{"id":241503,"date":"2025-05-15T00:00:36","date_gmt":"2025-05-14T22:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=241503"},"modified":"2025-05-14T15:37:27","modified_gmt":"2025-05-14T13:37:27","slug":"eurovision-song-contest-2025-smago-top-exklusiv-frank-ehrlacher-wagt-eine-prognose-auf-das-2-halbfinale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/eurovision-song-contest-2025-smago-top-exklusiv-frank-ehrlacher-wagt-eine-prognose-auf-das-2-halbfinale\/","title":{"rendered":"&#8222;EUROVISION SONG CONTEST 2025&#8220; <br>smago! top-exklusiv: FRANK EHRLACHER wagt eine Prognose auf das 2. Halbfinale!"},"content":{"rendered":"<p>Das 2. Halbfinale wird heute Abend (15.05.2025) von 21:00 Uhr &#8211; 23:15 Uhr auf dem (ARD-)Sender ONE \u00fcbertragen!<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Nachdem der Eurovision Song Contest 2025 am Dienstag (13.05.2025) schon mit einigen \u00dcberraschungen wie dem Ausscheiden des hochgewetteten Beitrags aus Belgien und der Qualifikation der als aussichtslos eingesch\u00e4tzten Vertretung aus Portugal begann, geht es am Donnerstag in Runde 2. Diesmal bewerben sich 16 Beitr\u00e4ge um einen der 10 noch freien Pl\u00e4tze im Finale am Samstag.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Los geht es mit dem &#8222;Milkshake Man&#8220; aus Australien, so hei\u00dft zumindest der Song von Go-Jo, den er zusammen mit zwei Mitgliedern der Band &#8222;Sheppard&#8220; geschrieben hat, die in Deutschland 2014 mit &#8222;Geronimo&#8220; einen Hit hatte und sich im vergangenen Jahr selbst um ein Ticket zum ESC bewarb. Ihr Song bietet flotten Pop mit Comedy-Elementen und sollte das &#8222;Gastland&#8220; Australien, das seit 2015 aufgrund einer Sondervereinbarung am ESC teilnehmen kann, ins Finale bringen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Montenegro war am 26. November 2024 das erste Land, das seinen Beitrag f\u00fcr Basel ausw\u00e4hlte \u2013 musste ihn aber zwei Wochen sp\u00e4ter bereits wieder zur\u00fcckziehen, da der Siegertitel der Vorentscheidung bereits vor dem 1. September 2024 \u00f6ffentlich aufgef\u00fchrt wurde \u2013 ein Versto\u00df gegen das Reglement. Daraufhin schickte man die Zweitplatzierte Nina Zizic mit ihrer tragisch-slawischen Ballade &#8222;Dobrodosli&#8220;, auf Deutsch &#8222;Willkommen&#8220;. Nina hat schon ESC Erfahrung: Sie trat 2013 als Teil des Duos &#8222;Who See&#8220; an, scheiterte damals aber im Halbfinale. Ob es dieses Jahr reicht, bleibt abzuwarten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Irland ist mein &#8222;Guilty Pleasure&#8220; in diesem Jahr \u2013 ein Song, den man eigentlich nicht gut finden will, der einem aber nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Norwegerin Emmy, die schon in ihrer Heimat erfolglos am Vorentscheid teilnahm, schrieb f\u00fcr die gr\u00fcne Insel einen Song \u00fcber die H\u00fcndin Laika, das erste Lebewesen, das 1957 an Bord von &#8222;Sputnik 2 von Menschen ins Weltall geschossen wurde \u2013 aber wie erwartet nicht lebend zur\u00fcckkam. F\u00fcr sie schmei\u00dft Emmy eine fr\u00f6hliche &#8222;Laika Party&#8220; und hofft, dass sie doch irgendwo dort im Hundehimmel weiterlebt \u2013 absurd, lustig \u2013 und doch mit Finalchancen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Etwas sperrig kommt der Beitrag aus Lettland daher. 6 Frauen namens Tautumeitas singen den Folk-Song &#8222;Bur man laimi&#8220;, was in etwa so viel hei\u00dft wie &#8222;Bring mir Gl\u00fcck&#8220;. Gl\u00fcck bringen k\u00f6nnte ihnen dabei die Tatsache, dass ihr Song in jedem Fall auf und aus dem Rahmen f\u00e4llt \u2013 weswegen ich die Qualifikationschance f\u00fcr die in den Proben golden schimmernden Damen f\u00fcr hoch halte.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Weniger traue ich da Parg aus Armenien mit dem Pop-Rock-Song &#8222;Survivor&#8220; zu. Kraftvoll dargeboten, ist der Song aber zu beliebig, um l\u00e4nger in Erinnerung zu bleiben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ganz im Gegensatz zur Start-Nr. 6 aus \u00d6sterreich, dem bei den Buchmachern hoch gehandelten Counter-Tenor Johannes Pietsch alias JJ und seinem Song &#8222;Wasted Love&#8220;. Gro\u00dfe Teile der Inszenierung sind in schwarz und wei\u00df gehalten und fokussieren auf seine Stimme, bei der man lange nicht glaubt, dass da ein Mann singt. Gegen Ende steigert das ganze sich in h\u00f6chste Koloraturen \u2013 und in Disco-Beats. Der Finaleinzug sollte sicher sein. Mitgeschrieben hat den Song \u00fcbrigens Teya Devy, die vor 2 Jahren als Interpretin \u00d6sterreich mit &#8222;Who The Hell Is Edgar?&#8220; ins Finale und dort auf Platz 15 brachte,<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Griechenland hat dieses Jahr den Nachteil, dass Zypern im anderen Halbfinale war und die sicheren 12 Punkte daher ausbleiben. Ob es ihnen dabei so ergeht, wie dem Zyprioten, der am Dienstag ausschied? Ungewiss. Klavdia singt den Indie Pop-Song &#8222;Asteromata&#8220; (\u00fcbersetzt etwa &#8222;M\u00e4dchen mit Sternen in den Augen&#8220;), der gef\u00e4llt, aber nicht vollst\u00e4ndig \u00fcberzeugt. Ich tippe, dass es knapp f\u00fcrs Finale reichen kann.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Da bin ich bei der Rock-Band Katarsis aus Litauen weniger optimistisch. Auch sie besingen Augen, n\u00e4mlich &#8222;Deine Augen&#8220; (&#8222;Tavo akys&#8220;), mit fehlt aber auch hier das gewisse &#8222;Etwas&#8220; an diesem grundsoliden Song. Auch wenn diesmal wenig Rockmusik im Wettbewerb vertretenist, k\u00f6nnte f\u00fcr die Band im Halbfinale Endstation sein.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Einem esonderen Schauspiel wird man wohl am Donnerstagabend beim maltesischen Beitrag &#8222;Serving&#8220; von Miriana Conte beiwohnen k\u00f6nnen. Denn immer dann, wenn sie am Ende des Refrains &#8222;Serving&#8220; singt, wird vermutlich die ganze Halle &#8222;Kant&#8220; schreien. Aber nicht, weil sie eine Vorliebe f\u00fcr den gleichnamigen Philosophen h\u00e4tte, sondern weil genau an dieser Stelle eigentlich noch im maltesischen Vorentscheid das Wort &#8222;Kant&#8220; stand \u2013 das man aber streichen musste, da es im Englischen der Vulg\u00e4rsprache zugerechnet wird. Trotzdem wei\u00df jeder, was gemeint ist \u2013 und die Auflage, den Song umzubenennen, machte Miriana fast schon zum Publikumsliebling und wird sie sicher ins Finale bringen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Schnell vergessen sein wird der Beitrag von Mariam Shengelia aus Georgien, auch wenn sie von Freiheit, &#8222;Freedom&#8220;, singt. Und wenn es nach meiner Einsch\u00e4tzung geht, auch Sissal aus D\u00e4nemark mit &#8222;Hallucination&#8220; \u2013 allerdings gehen hier\u00fcber die Meinungen hier in Basel auseinander, so dass eine Finalquali der Skandinavier im Bereich des m\u00f6glichen scheint.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Besser sind die Chancen von Adonxs aus Tschechien und seinem &#8222;Kiss Kiss Goodbye&#8220;, Eine eindringlich tiefe Stimme, die ein bisschen an Chris isaak oder David Kirchner erinnert. Das f\u00e4llt auf und auch sein modisch-gewagtes Outfit bleibt h\u00e4ngen und er darf es Samstagabend wohl noch einmal aus dem Schrank holen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ob Luxemburg dies im 2. Jahr des ESC-Comebacks verg\u00f6nnt ist, k\u00f6nnte eng werden. Laura Thorn singt \u00fcber eine Puppe, die laut wird (&#8222;La poupee mont le son&#8220;). Was als Protestsong engagierter Frauen gemeint ist, klingt melodisch eher zuckers\u00fc\u00df und wie eine Hommage an France Galls &#8222;Poup\u00e9e de cire, poup\u00e9e de son&#8220; aus der Feder von Serge Gainsbourg, das Luxemburg genau vor 60 Jahren den Sieg einbrachte. Diesmal w\u00e4re schon die Finalteilnahme ein Erfolg \u2013 im Vorjahr reichte es f\u00fcr das Gro\u00dfherzogtum nachher sogar zu Platz 13.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Beitrag aus Israel, &#8222;New Day Will Rise&#8220;, z\u00e4hlt f\u00fcr mich auch ungeachtet aller Differenzen um das Land und aller Statements f\u00fcr oder gegen die Teilnahme zu den Top-Favoriten dieses Jahrgangs. Die 24-J\u00e4hrige Yuval Raphael aus Tel Aviv singt in Englisch, Franz\u00f6sisch und Hebr\u00e4isch und pr\u00e4sentiert eine Ballade, die auch dem Lehrbuch &#8222;Wie schreibe ich einen Eurovisions-Hit&#8220; entnommen sein k\u00f6nnte. Aber die Vergangenheit zeigt: Genau dieses Rezept funktioniert bei einer starken Performance immer wieder \u2013 und eine solch starke Performance liefert die Israelin definitiv ab.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Auch Princ (ohne &#8222;e&#8220;) aus Serbien kommt mit einer Ballade, diesmal an eine Frau namens &#8222;Mila&#8220;. Die Performance ist vielleicht nicht ganz so stark wie die seiner Vorg\u00e4ngerin \u2013 aber insgesamt \u00fcberzeugend genug, um auch den Serben wieder eine Finalteilnahme zu bescheren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und dann ist da noch last but not least Finnland mit Erika Vikman (die Aussprache sei jedem selbst \u00fcberlassen) mit &#8222;Ich komme&#8220; (die Deutung sei jedem selbst \u00fcberlassen). Und ja, es ist eine deutschsprachige Titelzeile, aufgrund der Betonung ist sie aber f\u00fcr unsere Ohren schwer zu identifizieren. Der Song ist Power-Pop in einem gewagten Leder-Outfit, das \u2013 so sagt es das ESC-Ger\u00fccht \u2013 nach Probe 1 auf &#8222;Wunsch&#8220; der EBU nochmal entsch\u00e4rft werden musste. Und recht sicher wird sie damit zwei Mal \u00fcber die B\u00fchne toben: Am Donnerstag im Semifinale und am Samstag im gro\u00dfen Finale.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zwischendurch gibt es in der Show dann noch die Beitr\u00e4ge der vorqualifizierten &#8222;Big 5&#8220;-L\u00e4nder Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Deutschland. Eins vorweg: Ob es von Fingerspitzengef\u00fchl der EBU zeugte, das deutsche &#8222;Baller&#8220; im Ablauf hinter die Ballade aus Israel zu setzen, lasse ich mal dahingestellt. Die deutsche Performance hat auf jeden Fall nichts mehr mit der vom Vorentscheid zu tun und wird hier in Basel deutlich positiver aufgenommen als im Vorfeld zu erwarten war&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wenn es nach meiner Einsch\u00e4tzung geht, bleiben im 2. Semifinale musikalisch Armenien, Litauen, Georgien sicher auf der Strecke, eng wird es f\u00fcr Irland, Luxemburg, Montenegro, Griechenland\u00a0 und D\u00e4nemark.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 2. 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