{"id":239273,"date":"2025-03-21T00:00:52","date_gmt":"2025-03-20T23:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=239273"},"modified":"2025-03-20T18:21:24","modified_gmt":"2025-03-20T17:21:24","slug":"florian-kuenstler-wissenswertes-ueber-seine-neue-cd-du-bist-nicht-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/florian-kuenstler-wissenswertes-ueber-seine-neue-cd-du-bist-nicht-allein\/","title":{"rendered":"FLORIAN K\u00dcNSTLER <br>Wissenswertes \u00fcber seine neue CD &#8222;Du bist nicht allein&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p>Das Album wartet mit 17 (!) Songs auf!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Du bist nicht allein&#8220; \u2013 vier Worte voller Trost und Zuversicht, mit denen FLORIAN K\u00dcNSTLER wie kein anderer deutscher Musiker das Lebensgef\u00fchl dieser Tage einf\u00e4ngt. Eine von \u00c4ngsten, gegenseitiger Entfremdung und Einsamkeit gepr\u00e4gte Atmosph\u00e4re, der der norddeutsche Singer-Songwriter auf seinem neuen Album jede Menge Hoffnung entgegensetzt. Lieder wie eine feste Umarmung, die er nun an sein Publikum weitergibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Florian K\u00fcnstler ist ein aufmerksamer Beobachter. Nicht nur seiner pers\u00f6nlichen Befindlichkeiten, sondern auch der Welt um ihn herum. Das war schon zu seiner Zeit als Stra\u00dfenmusiker so, der wohl h\u00e4rtesten Schule \u00fcberhaupt. Weit abseits der gerne verkl\u00e4rten Lebensk\u00fcnstlerromantik, die Leidenschaft und Spielfreude haupts\u00e4chlich mit Menschenkenntnis belohnt. Heute h\u00f6ren ihm durchschnittlich \u00fcber eine Million monatlicher Spotify-Nutzer:innen zu und auch bei gefeierten Festivalauftritten sowie einer restlos ausverkauften Headliner-Tour hat Florian K\u00fcnstler seine Fans im vergangenen Jahr mit Tracks wie dem \u00fcber 80 Millionen mal gestreamten \u201eKleiner Finger Schwur\u201c, der Handy-Schwenk-Hymne \u201eTausende mehr\u201c oder dem ergreifenden Lovesong \u201eWei\u00dfe Haare\u201c begeistert, mit der er Ende 2024 einen weiteren Vorboten seines nun vorliegenden, zweiten Albums ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDu bist nicht allein\u201c ist ebenso Selbstgespr\u00e4ch wie auch Kommunikation mit seinem Umfeld. Der feste Entschluss, sich der Stille, der Isolation und allem anderen entgegenzustellen, was uns l\u00e4hmt, uns spaltet und belastet. Stattdessen (R\u00fcck)Besinnung auf das Gute, Sch\u00f6ne und Erhaltenswerte, f\u00fcr das es sich lohnt zu leben. Ein Blick nach innen, den der zwischen optimistischem Realismus und realistischem Optimismus pendelnde Musiker in seiner geerdeten Mischung aus aufs Wesentliche reduzierter Singer-Songwriter-Intimit\u00e4t und packendem Deutschpop kanalisiert. \u201eViele Menschen f\u00fchlen sich alleine in diesen Zeiten. Da bin ich keine Ausnahme\u201c, so Florian K\u00fcnstler. \u201eMan wird t\u00e4glich mit schlimmen Nachrichten konfrontiert und zieht sich immer weiter in sein schwarzes Loch zur\u00fcck. Obwohl sich jede:r auf seine Art verloren vorkommt, machen wir doch im Grunde alle das Gleiche durch. Diesen Gedanken finde ich irgendwie beruhigend. Oft kann es helfen, sich auf das eigene Leben zu konzentrieren und auf das, was man hat. Auf die Partnerin oder den Partner, die Familie und Freunde. Den inneren Kern, der einem in Krisenzeiten wie diesen Halt gibt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Halt in Krisenzeiten \u2013 ein Motto, das in Florian K\u00fcnstlers Liedern nicht selten mit Perspektivwechseln und neuen Sichtweisen verbunden ist, wie der an Schleswig-Holsteins Ostseek\u00fcste beheimatete Geschichtenerz\u00e4hler bereits auf Vorab-Outtakes wie dem emotionalen \u201eEy du da oben\u201c, der dankbaren Bespiegelung \u201eDas Leben hier vermissen\u201c oder dem eindringlichen \u201eDas gr\u00f6\u00dfte Kompliment\u201c demonstriert hat. Auch, wenn er in seinen St\u00fccken nicht immer eine einfache L\u00f6sung anbietet, ist doch die Selbsterkenntnis oft der erste Schritt zur Ver\u00e4nderung. \u201eIch neige dazu, in allem erstmal das Negative zu sehen\u201c, f\u00e4hrt der S\u00e4nger fort. \u201eManchmal muss ich mich regelrecht zwingen, die Dinge mit anderen Augen zu betrachten, um das Positive zu erkennen. Auch wenn es mir nicht immer leichtf\u00e4llt. Mit dem Album m\u00f6chte ich meinen Fans Mut machen, sich ebenfalls auf neue Blickwinkel einzulassen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Mindset zwischen St\u00e4rke und Verletzlichkeit, Leiden und Katharsis, den Florian K\u00fcnstler mit verschiedenen Produzenten und Songwritern authentisch eingefangen hat; darunter Jules Kalmbacher (Alice Merton, Joris, Elif), Jens Schneider (Sarah Connor, Max Giesinger, Wincent Weiss) oder David J\u00fcrgens (Christina St\u00fcrmer, Mark Forster, Alvaro Soler). Ein Wechselbad aus rohen, ungefilterten Emotionen, die heute in ihrer urspr\u00fcnglichen Intensit\u00e4t zu h\u00f6ren sind, wie sie im Studio entstanden. \u201eDie meisten Gesangsaufnahmen sind First-Takes. Alles ist echt, nichts wurde f\u00fcr die Recordings reproduziert oder nachbearbeitet, sondern ist so zu h\u00f6ren, wie ich es gef\u00fchlt habe. Ich mache mich buchst\u00e4blich nackt und lasse alles raus. Beim Songwriting versuche ich, meinen Schmerz in Worte zu packen, um nicht von ihm aufgefressen zu werden. Ich transformiere diese Emotionen in etwas Produktives. Es geht mir darum, zu zeigen, dass alle Gef\u00fchle erlaubt sind. Es ist erlaubt, gl\u00fccklich zu sein und es ist erlaubt, traurig zu sein. Das alles geh\u00f6rt zum Leben. Auch bei meinen Konzerten sehe ich Fans, die ebenfalls die eine oder andere Tr\u00e4ne verdr\u00fccken. Obwohl jede:r eigene Geschichten mit meinen St\u00fccken verbindet, bedeutet diese Offenheit f\u00fcr mich ein gro\u00dfes Geschenk.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Geschenk, das Florian K\u00fcnstler auf \u201eDu bist nicht allein\u201c in Form von 17 Tracks zur\u00fcckgibt, wie er schon mit dem Album-Opener, der kraftvollen Poprock-Hymne \u201eVerzeih dir selbst\u201c zeigt: Einem direkt unter die Haut gehenden Monolog \u00fcber Fehler und neu gefundene Selbstliebe. Und dar\u00fcber, immer offen zu bleiben f\u00fcr Ver\u00e4nderungen. \u201eIm Text blicke ich zur\u00fcck auf eine extrem schwierige Lebensphase, in der ich kurz davor war, auf die schiefe Bahn zu geraten. Ich war von Leuten umgeben, die nicht gut f\u00fcr mich waren und hatte eine wahnsinnige Wut auf die ganze Welt. Heute w\u00fcrde ich meinem 18-j\u00e4hrigen Aggro-Ich raten, lieber einen anderen Weg zu gehen. Ich bin zwar nochmal mit einem blauen Auge aus der Sache rausgekommen, es h\u00e4tte aber auch leicht anders enden k\u00f6nnen. Damals habe ich von einem Freund eine zweite Chance bekommen, f\u00fcr die ich sehr dankbar bin. Ich m\u00f6chte zeigen, dass man Dinge \u00e4ndern kann, wenn man will.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dankbarkeit, die sich auch durch die Ballade \u201eStille K\u00e4mpfer\u201c zieht, die der ausgebildete Rettungssanit\u00e4ter allen \u201eunsichtbaren\u201c Frauen und M\u00e4nnern gewidmet hat, die sich jeden Tag daf\u00fcr einsetzen, die Welt ein bisschen besser und lebenswerter zu machen. Eine Art der Zivilcourage, vor der sich Florian K\u00fcnstler insbesondere in dem gesellschaftskritischen Appell \u201eMensch zu sein\u201c verneigt, der von den Worten Margot Friedl\u00e4nders inspiriert wurde . \u201eSie hat in einem TV-Interview gesagt, dass es kein christliches, j\u00fcdisches oder muslimisches Blut gibt, sondern nur menschliches. Ich sa\u00df in Tr\u00e4nen aufgel\u00f6st vor dem Fernseher und fragte mich, was es eigentlich hei\u00dft, ein Mensch zu sein. Niemand sollte sich wegen seiner Hautfarbe, Religion, Herkunft, sexueller Definition oder daf\u00fcr sch\u00e4men m\u00fcssen, wen er oder sie liebt. Jede:r hat das Recht, sich frei zu entfalten, geh\u00f6rt und gesehen zu werden. Die goldenen Stolpersteine und Mahnmale erinnern uns jeden Tag daran, dass diese Freiheit nicht selbstverst\u00e4ndlich ist und dass wir momentan wieder auf dem besten Weg zur\u00fcck in diese dunklen Zeiten sind. Menschen wie Margot Friedl\u00e4nder mussten Gr\u00e4uel durchleiden, die wir uns heute gar nicht mehr vorstellen k\u00f6nnen. Wir d\u00fcrfen uns nicht von denen t\u00e4uschen lassen, die diese schreckliche Zeit verdr\u00e4ngen wollen!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Ringen mit der Vergangenheit und dem Lauf der Zeit, das Florian K\u00fcnstler auch in der zu Herzen gehenden Liebeserkl\u00e4rung \u201eWei\u00dfe Haare\u201c und dem bitters\u00fc\u00dfen \u201eVerg\u00e4nglichkeit\u201c thematisiert, bevor er sich auf der r\u00fchrenden Akustikballade \u201ePapa\u201c und dem nachdenklichen \u201eKein Kind der Welt\u201c mit dem Verlust der Eltern auseinandersetzt. Ein unvermeidlicher Moment des Erwachsenwerdens und die Realisierung, dass alles endlich ist. \u201eGerade bei den Jungs galt es fr\u00fcher als `unm\u00e4nnlich`, seine Gef\u00fchle zu zeigen. Das f\u00fchrte bei mir dazu, dass sich meine unterdr\u00fcckten \u00c4ngste nur noch verst\u00e4rkt haben. Das war die wohl schlimmste Zeit meines Lebens, in der ich viel gelernt habe. Ich finde es wichtig und richtig, sich diesen Emotionen zu stellen\u201c, wie der Musiker auch dem tiefgr\u00fcndigen \u201eV\u00f6llig ok\u201c und der treibenden Pop-Nummer \u201eStille\u201c beweist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbstkonfrontation, vielleicht auch Selbstreinigung, bevor Florian K\u00fcnstler wieder mit positivem Blick nach vorne schaut. Ob auf der akustischen Postkarte \u201eSalz in der Luft\u201c, auf der er im Duett mit S\u00e4ngerin Wilhelmine die Welt von ganz oben betrachtet, dem folkpoppigen Freundschaftslied \u201eIch wie du \u201c, mit dem das Album auf sein verdientes Happy-End hinsteuert. \u201eManchmal ist man ein wenig betriebsblind f\u00fcr Auswege und Probleml\u00f6sungen,\u201c so Florian abschlie\u00dfend. \u201eW\u00e4hrend der Aufnahmen zu diesem Album hat sich vieles gel\u00f6st, was sich \u00fcber die letzten Jahre in mir aufgestaut hat. Ich habe gemerkt, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen konnte. Im Titelsong hei\u00dft es `es f\u00fchlt sich an wie sterben`. Ich kenne dieses Gef\u00fchl leider nur zu gut. Bis ich gemerkt habe, dass ich nicht allein bin. Wir m\u00fcssen uns nur umschauen und zulassen, dass uns geholfen wird. Und auch wir k\u00f6nnen anderen Menschen helfen, sich nicht mehr verloren zu f\u00fchlen. F\u00fcreinander da sein, sich gegenseitig helfen und unterst\u00fctzen. Wir sind nicht allein. Wir sind viele. Und zusammen k\u00f6nnen wir viel ver\u00e4ndern! Wann, wenn nicht jetzt?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>FLORIAN K\u00dcNSTLER \u2013 LIVE 2025<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>20.03. Osnabr\u00fcck, Botschaft<\/em><\/p>\n<p>21.03. Dortmund, FZW<\/p>\n<p>22.03. Aurich, Stadthalle<\/p>\n<p>23.03. Hannover, Capitol<\/p>\n<p>26.03. K\u00f6ln, Carlswerk Victoria<\/p>\n<p>27.03. Stuttgart, Im Wizemann<\/p>\n<p>28.03. Mannheim, Capitol<\/p>\n<p>29.03. M\u00fcnchen, Muffathalle<\/p>\n<p>30.03. Frankfurt a.M., Batschkapp<\/p>\n<p>01.04. Erlangen, E-Werk<\/p>\n<p>02.04. Leipzig, T\u00e4ubchenthal<\/p>\n<p>03.04. Dresden, Alter Schlachthof<\/p>\n<p>04.04. Berlin, Huxley\u2019s Neue Welt<\/p>\n<p>05.04. Magdeburg, Factory<\/p>\n<p>10.04. Kiel, Die Pumpe<\/p>\n<p>11.04. Hamburg, Gro\u00dfe Freiheit 36<\/p>\n<p>12.04. Hamburg, Gro\u00dfe Freiheit 36 (Zusatzkonzert)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Album wartet mit 17 (!) Songs auf!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":239275,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[4361],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/239273"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=239273"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/239273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":239278,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/239273\/revisions\/239278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/239275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=239273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=239273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=239273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}