{"id":254546,"date":"2026-01-23T13:51:38","date_gmt":"2026-01-23T12:51:38","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=254546"},"modified":"2026-01-23T13:51:38","modified_gmt":"2026-01-23T12:51:38","slug":"angelika-mann-die-luette-ist-tot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/comedy\/angelika-mann-die-luette-ist-tot\/","title":{"rendered":"ANGELIKA MANN <br>&#8222;Die L\u00fctte&#8220; ist tot!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">ANGELIKA MANN (* 13. Juni 1949 in Berlin; \u2020 21. Januar 2026) war eine deutsche S\u00e4ngerin und Schauspielerin, die ihre berufliche Laufbahn in der DDR begann und nach ihrer Entdeckung durch Klaus Lenz zun\u00e4chst als S\u00e4ngerin an der Seite von Reinhard Lakomy bekannt wurde. Nach Lakomys R\u00fcckzug von der Live-B\u00fchne setzte sie ihre musikalische Karriere mit eigenen Bands fort (\u201eAngelika Mann und Band\u201c, dann ab 1980 \u201eObelisk\u201c). Im April 1985 reiste sie nach einem 1984 gestellten Ausreiseantrag aus der DDR aus und lie\u00df sich in West-Berlin nieder, von wo aus sie auch in der Bundesrepublik ihre Karriere als S\u00e4ngerin und Schauspielerin fortsetzte.<\/p>\n<p>Neben Film und Theater trat sie regelm\u00e4\u00dfig mit musikalischen Soloprogrammen auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angelika Mann, genannt die \u201eL\u00fctte\u201c, wuchs mit einem j\u00fcngeren Bruder auf. Nach einer Ausbildung zur Apothekenfacharbeiterin absolvierte sie von 1969 bis 1973 in Ost-Berlin an der Musikschule Friedrichshain eine Ausbildung zur S\u00e4ngerin und Pianistin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2013 ver\u00f6ffentlichte Mann ihre Autobiografie unter dem Titel &#8222;Was treibt mich nur?&#8220; im Leipziger Militzke Verlag. Im Juni 2022 wurde bekannt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Sie starb am 21.01.2026 im Alter von 76 Jahren infolge der Krebserkrankung.<\/p>\n<p>Angelika Mann war verheiratet, lebte zuletzt in Berlin-Rudow und hatte eine Tochter, die Schauspielerin und S\u00e4ngerin Ulrike Weidem\u00fcller.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karriere 1973\u20131985: Anf\u00e4nge und Erfolge in der DDR<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mann wirkte nach ihrer Gesangsausbildung an Produktionen mit der Klaus-Lenz-Bigband, Uschi Br\u00fcning, Manfred Krug, G\u00fcnther Fischer und Reinhard Lakomy (&#8222;Traumzauberbaum&#8220;, 1980) mit.<\/p>\n<p>In den Jahren 1975 und 1976 gelangen Mann mit den Titeln &#8222;Mir doch egal&#8220; und &#8222;Sieben Zwerge&#8220; erfolgreiche Schlager-Duette mit Reinhard Lakomy. Im selben Jahr unterzeichnete sie die sogenannte \u201eBiermann-Erkl\u00e4rung\u201c. Von 1980 bis 1984 feierte sie mit ihrer Band <em>Obelisk<\/em> unter dem Bandleader Andreas Bicking gro\u00dfe Erfolge (1982 Goldmedaille beim VI. Interpretenwettbewerb der Unterhaltungskunst). Sie arbeitete weiterhin f\u00fcr das Kinderprogramm &#8222;Kling-Klang&#8220; und bekam 1982 eine eigene Fernsehsendung unter dem Titel &#8222;Rockmusik zum Anfassen&#8220;. 1984 stellte Mann einen Ausreiseantrag aus der DDR. 1985 verlie\u00df sie schlie\u00dflich die DDR und reiste nach West-Berlin aus.<\/p>\n<p><strong>1985\u20131999: Emigration nach West-Berlin und Engagements<\/strong><\/p>\n<p>Nach ihrer Emigration aus der DDR konnte Mann nahtlos an ihre Karriere im Osten ankn\u00fcpfen. Sie war u. a. als Dialogbuchautorin der Synchronisationen von US-amerikanischen Fernsehserien wie &#8222;California Clan&#8220; (1984\u20131993) oder &#8222;Frasier&#8220; (1993\u20132004) t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Von 1987 bis 1993 trat Mann als Lucy in G\u00fcnter Kr\u00e4mers Inszenierung der &#8222;Dreigroschenoper&#8220; im Theater des Westens, in Hamburg, K\u00f6ln sowie bei Gastspielen in Spoleto und Tokio auf. Sie spielte von 1994 bis 2000 die Hexe in &#8222;H\u00e4nsel und Gretel&#8220; im Berliner Friedrichstadtpalast und war von 1999 bis 2002 in der Insulaner-Revue &#8222;Sehn\u2019 Se, det is Berlin&#8220; zu sehen. Im Jahr 1999 wirkte sie zudem in Rosa von Praunheims Film &#8222;Der Einstein des Sex&#8220; mit.<\/p>\n<p>Von 1999 bis 2015 war Mann Moderatorin des Advents- und Weihnachtsprogramms im ORB (sp\u00e4ter rbb) und gab f\u00fcr das dortige gezeigte Kinder-M\u00e4rchenr\u00e4tsel die Hexe \u201eRatesumbria\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ab 2000: Weitere Karriere<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2000 spielte Mann an der Berliner Trib\u00fcne die Hauptrolle in dem eigens f\u00fcr sie von Friedel von Wangenheim verfassten St\u00fcck &#8222;Claire Waldoff. Stationen einer Cabaret-Karriere&#8220;. Ab 2003 trat sie mit dem Pianisten, Texter und Komponisten Frank Golischewski auf, mit dem sie auf vielen Kleinkunstb\u00fchnen Deutschlands das musikalische Ost-West-Programm &#8222;Hier kommt zusammen, was zusammen geh\u00f6rt&#8220; gestaltete. Ab 2004 arbeitete sie im Ensemble des Berliner Kriminal Theaters in der Produktion &#8222;Der M\u00f6rder ist immer der G\u00e4rtner&#8220;.<\/p>\n<p>Ab 2005 spielte sie die Snegurotschka, Babuschka, Mascha und die Amme an der Com\u00f6die Dresden in mehreren Folgen der Produktion &#8222;Die Hexe Baba Jaga&#8220;. 2008 trat sie mit Achim Mentzel im Kabarett <em>Die Kneifzange<\/em> mit dem Programm &#8222;Ich will keine Schokolade&#8220; auf. Ab Januar 2009 \u00fcbernahm sie die Rolle des Gef\u00e4ngnisw\u00e4rters Frosch in der Operette &#8222;Die Fledermaus&#8220; im Landestheater Altenburg und den B\u00fchnen der Stadt Gera.<\/p>\n<p>Ab 2010 spielte Mann die Rolle der Hausfrau Doris Bertram in dem Erfolgsst\u00fcck &#8222;Hei\u00dfe Zeiten \u2013 Wechseljahre&#8220; (Urauff\u00fchrung April 2010 in Essen, Theater im Rathaus) und war fortan mit dieser Produktion in Deutschland, in \u00d6sterreich, der Schweiz und in Luxemburg auf Tournee zu sehen. 2013 und 2014 war sie in der Com\u00f6die Dresden in dem Theaterst\u00fcck &#8222;Kalender-Girls&#8220; an der Seite von Renate Blume, Walfriede Schmitt, Viktoria Brams sowie Ursula Karusseit und Uta Schorn zu sehen. In der Rolle der Hausfrau stand sie im Hei\u00dfe-Zeiten-Nachfolgest\u00fcck &#8222;H\u00f6chste Zeit&#8220; im Theater am Kurf\u00fcrstendamm 2014 wieder auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Im Oktober 2015 wurde sie vom Freundeskreis des Essener Theaters im Rathaus zur \u201eBeliebtesten Schauspielerin der Spielzeit 2014\/2015\u201c gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>In dem Musical Der Mann mit dem Lachen in der Staatsoperette Dresden (Welturauff\u00fchrung am 27. April 2019) \u00fcbernahm sie die Rolle der \u201eK\u00f6nigin Anne Stuart\u201c und gewann mit dieser Rolle den \u201eDeutschen Musical Theater Preis 2019\u201c als beste Darstellerin in einer Nebenrolle. Ab Oktober 2019 war sie am Berliner Schlossparktheater engagiert und spielte in dem St\u00fcck \u201eRuhe! Wir drehen!\u201c die Filmdiva Anne an der Seite von Wolfgang Bahro und Karsten Speck.<br \/>\nAuch in Himmlische Zeiten, dem dritten Teil der zur Trilogie erweiterten Serie \u201eHei\u00dfe Zeiten\u201c, spielte Angelika Mann wieder die Rolle der Hausfrau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ANGELIKA MANN (* 13. Juni 1949 in Berlin; \u2020 21. Januar 2026) war eine deutsche S\u00e4ngerin und Schauspielerin, die ihre<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":254547,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[3,25],"tags":[1577],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254546"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=254546"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254546\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":254548,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254546\/revisions\/254548"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/254547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=254546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=254546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=254546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}