{"id":237100,"date":"2025-01-31T14:16:47","date_gmt":"2025-01-31T13:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=237100"},"modified":"2025-01-31T14:17:20","modified_gmt":"2025-01-31T13:17:20","slug":"nino-de-angelo-das-interview-zu-seinem-neuen-album-irgendwann-im-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/nino-de-angelo-das-interview-zu-seinem-neuen-album-irgendwann-im-leben\/","title":{"rendered":"NINO DE ANGELO <br>DAS Interview zu seinem neuen Album &#8222;Irgendwann im Leben&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p>Die Ver\u00f6ffentlichung erfolgt am 21.02.2025!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Nino, mit deinem neuen Studio-Album \u201eIrgendwann im Leben\u201c hast du dich wieder einmal neu erfunden. Welcher deiner Songs geht dir am st\u00e4rksten unter die Haut?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Es ist schwer, einen davon besonders hervorzuheben, denn alle sind meine Babys. Ich habe fast alle Lieder \u00fcberwiegend allein geschrieben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Im Titelsong \u201e<em>Irgendwann im Leben<\/em>\u201c singst du: \u201eIrgendwann wird dir klar, dass der ganze Luxus wertlos war.\u201c Welche Werte sind dir heute wichtig?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Es sind die Werte, die man nicht f\u00fcr Geld kaufen kann. Nichts ist so wertvoll wie ein Tag im Leben, an dem es einem gut geht. Diese Erkenntnis hat auch bei mir Zeit gebraucht \u2013 aber all die materiellen Dinge sind nun einmal verg\u00e4nglich. Man kann sich f\u00fcr Geld zwar alles kaufen, aber die Gesundheit eben nicht. Auch Lebenszeit kann man sich nicht erkaufen. Und irgendwann erkennt man, dass materielle Dinge einfach nicht gl\u00fccklich machen. Das Gl\u00fcck kann man nur in sich selbst finden. Es kommt von innen, nicht von au\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Was macht dich gl\u00fccklich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Der Zusammenhalt in meiner Familie macht mich gl\u00fccklich. F\u00fcreinander da zu sein, Werte, wie sie in s\u00fcdl\u00e4ndischen Familien noch gelebt werden. Zum Beispiel das Leben gemeinsam zu genie\u00dfen. Alle sitzen an einem gro\u00dfen Tisch, reden, lachen miteinander und freuen sich an einem guten Essen und einem sch\u00f6nen Wein. Ich sehne mich manchmal nach Italien, nach meinen Verwandten dort. Oft sitzen wir mit 20 Leuten an einer Tafel, essen, trinken und verbringen einfach eine sch\u00f6ne Zeit zusammen. Bei uns in Deutschland ist das leider ein bisschen verloren gegangen. Die heutige Generation interessiert Familie oft nicht. Das ist sehr schade. Mich macht es auch gl\u00fccklich, Auto zu fahren. Autos sind meine gro\u00dfe Leidenschaft. Ich stehe auf alte, nostalgische Autos aus den 60-er, 70-er und 80-er Jahren. Das waren gro\u00dfartige Designs. F\u00fcr mich war ein Auto immer mehr als ein reines Fortbewegungsmittel. Aber auch meine Arbeit macht mich gl\u00fccklich. Musizieren, Musik schreiben, singen, auf der B\u00fchne stehen, ein Album zu produzieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Wer war sonst noch als Songwriter und Produzent an dem Album beteiligt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich bin Produzent des Albums zusammen mit George Kousa. Das Lied \u201eWer bringt Dich nach Hause habe ich mit Sotiria und Justin Balk geschrieben. Auch Lalo Titenkov hat mitgeschrieben und ein junger Musiker aus S\u00fcdtirol, Jonas Rabensteiner. Ich hatte au\u00dferdem den Gitarristen Warthy Wartmann dabei. Mit ihm habe ich auch ein Arrangement zusammen gemacht. Bei manchen Titeln habe ich die Musik mit einem Co-Autoren gemacht, und mein Gitarrist und Co-Produzent George Kousa hat nat\u00fcrlich auch tolle Ideen geliefert. George ist auch mein musikalischer Direktor auf der kommenden Tournee im Fr\u00fchjahr. Wir sind ein gro\u00dfartiges Team und wir haben uns auch sehr viel Zeit gelassen mit dem Album. Insgesamt haben wir eineinhalb Jahre daran gearbeitet und auch immer mal wieder Dinge ver\u00e4ndert, bis die finale Version entstanden ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Was hast du w\u00e4hrend der Aufnahmen \u00fcber dich gelernt?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich habe wieder mal gelernt, dass ich ein unheimlich geiler Musiker bin, dass ich es einfach draufhabe (<em>lacht).<\/em>\u00a0Im Ernst, ich habe gemerkt, dass ich noch immer sehr viel Leidenschaft f\u00fcr die Musik versp\u00fcre, und ich ohne diese Musik eigentlich gar nicht existieren kann. Das ist ein gro\u00dfartiges Gef\u00fchl. Es ist eine sch\u00f6ne Aufgabe und ein wunderbarer Beruf f\u00fcr mich. Ich bin Vollblut-Musiker und k\u00f6nnte mir auch nichts anderes vorstellen. Das habe ich gelernt und dabei gesp\u00fcrt, wie viel Freude und Spa\u00df es mir macht \u2013 auch mit den richtigen Leuten im Studio zusammen zu sein. Einer davon ist Stephan Zeh. Mit ihm mache ich nur die Vocal-Aufnahmen. Er hat das alles abgemischt. Dazu gibt es auch ein paar Fotos auf Instagram. Es war mir auch sehr wichtig, dass meine Stimme hervorragend klingt, weil das oft verloren gegangen war bei den anderen Produzenten. Meine Stimme ist immer zu kurz gekommen. Jetzt klingt es so, wie es klingen muss: Ausdruckstark, es zieht dich einfach rein in den Song. Darauf haben wir sehr viel Wert gelegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Den ein oder anderen Lieblings-Songs hast du vielleicht aber doch\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, einer meiner Lieblingssongs ist \u201eZu sp\u00e4t\u201c. Ein Lied \u00fcber eine Beziehung, die nicht mehr zu retten ist und den schlimmen Liebeskummer \u2013 Gef\u00fchle, die jeder nachvollziehen kann. Der Song geht mir richtig durchs Mark, genauso \u201eD\u00e4monen\u201c und \u201eDu bist mein Fleisch und Blut\u201c, \u201eLove on the Rocks\u201c ist eine mega-tolle Nummer, die mir sehr am Herzen liegt \u2013 und nat\u00fcrlich finde ich auch die Balladen auf dem Album sehr sch\u00f6n, wie das Lied \u201eFrag nicht wohin\u201c Daran habe ich auch sehr lange gearbeitet und es mehrfach umgebaut. Es geht um eine ungl\u00fcckliche Frau, die aus ihrer Beziehung ausbrechen will, von einem neuen Leben tr\u00e4umt. Das Lied ist G\u00e4nsehaut pur, es sch\u00fcttelt mich jedes Mal, wenn ich es h\u00f6re.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Du hast<\/strong><strong>\u00a0gesagt, du h\u00e4ttest einen Hang zur Selbstzerst\u00f6rung, der mit dem Tod deines fr\u00fch verstorbenen Bruders zu tun hat. Ist das heute besser geworden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Es hat sich in meinem Leben sehr viel ver\u00e4ndert in den letzten Jahren. Ich komme inzwischen besser damit klar, aber es ist immer noch da. Ich sp\u00fcre es, wenn ich zum Beispiel besondere Dinge erreiche, oder Erfolge habe. Ich freue mich dann kurz dar\u00fcber, aber sofort kommt auch wieder dieser Zweifel durch, dass ich es eigentlich nicht annehmen kann. Mir kommen dann Gedanken, dass ich es nicht verdient habe. Ich denke mir, h\u00e4tte mein Bruder \u00fcberlebt, w\u00e4re ich gar nicht da. Er ist als Baby gestorben und hie\u00df genauso wie ich. Ich hatte immer das Gef\u00fchl, dass ich f\u00fcr meine Eltern seine Position eingenommen habe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Was hat dir geholfen, besser damit klarzukommen?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Irgendwann habe ich gesagt: Ich bin Nino de Angelo und du bist Domenico Gorgoglione \u2013 obwohl der Name Domenico Gorgoglione auch so in meinem Ausweis steht. Durch meinen K\u00fcnstlernamen habe ich mich schon etwas abgegrenzt. Der Hang zur Selbstzerst\u00f6rung ist immer noch ein Thema. Aber ich fange mich inzwischen schneller wieder. Ich versuche meine Erfolge jetzt eher anzunehmen. Und ich tue es auch f\u00fcr meinen Bruder. Ich versuche ihn einfach mitzunehmen, das hilft mir.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Auch gesundheitlich mussten Sie immer wieder k\u00e4mpfen. Ihre Krankenakte ist lang \u2013 1986 Lymphdr\u00fcsenkrebs \u2013 1990 Blutkrebs, Depressionen, drei Byp\u00e4sse und COPD \u2013 Wie geht es dir heute gesundheitlich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich lebe damit und ich bin sehr dankbar, dass es mir so gut geht. Ich bin auch nicht derjenige, der nun besonders auf sich aufpasst, weil er schon so viele Krankheiten hatte. Ich bin in der Hinsicht nicht unbedingt \u00e4ngstlich, dass noch mal was kommen k\u00f6nnte. Ich genie\u00dfe einfach jeden meiner Tage, und sage mir: Wenn irgendwann Schluss ist, dann ist Schluss. Daf\u00fcr muss ich nicht einmal unbedingt krank werden \u2013 ich kann auch vom Bus \u00fcberfahren werden. Alles kann passieren, deswegen muss man keine Angst haben. Selbst wenn man so viele Krankheiten hinter sich hat wie ich. Ich sehe das recht entspannt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Trotz COPD spielst dz Konzerte. Wie sehr beeintr\u00e4chtigt dich die Lungenkrankheit bei deinen Auftritten?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das Singen funktioniert wunderbar, trotz COPD. Auf der B\u00fchne habe ich nicht das Gef\u00fchl, dass mich die Krankheit beeintr\u00e4chtigt. Es ist eher davor und danach. Vielleicht sch\u00fctte ich w\u00e4hrend des Konzerts so viel Adrenalin aus \u2013 so dass ich das gar nicht merke. Aber ich bereite mich nat\u00fcrlich auch gut vor. Tourneen sind einerseits anstrengend, aber auf der anderen Seite bin ich so motiviert, weil ich das musikalisch so sch\u00f6n finde. Ich freue mich so sehr darauf, meine Fans zu sehen und f\u00fcr sie zu singen \u2013 das gibt mir unglaublich viel. Und irgendwie vergisst man dann alles, wenn man da oben steht. Meine Auftritte geben mir unheimlich Kraft und Energie und das motiviert mich. Es entstehen auch neue Visionen dabei und ich freue mich auf alles, was kommt. Und wenn es dann mal vorbei ist, dann ist es halt vorbei. Das ist der Lauf des Lebens.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Hast du keine Angst vor dem Tod?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Im Prinzip nicht. Ich habe eher Angst vor dem Tod der Menschen, die ich liebe, Angst vor meinem eigenen Tod habe ich nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Musst du Medikamente nehmen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, seit meiner Herz-OP muss ich st\u00e4ndig Medikamente nehmen. Meine Herzkranzgef\u00e4\u00dfe waren komplett dicht. Jetzt nehme ich unter anderem Tabletten, um meinen Cholesterinspiegel unten zu halten. Ich kann damit leben und bin sehr dankbar, dass es mir so weit gut geht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Vor f\u00fcnf Jahren sagtest du, du h\u00e4ttest wohl nur noch f\u00fcnf Jahre zu leben. Bist du ein medizinisches Wunder?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich scheine tats\u00e4chlich ein medizinisches Wunder zu sein. Vor allem hat es mir sehr geholfen, dass ich aufs Land gezogen bin, als ich meine Freundin Simone kennengelernt habe. Ich lebe mit ihr inzwischen im Oberallg\u00e4u. Simone betreibt dort einen Reiterhof. Aus der Gro\u00dfstadt weg zu ziehen, war richtig. Das Leben mit ihr in der Natur tut mir sehr gut. Ich komme hier auf den Boden zur\u00fcck und bin viel geerdeter. Wenn ich ein paar Tage in Gro\u00dfst\u00e4dten unterwegs bin, und dann nach Hause fahre, denke ich mir: So, jetzt will ich wieder meine Ruhe haben. Ich genie\u00dfe das Leben dort mit der Familie und unseren ganzen Tieren. Ich denke, das war ein ganz wichtiger Schritt f\u00fcr mich. Die Gro\u00dfstadt hat einfach zu viele Impulse, die nicht gut f\u00fcr mich sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>In dem Lied \u201eD\u00e4monen\u201c thematisierst du deine ganz pers\u00f6nlichen D\u00e4monen. Welche sind das?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Zum Beispiel das Thema mit meinem Bruder geh\u00f6rt zu diesen St\u00f6rungsphasen, die immer wieder kommen. Ich lebe mit meinen D\u00e4monen, muss mit ihnen leben. Ich habe auch viel zu viel getrunken, ich habe Drogen genommen, das sind alles D\u00e4monen, die verschwinden ja nicht von heute auf morgen und du musst irgendwie gucken, wie du mit denen klarkommst. Das war und ist f\u00fcr mich immer gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Kann dir deine Freundin Simone dabei helfen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, das tut sie. In dem Lied singe ich: \u201eIch lebe mit meinen D\u00e4monen und du stehst mittendrin\u201c. Damit ist Simone gemeint. Sie h\u00e4lt mir den Spiegel vor, sie sagt mir die Wahrheit und akzeptiert mich, so wie ich bin. Wenn sie mir die Wahrheit sagt, wie sie die Dinge sieht, ist es oft so, dass es mir fast schon weh tut. Aber die Wahrheit tut immer weh. Simone l\u00e4sst mich trotzdem sein, wie ich bin und versucht nicht, mich zu \u00e4ndern. Das w\u00e4re das Schlimmste und w\u00fcrde nicht funktionieren. Man braucht einfach jemanden an seiner Seite, den man sehr liebt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>F\u00e4llt es dir schwer, andere Menschen an dich heranzulassen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich bin einerseits ein Mensch, der recht offen ist, sich andererseits aber auch sehr abschottet. Wenn ich nach Hause komme und das Garagentor runterklappe, dann kommt niemand mehr an mich ran. Das tut mir selbst aber oft auch nicht gut. Bei Simone muss ich keine Ritterr\u00fcstung anziehen, da kann ich einfach nur Nino sein. Das versuche ich in dem Lied r\u00fcberzubringen. Es war gro\u00dfartig f\u00fcr mich, einen so tiefgr\u00fcndigen Song wie \u201eD\u00e4monen\u201c aufzunehmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>In diesem Lied singst du davon, dass du \u201ewahre Liebe\u201c sp\u00fcren willst. Du warst vier Mal verheiratet. War es nicht immer die wahre Liebe?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich denke, dass diese wahre Liebe sowieso nur maximal zwei, dreimal im Leben vorkommen kann. Vor Simone gab es diese wahre Liebe schon einmal, bei meiner ersten Frau Judith \u2013 der Mutter meiner zwei Kinder. Und jetzt habe ich sie wiedergefunden bei Simone. Bei meinen Frauen dazwischen ging das oft alles viel zu schnell. Wenn man sich verlieben will, dann verliebt man sich halt auch (<em>lacht)<\/em>. Ob das Bestand hat, das zeigt sich meist erst sp\u00e4ter. Ich denke, man muss lange miteinander durch dick und d\u00fcnn gehen. Mit Judith war ich sieben Jahre zusammen, bevor wir geheiratet haben. Mit Simone werden es im Mai auch sieben Jahre, seit wir ein Paar sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Traust du dich nach dem verflixten siebten Jahr tats\u00e4chlich ein f\u00fcnftes Mal?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich habe mir gesagt: Bevor ich noch einmal heirate, muss ich mindestens sieben Jahre mit Simone den Ernstfall geprobt haben. Dann wei\u00df ich, ob das wirklich funktionieren kann. Bei den anderen drei Ehen kamen die gro\u00dfen Herausforderungen erst nach der Hochzeit und dann ging es eben schief.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Hast du nach vier gescheiterten Ehen nie den Glauben an die Liebe verloren?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Kann man das? Kann man den Glauben an die Liebe verlieren? Ich pers\u00f6nlich kann den Glauben an die Liebe gar nicht verlieren, weil ich ein Mensch bin, dem Liebe sehr, sehr viel bedeutet. Ich bin auch ein Mensch, der sehr viel Liebe geben m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich brauche ich auch Liebe. Ich m\u00f6chte das Gef\u00fchl haben, geliebt zu werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das ist ein wichtiger Punkt in meinem Leben. Vielleicht habe ich den Glauben an die Ehe schon mal verloren, aber nicht an die Liebe an sich. Ganz egal, ob das Selbstliebe ist, die Liebe zu meinen Eltern, die Liebe zu meinen Kindern, die Liebe zu anderen. Wer den Glauben an die Liebe verliert, der verliert den Glauben an das Leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Du wolltest Simone in Las Vegas heiraten \u2013 wenn du schuldenfrei bist. Das ist jetzt der Fall. Wann wird nun geheiratet?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, ich bin jetzt endlich schuldenfrei, und wir wollen die Hochzeit nun in Angriff nehmen. Ich hoffe, dass es dieses Jahr klappt. Aber es ist ja nun auch nicht so, dass wir jetzt dringend heiraten m\u00fcssten, weil wir uns sonst trennen. Das habe ich tats\u00e4chlich auch schon mal erlebt bei einer meiner Ex-Frauen. Sie stellte mir ein Ultimatum und meinte: \u201eEntweder heiraten wir jetzt oder wir bleiben nur noch Freunde.\u201c Ein solches Ultimatum finde ich bescheuert. Bei uns gibt es weder ein Ultimatum noch einen Termin. Wenn alles passt und wir auch das verflixte siebte Jahr bis Ende Mai gut \u00fcberstehen, sehen wir weiter. Das m\u00fcssen wir jetzt noch durchziehen. Ab Juni ist die Gefahr vorbei, dann beginnt das achte Jahr. (<em>lacht).<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Ist die Hochzeit in Las Vegas immer noch Thema?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich war das mal so geplant. Ich wollte Simone schon zu meinem 60. Geburtstag heiraten, dann kam aber so viel dazwischen, unter anderem die Kriege. Manchmal bekomme ich seltsame Visionen und ich m\u00f6chte nicht unbedingt vom Himmel geholt werden, w\u00e4hrend ich in einem Flugzeug sitze. Es hat alles nicht gepasst mit Las Vegas. Ich wollte unbedingt diese ber\u00fchmte \u201eImperial\u201c-Elvis-Suite in dem heutigen \u201eWestgate\u201c-Hotel bekommen, das klappte aber nicht. Die Hochzeit sollte in der \u201eGraceland Wedding Chapel\u201c sein, in der Elvis damals seine Priscilla heiraten wollte. Auch das war zu der Zeit nicht m\u00f6glich. Nachdem alles nicht so gepasst hat, dachte ich mir: Okay, so gro\u00df muss es dann auch nicht sein. Wir wollen eigentlich nur heiraten. Eine solche Zeremonie w\u00fcrde auch ziemlich viel Aufsehen erregen. Es ist im Moment also noch offen, wie, wo, und wann wir heiraten werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Mit Simone kam auch der Erfolg zur\u00fcck\u2026\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das kann man so sagen. Ich wei\u00df gar nicht, ob ich noch leben w\u00fcrde, wenn ich sie nicht getroffen h\u00e4tte. Mir ging es nicht so gut zu der Zeit, bevor wir zusammengekommen sind. Die Jahre 2016, 2017, 2018 waren sehr schwer, es war der blanke Horror f\u00fcr mich. Seitdem wir zusammen sind, ist alles kontinuierlich besser geworden. Mein ganzes Leben hat sich ver\u00e4ndert. Auch die schwere Corona-Zeit haben wir zusammen gemeistert. Simone hat mich unglaublich unterst\u00fctzt mit meinen Pl\u00e4nen. Ich wollte eigentlich keine Alben mehr machen, war total demotiviert \u2013 auch durch die ganze Entwicklung des Show-Business. Es ist heute ja nicht mehr so einfach, Erfolge zu generieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Hattest du denn einen Plan B, was du stattdessen machen wolltest?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich dachte schon dar\u00fcber nach, vielleicht irgendwo eine Piano-Bar zu er\u00f6ffnen. Aber dann habe ich gedacht, das kann es auch nicht sein, dann trinkst du wahrscheinlich wieder zu viel. Man muss als Gastronom immer da sein f\u00fcr seine G\u00e4ste. Ich hatte das schon einmal auf Mallorca mit einer Bar. Das war damals eine Katastrophe. Wenn man sich nicht zu hundert Prozent im Griff hat, kann das schief gehen. In Sachen Alkohol muss man da sehr standfest sein oder einen standfesten Partner haben \u2013 den h\u00e4tte ich ja jetzt immerhin, aber ich lasse es trotzdem.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Ist Simone auch ein Schlager-Fan?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Nein, Simone steht \u00fcberhaupt nicht auf Schlager. Sie sagte dann: \u201eMach doch mal etwas Rockiges. Mit deiner Stimme kann man doch alles machen.\u201c Ich habe ihr also einige Songs vorgespielt, die ich schon in den 90er geschrieben habe und Simone war total begeistert Wir haben uns dann ein Studio eingerichtet, und ich habe angefangen ein bisschen zu arbeiten. Das war w\u00e4hrend der Corona-Zeit, und da ist bei mir der Knoten mit diesen ganzen Texten geplatzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Du hast doch fr\u00fcher auch schon immer Texte geschrieben\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, aber fr\u00fcher hatte ich immer Schwierigkeiten, Texte zu Ende zu schreiben. Mit der Arbeit an dem Album \u201eGesegnet und Verflucht\u201c sind so ziemlich alle Knoten bei mir geplatzt, die mich blockiert haben. Ich habe wie ein Weltmeister autobiografische Texte geschrieben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Und dann ein Mega-Comeback gefeiert nach 37 Jahren. Bist du jetzt auf dem Zenit deines Schaffens?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich habe bestimmt noch 400 Titel hier liegen, wo ich Texte angefangen aber noch nicht weitergeschrieben habe. Vielleicht hat das Leben auf dem Land mein Bewusstsein erweitert, es hat auf jeden Fall, sehr viel mit mir gemacht. Ich habe das Gef\u00fchl, dass mir alles viel einfacher von der Hand geht. Wenn ich heute ins Studio gehe, dann habe ich morgen einen Song fertig (<em>lacht)<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>F\u00e4llt dir eine sch\u00f6ne Anekdote vom \u201eMaking of\u201c des Albums ein?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Als mein Co-Produzent George, Stephan und ich beim Abmischen des Albums waren, sagte ich zu Stephan, dass ich meine Stimme bei dem Lied \u201eHurrikan\u201c als zu leise empfinde. Stephan sagte dann: \u201eOkay, das mach ich gleich.\u201c Nach zwei Minuten rief ich ihm zu: \u201eSuper, Stephan, das klingt schon viel besser, jetzt ist es toll\u201c, woraufhin er meinte: \u201eNino, ich habe noch gar nichts ver\u00e4ndert!\u201c Das war sehr lustig, denn ich hatte es tats\u00e4chlich so empfunden, als w\u00fcrde es besser klingen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Das Lied \u201eWer bringt Dich nach Hause\u201c ist sehr ber\u00fchrend. Es geht auch um das Thema \u201eLoslassen\u201c\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Die Idee meiner Co-Songschreiberin Sotiria war das Thema Vater-Tochter. Der Vater, der sich Sorgen macht, wer seine Tochter nach Hause bringt, wenn er es nicht kann. Wenn die Tochter nachts durch die Stadt zieht, ist er beunruhigt. Es passiert heutzutage einfach so viel. Es ist furchtbar geworden, die Gewalt und die vielen Verbrechen jeden Tag. Das ist ein sehr wichtiges Thema, und betrifft alle Eltern. Man muss seine Kinder einerseits loslassen, andererseits macht man sich als Eltern aber immer Sorgen. Dennoch braucht man ein gewisses Vertrauen, dass alles gut geht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Du hast in deinem K\u00fcnstler-Namen \u201ede Angelo\u201c den \u201eEngel\u201c immer bei sich. Glaubst du an Schutzengel?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Absolut. Ich bin \u00fcberzeugt, dass ich meinen Schutzengel habe, der immer bei mir ist und der mich schon vor vielem bewahrt hat in meinem turbulenten Leben. Der pers\u00f6nliche Schutzengel kann aber auch die Oma, der Opa, irgendein Verwandter sein, der schon gestorben ist, oder vielleicht ist es sogar mein Bruder. Ich glaube, jeder hat seinen Besch\u00fctzer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Dein Schutzengel hat schon einige \u00dcberstunden gemacht\u2026\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Richtig und ich frage mich oft, wer mich wieder ins Leben geholt hat. Ich glaube nicht, dass wir das immer allein schaffen. Irgendetwas zwischen Himmel und Erde ist da drau\u00dfen, dass uns wieder aufstellt oder nach Hause bringt in Situationen, wo wir es selbst nicht mehr k\u00f6nnen. Daran glaube ich zu hundert Prozent.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Wie kommst du mit dem Thema \u201eLoslassen\u201c zurecht? Besch\u00e4ftigt man sich mehr damit, wenn man im letzten Drittel des Lebens angekommen ist?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Klar, besch\u00e4ftigt man sich mehr damit, wenn man \u00e4lter wird. Loszulassen ist unheimlich schwer, aber es ist wichtig, weil es dich sonst zerm\u00fcrbt. Ich denke dabei nat\u00fcrlich auch oft an meine Eltern. Sie sind jetzt in einem hohen Alter mit 85 Jahren. Es geht ihnen Gott sei Dank noch sehr gut, aber man macht sich dennoch Sorgen. Ich denke oft daran, wie es f\u00fcr mich sein wird, wenn sie eines Tages nicht mehr da sind. Damit besch\u00e4ftige ich mich schon seit 30 Jahren. Wie komme ich damit klar, wenn sie einmal gehen und ich sie loslassen muss. Das wird sehr schwer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>In dem Song \u201eDu bist mein Fleisch und Blut\u201c geht es um deine Rolle als Vater. Bist Sie immer ein sehr besch\u00fctzender Vater gewesen oder eher l\u00e4ssig?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Nein, l\u00e4ssig war ich nicht. Ich bin zwar anti-autorit\u00e4r, ich habe meinen Kindern nie Vorschriften gemacht. Ich habe aber trotzdem immer versucht, mit ihnen zu reden und habe auf sie aufgepasst. Die hatten wie alle Kinder auch ihre schwierigen Phasen in der Pubert\u00e4t. Mein Sohn ist heute 33 Jahre, meine Tochter ist 36 Jahre alt. Ich habe immer versucht, meine Kinder zu besch\u00fctzen, ich w\u00fcrde alles f\u00fcr sie tun.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Sie sollen ihr Leben so leben, wie sie es wollen, aber ich passe nat\u00fcrlich auf \u2013 und ich bin immer f\u00fcr sie da, wenn sie mich brauchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Bist du eigentlich schon Opa?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Nein, leider noch nicht. Meine Kinder lassen sich Zeit damit. Sie stehen eben voll im Leben und sind sehr besch\u00e4ftigt. Das ist auch eine gro\u00dfe Verantwortung, ein Kind ver\u00e4ndert nat\u00fcrlich alles. Meine Tochter Louisa und ihr Mann David Puentez sind ja beide sehr aktiv. David ist ein bekannter DJ und Influencer und Louisa ist auch Influencerin mit \u00fcber 260.000 Followern. Sie macht Werbung von Herm\u00e9s bis Prada und viele andere Label. Louisa hat noch eine Firma, die hei\u00dft \u201eWithin Mood\u201c, die stellen Accessoires, Tassen, Teller her. Da ist sie jetzt im dritten oder vierten Jahr und sprengt alle Umsatzrekorde. Es freut mich sehr f\u00fcr sie, weil ich damals mit ihr angefangen habe, Prototypen f\u00fcr ihre Tassen herzustellen. Wir haben bei uns in S\u00fcd-Italien eine Familie, die haben eine eigene T\u00f6pferei. Damals bin ich mit Louisa und ihrer Partnerin dahingeflogen. Und heute ist daraus ein mega-erfolgreiches Gesch\u00e4ft geworden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Was macht dein Sohn beruflich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Mein Sohn arbeitet mit meiner Tochter zusammen, die haben ja beide Grafikdesign studiert und mein Sohn unterst\u00fctzt seine Schwester Louisa. Ich finde es gro\u00dfartig, dass das nun ein kleiner Familienbetrieb geworden ist. Ich bin sehr stolz auf meine Kinder, wie sie ihr Leben meistern. Und irgendwann werde ich sicher auch noch Opa (<em>lacht)<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Du bist im Leben oft hingefallen und wieder aufgestanden \u2013 so singst du in deinem Song \u201eHurrikan\u201c. Ist Aufstehen und Weitergehen dein Lebensmotto?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das kann man auf jeden Fall so sagen. Manchmal ist es ja nicht so einfach wieder aufzustehen, wenn man gefallen ist. Im Prinzip sagt es aber alles. Man darf alles tun, nur nicht aufgeben. Es ist einfach erkl\u00e4rt: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen. Ich bin das beste Beispiel daf\u00fcr, dass es funktioniert. Man kann sich das auch bildlich super vorstellen und wenn man es visualisieren kann, dann ist es so viel einfacher.\u00a0\u201eIf I can see it, I can do it\u201c, hei\u00dft es ja so sch\u00f6n.\u00a0Es findet sehr viel im Kopf statt, vieles ist die Psyche.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Stimmt es eigentlich, dass du davon tr\u00e4umst, eines Tages nach Italien auszuwandern?\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, das w\u00e4re sch\u00f6n. Ob das an einem See ist oder in der Toskana oder am Meer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Irgendwo, wo Olivenb\u00e4ume stehen, und Trauben und Kaktusfeigen wachsen. Es muss ein Ort sein, wo wir viel Platz f\u00fcr unsere Tiere haben. Wir haben ja Pferde, wir haben Hunde und Katzen, die m\u00fcssen nat\u00fcrlich alle mitkommen. Daran arbeite ich jetzt und versuche das n\u00f6tige Kleingeld zu verdienen. Wenn ich das habe, werde ich keine Zeit mehr verlieren, ich kann ja nicht ewig leben. Simone ist zehn Jahre j\u00fcnger als ich. Ich muss mir langsam ganz klar vor Augen halten, welche Krankheiten ich schon hatte und dass meine Lebenserwartung von vornherein wahrscheinlich 10 bis 15 Jahre k\u00fcrzer sein wird. W\u00fcrde ich 90 werden und ich ziehe diese 15 Jahre davon ab, dann w\u00fcrde ich immerhin 75 schaffen. Ich h\u00e4tte also noch 14 Jahre, und m\u00fcsste so langsam mal die Planung angehen (<em>lacht)<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Wie lange willst du noch auf der B\u00fchne stehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich denke, ich werde noch sechs oder sieben Jahre arbeiten und die anderen sieben Jahre will ich genie\u00dfen. Vielleicht werde ich dann doch 100 Jahre, wenn ich irgendwo in der Sonne der Toskana unter meinem Olivenbaum sitze\u00a0<em>(lacht<\/em>). Dann w\u00e4re ich tats\u00e4chlich ein medizinisches Wunder und dass muss dann auch auf meinem Grabstein stehen \u2013 \u201eHier ruht Nino, das medizinische Wunder!\u201c (<em>lacht)<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Gibt es etwas, das du bereust?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das, was ich erlebt habe, hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Aber ich bedauere, dass ich nicht fr\u00fcher Tourneen veranstaltet habe.\u00a0\u00a0Was ich musikalisch gemacht habe, au\u00dfer meinem Erfolgs-Song \u201eJenseits von Eden\u201c, h\u00e4tte einfach nicht gereicht, um Tournee-K\u00fcnstler zu werden. Ich habe eigentlich immer nur Single-Hits gehabt. Durch \u201eJenseits von Eden\u201c war das Album damals auf Platz 2, das habe ich jetzt zwar nicht getoppt, aber gleich gezogen mit dem Album \u201eGesegnet &amp; Verflucht\u201c \u2013 nach 37 Jahren, was sowieso schon ein Wunder ist. Jetzt werden meine Alben interessanter und somit auch die Konzerte. Ich war damals noch nicht so weit. Das Material, was ich musikalisch hatte, h\u00e4tte eine Tournee, so wie ich sie heute spiele, einfach nicht getragen, da muss schon mehr kommen. Vielleicht funktioniert das bei anderen, bei mir h\u00e4tte es nicht funktioniert. Ich wei\u00df nicht, wie ich mich damals h\u00e4tte motivieren k\u00f6nnen, mit dem Songmaterial eine ganze Tournee zu spielen. Wenn man sich heute Konzerte von mir anguckt, dann merkt man schon, dass da sehr viel Leidenschaft dahintersteckt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Und auch, welch gro\u00dfe Entwicklung bei dir stattgefunden hat. Mit deinem neuen Album \u201eIrgendwann im Leben\u201c zeigst du sich sehr tiefgr\u00fcndig und nachdenklich\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Richtig. Ich bin heute ein hundert Mal besserer K\u00fcnstler als ich es fr\u00fcher war. Man braucht diese Entwicklung, die Lebenserfahrung, die Reife. Die Leute m\u00fcssen dir das auch abnehmen, was du da oben auf der B\u00fchne verzapfst. Heute ist das absolut authentisch, das war fr\u00fcher nicht so, deshalb hat das auch mit den Tourneen nicht geklappt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Wenn du noch etwa sieben Jahre auf der B\u00fchne stehen willst, wird man dich ja sicher noch auf der ein oder anderen Tournee erleben k\u00f6nnen&#8230;\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Bestimmt. Aber ich will auch nicht irgendwann der reichste Mann auf dem Friedhof werden (<em>lacht<\/em>). Mir reicht es ja schon, wenn ich arbeiten kann. Ich liebe meine Arbeit. Solange ich noch auf der B\u00fchne stehen kann, solange ich Spa\u00df habe am Komponieren, am Texten, solange mache ich das. Und dann ziehe ich mich so allm\u00e4hlich zur\u00fcck, aber so ganz ohne Musik, wird es bei mir nie gehen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Und irgendwann kann ich ja auch von Italien zu meinen Auftritten reisen. Ich will auf jeden Fall in Europa bleiben \u2013 ganz nah dran an meinen Fans!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Rein optisch hast du dich mit dem Bart inzwischen ein bisschen an deinen Kollegen Joachim Witt angen\u00e4hert. War das gewollt?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Nein, das war \u00fcberhaupt nicht gewollt. Vor etwa sechs Jahren habe ich mich im Spiegel angesehen und mochte mein Gesicht so nackt nicht mehr. Ich habe mir gesagt: Irgendwas muss passieren, du hast graue Haare und so ein glatt rasiertes Gesicht, das sieht irgendwie nicht gut aus.\u201c Ich wollte einfach ein anderes Gesicht bekommen. Zu der Zeit hatte ich teilweise auch Gewichtsprobleme, ich brachte etwa 85 Kilo auf die Waage, und hatte ein entsprechend rundes Gesicht. Mit einem Spitzbart dachte ich mir, wird das Gesicht l\u00e4nger und dann sieht es gar nicht mehr so schlimm aus. Und so war es. Der wei\u00dfe Bart passte wunderbar zu meinen wei\u00dfen Haaren. Damit sehe ich jetzt einzigartig aus, das Gesicht wirkt jetzt ganz anders. In Italien gibt es viele M\u00e4nner, die so aussehen, in Deutschland weniger. Nur meine Mama meinte anfangs jedes Mal: \u201eWann rasierst du dir endlich diesen bescheuerten Bart ab. Mittlerweile sagt sie aber nichts mehr, sie hat sich daran gew\u00f6hnt (<em>lacht<\/em>).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>In \u201eLove on the Rocks\u201c singst du \u00fcber deine Erinnerungen an eine Liebe\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich dachte bei dem Lied tats\u00e4chlich an mich. Ich liebe ja Neil Diamond. Das Lied \u201eLove on the Rocks\u201c ist einer meiner Lieblingssongs seit 30 Jahren. Es gab nat\u00fcrlich auch bei mir schon mal so ein Erlebnis, dieser ber\u00fchmte One-Night-Stand, der im Kopf h\u00e4ngen geblieben ist, den du nie vergisst, weil es traumhaft sch\u00f6n war, und du immer wieder gerne daran denkst. Auch wenn du nicht wei\u00dft, wo die Person jetzt steckt. Du denkst einfach gerne zur\u00fcck an das Lied, an die Nacht und wie sich das alles angef\u00fchlt hat, Und dann am n\u00e4chsten Morgen ist sie weg. Du denkst: Keine Ahnung, wo du steckst, aber ich hoffe, es geht dir immer gut.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Der Song \u201eTanz im Regen\u201c klingt so, als h\u00e4tten du ihn deiner Freundin Simone gewidmet\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, ich habe ihr das Lied gewidmet. Simone ist mein Halt, wenn die Wolken mir die Sicht auf die Sonne verdecken. Es gibt manche Tage, da bin ich depressiv, dann gehe ich raus, schaue mir die Wolken an. Ich trinke erst mal einen Becher Kaffee und frage mich: Okay, wie kriegen wir diesen Tag jetzt gewuppt? Dann gehe ich rein, sehe Simone und nehme sie in den Arm. Dann wei\u00df ich, es wird alles gut. Solange sie da ist, kann mir nichts passieren. Es ist wirklich so, wie ich es singe: Ihre Liebe ist tiefer als der Ozean, sie ist wie ein Fels in der Brandung und h\u00e4lt mir den R\u00fccken frei. Simone macht mich unendlich gl\u00fccklich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Hat deine neue Heimat in den Bergen dich auch zu dem Titel \u201eDann bist du frei\u201c inspiriert?\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ja, wenn du den Berg ersteigst, dann bist du frei. Dieses gro\u00dfartige Gef\u00fchl kennt doch jeder, wenn er oben am Gipfel steht. Mit meiner COPD-Krankheit komme ich heute leider nicht mehr hoch. Die Luft ist mir da oben zu d\u00fcnn. Wenn es \u00fcber 1000 Meter geht, kriege ich keine Luft mehr. Aber ich sehe mir die Berge gerne an. Sie haben eine unheimliche Kraft. Und du kannst sie auch in deiner Fantasie ersteigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Der Text ist auch von Heinrich Heine inspiriert. In seinem Gedicht: \u201eWandere\u201c schrieb er in etwa: Wenn dich dein Schatz verraten hat, flieh aus der Stadt\u2026 Das habe ich ja auch schon erlebt, als meine Ex- Partnerin mit ihrem neuen Freund drei Stra\u00dfen weiter gewohnt hat \u2013 das war unertr\u00e4glich. Deshalb ist es besser wegzugehen, dann bist du frei. Sonst tut das viel zu sehr weh und das muss man sich nicht geben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das soll der Titel aussagen. Ich wollte auch den typischen Country-Sound haben und finde, das Lied ist sehr sch\u00f6n geworden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Woher kommt der Sound-Wechsel von Heavy Rock zu Pop Rock? Wie w\u00fcrdest du das Genre nennen?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Es ist mehr Gitarren lastig, ein bisschen leichter als das, was ich vorher gemacht habe. Dadurch kann ich auch andere Texte schreiben, wie zu Gothic oder auch Dark Musik. Ich wollte aber auch nicht allzu d\u00fcstere Texte verfassen. Ich wollte Texte machen, die einerseits sehr in die Tiefe gehen, aber trotzdem leichter sind, und die Musik ist es dadurch auch. Wir haben sehr viel mit Gitarre, mit Klavier und Orgel gearbeitet, und es ist alles live eingespielt, Das macht auch diese Leichtigkeit aus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich w\u00fcrde es Country-Pop-Rock nennen. Teilweise ist es poppig, teilweise ist es country-m\u00e4\u00dfig, teilweise ist es auch rockig. Ich liebe ja Bruce Springsteen, ich liebe aber genauso melodi\u00f6se Balladen, wie die von Aerosmith. Mein Song \u201eD\u00e4monen\u201c klingt ja fast schon wie Def Leppard. Im Grunde genommen ist es alles die Musik, die ich selbst gerne h\u00f6re. Mit Schlager im herk\u00f6mmlichen Sinne hat es wenig zu tun.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Das Album ist eine Selbstbespiegelung zwischen ehrlicher R\u00fcckschau und optimistischem Blick nach vorn. Woher kommt dein neuer Optimismus?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Es ist die Liebe zu mir selbst, die ich wiedergefunden habe. Ich habe das auch in anderen Liedern gesungen. Wenn du dich selbst nicht liebst, wirst du nie lieben \u2013 so hei\u00dft es in meinem Song \u201eGesegnet und Verflucht.\u201c Ich habe tats\u00e4chlich wieder gelernt, mich selbst zu lieben und ich habe dadurch eine Frau gefunden, die ich lieben kann \u2013 und bei der ich wei\u00df, dass sie mich auch liebt. Das hat schon sehr viel mit Simone zu tun. Diese Liebe hat mir meine ganze Lebensenergie und Kraft wiedergegeben. Simone ist f\u00fcr mich absolut existenziell.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Deine Freundin betreibt einen Reiterhof und ist mit den Tieren besch\u00e4ftigt. Hei\u00dft das, du bist meist allein unterwegs?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Nein, sie ist st\u00e4ndig an meiner Seite. In den sieben Jahren war ich vielleicht einmal einen Tag allein im Studio. Ansonsten sind wir 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zusammen. Simone reist auch mit mir zu Konzerten, Terminen und Auftritten. Ihre Tochter, meine Stieftochter, k\u00fcmmert sich in der Zeit um die Tiere auf dem Hof. Wir haben auch Angestellte, es ist immer jemand da. Simones Kinder sind bis auf ihre \u00e4lteste Tochter ausgezogen. Sie ist ein ganz tolles M\u00e4dchen. Sie liebt den Hof und die Tiere und k\u00fcmmert sich hervorragend um alles, wenn wir unterwegs sind. Wir versuchen auch nie, l\u00e4nger als eine Woche weg zu sein. Die Hunde und Katzen drehen dann vor Freude durch, wenn wir wieder zur\u00fcckkommen. Der Freudentanz dauert oft eine ganze Stunde (<em>lacht)<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Wie hast du Simone eigentlich kennengelernt?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Meine Ex-Frau Larissa wollte ins Allg\u00e4u ziehen. Wir waren schon geschieden, sie bat mich dann, ihr beim Umzug zu helfen. Sie hatte ein Pferd und hat dadurch Simone kennengelernt, die gerade einen Reiterhof gekauft hatte. Bei ihr wollte sie das Pferd unterstellen und so habe auch ich Simone kennengelernt. Ich habe mich sofort in sie verliebt, als ich sie gesehen habe. Meine Ex war dar\u00fcber nat\u00fcrlich nicht begeistert. Simone lebte gerade in Trennung, wollte auch nicht noch einmal mit ihrem Ex-Mann zusammenkommen. Auch ich wollte nicht mehr zur\u00fcck zu Larissa. Am Ende war also alles gut so, wie es gekommen ist. Es sollte alles so sein. Das war von oben gef\u00fchrt, da bin ich sicher. Nichts im Leben passiert einfach nur so.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Dein neues Album \u201eIrgendwann im Leben\u201c ist das wohl pers\u00f6nlichste Album in deinem Leben. Welche Botschaft willst du damit vermitteln?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Irgendwann ist jetzt! Irgendwann sollte nicht so weit weg sein. Man sollte im Hier und Jetzt leben \u2013 die Welt ist heute viel zu schnelllebig. Vor allem sollte man sich im Klaren dar\u00fcber sein, worum es im Leben wirklich geht. Es geht um die Liebe und es geht um die Familie und nicht um materielle Dinge. Es geht darum, dass wir diese begrenzte Zeit, die wir auf der Erde sind, so gut wie m\u00f6glich nutzen und auch f\u00fcr andere Menschen da sein sollten. Das ist die Botschaft, die mir wichtig ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Wie geht es bei dir jetzt weiter?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ich werde jetzt viel mit meinem neuen Album unterwegs sein, und im Fr\u00fchjahr gehe ich auf die gro\u00dfe \u201eIrgendwann im Leben\u201c-Tournee. Am 3. April geht es los in Leipzig. Ich freue mich schon riesig darauf, meine Fans zu sehen, ich freue mich auf gro\u00dfartige Konzerte und auch auf alles, was danach kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ver\u00f6ffentlichung erfolgt am 21.02.2025!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":237101,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5,29,39],"tags":[553],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237100"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=237100"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":237103,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237100\/revisions\/237103"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/237101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=237100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=237100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=237100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}