{"id":245105,"date":"2025-07-22T00:00:55","date_gmt":"2025-07-21T22:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=245105"},"modified":"2025-07-21T21:38:48","modified_gmt":"2025-07-21T19:38:48","slug":"smago-informiert-die-mp3-revolution-ist-30-jahre-alt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/smago-informiert-die-mp3-revolution-ist-30-jahre-alt\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br>Die MP3-Revolution ist 30 Jahre alt!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Von Erlangen in die ganze Welt +++ iTunes ebnete den Weg +++ Spotify entwickelte sich zu Geldmaschine f\u00fcr die Industrie +++ Die Unterhaltungsindustrie stellt sich neu auf +++<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jahrzehntelang schien die Musikindustrie in geordneten Bahnen zu laufen. S\u00e4nger und Bands erhielten einen Plattenvertrag, Marketing und Vertrieb \u00fcbernahmen die Unternehmen. Die K\u00fcnstler erhielten einen Anteil an den verkauften Tontr\u00e4gern, sowie zus\u00e4tzlich Tantiemen f\u00fcr ihre Kompositionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Erlangen in die ganze Welt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch ausgerechnet ein Forschungsinstitut aus Deutschland sollte diese heile Welt v\u00f6llig auf den Kopf stellen und die Art und Weise, wie Menschen Musik h\u00f6ren, f\u00fcr immer ver\u00e4ndern. Vor 30 Jahren erfand <a href=\"https:\/\/www.iis.fraunhofer.de\/de\/ff\/amm\/unterhaltungselektronik\/mp3.html\">das Fraunhofer Institut in Erlangen<\/a> das mp3-Format und er\u00f6ffnete damit v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Innovation nutzte vorwiegend die Tatsache, dass das menschliche Ohr viel Details beim H\u00f6ren nicht wahrnimmt. Das erm\u00f6glichte es, die mp3-Dateien so zu verkleinern, dass sie \u00fcber eine Datenleitung \u00fcbertragbar wurden. Mit dieser Technologie schrumpften die Dateien daher auf ein Zehntel ihrer urspr\u00fcnglichen Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch diese Innovation entpuppte sich als disruptiv. Mit der Verbreitung von mp3-Dateien begann sich die Musikindustrie vor den Augen von K\u00fcnstlern und Medien f\u00f6rmlich in Luft aufzul\u00f6sen. Die Verk\u00e4ufe physischer Tontr\u00e4ger brachen ein, die Konsumenten tauschten fr\u00f6hlich ihre Musik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit nicht genug, machte es die Erfindung einfach, Musik aus den Presswerken zu schmuggeln und sie bereits vor Ver\u00f6ffentlichung ins Netz zu stellen. CDs wurden gerippt, also die Dateien ausgelesen und im Internet kostenlos geteilt. Ganze Server stellten die gesammelte Musikbibliothek von Jahrzehnten gratis zur Verf\u00fcgung, das konnte und wollte die Industrie nicht so einfach hinnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Klagen und Kopierschutz wurden zum Flop<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgten Klagen und unterschiedliche Kopierschutzma\u00dfnahmen, die sich jedoch allesamt als wenig wirksam erwiesen. MP3 war gekommen, um zu bleiben, das Rad der Zeit lie\u00df sich nicht mehr zur\u00fcckdrehen. Doch es sollte viele Jahre dauern, bis die Musikindustrie dies zur Kenntnis nehmen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich setzte sich die Erkenntnis durch, dass man ein legales Gesch\u00e4ftsmodell auf den Weg bringen m\u00fcsse. Doch die gro\u00dfen Konzerne konnten sich nicht zu einer gemeinsamen L\u00f6sung durchringen und so war es ausgerechnet der Computerhersteller Apple, <a href=\"https:\/\/www.apple.com\/de\/itunes\/\">der den n\u00e4chsten Schritt wagte<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>iTunes ebnete den Weg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Musikbibliothek iTunes eroberte die Welt im Sturm. Die dazu passenden Abspielger\u00e4te wurden zu Kassenschlagern und machten aus dem schon mehrfach in finanziellen Schwierigkeiten befindlichen Computerhersteller einen Entertainment-Riesen. Doch die illegalen Downloads blieben bis dahin weiterhin ein wesentlicher Faktor im Konsum von Musik. Doch der Grundstein f\u00fcr die Monetarisierung von digitaler Musik war gelegt, der ganz gro\u00dfe Schritt sollte erst noch folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend sich mehrere Musikformate entwickelten und um Marktanteile k\u00e4mpften, begann parallel auch der Aufstieg der Smartphones. Wieder war es Apple, das diesen Boom mit seinem ersten iPhone befeuerte und den Markt bis heute entscheidend pr\u00e4gt. Das Handy l\u00f6ste den iPod und seine zahlreichen Kopien ab und entwickelte sich schnell zum zentralen Multimediager\u00e4t f\u00fcr jedermann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Spotify entwickelte sich zu Geldmaschine f\u00fcr die Industrie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig entwickelte in Schweden ein Mann eine Idee, die Jahre sp\u00e4ter die gesamte Unterhaltungsindustrie auf neue Beine stellen sollte. Anstatt jeden einzelnen Song und jedes einzelne Album herunterzuladen, sah Daniel Ek die Zukunft im Streaming. Dabei lagen die Dateien auf zentralen Servern, die Nutzer spielten diese lediglich auf ihren Endger\u00e4ten ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst bef\u00fcrchtete die Musikindustrie einen neuen R\u00fcckschlag, lie\u00df sich jedoch in Verhandlungen mit dem neu gegr\u00fcndeten Streamingdienst Spotify \u00fcberzeugen. Daniel Ek versprach der Musikindustrie rund 70 Prozent der Einnahmen und beteiligte sie so an ein Gesch\u00e4ftsmodell, das in den n\u00e4chsten Jahren alles auf den Kopf stellte. Der Siegeszug des Streamings nahm seinen Lauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Unterhaltungsindustrie stellt sich neu auf<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses disruptive Gesch\u00e4ftsmodell zeigte sich sinngem\u00e4\u00df auch in anderen Industrie. Das lineare Fernsehen war von den M\u00f6glichkeiten eines schnellen Internets ebenso betroffen, wie die Videospiele oder die Online-Casinos. Die Gl\u00fccksspielindustrie erweiterte so ihr Gesch\u00e4ftsmodell und machte ihre Angebote weltweit verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch hier gibt es massiven Widerstand der etablierten Anbieter. Diese arbeiten in L\u00e4ndern wie \u00d6sterreich unter dem Deckmantel eines gesetzlichen Monopols und versuchen dieses aufrechtzuerhalten. Dementsprechend gibt es in \u00d6sterreich lediglich eine einzige Online-Lizenz, die noch dazu vom Staat vergeben wird, obwohl dieser an dem Inhaber ma\u00dfgeblich beteiligt ist. <a href=\"https:\/\/www.onlinecasino.at\/\">Die beste Online Casino Seite Onlinecasino.at<\/a> zeigt, dass es zwar ein breites Angebot f\u00fcr \u00d6sterreich g\u00e4be, dieses jedoch nicht lizenziert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Musikindustrie hat es hier aufgrund ihrer globalen Positionierung deutlich leichter. Schon acht Jahre nach der Gr\u00fcndung von Spotify \u00fcbertrafen die Ums\u00e4tze des Musikstreamings jene der Tontr\u00e4ger. Heute beherrscht das Streaming den Markt mit einem Anteil von 80 Prozent. L\u00e4ngst sind mit Apple, Amazon und Tidal zahlreiche Konkurrenten am Markt positioniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Viel Content, wenig Geld<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die sch\u00f6ne neue Musikwelt bietet auch zahlreiche Probleme. Immerhin profitieren haupts\u00e4chlich die Industrie und die Superstars von dem neuen Gesch\u00e4ftsmodell. Die niedrigen Ertragsanteile am Streaminggesch\u00e4ft machen es f\u00fcr viele Musiker unm\u00f6glich von ihrer Musik zu leben. Live-Konzerte haben daher einen noch wichtigeren Anteil am Einkommen eingenommen. Zwar k\u00f6nnen Musiker mit dem Streaming schlagartig ein globales Publikum erreichen, dies bleibt jedoch eine theoretische M\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">CDs werden kommerziell zunehmend an den Rand gedr\u00e4ngt, Vinyl hat zumindest eine Nische gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sticht die Produktion nicht aus der Masse hervor, bleibt sie im un\u00fcbersichtlichen Angebot der Plattformen verborgen. Doch w\u00e4hrend Industrie und K\u00fcnstler noch um eine faire Bezahlung streiten, steht bereits die n\u00e4chste Bedrohung vor der T\u00fcre. K\u00fcnstliche Intelligenz l\u00e4sst virtuelle Bands und S\u00e4nger aus dem Boden sprie\u00dfen. Die Gruppe \u201eThe Velvet Sundown\u201c ist ein perfektes Beispiel daf\u00fcr. Sie konnte innerhalb k\u00fcrzester Zeit Millionen an Klicks sammeln, obwohl ihre <a href=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/felix-janosa-download-audio-album-ueber-nacht-ki-star-staffel-1-swing-schlager-ab-21-03-2025-erhaeltlich\/\">Musik von einer K\u00fcnstlichen Intelligenz<\/a> auf Basis von Millionen verf\u00fcgbaren Songs \u201ekomponiert\u201c wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein Wunder also, dass K\u00fcnstler dies als direkten Angriff auf ihre Kunst sehen. Doch die rasante technologische Entwicklung wird auch weiterhin neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen. Jetzt liegt es an den Konsumenten daf\u00fcr zu sorgen, dass die mp3-Revolution nicht ihre eigenen Kinder frisst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_245106\" aria-describedby=\"caption-attachment-245106\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-245106\" src=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-800x534.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-800x534.jpg 800w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-522x349.jpg 522w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-225x150.jpg 225w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-768x513.jpg 768w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-392x262.jpg 392w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-130x87.jpg 130w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-667x445.jpg 667w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-782x522.jpg 782w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-285x190.jpg 285w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-435x290.jpg 435w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-150x100.jpg 150w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod-370x247.jpg 370w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/apple_ipod.jpg 1390w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-245106\" class=\"wp-caption-text\"><em>Apples iPod z\u00fcndete einst die n\u00e4chste Stufe<\/em><\/p>\n<p><em>Foto-Credit: <strong><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\">Pixabay.com<\/a><\/strong> \/ <strong><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/ipod-ipod-nano-apple-nano-1752963\/\">herbert2512<\/a><\/strong><\/em><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Erlangen in die ganze Welt +++ iTunes ebnete den Weg +++ Spotify entwickelte sich zu Geldmaschine f\u00fcr die Industrie<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":245106,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27,33,39],"tags":[4585],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/245105"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=245105"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/245105\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":245107,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/245105\/revisions\/245107"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/245106"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=245105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=245105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=245105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}