{"id":242756,"date":"2025-06-07T00:00:28","date_gmt":"2025-06-06T22:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=242756"},"modified":"2025-06-06T17:28:40","modified_gmt":"2025-06-06T15:28:40","slug":"stefan-gwildis-cd-das-war-doch-grad-erst-eben-meilenpuzzlesteine-seit-06-06-2025-erhaeltlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/stefan-gwildis-cd-das-war-doch-grad-erst-eben-meilenpuzzlesteine-seit-06-06-2025-erhaeltlich\/","title":{"rendered":"STEFAN GWILDIS <br>CD &#8222;Das war doch grad erst eben &#8211; Meilenpuzzlesteine&#8220; seit 06.06.2025 erh\u00e4ltlich!"},"content":{"rendered":"<p>In seiner klingenden Werkschau lustwandelt Stefan Gwildis sehr freih\u00e4ndig zwischen den verschiedensten Stationen seiner Karriere &#8230;:<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sackschlepper, Sonnenbank-Aufsteller und Soul-Sensation, Hafen-Malocher und Lyrik- Rezitator, Fabrik-Besetzer, Gelegenheits-Weihnachtsmann und Deutschlands Antwort auf George Clooney &#8211; was ist STEFAN GWILDIS nicht alles schon gewesen. Dieser Charme-Bolzen von einem Entertainer, dieses wandelnde Gesamtkunstwerk aus heimeliger Seelenruhe, original Hamburger Schmodder und einem gro\u00dfen Schuss am\u00fcsierter Unberechenbarkeit. Und was hei\u00dft \u00fcberhaupt \u201egewesen\u201c: Er ist das alles ja noch, irgendwie zumindest, und immer mal wieder. So, wie es ihm gerade gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIch hatte immer schon Bock, verschiedene Sachen zu machen\u201c,<\/em> sagt Stefan Gwildis nur und lacht. Verschiedene Sachen, die zu noch mehr Ideen und schlie\u00dflich zu unendlich vielen erz\u00e4hlenswerten Geschichten f\u00fchrten. Fast zu viel f\u00fcr nur ein Leben &#8211; und allemal genug f\u00fcr einen zum Bersten gef\u00fcllten Abend: \u201eDas war doch grad \u2019erst eben &#8211; 50 Jahre auf der B\u00fchne\u201c ist weit mehr als ein Konzert, es ist eine wunderbare Mixtur aus Hits und noch zu hebenden Sch\u00e4tzen, aus Bildern und Anekdoten, aus Songs und Szenen, eine multimediale, aber sehr analoge Revue des Gwildis\u2019schen Schaffens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner klingenden Werkschau lustwandelt Stefan Gwildis sehr freih\u00e4ndig zwischen den verschiedensten Stationen seiner Karriere, den vielen, lebenspr\u00e4genden \u201eersten Malen\u201c, die dem Leben eben so widerfahren: Die erste gro\u00dfe Liebe mit Anna, eine Geschichte wie in \u201eMe and Mrs Jones\u201c. Das erste selbstgebaute Instrument, ein Bass aus Besenstiel, einer Tee-Kiste Marke \u201eTagtraum\u201c, Hupen, Tr\u00f6ten, diversem Schlagwerk &#8211; und mit Regenschirm als Reminiszenz an das Hamburger Wetter. Es geht um den ersten selbst gewechselten Reifen im v\u00e4terlichen Betrieb, um die erste eigene Gitarre. Und, nat\u00fcrlich, um das erste Mal auf der Buhne &#8211; die, streng genommen, gar keine war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eMeine erste B\u00fchne, das war die Stra\u00dfe\u201c,<\/em> erz\u00e4hlt Stefan Gwildis mit seinem warmen, lebensgegerbten Bariton, der die Glaser in den Vitrinen erzittern lasst. <em>\u201eMein Kumpel Michy Reincke hatte gesagt: Stefan, wenn Du wissen willst, ob es irgendwen interessiert, was Du so machst, dann stell Dich auf die Stra\u00dfe und probier es aus! Also stand ich da, in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone vor Karstadt-Wandsbek, mit zarten 15 Jahren und all den Songs meiner Helden, die ich mir drauf geschafft hatte. Das war die Stunde Null. Und: Es hat keine Sau interessiert! Niemand ist stehen geblieben &#8211; und ich glaube, genau das hat mich gereizt. Was, verdammt noch mal, muss man tun, dass die Menschen stehen bleiben?\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was folgt, ist eine Karriere, die man sich nicht ausdenken kann: Stefan Gwildis macht Stra\u00dfenmusik mit Weggef\u00e4hrten wie Christian von Richthofen und Joja Wendt, spielt improvisiertes Blitz-Theater mit seinem Freund Rolf Claussen, er malt, studiert ein paar Semester Theologie, erhalt eine Fecht- und Stunt-Ausbildung im ehrw\u00fcrdigen Thalia- Theater, erleidet charmante Schiffbr\u00fcche wie mit seiner Band, den \u201eStrombolis\u201c, er bringt anarchische Musicals oder auch die Rhythm\u2019n\u2019Crash-Show \u201eAuto Auto!\u201c auf die Buhne. Kaum eine k\u00fcnstlerische Idee, die ihm zu verr\u00fcckt w\u00e4re &#8211; und keine handfeste T\u00e4tigkeit, f\u00fcr die er sich zu fein ist: Parallel zu seinem kreativen Tun arbeitet Stefan Gwildis, was n\u00f6tig ist und was sich eben so anbietet, die Liste seiner Gelegenheitsjobs ist langst Legende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eFrei zu sein in den Dingen, die ich mache, das ist f\u00fcr mich wie die frische Luft zum Atmen. Nicht nur in der Musik oder Kunst, sondern auch in allem anderen.\u201c<\/em> Dazu geh\u00f6rt die Freiheit, ein Privatleben zu haben. Die Freiheit, dem Plattenboss einfach mal den gesamten Vorschuss zur\u00fcckzuzahlen, um aus einem ungeliebten Vertrage herauszukommen &#8211; bar und in kleinen Scheinen, gesammelt in einer Plastikt\u00fcte, direkt auf den Schreibtisch. Die Freiheit, der Seele ganz in Ruhe den Puls zu f\u00fchlen &#8211; und der Kunstwelt auch einfach mal den R\u00fccken zu kehren, wenn es zu viel wird: Als Stefan Gwildis zwischenzeitlich genug hat von der kreativen Blase, er\u00f6ffnet er, wie einst der Vater, kurzerhand den Reifendiscount Gwildis. Gemeinsam mit seinem Brunder wuchtet und wechselt er, schraubt, werkelt und importiert nebenbei nostalgische Stra\u00dfenkreuzer aus den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die k\u00fcnstlerische Abstinenz halt nicht lange vor, zu laut ruft die Musik. Als Stefan Gwildis mit \u201eAllem Anschein nach bist Du\u2019s\u201c den Bill Withers-Klassiker \u201eAin\u2019t No Sunshine\u201c neu betextet, passt auf einmal vieles zusammen. <em>\u201eDie Hilde Knef-Platten meiner Mutter auf der einen Seite und die unz\u00e4hligen Scheiben mit schwarzem Soul, die regelma\u00dfig als Give-Aways amerikanischer Reifenhersteller ins Haus kamen, auf der anderen &#8211; das ist meine musikalische Sozialisation. Soul-Klassiker in deutscher Sprache &#8211; das f\u00fchlte sich fur mich total logisch und organisch an.\u201c<\/em> Und kaum ist die Idee geboren, steht auch der einst per Plastiktute abgefundene Plattenboss wieder auf der Matte: Heinz Canibol, zu dem Zeitpunkt langst ein hoch geachteter Silberr\u00fccken der Branche und trotz allem (oder: gerade deswegen) Gwildis-Fan, nimmt sich des Projekts an. War Stefan Gwildis bislang lediglich in der Hamburger Heimat \u201eweltber\u00fchmt\u201c, verbreitet sich sein Ruf nun in Windeseile, von der Waterkant bis nach Wien. Er r\u00f6hrt, fl\u00fcstert, croont, schmeichelt, scattet, improvisiert sich durch die gro\u00dfen Songs von Marvin Gaye, Otis Redding oder den Temptations, mit unb\u00e4ndiger Lust an der Freude, ohne die Taler des Lebens in den Texten auszuklammern. Das Publikum w\u00e4chst rasant, die Tourneen mit seiner fantastischen Live-Band werden zu wahren Soul-Happenings. Und pl\u00f6tzlich ziert Stefan Gwildis\u2019 Konterfei die Leute-Spalten der Hochglanz-Magazine, w\u00e4hrend sich das vornehme Feuilleton in Jubel-Rezensionen ergeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDas war nat\u00fcrlich alles ein Riesen-Spa\u00df\u201c,<\/em> lacht Stefan Gwildis und sch\u00fcttelt etwas ungl\u00e4ubig den Kopf<em>. \u201eUnd irgendwie auch verr\u00fcckt: Ich wollte ja nie Champions League spielen, sonst diktiert dir der Betrieb ganz schnell, was du zu tun und wer du zu sein hast.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also bleibt Gwildis Gwildis. Und tut weiterhin Gwildis-Dinge: Schreibt vermehrt eigene Songs, konzertiert in verschiedensten Formationen, vom Duo \u00fcber die NDR BigBand bis hin zu den Kieler Philharmonikern. Er rezitiert den Schimmelreiter von Theodor Storm, singt und liest Wolfgang Borchert. Und er lasst, gemeinsam mit seinen alten Fahrensm\u00e4nnern Rolf Claussen und Joja Wendt alias \u201eDie S\u00f6hne Hamburgs\u201c, die wilden Zeiten der Stra\u00dfenkunst fr\u00f6hliche Urstand feiern. Stefan Gwildis bringt auf die Buhne, was f\u00fcr ihn auf die Buhne geh\u00f6rt. Verschiedene Dinge eben, auf die er Bock hat. So, wie er das seit unglaublichen 50 Jahren handhabt. Und so, wie es ab sofort auf seiner Jubil\u00e4ums-Tournee zu erleben ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-242758\" src=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-800x800.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-800x800.jpeg 800w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-522x522.jpeg 522w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-150x150.jpeg 150w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-768x768.jpeg 768w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-272x272.jpeg 272w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-600x600.jpeg 600w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-130x130.jpeg 130w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-445x445.jpeg 445w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-190x190.jpeg 190w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back-290x290.jpeg 290w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gwildis_DCD_back.jpeg 1200w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner klingenden Werkschau lustwandelt Stefan Gwildis sehr freih\u00e4ndig zwischen den verschiedensten Stationen seiner Karriere &#8230;:<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":242759,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[484],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242756"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=242756"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242756\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":242762,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242756\/revisions\/242762"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/242759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=242756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=242756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=242756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}