{"id":253980,"date":"2026-01-14T00:00:49","date_gmt":"2026-01-13T23:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=253980"},"modified":"2026-01-13T22:18:40","modified_gmt":"2026-01-13T21:18:40","slug":"howard-carpendale-happy-birthday-howard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/howard-carpendale-happy-birthday-howard\/","title":{"rendered":"HOWARD CARPENDALE <br>Happy Birthday, Howard!"},"content":{"rendered":"<p>Der S\u00e4nger und Entertainer Howard Carpendale wird heute (14.01.2026) 80 Jahre jung!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p data-start=\"129\" data-end=\"419\">Howard Carpendale wird heute (14.01.2026) 80 Jahre jung \u2013 und mit diesem runden Geburtstag feiern wir weit mehr als nur ein stolzes Lebensalter. Wir feiern einen Ausnahmek\u00fcnstler, der Generationen gepr\u00e4gt, Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt und die deutsche Musiklandschaft \u00fcber Jahrzehnte hinweg mit Stil, Klasse, Leidenschaft und Haltung (!) bereichert hat.<\/p>\n<p data-start=\"421\" data-end=\"892\">Kaum ein anderer K\u00fcnstler hat es verstanden, \u00fcber so lange Zeit derart relevant und u bleiben. Howard Carpendale ist nicht nur S\u00e4nger, sondern ein Vollblut-Entertainer \u2013 einer der gr\u00f6\u00dften Live-K\u00fcnstler unserer Zeit. Seine Konzerte waren und nie nie blo\u00df &#8222;Auftritte&#8220;, sondern Ereignisse: emotional, elegant, energiegeladen und stets getragen von einer einzigartigen Verbindung zum Publikum. Wer ihn live erlebt hat, wei\u00df, was B\u00fchnenpr\u00e4senz wirklich bedeutet.<\/p>\n<p data-start=\"894\" data-end=\"1276\">Mit seiner unverwechselbaren Stimme, seinem Gesp\u00fcr f\u00fcr gro\u00dfe Melodien, seiner unbeschreiblich Aura und seinem internationalen Charisma hat er deutsche Popgeschichte geschrieben. Viele seiner Songs\u00a0sind l\u00e4ngst zeitlose Klassiker \u2013 Lieder, die Erinnerungen wecken, Herzen ber\u00fchren und bis heute nichts von ihrer Kraft verloren haben.<\/p>\n<p data-start=\"1278\" data-end=\"1653\">Doch Howard Carpendale \u00fcberzeugte nie allein durch musikalischen Erfolg. Es ist seine Haltung, seine Professionalit\u00e4t und seine F\u00e4higkeit zur stetigen Erneuerung, die ihn zu dem machen, was er ist: ein K\u00fcnstler mit Format. Auch nach Jahrzehnten im Rampenlicht blieb er neugierig, selbstkritisch und offen f\u00fcr Wandel \u2013 ohne dabei seine k\u00fcnstlerische Identit\u00e4t je zu verlieren.<\/p>\n<p data-start=\"1655\" data-end=\"1935\">Mit 80 Jahren blickt Howard Carpendale auf ein beeindruckendes Lebenswerk zur\u00fcck, das Respekt, Dankbarkeit und Bewunderung verdient. Er hat gezeigt, dass wahre Gr\u00f6\u00dfe nicht laut sein muss, dass Eleganz zeitlos ist und dass echte Leidenschaft f\u00fcr die B\u00fchne kein Verfallsdatum kennt.<\/p>\n<p data-start=\"1937\" data-end=\"2150\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Alles Gute zum 80. Geburtstag, Howard Carpendale. Danke f\u00fcr die Musik, die Emotionen und die unvergesslichen Momente. Du bist und bleibst eine lebende Legende \u2013 und ein Ausnahmek\u00fcnstler im besten Sinne des Wortes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">***<\/p>\n<p><strong>Lesen Sie HIER noch eine ausf\u00fchrliche W\u00fcrdigung des K\u00fcnstlers und \u2013 im Besonderen \u2013 seines Titels &#8222;Deine Spuren im Sand&#8220; (Autor dieses Beitrags von M\u00e4rz 2015: Stephan Imming f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.smago.de\">www.smago.de<\/a>) &#8230;:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 14.01.1946 wurde um 01.00 Uhr nachts in der s\u00fcdafrikanischen Hafenstadt Durban ein Junge geboren, dem die Eltern Douglas und Beatrice (\u201eBee\u201c) den Namen Howard Victor Carpendale geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Carpendale wuchs als wohlbeh\u00fcteter Stammhalter heran und wurde nicht zuletzt auch von seinen beiden Schwestern, der f\u00fcnf Jahre \u00e4lteren Anne und der acht Jahre \u00e4lteren Jean, geh\u00f6rig verw\u00f6hnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon in sehr fr\u00fchem Alter entdeckte Howard seine Leidenschaft f\u00fcr\u2026 \u2013 und jetzt kommt nicht das, was in den bisherigen Biografien der \u201eVor 40 Jahre\u201c-Reihe steht \u2013 nein, er entdeckte fr\u00fch die Leidenschaft f\u00fcr den Sport. Konkret begeisterte er sich f\u00fcr die s\u00fcdafrikanische Nationalsportart, Cricket. Schon im zarten Alter von 14 Jahren war Howard ein recht guter Spieler und tr\u00e4umte von einer Cricket-Karriere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein erstes gro\u00dfes sportliches Erfolgserlebnis hatte Carpendale aber in einer anderen Sportart: Bei einem offiziellen Wettbewerb hatte er als Jugendlicher im Kugelsto\u00dfen mit 15,33 m kurzzeitig die s\u00fcdafrikanische Jugend-Rekordmarke geknackt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Teenager entdeckte Howard parallel zu seinen sportlichen Aktivit\u00e4ten auch seine Liebe zur Musik. Seine Idole hie\u00dfen seit je her Elvis Presley, dessen Songs er bis heute gerne live auf der B\u00fchne singt, und Cliff Richard. \u2013 So entstand der Gedanke, auch selber mal auf der B\u00fchne zu stehen, und er meldete sich bei einem S\u00e4nger-Nachwuchswettbewerb an, bei dem er zwar in die Endrunde kam, aber anschlie\u00dfend unspektakul\u00e4r ausschied. \u2013 Somit wurde zun\u00e4chst der Karriere-Focus auf sportlichem Gebiet gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Alter von siebzehn Jahren nahm Howard dann aber einen zweiten musikalischen Anlauf. Er las in der Zeitung von einem \u201eElvis-Presley-Talent-Contest\u201c und meldete sich dort mit dem Titel \u201eKiss Me\u201c an. Diesmal gewann er den Wettbewerb, der mit einem Schallplattenvertrag verbunden war. Seine erste Single, \u201e<strong>Endless Sleep<\/strong>\u201c, wurde vom \u00f6rtlichen Rundfunksender Radio Springbok rauf- und runter gespielt und avancierte so zum Hit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Befl\u00fcgelt von diesem Erfolg gr\u00fcndete Carpendale eine f\u00fcnfk\u00f6pfige Beatgruppe namens \u201e<em>The Kinsmen<\/em>\u201c. Man nahm gemeinsam am \u201eBattle of the Beat\u201c-Wettbewerb von Radio Springbok \u00a0teil \u2013 und Carpendale gewann den Preis als \u201eBest Rhythm and Ballad Singer\u201c, was ein achtmonatiges Gastspiel im exklusiven Hotel \u201eClaridges\u201c zur Folge hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1964, den High-School-Abschluss in der Tasche habend, wurde Howard zum Milit\u00e4r einberufen. Im Anschluss strebte Carpendale (auf Dr\u00e4ngen seines Vaters und vor dem Hintergrund, dass sein Gro\u00dfvater einst Oberb\u00fcrgermeister von Durban war) eine Karriere als Politiker an und begann daher an der Universit\u00e4t von Natal ein Studium der Volkswirtschaft, das er allerdings schon nach drei Monaten wieder abbrach. Er wanderte nach England aus \u2013 mit dem Ziel vor Augen, Profi-Cricket-Spieler zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenngleich es mit der sportlichen Profi-Karriere nicht geklappt hat und das Gastspiel von kurzer Dauer war (neun Monate), war diese Zeit von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr Howard, weil er dort die kritische Distanz zur Aparthheid entwickelt hatte \u2013 waren in S\u00fcdafrika klare Trennungen zwischen Farbigen und Wei\u00dfen selbstverst\u00e4ndlich, war das in England \u00fcberhaupt nicht der Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Howards Problem war in dieser Zeit, dass er keine Arbeitsgenehmigung bekam. Um sich \u00fcber Wasser zu halten, kam ihm die Idee, kam ihm die Idee, bei der EMI vorzusingen, um eventuell mit Musik zun\u00e4chst das Geld zu verdienen \u2013 auch dort fehlte zwar eine Arbeitsgenehmigung, man dr\u00fcckte ihm aber ein Empfehlungsschreiben in die Hand und gab ihm den Tipp, es in Deutschland zu versuchen, weil dort aufgrund des Erfolges mit den Beatles englischsprachige S\u00e4nger gefragt seien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Passend zu diesen \u00dcberlegungen kam ein Angebot einer englischen Beat-Band, mit Howard auf Tour durch Deutschland(!), \u00d6sterreich, Schweiz und Italien zu gehen. Er willigte ein und hatte mit dieser Band im Jahre 1966 in Wuppertal seinen ersten Auftritt auf deutschem Boden. Wenngleich recht erfolgreich durch Deutschland getingelt wurde, war das nicht das, was Carpendale sich vorstellte, zumal es innerhalb der Band zu Streitigkeiten kam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So erinnerte er sich an das Empfehlungsschreiben und sprach bei der EMI Electrola in K\u00f6ln vor. \u2013 Im Gep\u00e4ck hatte er seine S\u00fcdafrika Single (\u201eEndless Sleep\u201c) und das Empfehlungsschreiben der britischen EMI. Der damalige Produktionschef der EMI war <em>Dieter Weidenfeld<\/em>, der sp\u00e4ter f\u00fcr lange Jahrzehnte Carpendales Manager werden w\u00fcrde. Er erkannte Carpendales Talent und vereinbarte mit ihm einen Vertrag \u00fcber zun\u00e4chst eine Platte mit der von <em>Paul Kuhn<\/em>-Produktion \u201e<strong>Lebensl\u00e4nglich<\/strong>\u201c, die am 21. November 1966 auf den Markt kam. Die Platte verkaufte sich so gut (60.000 Exemplare), dass die Electrola den Vertrag um drei Jahre verl\u00e4ngerte und Howard sich entschied, vorerst in Deutschland zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der damaligen Zeit war es \u00fcblich, sich einen K\u00fcnstlernamen\u00a0 zuzulegen \u2013 und so \u00fcberlegte auch Howard, welcher Name passend sein k\u00f6nnte. Er hatte sich schon f\u00fcr den Namen \u201eJohn Dale\u201c entscheiden, sein Vater Doug legte aber ein Veto ein, weil er wollte, dass Howard Carpendale unter seinem \u201eguten, ehrlichen Namen auftreten\u201c solle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fortan verdingte Carpendale sich als Paradiesvogel-Schlagers\u00e4nger, der in schrillem Outfit mit hellblonden Haaren durch Discotheken tingelte. In dieser Zeit ver\u00f6ffentlichte er einige Schallplatten, die aber nicht sonderlich erfolgreich waren (\u201e<strong>Geh doch nicht am Gl\u00fcck vor\u00fcber<\/strong>\u201c (dt. Version des <em>Cats-<\/em>Hits \u201eWhat a crazy life\u201c), \u201e<strong>Stand By Me<\/strong>\u201c (<em>Ben E. King<\/em>-Hit) und \u201c<strong>Immer nur an eine denken<\/strong>\u201d kamen allesamt nicht in die Hit-Listen). Auch die 1968 ver\u00f6ffentlichten <em>Hans-Blum<\/em>-Kompositionen \u201e<strong>Bunt, so bunt (Your Town)<\/strong>\u201c und \u201e<strong>London Lady<\/strong>\u201c fanden keinen Weg in die Hitlisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1968 nahm Carpandale erstmals am deutschen Schlager-Wettbewerb 1968 teil mit dem von <em>Dieter Zimmermann<\/em> geschriebenen Lied \u201e<strong>Wir sagen ja zu der Liebe<\/strong>\u201c \u2013 der Erfolg fiel mit dem 10. Platz von 12 Teilnehmern mehr als bescheiden aus. Damals stimmten Rundfunkanstalten und das Publikum im Saal ab. Interessanterweise kam der Auftritt beim Saalpublikum durchaus ordentlich an \u2013 dort konnte Howard sogar mehr Stimmen sammeln als die drittplatzierte <em>France Gall<\/em> (\u201eDer Computer Nummer drei\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im gleichen Jahr hatte Carpendale seinen ersten gr\u00f6\u00dferen Hit mit der deutschen Original-Version des Beatles Hits \u201e<strong>Ob-la-di Ob-la-da<\/strong>\u201c. Die <em>Joachim Heider \/ Michael Holm<\/em>-Kompositionen \u00a0\u201e<strong>Ich geb\u2018 mir selbst `ne Party<\/strong>\u201c und \u201e<strong>Indianapolis<\/strong>\u201c sorgen zwar f\u00fcr Anerkennung, verhelfen ihm aber nicht zum erhofften k\u00fcnstlerischen Durchbruch, so dass man fast geneigt sein k\u00f6nnte, ihn angesichts seiner elften Single-Ver\u00f6ffentlichung zu fragen: \u201e<strong>Warum bist Du traurig?<\/strong>\u201c (- letztgenannter Song war \u00fcbrigens der erste von <em>Fred Jay<\/em> f\u00fcr Howard Carpendale verfasste Text. Mit diesem Textdichter sollte Howard sp\u00e4ter gro\u00dfe gemeinsame Erfolge feiern -).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1970 endete aber diese kurzfristige \u201eTraurigkeit\u201c abrupt\u00a0 \u2013 Howard erreichte \u00a0den vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt seiner Karriere mit dem Sieg bei den von Dieter Thomas Heck moderierten deutschen Schlagerfestspielen in Wiesbaden mit dem von Hans Blum geschriebenen Song \u201e<strong>Das sch\u00f6ne M\u00e4dchen von Seite eins<\/strong>\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Hintergrund dieses Erfolges gab seine Schallplattenfirma ihm als \u201eHoffnungstr\u00e4ger der Schlagerbranche\u201c seinerzeit einen spektakul\u00e4ren 10-Jahres-Vertrag. \u00dcberraschenderweise lie\u00df der Erfolg aber in dieser Zeit rabiat nach, seine Folge-Schallplatten floppten, wenngleich seine Discotheken-Auftritte weiterhin sehr zahlreich und erfolgreich waren, was sich auch in \u201eLeser-Reportagen\u201c der Jugend-Zeitschrift \u201eBravo\u201c niederschlug. Bemerkenswert ist auch, dass Howard 1969 mit Zarah Leander auf Tournee ging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach seinem Riesen-Hit fing Carpendale auch mit dem Produzieren anderer Interpreten wie z. B. <em>Gerd B\u00f6ttcher<\/em> an, seine eigenen Platten blieben aber in den Regalen liegen \u2013 und da gab es gleich eine ganze Reihe von Flops, n\u00e4mlich \u201e<strong>Ich hab mein Gl\u00fcck gefunden<\/strong>\u201c, \u201e<strong>Wenn unsere Liebe ewig so bliebe\u201c <\/strong>(vorgestellt, aber nicht platziert in Hecks ZDF-Hitparade), \u201e<strong>Hei\u00df wie Feuer<\/strong>\u201c (deutsche Version von <em>Johnny Cash<\/em>s \u201eRings Of Fire\u201c mit einem Text von <em>Carl-Ulrich Blecher<\/em> \u2013 den Song stellte Howard in der ZDF-Hitparade erfolglos vor) und \u201e<strong>Ich finde Dich viel sch\u00f6ner, wenn Du lachst<\/strong>\u201c bleiben aber in den Regalen liegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1973 war der Tiefpunkt von Carpendales Karriere erreicht. Selbst <em>Werner Scharfenberger<\/em>, damals sehr beliebter Schlager-Hitschreiber, konnte Howard mit Liedern wie \u201e<strong>Ich h\u00e4tt\u2018 Dich so gern noch einmal bei mir<\/strong>\u201c, <strong>\u201eIch will Dich wiederseh\u2019n\u201c<\/strong> und \u201e<strong>Wer kennt den Weg (Der Weg nach Santa Cruz)<\/strong>\u201c nicht zum Erfolg verhelfen, wobei letztgenannter Song sogar vom ansonsten \u00fcberaus erfolgreichen <em>Kurt Feltz<\/em> getextet wurde. Die Schallplattenfirma schrieb ihm einen Brief mit der Bitte um ein Gespr\u00e4ch, in dem es darum ging, den Vertrag m\u00f6glichst einvernehmlich aufl\u00f6sen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Anraten seiner Ehefrau <em>Claudia Herzfeld<\/em>, einer Lehrerin, die er in einer kleinen Kapelle im Siebengebirge bei K\u00f6ln geheiratet hatte, schlug der S\u00e4nger seiner Plattenfirma den Deal vor, seine n\u00e4chste Single selber zu komponieren und zu produzieren (bis dato war <em>Peter Meisel<\/em> sein Produzent). \u00a0Im Falle eines Flops w\u00e4re er bereit, aus dem Vertrag auszusteigen. \u2013 Der Plattenboss lie\u00df sich darauf ein \u2013 vermutlich, weil Carpendale vorher so gut wie nie selber produziert und komponiert hatte und er wohl dachte, dass es auf diesen \u2013 dann \u2013 letzten Flop auch nicht mehr ankommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den vier Songs, die auf diese Weise produziert wurden, wurde der Titel \u201e<strong>Da nahm er seine Gitarre<\/strong>\u201c als Single ausgew\u00e4hlt. Howard beschloss, nach Mallorca zu fliegen und der Dinge zu harren, die da kommen w\u00fcrden. Die Urlaubs-Erholung hielt nicht lange an \u2013 per Telegramm wurde er dazu aufgefordert, zur\u00fcck nach Deutschland zu fliegen, weil er zur ZDF-Hitparade mit diesem Lied eingeladen wurde, was man als Erfolg ansehen konnte, weil es der erste Auftritt in Hecks TV-Show seit ca. 2 \u00bd Jahren war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Howard pokerte hoch und \u2013 gewann. Auch, wenn der Song bei Heck noch nicht punkten konnte, wurde es der gr\u00f6\u00dfte Verkaufs-Erfolg seit dem \u201esch\u00f6nen M\u00e4dchen von Seite 1\u201c \u2013 ein Dauerbrenner, der 17 Wochen\u00a0 in den deutschen Verkaufscharts platziert blieb. Seine 20. Single in Deutschland war seine erste selbst komponierte und (mit) produzierte und gleich eine seiner erfolgreichsten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fortan sollten sich eine ganze Reihe von Hits anschlie\u00dfen. Schon der Nachfolge-Song \u201e<strong>Du f\u00e4ngst den Wind niemals ein<\/strong>\u201c toppte die Vorg\u00e4nger-Single sogar \u2013 damit hatte Carpendale einen lupenreinen Top-10-Hit und war drei mal in Dieter Thomas Hecks Hitparade vertreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor genau 40 Jahren enterte Howard dann mit seinem bis dato gr\u00f6\u00dften Hit, den er je hatte, seiner ersten Nummer Eins in Hecks Hitparade und seinem ersten Top-3-Hit die Charts. 1975 schrieben die englischen Songschreiber Chris Corbett und Neil Lancester, der diesen Song dann auch auf Single ver\u00f6ffentlichte, das Lied mit dem \u201eanspruchsvollen\u201c Text \u201eLu-Le-La\u201c (\u201e<em>Lu-le-lu-le-lu-la, lu-le-lu-le-lu-la, if I could only believer her, lu-le-lu-le-lu-la<\/em>\u201c). Aus diesem englischen Original zauberte der gro\u00dfartige Schlagertexter Fred Jay die Zeilen \u201e<strong>Deine Spuren im Sand,<\/strong><em> die ich gestern noch fand, hat die Flut mitgenommen. Was geh\u00f6rt nun noch mir?<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem Hit hatte Carpendale seinen endg\u00fcltigen Durchbruch, auch Kult-Schlagers\u00e4nger wie Dieter <em>Thomas Kuhn<\/em> haben den Song im Repertoire. Zur weiteren Karriere Howard Carpendales wird im Rahmen dieser Serie noch berichtet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der S\u00e4nger und Entertainer Howard Carpendale wird heute (14.01.2026) 80 Jahre jung!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":253959,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29,39],"tags":[49],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253980"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=253980"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253980\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":253981,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253980\/revisions\/253981"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/253959"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=253980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=253980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=253980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}