel oder auf Events schnell an meine Grenzen sto\u00dfe. Ich gehe zwar sonst sehr patent durchs Leben, bin in Sachen Smalltalk und sozialen Kontakten aber eher ein Kurz- streckenl\u00e4ufer. Nach zwei, drei Stunden ist meine Batterie leer. Dann brauche ich wieder einen ganzen Tag f\u00fcr mich, um tief durchzuatmen und mich auf die n\u00e4chste Verabredung vorzubereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie gehen Sie damit um, wenn bei Events alle Augen auf Sie gerichtet sind?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei vielen fremden Menschen f\u00fchle ich mich manchmal \u00fcberfordert. Ich denke dann: Okay, sie wissen alle, wer du bist, und sehen dich mit diesem speziellen Blick \u2013 schlie\u00dflich bin und bleibe ich f\u00fcr immer die Tochter von Udo J\u00fcrgens. Doch wer ich wirklich bin, wissen sie im Grunde nicht. Ich versuche zwar, authentisch zu sein, aber bei Fremden \u00f6ffnet man ja nicht einfach alle Schleusen. Man zeigt nur eine bestimmte Seite, und das f\u00fchlt sich manchmal nicht ganz echt an. Aber das geh\u00f6rt eben dazu. Ich beherrsche das, kann \u00fcberall hingehen und bringe die Leute auch gerne zum Lachen \u2013 das funktioniert gut. Aber nach so einem Abend komme ich nach Hause und bin einfach nur komplett kaputt (<em>lacht)<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie sehen Ihre n\u00e4chsten Pl\u00e4ne aus? Gibt es neue Foto-Projekte?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fotografie bleibt ein Teil meines Lebens \u2013 aber ohne Druck. F\u00fcnf gro\u00dfe Einzelaustellungen waren eine tolle Erfahrung, doch den enormen Aufwand und die Kosten brauche ich nicht mehr. Heute beteilige ich mich lieber entspannt an Sammelausstellungen, ohne reisen zu m\u00fcssen. Ich genie\u00dfe es, nicht davon leben zu m\u00fcssen, sondern rein aus Freude zu fotografieren. Auch meine Initiative \u201eHerzwerk\u201c nimmt viel Raum ein. Viele Dinge kann ich \u00fcber Zoom-Meetinges machen, wenn ich in D\u00fcsseldorf bin, bin ich direkt vor Ort aktiv. Dazu kommen die Projekte rund um Papas Lebenswerk \u2013 zu tun gibt es also immer genug.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stehen noch unerf\u00fcllte W\u00fcnsche auf Ihrer Bucket-List?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich nicht. Mein oberstes Gebot ist die Gesundheit \u2013 sie ist das Fundament f\u00fcr alles andere. Mein wichtigstes Ziel ist es, dankbar zu bleiben und achtsam mit meinen Mitmenschen umzugehen. Einzig zu meinem 60. Geburtstag im Januar plane ich eine sch\u00f6ne Reise, da ich wahnsinnig gerne unterwegs bin. Aber am Ende z\u00e4hlt das Gl\u00fcck im Hier und Jetzt.<\/p>\n<p><em>Martina Mack f\u00fchrte Martina Mack.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ver\u00f6ffentlichung erfolgt am 08.05.2026!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":259460,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29,39],"tags":[322,323],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259459"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=259459"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":259462,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259459\/revisions\/259462"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/259460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=259459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=259459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=259459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}